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Iscador Qu Injektionslösung

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Iscador Qu Injektionslösung
  • Einheiten im Paket:
  • 7 x 1 ml Serie 0 = 2 Amp.St.5,2Amp.St.4,3Amp.St.3, Laufzeit: 24 Monate,7 x 1 ml Serie I = 2 Amp.St.4,2Amp.St.3,3Amp.St.2, Laufze
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Pflanzliches für Menschengebrauch
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Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Iscador Qu Injektionslösung
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Andere therapeutische Mit
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 10670
  • Berechtigungsdatum:
  • 05-06-1959
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage


Seite 1 von 8

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Iscador® Qu Injektionslösung

Iscador® Qu 20 mg Injektionslösung

Iscador® Qu 10 mg Injektionslösung

Iscador® Qu 1 mg Injektionslösung

Iscador® Qu 0.1 mg Injektionslösung

Iscador® Qu 0.01 mg Injektionslösung

Wirkstoff: fermentiertes natives Flüssigextrakt aus der weißbeerigen Mistel, Wirtsbaum: Eiche

(Quercus)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Iscador® Injektionslösung und wofür wird sie angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Iscador® Injektionslösung beachten?

Wie ist Iscador® Injektionslösung anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Iscador® Injektionslösung aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Iscador® Injektionslösung und wofür wird sie angewendet?

Iscador® Qu ist ein fermentiertes natives Flüssigextrakt aus den frischen Blättern, Sprossen, Knospen

und Beeren der weißbeerigen Mistel, Wirtsbaum: Eiche (Quercus).

Iscador® wir

d unterstützend zu allgemeinen Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität

bei soliden Tumoren während und nach einer Standardtherapie verwendet.

Iscador® wird angewendet bei Erwachsenen, Jugendlichen, Kindern, Kleinkindern und

Säuglingen ab 28 Tagen.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Iscador® Injektionslösung beachten?

Iscador® Injektionslösung darf nicht angewendet werden,

- wenn Sie allergisch gegen den Wirkstoff, Mistelzubereitungen oder einen der in Abschnitt 6.

genannten sonstigen Bestandteile

dieses Arzneimittels

sind.

- bei akut entzündlichen bzw. fieberhaften Erkrankungen (Körpertemperatur über

38 °C): Die Behandlung sollte bis zum Abklingen der Entzündungszeichen unterbrochen

werden

- bei chronischen granulomatösen Erkrankungen wie z.B. Tuberkulose und

Autoimmunerkrankungen mit stark ausgeprägten Krankheitszeichen oder unter einer die

Immunreaktion unterdrückenden (immunsuppressiven) Behandlung.

- bei Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) mit nicht ausgeglichener Stoffwechsellage,

z.B. Herzrasen (Tachykardie)

Seite 2 von 8

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bei primären Hirn- und Rückenmarkstumoren oder bei Hirnmetastasen mit Gefahr einer

Hirndruckerhöhung

sollte Iscador® nur

auf ausdrückliche ärztliche Verordnung und unter

engmaschiger klinischer Kontrolle angewendet werden.

Es empfiehlt sich, die Ampulle vor der Injektion kurz in der Hand zu erwärmen.

Durch die Natur des Ausgangsmaterials bedingt können Iscador® Injektionslösungen unter

Umständen eine leichte Trübung aufweisen, die jedoch für Wirksamkeit und Verträglichkeit

ohne Belang ist. Die Ampulle sollte in diesem Fall vor Gebrauch geschüttelt werden.

Kinder und Jugendliche

Siehe Abschnitt 3. „Dosierung bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren“

Anwendung von Iscador® Injektionslösung zusammen mit anderen Arzneimitteln

Eine gleichzeitige Anwendung von Iscador® und anderen Immunmodulatoren oder

Immunstimulantien (z.B. Thymusextrakten, Zytokinen) sollte nicht erfolgen, da additive oder

synergistische Effekte im Sinne einer Überstimulation nicht ausgeschlossen werden können.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind nicht bekannt.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn sie vermuten schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Auswirkungen von Iscador® auf die Schwangerschaft, die Geburt und auf die Entwicklung

des Kindes nach der Geburt wurden nicht untersucht. Das mögliche Risiko für den Menschen

ist somit nicht bekannt. Eine Anwendung in der Schwangerschaft sollte nur auf ausdrückliche

ärztliche Verordnung erfolgen.

Es liegen keine Untersuchungen in der Stillzeit vor. Es muss eine Entscheidung darüber

getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Iscador®

verzichtet werden soll. Dabei ist sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der

Nutzen der Therapie für die Frau zu berücksichtigen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Untersuchungen zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.

Iscador® Injektionslösung enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Ampulle, d.h. es ist

nahezu „natriumfrei“.

3.

Wie ist Iscador® Injektionslösung anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie

bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Art der Anwendung

Seite 3 von 8

Zur subkutanen Anwendung.

Die subkutane Injektion sollte nach Möglichkeit in Tumor- oder Metastasennähe, jedoch nicht

in den

Tumor selbst, ansonsten an stets wechselnden Körperstellen (z.B. Bauchhaut, Oberarm oder

Oberschenkel) erfolgen. Entzündete Hautbezirke oder Bestrahlungsfelder sind jedoch in

jedem Fall zu meiden. Es ist auf streng subkutane Injektionstechnik zu achten.

Vorsichtshalber wird empfohlen, Iscador® nicht mit anderen Arzneimitteln in einer Spritze

aufzuziehen.

Bei Serienpackungen sind die Nummern 1 – 7 auf der Innenseite jeder einzelnen Packung

aufgedruckt, um die Reihenfolge der Anwendung der Ampullen zu zeigen.

Bitte beachten Sie genau diese Reihenfolge, da diese Serienpackungen Ampullen mit

unterschiedlicher Stärke enthalten.

Farbigen Punkt nach oben halten. Ampulle mit leichtem Druck nach unten abknicken.

Reihenfolge der Injektionen (falls vom Arzt nicht anders verordnet):

1

2

3

4

5

6

7

Nach Säuberung der Einstichstelle (z.B.mit 70%igem Alkohol) eine Hautfalte bilden und die

Injektionsnadel schräg einstechen. Den Spritzenstempel leicht zurückziehen. Sollte Blut

erscheinen, wurde ein Blutgefäß getroffen. Die Injektion in diesem Fall an einer anderen

Stelle wiederholen. Wenn kein Blut erscheint, langsam injizieren, anschließend die Nadel

herausziehen und mit einem Tupfer kurz auf die Einstichstelle drücken.

Es wird in jedem Fall empfohlen, die Injektionstechnik durch eine darin erfahrene Person zu erlernen.

Die Dosierung erfolgt grundsätzlich individuell. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gilt

die folgende übliche Dosierung:

Einleitungsphase (Dosisfindung)

Um Überreaktionen zu vermeiden, wird zu Beginn der Therapie mit Iscador® eine

einschleichende Dosierung mit Iscador® Serie 0 empfohlen. Auch wenn bereits mit einem

anderen Mistelpräparat therapiert wurde, muss bei Therapiebeginn mit Iscador®

Injektionslösung wieder mit der entsprechenden Serie 0 begonnen werden.

Es wird 2-3 x wöchentlich 1 ml subkutan injiziert in ansteigender Stärke entsprechend der

Zusammenstellung der Serie.

Wird die Serie 0 gut vertragen, kann bis zum Erreichen der individuellen Reaktionsdosis des

Patienten auf

Iscador®

Serie I bis eventuell Serie II gesteigert werden.

Die optimale Stärke bzw. Dosis muss individuell ermittelt werden.

Hierzu sind nach heutigem Wissensstand folgende Reaktionen zu beachten, die einzeln oder

in Kombination auftreten können:

a) Änderung des subjektiven Befindens:

Am Injektionstag evtl. auftretende Abgeschlagenheit, Frösteln, allgemeines Krankheitsgefühl,

Kopfschmerzen und kurzzeitige Schwindelgefühle sind keine Zeichen von genereller

Unverträglichkeit, sondern weisen auf eine wirksame, möglicherweise schon zu hohe

Dosierung hin. Wenn diese Erscheinungen am Folgetag noch nicht abgeklungen sind oder ein

tolerables Maß übersteigen, sollte die Stärke bzw. Dosis reduziert werden.

Seite 4 von 8

Eine Besserung des Allgemeinbefindens (Zunahme von Appetit und Gewicht, Normalisierung

von Schlaf, Wärmeempfinden und Leistungsfähigkeit) und der psychischen Befindlichkeit

(Aufhellung der Stimmungslage, Zunahme von Lebensmut und Initiativfähigkeit) sowie eine

Linderung von Schmerzzuständen zeigen an, dass im optimalen Bereich dosiert wurde.

b) Temperaturreaktion:

Temperaturreaktion in Form eines überdurchschnittlichen Anstiegs der Körpertemperatur

wenige Stunden nach Injektion, einer Wiederherstellung der physiologischen Morgen-/

Abend-Differenz von mindestens 0,5° C oder eines Anstiegs des mittleren Temperaturniveaus

unter der Behandlung.

Bei Tumorfieber wird dagegen mit niedrigen Stärken eine Normalisierung und

Rhythmisierung der Kerntemperatur angestrebt.

c) Immunologische Reaktion:

z. B. Anstieg der weißen Blutzellen (Leukozyten).

d) Örtliche Entzündungsreaktion:

an der Einspritzstelle bis maximal 5 cm Durchmesser.

Sollte in besonderen Fällen auch unter der maximalen Dosis von 1 Ampulle 20 mg pro Tag

keine der genannten Reaktionen auftreten, wird empfohlen, nach einer Therapiepause von

einer Woche mit Iscador® eines anderen Wirtsbaumes die Therapie mit der Einleitungsphase

wieder zu beginnen.

Erhaltungsphase

Mit der so ermittelten optimalen individuellen Stärke bzw. Dosis wird die Behandlung

fortgesetzt.

Es wird entweder mit derjenigen Serie weitertherapiert, bei der die Reaktionsdosis die höchste

Stärke darstellt, oder mit der entsprechenden Sortenpackung (Packung mit Ampullen einer

Stärke).

Es wird 2-3 x wöchentlich 1 ml subkutan injiziert.

Zur Vermeidung von Gewöhnungseffekten empfiehlt sich eine rhythmische Anwendung:

- Abwechslung mit geringeren Stärken bzw. Dosen in Form auf- und eventuell auch

absteigender Dosierungsreihen

- Rhythmisierung der Injektionsintervalle, z.B. Injektion am Tag 1, 2 und 5 jeder Woche

- Einfügung von Pausen, z.B. 1-2 Wochen Pause nach 4 Wochen Therapie; bei positivem

Therapieverlauf können die Pausen ab dem dritten Behandlungsjahr verlängert werden.

Dauert die Therapiepause 4 Wochen oder länger, kann es bei Wiederaufnahme der

Behandlung zu einer verstärkten Anfangsreaktion kommen. Es wird deshalb empfohlen, mit

der nächst niedrigeren Serie wieder zu beginnen, z.B: Therapie vor der Pause mit Iscador®

Serie II, Beginn nach der Pause mit einer Packung Serie I, anschließend Weiterbehandlung

mit Serie II.

Bei fortgeschrittener Krankheit oder wenn sich der Patient an den Iscador®-freien Tagen

schlechter fühlt, kann es sinnvoll sein, ohne Pause täglich 1 ml zu injizieren.

In Abständen von 3 – 6 Monaten sollte die Dosierung anhand der Patientenreaktion überprüft

werden.

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion

Seite 5 von 8

Für konkrete Dosierungsempfehlungen bei eingeschränkter Nierenfunktion gibt es keine

hinreichenden Daten. Allgemeine Erfahrungen haben bisher keine Notwendigkeit einer

Dosisanpassung erkennen lassen.

Dosierung bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren

Es gelten die gleichen Empfehlungen wie für Erwachsene.

Nach den vorliegenden Erfahrungen ist mit einer stärkeren Reaktion als bei Erwachsenen zu

rechnen, weshalb eine langsamere Dosissteigerung empfohlen wird. Die Maximaldosis sollte

1 Ampulle 10 mg pro Tag nicht übersteigen.

Dosierung während einer Strahlen- oder Chemotherapie

Da unter bzw. im Anschluss an Strahlen- oder Chemotherapie übermäßige Reaktionen

möglich sind, muss besonders auf eine sehr langsame Steigerung der Dosierung geachtet

werden.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Anwendung ist prinzipiell nicht begrenzt. Sie wird vom Arzt festgelegt und

richtet sich nach dem jeweiligen Rezidivrisiko und dem individuellen Befinden bzw. Befund

des Patienten. Sie sollte mehrere Jahre betragen, wobei in der Regel Pausen in zunehmender

Länge eingelegt werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Iscador® Injektionslösung angewendet haben, als Sie

sollten

Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie die Anwendung von Iscador® Injektionslösung vergessen haben

Injizieren Sie nicht die doppelte Dosis, sondern führen Sie die Behandlung mit Ihrer normalen

Dosis zum nächsten vorgesehenen Zeitpunkt fort.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann Iscador® Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Eine geringe Steigerung der Körpertemperatur und örtlich begrenzte entzündliche Reaktionen

um die Einstichstelle der subkutanen Injektion treten zu Beginn der Therapie fast regelmäßig

auf. Vorübergehende leichte Schwellungen regionaler Lymphknoten sind unbedenklich.

Das durch Iscador®-Injektion hervorgerufene Fieber soll nicht durch fiebersenkende Mittel

unterdrückt werden. Bei länger als 3 Tage anhaltendem Fieber ist an einen infektiösen Prozess

oder Tumorfieber zu denken.

Bei Fieber über 38°C (evtl. mit Abgeschlagenheit, Frösteln, allgemeinem Krankheitsgefühl,

Kopfschmerzen und kurzzeitigen Schwindelgefühlen) oder bei größeren örtlichen Reaktionen

über 5 cm Durchmesser sollte die nächste Injektion erst nach Abklingen dieser Symptome

und in reduzierter Stärke bzw. Dosis gegeben werden.

Übermäßige örtliche Reaktionen lassen sich durch Anwendung einer geringeren Stärke des

Präparates vermeiden.

Seite 6 von 8

Es können örtliche oder allgemeine allergische oder allergieähnliche (allergoide) Reaktionen

(gewöhnlich in Form von generalisiertem Juckreiz, Nesselsucht, Hautausschlägen, mitunter

auch mit allergischer Schwellung in Mund und Hals [Quincke-Ödem], Schüttelfrost, Atemnot

und Verkrampfung der Atemwege, vereinzelt mit Schock

oder als akut entzündliche

Erkrankung der Haut oder Schleimhaut [Erythema exsudativum multiforme]) auftreten, die

ein Absetzen des Präparates und eine sofortige ärztliche Behandung erfordern.

Eine Aktivierung vorbestehender Entzündungen sowie entzündliche Reizerscheinungen

oberflächlicher Venen im Injektionsbereich sind möglich. Auch hier ist eine vorübergehende

Therapiepause bis zum Abklingen der Entzündungsreaktion

erforderlich.

Es wurde über das Auftreten chronisch granulomatöser Entzündungen (Sarkoidose, Erythema

nodosum) und von Autoimmunerkrankungen (Dermatomyositis) während einer

Misteltherapie berichtet.

Auch über Symptome einer Hirndruckerhöhung bei Hirntumoren/-metastasen während einer

Misteltherapie wurde berichtet (siehe auch unter 2).

Die Häufigkeit der genannten Nebenwirkungen ist nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage

der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5,

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

anzeigen.

Indem

Nebenwirkungen

melden,

können

dazu

beitragen,

dass

mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Hinweis für den Arzt:

Die Notfalltherapie des anaphylaktischen Schocks richtet sich nach der klinischen

Symptomatik.

Erstmaßnahmen:

Venöser Zugang, Zufuhr von kristalloiden Lösungen.

Zufuhr von Sauerstoff (ggf. endotracheale Intubation bzw. Koniotomie und Beatmung)

Medikamentöse Therapie:

Volumenzufuhr:

Behandlung der Hypovolämie durch rasche Zufuhr kristalloider Lösungen

(Vollelektrolytlösungen)

Katecholamine i.v.:

1 mg Adrenalin wird mit Kochsalzlösung 0,9% auf 10 ml verdünnt; 1 ml/min dieser

verdünnten Lösung (= 100 µg Adrenalin) wird langsam i.v. injiziert (Kontrolle von Puls und

Blutduck, ggf. EKG)

Seite 7 von 8

Bei adrenalinrefraktärer schwerer Hypotonie zusätzlich Noradrenalin: 1 mg Noradrenalin

wird mit Kochsalzlösung 0,9% auf 10 ml verdünnt; 0,5–1 ml dieser verdünnten Lösung (= 50-

100 µg Noradrenalin) wird i.v. injiziert (ggf. wiederholen.).

Glucocorticoide:

Bei schwerem Bronchospasmus sowie bei verzögert progredient verlaufender Symptomatik

500-1.000 mg Prednisolon einmalig i.v.

Zur Prophylaxe von Rezidivreaktionen und Therapie von Spätreaktionen Zufuhr von

Glucocorticoiden über 24 h, z.B. 3 mal 125 mg Prednisolon i.v.

Histamin-Antagonisten:

Zur Verminderung der Histamin-vermittelten Vasodilatation und Bronchokonstriktion: H1-

und H2-Antagonisten in Kombination, wobei der H1-Antagonist zuerst verabreicht wird, z.B.

2 mg Clemastin gefolgt von 50 mg Ranitidin i.v.

Theophyllin:

Ggf. additiv bei schweren bronchospastischen Reaktionen, sofern diese nicht auf Adrenalin

und Glucocorticoide ansprechen: initial 5 mg/kg Körpergewicht.

5.

Wie ist Iscador® Injektionslösung aufzubewahren?

Im Kühlschrank lagern (2°C-8°C). Nicht einfrieren.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf den Ampullen und der Faltschachtel angegebenen

Verfalldatum (Verwendbar bis:) nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den

letzten Tag des Monats.

Iscador® Ampullen müssen nach dem Öffnen sofort verwendet werden. Angebrochene

Ampullen dürfen nicht aufbewahrt und zu einem späteren Zeitpunkt verwendet werden, da die

Sterilität der Injektionsflüssigkeit nicht mehr gewährleistet ist.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Iscador® Injektionslösung enthält

Die Wirkstoffe sind:

Arzneimittelbezeichnung

1 Ampulle zu 1 ml (= 1 g) enthält:

fermentiertes natives Flüssigextrakt aus den frischen Blättern, Sprossen,

Knospen und Beeren der Eichenmistel (Viscum album subsp. album,

Droge-Extrakt-Verhältnis 1:2, Auszugsmittel Wasser)

Iscador® Qu 20 mg

40 mg natives Flüssigextrakt entsprechend 20 mg frischem Mistelkraut

Iscador® Qu 10 mg

20 mg natives Flüssigextrakt entsprechend 10 mg frischem Mistelkraut

Iscador® Qu 1 mg

2 mg natives Flüssigextrakt entsprechend 1 mg frischem Mistelkraut

Iscador® Qu 0,1 mg

0,2 mg natives Flüssigextrakt entsprechend 0,1 mg frischem Mistelkraut

Iscador® Qu 0,01 mg

0,02 mg natives Flüssigextrakt entsprechend 0,01 mg frischem

Mistelkraut

Die sonstigen Bestandteile sind: Wasser für Injektionszwecke, Natriumchlorid

Wie Iscador® Injektionslösung aussieht und Inhalt der Packung

Seite 8 von 8

Iscador® Injektionslösung ist eine klare und je nach Stärke, farblose bis gelb gefärbte

Flüssigkeit in Ampullen (OPC) zur subkutanen Injektion (Injektionslösung).

Packungsgrößen:

Serienpackungen mit 7 und 14 (2x7) Ampullen zu 1 ml Injektionslösung unterschiedlicher

Stärke setzen sich folgendermaßen zusammen:

Iscador® Qu Serie 0

Iscador® Qu Serie I

Iscador® Qu Serie II

Stärke

Anzahl Ampullen

Stärke

Anzahl Ampullen

Stärke

Anzahl Ampullen

0,01 mg

0,1 mg

1 mg

0,1 mg

1 mg

10 mg

1 mg

10 mg

20 mg

Sortenpackungen mit jeweils 7 Ampullen zu 1 ml Injektionslösung gleicher Stärke:

Iscador Qu 10 mg

Iscador Qu 20 mg.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Iscador AG, Spitalstraße 22, D-79539 Lörrach, Deutschland

Tel.-Nr.: +49 (0) 7621 16 22 600

E-mail: info@iscador.de

Vertrieb:

Sanova Pharma GesmbH, Haidestraße 4, 1110 Wien

Z.-Nr.: 10670

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2016.

17-2-2014

 Call for scientific data for use in HMPC assessment work on Origani majoranae herba, draft: consultation open

Call for scientific data for use in HMPC assessment work on Origani majoranae herba, draft: consultation open

The HMPC invites all interested parties such as pharmaceutical industry associations, health care professional groups, learned societies, consumers and patients’ associations, governmental institutions as well as EU and EEA-EFTA Member States to submit any scientific data, which may be used in the assessment of Origani majoranae herba as part of the establishment of Community herbal monographs and/or Community list entries.

Europe - EMA - European Medicines Agency

17-2-2014

 Call for scientific data for use in HMPC assessment work on Epilobii herba, draft: consultation open

Call for scientific data for use in HMPC assessment work on Epilobii herba, draft: consultation open

The HMPC invites all interested parties such as pharmaceutical industry associations, health care professional groups, learned societies, consumers and patients’ associations, governmental institutions as well as EU and EEA-EFTA Member States to submit any scientific data, which may be used in the assessment of Epilobii herba as part of the establishment of Community herbal monographs and/or Community list entries.

Europe - EMA - European Medicines Agency

17-2-2014

 Call for scientific data for use in HMPC assessment work on Sideritis herba, draft: consultation open

Call for scientific data for use in HMPC assessment work on Sideritis herba, draft: consultation open

The HMPC invites all interested parties such as pharmaceutical industry associations, health care professional groups, learned societies, consumers and patients’ associations, governmental institutions as well as EU and EEA-EFTA Member States to submit any scientific data, which may be used in the assessment of Sideritis herba as part of the establishment of Community herbal monographs and/or Community list entries.

Europe - EMA - European Medicines Agency

14-2-2014

 Call for scientific data for use in HMPC assessment work on Calendulae herba, draft: consultation open

Call for scientific data for use in HMPC assessment work on Calendulae herba, draft: consultation open

The HMPC invites all interested parties such as pharmaceutical industry associations, health care professional groups, learned societies, consumers and patients’ associations, governmental institutions as well as EU and EEA-EFTA Member States to submit any scientific data, which may be used in the assessment of Calendulae herba as part of the establishment of Community herbal monographs and/or Community list entries.

Europe - EMA - European Medicines Agency

14-2-2013

 Call for scientific data for the systematic review of the monograph on Echinacea purpurea (L.) Moench, herba , draft: consultation closed

Call for scientific data for the systematic review of the monograph on Echinacea purpurea (L.) Moench, herba , draft: consultation closed

The Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) invites all interested parties such as pharmaceutical-industry associations, healthcare-professional groups, learned societies, consumers' and patients’ associations, governmental institutions and European Union and European Economic Area-European Free Trade Association Member States to submit any scientific data that the HMPC should consider at the five-year review of the monograph on Echinacea purpurea (L.) Moench, herba towards a possible revision of t...

Europe - EMA - European Medicines Agency

15-10-2012

 Call for scientific data for the systematic review of the monograph on Thymus vulgaris L.; Thymus zygis Loefl. ex L., herba, draft: consultation closed

Call for scientific data for the systematic review of the monograph on Thymus vulgaris L.; Thymus zygis Loefl. ex L., herba, draft: consultation closed

The HMPC invites all interested parties such as pharmaceutical industry associations, health care professional groups, learned societies, consumers and patients’ associations, governmental institutions as well as EU and EEA-EFTA Member States to submit any scientific data that the HMPC should consider at the 5-year review of the monograph on Thymus vulgaris L.; Thymus zygis Loefl. ex L., herba towards a possible revision of the monograph and supporting documents.

Europe - EMA - European Medicines Agency

3-1-2012

 Call for scientific data for use in HMPC assessment work on Hieracium pilosella L., herba cum flore, draft: consultation closed

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The Committee on Herbal Medicinal Products invites all interested parties such as pharmaceutical industry associations, healthcare professional groups, learned societies, consumers and patients’ associations, governmental institutions as well as European Union and European Economic Area-European Free Trade Association Member States to submit any scientific data, which may be used in the assessment of Hieracium pilosella L., herba cum flore as part of the establishment of Community herbal monographs and/o...

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3-1-2012

 Call for scientific data for use in HMPC assessment work on Eschscholtzia californica Cham., herba cum flore, draft: consultation closed

Call for scientific data for use in HMPC assessment work on Eschscholtzia californica Cham., herba cum flore, draft: consultation closed

The Committee on Herbal Medicinal Products invites all interested parties such as pharmaceutical industry associations, healthcare professional groups, learned societies, consumers and patients’ associations, governmental institutions as well as European Union and European Economic Area-European Free Trade Association Member States to submit any scientific data, which may be used in the assessment of Eschscholtzia californica Cham., herba cum flore as part of the establishment of Community herbal monogra...

Europe - EMA - European Medicines Agency

3-1-2012

 Call for scientific data for use in HMPC assessment work on Hyoscyamus niger L., herba, draft: consultation closed

Call for scientific data for use in HMPC assessment work on Hyoscyamus niger L., herba, draft: consultation closed

The Committee on Herbal Medicinal Products invites all interested parties such as pharmaceutical industry associations, healthcare professional groups, learned societies, consumers and patients’ associations, governmental institutions as well as European Union and European Economic Area-European Free Trade Association Member States to submit any scientific data, which may be used in the assessment of Hyoscyamus niger L., herba as part of the establishment of Community herbal monographs and/or Community l...

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18-7-2011

 Call for scientific data for the systematic review of the monograph on Passiflora incarnata L., herba, draft: consultation closed

Call for scientific data for the systematic review of the monograph on Passiflora incarnata L., herba, draft: consultation closed

The HMPC invites all interested parties such as pharmaceutical industry associations, health care professional groups, learned societies, consumers and patients’ associations, governmental institutions as well as EU and EEA-EFTA Member States to submit any scientific data that the HMPC should consider at the 5-year review of the monograph on Passiflora incarnata L., herba towards a possible revision of the monograph and supporting documents.

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18-7-2011

 Call for scientific data for use in HMPC assessment work on Origanum dictamnus L., herba, draft: consultation closed

Call for scientific data for use in HMPC assessment work on Origanum dictamnus L., herba, draft: consultation closed

The HMPC invites all interested parties such as pharmaceutical industry associations, health care professional groups, learned societies, consumers and patients’ associations, governmental institutions as well as EU and EEA-EFTA Member States to submit any scientific data, which may be used in the assessment of Origanum dictamnus L., herba as part of the establishment of Community herbal monographs and/or Community list entries.

Europe - EMA - European Medicines Agency

3-1-2011

 Final assessment report on Euphrasia officinalis L. and Euphrasia rostkoviana Hayne, herba, adopted

Final assessment report on Euphrasia officinalis L. and Euphrasia rostkoviana Hayne, herba, adopted

This assessment report reviews the scientific data available for Euphrasia officinalirostkoviana Hayne, herba.

Europe - EMA - European Medicines Agency

9-11-2010

 Draft assessment report on Achillea millefolium L., herba, draft

Draft assessment report on Achillea millefolium L., herba, draft

This draft Assessment Report is published to support the release for public consultation of the draft Community herbal monograph on Achillea millefolium L., herba.

Europe - EMA - European Medicines Agency

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