InductOs 1.5 mg/ml

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • InductOs 1.5 mg/ml 4 mg pulver und lösungsmittel und matrix für matrix zur implantation
  • Darreichungsform:
  • 4 mg pulver und lösungsmittel und matrix für matrix zur implantation
  • Zusammensetzung:
  • Vorbereitung cryodesiccata: diboterminum alfa 4 mg, glycinum, natrii chloridum, Zucker, polysorbatum 80, glutamas, für Glas. Loslassen: Wasser iniectabilia 10 ml für Glas. Lösung reconstituta: diboterminum alfa 1,5 mg/ml. Web: collagenum das inhärente.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • InductOs 1.5 mg/ml 4 mg pulver und lösungsmittel und matrix für matrix zur implantation
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Biotechnologika
  • Therapiebereich:
  • Osteosynthese: behandlung von frakturen der tibia bei erwachsenen, behandlung von discopathies-degenerativer erkrankungen bei erwachsenen

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 56828
  • Berechtigungsdatum:
  • 08-11-2004
  • Letzte Änderung:
  • 14-02-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Zulassungsinhaberin

InductOs®1.5 mg/ml

Zusammensetzung

Wirkstoff: Diboterminum alfa*.

*Dibotermin alfa (humanes rekombinantes Knochen-Morphogeneseprotein-2; rhBMP-2) ist ein

Humanprotein, das in einer rekombinanten Ovarialzelllinie des chinesischen Hamsters (CHO)

produziert wird.

Hilfsstoffe:

Pulver: Glycinum, Natrii chloridum, Saccharum, Polysorbatum 80, Glutamas, pro vitro.

Lösungsmittel: Aqua ad iniectabilia.

Matrix: Collagenum nativum (bovin)

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Pulver, Lösungsmittel und Matrix zur Herstellung einer Matrix zur Implantation.

1 Durchstechflasche Pulver enthält 4 mg (4 mg-Packung) oder 12 mg (12 mg-Packung) Dibotermin

alfa. Nach Rekonstitution enthält InductOs 1,5 mg/ml Dibotermin alfa.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

InductOs ist angezeigt bei Erwachsenen mit degenerativen Bandscheibenerkrankungen zur anterioren

Lendenwirbelfusion auf einer Ebene (L4 – S1) als Alternative für eine autologe

Knochentransplantation. Die Patienten sollten zuvor wegen der Bandscheibenerkrankung über

mindestens 6 Monate nicht chirurgisch behandelt worden sein.

InductOs wird eingesetzt zur Behandlung von akuten Frakturen der Tibia bei Erwachsenen, als

Unterstützung der aus Reposition und intramedullärer ungebohrter Nagelosteosynthese bestehenden

Standardtherapie.

Dosierung/Anwendung

InductOs darf nur durch einen Chirurgen mit Erfahrung in der Osteosynthese angewandt werden.

InductOs muss unter genauer Befolgung der Anweisungen zur Zubereitung verwendet werden (siehe

„Sonstige Hinweise – Hinweise für die Handhabung“).

Die geeignete Dosis ergibt sich aus dem Volumen der für die vorgesehene Indikation benötigten

durchfeuchteten Matrix. Wenn aufgrund des chirurgischen Erscheinungsbilds nur ein Teil des

Produkts benötigt wird, sollte die durchfeuchtete Matrix auf die gewünschte Grösse zugeschnitten

werden; der nicht verwendete Teil muss entsorgt werden.

Dosiertabelle für InductOs (4 mg-Packung)

InductOs

durchfeuchtete

Matrizen (4 mg-

Packung)

Abmessungen der

durchfeuchteten

Matrix

Volumen der

durchfeuchteten

Matrix

Konzentration der

durchfeuchteten

Matrix

Dosis

Dibotermin

alfa

1 Matrix

2,5 cm x 5 cm

1,3 cm3

1,5 mg/cm3

2 mg

2 Matrizen

2 x (2,5 cm x 5 cm)

2,7 cm3

1,5 mg/cm3

4 mg

Dosiertabelle für InductOs (12 mg-Packung)

Teil der InductOs

durchfeuchteten Matrix

(12 mg-Packung)

Abmessungen der

durchfeuchteten

Matrix

Volumen der

durchfeuchteten

Matrix

Konzentration der

durchfeuchteten

Matrix

Dosis

Dibotermin

alfa

1/6 der Matrix

2,5 cm x 5 cm

1,3 cm3

1,5 mg/cm3

2 mg

1/3 der Matrix

2,5 cm x 10 cm

2,7 cm3

1,5 mg/cm3

4 mg

2/3 der Matrix

5 cm x 10 cm

5,3 cm3

1,5 mg/cm3

8 mg

Vollständige Matrix

7,5 cm x 10 cm

8 cm3

1,5 mg/cm3

12 mg

InductOs wird unmittelbar vor dem Gebrauch hergestellt.

Das Arzneimittel wird als Implantation angewendet.

InductOs sollte nicht in Konzentrationen von über 1,5 mg/ml verwendet werden (siehe

„Überdosierung“).

Es gibt nur sehr begrenzte Erfahrungen zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit einer InductOs-

Anwendung bei älteren Patienten (>65 Jahre).

Aufgrund fehlender Erfahrung wird die wiederholte Anwendung von InductOs bzw. eines anderen

Vertreters der gleichen Stoffgruppe nicht empfohlen.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von InductOs bei Kindern wurden nicht untersucht.

Es wurden keine Studien an Patienten mit eingeschränkter Leber- Nieren- oder Herzfunktion

durchgeführt.

Die Sicherheit und Wirksamkeit können beeinträchtigt werden, wenn die Anweisungen zur

Zubereitung der Matrix zur Implantation nicht befolgt werden.

Für die Handhabung von InductOs muss eine Pinzette verwendet werden. Während des

Zuschneidens, der Handhabung und der Implantation ist darauf zu achten, dass der

Flüssigkeitsverlust von der Matrix möglichst gering gehalten wird. Nicht zusammendrücken.

Lendenwirbelkörperfusionen

InductOs darf bei dieser Indikation nicht alleine, sondern sollte mit einer zugelassenen (CE-

gekennzeichneten) Instrumentation für die Lendenwirbelkörperfusion angewendet werden. Die

Verträglichkeit mit Titan, Polyetheretherketon (PEEK) und Knochenallotransplantat wurde

nachgewiesen.

Das benötigte Volumen von InductOs wird durch den Intervertebralraum, die Grösse, die Form und

das Innenvolumen der verwendeten Instrumentation für die Lendenwirbelkörperfusion bestimmt.

Es muss sorgfältig und vorsichtig gearbeitet werden, um eine Überfüllung der Instrumentation für die

Lendenwirbelkörperfusion und/oder des anterioren Teils des Intervertebralraums zu vermeiden (siehe

„Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“).

Typischerweise werden 4 mg (2,7 cm3 durchfeuchtete Matrix) InductOs im Intervertebralraum

verwendet. Die maximale Dosis ist auf 8 mg (5,3 cm3 durchfeuchtete Matrix) InductOs im

Intervertebralraum beschränkt. InductOs muss in die Instrumentation für die

Lendenwirbelkörperfusion oder den anterioren Teil des Intervertebralraums platziert werden.

Vor der Implantation

4 mg-Packung:

Die Matrix ist in 2 Stücken zu je 2,5 x 5 cm vorgeschnitten.

12 mg-Packung:

Die Matrix ist in 1 Stück zu 7,5 x 10 cm. Die durchfeuchtete InductOs-Matrix sollte in 6 gleiche

Stücke (ca. 2,5 x 5 cm) geschnitten werden, um die Dosiswahl zu erleichtern. Die ausgewählten

Stücke können noch kleiner geschnitten werden.

Die Hohlgeometrie der Instrumentation für die Lendenwirbelkörperfusion muss vorsichtig und lose

mit dem Volumen InductOs gefüllt werden, das dem Innenvolumen der Instrumentation entspricht.

Es ist darauf zu achten, dass das Produkt nicht zusammengepresst und das für die

Knochenneubildung vorgesehene Volumen nicht überfüllt wird (siehe “Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen”).

Implantation

Das Bandscheibenmaterial und die Knorpelanteile der Wirbelendplatten sollten gemäss

Standardpraxis entfernt werden, um somit die kortikalen Anteile der Endplatten zu erhalten, und eine

Blutstillung sollte herbeigeführt werden (siehe „Interaktionen“). Die Anweisungen, wie die

Instrumentation für die Lendenwirbelkörperfusion zu implantieren ist, entnehmen Sie bitte der

Gebrauchsanweisung des Herstellers.

InductOs darf nicht posterior der Instrumentation für die Lendenwirbelkörperfusion implantiert

werden, wo ein direkter Zugang zum Wirbelkanal und/oder zu den Nervenwurzeln möglich ist.

Wenn ein Austreten in den Wirbelkanal und die Nervenwurzel möglich ist, muss eine physikalische

Barriere zwischen der Matrix und dem Nervengewebe wiederhergestellt werden, z. B. durch

ortsständigen Knochen oder Allotransplantat (siehe „Interaktionen“).

Nach der Implantation

Nach der Implantation von InductOs und der Instrumentation für die Lendenwirbelkörperfusion darf

der Intervertebralraum nicht mehr gespült werden. Ausserhalb des Intervertebralraums sollte das

Operationsfeld nach Bedarf gespült und ein etwaiger Flüssigkeitsverlust von der durchgefeuchteten

Matrix weggespült werden.

Wenn eine chirurgische Drainage erforderlich ist, sollte der Drain an einer von der

Implantationsstelle entfernten Stelle oder vorzugsweise in einer Gewebeschicht oberhalb der

Implantationsstelle gesetzt werden.

Operation von akuten Tibia-Frakturen

Das Implantationsvolumen von InductOs hängt von den anatomischen Gegebenheiten der Fraktur

und der Möglichkeit eines spannungsfreien Wundverschlusses ohne Kompression des Produkts ab.

Im Allgemeinen wird jede Fraktur mit dem Inhalt einer 12 mg-Packung behandelt. Die maximale

Dosis von InductOs ist auf 24 mg (2 vollständige 12 mg-Packungen) beschränkt.

Vor der Implantation

Vor der Implantation von InductOs muss die Reposition und Fixierung der Fraktur sowie Blutstillung

herbeigeführt werden.

InductOs ist nach Bedarf zu falten oder zuzuschneiden.

Implantation

InductOs wird im Anschluss an die Standardversorgung von Fraktur und Wunde, d.h. zum Zeitpunkt

des Weichteilverschlusses, implantiert. Die zugängliche Frakturoberfläche (Frakturlinien und

Defekte) sollte so weit wie möglich mit InductOs bedeckt werden. InductOs sollte so plaziert

werden, dass es den Bruchbereich überbrückt und ausreichenden Kontakt mit den grossen

proximalen und distalen Fragmenten hat.

Die Matrix zur Implantation kann je nach den geometrischen Erfordernissen der Fraktur in einen

Hohlraum gelegt (lose gepackt) oder gefaltet, gerollt oder gewickelt werden. InductOs trägt nicht zur

mechanischen Stabilisierung bei und darf nicht zum Ausfüllen von Hohlräumen verwendet werden,

wenn Kompressionskräfte wirken.

Nach der Implantation

Nach der Implantation von InductOs darf die Wunde nicht mehr gespült werden.

Wenn eine chirurgische Drainage erforderlich ist, sollte der Drain an einer von der

Implantationsstelle entfernten Stelle oder vorzugsweise in einer Gewebeschicht oberhalb der

Implantationsstelle gesetzt werden.

Es ist wichtig, nach der Implantation InductOs vollständig mit Weichteilen abzudecken, um einen

grösstmöglichen Nutzen zu erzielen.

InductOs enthält Polysorbat 80, von dem bekannt ist, dass es das Ausmass der Extraktion von Di-(2-

ethylhexyl) phthalat (DEHP) aus Polyvinylchlorid (PVC) erhöht. Es wird deshalb empfohlen, dass

das rekonstituierte Präparat nicht länger in der aus PVC bestehenden Ablage verweilt, als unter

„Hinweise für die Handhabung“ angegeben ist.

Kontraindikationen

InductOs ist kontraindiziert bei Patienten mit

·einer bekannten Überempfindlichkeit gegenüber Dibotermin alfa, Rinderkollagen Typ I oder einem

der anderen sonstigen Bestandteile des Arzneimittels,

·noch nicht abgeschlossenem Knochenwachstum,

·Vorliegen jeglicher malignen Erkrankung oder bei Patienten, die sich einer Therapie einer malignen

Erkrankung unterziehen,

·Schwangerschaft,

·einer akuten Infektion an der Operationsstelle,

·andauerndem Kompartmentsyndrom oder neurovaskulären Folgen des Kompartmentsyndroms,

·pathologischen Frakturen wie z.B. (aber nicht ausschliesslich) bei Paget-Krankheit oder in

metastatischen Knochen.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Die Sicherheit und Wirksamkeit von InductOs können beeinträchtigt werden, wenn die im Kapitel

„Sonstige Hinweise“ aufgeführten Anweisungen zur Zubereitung und die im Kapitel

„Dosierung/Anwendung“ genannte Art der Anwendung nicht befolgt werden.

Chirurgische Versorgung der Halswirbelsäule

Die Sicherheit und Wirksamkeit von InductOs bei der chirurgischen Versorgung der Halswirbelsäule

ist nicht erwiesen, und daher wird diese Anwendung für InductOs nicht empfohlen. Bei Patienten,

die sich einer Operation an der Halswirbelsäule unter Verwendung von InductOs unterzogen, wurden

örtlich begrenzte Ödeme beobachtet. Das Ödem kann zeitverzögert auftreten und in einigen Fällen so

schwer sein, dass es zu einer Beeinträchtigung der Atemwege und/oder Dysphagie kommt.

Maligne Erkrankung

InductOs sollte bei Patienten mit einer Vorgeschichte einer malignen Erkrankung am

Anwendungsort oder einem klinischem Verdacht darauf nicht angewendet werden (siehe

„Kontraindikationen“).

Heterotope Ossifikation

Die Anwendung von InductOs kann heterotope Ossifikation an der Implantatstelle und/oder im

umliegenden Gewebe verursachen, was zu Komplikationen führen kann. Knochenwucherungen an

der Implantationsstelle und ektopische Knochenbildung wurden beobachtet. Eine chirurgische

Entfernung kann notwendig sein.

Erhöhte Knochenresorption

InductOs kann zu einer anfänglichen Resorption des umliegenden trabekulären Knochens führen

nachgewiesen durch Strahlendurchlässigkeit. Daher sollte aufgrund fehlender klinischer Daten das

Produkt nicht zur direkten Applikation auf trabekulären Knochen angewendet werden, wenn durch

eine vorübergehende Knochenresorption das Risiko für eine höhere Knochenbrüchigkeit besteht

(siehe „Unerwünschte Wirkungen“).

Flüssigkeitsansammlungen

Im Zusammenhang mit der Anwendung von InductOs wurde über die Bildung einer

Flüssigkeitsansammlung (Pseudozyste, örtlich begrenztes Ödem, Erguss an der Implantatstelle)

berichtet, bisweilen verkapselt, was in manchen Fällen zu einer Nervenkompression und Schmerzen

führen kann. Wenn die Symptome länger anhalten (siehe „Unerwünschte Wirkungen“), kann eine

klinische Intervention (Aspiration und/oder chirurgische Entfernung) notwendig sein.

Einfluss auf Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter sind darauf hinzuweisen, dass die Bildung von Antikörpern gegen

Dibotermin alfa bzw. deren Einfluss auf die Entwicklung des Ungeborenen nicht untersucht wurde.

In der die Sicherheit und Wirksamkeit von InductOs bestätigenden klinischen Studie entwickelten 2

der 277 (0,7%) Patienten, die mit der Knochentransplantatkomponente InductOs behandelt wurden,

und 1 der 127 (0,8%) Patienten, die mit körpereigenen Knochentransplantaten behandelt wurden,

Antikörper gegen Dibotermin alfa. Die Wirkung maternaler Antikörper gegen Dibotermin alfa, die

über mehrere Monate nach der Implantation des Produkts vorhanden sein können, auf das

ungeborene Kind ist nicht bekannt. Des Weiteren ist nicht bekannt, ob eine fetale Expression von

BMP-2 die Mütter erneut exponieren würde, die vorher bereits Antikörper-positiv waren, und dabei

eine stärkere Immunantwort auf BMP-2 mit unerwünschten Wirkungen auf das ungeborene Kind

hervorrufen würde.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von InductOs bei stillenden Müttern wurde nicht nachgewiesen. Es

ist nicht bekannt, ob BMP-2 mit der Muttermilch ausgeschieden wird.

Es wird empfohlen, dass Frauen im gebärfähigen Alter innerhalb eines Jahres nach der Behandlung

mit InductOs eine Schwangerschaft vermeiden.

Spezielle Patientengruppen

Die Unbedenklichkeit der Anwendung und die Wirksamkeit von InductOs bei Patienten mit

bekannten Autoimmunkrankheiten, einschliesslich rheumatoider Arthritis, systemischen Lupus

erythematodes, Sklerodermie, Sjögren-Syndrom und Dermatomyositis/Polymyositis wurde nicht

nachgewiesen.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von InductOs wurde bei Patienten mit metabolischen

Knochenerkrankungen nicht nachgewiesen.

Es wurden keine Studien an Patienten mit eingeschränkter Leber-, Nieren- oder Herzfunktion

durchgeführt.

Immunantworten

Sowohl Dibotermin alfa als auch Rinderkollagen Typ I können bei Patienten Immunantworten

hervorrufen.

Anti-Dibotermin-alfa-Antikörper

In den Studien zur Wirbelfusion kam es bei 1,3% der Patienten, die mit InductOs behandelt wurden,

und bei 0,8% der Patienten, die ein autologes Knochentransplantat erhielten, zur Bildung von

Antikörpern gegen Dibotermin alfa.

In den Studien zur Röhrenknochenfraktur kam es bei 6,3% der Patienten, die mit Dibotermin alfa mit

einer Matrix aus Rinderkollagen Typ I behandelt wurden, und bei 1,3% der Patienten in der

Kontrollgruppe zur Bildung von Antikörpern gegen Dibotermin alfa. Bei allen auf neutralisierende

Antikörper gegen knochenmorphogenes Protein-2 getesteten Patienten fiel das Ergebnis negativ aus.

Anti-Rinderkollagen Typ I-Antikörper

In den Studien zur Wirbelfusion kam es bei 13,5% der Patienten, die mit InductOs behandelt wurden,

und bei 14,3% der Patienten, die ein autologes Knochentransplantat erhielten, zur Bildung von

Antikörpern gegen Rinderkollagen Typ I.

In den Studien zur Röhrenknochenfraktur entwickelten 13,0% der Patienten, die mit Dibotermin alfa

mit einer Matrix aus Rinderkollagen Typ I behandelt wurden und 5,3% der Kontrollpatienten

Antikörper gegen Rinderkollagen Typ I. Keiner der Patienten mit positiven Titern gegenüber

Rinderkollagen Typ I hatte kreuzreagierende Antikörper gegen humanes Kollagen Typ I.

Obwohl in klinischen Studien kein Zusammenhang zwischen dem klinischen Ansprechen und dem

Auftreten von unerwünschten Wirkungen gesehen wurde, kann die Möglichkeit nicht ausgeschlossen

werden, dass sich neutralisierende Antikörper bilden oder Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.

Die Möglichkeit einer Immunantwort auf das Produkt muss in Betracht gezogen werden bei Fällen,

in denen eine unerwünschte Wirkung mit immunologischem Hintergrund erwartet werden kann. Eine

sorgfältige Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses muss insbesondere bei Patienten erfolgen,

die zuvor eine Kollagen-Injektion erhalten haben (siehe „Kontraindikationen“). Aufgrund fehlender

Erfahrung wird die wiederholte Anwendung von InductOs nicht empfohlen.

Spezielle Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen bei der Anwendung zur anterioren

Lendenwirbelfusion

Die Sicherheit und Wirksamkeit von InductOs wurde unter den folgenden Gegebenheiten nicht

gezeigt:

·bei Verwendung mit Instrumentation für die Lendenwirbelkörperfusion, die aus anderen Materialien

als Titan, PEEK oder Knochen bestehen.

·bei Implantationen an anderer Stelle als L4 – S1 im unteren Lendenwirbelsäulenbereich

·bei Anwendung anderer Operationstechniken als der Lendenwirbelkörperfusion.

Zur Vermeidung überschiessender pharmakologischer Wirkungen von InductOs muss sorgfältig und

vorsichtig gearbeitet werden, um eine Überfüllung der Instrumentation für die

Lendenwirbelkörperfusion und/oder des anterioren Teils des Intervertebralraums zu vermeiden.

Heterotope Ossifikation

Knochenbildung ausserhalb des Bandscheibenfachs ist nicht wünschenswert, da sie schädliche

Auswirkungen auf die lokalen neurovaskulären Strukturen haben kann.

In klinischen Studien wurde bei der Behandlung von degenerativen Bandscheibenerkrankungen mit

einer posterioren Lendenwirbelkörperfusion mit Dibotermin alfa in CT-Scans eine posteriore

Knochenbildung beobachtet. In manchen Fällen kann dies zu einer Nervenkompression führen, die

einen chirurgischen Eingriff erforderlich macht (siehe „Unerwünschte Wirkungen“). Vorsichtshalber

muss eine physikalische Barriere zwischen der Matrix und dem Nervengewebe wiederhergestellt

werden (siehe Dosierung/Anwendung“).

Wanderung der Vorrichtung

Infolge der Anwendung von InductOs in einer operativen Wirbelsäulenversteifung kann es zu einer

Wanderung der Vorrichtung kommen, die eine operative Korrektur erforderlich machen kann (siehe

„Unerwünschte Wirkungen“).

Spezielle Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen bei der Anwendung bei akuten Tibia-Frakturen

InductOs ist zur Anwendung bei Patienten bestimmt, die folgende Kriterien erfüllen:

·adäquate Reposition und Stabilisierung der Fraktur, um mechanische Stabilität zu gewährleisten,

·angemessener neurovaskulärer Status (z.B. fehlendes Kompartmentsyndrom, geringes

Amputationsrisiko),

·ausreichende Hämostase (für eine verhältnismässig trockene Implantationsstelle),

·Fehlen grosser Segmentdefekte der Röhrenknochen, bei denen eine erhebliche Kompression der

Weichteile auftreten kann.

Das Implantat darf nur unter angemessener Beobachtung und mit äusserster Umsicht an der

Frakturstelle angewendet werden (siehe „Dosierung/Anwendung“).

Daten zur Wirksamkeit bei Tibia-Frakturen stammen ausschliesslich aus kontrollierten klinischen

Studien, in denen offene Tibia-Frakturen mit intramedullärer Nagelosteosynthese versorgt wurden

(siehe „Eigenschaften/Wirkungen“).

In einer klinischen Studie, in der der Markkanal aufgebohrt wurde, bis Kortikalis-Kontakt aufgebohrt

wurde, wurde in der mit InductOs behandelten Gruppe im Vergleich zur standardmässig versorgten

Kontrollgruppe eine erhöhte Infektionsrate beobachtet (siehe „Unerwünschte Wirkungen“). Die

Verwendung von InductOs bei gebohrter Nagelung zur Versorgung offener Tibia-Frakturen wird

nicht empfohlen.

InductOs trägt nicht zur mechanischen Stabilisierung bei und darf nicht zum Ausfüllen von

Hohlräumen verwendet werden, wenn Kompressionskräfte wirken. Bei Behandlung der

Röhrenknochenfrakturen und der Weichteile sind die Standardverfahren, einschliesslich

Infektionskontrolle, zu beachten.

Interaktionen

Es wurden keine Studien zum Metabolismus durchgeführt. Da Dibotermin alfa ein Protein ist und

nicht im grossen Kreislauf nachgewiesen wurde, sind pharmakokinetische Wechselwirkungen

zwischen InductOs und Arzneimitteln unwahrscheinlich.

Die Erfahrung aus klinischen Studien bei akuten Tibia-Frakturen zeigte, dass die Anwendung von

InductOs bei Patienten, die mit Glucocorticoiden behandelt wurden, keine offensichtliche

unerwünschte Wirkung hervorrief.

In präklinischen Studien wurde durch gleichzeitige Anwendung von Glucocorticoiden die

Knochenreparatur unterdrückt (gemessen als %-Veränderung im Vergleich zur Kontrollgruppe), aber

die Wirkungen von InductOs wurden nicht verändert.

In einer In-vitro-Studie zeigte sich, dass sich Dibotermin alfa an Hämostatika auf Fibrinbasis oder

Dichtungsmittel bindet. Die Verwendung dieser Produkte in unmittelbarer Nähe zu InductOs wird

nicht empfohlen, da dies zu Knochenbildung an der Implantationsstelle des Hämostatikums auf

Fibrinbasis oder des Dichtungsmittels führen kann (siehe „Dosierung/Anwendung“).

In klinischen Studien zur akuten Tibia-Fraktur traten bei Patienten, die nach Anwendung von

InductOs für 14 aufeinanderfolgende Tage mit nicht-steroidalen Entzündungshemmern behandelt

wurden, häufiger leichte bis mässige unerwünschte Wirkungen im Zusammenhang mit der

Wundheilung (z.B. Wunddrainage) auf als bei InductOs-Patienten, die nicht mit nicht-steroidalen

Entzündungshemmern behandelt wurden. Obwohl der Behandlungserfolg nicht beeinträchtigt war,

kann eine Wechselwirkung zwischen InductOs und nicht-steroidalen Entzündungshemmern nicht

ausgeschlossen werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Für InductOs liegen keine klinischen Daten über die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit bei

Schwangeren vor.

Tierexperimentelle Studien haben reproduktionstoxikologische Wirkungen gezeigt (siehe

„Präklinische Daten“). Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.

Wegen der unbekannten Risiken für den Fötus, die sich aus der möglichen Entwicklung von

neutralisierenden Antikörpern gegen Dibotermin alfa ergeben, ist InductOs während der

Schwangerschaft kontraindiziert (siehe auch „Kontraindikationen“ und „Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen“).

Zudem sind Frauen im gebärfähigen Alter darauf hinzuweisen, dass die Auswirkung der Bildung von

Antikörpern gegen Dibotermin alfa auf die Entwicklung des Ungeborenen nicht untersucht wurde

(siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“).

Es ist nicht bekannt, ob Dibotermin alfa in die Muttermilch übergeht, und es liegen keine klinischen

Daten über die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von InductOs bei stillenden Müttern vor. Bei der

Anwendung von InductOs in der Stillzeit ist Vorsicht geboten (siehe „Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen“).

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von

Maschinen durchgeführt. Da InductOs keine systemischen Wirkungen aufweist, ist eine

entsprechende Beeinträchtigung unwahrscheinlich.

Unerwünschte Wirkungen

In klinischen Studien wurden mehr als n = 1700 Patienten mit InductOs behandelt, davon rund

n = 500 Patienten mit offenen Frakturen der Tibia, rund n = 600 Patienten mit degenerativer

Bandscheibenerkrankung der Lendenwirbelsäule und rund n = 600 Patienten in klinischen Studien in

Indikationen, für welche derzeit in der Schweiz keine Zulassung besteht. Für die Auflistung der

unerwünschten Wirkungen wurden zudem Daten berücksichtigt, die im Rahmen der Anwendung von

InductOs nach Zulassung gewonnen wurden.

Im Folgenden sind die Häufigkeiten von unerwünschten Wirkungen bei mit InductOs behandelten

Patienten aufgeführt. Die Häufigkeiten werden angegeben als sehr häufig (≥1/10) oder häufig

(≥1/100 bis <1/10).

Unerwünschte Wirkungen mit einer Häufigkeit gelegentlich (≥1/1000 bis <1/100), selten (≥1/10000

bis <1/1000) oder sehr selten (<1/10000) sind nicht bekannt.

Spezifische unerwünschte Wirkungen bei der Anwendung zur anterioren Lendenwirbelfusion

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Radikulopathische Ereignisse (Radikulitis, lumbale Radikulopathie, radikuläre Schmerzen,

lumbosakrale Radikulitis, Radikulopathie und Ischiassyndrom).

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Heterotope Ossifikation* (Exostose, extraskelettale Ossifikation, postoperative heterotope

Ossifikation, vermehrte Knochenbildung und Ossifikation an der Implantatstelle)

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Häufig: Dislokation des

Implantats*, Flüssigkeitsansammlung* (örtlich begrenztes Ödem, Pseudozyste und Erguss an der

Implantatstelle).

Unerwünschte Wirkungen, welche nach Markteinführung von InductOs beobachtet wurden

(Häufigkeit unbekannt)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebe und Knochenmarkserkrankungen

Osteolyse*, erhöhte Knochenresorption*

Spezifische unerwünschte Wirkungen bei der Anwendung bei akuten Tibia-Frakturen

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Sehr häufig: Lokalisierte Infektion*

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Dislokation des Implantats*, Flüssigkeitsansammlung* (örtlich begrenztes Ödem,

Pseudozyste, Erguss an der Implantationsstelle)

Unerwünschte Wirkungen, welche nach Markteinführung von InductOs beobachtet wurden

(Häufigkeit unbekannt)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebe und Knochenmarkserkrankungen

Osteolyse, erhöhte Knochenresorption

*Zusätzliche Informationen

Knochenneubildung und Knochenumbau

Im Rahmen der pharmakologischen Wirkungsweise von Dibotermin alfa kommt es zu einem

Knochenumbau (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“ und „Eigenschaften/Wirkungen“,

„Pharmakodynamik“). Dieser Vorgang umfasst sowohl eine Knochenresorption als auch eine

Knochenbildung. Unter manchen Umständen kann eine übertriebene Ausprägung dieser Vorgänge zu

Komplikationen, wie einer Nervenkompression (aufgrund der heterotopen Ossifikation) oder einer

Dislokation des Implantats führen (assoziiert mit einer Knochenresorption oder Osteolyse).

Während einer zweijährigen Nachbeobachtung der klinischen Studie zur Lendenwirbelkörperfusion

unter Verwendung eines posterioren Zugangs, trat eine radiographisch festgestellte heterotope

Ossifikation bei Patienten, die mit InductOs behandelt wurden häufiger auf als bei Patienten mit

Autotransplantaten (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“). Dieser radiographische

Befund kann asymptomatisch oder symptomatisch sein.

Flüssigkeitsansammlung

Aufgrund der angiogenen Aktivität von InductOs kann es zu einer Flüssigkeitsansammlung

(Pseudocyste, lokalisiertes Ödem, Erguss am Implantationsort) kommen, bisweilen verkapselt, was

in manchen Fällen zu einer Nervenkompression und/oder Schmerzen führen kann.

Ein lokalisiertes Ödem wird sehr häufig beobachtet, wenn InductOs im Rahmen einer Fusion im

Bereich der Halswirbelsäule zur Anwendung kommt. Die Ödembildung trat hier verzögert auf und

war in einigen Fällen so stark ausgeprägt, dass es zu einer Kompression der Atemwege und/oder

Dysphagie kam. InductOs ist für die Anwendung an der Halswirbelsäule nicht zugelassen (siehe

„Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“).

Örtlich begrenzte Infektion

In einer klinischen Studie, in der der Markkanal bis zum Kontakt mit der Kortikalis aufgebohrt

wurde, trat eine örtlich begrenzte Infektion an der gebrochenen Extremität sehr häufig (>1/10

Patienten) auf. Eine erhöhte Infektionsrate wurde in der InductOs-behandelten Gruppe im Vergleich

zu der standardmässig versorgten Kontrollgruppe (19 % versus 9 %) beobachtet (siehe

„Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“). In einer Vergleichsstudie, die eine Anwendung mit

nicht vorgebohrten Nägeln beinhaltete, fielen die gefundenen Infektionsraten für die Behandlungs-

und die Kontrollgruppe ähnlich aus (21 % versus 23 %).

Überdosierung

Die Anwendung von InductOs bei Patienten, die sich einer Operation an der Halswirbelsäule

unterzogen, in Mengen, kleiner als oder vergleichbar der für die Lendenwirbelkörperfusion, war

verbunden mit Berichten über örtlich begrenzte Ödeme, die so schwer waren, dass es zu einer

Beeinträchtigung der Atemwege kam (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“).

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: M05BC01

Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

Dibotermin alfa ist ein osteoinduktives Protein, das die Bildung von neuem Knochengewebe an der

Implantationsstelle stimuliert. Dibotermin alfa bindet an Oberflächenrezeptoren von

Mesenchymzellen und regt die Zellen zur Differenzierung in knorpel- und knochenbildende Zellen

an. Die differenzierten Zellen bilden bei Abbau der Matrix trabekulären Knochen, wobei sich

gleichzeitig eine Gefässeinsprossung zeigt. Der Prozess der Knochenbildung verläuft von der

Aussenseite des Implantats zur Mitte, bis das gesamte InductOs-Implantat von trabekulärem

Knochen ersetzt ist.

Der Umbau des umgebenden trabekulären Knochens erfolgt entsprechend den einwirkenden

biomechanischen Kräften. Die Implantation von InductOs in den trabekulären Knochen führte zur

vorübergehenden Resorption des das Implantat umgebenden Knochens, wonach dieser durch neuen,

dichteren Knochen ersetzt wurde. Die Fähigkeit von InductOs, den Knochenumbau zu unterstützen,

kann für die durch InductOs ausgelöste biologische und biomechanische Integration des neuen

Knochens in den umliegenden Knochen bedingt sein. Die röntgenologische, biomechanische und

histologische Untersuchung des durch InductOs erzeugten Knochens weist darauf hin, dass er

biologisch und biomechanisch genau so funktioniert wie nativer Knochen.

Des Weiteren haben die präklinischen Studien gezeigt, dass sich der durch InductOs gebildete

Knochen bei einer erneuten Fraktur auf eine Weise reparieren kann, die nicht von der des nativen

Knochens zu unterscheiden ist.

In präklinischen Studien gab es Hinweise, dass die durch InductOs ausgelöste Knochenbildung ein

sich selbst limitierender Prozess ist, der ein genau definiertes Knochenvolumen ergibt. Diese

Selbstlimitierung hängt wahrscheinlich mit dem Abbau von Dibotermin alfa an der

Implantationsstelle und der Anwesenheit von Inhibitoren des Knochen-Morphogeneseproteins

(BMP) in den umliegenden Weichteilen zusammen. Ausserdem lieferten mehrere präklinische

Studien Hinweise darauf, dass es auf molekularer Ebene einen negativen Rückkopplungs-

Mechanismus gibt, der die Knochenbildung durch Knochen-Morphogeneseproteine einschränkt.

Der histologische Nachweis in tierexperimentellen Studien zur Lendenwirbelkörperfusion unter

Verwendung eines anterioren oder posterioren Zugangs hat gezeigt, dass mit interkorporellen

Vorrichtungen aus Titan, PEEK oder Allotransplantat verabreichtes Dibotermin alfa biokompatibel

war und unabhängig vom chirurgischen Zugang oder dem Material der Vorrichtung durchweg hohe

Fusionsraten erreichte und dabei weniger fibröses Bindegewebe im Vergleich zum Autotransplantat

zeigte.

Klinische Studien zur Pharmakologie belegen, dass die Matrix allein nicht osteoinduktiv ist und in

Biopsien, die 16 Wochen nach der Implantation entnommen wurden, bereits nicht mehr nachweisbar

ist.

Klinische Wirksamkeit

Pharmakodynamische Informationen spezifisch für die anteriore Lendenwirbelfusion

Wirksamkeit und Sicherheit von InductOs wurden in einer randomisierten, kontrollierten,

mulizentrischen Nichtunterlegenheitsstudie mit 279 Patienten im Alter von 19 – 78 Jahren, die sich

einer offenen anterioren Lendenwirbelfusion unterzogen, untersucht. Die Patienten hatten vor der

anterioren Lendenwirbelfusion mindestens 6 Monate eine nicht chirurgische Therapie erhalten. Die

Patienten wurden so randomisiert, dass sie eine Titan-Instrumentation für die

Lendenwirbelkörperfusion entweder gefüllt mit InductOs oder einem autologen Knochentransplantat

aus dem Beckenkamm erhielten.

24 Monate nach der Operation wurde gezeigt, dass InductOs dem autologen Knochentransplantat

statistisch nicht unterlegen war, bei einer Erfolgsrate für die radiologisch bestimmte Fusion von

94,4% für InductOs im Vergleich zu 88,9% beim autologen Knochentransplantat (zweiseitiges 95%

Konfidenzinterval [CI] auf Unterschied: -1,53, 12,46). Für Schmerz und Behinderung (Oswestry

Bewertung) betrug die Erfolgsrate 72,9% bei der mit InductOs behandelten Gruppe gegenüber 72,5%

bei der Gruppe, die das autologe Knochentransplantat erhielt (zweiseitiges 95% CI auf Unterschied:

-11,2, 12,0).

Eine post-hoc Metaanalyse von 6 kontrollierten klinischen Studien mit Daten von Patienten, die mit

InductOs oder autologem Knochentransplantat behandelt wurden, das mit einer CE-

gekennzeichneten Instrumentation für die Lendenwirbelkörperfusion oder Allotransplantat-

Zwischenstücken und verschiedenen chirurgischen Verfahren angewendet wurde, ergab, dass 24

Monate nach der Operation InductOs mit einer höheren Fusionserfolgsrate (95 %, 241 von 255

Patienten) einher ging als autologes Knochentransplantat (85 %, 177 von 209 Patienten), bei einem

Quotenverhältnis (odds ratio) von 3,26 (95 % CI: 1,172, 9,075; p = 0,024). Die geschätzte absolute

Differenz der Fusionserfolgsrate zwischen InductOs und autologem Knochentransplantat lag bei 11,7

% (95 % CI: 0,8 %, 22,5 %; p = 0,035).

In einer gepoolten Sicherheitsdatenanalyse von 8 klinischen Studien 24 Monate nach der Operation

lag die Häufigkeit von Patienten mit Pseudarthrose, nach der Behandlung mit InductOs zweimal

niedriger (4,8 %, 22 von 456 Patienten) im Vergleich zur Behandlung mit autologem

Knochentransplantat (12,7 %, 31 von 244 Patienten).

Pharmakodynamische Informationen spezifisch für die akute Tibiafraktur

Die Wirksamkeit von InductOs wurde in einer multinationalen, randomisierten, kontrollierten

Einfachblindstudie an 450 Patienten (im Alter von 18 – 87 Jahren; 81% männlich) mit offenen

Tibiaschaftfrakturen, die operativ versorgt werden mussten, untersucht. Die Patienten erhielten (im

Verhältnis von 1:1:1) eine Standardbehandlung (Kontrollgruppe), die eine intramedulläre (IM)

Nagelosteosynthese und eine Routine-Weichteilbehandlung umfasste, eine Standardbehandlung plus

InductOs 0,75 mg/ml, oder eine Standardbehandlung plus InductOs 1,5 mg/ml. Die Patienten wurden

nach Verschluss der Weichteile 12 Monate lang nachbeobachtet.

In der Hauptstudie zur akuten Tibia-Fraktur erhöhte InductOs die Wahrscheinlichkeit der

Frakturheilung. Bei Patienten, die mit 1,5 mg/ml InductOs behandelt worden waren, war das Risiko

für Behandlungsversagen (sekundärer Eingriff zur Förderung der Frakturheilung) gegenüber den

Patienten in der Gruppe mit Standardbehandlung um 44% gesenkt (RR = 0,56; 95%-

Konfidenzintervall = 0,40 bis 0,78). Unabhängig davon wurden diese Ergebnisse von einem

Radiologen-Gremium, dem die Behandlungsweise nicht bekannt war, bestätigt. Die Anzahl der

sekundären und darüber hinausgehenden Eingriffe war bei den InductOs-Patienten signifikant

reduziert, insbesondere in Bezug auf mehr invasive Eingriffe wie Knochentransplantation oder

Austausch der Fixiernägel (p = 0,0326).

Der Anteil der Patienten, bei denen es nach Anwendung von InductOs 1,5 mg/ml zu einer Heilung

kam, war bei jedem der im Zeitraum von 10 Wochen bis 12 Monate nach der Operation liegenden

Kontrollterminen signifikant höher, was auf eine beschleunigte Frakturheilung hinweist.

Die Wirksamkeit von InductOs 1,5 mg/ml war im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant

überlegen, sowohl bei Rauchern als auch bei Nichtrauchern.

Schwere der Frakturen: Die Behandlung mit InductOs 1,5 mg/ml war in allen Frakturklassen

signifikant wirksam, einschliesslich schwerer Gustilo IIIB Frakturen (Reduzierung des Risikos für

sekundäre Eingriffe im Vergleich zu standardmässig versorgten Patienten um 52%).

Bei dem 6 Wochen nach der Behandlung stattfindenden Kontrolltermin war der Anteil der Patienten

mit verheilten Weichteilverletzungen in der mit InductOs 1,5 mg/ml behandelten Gruppe signifikant

höher als in der standardmässig versorgten Gruppe (83% vs. 65%; p = 0,0010). Der Anteil an

Patienten, bei denen Materialversagen (verbogene oder gebrochene Arretierschrauben) aufgetreten

war, war in der mit InductOs 1,5 mg/ml behandelten Gruppe signifikant niedriger als in der

standardmässig versorgten Gruppe (11% vs. 22%; p = 0,0174).

Pharmakokinetik

InductOs entfaltet seine Wirkung am Ort der Implantation. In zwei Vorstudien wurden einigen

Patienten mit Röhrenknochenfrakturen vor und nach der Operation Serumproben entnommen.

Dibotermin alfa war im Serum nicht nachweisbar.

In Tierversuchen (Ratten) mit InductOs, das radioaktiv markiertes Dibotermin alfa enthielt, lag die

mittlere Verweilzeit an der Implantationsstelle bei 4 – 8 Tagen. Spitzenwerte von zirkulierendem

Dibotermin alfa (0,1% der implantierten Dosis) waren innerhalb von 6 Stunden nach Implantation zu

beobachten. Bei intravenöser Injektion betrug die terminale Halbwertszeit von Dibotermin alfa

16 Minuten bei Ratten und 6,7 Minuten bei Cynomolgus-Affen. Daraus wird geschlossen, dass

Dibotermin alfa an der Implantationsstelle langsam aus der Matrix freigesetzt wird und nach

Aufnahme in den systemischen Kreislauf eine schnelle Clearance eintritt.

Präklinische Daten

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie sowie zur akuten und

chronischen Toxizität und Genotoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren

für den Menschen erkennen.

Aus Studien an genetisch modifizierten Mäusen geht hervor, dass BMP-2 für die Entwicklung des

Fötus kritisch ist, und dass ein Mangel an BMP-2-Aktivität Neonatalsterblichkeit oder Geburtsfehler

verursachen kann.

In vitro zeigte Dibotermin alfa unterschiedliche Effekte auf humane Tumorzelllinien. Die

verfügbaren In vivo-Daten von humanen Tumorzelllinien legen kein Potential zur Förderung des

Tumorwachstums oder von Metastasen nahe. Als Produkt zur einmaligen Anwendung wurde

InductOs nicht auf In vivo-Kanzerogenität getestet (siehe auch „Kontraindikationen“).

In Reproduktionsstudien an Ratten, in deren Verlauf Dibotermin alfa intravenös angewendet wurde,

um die systemische Exposition zu maximieren, wurden ein erhöhtes fötales Gewicht und eine

erhöhte fötale Ossifikation beobachtet und ein mit der Behandlung zusammenhängender Effekt

konnte nicht ausgeschlossen werden.

Anti-Dibotermin Antikörper wurden an trächtigen Kaninchen nach einer Hyperimmunisierung mit

Dibotermin alfa, um anti-Dibotermin-alfa-Antikörper experimentell zu induzieren, untersucht. Bei

einigen Föten mit vermindertem Gewicht trat eine Verminderung der Ossifikation der Stirn- und

Scheitelbeinknochen auf (4 von 151 Föten). Diese wird im Allgemeinen als reversibel betrachtet und

es kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Effekte mit Antikörpern zusammenhängen. Es gab

keine anderen Veränderungen in der fötalen externen, viszeralen oder Skelettmorphologie.

Die Implantation von InductOs in die Wirbelsäule wurde in einem Hunde-Modell untersucht.

InductOs wurde nach einer Wirbelbogenresektion direkt auf die freigelegte Dura aufgebracht.

Obwohl eine Verengung des Nervenkanals und eine Stenose nach der Anwendung von InductOs

beobachtet wurden, wurden weder eine Mineralisierung der Dura, noch eine Verengung des

Rückenmarkstranges oder neurologische Defizite beobachtet.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Die zubereitete InductOs-Matrix darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit „EXP“ bezeichneten Datum verwendet

werden.

Lagerungshinweise

Nicht über 30°C lagern.

Nicht einfrieren.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Hinweise für die Handhabung

Dibotermin alfa darf nur nach Rekonstitution mit dem Lösungsmittel und der Kollagen-Matrix aus

der InductOs-Packung verwendet werden.

Zubereitung der InductOs Matrix zur Implantation

Um ein Überladen der Matrix zu vermeiden, ist es wichtig, Dibotermin alfa wie nachfolgend

beschrieben zu rekonstituieren und damit die gesamte Matrix zu durchfeuchten.

4 mg-Packung:

Im nicht sterilen Bereich

1.Legen Sie eine Spritze, eine Nadel und die Innenpackung mit der Matrix unter aseptischen

Bedingungen in den Sterilbereich.

2.Desinfizieren Sie die Stopfen der Dibotermin-alfa- und der Lösungsmittel-Durchstechflaschen.

3.Ziehen Sie mit der verbleibenden Spritze und Nadel aus der Packung 3,2 ml Lösungsmittel auf und

lösen Sie das Pulver in seiner Durchstechflasche auf. Injizieren Sie dazu langsam das Lösungsmittel

in die Durchstechflasche mit dem Pulver. Schwenken Sie die Durchstechflasche vorsichtig, um das

Auflösen zu unterstützen. Nicht schütteln. Verwerfen Sie nach Gebrauch die Spritze und Nadel.

4.Desinfizieren Sie den Stopfen der Durchstechflasche, die das aufgelöste Dibotermin alfa enthält.

Im Sterilbereich

5.Reissen Sie die Innenpackung der Matrix auf und lassen Sie die Matrix in ihrer Ablage liegen.

6.Unter Einhaltung aseptischer Transfertechniken und mit der Spritze und der Nadel aus Schritt 1

entnehmen Sie 2,8 ml der rekonstituierten Dibotermin-alfa-Lösung aus der Durchstechflasche im

nicht sterilen Bereich. Halten Sie die Durchstechflasche „Kopf nach unten“, um die Entnahme zu

erleichtern.

7.Verteilen Sie 1,4 ml der Dibotermin-alfa-Lösung GLEICHMÄSSIG auf jeweils eine der beiden in

der Ablage liegenden Matrizen von 2,5 x 5 cm, indem Sie dem Muster in der Abbildung unten

folgen.

8.Vor Anwendung der zubereiteten Matrix zur Implantation MINDESTENS 15 Minuten warten. Die

Matrix zur Implantation muss innerhalb von 2 Stunden nach der Zubereitung verwendet werden.

12 mg-Packung:

Im nicht sterilen Bereich

1.Legen Sie eine Spritze, eine Nadel und die Innenpackung mit der Matrix unter aseptischen

Bedingungen in den Sterilbereich.

2.Desinfizieren Sie die Stopfen der Dibotermin alfa- und der Lösungsmittel-Durchstechflaschen.

3.Ziehen Sie mit der verbleibenden Spritze und Nadel aus der Packung 8,4 ml Lösungsmittel auf und

lösen Sie das Pulver in seiner Durchstechflasche auf. Injizieren Sie dazu langsam das Lösungsmittel

in die Durchstechflasche mit dem Pulver. Schwenken Sie die Durchstechflasche vorsichtig, um das

Auflösen zu unterstützen. Nicht schütteln. Verwerfen Sie nach Gebrauch die Spritze und Nadel.

4.Desinfizieren Sie den Stopfen der Durchstechflasche, die das aufgelöste Dibotermin alfa enthält.

Im Sterilbereich

5.Reissen Sie die Innenpackung der Matrix auf und lassen Sie die Matrix in ihrer Ablage liegen.

6.Unter Einhaltung aseptischer Transfertechniken und mit der Spritze und der Nadel aus Schritt 1

entnehmen Sie 8,0 ml der rekonstituierten Dibotermin-alfa-Lösung aus der Durchstechflasche im

nicht sterilen Bereich. Halten Sie die Durchstechflasche „Kopf nach unten“, um die Entnahme zu

erleichtern.

7.Verteilen Sie die Dibotermin alfa-Lösung GLEICHMÄSSIG auf der in der Ablage liegenden

Matrix, indem Sie dem Muster in der Abbildung folgen.

8.Vor Anwendung der zubereiteten Matrix zur Implantation MINDESTENS 15 Minuten warten. Die

Matrix zur Implantation muss innerhalb von 2 Stunden nach der Zubereitung verwendet werden.

9.Folgen Sie den Anweisungen, die für den jeweils vorgesehenen Eingriff – anteriore

Lendenwirbelfusion oder Behandlung von akuten Frakturen der Tibia – relevant sind.

Zulassungsnummer

56828 (Swissmedic).

Packungen

Jede 4 mg-Packung InductOs 1.5 mg/ml, Pulver, Lösungsmittel und Matrix zur Herstellung einer

Matrix zur Implantation enthält:

·1 Durchstechflasche Pulver (Diboterminum alfa, 4 mg)

·1 Durchstechflasche Lösungsmittel (Wasser für Injektionszwecke 10 ml)

·2 sterile Matrizen (2,5 x 5 cm)

·2 sterile 5 ml-Spritzen

·2 sterile Nadeln (20 Gauge)

Jede 12 mg-Packung InductOs 1.5 mg/ml, Pulver, Lösungsmittel und Matrix zur Herstellung einer

Matrix zur Implantation enthält:

·1 Durchstechflasche Pulver (Diboterminum alfa 12 mg)

·1 Durchstechflasche Lösungsmittel (Wasser für Injektionszwecke 10 ml)

·1 sterile Matrix (7,5 x 10 cm)

·2 sterile 10 ml-Spritzen

·2 sterile Nadeln (20 Gauge)

Zulassungsinhaberin

Medtronic BioPharma Sàrl, Tolochenaz.

Stand der Information

August 2017

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.



  • Dokumente in anderen Sprachen zur Verfügung hier

9-10-2018

Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/CMDh/84404/2018
vom 21.02.2018 betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Interferon alfa-2a

Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/CMDh/84404/2018 vom 21.02.2018 betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Interferon alfa-2a

Das BfArM veröffentlicht den Umsetzungsbescheid für den Wirkstoff Interferon alfa-2a infolge des Europäischen PSUR Single Assessment Verfahrens nach Artikel 107d) bis g) der Richtlinie 2001/83/EG.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

21-9-2018

Pending EC decision:  Jivi, damoctocog alfa pegol, Opinion date: 20-Sep-2018

Pending EC decision: Jivi, damoctocog alfa pegol, Opinion date: 20-Sep-2018

Europe - EMA - European Medicines Agency

7-9-2018

Orphan designation:  Recombinant human beta-glucuronidase (vestronidase alfa),  for the: Treatment of mucopolysaccharidosis type VII (Sly syndrome)

Orphan designation: Recombinant human beta-glucuronidase (vestronidase alfa), for the: Treatment of mucopolysaccharidosis type VII (Sly syndrome)

On 21 March 2012, orphan designation (EU/3/12/973) was granted by the European Commission to NDA Regulatory Science Ltd, United Kingdom, for recombinant human beta-glucuronidase for the treatment of mucopolysaccharidosis type VII (Sly syndrome).

Europe - EMA - European Medicines Agency

27-7-2018

Pending EC decision:  Abseamed, epoetin alfa, Opinion date: 26-Jul-2018

Pending EC decision: Abseamed, epoetin alfa, Opinion date: 26-Jul-2018

Europe - EMA - European Medicines Agency

27-7-2018

Pending EC decision:  Binocrit, epoetin alfa, Opinion date: 26-Jul-2018

Pending EC decision: Binocrit, epoetin alfa, Opinion date: 26-Jul-2018

Europe - EMA - European Medicines Agency

24-7-2018

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP):    -, Andexanet alfa, Therapeutic area: Other

Opinion/decision on a Paediatric investigation plan (PIP): -, Andexanet alfa, Therapeutic area: Other

Europe - EFSA - European Food Safety Authority EFSA Journal

29-6-2018

Pending EC decision:  Mepsevii, vestronidase alfa, Opinion date: 28-Jun-2018

Pending EC decision: Mepsevii, vestronidase alfa, Opinion date: 28-Jun-2018

Europe - EMA - European Medicines Agency

29-6-2018

Pending EC decision:  Veyvondi, vonicog alfa, Opinion date: 28-Jun-2018

Pending EC decision: Veyvondi, vonicog alfa, Opinion date: 28-Jun-2018

Europe - EMA - European Medicines Agency

17-5-2018

Orphan designation:  Efgartigimod alfa,  for the: Treatment of myasthenia gravis

Orphan designation: Efgartigimod alfa, for the: Treatment of myasthenia gravis

Europe - EMA - European Medicines Agency

15-5-2018

FDA approves first epoetin alfa biosimilar for the treatment of anemia

FDA approves first epoetin alfa biosimilar for the treatment of anemia

FDA approves Retacrit (epoetin alfa-epbx) as a biosimilar to Epogen/Procrit (epoetin alfa) for the treatment of anemia

FDA - U.S. Food and Drug Administration

14-11-2018

Caring for a loved one? Be prepared for any situation. 4 tips to help you keep you loved one safe:  http://www.fda.gov/caregivertips  #NationalFamilyCaregiversMonthpic.twitter.com/DpNpz8NCDe

Caring for a loved one? Be prepared for any situation. 4 tips to help you keep you loved one safe: http://www.fda.gov/caregivertips  #NationalFamilyCaregiversMonthpic.twitter.com/DpNpz8NCDe

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FDA - U.S. Food and Drug Administration

12-11-2018

Ruconest (Pharming Group N.V.)

Ruconest (Pharming Group N.V.)

Ruconest (Active substance: Conestat alfa) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)7548 of Mon, 12 Nov 2018

Europe -DG Health and Food Safety

29-10-2018

Replagal (Shire Human Genetic Therapies AB)

Replagal (Shire Human Genetic Therapies AB)

Replagal (Active substance: Agalsidase alfa) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)7250 of Mon, 29 Oct 2018

Europe -DG Health and Food Safety

2-10-2018

PegIntron (Merck Sharp and Dohme B.V.)

PegIntron (Merck Sharp and Dohme B.V.)

PegIntron (Active substance: Peginterferon alfa-2b) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)6484 of Tue, 02 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/280/T/135

Europe -DG Health and Food Safety

2-10-2018

Vimizim (BioMarin International Limited)

Vimizim (BioMarin International Limited)

Vimizim (Active substance: elosulfase alfa) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)6491 of Tue, 02 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/002779/T/0026

Europe -DG Health and Food Safety

2-10-2018

ViraferonPeg (Merck Sharp and Dohme B.V.)

ViraferonPeg (Merck Sharp and Dohme B.V.)

ViraferonPeg (Active substance: Peginterferon alfa-2b) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)6477 of Tue, 02 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/329/T/128

Europe -DG Health and Food Safety

2-10-2018

IntronA (Merck Sharp and Dohme B.V.)

IntronA (Merck Sharp and Dohme B.V.)

IntronA (Active substance: Interferon alfa-2b) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)6487 of Tue, 02 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/281/T/116

Europe -DG Health and Food Safety

24-9-2018

Kanuma (Alexion Europe SAS)

Kanuma (Alexion Europe SAS)

Kanuma (Active substance: sebelipase alfa) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)6245 of Mon, 24 Sep 2018

Europe -DG Health and Food Safety

24-9-2018

Ovitrelle (Merck Europe B.V.)

Ovitrelle (Merck Europe B.V.)

Ovitrelle (Active substance: Choriogonadotrophin alfa) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)6220 of Mon, 24 Sep 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/320/T/75

Europe -DG Health and Food Safety

4-9-2018

Epoetin alfa Hexal (Hexal AG)

Epoetin alfa Hexal (Hexal AG)

Epoetin alfa Hexal (Active substance: epoetin alfa) - Centralised - 2-Monthly update - Commission Decision (2018)5857 of Tue, 04 Sep 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/726/II/WS/1406

Europe -DG Health and Food Safety

4-9-2018

Binocrit (Sandoz GmbH)

Binocrit (Sandoz GmbH)

Binocrit (Active substance: epoetin alfa) - Centralised - 2-Monthly update - Commission Decision (2018)5856 of Tue, 04 Sep 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/725/II/WS/1406

Europe -DG Health and Food Safety

4-9-2018

Abseamed (Medice Arzneimittel PUtter GmbH and Co KG)

Abseamed (Medice Arzneimittel PUtter GmbH and Co KG)

Abseamed (Active substance: epoetin alfa) - Centralised - 2-Monthly update - Commission Decision (2018)5860 of Tue, 04 Sep 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/727/WS/1406

Europe -DG Health and Food Safety

4-9-2018

VEYVONDI (Baxalta Innovations GmbH)

VEYVONDI (Baxalta Innovations GmbH)

VEYVONDI (Active substance: vonicog alfa) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5866 of Tue, 04 Sep 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4454

Europe -DG Health and Food Safety

27-8-2018

Mepsevii (Ultragenyx Germany GmbH)

Mepsevii (Ultragenyx Germany GmbH)

Mepsevii (Active substance: vestronidase alfa) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5714 of Mon, 27 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4438

Europe -DG Health and Food Safety

27-8-2018

Beromun (BELPHARMA s.a.)

Beromun (BELPHARMA s.a.)

Beromun (Active substance: Tasonermin (Tumor Necrosis Factor alfa-1a)) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5699 of Mon, 27 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/206/T/40

Europe -DG Health and Food Safety

27-8-2018

Aranesp (Amgen Europe B.V.)

Aranesp (Amgen Europe B.V.)

Aranesp (Active substance: darbepoetin alfa) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)5707 of Mon, 27 Aug 2018

Europe -DG Health and Food Safety

22-8-2018

Luveris (Merck Europe B.V.)

Luveris (Merck Europe B.V.)

Luveris (Active substance: Lutropin alfa) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5631 of Wed, 22 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/000292/T/0077

Europe -DG Health and Food Safety

22-8-2018

Pergoveris (Merck Europe B.V.)

Pergoveris (Merck Europe B.V.)

Pergoveris (Active substance: follitropin alfa / lutropin alfa) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5629 of Wed, 22 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/000714/T/0059

Europe -DG Health and Food Safety

8-8-2018

GONAL-f (Merck Europe B.V.)

GONAL-f (Merck Europe B.V.)

GONAL-f (Active substance: Follitropin alfa) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5445 of Wed, 08 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/71/T/140

Europe -DG Health and Food Safety

6-8-2018

ReFacto AF (Pfizer Europe MA EEIG)

ReFacto AF (Pfizer Europe MA EEIG)

ReFacto AF (Active substance: Moroctocog alfa ) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5374 of Mon, 06 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/232/T/146

Europe -DG Health and Food Safety

2-8-2018

EU/3/18/2046 (Italfarmaco S.p.A.)

EU/3/18/2046 (Italfarmaco S.p.A.)

EU/3/18/2046 (Active substance: Givinostat) - Orphan designation - Commission Decision (2018)5278 of Thu, 02 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/062/18

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

NovoEight (Novo Nordisk A/S)

NovoEight (Novo Nordisk A/S)

NovoEight (Active substance: turoctocog alfa) - Centralised - 2-Monthly update - Commission Decision (2018)5093 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2719/II/23

Europe -DG Health and Food Safety

25-7-2018

Bemfola (Gedeon Richter Plc.)

Bemfola (Gedeon Richter Plc.)

Bemfola (Active substance: follitropin alfa) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)4989 of Wed, 25 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

4-7-2018

Alfacalcidol Medice

Rote - Liste

13-6-2018

Alfacalcidol-ratiopharm Weichkapseln

Rote - Liste

11-6-2018

BeneFIX (Pfizer Limited)

BeneFIX (Pfizer Limited)

BeneFIX (Active substance: Nonacog alfa) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)3778 of Mon, 11 Jun 2018

Europe -DG Health and Food Safety

11-6-2018

ALPROLIX (Swedish Orphan Biovitrum AB (publ))

ALPROLIX (Swedish Orphan Biovitrum AB (publ))

ALPROLIX (Active substance: eftrenonacog alfa) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)3776 of Mon, 11 Jun 2018

Europe -DG Health and Food Safety

18-5-2018

Ovaleap (Teva B.V.)

Ovaleap (Teva B.V.)

Ovaleap (Active substance: Follitropin alfa) - Centralised - Renewal - Commission Decision (2018)3154 of Fri, 18 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2608/R/23

Europe -DG Health and Food Safety

16-5-2018

Elonva (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Elonva (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Elonva (Active substance: corifollitropin alfa) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)3049 of Wed, 16 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/1106/T/40

Europe -DG Health and Food Safety