Intrinsa

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Intrinsa
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Intrinsa
    Europäische Union
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Sexualhormone und Modulatoren des Genitalsystems
  • Therapiebereich:
  • Sexuelle Funktionsstörungen, psychologische
  • Anwendungsgebiete:
  • Intrinsa ist in bilateral oophorectomised und hysterectomised (chirurgisch induzierter Menopause) Frauen, die begleitende Östrogen-Therapie für die Behandlung der Überfunktion sexuelles Verlangen Disorder (HSDD) angegeben..

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • EMA - European Medicines Agency
  • Berechtigungsstatus:
  • Zurückgezogen
  • Zulassungsnummer:
  • EMEA/H/C/000634
  • Berechtigungsdatum:
  • 28-07-2006
  • EMEA-Code:
  • EMEA/H/C/000634
  • Letzte Änderung:
  • 28-02-2018

Öffentlichen Beurteilungsberichts

+44 (0)20 7418 8416

© European Medicines Agency, 2010. Reproduction is authorised provided the source is acknowledged.

EMA/369753/2010

EMEA/H/C/634

Zusammenfassung des EPAR für die Öffentlichkeit

Intrinsa

Testosteron

Das vorliegende Dokument ist eine Zusammenfassung des Europäischen Öffentlichen

Beurteilungsberichts (EPAR) für Intrinsa, in dem erläutert wird, wie der Ausschuss für

Humanarzneimittel (CHMP) das Arzneimittel beurteilt hat, um zu seinem befürwortenden Gutachten zur

Erteilung der Genehmigung für das Inverkehrbringen und seinen Empfehlungen zu den

Anwendungsbedingungen für Intrinsa zu gelangen.

Was ist Intrinsa?

Intrinsa ist ein transdermales Pflaster (ein Pflaster, das ein Arzneimittel durch die Haut abgibt). Das

Pflaster setzt über 24 Stunden 300 Mikrogramm des Wirkstoffs Testosteron frei.

Wofür wird Intrinsa angewendet?

Intrinsa wird zur Behandlung des Mangels an sexuellen Gedanken und sexuellem Verlangen

angewendet, der seelische Belastung bei Frauen verursacht, denen die Gebärmutter und beide

Eierstöcke (Ovarien) entfernt wurden. Es wird bei Patientinnen angewendet, die bereits ein Östrogen

(weibliches Geschlechtshormon) einnehmen.

Das Arzneimittel ist nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich.

Wie wird Intrinsa angewendet?

Intrinsa wird als Dauerbehandlung angewendet, indem zweimal wöchentlich ein Pflaster aufgebracht

wird. Das Pflaster wird auf die trockene, saubere Haut im Bereich des Unterbauchs (unterhalb der

Taille) aufgebracht. Es verbleibt drei bis vier Tage auf der Haut und wird dann an einer anderen Stelle

durch ein neues Pflaster ersetzt. Auf dieselbe Hautstelle darf erst mindestens sieben Tage später

wieder ein Pflaster aufgebracht werden.

Arzneimittel nicht länger zugelassen

Es kann länger als einen Monat dauern, bis die Patientin eine Besserung verspürt. Patientinnen, die

nach einer drei- bis sechsmonatigen Behandlung keine Besserung verspüren, sollten sich an ihren Arzt

wenden und ihre Behandlung überprüfen lassen.

Wie wirkt Intrinsa?

Der Wirkstoff in Intrinsa, Testosteron, ist ein natürliches Geschlechtshormon, das bei Männern und in

geringerem Ausmaß auch bei Frauen gebildet wird. Eine Abnahme der Testosteronkonzentration wurde

mit einer Abnahme des sexuellen Verlangens, weniger sexuellen Gedanken sowie einer verminderten

sexuellen Erregung in Verbindung gebracht. Bei Frauen, denen die Gebärmutter und die Eierstöcke

entfernt wurden, wird nur noch die halbe Menge an Testosteron produziert. Intrinsa setzt Testosteron

durch die Haut in den Blutkreislauf frei, um Testosteronspiegel zu erreichen, die den Spiegeln vor der

Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke entsprechen.

Wie wurde Intrinsa untersucht?

Da Testosteron ein hinlänglich bekannter Wirkstoff ist, der bereits in anderen Arzneimitteln verwendet

wird, führte das Unternehmen nicht nur eigene Studien durch, sondern verwendete auch Daten aus der

veröffentlichten Literatur. In die beiden Hauptstudien wurden 1 095 Frauen (durchschnittliches Alter:

49) aufgenommen, die Intrinsa für eine Dauer von bis zu einem Jahr erhielten. Intrinsa wurde mit

einem Placebo (einem Pflaster, das keinen Wirkstoff enthielt) verglichen. In den Studien wurde ein

spezieller Fragebogen zur Messung von sexuellem Interesse und sexueller Aktivität (Anzahl der

befriedigenden sexuellen Episoden in einem Zeitraum von vier Wochen) verwendet. Hauptindikator für

die Wirksamkeit war die Veränderung der im Fragebogen angegebenen Punktzahl (Score) vor Beginn

der Studie und nach sechs Monaten der Behandlung.

Welchen Nutzen hat Intrinsa in diesen Studien gezeigt?

Intrinsa war wirksamer als Placebo. Die gemeinsame Auswertung der Ergebnisse der beiden Studien

ergab über einen Zeitraum von vier Wochen durchschnittlich 1,07 mehr befriedigende sexuelle

Episoden bei Frauen, die Intrinsa erhielten, als bei Frauen, die Placebo erhielten. Im Durchschnitt

hatten Frauen, die vor der Behandlung drei befriedigende sexuelle Episoden innerhalb von vier Wochen

hatten, nach sechsmonatiger Behandlung mit Intrinsa etwa fünf solche Episoden innerhalb von vier

Wochen. Dagegen hatten Frauen, die sechs Monate lang Placebo erhielten, rund vier befriedigende

sexuelle Episoden innerhalb von vier Wochen.

Welches Risiko ist mit Intrinsa verbunden?

Die häufigsten Nebenwirkungen von Intrinsa (beobachtet bei mehr als 1 von 10 Patientinnen) sind

Hirsutismus (Zunahme der Behaarung, insbesondere im Bereich von Kinn und Oberlippe) und

Reaktionen an der Applikationsstelle des Pflasters (Rötung und Juckreiz). Die vollständige Auflistung

der im Zusammenhang mit Intrinsa berichteten Nebenwirkungen ist der Packungsbeilage zu

entnehmen.

Da Testosteron ein männliches Geschlechtshormon ist, sollten Frauen, die Intrinsa anwenden,

daraufhin überwacht werden, ob sich „androgene“ Nebenwirkungen (Entwicklung von männlichen

Geschlechtsmerkmalen), wie z. B. Haarwuchs im Gesicht, tiefere Stimme oder Haarausfall, entwickeln.

Frauen sollten sich an ihren Arzt wenden, wenn sie solche Wirkungen an sich feststellen.

Intrinsa darf nicht bei Patientinnen angewendet werden, die möglicherweise überempfindlich

(allergisch) gegen Testosteron oder einen der sonstigen Bestandteile sind. Es darf nicht bei Frauen

Intrinsa

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Arzneimittel nicht länger zugelassen

Intrinsa

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angewendet werden, die Brustkrebs oder eine andere östrogenabhängige Krebsart haben bzw. hatten

oder wegen anderer Erkrankungen keine östrogenhaltigen Arzneimittel einnehmen können.

Frauen, die Intrinsa anwenden, sollten zudem Östrogene einnehmen, jedoch keine sogenannten

„konjugierten Östrogene“, da die Kombination dieser Hormone mit Instrinsa nicht so wirksam wie die

Kombination anderer Arten von Östrogen mit Intrinsa ist.

Warum wurde Intrinsa zugelassen?

Der CHMP gelangte zu dem Schluss, dass die Vorteile von Intrinsa gegenüber den Risiken überwiegen,

und empfahl, die Genehmigung für das Inverkehrbringen zu erteilen.

Welche Informationen werden für Intrinsa noch erwartet?

Das Unternehmen, das Intrinsa herstellt, wird einige der Nebenwirkungen von Intrinsa, wie z. B. seine

androgenen Nebenwirkungen, streng überwachen. Das Unternehmen wird in allen laufenden Studien

mit Intrinsa die möglichen Langzeitrisiken (einschließlich Brustkrebs, Gebärmutterschleimhautkrebs,

Nebenwirkungen, die das Herz und die Blutgefäße betreffen) prüfen. Darüber hinaus wird es einen

Aufklärungsplan für Ärzte und Patientinnen erstellen.

Weitere Informationen über Intrinsa:

Am 28. Juli 2006 erteilte die Europäische Kommission eine Genehmigung für das Inverkehrbringen von

Intrinsa in der gesamten Europäischen Union. Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen

ist das Unternehmen Warner Chilcott UK Ltd. Die Genehmigung für das Inverkehrbringen gilt fünf Jahre

und kann anschließend verlängert werden.

Den vollständigen Wortlaut des EPAR für Intrinsa finden Sie hier. Wenn Sie weitere Informationen zur

Behandlung mit Intrinsa benötigen, lesen Sie bitte die Packungsbeilage (ebenfalls Teil des EPAR) oder

wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Zusammenfassung wurde zuletzt im 06-2010 aktualisiert.

Arzneimittel nicht länger zugelassen

Packungsbeilage

ANHANG I

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

Arzneimittel nicht länger zugelassen

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Intrinsa 300 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jedes Pflaster zu 28 cm

enthält 8,4 mg Testosteron und setzt in 24 Stunden 300 Mikrogramm

Testosteron frei.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Transdermales Pflaster.

Dünnes, durchsichtiges, ovales matrix-artiges transdermales Pflaster, das aus drei Schichten besteht:

einer durchsichtigen Trägerfolie, einer Klebeschicht mit der Wirkstoff-Matrix und einer Schutzfolie,

die vor der Applikation entfernt wird. Jedes Pflaster trägt auf der Oberseite den Stempel T001.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Intrinsa ist indiziert für die Behandlung von Störungen, die mit einem Mangel oder Verlust von

sexuellem Verlangen verbunden sind (Störung mit verminderter sexueller Appetenz,

hypoactive sexual

desire disorder,

HSDD) bei Frauen nach beidseitiger Oophorektomie und Hysterektomie (chirurgisch

bedingte Menopause), die eine begleitende Estrogen-Therapie erhalten.

4.2

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Dosierung

Die empfohlene Testosteron-Tagesdosis beträgt 300 Mikrogramm. Diese Dosis wird durch

kontinuierliches zweimal wöchentliches Aufbringen des Pflasters erzielt. Das Pflaster sollte alle 3 bis

4 Tage durch ein neues Pflaster ersetzt werden. Es darf nicht mehr als ein Pflaster gleichzeitig

getragen werden.

Begleitende Estrogen-Therapie

Vor Beginn einer Behandlung mit Intrinsa sowie im Rahmen der routinemäßigen Neubewertung der

Therapie sollten die angemessene Anwendung einer Estrogen-Therapie und die damit verbundenen

Einschränkungen bedacht werden. Eine Fortsetzung der Anwendung von Intrinsa wird nur empfohlen,

solange die gleichzeitige Anwendung von Estrogen als angemessen betrachtet wird (d.h. niedrigste

wirksame Dosis und kürzestmögliche Behandlungsdauer).

Die Anwendung von Intrinsa bei Patientinnen, die konjugierte equine Estrogene

(conjugated equine

estrogen,

)

erhalten, wird nicht empfohlen, da die Wirksamkeit in diesem Fall nicht nachgewiesen

wurde (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Dauer der Behandlung

Das Ansprechen auf die Intrinsa-Behandlung sollte 3-6 Monate nach Behandlungsbeginn beurteilt

werden, um zu bestimmen, ob die Behandlung fortgesetzt werden soll. Bei Patientinnen, die keinen

wesentlichen Nutzen verspüren, sollte eine erneute Bewertung erfolgen und ein Absetzen der

Behandlung erwogen werden.

Arzneimittel nicht länger zugelassen

Da die Wirksamkeit und Sicherheit von Intrinsa nur in Studien von höchstens einjähriger Dauer

geprüft wurden, wird empfohlen, alle 6 Monate eine Bewertung der Behandlung vorzunehmen.

Besondere Patientengruppen

Eingeschränkte Nierenfunktion

Zu Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion liegen keine Studien vor.

Eingeschränkte Leberfunktion

Zu Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion liegen keine Studien vor.

Ältere Patienten

Intrinsa ist für die Anwendung bei Frauen in chirurgisch bedingter Menopause bis zum Alter von

60 Jahren empfohlen. Entsprechend der Prävalenz von HSDD liegen nur begrenzte Daten zu

Patientinnen über 60 Jahren vor.

Kinder und Jugendliche

Es gibt keinen relevanten Nutzen von Intrinsa bei Kindern und Jugendlichen.

Art der Anwendung

Die Klebeseite des Pflasters sollte auf eine saubere und trockene Hautstelle im Bereich des unteren

Abdomens unterhalb der Taille aufgebracht werden. Die jeweilige Applikationsstelle sollte jedes Mal

gewechselt werden, wobei zwischen zwei Applikationen an einer bestimmten Stelle ein Zeitraum von

mindestens 7 Tagen liegen muss. Die Pflaster sollten nicht auf die Brüste oder andere Körperbereiche

aufgebracht werden. Es wird ein Hautbereich mit minimaler Faltenbildung empfohlen, der nicht von

enger Kleidung bedeckt ist. Die Stelle sollte nicht ölig, verletzt oder gereizt sein. Um eine

Beeinträchtigung der Klebeeigenschaften von Intrinsa zu vermeiden, sollten auf die Hautstelle, auf die

das Pflaster appliziert wird, keine Cremes, Lotionen oder Puder aufgetragen werden.

Das Pflaster sollte unmittelbar nach dem Öffnen des Beutels und dem Entfernen der beiden Hälften

der Schutzfolie aufgebracht werden. Es sollte etwa 10 Sekunden lang fest angedrückt werden, wobei

auf einen guten Hautkontakt insbesondere an den Kanten zu achten ist. Löst sich ein Teil des Pflasters

von der Haut, so sollte dieser Bereich erneut angedrückt werden. Ein vorzeitig abgelöstes Pflaster

kann erneut appliziert werden. Falls dasselbe Pflaster sich nicht mehr aufbringen lässt, sollte an einer

anderen Stelle ein neues Pflaster aufgebracht werden. In beiden Fällen sollte das ursprüngliche

Applikationsschema beibehalten werden. Das Pflaster ist so konzipiert, dass es sich beim Duschen,

Schwimmen und beim Sport nicht ablöst.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Bekannte, vermutete oder frühere Brustkrebserkrankung oder bekannte bzw. vermutete Estrogen-

abhängige Neoplasie oder jeglicher andere Krankheitszustand, der unter die Gegenanzeigen für die

Anwendung von Estrogen fällt.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Besondere Warnhinweise

Androgen-Reaktionen

Der Arzt sollte die Patientinnen während der Behandlung in regelmäßigen Abständen auf mögliche

unerwünschte Androgen-Reaktionen untersuchen (z.B. Akne, Veränderungen des Haarwuchses oder

Haarausfall). Die Patientinnen sollten angewiesen werden, selbst auf Androgen-Nebenwirkungen zu

achten. Zeichen einer Virilisierung wie Tieferwerden der Stimme, Hirsutismus oder Klitoris-

Vergrößerung können irreversibel sein, und es sollte erwogen werden, die Behandlung abzusetzen. In

klinischen Studien waren diese Wirkungen in der Mehrzahl der Fälle reversibel (siehe Abschnitt 4.8).

Arzneimittel nicht länger zugelassen

Überempfindlichkeit

An der Applikationsstelle kann es aufgrund einer Überempfindlichkeit gegenüber dem Pflaster zu

schweren Hauterythemen, lokalen Ödemen und Blasenbildung kommen. In diesen Fällen sollte die

Anwendung des Pflasters beendet werden.

Langfristige Sicherheit insbesondere im Hinblick auf Brustkrebs

Die Sicherheit von Intrinsa wurde in doppelblinden, placebokontrollierten Studien von nicht mehr als

einjähriger Dauer untersucht. Es liegen nur wenige Informationen zur Langzeitsicherheit vor,

einschließlich der Wirkungen auf Brustgewebe und Herz-Kreislauf-System sowie auf eine Erhöhung

der Insulinresistenz. Die begrenzten Daten in der Literatur über den Einfluss von Testosteron auf das

Brustkrebsrisiko bei Frauen erlauben keine eindeutigen Rückschlüsse und sind widersprüchlich. Die

Langzeitwirkung einer Behandlung mit Testosteron auf die Brust ist derzeit nicht bekannt; daher

sollten Patientinnen im Hinblick auf das Brustkrebsrisiko in Übereinstimmung mit gegenwärtig

anerkannten Screeningmethoden und entsprechend den individuellen Bedürfnissen der Patientin

sorgfältig überwacht werden.

Kardiovaskuläre Erkrankungen

Patientinnen mit bekannter kardiovaskulärer Erkrankung wurden nicht untersucht. Patientinnen mit

kardiovaskulären Risikofaktoren, insbesondere mit Bluthochdruck, sowie Patientinnen mit bekannter

kardiovaskulärer Erkrankung sollten sorgfältig überwacht werden. Dabei ist besonders auf

Änderungen des Blutdrucks und des Körpergewichts zu achten.

Patientinnen mit Diabetes mellitus

Bei Patientinnen mit Diabetes mellitus können die Stoffwechselwirkungen von Testosteron eine

Senkung des Blutzuckerspiegels und damit des Insulinbedarfs zur Folge haben. Patientinnen mit

Diabetes mellitus wurden nicht untersucht.

Auswirkungen auf das Endometrium

Zu den Wirkungen von Testosteron auf das Endometrium liegen nur wenige Informationen vor. Die

begrenzten Daten zur Bewertung der Testosteron-Wirkung auf das Endometrium erlauben keine

Rückschlüsse oder Absicherungen bezüglich des Auftretens von Endometriumkrebs.

Ödem

Bei Patientinnen mit vorbestehender Herz-, Nieren- oder Lebererkrankung kann es als

schwerwiegende Komplikation nach hohen Dosen von Testosteron oder anderen anabolen Steroiden

zu Ödemen (mit oder ohne dekompensierte Herzinsuffizienz) kommen. Allerdings steht nicht zu

erwarten, dass eine solche Wirkung von der niedrigen durch das Intrinsa-Pflaster freigesetzten

Testosteron-Dosis ausgelöst wird.

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Intrinsa ist nicht bei Frauen anzuwenden, bei denen die natürliche Menopause eingetreten ist

Bei Frauen mit HSDD in der natürlichen Menopause, die eine begleitende Estrogen-Therapie, mit und

ohne Progesteron, erhielten, wurden die Wirksamkeit und Sicherheit von Intrinsa nicht geprüft.

Intrinsa wird zur Anwendung bei Frauen in der natürlichen Menopause nicht empfohlen.

Intrinsa ist nicht bei Frauen anzuwenden, die konkomitant mit CEE behandelt werden

Intrinsa ist in Verbindung mit einer Estrogen-Therapie indiziert, jedoch zeigte sich in der Untergruppe

der Patientinnen, die konjugierte equine Estrogene

(conjugated equine estrogen, CEE)

erhielten, keine

signifikante Verbesserung der Sexualfunktion. Daher sollte Intrinsa bei Patientinnen, die begleitend

CEE erhalten, nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.2 und 5.1).

Schilddrüsenhormonspiegel

Androgene können die Spiegel des Thyroxin-bindenden Globulins senken und zu einer Abnahme der

Gesamt-T4-Serumkonzentrationen sowie zu einer vermehrten T3- und T4-Resin-Aufnahme führen.

Arzneimittel nicht länger zugelassen

Die Spiegel der freien Schilddrüsenhormone bleiben allerdings unverändert, und es gibt keine

klinischen Hinweise auf eine Störung der Schilddrüsenfunktion.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es wurden keine Wechselwirkungsstudien durchgeführt. Bei gleichzeitiger Gabe von Testosteron mit

Antikoagulantien kann es zu einer Zunahme der antikoagulativen Wirkung kommen. Patientinnen, die

orale Antikoagulantien erhalten, müssen insbesondere bei Beginn oder Beendigung einer Testosteron-

Therapie engmaschig überwacht werden.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Intrinsa darf bei Frauen, die schwanger sind oder schwanger werden könnten, nicht angewendet

werden.

Testosteron kann bei Gabe an schwangere Frauen eine virilisierende Wirkung auf den weiblichen

Fetus haben. Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe

Abschnitt 5.3).

Bei versehentlicher Anwendung während der Schwangerschaft ist die Behandlung mit Intrinsa

abzubrechen.

Stillzeit

Intrinsa darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden.

Fertilität

Zu den Auswirkungen von Intrinsa auf die Fruchtbarkeit liegen keine Daten vor.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Intrinsa hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschi-

nen. Die Patienten sind jedoch darüber aufzuklären, dass unter der Behandlung mit Intrinsa Fälle von

Migräne, Insomnie, Aufmerksamkeitsstörungen und Diplopie aufgetreten sind.

4.8

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die am häufigsten genannte Nebenwirkung (30,4%) waren Reaktionen an der Applikationsstelle.

Dabei handelte es sich in der Mehrzahl bei diesen Nebenwirkungen um leichte Erytheme und Juckreiz,

die bei den betroffenen Patientinnen nicht zum Studienabbruch führten.

Hirsutismus wurde ebenfalls sehr häufig berichtet. Die meisten Berichte betrafen den Bereich von

Kinn und Oberlippe. Die Nebenwirkung war in ≥ 90% nur leicht ausgeprägt, und weniger als 1% aller

Patientinnen brachen die Studien aus diesem Grund ab. Bei der Mehrzahl der Patientinnen war

Hirsutismus reversibel.

Andere häufig berichtete androgene Reaktionen waren Akne, Tieferwerden der Stimme und Alopezie,

wovon über 90% als leicht eingestuft wurden. Bei der Mehrzahl der Patientinnen waren diese

Reaktionen reversibel. Weniger als 1% der Patientinnen brachen die Studien aufgrund dieser

Reaktionen ab. Für alle anderen häufigen unerwünschten Reaktionen kam es bei der Mehrzahl der

Patientinnen zu einem Abklingen der Beschwerden.

Tabellarische Liste der Nebenwirkungen

Während der 6-monatigen doppelblinden Behandlungsphase traten in der Behandlungsgruppe (n=549)

folgende Nebenwirkungen mit größerer Häufigkeit auf als in der Placebogruppe (n=545). Ein kausaler

Arzneimittel nicht länger zugelassen

Zusammenhang mit der Intrinsa-Behandlung wurde vom Prüfarzt als möglich oder wahrscheinlich

eingestuft. Wenn eine Nebenwirkung in den integrierten Phase-III-Studien häufiger auftrat

(Intrinsa-Patienten: n=1.498, Placebo-Patienten: n=1.297), wird in der Tabelle diese Häufigkeit

genannt. Die Häufigkeitsstufen sind dabei wie folgt definiert: Sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100,

< 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100), selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000),

nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

MedDRA

Systemorganklasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Infektionen und parasitäre

Erkrankungen

Sinusitis

Erkrankungen des Blutes und

des Lymphsystems

Abweichender

Gerinnungsfaktor

Erkrankungen des

Immunsystems

Überempfindlichkeit

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Appetitzunahme

Psychiatrische Erkrankungen

Insomnie

Agitation, Angst

Erkrankungen des

Nervensystems

Migräne

Störung der

Aufmerksamkeit, Störung

des Geschmackssinns,

Störung des Gleichgewichts,

Hyperästhesie, orale

Parästhesie, transitorische

ischämische Attacke

Augenerkrankungen

Diplopie, Augenrötung

Herzerkrankungen

Palpitationen

Erkrankungen der Atemwege,

des Brustraums und

Mediastinums

Tieferwerden der

Stimme

Verstopfung der Nase,

Engegefühl im Hals

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Bauchschmerzen

Diarrhoe, Mundtrockenheit,

Übelkeit

Erkrankungen der Haut und

des Unterhautzellgewebes

Hirsutismus

Akne, Alopezie

Ekzem, vermehrtes

Schwitzen, Rosazea

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Arthritis

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane und der

Brustdrüse

Brustschmerzen

Zysten in der Brust,

Anschwellen der Klitoris,

Vergrößerung der Klitoris,

genitaler Pruritus,

brennendes Gefühl in der

Vagina

Allgemeine Erkrankungen

und Beschwerden am

Verabreichungsort

Reaktion an der

Applikationsstelle

(Erytheme,

Juckreiz)

Anasarka, Asthenie,

Engegefühl im Brustraum,

Beschwerden im

Brustbereich

Arzneimittel nicht länger zugelassen

MedDRA

Systemorganklasse

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Untersuchungen

Gewichtszunahme

Abnorme

Fibrinogenspiegel,

beschleunigte Herzfrequenz,

Anstieg der

Alaninaminotransferase,

Anstieg der

Aspartataminotransferase,

erhöhte Bilirubin-

Blutspiegel, abnorme

Leberwerte, Anstieg der

Triglyzeride im Blut

4.9

Überdosierung

Die Art der Anwendung von Intrinsa macht eine Überdosierung unwahrscheinlich. Nach Entfernen des

Pflasters nehmen die Testosteron-Serumspiegel schnell ab (siehe Abschnitt 5.2).

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Sexualhormone und Modulatoren des Genitalsystems, Androgene,

ATC-Code: G03BA03

Wirkmechanismus

Testosteron, das wichtigste zirkulierende Androgen bei der Frau, ist ein physiologisch vorkommendes

Steroid und wird von den Ovarien und Nebennieren ausgeschüttet. Bei prämenopausalen Frauen liegt

die Testosteron-Produktionsrate bei 100 bis 400 Mikrogramm/24 Stunden. Die Hälfte dieser Menge

wird von den Ovarien entweder als Testosteron oder als ein Testosteron-Vorläufer gebildet. Die

Androgen-Serumspiegel der Frau fallen mit zunehmendem Alter ab. Bei Frauen mit bilateraler

Oophorektomie nehmen die Testosteron-Serumspiegel innerhalb von Tagen nach dem operativen

Eingriff um etwa 50% ab.

Intrinsa ist eine transdermale Therapie der HSDD. Das Arzneimittel verbessert das sexuelle Verlangen

und führt zu Testosteron-Konzentrationen, die prämenopausalen Spiegeln entsprechen.

Klinische Wirksamkeit und Unbedenklichkeit

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Intrinsa wurde in zwei multizentrischen, doppelblinden, place-

bokontrollierten 6-monatigen Studien an 562 (INTIMATE SM1) und 533 (INTIMATE SM2) Frauen

im Alter von 20 bis 70 Jahren, die an einer HSDD litten und begleitend Estrogene erhielten, nach einer

Oophorektomie und Hysterektomie (chirurgisch bedingte Menopause) untersucht. In diesen Studien

wurden die befriedigende sexuelle Gesamtaktivität (primärer Endpunkt), das sexuelle Verlangen sowie

die seelische Belastung im Zusammenhang mit einem geringen sexuellen Verlangen (sekundäre

Endpunkte) mittels validierter Instrumente untersucht.

In der kombinierten Analyse der Studien nach 24 Wochen betrug der Unterschied in Bezug auf die

mittlere Häufigkeit vollständig befriedigender Erlebnisse zwischen Intrinsa und Placebo 1,07 pro

4 Wochen.

Von den mit Intrinsa behandelten Frauen berichtete ein signifikant höherer prozentualer Anteil für die

drei Endpunkte über einen Nutzen, der von ihnen als klinisch relevant betrachtet wurde, als bei den

mit Placebo behandelten Frauen. Bezogen auf die gepoolten Phase-III-Daten erwiesen sich nach

Ausschluss von Patientinnen, die orale CEE einnahmen und keine wesentliche Verbesserung der

Arzneimittel nicht länger zugelassen

sexuellen Aktivität aufwiesen, 50,7% (n=274) der mit Intrinsa und 29,4% (n=269) der mit Placebo

behandelten Frauen in Bezug auf die befriedigende sexuelle Gesamtaktivität (primärer Endpunkt) als

Responder. Als Responder waren zuvor solche Patientinnen definiert worden, bei denen die Häufigkeit

befriedigender Aktivitäten bezogen auf 4 Wochen um > 1 gestiegen war.

Die Wirkungen von Intrinsa wurden 4 Wochen nach Therapiebeginn (dem ersten

Untersuchungszeitpunkt) sowie zu allen nachfolgenden monatlichen Bestimmungszeitpunkten

beobachtet.

Die Wirksamkeit im Vergleich zu Placebo war für eine Reihe von Untergruppen signifikant, darunter

Patientinnen, die sich nach den folgenden Ausgangscharakteristika unterschieden: Alter (alle

Untergruppen bis zu einem Alter von 65 Jahren); Körpergewicht (bis 80 kg) sowie Oophorektomie

(bis zu 15 Jahre zurückliegend).

Subgruppenanalysen deuteten darauf hin, dass die Art der Anwendung und der Typ des begleitenden

Estrogens (transdermales Estradiol, orales konjugiertes equines Estrogen [CEE], orales nicht-CEE)

Einfluss auf das Ansprechen der Patientinnen haben können. Eine Responder-Analyse der

Zulassungsstudien aus Phase II und III zeigte bei Patientinnen, die begleitend transdermales sowie

orales nicht-CEE-Estrogen erhielten, für alle drei wichtigen klinischen Endpunkte eine signifikante

Verbesserung gegenüber Placebo. Dagegen konnte in der Untergruppe der Patientinnen, die orale CEE

erhielten, keine signifikante Verbesserung der sexuellen Aktivität gegenüber Placebo nachgewiesen

werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Das von Intrinsa freigesetzte Testosteron gelangt über einen passiven Diffusionsprozess, der primär

durch die Permeation durch das Stratum corneum kontrolliert wird, durch die intakte Haut. Intrinsa ist

so konzipiert, dass es systemisch 300 Mikrogramm pro Tag freisetzt. Nach Applikation des Pflasters

auf die Haut des Abdomens werden innerhalb von 24 - 36 Stunden maximale Testosteron-Serum-

konzentrationen erreicht, wobei die interindividuelle Variabilität beträchtlich ist. Bei zweimal

wöchentlicher Applikation erreichen die Testosteron-Serumkonzentrationen mit Applikation des

zweiten Pflasters einen Steady-state. Intrinsa hatte keinen Einfluss auf die Serumkonzentrationen des

Sexualhormon-bindenden Globulins (SHBG), von Estrogenen oder von Hormonen der

Nebennierenrinde.

Serumkonzentrationen von Testosteron und SHBG bei Patientinnen, die Intrinsa im Rahmen der

klinischen Studien zur Sicherheit und Wirksamkeit erhielten

Hormon

Ausgangswert

Woche 24

Woche 52

Mittelwert

(SEM)

Mittelwert

(SEM)

Mittelwert

(SEM)

Freies Testosteron

(pg/ml)

0,92 (0,03)

4,36 (0,16)

4,44 (0,31)

Gesamt-Testosteron

(ng/dl)

17,6 (0,4)

79,7 (2,7)

74,8 (3,6)

DHT (ng/dl)

7,65 (0,34)

20,98 (0,98)

21,04 (0,97)

SHBG (nmol/l)

91,7 (2,5)

93,9 (2,8)

90,0 (3,6)

DHT = Dihydrotestosteron, SHBG = Sexualhormon-bindendes Globulin

SEM = Standardfehler des Mittelwerts

Verteilung

Zirkulierendes Testosteron wird bei Frauen im Serum hauptsächlich an SHBG (65 - 80%) und

Albumin gebunden (20 - 30%). Nur etwa 0,5 - 2% verbleiben als freie Fraktion. Die Bindungsaffinität

zum SHBG im Serum ist relativ hoch, und der an SHBG gebundene Anteil gilt als nicht zur bio-

logischen Aktivität beitragend. Die Bindung an Albumin erfolgt mit relativ geringer Affinität und ist

reversibel. Die an Albumin gebundene Fraktion und die nicht gebundene Fraktion werden

zusammenfassend als ‘bioverfügbares’ Testosteron bezeichnet. Die im Serum vorhandene Menge an

Arzneimittel nicht länger zugelassen

SHBG und Albumin und die Gesamttestosteron-Konzentration bestimmen die Verteilung von freiem

und bioverfügbarem Testosteron. Die SHBG-Serumkonzentration wird vom Anwendungsweg der

begleitenden Estrogen-Therapie beeinflusst.

Biotransformation

Testosteron wird hauptsächlich in der Leber abgebaut, und zwar in unterschiedliche 17-Ketosteroide.

Der weitere Metabolismus führt zu inaktiven Glukuroniden und anderen Konjugaten. Die aktiven

Metabolite von Testosteron sind Estradiol und Dihydrotestosteron (DHT). DHT besitzt eine höhere

Affinität für SHBG als Testosteron. Unter einer Intrinsa-Therapie stiegen die DHT-Konzentrationen

parallel zu den Testosteron-Konzentrationen an. Bei Patientinnen, die Intrinsa über bis zu 52 Wochen

erhielten, zeigten sich keine signifikanten Änderungen der Estradiol- und Estron-Serumspiegel

gegenüber den Ausgangswerten.

Nach Entfernen eines Intrinsa-Pflasters kehren die Testosteron-Serumkonzentrationen aufgrund der

kurzen terminalen exponentiellen Halbwertzeit (etwa 2 Stunden) innerhalb von 12 Stunden fast auf die

Ausgangswerte zurück. Über einen Behandlungszeitraum von 52 Wochen ergaben sich keine

Hinweise auf eine Kumulation von Testosteron.

Elimination

Testosteron wird vorwiegend in Form von Glukuron- und Schwefelsäurekonjugaten von Testosteron

und seinen Metaboliten im Urin ausgeschieden.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Toxikologische Studien zu Testosteron zeigten nur Wirkungen, die auf Basis des Hormonprofils

erklärbar sind.

Testosteron erwies sich als nicht genotoxisch. Nicht-klinische Studien, die einen möglichen

Zusammenhang zwischen einer Testosteron-Therapie und Krebs untersuchten, weisen darauf hin, dass

hohe Dosen bei Labortieren ein Tumorwachstum in Geschlechtsorganen, Brustdrüsen und Leber

fördern können. Es ist nicht bekannt, inwieweit diese Daten für die Anwendung von Intrinsa bei

Patientinnen relevant sind.

Testosteron hatte nach subkutaner Dosierung von 0,5 oder 1 mg/Tag (als Propionatester) während der

Organogenese an trächtige Ratten einen maskulinisierenden Effekt auf weibliche Rattenföten.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Trägerfolie

Durchsichtiger Polyethylen-Deckfilm

Drucktinte

Gelborange S (E110)

Litholrubin BK (E180)

Ciaftalan-Kupfer

Selbstklebende Wirkstoffmatrix

Sorbitanoleat,

Acryl-Copolymer-Kleber aus 2-Ethylhexylacrylat - 1-Vinyl-2-Pyrrolidon-Copolymer

Schutzfolie

Silikonisierter Polyesterfilm

Arzneimittel nicht länger zugelassen

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30°C lagern.

Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Jedes Pflaster ist in einem versiegelten laminierten Beutel verpackt. Das Material des Beutels besteht

aus Papier/LDPE/Aluminiumfolie/Ethylen-Methacrylsäure-Copolymer (äußere bis innere Schicht) in

lebensmittelechter Qualität. Das Ethylen-Methacrylsäure-Copolymer (Surlyn) ist die Hitzeversiege-

lungs-Schicht, die es ermöglicht, dass die beiden laminierten Beutel-Teile durch Hitzeversiegelung

zum Beutel zusammengefügt werden.

Umkartons mit 2, 8 und 24 Pflastern.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Das transdermale Pflaster darf nicht in der Toilette heruntergespült werden.

Das benutzte Pflaster wird einmal zusammengefaltet, wobei die Klebeflächen aufeinander geklebt

werden, und auf sichere Weise entsorgt, sodass es von Kindern ferngehalten wird (z. B. in einem

Abfallbehälter).

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu entsorgen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Warner Chilcott UK Limited

Old Belfast Road

Millbrook, Larne

County Antrim

BT40 2SH

Vereinigtes Königreich

8.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

EU/1/06/352/001-003

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 28. Juli 2006

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 28. Juli 2011

Arzneimittel nicht länger zugelassen

10.

STAND DER INFORMATION

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf der Website der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.

Arzneimittel nicht länger zugelassen

ANHANG II

A.

INHABER DER HERSTELLUNGSERLAUBNIS, DER (DIE) FÜR DIE

CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST (SIND)

B.

BEDINGUNGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS

INVERKEHRBRINGEN

Arzneimittel nicht länger zugelassen

A.

INHABER DER HERSTELLUNGSERLAUBNIS, DER (DIE) FÜR DIE

CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST (SIND)

Name und Anschrift des (der) Hersteller(s), der (die) für die Chargenfreigabe verantwortlich ist (sind)

Warner Chilcott Deutschland GmbH

Dr.-Otto-Röhm-Strasse 2-4

64331 Weiterstadt

Deutschland

Warner Chilcott France

Parc d’activité de la Grande Brèche

5 rue Désir Prévost

91070 Bondoufle

Frankreich

Auf der Packungsbeilage des Arzneimittels müssen Name und Anschrift des (der) Hersteller(s), der

(die) für die Freigabe der betreffenden Charge verantwortlich ist (sind), angegeben werden.

B.

BEDINGUNGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN

BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN

GEBRAUCH, DIE DEM INHABER DER GENEHMIGUNG FÜR DAS

INVERKEHRBRINGEN AUFERLEGT WERDEN

Arzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.

BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN HINSICHTLICH DER SICHEREN

UND WIRKSAMEN ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS

Nicht zutreffend.

SONSTIGE BEDINGUNGEN

Pharmakovigilanz-System

Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen hat sicherzustellen, dass das

Pharmakovigilanz-System, wie in Modul 1.8.1 der Zulassung dargelegt, vorhanden und funktionsfähig

ist, bevor und während das Arzneimittel in den Verkehr gebracht wird. Der Inhaber der Genehmigung

für das Inverkehrbringen reicht, wenn nicht vom CHMP anders angeordnet, fortlaufend alle sechs

Monate einen PSUR (regelmäßig aktualisierten Bericht über die Unbedenklichkeit des Arzneimittels)

ein.

Risikomanagement-Plan

Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen verpflichtet sich, die im

Pharmakovigilanzplan dargestellten Studien und zusätzlichen Pharmakovigilanzaktivitäten (wie in der

Version des Risikomanagement-Planes (RMP) vom 19. September 2010 vereinbart, dargelegt in

Modul 1.8.2. der Zulassung) und alle künftigen vom CHMP zugestimmten Aktualisierungen des RMP

durchzuführen.

Gemäß der Leitlinie des CHMP zu Risikomanagement-Systemen für Arzneimittel zur Anwendung

beim Menschen ist jeder aktualisierte RMP zeitgleich mit dem nächstfolgenden PSUR (regelmäßig

aktualisierter Bericht über die Unbedenklichkeit des Arzneimittels) einzureichen.

Ein aktualisierter RMP ist außerdem einzureichen:

Arzneimittel nicht länger zugelassen

wenn neue Kenntnisse erhalten werden, die eine Bedeutung haben könnten für die aktuelle

Risikospezifizierung, den Pharmakovigilanzplan oder die Aktivitäten zur Risikominimierung

innerhalb von 60 Tagen, nachdem ein wichtiger Ecktermin (Pharmakovigilanz oder Risiko-

Minimierung) erreicht wurde

nach Aufforderung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur

Arzneimittel nicht länger zugelassen

ANHANG III

ETIKETTIERUNG UND PACKUNGSBEILAGE

Arzneimittel nicht länger zugelassen

A. ETIKETTIERUNG

Arzneimittel nicht länger zugelassen

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

UMKARTON (Schachtel mit 2, 8 oder 24 Pflastern)

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Intrinsa 300 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster

Testosteron

2.

WIRKSTOFF(E)

1 Pflaster zu 28 cm

enthält 8,4 mg Testosteron und setzt in 24 Stunden 300 Mikrogramm frei.

3.

SONSTIGE BESTANDTEILE

Enthält außerdem: Sorbitanoleat, 2-Ethylhexylacrylat - 1-Vinyl-2-Pyrrolidon-Copolymer, E110, E180,

Ciaftalan-Kupfer, Polyethylen, silikonisierter Polyesterfilm.

4.

DARREICHUNGSFORM UND INHALT

2 transdermale Pflaster

8 transdermale Pflaster

24 transdermale Pflaster

5.

HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG

Unmittelbar nach der Entnahme aus dem Beutel aufbringen.

Packungsbeilage beachten.

Transdermale Anwendung.

6.

WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNERREICHBAR UND

NICHT SICHTBAR AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7.

WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH

8.

VERFALLDATUM

Verwendbar bis

Arzneimittel nicht länger zugelassen

9.

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Nicht über 30°C lagern.

Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

10.

GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON

STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11.

NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Warner Chilcott UK Limited

Old Belfast Road

Millbrook, Larne

County Antrim

BT40 2SH

Vereinigtes Königreich

12.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

EU/1/06/352/001-003

13.

CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.:

14.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig.

15.

HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16.

INFORMATION IN BRAILLE-SCHRIFT

Intrinsa

Arzneimittel nicht länger zugelassen

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Lasche zum Verschließen hier einstecken.

Information, die auf der Innenseite der Klappe erscheint

Wann das Pflaster aufgebracht wird:

Das Pflaster muss zweimal wöchentlich gewechselt werden. Legen Sie Ihre beiden Tage fest und

machen Sie ein Kreuz in dem Kästchen. Wechseln Sie das Pflaster nur an diesen beiden Tagen.

Sonntag + Mittwoch

Montag + Donnerstag

Dienstag + Freitag

Mittwoch + Samstag

Donnerstag + Sonntag

Freitag + Montag

Samstag + Dienstag

Setzen Sie die Anwendung so lange fort, wie Ihr Arzt dies verordnet.

Arzneimittel nicht länger zugelassen

MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN

BEUTEL

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART(EN) DER ANWENDUNG

Intrinsa 300 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster

Testosteron

Transdermale Anwendung

2.

HINWEISE ZUR ANWENDUNG

Packungsbeilage beachten.

3.

VERFALLDATUM

4.

CHARGENBEZEICHNUNG

5.

INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN

1 transdermales Pflaster

1 Pflaster von 28 cm

enthält 8,4 mg Testosteron und setzt in 24 Stunden 300 Mikrogramm frei.

Arzneimittel nicht länger zugelassen

B. PACKUNGSBEILAGE

Arzneimittel nicht länger zugelassen

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Intrinsa 300 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster

Testosteron

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind,

informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

Was ist Intrinsa und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Anwendung von Intrinsa beachten?

Wie ist Intrinsa anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Intrinsa aufzubewahren?

Weitere Informationen

1.

WAS IST INTRINSA UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Intrinsa ist ein transdermales Pflaster, das ständig kleine Mengen Testosteron abgibt, die über Ihre

Haut in das Blut aufgenommen werden. Das in Intrinsa enthaltene Testosteron ist das gleiche Hormon

wie dasjenige, das natürlicherweise von Männern und Frauen gebildet wird.

Nach Entfernung der Eierstöcke fallen die Testosteronspiegel auf die Hälfte der Werte vor Operation

ab. Eine Abnahme der Testosteron-Konzentration wurde mit einer Abnahme des sexuellen

Verlangens, weniger sexuellen Gedanken sowie einer verminderten sexuellen Erregung in Verbindung

gebracht. Alle diese Probleme können zusammen oder jeweils einzeln zu seelischer Belastung oder

Beziehungsproblemen führen. Der medizinische Ausdruck für diesen Zustand ist „Störung mit

verminderter sexueller Appetenz“

,

auch bekannt als HSDD

(Hypoactive Sexual Desire Disorder)

Intrinsa wird zur Behandlung von HSDD angewendet.

Intrinsa ist für die Anwendung bei Frauen bis zum Alter von 60 Jahren bestimmt:

die ein geringes sexuelles Verlangen aufweisen, das zu seelischer Belastung oder Beunruhigung

führt und

bei denen beide Eierstöcke entfernt wurden und

bei denen die Gebärmutter entfernt wurde (Hysterektomie) und

die eine Estrogen-Therapie erhalten.

Es kann möglicherweise länger als einen Monat dauern, bevor Sie auf die Behandlung ansprechen.

Wenn Sie innerhalb von 3 - 6 Monaten keinen positiven Effekt von Intrinsa bemerken, sollten Sie

Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren, der oder die Ihnen vorschlagen wird, die Behandlung zu

beenden.

Arzneimittel nicht länger zugelassen

2.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON INTRINSA BEACHTEN?

Intrinsa darf nicht angewendet werden

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Testosteron oder einen der sonstigen Bestandteile

von Intrinsa sind (siehe Abschnitt ‚Weitere Informationen‘ am Ende dieser

Gebrauchsinformation).

wenn Sie wissen, dass Sie derzeit an Brustkrebs oder einem anderen Krebs leiden, der Ihrem

Arzt zufolge durch das weibliche Hormon Estrogen verursacht oder stimuliert wird. Diese

Krebsarten werden als ‚estrogen-abhängig’ bezeichnet. Das Gleiche gilt, wenn Sie in der

Vergangenheit an einer solchen estrogen-abhängigen Krebsart gelitten haben oder meinen, dass

Sie möglicherweise daran leiden könnten.

wenn Sie andere Erkrankungen haben und Ihr Arzt der Meinung sein könnte, dass Sie kein

Estrogen und/oder Testosteron anwenden sollten.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Intrinsa ist erforderlich

wenn Sie an Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen leiden oder gelitten haben. Ödeme können

sich als schwerwiegende Komplikation von hochdosiertem Testosteron bilden; dies ist jedoch

bei den geringen Dosen Testosteron, die das Intrinsa-Pflaster abgibt, nicht zu erwarten.

wenn Sie an einer Krebserkrankung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumkarzinom)

leiden. Seien Sie sich in diesem Fall bewusst, dass nur wenige Informationen über die

Auswirkungen von Testosteron auf die Gebärmutterschleimhaut (das Endometrium) vorliegen.

wenn Sie an der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden, da Testosteron Ihren Blutzucker-

spiegel senken kann.

wenn Sie im Erwachsenenalter an starker Akne gelitten haben oder leiden, oder wenn Sie an

übermäßigem Haarwuchs im Gesicht oder am Körper, Haarausfall, einer Vergrößerung der

Klitoris oder einem Tieferwerden der Stimme oder Heiserkeit leiden oder gelitten haben.

Wenn irgendeiner der genannten Faktoren auf Sie zutrifft, müssen Sie dies Ihrem Arzt mitteilen, bevor

Sie mit der Anwendung von Intrinsa beginnen. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, was Sie tun sollen.

Die Wirksamkeit von Intrinsa ist bei bestimmten Estrogen-Behandlungen (‚konjugierte equine

Estrogene’) vermindert. Daher sollten Sie die Art der Estrogen-Behandlung mit Ihrem Arzt

besprechen, der Ihnen raten kann, welches Estrogen für eine gleichzeitige Behandlung mit Intrinsa

geeignet ist.

Wenn Sie eine Estrogentherapie abbrechen, müssen Sie auch die Behandlung mit Intrinsa abbrechen.

Bitte bedenken Sie, dass die Dauer der Estrogenbehandlung so kurz wie möglich sein sollte.

Wenden Sie Intrinsa nur so lange an, wie Sie einen positiven Effekt der Behandlung bemerken. Zur

Sicherheit von Intrinsa nach mehr als 12 Monaten Anwendung liegen keine Informationen vor.

Zur Anwendung von Intrinsa bei Frauen über 60 Jahren liegen nur wenige Daten vor. Intrinsa ist für

die Anwendung bei Frauen bis zum Alter von 60 Jahren bestimmt, denen beide Eierstöcke und die

Gebärmutter entfernt wurden.

Es ist nicht bekannt, ob Intrinsa zu einer Erhöhung des Brust- und Gebärmutterkrebsrisikos führt. Ihr

Arzt wird Sie im Hinblick auf die Entwicklung von Brust- und Gebärmutterkrebs sorgfältig

überwachen.

Kinder und Jugendliche

Intrinsa darf nicht von Kindern und Jugendlichen angewendet werden.

Bei Anwendung von Intrinsa mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden

bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht

verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Arzneimittel nicht länger zugelassen

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Mittel zur Blutverdünnung (Antikoagulantien) anwenden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Intrinsa ist nur für Frauen angezeigt, die sich durch die Entfernung der Eierstöcke und der

Gebärmutter in der Menopause befinden. Wenden Sie Intrinsa nicht an, wenn Sie schwanger sind oder

wenn Sie den Verdacht haben, schwanger zu sein, oder wenn Sie schwanger werden könnten, da

Intrinsa das ungeborene Kind schädigen kann.

Wenden Sie Intrinsa nicht an, wenn Sie ein Kind stillen, da dies zu Schäden beim Kind führen könnte.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Sie dürfen während der Anwendung von Intrinsa ein Fahrzeug führen und Maschinen bedienen.

3.

WIE IST INTRINSA ANZUWENDEN?

Wenden Sie Intrinsa immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder

Apotheker nach, wenn Ihnen die Anweisungen nicht ganz klar sind oder wenn Sie weitere

Informationen wünschen. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis ein Pflaster

zweimal pro Woche (alle 3 bis 4 Tage); siehe unten im Abschnitt ‚Wie und wann wird das Pflaster

gewechselt?‘. Der Wirkstoff wird gleichmäßig über 3 bis 4 Tage aus dem Pflaster freigesetzt (das

entspricht 300 Mikrogramm pro 24-Stunden-Zeitraum) und von der Haut aufgenommen.

Wo sollten Sie das Pflaster aufkleben?

Kleben Sie das Pflaster auf den

unteren Bauch,

unterhalb der Taille. Kleben Sie das Pflaster

nicht

auf die Brüste oder das Gesäß.

Stellen Sie sicher, dass Ihre Haut an der Stelle, auf die Sie das Pflaster kleben:

sauber und trocken ist (frei von Lotionen, Feuchtigkeitscremes und Puder)

so glatt wie möglich ist (ohne größere Hautfalten)

keine Schnittverletzungen und Reizungen aufweist (ohne Ausschlag oder andere

Hautprobleme)

so gewählt ist, dass keine stärkere Reibung durch Kleidung auf diesem Bereich entsteht

möglichst frei von Haaren ist.

Wenn Sie das Pflaster wechseln, kleben Sie das neue Pflaster auf eine

andere Hautstelle im

unteren Bauchbereich,

da sonst das Risiko steigt, dass die Haut gereizt wird.

Sie dürfen immer nur jeweils

ein

Pflaster tragen.

Wenn Sie außerdem Estrogen-Pflaster anwenden, müssen Sie sicher stellen, dass sich das

Intrinsa-Pflaster und das Estrogen-Pflaster nicht überlappen.

Kleben Sie nach Entfernung des alten Pflasters über mindestens eine Woche kein neues Pflaster

auf dieselbe Stelle.

Arzneimittel nicht länger zugelassen

So wird das Pflaster aufgeklebt

Schritt 1

Reißen Sie den Beutel auf. Verwenden Sie dabei keine Schere, da Sie dadurch versehentlich

das Pflaster beschädigen könnten. Entnehmen Sie das Pflaster. Kleben Sie das Pflaster

unmittelbar nach der Entnahme aus dem Beutel auf.

Schritt 2

Halten Sie das Pflaster in der Hand und entfernen Sie eine Hälfte der Schutzfolie, die die

Klebefläche des Pflasters bedeckt. Vermeiden Sie es, die Klebefläche des Pflasters mit den

Fingern zu berühren.

Schritt 3

Kleben Sie die Klebefläche auf die ausgewählte Stelle auf Ihrer Haut. Drücken Sie die

Klebefläche des Pflasters über etwa 10 Sekunden fest an.

Schritt 4

Klappen Sie die andere Hälfte des Pflasters hoch und entfernen Sie vorsichtig die zweite

Hälfte der Schutzfolie. Drücken Sie das gesamte Pflaster mit Ihrer Handfläche etwa

10 Sekunden lang fest auf die Haut. Stellen Sie mit den Fingern sicher, dass auch die Kanten

des Pflasters fest auf der Haut kleben. Wenn sich ein Teil des Pflasters löst, drücken Sie

diesen Teil erneut auf die Haut.

Wie und wann wird das Pflaster gewechselt?

Sie werden das Pflaster alle 3 bis 4 Tage wechseln müssen. Das bedeutet, dass Sie

zwei Pflaster

pro Woche

anwenden. Dabei wenden Sie ein Pflaster über 3 Tage und das andere über 4 Tage

an. Legen Sie fest, an welchen beiden Wochentagen Sie das Pflaster wechseln werden, und

wechseln Sie das Pflaster immer an den beiden gleichen Wochentagen.

Arzneimittel nicht länger zugelassen

Zum Beispiel:

Wenn Sie entscheiden, die Behandlung an einem Montag zu beginnen, müssen

Sie das Pflaster immer an einem Donnerstag und einem Montag wechseln.

Sonntag + Mittwoch

Montag + Donnerstag

Dienstag + Freitag

Mittwoch + Samstag

Donnerstag + Sonntag

Freitag + Montag

Samstag + Dienstag

Markieren Sie als Gedächtnisstütze auf dem Umkarton die beiden Tage, an denen Sie das

Pflaster wechseln möchten.

Am Tag des Pflasterwechsels entfernen Sie das alte Pflaster und kleben unmittelbar an-

schließend das neue Pflaster auf eine

andere Hautstelle im unteren Bauchbereich

. Setzen Sie

die Behandlung so lange fort, wie Ihr Arzt es Ihnen rät.

Falten Sie das alte Pflaster einmal zusammen, wobei Sie die Klebeflächen aufeinander kleben,

und entsorgen Sie es auf sichere Weise, sodass es von Kindern ferngehalten wird (z. B. in einem

Abfallbehälter). Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser entsorgt werden (spülen Sie es nicht

in der Toilette hinunter). Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist,

wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

Sind Baden, Duschen und Sport möglich?

Sie können, während Sie das Pflaster tragen, ganz normal duschen, baden, schwimmen und Sport

treiben. Das Pflaster ist so konzipiert, dass es sich bei diesen Aktivitäten nicht ablöst. Allerdings

sollten Sie die Hautstelle, auf der das Pflaster klebt, keiner zu starken Reibung aussetzen.

Ist Sonnenbaden möglich?

Stellen Sie sicher, dass das Pflaster immer von Kleidung bedeckt ist.

Was können Sie tun, wenn das Pflaster lose wird, sich an den Kanten ablöst oder abfällt?

Wenn ein Pflaster sich abzulösen beginnt, können Sie es möglicherweise durch festes Andrücken wie-

der ankleben. Sollte es Ihnen nicht gelingen, das Pflaster erfolgreich anzukleben, entfernen Sie das

lose Pflaster und verwenden Sie ein neues Pflaster. Setzen Sie dann Ihr gewohntes Schema fort und

wechseln Sie das Pflaster an den für Sie üblichen Tagen, auch wenn das bedeutet, dass Sie ein Pflaster

entfernen, das Sie über weniger als 3 - 4 Tage getragen haben.

Wenn Sie mehr Pflaster angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr als ein Pflaster auf einmal aufgeklebt haben

Entfernen Sie

alle Pflaster

, die auf Ihrer Haut kleben, und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker, die Ihnen sagen werden, wie Sie die Behandlung fortsetzen sollen. Wenn Sie sich an die

Anweisungen halten, ist eine Überdosierung mit Intrinsa unwahrscheinlich, da das Testosteron nach

Entfernen des Pflasters schnell aus dem Körper entfernt wird.

Wenn Sie die Anwendung eines Pflasters vergessen haben

Wenn Sie vergessen haben, das Pflaster zu wechseln

Wechseln Sie das Pflaster, sobald Sie daran denken. Setzen Sie dann Ihr gewohntes Schema fort und

wechseln Sie das Pflaster an den für Sie üblichen Tagen, auch wenn das bedeutet, dass Sie ein Pflaster

entfernen, das Sie über weniger als 3 - 4 Tage getragen haben.

Die Rückkehr zum gewohnten Schema erleichtert es Ihnen, daran zu denken, wann Sie das Pflaster

wechseln müssen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

Arzneimittel nicht länger zugelassen

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Intrinsa Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

In den folgenden Fällen müssen Sie

sofort

Ihren Arzt informieren:

wenn es bei Ihnen zu Haarausfall (eine häufige Nebenwirkung, die bei bis zu 1 von 10 Personen

auftreten kann), Vergrößerung der Klitoris (eine gelegentliche Nebenwirkung, die bei bis zu 1

von 100 Personen auftreten kann), einer Zunahme der Behaarung im Bereich von Kinn oder

Oberlippe (eine sehr häufige Nebenwirkung, die bei mehr als 1 von 10 Personen auftreten kann)

oder zu einem Tieferwerden der Stimme oder Heiserkeit (eine häufige Nebenwirkung) kommt,

auch wenn diese Nebenwirkungen vielleicht nur leicht ausgeprägt sind. Bei Abbruch der

Behandlung mit Intrinsa bilden sie sich in der Regel zurück.

Sie sollten auf ein vermehrtes Auftreten von Akne (eine häufige Nebenwirkung), eine Zunahme

der Behaarung im Gesicht, Haarausfall, Tieferwerden der Stimme oder Vergrößerung der

Klitoris achten, da all dies Zeichen von Nebenwirkungen von Testosteron, dem Wirkstoff in

Intrinsa, sein könnten.

wenn Sie an der Stelle, wo das Pflaster aufgetragen wurde, Hautreaktionen wie z. B. Rötungen,

Flüssigkeitseinlagerungen oder Blasenbildung bemerken (eine sehr häufige Nebenwirkung). Bei

schweren Reaktionen an der Stelle, wo das Pflaster aufgetragen wurde, sollte die Behandlung

abgebrochen werden.

Weitere häufige Nebenwirkungen

Sie sind in den meisten Fällen nur leicht ausgeprägt und bilden sich wieder zurück.

Migräne

Schlaflosigkeit/Unfähigkeit, richtig zu schlafen

Brustschmerzen

Gewichtszunahme

Bauchschmerzen

Weitere gelegentlich auftretende Nebenwirkungen

Sie sind in den meisten Fällen nur leicht ausgeprägt und bilden sich wieder zurück.

Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen)

anomale Gerinnungsfaktorwerte

Überempfindlichkeit (allergische Reaktionen)

gesteigerter Appetit

Ruhelosigkeit

Ängstlichkeit

Aufmerksamkeitsstörungen

Dysgeusie (Störung des Geschmackssinns)

Gleichgewichtsstörungen

Hyperästhesie (übersteigerte Empfindlichkeit der Sinneswahrnehmungen)

orale Parästhesie (Kribbeln oder Taubheitsgefühl im Mund)

transitorische ischämische Attacke (‚Mini-Schlaganfall‘)

Diplopie (Doppeltsehen)

gerötete Augen

Palpitationen (schneller, unregelmäßiger Herzschlag)

verstopfte Nase

Engegefühl im Hals

Diarrhö (Durchfall)

trockener Mund

Übelkeit

Ekzem

vermehrtes Schwitzen

Rosacea (Rötung der Gesichtshaut)

Arzneimittel nicht länger zugelassen

Arthritis (entzündliche Gelenkerkrankung)

Brustzyste

Anschwellen der Klitoris

genitaler Pruritus (Juckreiz im Genitalbereich)

Brennen in der Scheide

Anasarka (großflächige Schwellung der Haut)

Asthenie (Kraft- und Antriebslosigkeit)

Engegefühl in der Brust

Beschwerden im Brustbereich

anomale Fibrinogen-Blutwerte (gestörte Blutgerinnung)

beschleunigter Herzschlag

erhöhte Werte für Alanin-Aminotransferase, Aspartat-Aminotransferase, Blut-Bilirubin;

anomale Leberwerte; erhöhter Triglyzerid-Wert (alles Messgrößen der Leberfunktion)

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie

erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation

angegeben sind.

5.

WIE IST INTRINSA AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach ‚Verwendbar bis‘ und auf dem

Beutel nach ‚EXP‘ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht

sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht über 30°C lagern.

Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt (also auch nicht in der

Toilette heruntergespült) werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen

ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

6.

WEITERE INFORMATIONEN

Was Intrinsa enthält

Der Wirkstoff ist Testosteron. Jedes Pflaster enthält 8,4 mg Testosteron und setzt über 24 Stunden

300 Mikrogramm Testosteron frei.

Die sonstigen Bestandteile sind: Sorbitanoleat, 2-Ethylhexylacrylat - 1-Vinyl-2-Pyrrolidon-

Copolymer.

Deckfolie

Durchsichtiger Polyethylen-Deckfilm, bedruckt mit einer Tinte bestehend aus Gelborange S (E110),

Litholrubin BK (E180) und Ciaftalan-Kupfer.

Schutzfolie

Silikonisierter Polyesterfilm.

Wie Intrinsa aussieht und Inhalt der Packung

Intrinsa ist ein dünnes, durchsichtiges, ovales Pflaster, das auf der Rückseite den Stempel T001 trägt.

Jedes Pflaster ist in einem versiegelten Beutel verpackt.

Die folgenden Packungsgrößen sind erhältlich: 2, 8 und 24 Pflaster. Es werden möglicherweise nicht

alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Arzneimittel nicht länger zugelassen

Pharmazeutischer Unternehmer

Warner Chilcott UK Limited

Old Belfast Road

Millbrook, Larne

County Antrim

BT40 2SH

Vereinigtes Königreich

Hersteller

Warner Chilcott Deutschland GmbH

Dr.-Otto-Röhm-Strasse 2-4

64331 Weiterstadt

Deutschland

Warner Chilcott France

Parc d’activité de la Grande Brèche

5 rue Désir Prévost

91070 Bondoufle

Frankreich

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf der Website der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.

Arzneimittel nicht länger zugelassen

ANHANG IV

BEGRÜNDUNG EINER WEITEREN EINMALIGEN VERLÄNGERUNG

Arzneimittel nicht länger zugelassen

Begründung einer weiteren einmaligen Verlängerung

Auf der Grundlage der Daten, die seit Erteilung der Erstzulassung erhoben worden sind, erachtet das

CHMP das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Intrinsa weiterhin als positiv, ist jedoch der Ansicht, dass

das Sicherheitsprofil aus folgenden Gründen engmaschig zu überwachen ist:

Die zulassungsüberschreitende Anwendung ist ein Sicherheitsrisiko. Das CHMP hat Bedenken, weil

die Daten aus der THIN-Studie (The Health Improvement Database) darauf hindeuten, dass ca. 70 %

der Anwendungsfälle nicht im Rahmen der Indikation liegen.

Das CHMP hat entschieden, dass der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen fortlaufend

alle sechs Monate einen PSUR (regelmäßig aktualisierten Bericht über die Unbedenklichkeit des

Arzneimittels) einreichen soll.

Basierend auf dem Sicherheitsprofil von Intrinsa, das die Einreichung von PSURs alle sechs Monate

erfordert, ist das CHMP zu dem Schluss gelangt, dass der Inhaber der Genehmigung für das

Inverkehrbringen in 5 Jahren einen Antrag auf weitere einmalige Verlängerung einreichen soll.

Arzneimittel nicht länger zugelassen