Indobene retard

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Indobene retard 75 mg - Kapseln
  • Einheiten im Paket:
  • 30 Stück, Laufzeit: 36 Monate,50 Stück, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Indobene retard 75 mg - Kapseln
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Indometacin
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-21608
  • Berechtigungsdatum:
  • 31-07-1996
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Indobene retard 75 mg - Kapseln

Wirkstoff: Indometacin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packuungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Indobene retard 75 mg und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Indobene retard 75 mg beachten?

Wie ist Indobene retard 75 mg einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Indobene retard 75 mg aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Indobene retard 75 mg und wofür wird es angewendet?

Der in Indobene retard 75 mg enthaltene Wirkstoff Indometacin ist ein sogenanntes nicht-steroidales

Antirheumatikum (NSAR) mit ausgeprägten schmerzstillenden, entzündungshemmenden und auch

fiebersenkenden Eigenschaften. Die Wirkung ergibt sich durch eine Hemmung bestimmter, am

Entzündungsgeschehen

beteiligter,

körpereigener

Botenstoffe.

Ferner

hemmt

Indometacin

Blutplättchenverklumpung.

Aus der vorliegenden Arzneiform wird Indometacin verzögert freigesetzt.

Indobene retard 75 mg wird bei Erwachsenen angewendet

zur Linderung von akuten Schmerzen und Entzündung bei

chronischen

Gelenksentzündungen,

insbesondere

rheumatoide

Arthritis

(chronische

Polyarthritis, „Rheuma“)

Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) und anderen entzündlich-rheumatischen

Wirbelsäulenerkrankungen

Reizzuständen der Gelenke und Wirbelsäule als Folge von Abnützungserscheinungen

(Arthrosen und Spondylarthrosen)

Gicht (Ausnahme: akuter Gichtanfall, siehe auch „Wie ist Indobene retard 75 mg

einzunehmen?“)

Entzündungen im Bereich der Weichteile wie Schleimbeutelentzündung, Gelenkkapsel- oder

Sehnenscheidenentzündung

schmerzhaften Schwellungen oder Entzündungen nach Verletzungen

bei Regelschmerzen

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Indobene retard 75 mg beachten?

Indobene retard 75 mg darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Indometacin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind

wenn

Ihnen

nach

Einnahme

Acetylsalicylsäure

(Aspirin)

oder

anderen

entzündungshemmenden Schmerzmitteln (NSAR) Atembeschwerden bis Atemnot (infolge

Krampf der Bronchialmuskulatur), Asthmaanfälle, allergischer Schnupfen oder Nesselsucht

aufgetreten sind

bestehenden

Magen-Darmgeschwüren

oder

Blutungen

bzw.

wiederkehrende

Magen-

Darmgeschwüren oder Blutungen (wenn Geschwüre oder Blutungen bereits zweimal oder

öfter nachgewiesen wurden)

Magen-Darmblutung

oder

Durchbruch

eines

Magen-Darmgeschwürs

Vorgeschichte,

bedingt

durch

vorangegangene

Behandlung

entzündungshemmenden

Schmerzmitteln (NSAR)

bei Hirnblutungen (zerebrovaskulären Blutungen) oder anderen aktiven Blutungen

wenn Sie an einer schweren Herzmuskelschwäche leiden

Störungen

Blutbildung,

Bildungsstörung

roten

Blutfarbstoffes

(Porphyrie),

Blutungsneigung (hämorrhagische Diathese)

wenn Sie an einer schweren Nierenfunktionsstörung leiden

wenn Sie an einer schweren Leberfunktionsstörung leiden

im letzten Drittel der Schwangerschaft

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Indobene retard 75 mg-Kapseln

einnehmen:

schweren

psychischen

Erkrankungen

Depression;

Krampfleiden

(Epilepsie);

Schüttellähmung

(Parkinsonismus),

Indometacin

diese

Erkrankungen

manchen

Fällen

verschlimmern kann. Falls Sie an einer dieser Erkrankungen leiden, teilen Sie dies bitte Ihrem Arzt

mit. Sollten sich Ihre Beschwerden während der Behandlung mit Indometacin verschlimmern,

informieren Sie bitte rechtzeitig Ihren Arzt. Abhängig vom Schweregrad der Erscheinungen kann

eine Dosisreduktion oder ein Absetzen der Therapie notwendig werden. Halten Sie sich daher bitte

genau an die Anweisungen Ihres Arztes.

Blutgerinnungsstörungen,

verminderter

Zahl

Blutplättchen:

Indometacin

kann

Blutungszeit beim Gesunden verlängern (aber innerhalb der Normalwerte); diese Wirkung kann bei

Patienten mit Blutgerinnungsstörungen verstärkt sein.

Bluthochdruck

und/oder

Herzmuskelschwäche

(auch

Vorgeschichte),

Zusammenhang

Behandlung

entzündungshemmenden

Schmerzmitteln

(NSAR)

Verringerung der Flüssigkeitsausscheidung und Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe (Ödem)

berichtet wurden.

bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa und Morbus Crohn) in der

Vorgeschichte,

diese

Erkrankungen

verschlimmert

werden

können

(siehe

auch

Welche

Nebenwirkungen sind möglich?“).

bei gleichzeitiger Behandlung mit Arzneimitteln, die das Geschwürs- und Blutungsrisiko erhöhen

können,

Kortikosteroide

(z.B.

Kortison)

Einnehmen,

blutgerinnungshemmende

Arzneimittel,

bestimmte

Arzneimittel

Behandlung

depressiver

Erkrankungen

(selektive

Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) oder Arzneimittel zur Vorbeugung von Blutgerinnselbildung

(Thrombozytenaggregationshemmer) wie Acetylsalicylsäure (siehe auch „Einnahme von Indobene

retard 75 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

bei Leber- oder Nierenfunktionsstörungen.

ältere

Patienten,

diese

einer

erhöhte

Häufigkeit

Nebenwirkungen

haben,

durch

entzündungshemmende

Schmerzmittel

(NSAR)

bedingt

sind;

insbesondere

Magen-

Darmblutungen und Durchbruch von Geschwüren, die tödlich verlaufen können (siehe auch

„Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).

Patienten, die an Asthma, Heuschnupfen, Nasenpolypen oder chronischen Atemwegserkrankungen

mit Einengung der Atemwege leiden, da für diese ein erhöhtes Risiko für das Auftreten allergischer

Reaktionen besteht. Diese können sich als Asthmaanfälle (sog. Analgetika-Asthma), Quincke-

Ödem (plötzlich auftretende Schwellungen, v.a. im Gesichtsbereich, bei Beteiligung von Kehlkopf

und Zunge unter Umständen mit Atemnot und Schluckstörungen) oder Urtikaria (Nesselsucht)

äußern.

bei Überempfindlichkeit gegen andere entzündungshemmende Schmerzmittel.

bestimmten

Erkrankungen

Haut

Bindegewebes

(subkutaner

Lupus

erythematodes).

direkt nach größeren chirurgischen Eingriffen.

Nebenwirkungen

können

dadurch

gering

gehalten

werden,

dass

Erzielung

einer

Beschwerdefreiheit die niedrigst wirksame Dosis für die kürzest notwendige Zeit angewendet wird.

Zu Beginn der Behandlung mit Indobene retard 75 mg können manchmal Kopfschmerzen und auch

Schwindelgefühl auftreten. Falls Sie unter diesen Beschwerden leiden, suchen Sie bitte Ihren Arzt auf,

der die Dosis gegebenenfalls reduzieren wird. Dauern die Kopfschmerzen jedoch trotz Herabsetzen

der Dosis an, sollte die Behandlung mit Indobene retard 75 mg abgebrochen werden.

Magen-Darmtrakt

Blutungen,

Geschwüre

Magen-Darmbereich

Durchbruch

Geschwüren,

tödlich

verlaufen können, wurden im Zusammenhang mit allen entzündungshemmenden Schmerzmitteln

(NSAR) gemeldet; sie können jederzeit während der Therapie auftreten, mit Warnsymptomen oder

auch ohne Warnsymptome und mit oder ohne schwerwiegenden Magen-Darmerkrankungen in der

Vorgeschichte.

Die Darmgeschwüre waren selten mit Verengung und Verschluss des Darmes vergesellschaftet.

Magen-Darmblutung

ohne

offensichtliche

Geschwürsbildung

Durchbruch

bestehender

krankhafter

Veränderungen

(krebsartige

Veränderungen

oder

Ausstülpungen

Darmwand)

bestimmter Darmabschnitte sind aufgetreten.

Das Risiko von Blutungen, Geschwüren im Magen-Darmbereich und Durchbruch von Geschwüren ist

höher mit steigender Dosis der entzündungshemmenden Schmerzmittel, bei Patienten mit Magen-

Darmgeschwüren

Vorgeschichte,

insbesondere

Komplikationen

Blutung

oder

Durchbruch von Geschwüren und bei älteren Patienten. Diese Patienten sollten die Behandlung mit

der niedrigsten verfügbaren Dosis beginnen. Für diese Patienten sollte eine gleichzeitige Behandlung

mit einem sogenannten „Magenschutz“ (z. B. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht

gezogen werden und auch für Patienten, die gleichzeitig mit niedrig dosierter Acetylsalicylsäure oder

anderen

Substanzen,

möglicherweise

Risiko

Magen-Darmgeschwüren

oder –

blutungen erhöhen, behandelt werden (siehe dieser Abschnitt oben und „Einnahme von Indobene

retard 75 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Falls Sie bereits in

Ihrer Vorgeschichte an Magen-Darmerkrankungen gelitten haben, sollten Sie,

insbesondere wenn Sie ein älterer Patient sind, jegliche ungewöhnliche Beschwerden im Magen-

Darmbereich (wie Magen- und/oder Bauchschmerzen, schwarzer oder blutiger Stuhl) sofort Ihrem

Arzt melden; dies gilt in besonderem Maße für die Anfangsphase der Behandlung. Ihr Arzt wird über

die weitere Behandlung entscheiden.

Falls Sie (auch ohne Magen-Darmerkrankungen in der Vorgeschichte) während der Behandlung mit

Indometacin stärkere Schmerzen im Oberbauch bekommen, Blut erbrechen oder mit dem Stuhl

ausscheiden (bzw. Ihr Stuhl schwarz gefärbt ist), sollten Sie Indobene retard 75 mg absetzen und

sofort einen Arzt aufsuchen.

Als Folge einer offensichtlichen oder okkulten (verborgenen) Magen-Darmblutung kann bei manchen

Patienten eine Blutarmut auftreten. Daher werden bei längerer Anwendung von Indobene retard 75 mg

regelmäßige Blutbildkontrollen empfohlen, die Sie bitte unbedingt einhalten sollten.

Herz und Gefäße

Die Anwendung von Arzneimitteln wie

Indobene retard 75 mg könnte mit einem geringfügig

erhöhten Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, verbunden sein. Jedes Risiko steigt

Höhe

Dosierung

Dauer

Anwendung.

Steigern

daher

nicht

Ihnen

empfohlene Dosierung und/oder Therapiedauer.

Wenn Sie Probleme mit dem Herzen haben, schon einen Schlaganfall hatten oder denken, dass bei

Ihnen ein erhöhtes Risiko für diese Umstände vorliegt (wie z.B. Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte

Cholesterinwerte oder wenn Sie Raucher sind), sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker über

diese Behandlung.

Gleichzeitige

Anwendung

Indobene

retard

entzündungshemmenden

Schmerzmittel, einschließlich der Zyklooxygenase-2 selektiven Inhibitoren sollte vermieden werden.

Infektionen

Wie auch andere entzündungshemmende, schmerzstillende Arzneimittel kann Indobene retard 75 mg

die üblichen Anzeichen einer Infektion verschleiern. Bei neu auftretenden Anzeichen einer Infektion

(z.B. Fieber, Abgeschlagenheit, unklare Schwellungen und/oder Rötungen) oder Verschlimmerung

einer bereits bestehenden Infektion unter der Behandlung mit Indobene retard 75 mg suchen Sie bitte

unverzüglich einen Arzt auf, um eine eventuell notwendige antiinfektiöse/antibiotische Therapie nicht

zu verzögern (siehe auch „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).

Auge

Gelegentlich wurden unter Langzeitbehandlung mit Indometacin Pigmentdegenerationen der Netzhaut

des Auges und Hornhauttrübungen beobachtet (siehe auch „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).

Verschwommensehen kann ein Hinweis darauf sein und erfordert eine gründliche augenärztliche

Untersuchung.

Ähnliche

Augenveränderungen

wurden

jedoch

auch

manchen

Patienten

chronischer Polyarthritis beobachtet, die kein Indometacin einnahmen. Sollten Sie verschwommen

sehen, informieren Sie bitte Ihren Arzt darüber. Regelmäßige augenärztliche Untersuchungen, an die

Sie sich bitte unbedingt halten sollten, sind bei längerer Behandlungsdauer notwendig, da es auch

ohne

Beschwerden

Veränderungen

Auge

kommen

kann.

Zumeist

verschwinden

diese

Veränderungen nach Absetzen der Behandlung.

Niere

seltenen

Fällen

können

entzündungshemmende

Schmerzmittel

Nierenentzündungen

Nierenschäden

einer

Beeinträchtigung

Nierenfunktion

verursachen

(siehe

auch„Welche

Nebenwirkungen sind möglich?“). Verminderung der Harnausscheidung, Flüssigkeitsansammlung im

Gewebe

allgemeines

Unwohlsein

können

Ausdruck

einer

Nierenerkrankung

Nierenversagen sein. Falls bei Ihnen solche Beschwerden auftreten oder sich verschlechtern, nehmen

Sie bitte Indobene retard 75 mg nicht weiter ein und kontaktieren Sie sofort einen Arzt.

höchste

Risiko

für

eine

derartige

Reaktion

haben

Patienten

Nieren-

oder

Leberfunktionsstörungen,

chronischer

Herzschwäche,

Diabetes

mellitus,

Austrocknung,

Blutvergiftung (Sepsis) oder Patienten höheren Alters. Bitte informieren Sie Ihren Arzt falls einer

dieser Fälle auf Sie zutrifft, da dieser die Dosierung gegebenenfalls anpassen und die Behandlung

streng überwachen wird.

Leber

Patienten

Beschwerden

oder

Anzeichen

einer

Leberfunktionsschwäche

bzw.

Patienten

abnormalen Leberfunktionswerten sollten unter einer Therapie mit Indobene retard 75 mg hinsichtlich

Anzeichen

einer

Verschlechterung

Leberfunktion

ärztlich

überwacht

werden.

Falls

Laborergebnisse zeigen, dass bei Ihnen die Leberfunktionswerte weiterhin von der Norm abweichen

oder sich verschlechtern bzw. wenn Sie unter Beschwerden wie Krankheitsgefühl , Mattigkeit,

Übelkeit, Appetitlosigkeit, Juckreiz, Hautausschlägen, Oberbauchbeschwerden, Gelbfärbung der Haut

und des Augenweiß leiden (als Zeichen einer Lebererkrankung), kontaktieren Sie bitte einen Arzt, da

die Behandlung mit Indobene retard 75 mg in diesem Fall abgebrochen werden muss.

Haut

Sehr

selten

wurden

Zusammenhang

Anwendung

entzündungshemmenden

Schmerzmitteln schwere, manchmal tödlich verlaufende Hautreaktionen (Stevens-Johnson Syndrom,

Lyell-Syndrom

sog.

„Syndrom

verbrühten

Haut“)

berichtet

(siehe

auch

„Welche

Nebenwirkungen

sind

möglich?“).

scheint,

dass

Patienten

höchste

Risiko

für

diese

Reaktionen früh im Therapieverlauf haben: der Beginn der Reaktion trat in der Mehrzahl der Fälle

innerhalb

ersten

Behandlungsmonats

ein.

Sollten

Ihnen

Hautausschläge,

eventuell

Blasenbildung oder Geschwüre an den Schleimhäuten (z.B im Mund) auftreten, setzen Sie Indobene

retard 75 mg sofort ab und kontaktieren Sie bitte unverzüglich einen Arzt!

Immunsystem

Schwere

akute

Überempfindlichkeitsreaktionen

allergischer

Schock)

werden

sehr

selten

beobachtet.

ersten

Anzeichen

einer

Überempfindlichkeitsreaktion

nach

Einnahme

Indometacin, welche schon bei Erstanwendung vorkommen kann, dürfen Sie Indobene retard 75 mg

nicht mehr einnehmen. In diesem Fall suchen Sie bitte sofort einen Arzt oder die Notfallabteilung des

nächstgelegenen Spitals auf, denn es ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich (siehe auch „Welche

Nebenwirkungen sind möglich?“).

Untersuchungen

Anwendung

dieses

Arzneimittels

allem

über

einen

längeren

Zeitraum

sind

angemessenen

Abständen

Blutbildkontrollen,

Nieren-

Leberfunktionstests,

Blutgerinnungskontrollen,

Hämokkulttests

(Test

Blutspuren

Stuhl)

sowie

augenärztliche

Untersuchungen erforderlich. Halten Sie sich daher bitte an die Anweisungen Ihres Arztes.

Bei längerem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte

Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.

Ganz

allgemein

kann

gewohnheitsmäßige

Einnahme

Schmerzmitteln,

insbesondere

Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem

Risiko eines Nierenversagens (sog. „Analgetika-Nephropathie“) führen.

Bezüglich weiblicher Fruchtbarkeit siehe „Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit“.

Einnahme von Indobene retard 75 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Andere entzündungeshemmende Schmerzmittel (NSAR) einschließlich Salicylate

Die gleichzeitige Gabe mehrerer NSAR kann das Risiko von Magen-Darmgeschwüren und Blutungen

erhöhen. Daher wird die gleichzeitige Anwendung von Indobene retard 75 mg mit anderen NSAR

nicht empfohlen (siehe auch „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Digoxin

(herzstärkendes

Arzneimittel),

Phenytoin

(Arzneimittel

gegen

Epilepsie),

Lithium

(Arzneimittel zur Behandlung depressiver Erkrankungen)

Die gleichzeitige Anwendung von Indometacin und diesen Arzneimitteln kann deren Konzentration

im Blut erhöhen. Eine Kontrolle der Digoxin- und der Phenytoin-Spiegel im Blut wird empfohlen. Die

gleichzeitige Anwendung von Indometacin und Lithium ist zu vermeiden, es sei denn, es erfolgen

regelmäßige

Kontrollen

Lithiumblutwerte

eine

dementsprechende

Verminderung

Lithiumdosis durch den Arzt. Halten Sie sich daher bitte an die Anweisungen Ihres Arztes.

Entwässerungsmittel

sowie

ACE-Hemmer

und

Angiotensin-II-Antagonisten

(blutdrucksenkende

Arzneimittel)

NSAR

können

Wirkung

Entwässerungsmitteln

blutdrucksenkenden

Arzneimitteln

abschwächen.

Patienten

eingeschränkter

Nierenfunktion

Patienten

Flüssigkeitsmangel oder ältere Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion) kann dies zu einer

weiteren

Verschlechterung

Nierenfunktion,

einschließlich

eines

möglichen

akuten

Nierenversagens, führen, was gewöhnlich vorübergehend ist. Daher sollte eine solche Kombination

nur mit Vorsicht angewendet werden, vor allem bei älteren Patienten.

Falls

diesen

Patienten

gehören

eine

Kombinationsbehandlung

erhalten,

sollten

unbedingt auf reichliche Flussigkeitszufuhr achten.

Nach Beginn einer Kombinationstherapie ist eine regelmäßige Kontrolle der Nierenwerte erforderlich,

die Sie unbedingt einhalten sollten.

Die gleichzeitige Gabe von Indometacin und kaliumsparenden Entwässerungsmitteln kann zu einer

Erhöhung der Kaliumwerte im Blut führen. Daher ist eine Kontrolle der Kaliumwerte erforderlich.

Furosemid (Entwässerungsmittel)

Durch Furosemid wird die Indometacin-Ausscheidung beschleunigt.

Triamteren (Entwässerungsmittel)

Indometacin sollte nicht gleichzeitig mit Triamteren angewendet werden, da sonst die Gefahr des

akuten Nierenversagens besteht.

Blutdrucksenkende Arzneimittel

Indometacin kann die Wirkung von blutdrucksenkenden Arzneimitteln abschwächen.

Kortikosteroide (Kortison)

Erhöhtes

Risiko

Magen-Darmgeschwüren

oder

Blutungen

(siehe

auch

„Warnhinweise

Vorsichtsmaßnahmen“).

Arzneimittel zur Vorbeugung von Blutgerinnselbildung wie Acetylsalicylsäure und selektive Serotonin

Wiederaufnahmehemmer (SSRI) (Arzneimittel zur Behandlung depressiver Erkrankungen)

Erhöhtes Risiko von Magen-Darmblutungen (siehe auch „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen)

Die Gabe von Indometacin innerhalb von 24 Stunden vor oder nach Gabe von Methotrexat kann zu

einer

erhöhten

Konzentration

Methotrexat

Blut

einer

Zunahme

seiner

schädigendenWirkung führen.

Ciclosporin (Arzneimittel mit hemmender Wirkung auf die Immunabwehr)

NSAR wie Indometacin können die Nierenschädigende Wirkung von Ciclosporin erhöhen.

Regelmäßige Kontrollen Ihrer Nierenwerte sind erforderlich. Halten Sie sich bitte an die Anweisungen

Ihres Arztes.

Blutgerinnungshemmende Arzneimittel

NSAR können die Wirkung von blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln wie Warfarin verstärken

(siehe

auch

„Warnhinweise

Vorsichtsmaßnahmen“).

wird

gleichzeitiger

Therapie

vorsichtshalber eine entsprechende Kontrolle der Gerinnungswerte empfohlen. Halten Sie sich bitte an

die von Ihrem Arzt angeordneten Kontrolltermine.

Sulfonylharnstoffe (blutzuckersenkende Arzneimittel)

Vereinzelt

wurde

über

eine

Beeinflussung

Blutzuckerspiegels

nach

Gabe

Indometacin

berichtet, die eine Dosisanpassung der blutzuckersenkenden Behandlung erforderte. Daher wird bei

gleichzeitiger Therapie vorsichtshalber eine Kontrolle der Blutzuckerwerte empfohlen. Halten Sie sich

bitte an die Anweisungen Ihres Arztes.

Probenecid (Arzneimittel gegen Gicht)

Bei Kombination mit Probenecid wird die Ausscheidung von Indometacin verlangsamt und in der

Folge steigt der Indometacingehalt im Blut.

Penicilline (Antibiotika)

Bei Kombination mit Penicillinen wird deren Ausscheidung verzögert.

Diflunisal (entzündungshemmendes Schmerzmittel, NSAR)

Indometacin

sollte

nicht

gleichzeitig

Diflunisal

eingenommen

werden,

sonst

einem

deutlichen Anstieg der Indometacin-Spiegel im Blut zu rechnen ist (tödliche Magen-Darmblutungen

wurden beschrieben).

Arzneimittel mit hemmender Wirkung auf die Magensäureproduktion (Antazida)

Verminderung der Aufnahme von Indometacin über den Darmtrakt in die Blutbahn.

Arzneimittel zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen (z.B. Haloperidol)

Verstärkung

Nebenwirkungen

seitens

zentralen

Nervensystems

Schläfrigkeit

Verwirrtheitszustände.

Einnahme von Indobene retard 75 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Bei Anwendung von NSAR wie Indometacin können durch gleichzeitigen Genuss von Alkohol

Wirkstoff-bedingte

Nebenwirkungen,

insbesondere

solche,

Magen-Darmtrakt

oder

zentrale Nervensystem betreffen, verstärkt werden. Daher sollten Sie während der Behandlung mit

Indobene retard 75 mg auf Alkoholkonsum verzichten.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Schwangerschaft

Während des ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittels sollten Sie Indobene retard 75 mg nur dann

einnehmen, wenn dies Ihr Arzt für unbedingt notwendig erachtet. Falls Sie versuchen schwanger zu

werden oder wenn Indobene retard 75 mg während des ersten oder zweiten Schwangerschaftsdrittels

angewendet wird, soll Anwendung auf Einzelgaben beschränkt und die Dosis so niedrig wie möglich

gehalten werden.

Während

letzten

Schwangerschaftsdrittels

darf

Indobene

retard

nicht

eingenommen

werden.

Stillzeit

Der Wirkstoff Indometacin geht in die Muttermilch über. Ist eine Anwendung von Indometacin in der

Stillzeit erforderlich, muss abgestillt werden.

Fruchtbarkeit

Die Einnahme von Indobene retard 75 mg kann die weibliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen und wird

daher bei Frauen, die schwanger werden möchten, nicht empfohlen. Falls Sie Schwierigkeiten haben,

schwanger zu werden oder wenn bei Ihnen bereits Untersuchungen auf mögliche Unfruchtbarkeit

durchgeführt werden, sollte das Absetzen von Indobene retard 75 mg in Betracht gezogen werden.

Lassen Sie sich bitte hierzu von Ihrem Arzt beraten.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

!

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und die Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Da bei der Anwendung von Indometacin Nebenwirkungen seitens des zentralen Nervensystems wie

Müdigkeit und Schwindel auftreten können, kann im Einzelfall die Fähigkeit zum Fahren eines

Kraftfahrzeuges und/oder zum Bedienen von Maschinen eingeschränkt sein. Dies gilt in verstärktem

Maße im Zusammenwirken mit Alkohol oder anderen Arzneimitteln mit Wirkung auf das zentrale

Nervensystem.

Indobene retard 75 mg enthält Lactose und Saccharose

Dieses Arzneimittel enthält Lactose-Monohydrat (Milchzucker) und Saccharose (Haushaltszucker).

Bitte nehmen Sie Indobene retard erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist,

dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

Wie ist Indobene retard 75 mg einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Dosis

1 – 2x täglich 1 Retard-Kapsel. Eine Tagesdosis von 2 Indobene retard 75 mg – Kapseln soll nicht

überschritten werden.

Bei nächtlichen Schmerzen und Morgensteifigkeit bei rheumatischen Erkrankungen wird vor dem

Schlafengehen eine Retard-Kapsel eingenommen.

Bei Regelbeschwerden (Dysmenorrhoe) wird täglich eine Retard-Kapsel eingenommen, beginnend

mit dem Einsetzen der Krämpfe bzw. der Blutung.

Aufgrund der verzögerten Freisetzung sind Indobene retard 75 mg Kapseln zur Behandlung des akuten

Gichtanfalls nicht geeignet. In diesem Fall wird Ihr Arzt Ihnen eine schnellfreisetzende Formulierung

des Wirkstoffs Indometacin verschreiben.

Patienten mit Leber- und Nierenfunktionsstörungen

Falls

einer

Leber-

und/oder

Nierenfunktionsstörung

leiden,

wird

Arzt

Dosis

entsprechend vermindern (siehe auch „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Für eine begründete Empfehlung zur Dosierung von Indometacin bei Kindern und Jugendlichen unter

18 Jahren liegt kein ausreichendes wissenschaftliches Erkenntnismaterial vor.

Ältere Patienten

Wegen des möglichen Nebenwirkungsprofils sollten ältere Menschen besonders sorgfältig überwacht

werden (siehe auch „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“); Ihr Arzt wird gegebenenfalls die

Dosis entsprechend vermindern.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Kapseln sind unzerkaut zu oder nach den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. 1 Glas

Wasser) einzunehmen.

Dauer der Anwendung

Es sollte immer die niedrigste wirksame Dosis, die für die Erreichung der Beschwerdefreiheit

notwendig ist, über den kürzesten Zeitraum angewendet werden.

rheumatischen

Erkrankungen

kann

Anwendung

Indometacin

über

einen

längeren

Zeitraum erforderlich sein.

Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Indobene retard 75 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Anzeichen

einer

Überdosierung

können

Störungen

seitens

zentralen

Nervensystems

Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Bewusstlosigkeit und Krämpfe sein. Des Weiteren kann

es zu Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen kommen. Ferner sind das Auftreten von Magen-

Darmblutungen sowie Funktionsstörungen der Leber und der Nieren möglich.

Falls Sie zu viele Kapseln eingenommen haben oder ein Kind einige Kapseln geschluckt hat, nehmen

Sie sofort Kontakt mit einem Arzt oder der Notfallabteilung des nächsten Krankenhauses auf. Nehmen

Sie die restlichen Kapseln oder die Verpackung mit, damit sich der Arzt über den aufgenommenen

Wirkstoff informieren kann.

Für den Arzt:

ZUR THERAPIE BEI ÜBERDOSIERUNG FINDEN SIE HINWEISE AM ENDE DIESER

GEBRAUCHSINFORMATION!

Wenn Sie die Einnahme von Indobene retard 75 mg vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Nehmen Sie stattdessen bei Bedarf einfach die übliche folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Indobene retard 75 mg abbrechen

Besprechen Sie die weitere Behandlung mit Ihrem Arzt, falls Sie noch Schmerzen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Folgende Nebenwirkungen können während der Behandlung mit Indobene retard 75 mg auftreten:

folgenden

unerwünschten

Arzneimittelwirkungen

muss

berücksichtigt

werden,

dass

überwiegend dosisabhängig und individuell unterschiedlich sind.

häufigsten

beobachteten

Nebenwirkungen

betreffen

Verdauungstrakt.

Magen-

Darmgeschwüre, Durchbruch von Geschwüren oder Blutungen, manchmal tödlich, können auftreten,

insbesondere bei älteren Patienten (siehe auch „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“). Übelkeit,

Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, Bauchschmerzen, blutiger

oder schwarzer Stuhl, Bluterbrechen, Entzündung der Mundschleimhaut mit Schleimhautdefekten

(ulcerative Stomatitis), Verschlimmerung (verstärkte Bauchschmerzen) von chronisch entzündlichen

Darmerkrankungen

(Colitis

ulcerosa

Morbus

Crohn)

(siehe

auch

„Warnhinweise

Vorsichtsmaßnahmen“)

sind

nach

Anwendung

berichtet

worden.

Weniger

häufig

wurde

eine

Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis) beobachtet.

Insbesondere

Risiko

für

Auftreten

Magen-Darm-Blutungen

(Magenschleimhautentzündung, Schleimhautdefekte, Geschwüre) ist abhängig vom Dosisbereich und

der Anwendungsdauer.

Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (Ödeme), Bluthochdruck und Herzmuskelschwäche wurden im

Zusammenhang mit NSAR-Behandlung berichtet.

Die Anwendung von Arzneimitteln wie Indobene retard 75 mg könnte mit einem geringfügig erhöhten

Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, verbunden sein (siehe auch „Warnhinweise

und Vorsichtsmaßnahmen“).

Sehr häufige Nebenwirkungen (können mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Kopfschmerzen und Benommenheit*

Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, ebenso wie geringfügige

Magen-Darm-Blutverluste, die sehr selten eine Blutarmut verursachen können.

Häufige Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag und Hautjucken

Depression

Schwindel, Schläfrigkeit, leichte Ermüdbarkeit, Erschöpfung*

Ohrgeräusche (Tinnitus)

Verdauungsbeschwerden,

Blähungen,

Verstopfung,

Bauchkrämpfe,

Bauchschmerzen,

Appetitlosigkeit

sowie

Magen-Darmgeschwüre

(unter

Umständen

Blutung

Durchbruch)

Erhöhung bestimmter Leberwerte (Serumtransaminasen)

Gelegentliche Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Mangel an weißen Blutzellen, Blutplättchenmangel, Mangel an roten Blutzellen (aufgrund

Magen/Darm-Blutungen),

lebensbedrohliche

Blutgerinnungssstörung

(Verbrauchskoagulopathie),

punktförmige/

fleckenförmige

Haut-/

Schleimhautblutungen

(Petechien/Ekchymosen)

Nesselsucht (Urtikaria), Überempfindlichkeitsreaktionen mit asthmaartiger Atemnot (ggf. mit

Blutdruckabfall)

Verwirrtheit, Angstzustände, psychische Störungen, Schlaflosigkeit

periphere Neuropathie (Nervenerkrankung mit Kribbeln, Lähmungen oder Schmerzen in den

Gliedmaßen),

Muskelschwäche,

Krämpfe,

Empfindungsstörungen

(z.B.

Kribbeln),

vorübergehende Bewusstseinsverluste bis zum Koma. Verstärkung der Beschwerden bei

Epilepsie und Morbus Parkinson (Schüttellähmung)*

Auftreten

Doppelbildern;

krankhafte

Veränderungen

Bereich

Auges

(Pigmentdegenerationen

Netzhaut,

degenerative

Makulaveränderungen)

Hornhauttrübungen im Verlauf einer Langzeitbehandlung. Verschwommensehen kann hierfür

ein Anzeichen sein (siehe auch „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)

vorübergehende Hörstörungen, Taubheit

unregelmäßiger Herzschlag (Arrhythmie), Herzklopfen, Herzmuskelschwäche

Entzündung

Magenschleimhaut,

Bluterbrechen,

schwarzer

oder

blutiger

Stuhl

oder

blutiger

Durchfall,

Darmgeschwüre

Verbindung

Verengung

Verschluss

Darmbereich, Durchbruch bestehender Schädigungen im Darm (Darmwandausstülpungen,

Krebs)

Leberschäden, insbesondere bei Langzeittherapie,

akute Leberentzündung mit oder ohne

Gelbsucht (sehr selten heftig verlaufend, auch ohne Beschwerden, die diese Erkrankung

vorankündigen), Leberversagen

Haarausfall, vermehrtes Schwitzen, Erythema nodosum (entzündliche Hautveränderung mit

schmerzhafter Knötchenbildung)

Ansammlung

Flüssigkeit

Körper,

Nierengewebsschädigungen

(Entzündung

Nierengewebes, Zerfall von Nierengewebe), die mit akuter Nierenschwäche (inschließlich

Nierenversagen), Ausscheidung von Eiweiß und/oder Blut im Harn einhergehen können,

nephrotisches

Syndrom

(bestimmte

Nierenerkrankung

vermehrter

Ausscheidung

Eiweiß im Harn). Verminderung der Harnausscheidung, Flüssigkeitsansammlung im Gewebe

und allgemeines Unwohlsein können Ausdruck einer solchen Nierenschädigung sein.

Ausbildung von Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (z.B. in Form von Schwellungen im

Knöchelbereich),

insbesondere

Patienten

Bluthochdruck

oder

Nierenfunktionsschwäche.

Seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Kleinfleckige Haut-/Schleimhautblutungen (Purpura), Mangel an roten Blutzellen (aufgrund

von Zellzerfall oder mangelnder Bildung), Mangel sämtlicher Blutzellen, Agranulozytose

[schwere Erkrankung durch plötzliche Abnahme der Granulozyten - einer Untergruppe der

weißen Blutzellen]. Erste Anzeichen der Agranulozytose können sein: Fieber, Halsschmerzen,

oberflächliche

Wunden

Mund,

grippeartige

Beschwerden,

starke

Abgeschlagenheit,

Nasenbluten und Hautblutungen

Asthma; schwere allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen. Sie können sich äußern als:

Gesichtsschwellung,

Zungenschwellung,

innere

Kehlkopfschwellung

Einengung

Luftwege, (Erstickungsgefahr!), Herzjagen, Blutdruckabfall bis hin zum bedrohlichen Schock

(siehe auch „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

erhöhte Blutkaliumwerte, Anstieg von Harnstoff und Stickstoff im Blut, Blutzuckererhöhung,

Ausscheidung von Zucker im Harn

Depersonalisation (Verlust bzw. Veränderung des natürlichen Persönlichkeitsgefühls)

Sprechstörung*

Sehstörungen

beschleunigter Herzschlag, Schmerzen in der Brust

Hitzewallungen, Bluthochdruck, niedriger Blutdruck

entzündliche

Hautveränderungen

Abschälung

Rötung

Haut

(exfoliative

Dermatitis,

Erythema

multiforme),

Angioödem

(plötzlich

auftretende

Schwellung

Gesichtsbereich,

Beteiligung

Zunge

Rachen

unter

Umständen

Schluckbeschwerden und Atemnot)

unwillkürliche Muskelbewegungen

Veränderungen

Brust

(einschließlich

Brustvergrößerung,

Berührungsempfindlichkeit,

Brustvergrößerung [beim Mann]), Scheidenblutungen

Sehr seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

zeitlichen

Zusammenhang

Anwendung

entzündungshemmenden

Schmerzmitteln (NSAR) wurde eine Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen, u.a

auch

Entwicklung

einer

nekrotisierenden

Fasciitis

(Entzündung

bindegewebigen

Umhüllung

Muskeln

[Faszien]

gleichzeitigem

Gewebezerfall

Fett-

Muskelgewebe)

beschrieben.

Dies

steht

möglicherweise

Zusammenhang

Wirkmechanismus der entzündungshemmenden Schmerzmittel (siehe auch „Warnhinweise

und Vorsichtsmaßnahmen“).

allergisch bedingte Gefäßentzündung und Entzündung des Lungengewebes

Entzündung

Mundschleimhaut

Schleimhautdefekten,

(aphthöse

Stomatitis),

Entzündung der Zungenschleimhaut, krankhafte Veränderungen im Bereich der Speiseröhre,

Beschwerden

Unterbauch

blutende

Dickdarmenzündung,

auch

Geschwürsbildung),

Verstärkung

chronisch

entzündlicher

Darmerkrankungen

(Colitis

ulcerosa

oder

Morbus

Crohn),

Entzündung

Bauchspeicheldrüse,

Verschlüsse

Darmbereich (Strikturen)

Hautausschläge

(Exantheme,

Ekzeme),

Lichtüberempfindlichkeit,

Hautblutungen

(auch

allergische

Hautblutungen)

schwerwiegende

Hautreaktionen

Blasenbildung

Hautabschälung,

Schleimhautbeteiligung

(Erythema

multifome,

Stevens-Johnson-

Syndrom bzw. Lyell-Syndrom - sogenanntes „Syndrom der verbrühten Haut“). Siehe auch

„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“.

Nicht

bekannte

Nebenwirkungen

(Häufigkeit

auf

Grundlage

der

verfügbaren

Daten

nicht

abschätzbar):

mögliche Verstärkung der Beschwerden bei psychiatrischen Vorerkrankungen bei Einnahme

von Indometacin

*Je nach Schweregrad dieser Nebenwirkungen wird Ihr Arzt unter Umständen die Behandlung

absetzen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für

Nebenwirkungen,

nicht

dieser

Packungsbeilage

angegeben

sind.

können

Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Indobene retard 75 mg aufzubewahren?

Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temerpatur keine besonderen Lagerungsbedingungen

erforderlich.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzgänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis:“ angegebenen

Verfalldatum

nicht

mehr

verwenden.

Verfalldatum

bezieht

sich

letzten

angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Indobene retard 75 mg enthält

Der Wirkstoff ist: Indometacin

1 Kapsel enthält Indometacin schnell freisetzend 24 mg, in retardierter (verzögert freisetzender) Form

51 mg.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Kapselinhalt: Pellets I: Natriumdodecylsulfat, Lactose-Monohydrat, Mikrokristalline Cellulose

Mikrokristalline Cellulose und Carmellose-Natrium (Avicel RC 581); Pellets II: Lactose-Monohydrat,

Povidon (K 25), Hypromellose, Maisstärke, Saccharose. Kapselhülle: Oberteil: Gelatine, Titandioxid

E 171, Eisenoxid gelb, E 172, Eisenoxid rot E 172, Eisenoxid schwarz E 172; Unterteil: Gelatine.

Wie Indobene retard 75 mg aussieht und Inhalt der Packung

Indobene

retard

sind

Hartkapseln,

retardiert

(Hartgelatinekapseln

verzögerter

Wirkstofffreisetzung), Oberteil: hellbraun, Unterteil: farbl. transparent, Größe 2, Kapselinhalt: weiße

bis gelbliche Pellets (Kügelchen).

Indobene retard 75 mg ist in PVC/Aluminium-Blisterpackungen mit 30 und 50 Kapseln erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

ratiopharm Arzneimittel Vertriebs-GmbH,

Albert-Schweitzer-Gasse 3

A-1140 Wien

Tel.-Nr.: +43/1/97007-0

Fax-Nr.:+43/1/97007-66

e-mail: info@ratiopharm.at

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Straße 3

89143 Blaubeuren

Deutschland

Z.Nr.: 1-21608

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2017.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Therapiemaßnahmen bei Überdosierung

Ein spezifisches Antidot existiert nicht. Die Behandlung erfolgt symptomatisch und unterstützend.

kürzlich

erfolgter

Einnahme

kann

gegebenenfalls

Magen

umgehend

entleert

werden.

Anschließend kann Aktivkohle verabreicht werden. Eine intensive medizinische Beobachtung oder

Betreuung kann je nach Zustand des Patienten notwendig sein. Es wird empfohlen, den Patienten über

mehrere Tage zu überwachen, da durch Indometacin gastrointestinale Ulzerationen und Blutungen

möglich sind.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

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