Insidon

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Insidon Dragees
  • Darreichungsform:
  • Dragees
  • Zusammensetzung:
  • opipramoli dihydrochloridum 50 mg, excipiens pro compresso Dunst.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Insidon Dragees
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Thymolepticum, Sedativum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 28053
  • Berechtigungsdatum:
  • 12-10-1961
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Patienteninformation

Transferiert von Gebro Pharma AG

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie die Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen. Dieses

Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden, und Sie dürfen es nicht an andere Personen

weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen das

Arzneimittel schaden. Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später

nochmals lesen.

Insidon®

Was ist Insidon und wann wird es angewendet?

Insidon besitzt beruhigende, stimmungshebende sowie angst- und spannungslösende Eigenschaften

und wird auf Verschreibung des Arztes, bzw. der Ärztin angewendet bei

-Verstimmungszuständen, einhergehend mit Angst, Unruhe, Spannung, Schlafstörungen,

Niedergeschlagenheit und Bedrücktheit,

-psychosomatischen Erkrankungen sowie Verstimmungszuständen bei Erkrankungen des

Herzkreislaufsystems, des Magen-Darmtraktes, der Haut, im Klimakterium und bei Kopfschmerzen.

Was sollte dazu beachtet werden?

Wichtig ist, dass Sie und Ihre Familienangehörigen oder Betreuungspersonen während der Insidon-

Behandlung jede Veränderung Ihrer Gemütslage mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin besprechen.

Wann darf Insidon nicht eingenommen/angewendet werden?

Unter folgenden Umständen dürfen Sie Insidon nicht einnehmen:

-bei Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff oder einen der Hilfsstoffe von Insidon oder auf andere

Arzneimittel gegen Depressionen,

-wenn Sie vor kurzem einen Herzinfarkt erlitten haben,

-bei akuter Vergiftung mit Schlafmitteln, Schmerzmitteln, Psychopharmaka sowie Alkohol,

-wenn Sie sog. Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) gegen Depressionen oder Parkinson-

Krankheit einnehmen.

Informieren Sie deshalb Ihren Arzt, bzw. Ihre Ärztin, wenn diese Situationen auf Sie zutreffen.

Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird die Anwendung von Insidon nicht empfohlen.

Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Insidon Vorsicht geboten?

Bei gleichzeitiger Einnahme von Insidon und anderen Arzneimitteln (z.B. Arzneimittel gegen

Epilepsie, Parkinson-Krankheit, Allergien, Gemütserkrankungen oder Herzrhythmusstörungen,

Schlaf- und Beruhigungsmittel, andere Arzneimittel gegen Depressionen, Blutverdünner,

magensäurehemmende Arzneimittel, blutdrucksteigernde oder -senkende Arzneimittel) kann es zu

gegenseitiger Beeinflussung kommen. Teilen Sie deshalb Ihrem Arzt mit, wenn Sie gleichzeitig

andere Arzneimittel einnehmen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder

Apothekerin auch, wenn Sie Ohnmachtsanfälle haben, an anderen Krankheiten leiden, Allergien

haben oder an Zuckerunverträglichkeit leiden (z.B. Laktose, Sucrose). Insidon sollten Sie erst nach

eingehender ärztlicher Prüfung einnehmen, wenn Sie an folgenden Erkrankungen leiden:

-erhöhtem Augeninnendruck (z.B. Grüner Star),

-Abflussstörungen der Blase (z.B. Erkrankung der Prostata),

-schweren Leber- oder Nierenerkrankungen,

-Neigung zu Krampfanfällen (z.B. bei Epilepsien, Alkoholismus),

-Herz-Kreislauf-Erkrankungen,

-Schilddrüsenerkrankung,

-allergischen Hautreaktionen.

Unter der Behandlung mit Insidon können sich die Symptome der Depression, insbesondere

suizidalen Verhaltens, verschlechtern. In diesem Fall sollten Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre

Ärztin kontaktieren. Ein Abbruch der Behandlung darf nicht plötzlich und nur in Absprache mit

Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin erfolgen, da es sonst zu Entzugssymptomen kommen kann. Bei

Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren mit Depressionen oder anderen

psychiatrischen Diagnosen wurde unter der Behandlung mit Antidepressiva über ein vermehrtes

Auftreten von Verhaltensstörungen inkl. erhöhtem Risiko von Suizidgedanken, Selbstverletzungen

und vollendetem Suizid berichtet. Das haben Daten aus klinischen Studien gezeigt. Wenn bei Ihnen

ein chirurgischer Eingriff unter örtlicher Betäubung oder Narkose vorgenommen wird, informieren

Sie Ihren Arzt, bzw. Ihre Ärztin, dass Sie Insidon einnehmen. Wichtig ist, dass Sie während der

Insidon-Behandlung jede Verschlechterung Ihrer Gemütslage mit Ihrem Arzt, bzw. Ihrer Ärztin

besprechen. Während der Behandlung mit Insidon sollte das Blutbild kontrolliert werden. Dieses

Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder

Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen. Da Insidon die Wirkung von Alkohol verstärken kann,

sollte während der Behandlung kein Alkohol getrunken werden. Informieren Sie Ihren Arzt oder

Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien

haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen.

Darf Insidon während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Wenn Sie schwanger sind oder mit einer Schwangerschaft rechnen, sollten Sie Insidon nicht

einnehmen, es sei denn auf spezielle Verschreibung Ihres Arztes, bzw. Ihre Ärztin. Der Wirkstoff

von Insidon geht in die Muttermilch über. Deshalb sollten Mütter, die Insidon nehmen nicht stillen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

Wie verwenden Sie Insidon?

Die Behandlung ist grundsätzlich von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin zu überwachen, die Dosierung ist

individuell abzustimmen. Halten Sie sich bitte genau an die Anordnungen Ihres Arztes bzw. Ihrer

Ärztin. Er/sie wird die für Ihre persönliche Situation am besten geeignete Dosierung verordnen. Die

Dragées sollten mit etwas Flüssigkeit zu oder nach den Mahlzeiten eingenommen werden. Je nach

der verschriebenen Dosis erfolgt die Einnahme nur einmal täglich abends oder zweimal täglich

morgens und abends oder dreimal täglich morgens, mittags und abends. Da die Wirkung von Insidon

und die Gesamtumstimmung allmählich erfolgen, sollte das Arzneimittel während mindestens 2

Wochen regelmässig eingenommen werden. Eine durchschnittliche Behandlungsdauer von 1–2

Monaten ist ratsam. Wenn die Behandlung mit Insidon beendet wird, sollte das Arzneimittel langsam

abgesetzt werden. Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben,

das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker

bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Insidon haben?

Die meisten unerwünschten Wirkungen sind in der Regel mild und verschwinden bei Fortsetzung der

Therapie oder nach Herabsetzung der Dosis. Häufig treten Schläfrigkeit und Benommenheit auf,

gelegentlich Müdigkeit, Schwindel, Sehstörungen (zu Beginn der Behandlung), Mundtrockenheit,

verstopfte Nase, Blutdrucksenkung und Herzklopfen. Selten sind Verwirrung, Erregung, Unruhe und

Angst, Kopfschmerzen, Muskelzittern, Kribbeln, taubes Gefühl, Verstopfung, verschwommenes

Sehen, Störungen beim Wasserlassen, Pupillenerweiterung, Herzrhythmusstörungen,

Blutdruckerhöhung, allergische Hautreaktionen, Ausschlag mit oder ohne Juckreiz, Ödeme

(Wasseransammlung im Gewebe), Übelkeit, Erbrechen, Magenbeschwerden, Geschmacksstörungen,

Libido- oder Potenzstörungen, Gewichtsveränderungen, Schwitzen, Gelbsucht, Haarausfall,

Milchfluss aus der Brust. Es wurde ein erhöhtes Risiko von Knochenbrüchen bei Patienten und

Patientinnen im Alter über 50 Jahren, welche diese Art von Arzneimittel nehmen, beobachtet. Wenn

sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Für Kinder unerreichbar aufbewahren. Das Arzneimittel soll nicht über 25 °C aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder

Apothekerin, die über die ausführliche Fachinformation verfügen.

Was ist in Insidon enthalten?

1 Dragée enthält 50 mg Opipramol-Dihydrochlorid sowie Lactose und weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

28053 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Insidon? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliches Rezept. Packungen zu 30 und 200 Dragées.

Zulassungsinhaberin

Medius AG, 4132 Muttenz

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.