Insulin Lilly Humalog cartouches 3

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Insulin Lilly Humalog cartouches 3 0 ml, solution injectable
  • Darreichungsform:
  • 0 ml, solution injectable
  • Zusammensetzung:
  • insulinum lisprum 100 U.I., glycerolum, zincum, natrii phosphates, conserv.: metacresolum 3.15 mg, aqua ad iniectabilia q.s. ad solutionem pro 1 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Insulin Lilly Humalog cartouches 3 0 ml, solution injectable
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Biotechnologika
  • Therapiebereich:
  • Diabète sucré

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 53553
  • Berechtigungsdatum:
  • 23-11-1995
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Humalog® Patronen

Eli Lilly (Suisse) SA

Was ist Humalog und wann wird es angewendet?

Humalog 100 I.E./ml enthält ein gentechnologisch hergestelltes menschliches Insulin-Analog

(Insulin lispro) und wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin verwendet zur Behandlung

des Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) bei Erwachsenen und Kindern. Humalog 100 I.E./ml hat

einen raschen Wirkungseintritt (ungefähr 15 Minuten nach Injektion unter die Haut) und kann daher

in kurzem zeitlichem Abstand zu den Mahlzeiten verabreicht werden (innerhalb von 15 Minuten vor

oder nach einer Mahlzeit). Im Vergleich zu Normalinsulin tritt die Wirkung rasch ein und dauert

weniger lange an (2 bis 5 Stunden). Humalog 100 I.E./ml kann in Kombination mit einem länger

wirkenden Humaninsulin verwendet werden.

Das Wirkungsmaximum von Humalog 100 I.E./ml wird nach 1- 3 Stunden erreicht.

Humalog 100 I.E./ml Mix 25 und Humalog 100 I.E./ml Mix 50 sind vorgemischte Suspensionen zur

subkutanen Injektion (Injektion unter die Haut). Humalog 100 I.E./ml Mix 25 enthält 25% des

Wirkstoffes Insulin lispro in Wasser gelöst und 75% verfügbar als Suspension zusammen mit

Protaminsulfat, damit die Wirkungsdauer verlängert wird. Bei Humalog 100 I.E./ml Mix 50 sind die

entsprechenden Anteile 50% resp. 50%

Die Patronen wurden ausschliesslich für die Anwendung in einem geeigneten Lilly Pen entwickelt

und getestet. Bitte versichern Sie sich, dass in der beigepackten Bedienungsanleitung des Pens

Humalog oder Lilly Patronen erwähnt werden.

Humalog 100 I.E./ml, nicht aber Humalog 100 I.E./ml Mix 25 und Humalog 100 I.E./ml Mix 50, ist

für die Anwendung mit einer Insulinpumpe geeignet (vgl. spezielle Anwendungshinweise am

Schluss dieser Packungsbeilage).

Was sollte dazu beachtet werden?

Wird Humalog 100 I.E./ml in Kombination mit einem länger wirkenden Humaninsulin verschrieben,

so muss das kürzer wirksame Humalog 100 I.E./ml zuerst in die Spritze aufgezogen werden, um zu

verhindern, dass das Fläschchen durch das länger wirksame Insulin verunreinigt wird. Die beiden

Insuline dürfen erst unmittelbar vor der Injektion vermischt werden (siehe auch spezielle Anleitung

zur Injektion von Humalog 100 I.E./ml am Schluss dieser Packungsbeilage).

Humalog 100 I.E./ml Mix 25 und Humalog 100 I.E./ml Mix 50 dürfen nicht mit einem anderen

Insulin gemischt werden.

Wann darf Humalog nicht angewendet werden?

Bei Unterzuckerungserscheinungen (Hypoglykämie) und Insulin-produzierenden Tumoren

(Insulinome) darf Insulin nicht verabreicht werden. Bei Überempfindlichkeit gegen einen der

Bestandteile des Präparates.

Wann ist bei der Anwendung von Humalog Vorsicht geboten?

Beim mit Insulin behandelten Zuckerkranken besteht grundsätzlich das Risiko der Unterzuckerung

(Hypoglykämie), besonders bei unregelmässigen Verabreichungen, unregelmässiger

Nahrungsaufnahme mit stark schwankenden oder bei durchschnittlich tiefen Blutzuckerwerten, oder

zu Beginn der Behandlung. Die Folgen einer Hypoglykämie können Ihre Sicherheit z.B. bei Führen

eines Autos oder bei der Bedienung von Maschinen beeinträchtigen.

Alkoholkonsum erhöht die Gefährdung zusätzlich (indem er den Abbau von Stärke zu Zucker in der

Leber hemmt, und somit weniger Zucker in die Blutbahn abgegeben werden kann).

Vorsicht ist auch geboten, wenn Sie früher schwere Hypoglykämien durchgemacht haben.

Um der Hypoglykämie vorbeugen zu können, sollten Sie Trauben- oder Würfelzucker oder ähnliches

(keine Zuckerersatzstoffe) mit sich tragen und bei ersten Anzeichen einnehmen. Sie sollten Ihren

Diabetikerausweis immer mit sich führen und Ihre Umgebung über Ihre Zuckerkrankheit informieren

(siehe auch Kapitel «Welche Nebenwirkungen kann Humalog haben?»).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ärztin oder Apothekerin, wenn sie gleichzeitig

andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden (Externa).

Dies ist wichtig, weil diese die Wirkung von Insulin und/oder den Blutzuckerspiegel beeinflussen

können. In diesem Fall kann es notwendig sein, die verabreichte Insulinmenge entsprechend

anzupassen, um zu niedrige oder zu hohe Blutzuckerspiegel zu vermeiden.

Berücksichtigen Sie dies nicht nur dann, wenn Sie ein neues Arzneimittel einnehmen, sondern auch,

wenn Sie es wieder absetzen.

Die nachfolgende Liste erwähnt Beispiele von Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln; Ihr

Arzt oder Apotheker bzw. Ärztin oder Apothekerin ist im Besitz einer ausführlichen Liste!

Zu den Arzneimitteln, die den Blutzucker senken können, zählen u.a. gewisse Arzneimittel zur

Behandlung des Bluthochdrucks, von Infektionskrankheiten, von Depression, und von

Fieber/Schmerzen (Aspirin). Alkohol kann eine Hypoglykämie (Unterzuckerung) gefährlich

verstärken. β–Blocker können die Anzeichen einer Hypoglykämie abschwächen oder maskieren.

Zu den Arzneimitteln, die den Blutzucker erhöhen können, zählen u.a. orale Kontrazeptiva,

Kortikosteroide, gewisse AIDS-, Asthma- oder Allergiebehandlungen, sowie gewisse Neuroleptika

und Diuretika.

Marihuana-Konsum kann auch einen erhöhten Blutzucker verursachen.

(Es gibt nur wenig Information betreffend der Wirkung anderer illegaler Substanzen auf den

Blutzucker.)

Mit einigen Arzneimitteln kann der Blutzucker sowohl ansteigen als auch abfallen.

Fragen Sie immer nach möglichen Wechselwirkungen, wenn Ihnen ein Arzneimittel neu

verschrieben wird oder Sie in der Apotheke ein Heilmittel kaufen. Denken Sie daran, dass

Interaktionen mit anderen Heilmitteln nicht immer voraussagbar sind und dass Blutzuckermessungen

häufig stattfinden sollten.

Bei einigen Pateinten mit langjährigem Typ 2 Diabetes mellitus und einer Herzerkrankung oder

einem früheren Schlaganfall, die mit Thiazolidindionen (das sind andere Arzneimittel, die zur

Therapie des Diabetes eingesetzt werden) und Insulin behandelt wurden, entwickelte sich eine

Herzinsuffizienz. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin so bald wie möglich, wenn Sie bei sich

Anzeichen einer Herzinsuffizienz feststellen, z.B. ungewöhnliche Kurzatmigkeit oder rasche

Gewichtszunahme oder lokale Schwellungen (Ödeme).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin auch wenn Sie

Allergien haben.

Darf Humalog während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie eine Schwangerschaft planen, bereits

schwanger sind oder stillen.

Allgemein ist Insulin bei Diabetes mellitus für die Anwendung in Schwangerschaft und Stillperiode

geeignet. Der Insulinbedarf sinkt üblicherweise während der ersten 3 Schwangerschaftsmonate und

steigt danach für die restlichen 6 Monate an. Wenn Sie stillen, kann eine Anpassung der

Insulindosierung oder der Diät notwendig sein. Fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin um Rat.

Wie verwenden Sie Humalog?

Humalog 100 I.E:/ml:

Inspizieren Sie die Humalog 100 I.E./ml - Zubereitungen: Humalog 100 I.E./ml - Zubereitungen

müssen klar und farblos sein. Verwenden Sie Humalog 100 I.E./ml nicht, wenn die Lösung trübe

oder eingedickt ist, eine leichte Färbung aufweist oder feste Partikel enthält.

Humalog 100 I.E./ml Mix 25 oder Humalog 100 I.E./ml Mix 50:

Humalog 100 I.E./ml Mix-Zubereitungen sind weisse Suspensionen d.h. sie sehen milchig weiss aus.

Humalog 100 I.E./ml wird durch subkutane Injektion (Injektion unter die Haut) verabreicht, kann

jedoch in Ausnahmefällen auch intramuskulär (Injektion in einen Muskel) injiziert werden. Humalog

100 I.E./ml Mix 25 und Humalog 100 I.E./ml Mix 50 werden nur subkutan verabreicht. Humalog

100 I.E./ml Mix 25 oder Humalog 100 I.E./ml Mix 50 dürfen nie intravenös (Injektion in eine Vene)

oder intramuskulär verabreicht werden. Der Arzt bzw. die Ärztin wird die Dosierung genau

festlegen.

Die vom Arzt bzw. von der Ärztin verordnete Insulinmenge, der Abstand von Injektion und

Einnahme der Mahlzeit, die Verteilung der täglichen Nahrungsaufnahme (Diät) und tägliche

körperliche Aktivität müssen gewissenhaft eingehalten und dürfen nicht eigenmächtig geändert

werden. Die Dauer der Anwendung von Humalog bestimmt der Arzt bzw. die Ärztin. Wenn Sie

glauben, das Medikament wirke zu stark oder zu schwach, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder

Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Anwendungshinweise:

Die subkutane Verabreichung (Verabreichung unter die Haut) erfolgt am besten durch Sie selbst im

Bereich der Oberarme, der Hüften, des Gesässes oder des Bauches. Die Einstichstelle ist bei jeder

Injektion nur innerhalb des vom Arzt bzw. der Ärztin empfohlenen Gebiets zu wechseln und darf

nicht massiert werden.

Es ist darauf zu achten, dass kein Blutgefäss verletzt wird (siehe auch spezielle Anleitung zur

Injektion von Humalog am Schluss dieser Packungsbeilage).

Zur Vermeidung einer möglichen Übertragung von Krankheiten darf jede Patrone nur von einer

einzigen Person benutzt werden, auch wenn die Nadel gewechselt wird.

Welche Nebenwirkungen kann Humalog haben?

1. Die wichtigste plötzlich eintretende gesundheitsgefährdende unerwünschte Wirkung einer

Insulinbehandlung ist die Unterzuckerung (Hypoglykämie).

a) Folgende Anzeichen weisen auf eine Hypoglykämie hin: Schwitzen, Hungergefühl, Zittern

(sogenannte vegetative Warnsymptome, die durch das Auftreten des Körpers auf die Unterzuckerung

entstehen), Herzklopfen, Kopfschmerzen sowie Konzentrationsstörungen, auffälliges Verhalten und

Bewusstseinsstörungen (Reizbarkeit, Aggressivität, Verwirrtheit, Unruhe, Benommenheit) und

Koordinations- Seh-, oder Sprachstörungen. Diese Zeichen entstehen, weil das Gehirn zu wenig

Zucker erhält. Wird die Behandlung unterlassen, kann es zur Bewusstlosigkeit kommen.

b) Abgeschwächte veränderte Warnzeichen der Hypoglykämie: Besonders bei Einstellung auf tiefe

Blutzuckerwerte, bei lange bestehender Zuckerkrankheit, aber auch bei Präparatewechsel (u.a.)

können die Warnsymptome der Hypoglykämie abgeschwächt sein. Dies wurde von einigen Patienten

auch nach Umstellung von tierischem auf humanes Insulin, aber auch sonst gelegentlich bei

Präparatewechsel beobachtet. Eine Hypoglykämie kann sich dann auch primär und überraschend

durch Konzentrationsstörungen anzeigen, so dass Sie nicht früh genug mit Einnahme von Zucker

gegenreagieren können. Achten Sie selbst auf diese veränderten Symptome, und weisen Sie auch ihre

Umgebung darauf hin. Die Umstellung auf ein anderes Insulinpräparat soll nur unter sorgfältiger

ärztlicher Kontrolle und nach entsprechender Instruktion erfolgen. Auch Dosis und Zeitpunkt der

Injektion sollen nur nach Absprache mit dem Arzt bzw. der Ärztin oder auf seine bzw. ihre

Anweisung geändert werden.

c) Behandlung der Hypoglykämie: Informieren Sie Ihre Freunde und Arbeitskollegen über Ihre

Zuckerkrankheit, die Zeichen der Unterzuckerung, und darüber,wie in einer solchen Situation zu

verfahren ist. Nehmen Sie bei ersten Anzeichen Trauben- oder Würfelzucker (mindestens 3-4 Stück)

ein. Bei noch erhaltenem Bewusstsein kann Würfelzucker auch durch eine Fremdperson zwischen

Wange und Zahnreihe in die Backentasche gelegt werden. Der Arzt kann auch Personen aus Ihrer

Umgebung anweisen, wie Glucagon 0,5-1 mg subkutan (unter die Haut ins Fettgewebe, im Prinzip

wie Insulin) gespritzt wird. Danach müssen Sie sobald als möglich zucker-/kohlenhydratreiche

Nahrung einnehmen.

Der Arzt sollte über jegliches hypoglykämisches Ereignis und den Zeitpunkt des Auftretens so rasch

wie möglich unterrichtet werden, damit die Einstellung neu überprüft werden kann.

d) Ursachen der Hypoglykämie: Insbesondere das Auslassen einer Mahlzeit, eine aussergewöhnliche

körperliche Anstrengung, Erbrechen, selten Durchfall oder eine Insulinüberdosierung kommen als

Ursache in Frage. Nach jeder schweren Hypoglykämie ist die Blutzuckereinstellung zu überprüfen.

2. Überhöhter Blutzucker (Hyperglykämie)

Ein diabetisches Koma kann die Folge von überhöhtem Blutzucker sein. Als Ursache kommen in

Frage: Diätfehler, Auslassen oder Verringern von Insulininjektionen oder erhöhter Insulinbedarf

wegen Infektion oder anderen Krankheiten.

Das diabetische Koma entwickelt sich langsam über Stunden und Tage. Bei ersten Anzeichen (Durst,

grosse Urinmengen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, trockene Haut, schnelle und tiefe Atmung sowie

hohe Glucose- und Acetonwerte im Urin) ist sofort der Arzt bzw. die Ärztin aufzusuchen.

3. Weitere unerwünschte Wirkungen

Bei Beginn der Therapie kann es an der Injektionsstelle zu Wasseransammlungen im Gewebe und

einer Veränderung der Sehschärfe kommen. Diese Nebenwirkungen gehen im weiteren

Behandlungsverlauf meist von selbst zurück. An der Injektionsstelle kann es vereinzelt zu

Fettgewebeschwund oder -zunahme kommen. Durch ständigen Wechsel der Injektionsstelle können

diese Erscheinungen vermindert oder ganz vermieden werden.

Sehr selten können an der Injektionsstelle auch allergische Reaktionen auf den Wirkstoff oder auf die

Hilfsstoffe von Humalog als leichte Hautrötungen auftreten. Bei starken Rötungen, die mit Juckreiz

und Quaddelbildung einhergehen und sich schnell über die Injektionsstelle hinaus ausdehnen, ist

sofort der behandelnde Arzt bzw. Ärztin zu verständigen.

Was ist ferner zu beachten?

Humalog darf weder mit Insulinen tierischen Ursprungs noch mit Insulinpräparaten anderer

Hersteller gemischt werden.

Bei allen Gegebenheiten, die eine Änderung der Therapie erfordern, wie starke körperliche oder

seelische Belastungen, fieberhafte Infekte, andere zusätzliche Erkrankungen (Übelkeit, Erbrechen),

Schwangerschaft, muss der behandelnde Arzt hinzugezogen werden, da sich unter Umständen die

Insulin-Dosierung verändern kann.

Die vom Arzt bzw. von der Ärztin angeordneten regelmässigen Kontrollen des Blutes und des Urins

müssen eingehalten werden.

Bei unvorhergesehenem Arztwechsel, z.B. bei Unfall oder Erkrankung auf Reisen, muss der

behandelnde Arzt bzw. Ärztin auf die Zuckerkrankheit hingewiesen werden (Diabetikerpass immer

bei sich tragen).

Das Präparat soll vor Kinderhand geschützt aufbewahrt werden!

Weitere Auskunft erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Lagerungsvorschriften

Die Humalog-Patronen sind im Kühlschrank (2-8 °C) aufzubewahren. Nicht einfrieren. Vor starker

Hitze und Sonnenlicht schützen. Sobald die Humalog-Patrone in den Pen eingesetzt und zum ersten

Mal benutzt wird, beträgt die Haltbarkeit des Insulins bei Raumtemperatur (15-25 °C) 4 Wochen.

Direkte Sonneneinstrahlung soll vermieden werden.

Danach soll die Patrone nicht mehr verwendet werden, auch dann nicht, wenn noch Insulin

(Humalog) enthalten ist.

Das Medikament darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Was ist in Humalog enthalten?

Humalog 100 I.E./ml

Insulin Lispro 100 I.E./ml: 1 ml Lösung enthält 100 I.E. Insulin lispro,

Hilfsstoffe: Glycerin, Natriumphosphat, Zink, Konservierungsmittel: Metakresol 3.15 mg.

Humalog 100 I.E./ml Mix 25

Insulin Lispro 100 I.E./ml: 1 ml Suspension enthält 100 I.E. Insulin lispro (25% Insulin lispro gelöst

und 75% Insulin lispro Protaminsulfat Suspension).

Hilfsstoffe: Protaminsulfat, Glycerin, Zink, Natriumphosphat, Konservierungsmittel: Metakresol

1.76 mg, Phenol 0.71 mg.

Humalog 100 I.E./ml Mix 50

Insulin Lispro 100 I.E./ml: 1 ml Suspension enthält 100 I.E. Insulin lispro (50% Insulin lispro gelöst

und 50% Insulin lispro Protaminsulfat Suspension).

Hilfsstoffe: Protaminsulfat, Glycerin, Zink, Natriumphosphat, Konservierungsmittel: Metakresol

2.20 mg, Phenol 0.89 mg.

Zulassungsnummer

53553, 54762, 54763 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Humalog? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliches Rezept.

Humalog 100 I.E./ml

Packungen mit 5 Patronen zu 3,0 ml (für 3,0 ml Pen)

Humalog 100 I.E./ml Mix 25

Packungen mit 5 Patronen zu je 3,0 ml (für 3,0 ml Pen)

Humalog 100 I.E./ml Mix 50

Packungen mit 5 Patronen zu je 3,0 ml (für 3,0 ml Pen)

Weitere Darreichungsformen mit separater Patienteninformation:

Humalog 100 I.E./ml Durchstechflaschen zu 10 ml

Fertigspritzen Humalog 100 I.E./ml KwikPen; Humalog 100 I.E./ml Mix 25 KwikPen; Humalog 100

I.E./ml Mix 50 KwikPen zu 3,0 ml

Fertigspritzen Humalog 200 I.E./ml KwikPen zu 3,0 ml

Zulassungsinhaberin

Eli Lilly (Suisse) SA Vernier/Genève.

Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2016 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

Gebrauchsanweisung/ Handhabung

Klare Insuline: Humalog 100 I.E./ml Patronen

Inspizieren Sie die Humalog 100 I.E./ml-Zubereitungen: Humalog 100 I.E./ml - Zubereitungen

müssen klar und farblos sein. Verwenden Sie Humalog 100 I.E./ml nicht, wenn die Lösung trübe

oder eingedickt ist, eine leichte Färbung aufweist oder feste Partikel enthält.

Trübe Insuline: Humalog 100 I.E./ml Mix 25 oder Humalog 100 I.E./ml Mix 50 Patronen

Humalog 100 I.E./ml Mix 25- oder Humalog 100 I.E./ml Mix 50- Zubereitungen sind weisse

Suspensionen d.h. sie sehen milchig weiss aus.

Die Patronen sollten vor Gebrauch überprüft werden und dürfen nicht verwendet werden, falls

Klumpen vorhanden sind oder weisse Pulverteilchen an Zylinderboden oder -wand kleben, welche

einen «gefrorenen» Eindruck machen.

A. Vorbereitung einer Injektion mit Pen

Die Patronen sollten nur mit einem geeigneten Lilly Pen verwendet werden. Vor der Verwendung

(Einsetzen der Patrone, Befestigen der Nadel und Verabreichen der Insulininjektion) ist die

Gebrauchsanleitung des Pens genauestens zu beachten. Die folgenden Instruktionen sind allgemeiner

Natur; die dem Pen-System beigefügten Anweisungen des Herstellers sind zu befolgen.

Humalog 100 I.E./ml Mix 25 und Humalog 100 I.E./ml Mix 50

Patronen, welche Humalog 100 I.E./ml Mix 25 oder Humalog 100 I.E./ml Mix 50 enthalten, sollten

unmittelbar vor Gebrauch 10x zwischen den Handflächen gerollt und dann 10x gekippt (180°-

Winkel) werden, um das Insulin zu resuspendieren bis es einheitlich wolkig oder milchig erscheint.

Ist dies nicht der Fall, ist das genannte Prozedere zu wiederholen bis der Inhalt vollständig gemischt

ist. Nicht stark schütteln, da dies Schaumbildung bewirken und damit die korrekte Dosierung stören

kann.

B. Injektion einer Insulindosis mittels Pen

1.Hände waschen.

2.Einen geeigneten Injektionsort wählen.

3.Haut mit einem Alkoholtupfer desinfizieren.

4.Nadel gemäss Bedienungsanleitung des zur Injektion verwendeten Pens aufsetzen.

5.Äussere Nadelkappe abnehmen.

6.Haut dehnen oder eine grössere Hautfalte bilden, um die Haut am Injektionsort zu stabilisieren.

Nadel entsprechend den Anweisungen des Arztes einstechen.

7.Spannknopf drücken.

8.Nadel herausziehen; einige Sekunden lang einen sanften Druck auf den Injektionsort ausüben. Der

Injektionsort darf nicht gerieben werden.

9.Nach Aufsetzen der äusseren Nadelschutzkappe die Nadel abschrauben und sicher entsorgen.

10.Bei jeder Injektion ist die Einstichstelle zu wechseln, so dass ein- und dieselbe Stelle nicht

häufiger als einmal pro Monat verwendet wird.

Anwendung von Humalog 100 I.E./ml mittels einer Insulin- Infusionspumpe

Nicht geeignet für Humalog 100 I.E./ml Mix 25, Humalog 100 I.E./ml Mix 50!

Zur Infusion von Insulin lispro können nur bestimmte CE zertifizierte Insulin-Infusionspumpen

verwendet werden. Bevor Sie Insulin lispro mittels Infusionspumpe anwenden, lesen Sie die

Bedienungsanleitung des Herstellers, um sicherzustellen, ob sich Ihre Pumpe eignet oder nicht.

Lesen und befolgen Sie die den Infusionspumpen beigelegten Anweisungen.

·Vergewissern Sie sich, dass Sie die für diese Pumpe vorgesehenen Vorratsbehälter und Katheter

benützen.

·Wechseln Sie das Infusionsset alle 48 Stunden aus. Legen Sie das Infusionsset unter keimfreien

Bedingungen an.

·Im Falle einer Unterzuckerung sollte die Infusion unterbrochen werden, bis die Episode behoben ist.

Falls wiederholte oder schwere niedrige Blutzuckerspiegel auftreten, informieren Sie bitte Ihren Arzt

oder Ihr Krankenhaus und ziehen Sie die Notwendigkeit einer Minderung oder einer Unterbrechung

der Insulininfusion in Betracht.

·Ein Defekt an der Pumpe oder ein Verschluss des Infusionssets kann zu einem raschen Anstieg des

Glukosespiegels führen. Falls Sie vermuten, dass der Insulinfluss unterbrochen ist, folgen Sie den

Hinweisen in der Gebrauchsanleitung und informieren Sie - wenn nötig - Ihren Arzt oder Ihr

Krankenhaus.

·Wenn Humalog 100 I.E./ml mittels einer Insulin Infusionspumpe verabreicht wird, darf es nicht mit

einem anderen Insulin gemischt werden.