Insulin NovoNordisk NovoRapid Penfill

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Insulin NovoNordisk NovoRapid Penfill Injektionslösung
  • Darreichungsform:
  • Injektionslösung
  • Zusammensetzung:
  • insulinum aspartum 100 U., glycerolum, Zink, natrii phosphates oder, natrii chloridum, conserv.: phenolum 1,5 mg, metacresolum 1.72 mg, Wasser iniectabilia q.s. zu einer Lösung anstelle von 1 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Insulin NovoNordisk NovoRapid Penfill Injektionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Biotechnologika
  • Therapiebereich:
  • Diabetes mellitus

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 55046
  • Berechtigungsdatum:
  • 15-06-1999
  • Letzte Änderung:
  • 10-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

NovoRapid® Penfill®

NOVO NORDISK

Was ist NovoRapid Penfill und wann wird es angewendet?

NovoRapid Penfill ist ein schnell wirkendes Insulin-Analogon.

NovoRapid wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin zur Behandlung von Diabetes

mellitus (Zuckerkrankheit) bei Erwachsenen und Kindern ab 2 Jahren eingesetzt. Diabetes mellitus

ist eine Krankheit, bei der der Körper nicht ausreichend Insulin produziert, um den Blutzuckerspiegel

zu kontrollieren.

NovoRapid beginnt 10 bis 20 Minuten nach Verabreichung, Ihren Blutzucker zu senken. Das

Wirkungsmaximum ist 1 bis 3 Stunden nach der Injektion erreicht, die Wirkung hält ca. 3–5 Stunden

an. Wegen seiner kurzen Wirkung wird NovoRapid in der Regel mit einem lang wirkenden

Insulinpräparat kombiniert.

Was sollte dazu beachtet werden?

Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin oder Ihres Diabetesberatungsteams

bezüglich Insulintyp, Dosierung, Zeitpunkt der Verabreichung, Blutzuckerkontrolle, Ernährung und

körperlicher Betätigung, um eine optimale Regulierung des Blutzuckerspiegels sicherzustellen.

Wann darf NovoRapid Penfill nicht angewendet werden?

Verwenden Sie NovoRapid nicht:

wenn Sie allergisch sind (überempfindlich) auf Insulin Aspart oder auf einen der anderen

Bestandteile von NovoRapid Penfill sind (siehe unter «Was ist in NovoRapid Penfill enthalten?»);

wenn Sie erste Anzeichen einer Hypoglykämie (Unterzuckerung) vermuten (siehe unter «Welche

Nebenwirkungen kann NovoRapid Penfill haben?»).

Wann ist bei der Anwendung von NovoRapid Penfill Vorsicht geboten?

Unterzuckerung (Hypoglykämie)

Beim mit Insulin behandelten Zuckerkranken besteht grundsätzlich das Risiko einer Unterzuckerung,

dies besonders bei unregelmässigen Injektionen, unregelmässiger Nahrungsaufnahme (z.B.

Auslassen einer Mahlzeit), nach Erbrechen und/oder Durchfall, bei aussergewöhnlicher körperlicher

Aktivität, bei stark schwankenden oder bei durchschnittlich tiefen Blutzuckerwerten sowie zu Beginn

der Behandlung.

NovoRapid hat einen raschen Wirkungseintritt, sodass eine Hypoglykämie nach erfolgter Injektion

rascher als beim löslichen Humaninsulin auftreten kann.

In gewissen Situationen, so u.a. auch beim Wechsel auf ein anderes Präparat, können die

Warnsymptome einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) abgeschwächt sein, so dass diese

überraschend auftreten kann; siehe unter «Welche Nebenwirkungen kann NovoRapid Penfill

haben?»).

Um einer Hypoglykämie vorbeugen zu können, sollten Sie immer Trauben- oder Würfelzucker o.ä.

(keine Zuckerersatzstoffe) mit sich tragen und bei ersten Anzeichen einnehmen.

Überzuckerung (Hyperglykämie)

Beim Diabetiker besteht grundsätzlich das Risiko einer Überzuckerung. Diese kann auftreten

wenn Sie vergessen, Ihr Insulin anzuwenden;

wenn Sie sich wiederholt weniger Insulin als Sie brauchen verabreichen;

wenn Sie eine Infektion oder Fieber bekommen;

wenn Sie mehr als üblich essen;

wenn Sie weniger körperliche Bewegung als üblich haben.

Die Warnzeichen treten allmählich auf. Sie beinhalten: verstärkter Harndrang; Durst;

Appetitlosigkeit; sich schlecht fühlen (Übelkeit oder Erbrechen); Benommenheit oder Müdigkeit;

gerötete, trockene Haut; Mundtrockenheit und fruchtig (nach Aceton) riechender Atem.

Wenn Sie eines von diesen Warnzeichen bemerken: messen Sie Ihren Blutzucker, und untersuchen

Sie wenn möglich, Ihren Urin auf Ketone; dann fragen Sie unverzüglich um ärztlichen Rat.

Dies könnten Anzeichen eines sehr ernsten Zustandes, diabetische Ketoazidose genannt, sein.

Unbehandelt kann dieser Zustand zu einem diabetischen Koma führen und eventuell mit dem Tod

enden.

Wenn Sie aufhören, sich Ihr Insulin zu verabreichen

Dies kann zu einer schweren Hyperglykämie (sehr hoher Blutzuckerspiegel) und Ketoazidose führen

(Bildung von Säure im Blut, da der Körper anstelle von Zucker Fett abbaut). Hören Sie nie auf, Ihr

Insulin zu nehmen ohne mit einem Arzt bzw. einer Ärztin zu sprechen. Diese werden Ihnen sagen,

was notwendig ist.

Wenn Sie Autofahren oder Maschinen bedienen

Wenn Ihr Blutzucker zu tief oder zu hoch ist, kann Ihre Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit

beeinträchtigt sein und somit auch Ihre Fähigkeit, Auto zu fahren oder Maschinen zu bedienen.

Denken Sie daran, dass Sie sich oder andere gefährden können. Bitte fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre

Ärztin, ob Sie Auto fahren können wenn Sie:

Oft Unterzuckerungen haben.

Wenn es für Sie schwierig ist, Unterzuckerungen zu erkennen.

Wenn Sie früher schwere Hypoglykämien durchgemacht haben.

Seien Sie besonders vorsichtig

Wenn Sie Funktionsstörungen der Nieren, der Leber, der Nebennieren, der Hirnanhangs- oder der

Schilddrüse haben.

Wenn Sie sich körperlich mehr als üblich bewegen oder wenn Sie Ihre übliche Ernährung ändern

wollen. Dies kann Ihren Blutzucker beeinflussen.

Wenn Sie krank sind (insbesondere bei Durchfall und Erbrechen sowie bei Infektionskrankheiten).

Nehmen Sie weiterhin Ihr Insulin und kontaktieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Wenn Sie ins Ausland reisen. Reisen in andere Zeitzonen kann Ihren Insulinbedarf und die Zeit der

Injektionen beeinflussen. Kontaktieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie eine solche Reise

planen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder gleichzeitig andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte)

einnehmen oder äusserlich anwenden (Externa)!

Dies ist wichtig, weil diese die Wirkung von Insulin und/oder den Blutzucker beeinflussen können.

In diesem Fall kann es notwendig sein, die verabreichte Insulinmenge entsprechend anzupassen, um

zu niedrige oder zu hohe Blutzuckerspiegel zu vermeiden. Berücksichtigen Sie dies nicht nur dann,

wenn Sie ein neues Arzneimittel einnehmen, sondern auch, wenn Sie es wieder absetzen. Die

nachfolgende Liste erwähnt Beispiele von Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln; Ihr Arzt

oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin ist im Besitz einer ausführlichen Liste!

Zu den Arzneimitteln, die den Blutzucker senken können, zählen u.a. gewisse Arzneimittel zur

Behandlung des Bluthochdrucks, von Infektionskrankheiten, von Depression und von

Fieber/Schmerzen (Aspirin). Alkohol kann eine Hypoglykämie (Unterzuckerung) gefährlich

verstärken. β-Blocker können die Anzeichen einer Hypoglykämie abschwächen oder maskieren.

Zu den Arzneimitteln, die den Blutzucker erhöhen können, zählen u.a. orale Kontrazeptiva,

Kortikosteroide, gewisse AIDS-, Asthma- oder Allergiebehandlungen, sowie gewisse Neuroleptika

und Diuretika.

Marihuana-Konsum kann auch einen erhöhten Blutzucker verursachen (andere illegale Substanzen

wurden nicht getestet).

Wenn Sie Alkohol trinken, kann sich Ihr Insulinbedarf ändern, da Ihr Blutzucker entweder ansteigt

oder sinkt. Eine sorgfältige Überwachung ist ratsam.

Mit einigen Arzneimitteln kann der Blutzucker sowohl ansteigen als auch abfallen.

Pioglitazon (orales Antidiabetikum zur Behandlung von Typ 2 Diabetes mellitus)

Einige Patienten mit bereits seit langem bestehendem Typ 2 Diabetes mellitus und Herzerkrankung

oder Schlaganfall, die mit Pioglitazon und Insulin behandelt wurden, entwickelten eine

Herzinsuffizienz. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin so schnell wie möglich, wenn bei

Ihnen Symptome einer Herzinsuffizienz wie ungewöhnliche Kurzatmigkeit oder eine schnelle

Gewichtszunahme oder lokale Schwellungen (Ödeme) auftreten.

Fragen Sie immer nach möglichen Wechselwirkungen, wenn Ihnen ein Arzneimittel neu

verschrieben wird oder Sie in der Apotheke ein Heilmittel kaufen. Denken Sie daran, dass

Interaktionen mit anderen Heilmitteln nicht immer voraussagbar sind und dass Blutzuckermessungen

häufig stattfinden sollten.

Es wurden keine Studien mit Kindern unter 2 Jahren durchgeführt. Daher dürfen Sie NovoRapid bei

Kindern unter 2 Jahren nur anwenden, wenn es Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin ausdrücklich geraten

hat. Bei Kindern kann NovoRapid anstatt löslichem Humaninsulin angewendet werden, wenn ein

schneller Wirkungseintritt bevorzugt wird, beispielsweise wenn es schwierig ist, die Insulindosis

entsprechend den Mahlzeiten festzulegen.

Wie bei allen Insulinen soll bei älteren Patienten und bei Patienten mit einer Nieren- oder

Leberfunktionsstörung die Blutzuckerüberwachung intensiviert und die NovoRapid Dosierung

individuell angepasst werden.

Sie sollten Ihren Diabetikerausweis immer mit sich tragen und Ihre Umgebung über Ihre

Zuckerkrankheit informieren (siehe unter «Welche Nebenwirkungen kann NovoRapid Penfill

haben?»).

Darf NovoRapid Penfill während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Wenn Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder ein Kind stillen: fragen Sie bitte Ihren

Arzt bzw. Ihre Ärztin um Rat.

NovoRapid kann während der Schwangerschaft und der Stillzeit angewendet werden. Es kann sein,

dass Ihre Insulindosis während der Schwangerschaft und nach der Entbindung angepasst werden

muss. Eine sorgfältige Einstellung Ihres Diabetes und Vorbeugung von Hypoglykämien ist, auch für

die Gesundheit Ihres Babys, wichtig.

Die Verabreichung von Insulin während der Stillzeit stellt kein Risiko für das Neugeborene dar,

Insulindosis und Ernährung müssen aber u.U. umgestellt werden.

Wie verwenden Sie NovoRapid Penfill?

Dosierung

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin und mit Ihrer Diabetesberaterin über Ihren

Insulinbedarf. Die Dosierung und den Zeitpunkt der Injektion bestimmt der behandelnde Arzt bzw.

die behandelnde Ärztin aufgrund Ihrer individuellen Stoffwechsellage und Ihrer Lebensweise.

Ändern Sie Ihr Insulin nur auf Anweisung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin. Befolgen Sie ihre

Ratschläge sorgfältig. Diese Packungsbeilage ist nur ein allgemeiner Leitfaden.

Wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Sie von einer Insulinart oder -marke auf eine andere umgestellt hat,

muss möglicherweise Ihre Dosis durch Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin angepasst werden. Essen Sie

innerhalb von 10 Minuten nach Injektion eine kohlenhydrathaltige Mahlzeit oder einen Snack um

eine Unterzuckerung zu vermeiden. Falls notwendig, können Sie NovoRapid auch kurz nach einer

Mahlzeit injizieren. Dies kann in Situationen hilfreich sein, in denen Sie z.B. nicht im Voraus

wissen, wie viel Sie essen oder wie viel das Kind essen wird.

Es ist empfehlenswert, den Blutzucker regelmässig zu messen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Anwendungshinweise

Vor der Anwendung von NovoRapid Penfill

Überprüfen Sie anhand der Etikette, ob Sie das richtige Insulin verwenden.

Kontrollieren Sie immer die Ampulle, Gummikolben miteingeschlossen. Verwenden Sie sie nicht

wenn Sie Beschädigungen sehen oder wenn ein Spalt zwischen Gummikolben und weissem Band

(Barcode) ersichtlich ist. Beachten Sie die Bedienungsanleitung Ihres Injektionsgerätes für weitere

Instruktionen.

Desinfizieren Sie die Gummimembran mit einem medizinischen Tupfer.

Verwenden Sie für jede Injektion immer eine neue Nadel, um eine Kontamination zu vermeiden.

Verwenden Sie NovoRapid Penfill nicht

Wenn die Ampulle oder das die Ampulle enthaltene Injektionsgerät heruntergefallen ist, beschädigt

ist oder einen Stoss erlitten hat; es besteht die Gefahr, dass Insulin ausläuft.

Wenn das Insulin nicht korrekt aufbewahrt oder wenn es gefroren war (siehe unter «Was ist ferner zu

beachten?»).

Wenn das Insulin nicht klar und farblos aussieht.

NovoRapid wird unter die Haut (subkutan) gespritzt oder zur kontinuierlichen Infusion, ebenfalls

subkutan unter die Haut, in einem Pumpensystem angewendet. NovoRapid kann unter ärztlicher

Überwachung auch intravenös verabreicht werden.

Wechseln Sie innerhalb der gewählten Körperregion immer die Injektionsstelle um das Risiko von

Verdickungen zu vermindern (siehe unter «Welche Nebenwirkungen kann NovoRapid Penfill

haben?»).

Die besten Injektionsstellen sind: Ihre Bauchdecke; Ihr Gesäss; die Vorderseite Ihres Oberschenkels

oder Ihres Oberarms. Ihr Insulin wirkt rascher, wenn Sie es in die Bauchdecke injizieren.

Gebrauchsanweisung/Handhabung

NovoRapid Penfill ist zur Anwendung mit Novo Nordisk Injektionsgeräten und NovoFine Nadeln

bestimmt.

Wenn Sie mit NovoRapid Penfill und einem anderen Insulin in Penfill behandelt werden, müssen Sie

zwei verschiedene Novo Nordisk Injektionsgeräte, d.h. eines für jedes Insulin, verwenden.

Nehmen Sie als Vorsichtsmassnahme immer ein Ersatzinsulininjektionsgerät mit für den Fall, dass

Ihre Penfill Ampulle verloren oder kaputt geht.

Füllen Sie NovoRapid Penfill nicht wieder auf.

Injizieren des Insulins

Injizieren Sie das Insulin unter die Haut. Verwenden Sie die von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin oder

Ihrer Diabetesschwester empfohlene Injektionstechnik und beachten Sie auch die

Gebrauchsanleitung Ihres Injektionsgerätes diesbezüglich.

Halten Sie die Nadel mindestens 6 Sekunden unter der Haut, um sicher zu stellen, dass die ganze

Dosis verabreicht wurde.

Nach jeder Injektion entsorgen Sie die Nadel. Andernfalls kann durch Temperaturschwankungen

Flüssigkeit austreten.

Gebrauch in einem Insulinpumpensystem

NovoRapid Penfill darf bei Verwendung in einer Pumpe niemals mit einem anderen Insulin gemischt

werden.

Befolgen Sie die Instruktionen und Empfehlungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin bezüglich der

Verwendung von NovoRapid in einer Insulinpumpe.

Vor Verwendung von NovoRapid in einem Pumpensystem müssen Sie eine umfassende Instruktion

über die Handhabung sowie Informationen darüber erhalten, welche Massnahmen im Falle einer

Krankheit, bei zu hohem oder zu niedrigem Blutzucker oder bei einem Versagen des Pumpensystems

zu ergreifen sind.

Bevor Sie eine Nadel einsetzen, reinigen Sie Hände und Injektionsstelle mit Seife und Wasser, um

Infektionen an der Infusionsstelle zu vermeiden.

Wenn Sie ein neues Pumpenreservoir selbst füllen, stellen Sie sicher, dass sich weder im Reservoir

noch im Schlauch grosse Luftblasen befinden.

Wechseln Sie das Infusionsset (Schlauch und Nadel) gemäss den Anleitungen in der

Produktinformation des Infusionssets.

Um von der Insulininfusion zu profitieren und um eine mögliche Fehlfunktion der Insulinpumpe

feststellen zu können, wird empfohlen, den Blutzucker regelmässig zu messen.

Was müssen Sie im Falle eines Versagens des Pumpensystems tun?

Sie sollten immer ein alternatives Insulin bei sich haben, das Sie im Falle eines Versagens des

Pumpensystems unter die Haut injizieren können.

Welche Nebenwirkungen kann NovoRapid Penfill haben?

Wie bei allen Medikamenten können bei NovoRapid Nebenwirkungen auftreten, die aber nicht bei

jedem Patienten auftreten müssen.

Häufig gemeldete Nebenwirkungen (weniger als 1 von 10)

Unterzuckerung (Hypoglykämie)

Eine Unterzuckerung kann auftreten:

Wenn Sie sich zuviel Insulin verabreichen.

Wenn Sie zuwenig essen oder eine Mahlzeit auslassen.

Wenn Sie sich mehr als sonst körperlich bewegen.

Die Warnzeichen einer Unterzuckerung können plötzlich auftreten und beinhalten: kalter Schweiss;

kühle blasse Haut, Kopfweh; starkes Herzschlagen; sich schlecht fühlen; Heisshunger;

vorübergehende Sehstörungen; Benommenheit; ungewöhnliche Müdigkeit und Schwäche; Nervosität

oder Zittern, Ängstlichkeit; Verwirrtheit; Koordinationsstörungen; Konzentrationsschwierigkeiten;

Sprachstörungen.

Die Warnsymptome einer Unterzuckerung können abgeschwächt sein. Dies kann insbesondere nach

der Einstellung auf tiefe Blutzuckerwerte, bei lange bestehender Zuckerkrankheit oder bei einem

Präparatewechsel der Fall sein.

Wenn Sie Anzeichen einer Unterzuckerung feststellen: nehmen Sie eine stark zuckerhaltige

Zwischenmahlzeit ein und messen Sie dann den Blutzucker.

Ist Ihr Blutzucker zu niedrig, essen Sie Traubenzucker oder eine stark zuckerhaltige

Zwischenmahlzeit (Süssigkeiten, Kekse, Fruchtsaft) und ruhen Sie sich dann aus.

Tragen Sie deshalb für alle Fälle immer Traubenzucker, Süssigkeiten, Kekse oder Fruchtsaft bei sich.

Wenn die Symptome einer Unterzuckerung verschwunden sind oder wenn sich Ihr Blutzucker

normalisiert hat, führen Sie Ihre Insulinbehandlung wie gewohnt fort.

Informieren Sie Angehörige, Freunde oder Arbeitskollegen darüber, dass Sie Diabetes haben und

welche Konsequenzen damit verbunden sind, insbesondere dass Sie aufgrund einer Unterzuckerung

ohnmächtig werden können. Informieren Sie diese Personen darüber, dass sie Sie, falls Sie

ohnmächtig (bewusstlos) sind, auf die Seite drehen und unverzüglich ärztliche Hilfe rufen. Sie dürfen

Ihnen weder zu trinken noch zu essen geben. Sie könnten daran ersticken.

Verwendung von Glucagon

Sie können das Bewusstsein schneller wieder erlangen, wenn Ihnen jemand, der zuvor instruiert

worden ist, das Hormon Glucagon injiziert. Wenn Ihnen Glucagon verabreicht wurde, müssen Sie,

sobald Sie bei Bewusstsein sind, einen zuckerhaltigen Snack einnehmen. Falls Sie auf die

Glucagonbehandlung nicht reagieren, müssen Sie in einem Spital behandelt werden. Kontaktieren

Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin nach Anwendung von Glucagon.

Wenn Sie eine Unterzuckerung mit Bewusstlosigkeit durchgemacht haben (mit oder ohne

Anwendung von Glucagon) oder wenn Sie viele Hypoglykämien haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt

bzw. Ihrer Ärztin. Es ist wichtig, den Grund Ihrer Unterzuckerung herauszufinden, um diese zu

vermeiden. Die Menge oder der Zeitpunkt der Insulinverabreichung, das Essen oder die körperlichen

Aktivitäten müssen allenfalls angepasst werden.

Wenn eine anhaltende schwere Unterzuckerung nicht behandelt wird, kann dies zu Hirnschäden

(vorübergehend oder bleibend) und sogar zum Tode führen.

Gelegentlich gemeldete Nebenwirkungen (weniger als 1 von 100)

Sehstörungen: Wenn Sie mit einer Insulintherapie beginnen, können gelegentlich Sehstörungen

auftreten, die aber normalerweise wieder verschwinden.

Veränderungen an der Injektionsstelle (Lipodystrophie): Wenn Sie sich zu oft eine Injektion an der

gleichen Stelle verabreichen, kann an dieser Stelle Unterhautfettgewebe schrumpfen (Lipatrophie)

oder zunehmen (Lipohypertrophie). Solchen Hautveränderungen können Sie vorbeugen, indem Sie

bei jeder Injektion die Injektionsstelle wechseln. Falls Sie Vertiefungen oder Verdickungen Ihrer

Haut an der Injektionsstelle bemerken, berichten Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin oder

Diabetesberaterin darüber, denn diese Reaktionen können sich verschlimmern oder die Aufnahme

Ihres Insulins beeinflussen, wenn Sie an eine solche Stelle injizieren.

Symptome einer Allergie: Es können Reaktionen (Schmerzen, Rötung, Nesselsucht [Quaddeln],

Entzündungen, Schwellung, Juckreiz) an der Injektionsstelle auftreten. Diese verschwinden

gewöhnlich nach ein paar Wochen Anwendung Ihres Insulins. Kontaktieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre

Ärztin falls dies nicht der Fall ist.

Fragen Sie sofort um ärztlichen Rat:

Wenn sich Anzeichen einer Allergie auf andere Körperteile ausbreiten.

Wenn Sie sich plötzlich unwohl fühlen und Sie Schweissausbrüche, Übelkeit (Erbrechen),

Atembeschwerden, Herzrasen, Schwindel haben.

Dies könnte eine sehr seltene aber ernsthafte generalisierte allergische Reaktion auf NovoRapid oder

auf einen der Inhaltsstoffe sein (systemische allergische Reaktion genannt).

Diabetische Retinopathie: Wenn Sie eine diabetische Retinopathie haben und der Blutzucker sich

sehr rasch verbessert, könnte sich Ihre Retinopathie verschlechtern. Fragen Sie diesbezüglich Ihren

Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Geschwollene Gelenke: Zu Beginn einer Insulinbehandlung kann eine Wasseransammlung

Schwellungen um Ihre Knöchel und andere Gelenke verursachen. Diese verschwinden bald wieder.

Selten gemeldete Nebenwirkungen (weniger als 1 von 1000)

Schmerzende Neuropathie (Nervenschmerzen): Wenn sich Ihr Blutzucker sehr rasch verbessert,

können Sie Schmerzen haben, die durch die Nerven verursacht werden. Dies wird als akute

schmerzhafte Neuropathie bezeichnet und ist normalerweise vorübergehend.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Nicht in Gebrauch befindliche NovoRapid Penfill sind im Kühlschrank bei 2–8 °C aufzubewahren,

aber nicht in der Nähe des Kühlelementes. Nicht tieffrieren.

In Gebrauch befindliche NovoRapid Penfill und solches, das als Ersatz mitgeführt wird, ist nicht im

Kühlschrank aufzubewahren. Sie können es mit sich führen und bei Raumtemperatur (unterhalb 30

°C) bis zu 4 Wochen lang aufbewahren. Danach müssen sie entsorgt werden. Daher wird empfohlen,

das Anbruchsdatum auf der Etikette des Penfills zu notieren.

NovoRapid Penfill muss vor übermässiger Hitze und Licht geschützt werden.

Bewahren Sie NovoRapid Penfill Ampullen zum Schutz vor Licht in der Faltschachtel auf.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «Exp.» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Für Kinderhand unerreichbar aufbewahren.

Verwenden Sie NovoRapid Penfill nur dann, wenn die Lösung klar und farblos ist.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in NovoRapid Penfill enthalten?

NovoRapid Penfill enthält als Wirkstoff Insulin Aspart 100 E/ml.

1 ml Lösung enthält: 100 E Insulin Aspart.

Hilfsstoffe: Glycerol, Zinkchlorid, Natriumchlorid, Natriumphosphat, Wasser für Injektionszwecke.

Konservierungsmittel: Phenol 1,5 mg/ml, Metacresol 1,72 mg/ml.

Zulassungsnummer

55046 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie NovoRapid Penfill? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen mit 5 Penfill zu 3 ml (Penfill; 100 E/ml = 300 E pro Penfill).

Zulassungsinhaberin

Novo Nordisk Pharma AG, Zürich.

Herstellerin

Novo Nordisk A/S, DK-2880 Bagsvaerd.

Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2011 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

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