Indocid

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Indocid 25 mg Kapseln
  • Einheiten im Paket:
  • 30 Stück, Laufzeit: 36 Monate,50 Stück, Laufzeit: 36 Monate,100 Stück, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Indocid 25 mg Kapseln
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Indometacin
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 12789
  • Berechtigungsdatum:
  • 12-02-1965
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Öffentlichen Beurteilungsberichts

Für diese Arzneispezialität steht kein NPAR zur Verfügung. Alle relevanten

Änderungen seit 01.07.2011 finden sich in der Life – Cycle Tabelle.

Relevante Änderungen

Art der

Änderung

Genehmigungs-

Datum

Fachinformation

Gebrauchsinformation

Kennzeichnung

betroffen

Zusammenfassung der

Änderung bzw.

wissenschaftliche

Information

Löschung eines

Herstellers

14.09.2011

Löschung eines Herstellers:

J. Uriach y Cia, SA,

Barcelona/Spanien

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Indocid 25 mg Kapseln

Wirkstoff: Indometacin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie

Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Indocid 25 mg und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Indocid 25 mg beachten?

Wie sind Indocid 25 mg einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Indocid 25 mg aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Indocid 25 mg und wofür wird es angewendet?

Indocid enthält den Wirkstoff Indometacin, der zur Gruppe der sogenannten nichtsteroidalen

Antirheumatika (NSAR) gehört. Daher ist Indocid ein hochwirksames entzündungshemmendes

Arzneimittel mit ausgeprägten schmerzstillenden und fiebersenkenden Eigenschaften.

Indocid wird eingesetzt zur Behandlung aktiver Stadien (akute Schmerzen und Entzündung) bei:

Rheuma (rheumatoide Arthritis, juvenile Polyarthritis, Morbus Bechterew)

Arthrose (abnutzungsbedingte Gelenkerkrankung)

Gicht

entzündlichen Veränderungen im Bereich des Bewegungsapparates (Sehnen-bzw.

Sehnenscheidenentzündung, Schultergelenkentzündung, Gelenkkapselentzündung,

Entzündung von Schleimbeuteln)

schmerzhaften Schwellungen und Entzündungen nach Verletzungen

schmerzhafter Regelblutung

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Indocid beachten?

Indocid 25 mg darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Indometacin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie in der Vergangenheit an asthmaartigen Anfällen, allergischen Hautreaktionen

(Nesselausschlag) oder rinnender Nase nach Einnahme bzw. Anwendung von "Aspirin"

(Acetylsalicylsäure) oder anderen entzündungshemmenden Substanzen gelitten haben.

wenn Sie in der Vergangenheit an einer Magen-Darm-Blutung, -Geschwür oder –Durchbruch,

bedingt durch nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) gelitten haben.

wenn Sie gerade an einem Magen-/Darmgeschwür oder -Blutung leiden oder in der

Vergangenheit wiederholt (mindestens zweimal) an Magen-/Darmgeschwüren oder

-Blutungen gelitten haben.

bei Hirnblutungen oder anderen aktiven Blutungen.

bei ungeklärten Blutbildungs- und Gerinnungsstörungen

wenn Sie an einer schweren Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) leiden.

zur Behandlung von Schmerzen im Zuge einer Bypass-Operation an den Herzkranzgefäßen.

wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Indocid 25 mg einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt unbedingt über bestehende oder frühere Krankheiten, vor allem

schwere psychische Erkrankungen, Epilepsie und Parkinson'sche Krankheit.

bestimmte Erkrankungen im Magen-/Darmbereich (ulzerative Colitis, Morbus Crohn),

Magen-/Darmgeschwüre in der Vorgeschichte.

Herzmuskelschwäche oder Bluthochdruck.

Einschränkung der Nieren- oder Leberfunktion.

erhöhte Blutungsneigung.

Allergien, chronische Nasenschleimhautschwellungen/,,Polypen’’ oder chronische, die

Atemwege verengende Atemwegserkrankungen.

Porphyrie (Störung der Bildung des roten Blutfarbstoffes).

Bindegewebserkrankungen wie ,,Systemischer Lupus Erythematodes (SLE)’’ oder

,,Mischkollagenosen’’.

Die Anwendung von Arzneimitteln wie Indocid könnte mit einem geringfügig erhöhten Risiko, einen

Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, verbunden sein. Jedes Risiko steigt mit der Höhe der

Dosierung und Dauer der Anwendung. Steigern Sie daher nicht die Ihnen empfohlene Dosierung

und/oder Therapiedauer.

Wenn Sie Probleme mit dem Herzen haben, schon einen Schlaganfall hatten oder denken, dass bei

Ihnen ein erhöhtes Risiko für diese Umstände vorliegt (z. B. Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte

Cholesterinwerte oder wenn Sie Raucher sind), sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker über

diese Behandlung.

Über Blutungen, Geschwüre oder Durchbrüche im Magen-Darmtrakt, die unter Umständen sogar

tödlich verlaufen können, wurde bei allen nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) berichtet. Diese

können unabhängig davon, ob in der Krankengeschichte bereits ähnliche Nebenwirkungen beobachtet

wurden oder nicht, jederzeit während der Behandlung, mit oder ohne Vorwarnung auftreten.

Das Risiko für solche Ereignisse ist mit steigender NSAR-Dosis, bei Patienten mit einem Magen-

Darm-Geschwür in der Vorgeschichte (insbesondere mit Komplikationen wie Blutungen oder

Durchbruch), sowie bei älteren Patienten höher.

Falls Sie daher ungewöhnliche Symptome seitens des Magen-Darm-Traktes bemerken, die auf

Geschwüre oder Blutungen hinweisen können (wie z.B. Bauchmerzen, Bluterbrechen,

kaffeesatzartiges Erbrechen oder Schwarzfärbung des Stuhls), unterbrechen Sie bitte sofort die

Anwendung von Indocid und wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt!

Patienten mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung:

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, falls Sie an einer ,,chronisch entzündlichen Darmerkrankung’’

(Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) leiden, da eine Verschlimmerung dieser Krankheiten (u.a. verstärkte

Bauchschmerzen) möglich ist.

Treten anhaltende Bauchschmerzen, Durchfälle oder Erbrechen auf, beenden Sie sofort die

Behandlung und informieren Sie umgehend einen Arzt.

Patienten mit Leberfunktionsstörungen:

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, falls Sie an einer Leberfunktionsstörung (z.B. erhöhte Leberwerte)

leiden oder gelitten haben, da Ihr Arzt die Behandlung in diesen Fällen besonders sorgfältig

überwachen wird.

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, falls Sie an einer Nierenfunktionsstörung leiden, da Ihr Arzt die

Dosierung gegebenenfalls anpassen und die Behandlung streng überwachen wird.

Wie auch andere entzündungshemmende, schmerzstillende und fiebersenkende Arzneimittel, kann

Indocid die üblichen Symptome einer Infektionskrankheit verschleiern.

Falls Sie unter der Behandlung mit Indocid verschwommen sehen, sollten Sie Indocid absetzen und

Ihren Arzt benachrichtigen.

Informieren Sie weiters Ihren Arzt, falls nach der Anwendung von Indocid Kopfschmerzen, eventuell

mit Schwindel oder Benommenheit auftreten.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Indometacin Epilepsie, Parkinson oder

vorbestehende psychische Störungen verschlechtert werden. Sollten Sie daher an einer solchen

Erkrankung leiden und eine Verschlechterung Ihres Zustands bemerken während der Anwendung von

Indocid, informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Unter der Anwendung von NSAR wurde sehr selten von schweren, unter Umständen

lebensbedrohlichen Hautreaktionen, berichtet. Das höchste Risiko für diese Reaktionen scheint früh im

Therapieverlauf (innerhalb des ersten Behandlungsmonats) zu bestehen: Sollten bei Ihnen

Hautausschläge, eventuell mit Blasenbildung, oder Geschwüre an den Schleimhäuten (z.B. im Mund)

auftreten, setzen Sie Indocid sofort ab und wenden Sie sich bitte unverzüglich an einen Arzt.

Während der Behandlung mit Indocid sind verschiedene Labor-Untersuchungen erforderlich – lassen

Sie diese Kontrollen wie vom Arzt verordnet durchführen. Vor allem Kinder (ab 2 Jahren) erfordern

während der Therapie eine strenge ärztliche Überwachung und Kontrolle der Leberfunktion.

Einnahme von Indocid zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Informieren Sie Ihren Arzt vor allem dann, wenn Sie

kortisolhältige Arzneimittel (= Kortison)

andere schmerzstillende und entzündungshemmende Arzneimittel (Acetylsalicylsäure,

Diflunisal u.a.)

Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung

Arzneimittel zur Blutzuckersenkung

Arzneimittel zur Behandlung bestimmter psychischer Erkrankungen (Lithium, selektive

Serotonin-Wiederaufnahmehemmer)

bestimmte Gichtmittel (Probenecid)

Arzneimittel zur Entwässerung (Diuretika)

bestimmte blutdrucksenkende Arzneimittel

Digitalis (Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen)

bestimmte Appetitzügler (Phenylpropanolamin)

Cyclosporin (Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems)

Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen, Rheumatherapeutikum)

Phenytoin (Epilepsiearzneimittel)

einnehmen bzw. anwenden.

Einnahme von Indocid zusammen mit Alkohol

Bitte vermeiden Sie während einer Behandlung mit Indocid den Genuss von Alkohol, da das Risiko

für Nebenwirkungen (v.a. zentralnervös und Verdauungstrakt) erhöht wird.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Indocid darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden (siehe auch

„Indocid 25 mg darf nicht eingenommen werden“).

Indometacin kann es Ihnen erschweren, schwanger zu werden. Sie sollten Ihren Arzt informieren,

wenn Sie planen schwanger zu werden oder wenn Sie Probleme haben, schwanger zu werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung:

dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Indocid enthält Milchzucker (Lactose)

Bitte nehmen Sie Indocid 25 mg Kapseln erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen

bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3. Wie ist Indocid 25 mg einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Erwachsene

Die empfohlene Tagesdosis von Indocid beträgt 50-200 mg, aufgeteilt auf mehrere Einzelgaben, und

wird durch den behandelnden Arzt dem Schweregrad der Erkrankung, dem Ansprechen auf die

Behandlung und der Verträglichkeit angepasst.

Bei anhaltendem Nachtschmerz und/oder morgendlicher Steifigkeit kann eine Dosis bis zu 100 mg vor

dem Schlafengehen Erleichterung bringen.

Beim akuten Gichtanfall beträgt die empfohlene Tagesdosis 150-200 mg, verabreicht in geteilten

Dosen, solange bis alle Symptome und Zeichen abgeklungen sind.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen mit juveniler rheumatoider Arthritis

Bei Kindern mit einem Alter ab 2 Jahre mit juveniler rheumatoider Arthritis beträgt die tägliche

Anfangsdosis 1-2 mg/kg Körpergewicht, aufgeteilt auf 2 bis 3 Gaben, und kann, falls von dem

behandelnden Arzt verordnet, wöchentlich bis auf maximal 3 mg/kg Körpergewicht pro Tag gesteigert

werden.

Eine Maximaldosis von 150 bis 200 mg pro Tag oder 3 mg/kg Körpergewicht pro Tag (je nachdem,

welches die niedrigere Dosis ist) soll nicht überschritten werden. Mit Besserung der Symptome muss

die Dosis auf die niedrigste wirksame Dosis vermindert oder Indocid abgesetzt werden.

Die sichere Anwendung bei Kleinkindern unter 2 Jahren ist nicht erwiesen und wird daher nicht

empfohlen.

Die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit in den anderen Anwendungsgebieten wurde bei Kindern und

Jugendlichen nicht untersucht. Daher wird die Anwendung bei Patienten unter 18 Jahren nicht

empfohlen.

Patienten mit Leber- und Nierenerkrankungen, ältere Patienten

Bei diesen Patienten wird Ihr Arzt eine niedrigere Dosis erwägen. Außerdem ist eine regelmäßige

ärztliche Überwachung notwendig.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Kapseln werden unzerkaut, vor, nach oder während einer Mahlzeit mit ausreichend Flüssigkeit

eingenommen, um eine bessere Verträglichkeit im Magen-Darmtrakt zu erreichen.

Es sollte immer der kürzeste Zeitraum gewählt werden, der für die Erreichung der Beschwerdefreiheit

erforderlich ist – bitte halten Sie sich hierbei genau an die Anordnung des Arztes.

Wenn Sie eine größere Menge von Indocid eingenommen haben, als Sie sollten

Falls Sie irrtümlich zu viele Kapseln eingenommen haben, verständigen Sie umgehend einen Arzt, der

gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergreifen wird.

Hinweis für das medizinische Fachpersonal: Informationen zu Überdosierung finden Sie am Ende

dieser Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Indocid vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Indocid abbrechen

Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirkt zu stark oder zu schwach, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Es wurde über folgende Nebenwirkungen berichtet, wobei die Häufigkeiten wie folgt eingeteilt

wurden:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Kopfschmerzen*, Schwindel*, Benommenheit*.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Depression, Müdigkeit (einschließlich Unwohlsein und Teilnahmslosigkeit)*,

Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Oberbauchschmerzen, Bauchschmerzen,

Verstopfung, Durchfall.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Hörgeräusche (Tinnitus), Hörstörungen, Blutungen im Magen-Darmbereich und

Bauchschmerzen (vor allem bei Patienten mit bestehender Colitis ulcerosa),

Blutungen im unteren Bereich des Darms (in Spuren oder stärker, wenn aus einer

Darmwandausstülpung), Durchbruch bestehender Schädigungen im Darm

(Darmwandausstülpungen, Krebs), Blähungen, Entzündung der

Magenschleimhaut oder der Mundschleimhaut (unter Umständen mit Bildung

von Geschwüren), Flüssigkeitsansammlung, Haarausfall.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Überempfindlichkeitsreaktionen mit Symptomen wie Juckreiz, Hautausschlägen

(auch Nesselausschlag), Entzündung von Blutgefäßen in der Haut, entzündliche

druckschmerzhafte Hautknötchen, asthmaartige Atembeschwerden, plötzliche

Atemnot, schneller Blutdruckabfall, Schock-ähnlicher Zustand oder bereits

allergischer Schock, plötzliche auftretende Schwellungen im Bereich des

Gesichts, der Lippen oder Zunge, Flüssigkeitsansammlung in den Lungen,

psychische Störungen (wie Entpersönlichung), psychotische Zustände

(Wahnvorstellungen), Verwirrtheitszustände, verschwommenes Sehen,

Doppeltsehen, Schmerzen im Bereich des Augapfels, Beklemmungen*,

Ohnmachtsanfälle*, Schläfrigkeit*, Kribbeln und Taubheitsgefühl in den

Gliedmaßen*, Sprachstörungen*, Nervenleiden im Bereich der Gliedmaßen*,

Schlaflosigkeit*, Verschlechterung von Epilepsie oder Parkinson*,

unwillkürliche Muskelzuckungen*, Muskelschwäche*, Krämpfe*, Koma*,

Gehörverlust, beschleunigter Herzschlag, unregelmäßiger Herzschlag

(Arrhythmien), Herzklopfen, Herzmuskelschwäche, Brustschmerzen,

Bluthochdruck, niedriger Blutdruck, Entzündung der Leber und Gelbsucht (in

Einzelfällen mit tödlichem Ausgang), Magen-Darmgeschwüre in Verbindung mit

einer Verengung oder einem Verschluss, einzelne oder mehrfache Geschwüre in

der Speiseröhre, Magen-Darmbereich (einschließlich Durchbruch und Blutung),

die in Einzelfällen tödlich verlaufen können, Ausscheidung von Blut über den

Harn, Blutungen in der Scheide, Veränderungen der Brust, einschließlich

Brustvergrößerung (auch beim Mann), Berührungsempfindlichkeit,

Hitzewallungen, vermehrtes Schwitzen, Nasenbluten, veränderte Laborwerte

(Erhöhung von Kalium, Blutzucker), Ausscheidung von Zucker über den Harn,

Anstieg von Harnstoff und Stickstoff im Blut.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Schwerwiegende Veränderungen des Blutbilds (mögliche Symptome:

Infektanfälligkeit, punktförmige Blutungen an Haut/Schleimhäuten,

großflächigere Blutungen in die Haut, erhöhte Blutungsneigung u.a.);

lebensbedrohliche Gerinnungsstörung (Verbrauchskoagulopathie)*,

Ablagerungen und krankhafte Veränderungen im Bereich des Auges (vor allem

bei Patienten mit rheumatoider Arthritis und während einer Langzeit-

Behandlung), Ausscheidung von Eiweiß über den Harn, schwere Erkrankungen

der Nieren, Nierenschwäche bis hin zum Nierenversagen, schwere

Hautreaktionen, teilweise mit Blasenbildung und Hautabschälung, oft

Beteiligung der Schleimhäute (siehe Abschnitt 2 „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“).

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis).

* Diese Reaktionen sind meist vorübergehend und verschwinden häufig im weiteren Verlauf der Behandlung oder nach

Verringerung der Dosis. Der Schweregrad kann jedoch gelegentlich ein Absetzen der Behandlung erfordern.

Wasseransammlungen, Bluthochdruck und Herzschwäche wurden im Zusammenhang mit NSAR-

Behandlung berichtet.

Die Anwendung von Arzneimitteln wie Indocid könnte mit einem geringfügig erhöhten Risiko, einen

Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, verbunden sein.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Indocid 25 mg aufzubewahren?

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton/der Blisterpackung nach

„Verwendbar/Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht

sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Indocid 25 mg enthält

Der Wirkstoff ist: Indometacin. Jede Kapsel enhält 25 mg Indometacin.

Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, Lecithin-Lactose, hochdisperses

Siliciumdioxid, Magnesiumstearat, Gelatine, Titandioxid (E 171), Eisenoxid gelb (E 172).

Drucktinte: Schellackglasur, Eisenoxid schwarz (E 172), Propylenglykol,

Ammoniumhydroxid.

Wie Indocid 25 mg aussieht und Inhalt der Packung

Hellgelbe Kapseln, bedruckt mit "25".

Die Kapseln sind in Packungen aus PVC/Aluminium, zu 30 und 50 Stück erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

H.A.C. Pharma

Péricentre IV; 8, avenue de la Côte de Nacre - CS 15236

14052 Caen CEDEX 4

Frankreich

Hersteller

allphamed PHARBIL Arzneimittel GmbH, Göttingen/Deutschland

Z. Nr.: 12.789

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2017.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Behandlung einer Überdosierung:

Die Behandlung ist symptomatisch und unterstützend. Bei kürzlich erfolgter, versehentlicher

Einnahme kann gegebenenfalls der Magen umgehend entleert werden. Anschließend kann Aktivkohle

verabreicht werden. Je nach Zustand des Patienten kann eine intensive medizinische Beobachtung oder

Betreuung notwendig sein. Der Patient soll über mehrere Tage überwacht werden, da unter

Indometacin über gastrointestinale Ulzerationen und Blutungen berichtet wurde.