Insulin Aventis Insuman Basal U-100 Cartouches

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Insulin Aventis Insuman Basal U-100 Cartouches injizierbare suspension
  • Darreichungsform:
  • injizierbare suspension
  • Zusammensetzung:
  • insulinum Menschen (GT) ADNr isophanum 100 U. I., protamini sulfas, Zink, glycerolum, natrii phosphates oder, conserv.: metacresolum 1,5 mg, phenolum 0,6 mg, Wasser für iniectabilia q.s. um die suspension für 1 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Insulin Aventis Insuman Basal U-100 Cartouches injizierbare suspension
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Biotechnologika
  • Therapiebereich:
  • Diabetes mellitus

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 53964
  • Berechtigungsdatum:
  • 26-03-1999
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Insuman®

Sanofi-Aventis (Suisse) SA

Was ist Insuman und wann wird es angewendet?

Insuman enthält Insulin, das gentechnologisch hergestellt wird und mit dem körpereigenen Insulin

identisch ist (Humaninsulin), in einer Konzentration von 100 Internationalen Einheiten (I.E.) pro

Milliliter.

Insuman wird zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) auf Verschreibung des Arztes

oder der Ärztin eingesetzt. Insuman Rapid eignet sich auch zur Behandlung (in einer Klinik oder

unter ähnlichen Bedingungen) einer schweren Hyperglykämie (stark erhöhter Blutzucker) und

Ketoazidose (Anhäufung von Säure im Blut, weil der Körper bei schwerem Insulinmangel Energie

aus Fett statt aus Zucker gewinnt) sowie zur Blutzuckereinstellung vor, während und nach

Operationen.

Was sollte dazu beachtet werden?

Halten Sie sich gewissenhaft an die mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin besprochenen Regeln für

Insulingabe, Überwachung (Blut- und Urintests), Ernährungsweise und körperliche Aktivität

(körperliche Arbeit, Bewegung).

Eine Änderung der Behandlung und Überwachung kann notwendig werden, wenn Sie

Ernährungsweise, Aktivität oder Tagesablauf ändern (z.B. bei Urlaub, Krankheit). Bei vielen

Erkrankungen und grösseren Verletzungen besteht die Gefahr von Hyperglykämie und Ketoazidose

oder wenn Sie nicht genug essen, auch die Gefahr von Unterzuckerungen. Bitte informieren Sie in

allen diesen Fällen Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Wenden Sie sich bitte sofort an einen Arzt, bzw. eine

Ärztin, wenn Sie Probleme mit Ihrem Blutzucker haben.

Bei Arztwechsel (Spitalaufenthalt, Urlaub) müssen Sie den behandelnden Arzt bzw. die Ärztin auf

Ihre Zuckerkrankheit hinweisen.

Klären Sie vor Reisen alle Fragen, die Ihre Behandlung betreffen, mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

Denken Sie dabei an: Verfügbarkeit Ihres Insulins im besuchten Land, ausreichenden Vorrat (Insulin,

Injektionszubehör usw.), richtige Aufbewahrung des Insulins während der Reise, Essens- und

Insulinzeiten während der Reise, Umstellung auf andere Zeitzonen und mögliche neue

Gesundheitsrisiken in den besuchten Ländern.

Wann darf Insuman nicht angewendet werden?

Wenn Sie gegen das Insulin oder einen der Hilfsstoffe (siehe «Was ist in Insuman enthalten?»)

allergisch sind, dürfen Sie es normalerweise nicht bzw. nicht weiter verwenden. Brechen Sie die

Behandlung jedoch nicht einfach ab, wenn Sie eine Allergie vermuten! Denn dies könnte zu einer

lebensbedrohlichen Hyperglykämie und Ketoazidose führen! Wenden Sie sich sofort an einen Arzt

bzw. eine Ärztin. Er bzw. sie wird feststellen, ob es sich tatsächlich um eine Allergie handelt, und

Ihnen sagen, was zu tun ist.

Spritzen Sie kein Insulin, wenn Sie vermuten oder wissen, dass Sie eine Unterzuckerung

(Hypoglykämie) haben.

Verwenden Sie Insuman Rapid, Comb 25 und Basal nicht in Infusionspumpen oder in Insulin-

Infusionssystemen. Hierfür gibt es die spezielle Insulinzubereitung Insuman Infusat. Spritzen Sie

Insuman Basal und Comb 25 nicht in eine Vene.

Wann ist bei der Anwendung von Insuman Vorsicht geboten?

Beim mit Insulin behandelten Zuckerkranken besteht grundsätzlich das Risiko der Unterzuckerung

(Hypoglykämie), besonders bei unregelmässigen Injektionen, unregelmässiger Nahrungsaufnahme,

bei stark schwankenden oder bei durchschnittlich tiefen Blutzuckerwerten sowie zu

Behandlungsbeginn. Dies kann ihre Sicherheit z.B. beim Führen eines Autos oder beim Bedienen

von Maschinen beeinträchtigen. Alkoholkonsum erhöht die Gefährdung zusätzlich, indem er in der

Leber den Abbau von Stärke zu Zucker hemmt.

Vorsicht ist auch geboten, wenn Sie früher schwere Hypoglykämien durchgemacht haben, oder wenn

Sie, z.B. mit Mehrfachinjektionen nach dem Basis-Bolussystem (mit Pens), eine besonders tiefe

Blutzuckereinstellung zu erreichen versuchen.

Wenn Sie eine Verengung der Blutgefässe haben, die das Herz oder Gehirn versorgen, oder wenn Sie

eine bestimmte Augenerkrankung haben (proliferative Retinopathie), wird Ihnen Ihr Arzt

möglicherweise von einer strengen Blutzuckereinstellung abraten. Eine Unterzuckerung kann in

diesen Fällen ein Risiko für Ihr Herz, Ihr Gehirn oder Ihre Augen darstellen.

Wenn Ihre Leber oder Nieren nicht vollständig arbeiten oder wenn Sie in einem fortgeschrittenen

Alter sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, da Sie möglicherweise eine niedrigere Insulindosis

benötigen.

Abgeschwächte Warnsymptome der Unterzuckerung (Hypoglykämie):

In gewissen Situationen, insbesondere bei der Umstellung auf ein anderes Insulin, können die

Warnsymptome der Hypoglykämie abgeschwächt sein, so dass diese überraschend auftreten kann:

siehe unter «Nebenwirkungen».

Um der Hypoglykämie vorbeugen zu können, sollten Sie Trauben- oder Würfelzucker o.ä. mit sich

tragen und bei ersten Anzeichen einnehmen. Sie sollten Ihren Diabetikerausweis immer mit sich

führen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie gleichzeitig

andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden (Externa).

Dies ist wichtig, weil diese die Wirkung von Insulin und/oder den Blutzuckerspiegel beeinflussen

können. In diesem Fall kann es notwendig sein, die verabreichte Insulinmenge entsprechend

anzupassen, um zu niedrige oder zu hohe Blutzuckerspiegel zu vermeiden. Berücksichtigen Sie dies

nicht nur dann, wenn Sie ein neues Arzneimittel einnehmen, sondern auch, wenn Sie es wieder

absetzen.

Die nachfolgende Liste erwähnt Beispiele von Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln; Ihr

Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin ist im Besitz einer ausführlichen Liste!

Zu den Arzneimitteln, die den Blutzucker senken können, zählen neben anderen Antidiabetika u.a.

gewisse Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks, von Infektionskrankheiten, von

Depressionen, und von Fieber/Schmerzen (Aspirin). Alkohol kann eine Hypoglykämie

(Unterzuckerung) gefährlich verstärken. β-Blocker können die Anzeichen einer Hypoglykämie

abschwächen oder maskieren.

Zu den Arzneimitteln, die den Blutzucker erhöhen können, zählen u.a. orale Kontrazeptiva,

Kortikosteroide, gewisse AIDS-, Asthma- oder Allergiebehandlungen, sowie gewisse Neuroleptika

und Diuretika.

Marihuana-Konsum kann auch einen erhöhten Blutzucker verursachen (andere illegale Substanzen

wurden nicht getestet).

Mit einigen Arzneimitteln kann der Blutzucker sowohl ansteigen als auch abfallen.

Fragen Sie immer nach möglichen Wechselwirkungen, wenn Ihnen ein Arzneimittel neu

verschrieben wird oder Sie in einer Apotheke ein Heilmittel kaufen. Denken Sie daran, dass

Interaktionen mit anderen Heilmitteln nicht immer voraussagbar sind und dass Blutzuckermessungen

häufig stattfinden sollten.

Nehmen Sie andere Arzneimittel grundsätzlich nur nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin

ein. Weil Alkohol weniger gut vertragen wird, ist die erlaubte Menge mit dem Arzt oder der Ärztin

abzustimmen.

Ihre Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit kann eingeschränkt sein, wenn Sie einen zu niedrigen

(Hypoglykämie) oder zu hohen (Hyperglykämie) Blutzucker haben, oder an Sehstörungen leiden.

Dadurch kann die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen und die Fahrtüchtigkeit

beeinträchtigt sein.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden oder Allergien haben.

Darf Insuman während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Insuman ist bei Diabetes mellitus für die Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit geeignet.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder schwanger

geworden sind. Der Insulinbedarf kann im ersten Drittel der Schwangerschaft etwas absinken,

danach steigt er an; er vermindert sich wieder nach der Geburt. Hyperglykämie und Ketoazidose

sowie Unterzuckerung können dem Kind schaden, daher muss Ihr Blutzucker besonders sorgfältig

eingestellt und überwacht werden.

Wenn Sie stillen, kann eine Anpassung Ihrer Insulindosis und Diät erforderlich werden.

Wie verwenden Sie Insuman?

Die Behandlung muss von einem Arzt oder einer Ärztin eingeleitet und überwacht werden. Er bzw.

sie wird in Kenntnis Ihrer Lebensweise und auf Grundlage von Blutzuckerbestimmungen ermitteln,

welche Art von Insulin sich für Sie eignet, wieviel Sie pro Tag brauchen und wann Sie es spritzen

müssen.

Die einzelnen Insulingaben richten sich nach den Ergebnissen vorausgegangener

Blutzuckerbestimmungen, sowie danach, was Sie an körperlicher Aktivität planen und essen werden.

Im Allgemeinen wird Insuman vor den Mahlzeiten unter die Haut gespritzt. Der Spritz-Essabstand

beträgt für Insuman Rapid 15 - 20 Min., für Comb 25, 30 - 45 Min. und für Basal 45 - 60 Min.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin teilt Ihnen mit, wie und wohin Sie sich spritzen sollen. Wechseln Sie die

Einstichstelle innerhalb des Hautbereiches, in den Sie spritzen, bei jeder Insulingabe. Wechseln Sie

den Hautbereich (z.B. von Bauchwand zu Oberschenkel) aber nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt

oder Ihrer Ärztin. Er bzw. sie teilt Ihnen auch mit, wie oft und wann Blutzuckermessungen

notwendig sind, sowie wann Sie Urintests auf Ketonkörper durchführen müssen, falls dies

erforderlich sein sollte.

Insuman in Kartuschen wurde zur Verwendung mit wiederverwendbaren Pens wie ClikSTAR,

AllStar PRO und JuniorSTAR entwickelt. Die Genauigkeit der Dosierung wurde nur mit diesen

Pens überprüft. Sie müssen mit seiner Handhabung vertraut sein und wissen, wie man mögliche

Funktionsstörungen erkennt und was dann zu tun ist. Bei einer Funktionsstörung des Pens kann die

Lösung bzw. Suspension auch aus der Kartusche in eine Spritze, die für die Insulinkonzentration 100

I.E./ml bestimmt ist, aufgezogen und injiziert werden. Es empfiehlt sich, die Kartusche vor dem

Einsetzen in den ClikSTAR, den AllStar PRO oder den JuniorSTAR 1 - 2 Stunden bei

Raumtemperatur aufzubewahren.

Insulinsuspensionen (Insuman Comb 25 und Basal) müssen vor der Injektion gut vermischt werden;

dies wird am besten erreicht durch langsames Kippen (mindestens 10 mal) des ClikSTAR, des

AllStar PRO bzw. des JuniorSTAR in der Hand. Nach Resuspension muss die Flüssigkeit

gleichmässig milchig-weiss sein. Lässt sich dies nicht erreichen, d.h. bleibt die Flüssigkeit z.B. klar

oder finden sich Klümpchen, Plättchen oder Ausflockungen in der Flüssigkeit oder an der Glaswand,

so darf das Präparat nicht verwendet werden.

Insuman Rapid darf nur verwendet werden, wenn es klar, farblos und wie Wasser ist, und keine

Teilchen darin schwimmen oder liegen.

Entfernen Sie vor dem Spritzen die Luftblasen. Das genaue Vorgehen ist in der Bedienungsanleitung

des ClikSTAR, des AllStar PRO und des JuniorSTAR beschrieben.

Besprechen Sie im voraus mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, was Sie tun müssen, wenn Sie zuviel

Insulin gegeben oder eine Insulingabe vergessen haben. Die vom Arzt bzw. von der Ärztin

festgelegte Einstellung (tägliche Insulindosis, Diät und gewohnte körperliche Betätigung) ist

gewissenhaft einzuhalten und darf nicht eigenmächtig geändert werden. Wenn Sie glauben, das

Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw.

mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Die Gabe von Insuman Rapid in eine Vene (z.B. bei schwerer Hyperglykämie und Ketoazidose)

erfordert Erfahrung und spezielle Sicherheitsvorkehrungen. Sie muss daher in einer Klinik oder unter

ähnlichen Bedingungen erfolgen.

Welche Nebenwirkungen kann Insuman haben?

Bei der Verabreichung wurde über versehentliches Vertauschen von Insulin mit anderen

Formulierungen von Insuman oder anderen Insulinen berichtet. Um Medikationsfehler bei den

verschiedenen Insulinformen zu vermeiden, sollten Sie stets vor der Injektion das Etikett des Insulins

überprüfen.

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Insuman auftreten:

1.Die wichtigste, plötzlich auftretende und gesundheitsgefährdende unerwünschte Wirkung einer

Insulinbehandlung ist die Unterzuckerung (Hypoglykämie). Sie ist im allgemeinen gekennzeichnet

durch einen Blutzuckerabfall unter 2-3 mmol/l.

a) Folgende Anzeichen weisen auf eine Hypoglykämie hin:

Schwitzen, Hungergefühl, Zittern (sogenannte vegetative Warnsymptome, die durch die

Gegenreaktion des Körpers auf die Unterzuckerung entstehen), Herzklopfen, Kopfschmerzen, sowie

Konzentrationsstörungen, auffälliges Verhalten und Bewusstseinsstörungen (Reizbarkeit,

Aggressivität, Verwirrtheit, Benommenheit) und Koordinations-, Seh- oder Sprachstörungen. Wird

die Behandlung unterlassen, kann es zur Bewusstlosigkeit kommen. Diese Zeichen entstehen, weil

das Gehirn zuwenig Zucker erhält.

b) Abgeschwächte veränderte Warnzeichen der Hypoglykämie:

Besonders bei Einstellung auf tiefe Blutzuckerwerte, aber auch bei lange bestehender

Zuckerkrankheit, bei Präparatewechsel u.a. können die vegetativen Warnsymptome der

Hypoglykämie abgeschwächt sein (siehe oben). Dies wurde von einigen Patienten nach Umstellung

von tierischem auf humanes Insulin, aber auch sonst gelegentlich bei Präparatewechsel, beobachtet.

Eine Hypoglykämie kann sich dann auch primär und überraschend durch Konzentrationsstörungen,

auffälliges Verhalten und Bewusstseinsstörungen anzeigen, die dazu führen können, dass Sie u. U.

nicht früh genug mit Einnahme von Zucker reagieren. Achten Sie selbst auf diese veränderten

Symptome und weisen Sie auch ihre Umgebung darauf hin.

Die Umstellung auf ein anderes Insulinpräparat soll nur unter sorgfältiger ärztlicher Kontrolle und

nach entsprechender Instruktion erfolgen. Auch Dosis und Zeitpunkt der Injektion sollen nur nach

Absprache mit dem Arzt oder auf seine Anweisung geändert werden.

c) Behandlung der Hypoglykämie:

Nehmen Sie bei ersten Anzeichen Trauben- oder Würfelzucker (mindestens 2 - 4 Stück) ein. Bei

noch erhaltenem Bewusstsein kann Würfelzucker auch durch eine Fremdperson zwischen Wange

und Zahnreihe gelegt werden. Bei schweren Fällen eventuell Glucagon 0,5 - 1 mg durch eine

Hilfsperson oder den Arzt injizieren lassen, wonach Sie sobald als möglich

Zucker/kohlenhydratreiche Nahrung (Brot, Obst) einnehmen.

d) Ursachen der Hypoglykämie:

Insbesondere das Auslassen einer Mahlzeit, aussergewöhnliche körperliche Anstrengung, Erbrechen,

allenfalls Durchfall oder eine Insulinüberdosierung kommen in Frage, ebenso Erkrankungen, die den

Insulinbedarf vermindern, oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Nach jeder schweren

Hypoglykämie ist der Arzt oder die Ärztin zu informieren, und die Blutzuckereinstellung ist zu

überprüfen.

2.Ein Ansteigen des Blutzuckers auf überhöhte Werte kann innert Stunden oder 1 Tag zum

diabetischen Coma mit Bewusstlosigkeit führen. Als Ursache kommen Diätfehler, Auslassen oder

Verringern der Insulininjektionen oder Missachten eines erhöhten Insulinbedarfs (Infektionen mit

oder ohne Fieber) in Frage. Nehmen Sie bei folgenden Anzeichen sofort mit Ihrem Arzt oder Ihrer

Ärztin Kontakt auf: zunehmender Durst, grosse Urinmengen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, schnelle

und tiefe Atmung, hohe Glukosewerte im Blut, hohe Glukose- und Acetonwerte im Urin.

3.Weitere Nebenwirkungen: Eine stärkere Verbesserung oder Verschlechterung der

Blutzuckereinstellung kann eine vorübergehende Verschlechterung der Sehkraft und Sehstörungen

hervorrufen.

An der Einstichstelle kann es zu leichten und vorübergehenden Rötungen kommen. Allergische

Reaktionen (Juckreiz, Quaddeln, Rötung, Verhärtung, Knoten in oder unter der Haut, starke

Schmerzen bei Insulingabe), die sich auch auf die Umgebung der Einstichstelle ausbreiten, sind

selten. Nur sehr selten kommt es zu schweren Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautausschlag,

Haut- und Schleimhautschwellungen, Atemnot, Blutdruckabfall), die in Ausnahmefällen

lebensbedrohlich werden können (Kreislaufzusammenbruch).

Wenn Sie Insulin zu häufig an dieselbe Hautstelle spritzen, kann das Fettgewebe unter der Haut

schrumpfen oder auch wachsen (sog. Lipodystrophie). Insulin, das an dieser Stelle gespritzt wird,

wirkt möglicherweise schlechter. Ein ständiger Wechsel der Infusionsstelle kann helfen, diese

Fettgewebsveränderungen zu vermeiden.

Selten bis gelegentlich kann die Insulinbehandlung auch zu vorübergehenden Wassereinlagerungen

im Körper führen, die sich als Schwellungen im Bereich der Unterschenkel und Knöchel äussern

können.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, wenn Sie eine Nebenwirkung bemerken. Informieren

Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin sofort, wenn diese Reaktionen schwer sind oder plötzlich auftreten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Insuman muss vor direktem Licht geschützt, bei + 2 °C bis + 8 °C (im Kühlschrank) aufbewahrt

werden. Nicht gefrieren lassen! Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP»

bezeichneten Datum verwendet werden. Im Gebrauch befindliche Kartuschen (in den ClikSTAR, in

den AllStar PRO oder in den JuniorSTAR eingesetzte und als Reserve mitgeführte) können bei

Raumtemperatur (bis 25 °C) aufbewahrt und bis zu 4 Wochen verwendet werden. Im Gebrauch

befindliche ClikSTAR, AllStar PRO und JuniorSTAR dürfen nicht im Kühlschrank aufbewahrt

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Insuman enthalten?

Insuman Rapid

1 ml neutrale Lösung enthält 100 I.E. Humaninsulin (100% gelöstes Insulin); Hilfsstoffe: Glycerol,

Natriumphosphate; Konservierungsmittel: Metacresol.

Insuman Comb 25

1 ml neutrale Suspension enthält 100 I.E. Humaninsulin (25% gelöstes und 75% kristallines Insulin);

Hilfsstoffe: Glycerol, Protaminsulfat, Zink, Natriumphosphate; Konservierungsmittel: Metacresol,

Phenol.

Insuman Basal

1 ml neutrale Suspension enthält 100 I.E. Humaninsulin (100% kristallines Insulin); Hilfsstoffe:

Glycerol, Protaminsulfat, Zink, Natriumphosphate; Konservierungsmittel: Metacresol, Phenol.

Zulassungsnummer

53960, 53962, 53964 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Insuman? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliches Rezept.

Insuman Rapid, Comb 25 und Basal sind in folgenden Packungen erhältlich:

5 Kartuschen zu 3 ml (300 I.E.) für den ClikSTAR, den AllStar PRO und den JuniorSTAR.

Zulassungsinhaberin

sanofi-aventis (schweiz) ag, 1214 Vernier/GE.

Diese Packungsbeilage wurde im Januar 2018 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

27-7-2018

Dringende Sicherheitsinformation zu IMMULITE / IMMULITE 1000 Insulin, IMMULITE 2000 / 2000 XPi Insulin von Siemens Healthcare Diagnostics Inc. Tarrytown

Dringende Sicherheitsinformation zu IMMULITE / IMMULITE 1000 Insulin, IMMULITE 2000 / 2000 XPi Insulin von Siemens Healthcare Diagnostics Inc. Tarrytown

Weitere Informationen sowie Details zum Produkt entnehmen Sie bitte der anliegenden Kundeninformation des Herstellers.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

6-8-2018

Insulin lispro Sanofi (Sanofi-Aventis groupe)

Insulin lispro Sanofi (Sanofi-Aventis groupe)

Insulin lispro Sanofi (Active substance: insulin lispro) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)5375 of Mon, 06 Aug 2018

Europe -DG Health and Food Safety

19-6-2018

Insuman (Sanofi-Aventis Deutschland GmbH)

Insuman (Sanofi-Aventis Deutschland GmbH)

Insuman (Active substance: human insulin) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)3889 of Tue, 19 Jun 2018

Europe -DG Health and Food Safety