Insulin Lilly Humalog Flacon

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Insulin Lilly Humalog Flacon injizierbare Lösung
  • Darreichungsform:
  • injizierbare Lösung
  • Zusammensetzung:
  • insulinum lisprum 100 U. I., glycerolum, Zink, natrii phosphates oder, conserv.: metacresolum 3.15 mg Wasser ad iniectabilia q.s. zu einer Lösung anstelle von 1 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Insulin Lilly Humalog Flacon injizierbare Lösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Biotechnologika
  • Therapiebereich:
  • Diabetes mellitus

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 53290
  • Berechtigungsdatum:
  • 23-11-1995
  • Letzte Änderung:
  • 07-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Humalog® Durchstechflasche

LILLY

Was ist Humalog und wann wird es angewendet?

Humalog enthält ein gentechnologisch hergestelltes menschliches Insulin-Analog (Insulin lispro) und

wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin verwendet zur Behandlung des Diabetes mellitus

(Zuckerkrankheit) bei Erwachsenen und Kindern. Humalog hat einen raschen Wirkungseintritt

(ungefähr 15 Minuten nach Injektion unter die Haut) und kann daher in kurzem zeitlichem Abstand

zu den Mahlzeiten verabreicht werden (innerhalb von 15 Minuten vor oder nach einer Mahlzeit). Im

Vergleich zu Normalinsulin tritt die Wirkung rasch ein und dauert weniger lange an (2 bis 5

Stunden). Humalog kann in Kombination mit einem länger wirkenden Humaninsulin verwendet

werden.

Das Wirkungsmaximum von Humalog wird nach 1–3 Stunden erreicht.

Humalog ist für die Anwendung mit einer Insulinpumpe geeignet (vgl. spezielle

Anwendungshinweise am Schluss dieser Packungsbeilage). Zur Infusion von Insulin lispro können

nur bestimmte CE zertifizierte Insulin-Infusionspumpen verwendet werden. Bevor Sie Insulin lispro

infundieren, lesen Sie die Bedienungsanleitung des Herstellers durch, um sicherzustellen, ob sich

Ihre Pumpe eignet oder nicht. Lesen und befolgen Sie die den Infusionspumpen beigelegten

Anweisungen.

Was sollte dazu beachtet werden?

Wird Humalog in Kombination mit einem länger wirkenden Humaninsulin verschrieben, so muss das

kürzer wirksame Humalog zuerst in die Spritze aufgezogen werden, um zu verhindern, dass das

Fläschchen durch das länger wirksame Insulin verunreinigt wird. Die beiden Insuline dürfen erst

unmittelbar vor der Injektion vermischt werden (siehe auch spezielle Anleitung zur Injektion von

Humalog am Schluss dieser Packungsbeilage).

Wann darf Humalog nicht angewendet werden?

Bei Unterzuckerungserscheinungen (Hypoglykämie) und Insulin-produzierenden Tumoren

(Insulinome) darf Insulin nicht verabreicht werden. Bei Überempfindlichkeit gegen einen der

Bestandteile des Präparates.

Wann ist bei der Anwendung von Humalog Vorsicht geboten?

Beim mit Insulin behandelten Zuckerkranken besteht grundsätzlich das Risiko der Unterzuckerung

(Hypoglykämie), besonders bei unregelmässigen Verabreichungen, unregelmässiger

Nahrungsaufnahme mit stark schwankenden oder bei durchschnittlich tiefen Blutzuckerwerten, oder

zu Beginn der Behandlung. Die Folgen einer Hypoglykämie können Ihre Sicherheit z.B. bei Führen

eines Autos oder bei der Bedienung von Maschinen beeinträchtigen.

Alkoholkonsum erhöht die Gefährdung zusätzlich (indem er den Abbau von Stärke zu Zucker in der

Leber hemmt, und somit weniger Zucker in die Blutbahn abgegeben werden kann).

Vorsicht ist auch geboten, wenn Sie früher schwere Hypoglykämien durchgemacht haben.

Um der Hypoglykämie vorbeugen zu können, sollten Sie Trauben- oder Würfelzucker oder ähnliches

(keine Zuckerersatzstoffe) mit sich tragen und bei ersten Anzeichen einnehmen. Sie sollten Ihren

Diabetikerausweis immer mit sich führen und Ihre Umgebung über Ihre Zuckerkrankheit informieren

(siehe auch Kapitel «Welche Nebenwirkungen kann Humalog haben?»).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ärztin oder Apothekerin, wenn sie gleichzeitig

andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden (Externa).

Dies ist wichtig, weil diese die Wirkung von Insulin und/oder den Blutzuckerspiegel beeinflussen

können. In diesem Fall kann es notwendig sein, die verabreichte Insulinmenge entsprechend

anzupassen, um zu niedrige oder zu hohe Blutzuckerspiegel zu vermeiden.

Berücksichtigen Sie dies nicht nur dann, wenn Sie ein neues Arzneimittel einnehmen, sondern auch,

wenn Sie es wieder absetzen.

Die nachfolgende Liste erwähnt Beispiele von Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln; Ihr

Arzt oder Apotheker bzw. Ärztin oder Apothekerin ist im Besitz einer ausführlichen Liste!

Zu den Arzneimitteln, die den Blutzucker senken können, zählen u.a. gewisse Arzneimittel zur

Behandlung des Bluthochdrucks, von Infektionskrankheiten, von Depression, und von

Fieber/Schmerzen (Aspirin). Alkohol kann eine Hypoglykämie (Unterzuckerung) gefährlich

verstärken. β-Blocker können die Anzeichen einer Hypoglykämie abschwächen oder maskieren.

Zu den Arzneimitteln, die den Blutzucker erhöhen können, zählen u.a. orale Kontrazeptiva,

Kortikosteroide, gewisse AIDS-, Asthma- oder Allergiebehandlungen, sowie gewisse Neuroleptika

und Diuretika.

Marihuana-Konsum kann auch einen erhöhten Blutzucker verursachen.

(Es gibt nur wenig Information betreffend der Wirkung anderer illegaler Substanzen auf den

Blutzucker.)

Mit einigen Arzneimitteln kann der Blutzucker sowohl ansteigen als auch abfallen.

Fragen Sie immer nach möglichen Wechselwirkungen, wenn Ihnen ein Arzneimittel neu

verschrieben wird oder Sie in der Apotheke ein Heilmittel kaufen. Denken Sie daran, dass

Interaktionen mit anderen Heilmitteln nicht immer voraussagbar sind und dass Blutzuckermessungen

häufig stattfinden sollten.

Bei einigen Pateinten mit langjährigem Typ 2 Diabetes mellitus und einer Herzerkrankung oder

einem früheren Schlaganfall, die mit Thiazolidindionen (das sind andere Arzneimittel, die zur

Therapie des Diabetes eingesetzt werden) und Insulin behandelt wurden, entwickelte sich eine

Herzinsuffizienz. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin so bald wie möglich, wenn Sie bei sich

Anzeichen einer Herzinsuffizienz feststellen, z.B. ungewöhnliche Kurzatmigkeit oder rasche

Gewichtszunahme oder lokale Schwellungen (Ödeme).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin auch wenn Sie

Allergien haben.

Darf Humalog während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie eine Schwangerschaft planen, bereits

schwanger sind oder stillen.

Allgemein ist Insulin bei Diabetes mellitus für die Anwendung in Schwangerschaft und Stillperiode

geeignet. Der Insulinbedarf sinkt üblicherweise während der ersten 3 Schwangerschaftsmonate und

steigt danach für die restlichen 6 Monate an. Wenn Sie stillen, kann eine Anpassung der

Insulindosierung oder der Diät notwendig sein. Fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin um Rat.

Wie verwenden Sie Humalog?

Humalog wird durch subkutane Injektion (Injektion unter die Haut) verabreicht, kann jedoch in

Ausnahmefällen auch intramuskulär (Injektion in einen Muskel) injiziert werden. Der Arzt bzw. die

Ärztin wird die Dosierung genau festlegen.

Die vom Arzt bzw. von der Ärztin verordnete Insulindosis, der Abstand zwischen Injektion und

Einnahme der Mahlzeit, die Verteilung der täglichen Nahrungsaufnahme (Diät) und tägliche

körperliche Aktivität müssen gewissenhaft eingehalten und dürfen nicht eigenmächtig geändert

werden. Die Dauer der Anwendung von Humalog bestimmt der Arzt bzw. die Ärztin. Wenn Sie

glauben, das Medikament wirke zu stark oder zu schwach, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder

Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Anwendungshinweise

Die subkutane Verabreichung (Verabreichung unter die Haut) erfolgt am besten durch Sie selbst im

Bereich der Oberarme, der Hüften, des Gesässes oder des Bauches. Die Einstichstelle ist bei jeder

Injektion nur innerhalb des vom Arzt bzw. der Ärztin empfohlenen Gebiets zu wechseln und darf

nicht massiert werden.

Zur Entnahme von Humalog wird der freigelegte Teil des Gummistopfens mit einem geeigneten

Desinfektionsmittel gereinigt und mit der sterilen Nadel einer keimfreien Injektionsspritze

durchstossen. Es ist streng darauf zu achten, dass sich keine Reste von Alkohol oder sonstigen

Reinigungsmitteln in der Spritze oder Nadel befinden, wenn Insulin entnommen wird. Bereits Spuren

davon können eine Wirkungsminderung der Insulinzubereitung verursachen und zu schmerzhaften

Gewebeveränderungen führen.

Es ist darauf zu achten, dass kein Blutgefäss verletzt wird. Um sich zu vergewissern, dass die

Injektionsnadel nicht ein Blutgefäss getroffen hat, ist der Spritzkolben leicht zurückzuziehen.

Erscheint Blut in der Spritze, so darf nicht injiziert werden, sondern der Einstich muss an einer

anderen Stelle wiederholt werden (siehe auch spezielle Anleitung zur Injektion von Humalog am

Schluss dieser Packungsbeilage).

Gebrauchsanweisung/Handhabung

A. Vorbereitung einer Injektion

Inspizieren Sie die Humalog-Zubereitungen: Humalog-Zubereitungen müssen klar und farblos sein.

Verwenden Sie Humalog nicht, wenn die Lösung trübe oder eingedickt ist, eine leichte Färbung

aufweist oder feste Partikel enthält.

Präparate mit 100 I.E./ml dürfen nur mit Spritzen für 100 I.E./ml verwendet werden.

a) Humalog

1. Hände waschen.

2. Bei Verwendung einer neuen Durchstechflasche wird die Kunststoff-Schutzkappe abgezogen;

Achtung: nicht den Stopfen entfernen!

3. Sollen verschiedene Insulinpräparate gemischt werden, so sind die nachfolgenden Anleitungen

zum Mischen genauestens zu beachten.

4. Mit der Spritze eine der verordneten Humalog-Dosis entsprechende Menge an Luft ansaugen.

Gummistopfen der Durchstechflasche mit einem Alkoholtupfer desinfizieren. Nadel durch den

Gummistopfen stechen und die Luft in die Durchstechflasche injizieren.

5. Durchstechflasche und Spritze kippen und fest mit einer Hand halten.

6. Nachdem man sich vergewissert hat, dass die Nadelspitze in das Insulin eintaucht, wird die

korrekte Humalog-Dosis in die Spritze aufgezogen.

7. Vor Zurückziehen der Nadel aus der Durchstechflasche wird geprüft, ob sich in der Spritze

Luftblasen befinden, welche die Menge an Humalog reduzieren. Falls dies der Fall ist, Spritze nach

oben halten und mit den Fingerspitzen an die Spritzenwand klopfen, bis die Luftblasen nach oben

gelangen. Anschliessend Luftblasen mit dem Spritzenkolben ausstossen und die korrekte Insulindosis

aufziehen.

8. Nadel aus der Durchstechflasche ziehen; Spritze so hinlegen, dass die Nadel nichts berührt.

b) Mischen von Humalog mit länger wirksamen Humaninsulinen

1. Das Mischen von Humalog mit länger wirksamen Insulinen darf nur auf ärztliche Anweisung

erfolgen.

2. Mit der Spritze ein Luftvolumen ansaugen, welches der verordneten Dosis des länger wirksamen

Insulins entspricht. Nadel in die Durchstechflasche mit länger wirksamem Insulin einstechen und die

angesaugte Luft injizieren. Nadel aus dem Fläschchen zurückziehen.

3. Anschliessend wird auf dieselbe Weise Luft in die Humalog-Durchstechflasche injiziert; die Nadel

wird jedoch nicht zurückgezogen.

4. Durchstechflasche und Spritze kippen.

5. Nachdem man sich vergewissert hat, dass die Nadelspitze in das Insulin eintaucht, wird die

korrekte Humalog-Dosis in die Spritze aufgezogen.

6. Vor Zurückziehen der Nadel aus der Durchstechflasche wird geprüft, ob sich in der Spritze

Luftblasen befinden, welche die Menge an Humalog reduzieren. Falls dies der Fall ist, Spritze nach

oben halten und mit den Fingerspitzen an die Spritzenwand klopfen, bis die Luftblasen nach oben

gelangen. Anschliessend Luftblasen mit dem Spritzenkolben ausstossen und die korrekte Insulindosis

aufziehen.

7. Nadel von der Humalog-Durchstechflasche abziehen und in die Durchstechflasche mit länger

wirksamem Insulin stechen. Durchstechflasche und Nadel kippen, fest mit einer Hand fassen und

vorsichtig schütteln. Nachdem man sich vergewissert hat, dass die Nadelspitze in das Insulin

eintaucht, wird die korrekte Dosis an länger wirksamem Insulin in die Sprize aufgezogen.

8. Nadel herausziehen und Spritze so hinlegen, dass die Nadel nichts berührt.

c) Anwendung von Humalog, mittels einer Insulin-Infusionspumpe

Zur Infusion von Insulin lispro können nur bestimmte CE zertifizierte Insulin-Infusionspumpen

verwendet werden. Bevor Sie Insulin lispro infundieren, lesen Sie die Bedienungsanleitung des

Herstellers, um sicherzustellen, ob sich Ihre Pumpe eignet oder nicht. Lesen und befolgen Sie die den

Infusionspumpen beigelegten Anweisungen.

Vergewissern Sie sich, dass Sie die für diese Pumpe vorgesehenen Vorratsbehälter und Katheter

benützen.

Wechseln Sie das Infusionsset alle 48 Stunden aus. Legen Sie das Infusionsset unter aseptischen

Bedingungen an.

Im Falle einer hypoglykämischen Episode sollte die Infusion unterbrochen werden, bis die Episode

behoben ist. Falls wiederholte oder schwere niedrige Blutzuckerspiegel auftreten, informieren Sie

bitte Ihren Arzt oder Ihr Krankenhaus und ziehen Sie die Notwendigkeit einer Reduktion oder einer

Unterbrechung der Insulininfusion in Betracht.

Ein Defekt an der Pumpe oder ein Verschluss des Infusionssets kann zu einem raschen Anstieg des

Glukosespiegels führen. Falls Sie vermuten, dass der Insulinfluss unterbrochen ist, folgen Sie den

Hinweisen in der Gebrauchsanleitung und informieren Sie – wenn nötig – Ihren Arzt oder Ihr

Krankenhaus.

Wenn Humalog mittels einer Insulin-Infusionspumpe verabreicht wird, darf es nicht mit einem

anderen Insulin gemischt werden.

B. Injektion einer Insulindosis

1. Hände waschen.

2. Einen geeigneten Injektionsort wählen.

3. Haut mit einem Alkoholtupfer desinfizieren.

4. Äussere Nadelkappe abnehmen.

5. Haut dehnen oder eine grössere Hautfalte bilden, um die Haut am Injektionsort zu stabilisieren.

Nadel entsprechend den Anweisungen des Arztes einstechen.

6. Spannknopf drücken.

7. Nadel herausziehen; einige Sekunden lang einen sanften Druck auf den Injektionsort ausüben. Der

Injektionsort darf nicht gerieben werden.

8. Nach Aufsetzen der äusseren Nadelschutzkappe die Nadel abschrauben und sicher entsorgen.

9. Bei jeder Injektion ist die Einstichstelle zu wechseln, so dass ein- und dieselbe Stelle nicht

häufiger als einmal pro Monat verwendet wird.

Welche Nebenwirkungen kann Humalog haben?

1. Die wichtigste plötzlich eintretende gesundheitsgefährdende unerwünschte Wirkung einer

Insulinbehandlung ist die Unterzuckerung (Hypoglykämie).

a) Folgende Anzeichen weisen auf eine Hypoglykämie hin: Schwitzen, Hungergefühl, Zittern

(sogenannte vegetative Warnsymptome, die durch die Gegenreaktion des Körpers auf die

Unterzuckerung entstehen), Herzklopfen, Kopfschmerzen sowie Konzentrationsstörungen,

auffälliges Verhalten und Bewusstseinsstörungen (Reizbarkeit, Aggressivität, Verwirrtheit, Unruhe,

Benommenheit) und Koordinations- Seh-, oder Sprachstörungen. Diese Zeichen entstehen, weil das

Gehirn zuwenig Zucker erhält. Wird die Behandlung unterlassen, kann es zur Bewusstlosigkeit

kommen.

b) Abgeschwächte veränderte Warnzeichen der Hypoglykämie: Besonders bei Einstellung auf tiefe

Blutzuckerwerte, bei lange bestehender Zuckerkrankheit, aber auch bei Präparatewechsel (u.a.)

können die Warnsymptome der Hypoglykämie abgeschwächt sein. Dies wurde von einigen Patienten

auch nach Umstellung von tierischem auf humanes Insulin, aber auch sonst gelegentlich bei

Präparatewechsel beobachtet. Eine Hypoglykämie kann sich dann auch primär und überraschend

durch Konzentrationsstörungen anzeigen, so dass Sie nicht früh genug mit Einnahme von Zucker

gegenreagieren können. Achten Sie selbst auf diese veränderten Symptome, und weisen Sie auch ihre

Umgebung darauf hin. Die Umstellung auf ein anderes Insulinpräparat soll nur unter sorgfältiger

ärztlicher Kontrolle und nach entsprechender Instruktion erfolgen. Auch Dosis und Zeitpunkt der

Injektion sollen nur nach Absprache mit dem Arzt bzw. der Ärztin oder auf seine bzw. ihre

Anweisung geändert werden.

c) Behandlung der Hypoglykämie: Informieren Sie Ihre Freunde und Arbeitskollegen über Ihre

Zuckerkrankheit, die Zeichen der Unterzuckerung, und darüber, wie in einer solchen Situation zu

verfahren ist. Nehmen Sie bei ersten Anzeichen Trauben- oder Würfelzucker (mindestens 3–4 Stück)

ein. Bei noch erhaltenem Bewusstsein kann Würfelzucker auch durch eine Fremdperson zwischen

Wange und Zahnreihe in die Backentasche gelegt werden. Der Arzt kann auch Personen aus Ihrer

Umgebung anweisen, wie Glucagon 0,5–1 mg subkutan (unter die Haut ins Fettgewebe, im Prinzip

wie Insulin) gespritzt wird. Danach müssen Sie sobald als möglich zucker/kohlenhydratreiche

Nahrung einnehmen.

Der Arzt sollte über jede abgelaufene hypoglykämische Reaktion und den Zeitpunkt des Auftretens

so rasch wie möglich unterrichtet werden, damit die Einstellung neu überprüft werden kann.

d) Ursachen der Hypoglykämie: Insbesondere das Auslassen einer Mahlzeit, aussergewöhnliche

körperliche Anstrengung, Erbrechen, selten Durchfall oder eine Insulinüberdosierung kommen in

Frage. Nach jeder schweren Hypoglykämie ist die Blutzuckereinstellung zu überprüfen.

2. Überhöhter Blutzucker (Hyperglykämie)

Ein diabetisches Koma kann die Folge von überhöhtem Blutzucker sein. Als Ursache kommen in

Frage: Diätfehler, Auslassen oder Verringern von Insulininjektionen oder erhöhter Insulinbedarf

wegen Infektion oder anderen Krankheiten.

Das diabetische Koma entwickelt sich langsam über Stunden und Tage. Bei ersten Anzeichen (Durst,

grosse Urinmengen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, trockene Haut, schnelle und tiefe Atmung sowie

hohe Glucose- und Acetonwerte im Urin) ist sofort der Arzt bzw. die Ärztin aufzusuchen.

3. Weitere unerwünschte Wirkungen

Bei Beginn der Therapie kann es an der Injektionsstelle zu Wasseransammlungen im Gewebe und

einer Veränderung der Sehschärfe kommen. Diese Nebenwirkungen gehen im weiteren

Behandlungsverlauf meist von selbst zurück. An der Injektionsstelle kann es vereinzelt zu

Fettgewebeschwund oder -zunahme kommen. Durch ständigen Wechsel der Injektionsstelle können

diese Erscheinungen vermindert oder ganz vermieden werden.

Sehr selten können an der Injektionsstelle auch allergische Reaktionen auf den Wirkstoff oder auf die

Hilfsstoffe von Humalog als leichte Hautrötungen auftreten. Bei starken Rötungen, die mit Juckreiz

und Quaddelbildung einhergehen und sich schnell über die Injektionsstelle hinaus ausdehnen, ist

sofort der behandelnde Arzt bzw. Ärztin zu verständigen.

Was ist ferner zu beachten?

Humalog darf weder mit Insulinen tierischen Ursprungs noch mit Insulinpräparaten anderer

Hersteller gemischt werden.

Bei allen Gegebenheiten, die eine Änderung der Therapie erfordern, wie starke körperliche oder

seelische Belastungen, fieberhafte Infekte, andere zusätzliche Erkrankungen (Übelkeit, Erbrechen),

Schwangerschaft, muss der behandelnde Arzt hinzugezogen werden, da sich unter Umständen die

Insulin-Dosierung verändern kann.

Die vom Arzt bzw. von der Ärztin angeordneten regelmässigen Kontrollen des Blutes und des Urins

müssen eingehalten werden.

Bei unvorhergesehenem Arztwechsel, z.B. bei Unfall oder Erkrankung auf Reisen, muss der

behandelnde Arzt bzw. Ärztin auf die Zuckerkrankheit hingewiesen werden (Diabetikerpass immer

bei sich tragen).

Das Präparat soll vor Kinderhand geschützt aufbewahrt werden!

Weitere Auskunft erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Lagerungsvorschriften

Humalog-Zubereitungen sind im Kühlschrank (2–8 °C) aufzubewahren. Nicht einfrieren. Vor starker

Hitze und Sonnenlicht schützen.

Nach Anbruch der Humalog-Durchstechflasche beträgt die Haltbarkeit des Insulins bei

Raumtemperatur (15–25 °C) 4 Wochen. Direkte Sonneneinstrahlung soll vermieden werden.

Danach soll die Zubereitung nicht mehr verwendet werden, auch dann nicht, wenn noch Insulin

(Humalog) enthalten ist.

Das Medikament darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Was ist in Humalog enthalten?

Humalog

Insulin Lispro 100 I.E./ml: 1 ml Lösung enthält 100 I.E. Insulin lispro.

Hilfsstoffe: Glycerin, Natriumphosphat, Zink, Konservierungsmittel: Metakresol 3,15 mg.

Zulassungsnummer

53290 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Humalog? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliches Rezept.

Humalog

Einzelpackungen mit Durchstechflaschen zu 10 ml.

Weitere Humalog Darreichungsformen mit separater Patienteninformation

Patronen Humalog; Mix 25; Mix 50 zu 3,0 ml (für Pen).

Fertigspritzen Humalog KwikPen; Mix 25; Mix 50 zu 3,0 ml.

Zulassungsinhaberin

Eli Lilly (Suisse) SA, Vernier/Genève.

Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2011 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.