Inhibace 0

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Inhibace 0 5 mg, Filmtabletten
  • Darreichungsform:
  • 5 mg, Filmtabletten
  • Zusammensetzung:
  • cilazaprilum anhydricum 0.5 mg ut cilazaprilum, excipiens pro compresso obducto.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Inhibace 0 5 mg, Filmtabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • ACE-Hemmer

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 50373
  • Berechtigungsdatum:
  • 21-02-1990
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Patienteninformation

Inhibace®

Roche Pharma (Schweiz) AG

Was ist Inhibace und wann wird es angewendet?

Inhibace ist ein Arzneimittel zur Behandlung des hohen Blutdruckes und zur Behandlung der

schweren Leistungsschwäche des Herzens. Seine Wirkung beruht auf der Hemmung von

körpereigenen Stoffen, die für den erhöhten Blutdruck oder die Leistungsschwäche des Herzens

mitverantwortlich sind. Dadurch kann der Blutdruck gesenkt und die Leistung des Herzens

verbessert werden.

Inhibace darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Zur Behandlung des hohen Blutdruckes empfiehlt es sich, in Absprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer

Ärztin, neben der Einnahme des Arzneimittels auch Ihr Gewicht zu reduzieren und sich mehr

Bewegung zu verschaffen.

Wann darf Inhibace nicht angewendet werden?

Inhibace darf nicht angewendet werden

·bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Cilazapril, gegen einen der Hilfsstoffe oder gegen

Arzneimittel mit Wirkstoffen der gleichen Klasse,

·in der Schwangerschaft und in der Stillzeit,

·bei Kindern und Jugendlichen,

·bei Blutabflussstörungen aus dem Herzen,

·bei Patienten bzw. Patientinnen, bei denen unter einer früheren Behandlung mit einem ACE-

Hemmer ein angioneurotisches Ödem (Schwellungen im Gesicht oder Hals) aufgetreten.

·falls Sie an Diabetes mellitus (Typ 1 oder Typ 2) oder an eingeschränkter Nierenfunktion leiden und

Aliskiren, einen blutdrucksenkenden Wirkstoff, einnehmen,

·bei gleichzeitiger Anwendung mit Arzneimitteln, welche die Wirkstoffkombination

Sacubitril/Valsartan (eingesetzt zur Behandlung der Herzinsuffizienz) enthalten, da ein erhöhtes

Risiko für Angioödeme (Schwellungen im Gesicht, an Augen, Lippen oder Zunge, Atemprobleme)

besteht.

Wann ist bei der Einnahme von Inhibace Vorsicht geboten?

Inhibace kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen

zu bedienen, beeinträchtigen! Dies gilt in verstärktem Masse bei Behandlungsbeginn und

Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Bei schwerer Leber- oder Nierenerkrankung wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin vor allem zu Beginn der

Behandlung die Dosis entsprechend anpassen.

Wenn Sie unter Schwellungen im Gesicht oder im Hals leiden, sollten Sie dies Ihrem Arzt oder Ihrer

Ärztin mitteilen. Treten diese Schwellungen nach der Einnahme von Inhibace auf, sollten Sie Ihren

Arzt oder Ihre Ärztin umgehend aufsuchen und das Arzneimittel erst wieder einnehmen, wenn Ihnen

der Arzt oder die Ärztin dies gestattet.

Falls Sie operiert werden müssen, sollten Sie dem Arzt oder der Ärztin vorher mitteilen, dass Sie

Inhibace einnehmen.

Die Anwendung von ACE-Hemmern (z.B. Inhibace) in Kombination mit Arzneimitteln, die den

Wirkstoff Aliskiren enthalten, wird nicht empfohlen.

Gewisse Patienten bzw. Patientinnen, die nach der Einnahme von Inhibace eine Dialysebehandlung

(Hämofiltration oder Entfernung von Abbauprodukten aus dem Blut) erhielten, erlitten schwere

allergische Reaktionen. Sie müssen deshalb Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren, falls Sie vor

einer Dialysebehandlung Inhibace einnehmen. Aus dem gleichen Grund müssen Patienten bzw.

Patientinnen den Arzt oder die Ärztin informieren, die sich einer LDL-Apherese (Entfernung von

Fett aus dem Blut durch Filtration) unterziehen, falls Sie Inhibace einnehmen, bevor die Apherese

durchgeführt wird.

Werden Sie dialysiert, nehmen Sie Inhibace nur an den dialysefreien Tagen ein.

Allergische Reaktionen können auch bei Patienten bzw. Patientinnen auftreten, die während der

Behandlung mit einem ACE-Hemmer - zum Beispiel Inhibace - eine Therapie zur Desensibilisierung

mit Wespen- oder Bienengift erhalten. Falls Sie Inhibace einnehmen, müssen Sie dies dem Arzt oder

der Ärztin mitteilen. Bevor Sie mit der Desensibilisierung beginnen, müssen Sie die Einnahme von

Inhibace beenden. Selten kann es auch nach Insektenstichen zu allergischen Reaktionen kommen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, falls Sie Lithium einnehmen, weil bei gleichzeitiger

Gabe von Lithium und Inhibace sich der Lithium-Blutspiegel erhöhen und zu vermehrten Lithium-

bedingten Nebenwirkungen führen kann.

Bestimmte Arzneimittel können die Wirksamkeit von Inhibace beeinflussen, insbesondere

harntreibende Mittel (Diuretika), kaliumhaltige Mittel, Präparate zur Blutzuckersenkung und

bestimmte Rheumamittel inkl. Aspirin, Goldpräparate, Mittel gegen Depression (hier trizyklische

Antidepressiva z.B. Amitryptilin, Clomipramin), Mittel gegen Schizophrenie (psychotrope

Substanzen mit antipsychotischer, sedierender und psychomotorischer Wirkung), Arzneimittel, die

z.B. bei Operationen oder operativen Eingriffen eingesetzt werden, um Bewusstlosigkeit oder

Schmerzunempfindlichkeit zu erzeugen, Mittel zur Anregung des Kreislaufs, der Atmung und des

Herzens (Wirkung auf das vegetative Nervensystem), Mittel zur Stärkung des Herzschlags und der

Senkung der Herzfrequenz (Digitalis-Präparate).

Inhibace enthält Milchzucker (Laktose). Sie sollten das Arzneimittel nicht einnehmen, wenn Sie an

gewissen erblichen Störungen des Stoffwechsels von Zuckern leiden.

Bei Patienten afrikanischer Abstammung mit schwarzer Hautfarbe sind ACE-Hemmer weniger

wirksam in der Blutdrucksenkung. Bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe ist darüber hinaus das

Risiko für das Auftreten von bestimmten Schwellungen, sogenannten Angioödemen, erhöht.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben, oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen

oder äusserlich anwenden!

Dies gilt insbesondere für gewisse Arzneimittel, die bei einigen Krebsarten eingesetzt werden

(sogenannte mTOR-Hemmer), bestimmte Arzneimittel gegen Diabetes (sogenannte DPP IV-

Hemmer) und Arzneimittel mit der Wirkstoffkombination Sacubitril/Valsartan (eingesetzt zur

Behandlung der Herzinsuffizienz).

Darf Inhibace während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Während der Schwangerschaft und Stillzeit darf Inhibace nicht eingenommen werden.

Wie verwenden Sie Inhibace?

Inhibace sollte immer etwa zur gleichen Tageszeit vor oder nach dem Essen, gemäss den Angaben

Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin, eingenommen werden.

Falls Sie die Einnahme von Inhibace an einem Tag vergessen, sollten Sie am darauffolgenden Tag

zur gewohnten Tageszeit die übliche Anzahl Filmtabletten Inhibace einnehmen und auf keinen Fall

die verpasste Dosis nachholen.

Bluthochdruck

Die Dosis von Inhibace wird von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin festgelegt. Sie liegt meistens zwischen

2,5 und 5 mg pro Tag. In besonderen Fällen, zum Beispiel bei schweren Nierenleiden, wird der Arzt

oder die Ärztin Ihnen eine niedrigere Dosierung verschreiben. Zu Beginn der Behandlung wird Ihnen

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin eventuell 1 Filmtablette zu 1 mg Inhibace submite oder ½ Filmtablette zu

2,5 mg (½ Filmtablette Inhibace mite) einmal pro Tag verschreiben.

In manchen Fällen wird der Arzt oder die Ärztin nach einiger Zeit zusätzlich ein wassertreibendes

Arzneimittel (Diuretikum) verordnen, da sich diese beiden Arzneimittel ideal ergänzen. Wenn Sie

vor der Behandlung mit Inhibace bereits Diuretika eingenommen haben, wird der Arzt oder die

Ärztin das Absetzen der Diuretika zwei bis drei Tage vor Beginn der Einnahme von Inhibace

anordnen oder Ihnen ½ Filmtablette zu 1 mg (= ½ Filmtablette Inhibace submite) als erste Dosis in

seiner Praxis verabreichen und dabei den Blutdruck überwachen.

Schwere Herzschwäche

Die Dosis von Inhibace liegt zwischen 0,5 und 2,5 mg pro Tag. Der Arzt oder die Ärztin legt die

genaue Dosis fest und bestimmt eventuell weitere Arzneimittel, die Sie mit Inhibace gemeinsam

einnehmen sollten. Sie müssen sich strikt daran halten.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin

oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Inhibace haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Inhibace auftreten:

Häufig beobachtet werden: Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Benommenheit, Husten,

Übelkeit.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:

Gelegentlich: Hautausschläge, Juckreiz, Schwellungen im Gesicht oder Hals, Geschmacksstörung,

Erbrechen, Durchfall, Herzklopfen, Ohnmacht, Brustschmerzen, niedriger Blutdruck.

Selten: allergische Reaktionen, Ekzeme, akute Oberbauchbeschwerden, Nierenbeschwerden bzw.

Verschlechterung der Nierenfunktion, Blutarmut, akute arterielle Durchblutungsstörung, Herzinfarkt,

Hirninfarkt, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, Leberfunktionsstörungen (ggf. mit Gelbsucht),

Haarausfall.

Diese Nebenwirkungen sind meistens vorübergehend. Lassen Sie sich daher nicht davon abhalten,

Inhibace in der Dosierung einzunehmen, die Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin verschrieben hat. Sollten

jedoch unerwünschte Wirkungen länger andauern oder Sie sehr stören oder wenn Sie

Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker

bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, falls Sie kurz nach der Einnahme von Inhibace an

Schwindel und/oder Ohnmacht leiden sollten. Dies könnte auf einen zu starken Blutdruckabfall

zurückzuführen sein.

Wenn Sie unter Schwellungen im Gesicht oder im Hals leiden, sollten Sie dies Ihrem Arzt oder Ihrer

Ärztin mitteilen. Treten diese Schwellungen nach der Einnahme von Inhibace auf, sollten Sie Ihren

Arzt oder Ihre Ärztin umgehend aufsuchen und das Arzneimittel erst wieder einnehmen, wenn Ihnen

der Arzt oder die Ärztin dies gestattet (siehe auch Kapitel «Wann ist bei der Einnahme von Inhibace

Vorsicht geboten?»).

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Das Arzneimittel ist nicht über 25 °C und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Bitte bringen Sie nicht mehr benötigte Arzneimittel zur Entsorgung in Ihre Apotheke zurück.

Was ist in Inhibace enthalten?

Die Filmtabletten zu 1 mg (hellgelb), zu 2,5 mg (rosa) und zu 5 mg (rotbraun) enthalten als Wirkstoff

wasserfreies Cilazapril (als Cilazapril-Monohydrat); als Farbstoffe: Titandioxyd (E 171), Eisenoxyd

(E 172) im Überzug; Milchzucker (Laktose) sowie weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

50373 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Inhibace? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Inhibace submite: Packung mit 30 Filmtabletten (mit Bruchrille) zu 1 mg.

Inhibace mite: Packungen mit 28 und 100 Filmtabletten (mit Bruchrille) zu 2,5 mg.

Inhibace: Packungen mit 28 und 100 Filmtabletten (mit Bruchrille) zu 5 mg.

Zulassungsinhaberin

Roche Pharma (Schweiz) AG, 4153 Reinach.

Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2018 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.