Indivina 2 mg/5 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Indivina 2 mg/5 mg Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • estradioli valeras 2 mg, medroxyprogesteroni acetas 5 mg, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Indivina 2 mg/5 mg Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Hormonsubstitution nach der Menopause

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 55288
  • Berechtigungsdatum:
  • 17-04-2000
  • Letzte Änderung:
  • 10-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Indivina®

Was ist Indivina und wann wird es angewendet?

Indivina ist ein kombiniertes Hormonpräparat, das bei nicht hysterektomierten Patientinnen zur

Hormonersatztherapie eingesetzt wird, wenn die Menopause mindestens vor 3 Jahren aufgetreten ist.

Indivina enthält das weibliche Geschlechtshormon Östrogen und Medroxyprogesteronacetat (ein

Progesteron-ähnliches Hormon). Die körpereigene Produktion von Sexualhormonen nimmt mit der

Menopause (Klimakterium, Wechseljahre) ab. Indivina ersetzt diese Hormone, die der Körper selbst

nicht mehr genügend produziert, und verhindert oder lindert die Wechseljahrbeschwerden (wie

Hitzewallungen, Schweissausbrüche, Schlafstörungen, Reizbarkeit), welche durch den Rückgang der

Hormone ausgelöst werden.

Indivina kann auch zur Prävention von Osteoporose (Knochenschwund) verwendet werden, wenn

andere Arzneimittel dafür nicht in Frage kommen oder wenn Sie gleichzeitig an

behandlungsbedürftigen Symptomen des Östrogenmangels leiden.

Eine kontinuierliche, kombinierte Hormonersatztherapie, wie mit Indivina, führt nicht zu

monatlichen Regelblutungen. Allerdings können Blutungen oder Schmierblutungen in den ersten

Monaten der Behandlung oft noch auftreten.

Die Erfahrung bei der Behandlung von Frauen über 65 Jahren ist beschränkt.

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Was sollte dazu beachtet werden?

Indivina ist kein Kontrazeptivum, d.h. es hat keine empfängnisverhütende Wirkung und kann nicht

zur Schwangerschaftsverhütung eingesetzt werden.

Es wurden mehrere Studien publiziert, welche wichtige Sicherheitssignale für die

Hormonersatztherapie nach den Wechseljahren lieferten. Insbesondere zeigten sich erhöhte Risiken

für Brustkrebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, venöse Thrombosen und Lungenembolien. In sehr seltenen

Fällen wurde eine Abnahme des Erinnerungsvermögens und der geistigen Leistungsfähigkeit bei

älteren Frauen, welche eine kombinierte Östrogen-Gestagen-Hormonersatztherapie anwandten,

beobachtet. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird mit Ihnen diese Risiken besprechen und gegenüber dem

erwarteten Nutzen abwiegen.

Melden Sie sich bei Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin zur jährlichen gynäkologischen

Kontrolluntersuchung.

Wann darf Indivina nicht eingenommen werden?

Indivina darf nicht eingenommen werden bei:

·bestehendem oder behandeltem Gebärmutter- oder Brustkrebs oder bei einem anderen Tumor, bei

dem die Geschlechtshormone eine Rolle spielen, oder falls ein solcher Verdacht vorliegt,

·ungeklärten Scheidenblutungen,

·unbehandelter, starker Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumshyperplasie),

·Leberfunktionsstörungen,

·bestehenden oder behandelten Lebertumoren,

·bestehenden oder behandelten Problemen mit den Blutgefässen (z.B. tiefe Venenthrombosen oder

Venenentzündungen) oder Embolien (Blutgerinnsel),

·bestehenden oder früheren Erkrankungen, die auf Blutgerinnsel in den Arterien zurückzuführen

sind, wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Brustschmerz aufgrund verengter Herzkranzarterien (Angina

pectoris),

·stark erhöhtem Blutdruck,

·einer erblichen Stoffwechselerkrankung mit Störung der Bildung des roten Blutfarbstoffs

(sogenannte Porphyrie),

·Blutgerinnungsstörungen (wie einem Mangel an Protein C, Protein S oder Antithrombin),

·fortgeschrittenem Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) mit Folgeschäden,

·sehr hohen Blutfettwerten (Triglyzeride),

·Schwangerschaft oder vermuteter Schwangerschaft,

·während der Stillzeit,

·Allergie gegenüber einem Bestandteil von Indivina.

Wann ist bei der Einnahme von Indivina Vorsicht geboten?

Vor Beginn der Behandlung mit Indivina wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Sie gründlich allgemein und

gynäkologisch untersuchen sowie Ihre Krankengeschichte und die Ihrer Familie aufnehmen, um

mögliche Krankheiten auszuschliessen, bei denen Indivina nicht oder nur mit Vorsicht angewendet

werden darf.

Zusätzlich zu regelmässigen Kontrolluntersuchungen bei Ihrem Arzt bzw. bei Ihrer Ärztin, bei

welchen unter anderem auch Vorsorgeuntersuchungen der Brüste (ggf. einschliesslich

Mammographie) und Gebärmutterhalsabstriche durchgeführt werden, denken Sie bitte daran, Ihre

Brüste regelmässig auf jegliche Veränderung hin zu kontrollieren: z.B. eine Wölbung oder

Vertiefung der Haut, Veränderungen an der Brustwarze oder jegliche Art von Knoten, die Sie sehen

oder fühlen können. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über jede Veränderung in Ihrer

Brust.

Risikofaktoren wie Rauchen. erhebliches Übergewicht, Bluthochdruck oder Fälle von Brustkrebs in

Ihrer Familie sind für die ärztliche Überwachung von Wichtigkeit.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie jemals von einem der nachfolgend

aufgeführten gesundheitlichen Probleme betroffen waren, da diese während der Behandlung mit

Indivina wieder auftreten oder sich verschlimmern können:

·gutartige Geschwülste in der Gebärmutter (Myome),

·Wachstum von Gebärmutterschleimhaut ausserhalb der Gebärmutter (Endometriose) oder früher

aufgetretenes übermässiges Wachstum der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumshyperplasie),

·gutartige Brustveränderungen,

·Austritt von Muttermilch aus der Brust,

·erhöhtes Risiko für östrogenabhängigen Krebs (z. B. wenn die Mutter, Schwester oder Grossmutter

Brustkrebs hatten),

·erhöhtes Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln (siehe unten, Absatz „Venöse Blutgerinnsel“),

·Bluthochdruck,

·Lebererkrankungen (z. B. gutartige Lebertumore),

·Gallensteine,

·Schwangerschafts-bedingter Ikterus (Gelbsucht),

·Migräne oder schwere Kopfschmerzen,

·Epilepsie,

·schwere Depression,

·Erkrankung des Immunsystems, die viele Organfunktionen des Körpers beeinträchtigt

(Systemischer Lupus erythematodes (SLE), Chorea minor, Multiple Sklerose (MS)),

·Asthma,

·Erkrankung, die das Trommelfell und das Gehör beeinträchtigt (Otosklerose),

·Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit),

·Erhöhte Blutfettwerte ,

·Störungen des Knochenstoffwechsels (Hyperkalzämie),

·Sichelzellanämie (Störung des blutbildenden Systems),

·Flüssigkeitseinlagerung infolge von Herz- oder Nierenerkrankungen,

·anhaltender Juckreiz oder seltene Hauterkrankungen (Herpes gestationis) während einer früheren

Schwangerschaft.

Wenn bei Ihnen eine Blutuntersuchung durchgeführt werden soll, teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer

Ärztin bitte mit, dass Sie Indivina einnehmen. Sexualhormone können die Resultate beeinflussen.

Falls Sie sich einer Operation unterziehen werden, besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer

Ärztin. Es kann erforderlich sein, dass Sie die Einnahme von lndivina 4 bis 6 Wochen vor der

Operation einstellen, um das Risiko der Bildung von Blutgerinnseln zu reduzieren. Ihr Arzt bzw. Ihre

Ärztin wird Ihnen sagen, wann Sie die Behandlung fortsetzen können.

Die Behandlung mit Indivina sollte sofort abgebrochen werden bei:

·Venösen oder arteriellen thromboembolischen Erkrankungen (Bildung von Blutgerinnseln in

Blutgefässen). Dies kann sich durch Schmerzen in den Beinen, Schmerzen im Brustkorb, Husten,

Atemnot (Lungenembolie), Herzinfarkt oder Schlaganfall äussern

·Erstmaligem Auftreten migräneartiger oder häufigerem Auftreten ungewohnt starker

Kopfschmerzen

·Plötzlichem teilweisen oder totalen Sehverlust oder von Doppelbildern oder plötzlich auftretender

Vorwölbung des Augapfels (Exophthalmus)

·Plötzlichen Hörstörungen

·Deutlichem Blutdruckanstieg

·Gelbsucht, Leberentzündung oder einer Verschlechterung der Leberfunktion

·Erkennbarem Wachstum von gutartigen Tumoren der Gebärmutter (Myome)

·Zunahme epileptischer Anfälle

·Schwangerschaft

Suchen Sie in einem solchen Fall sofort einen Arzt bzw. eine Ärztin auf. Setzen Sie die Behandlung

mit Indivina ab, bis Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihnen sagt, dass Sie sie wieder fortsetzen können.

Tumorerkrankungen

Brustkrebs

In verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen wurde berichtet, dass das Risiko für Brustkrebs

bei Frauen, die länger als 5 Jahre eine Hormonersatztherapie anwenden, leicht erhöht ist. Dieses

Risiko nimmt in den ersten 5 Jahren nach dem Absetzen der Hormonsubstitution langsam ab und ist

dann wieder vergleichbar mit demjenigen von Frauen, die keine Hormonersatztherapie angewendet

haben.

Übermässige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumshyperplasie) und Krebs der

Gebärmutterschleimhaut (Endometriumskarzinom)

Das Risiko für Krebs der Gebärmutterschleimhaut bei nicht hysterektomierten Patientinnen ist unter

Therapie mit Östrogenen grösser als bei unbehandelten Frauen und scheint von der

Behandlungsdauer und der Östrogen-Dosis abhängig zu sein. Wird die Einnahme von Östrogen

zumindest während eines Teil des Monatszyklus mit einem Gestagen (Gelbkörperhormon)

kombiniert, ist die Risikoerhöhung deutlich geringer. Patientinnen, bei welchen die Gebärmutter

nicht entfernt wurde, sollten daher Östrogene nicht alleine anwenden.

Möglicherweise haben Sie während den ersten 3-6 Monaten der Behandlung unregelmässige

Blutungen oder Schmierblutungen. Üblicherweise werden die Blutungen mit der Zeit leichter und

weniger häufig, und hören auf. Wenn Sie starke Blutungen haben oder nach den ersten 6

Behandlungsmonaten weiterhin Blutungen oder Schmierblutungen haben bzw. diese Blutungen erst

nach längerer Behandlungsdauer einsetzen, teilen Sie es Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, damit die

Ursache der Blutungen festgestellt wird und die Behandlung, falls notwendig, neu beurteilt werden

kann.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Nutzen und Risiken einer Hormonersatztherapie mit Ihnen besprechen

und die notwendigen Kontrollen vor und regelmässig während der Therapie durchführen.

Eierstockkrebs

Mehrere Studien deuten darauf hin, dass eine Hormonersatztherapie (sowohl für eine Östrogen-

Monotherapie als auch für eine kombinierte Hormonersatztherapie) mit einem gering erhöhten

Risiko für die Entwicklung von Eierstockkrebs verbunden sein könnte.

Leberkrebs

In seltenen Fällen wurden bei Anwendung einer Hormonersatztherapie gutartige und noch seltener

bösartige Veränderungen der Leber beobachtet. Wenden Sie sich bei starken Schmerzen im oberen

Bauchbereich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Herz- und Kreislauf

Herzkrankheit (Herzinfarkt) und Schlaganfall

Es liegen keine Hinweise darauf vor, dass eine Hormonersatztherapie einem Herzinfarkt vorbeugt.

Bei Frauen, die eine kombinierte Hormonersatztherapie mit Östrogen und Gestagen anwenden, kann

gemäss wissenschaftlicher Untersuchungen im ersten Anwendungsjahr im Vergleich zu Frauen, die

keine Hormonersatztherapie anwenden, ein erhöhtes Risiko bestehen, eine Herzkrankheit zu

entwickeln.

Ebenfalls kann das Schlaganfallrisiko bei Anwenderinnen einer Hormonersatztherapie erhöht sein.

Venöse Blutgerinnsel (Thrombosen)

Das Risiko einer Thrombose (Blutgerinnsel in den Venen) ist bei Frauen, die eine

Hormonersatztherapie anwenden, erhöht, besonders im ersten Einnahmejahr.

Wenn Sie oder Ihre Familie eine Krankengeschichte von wiederkehrenden Blutgerinnselbildungen

haben oder wissen, dass Sie zu Thrombosen neigen (Thrombophilie), wenn Sie stark übergewichtig

sind, rauchen, Krebs haben, an einem systemischen Lupus erythematodes (eine schwere

Hautkrankheit) leiden, mehrere Fehlgeburten hatten oder zur Zeit mit blutverdünnenden Mitteln

behandelt werden, könnte eine Hormonersatztherapie dieses bereits bestehende Risiko weiter

erhöhen. Zudem steigt das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels mit höherem Alter.

Brechen Sie die Therapie mit Indivina sofort ab und suchen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf,

wenn Sie eines der folgenden Symptome haben: plötzliche Schmerzen im Brustbereich,

Spannungsgefühl, schmerzhafte Schwellungen und Rötung der Beine, Atemnot oder Schmerzen

beim Atmen.

Die Therapie soll 4 bis 6 Wochen vor einer geplanten Operation unterbrochen werden, da eine

längerfristige Immobilisierung das Risiko einer Thrombose erhöhen kann. Fragen Sie Ihren Arzt

bzw. Ihre Ärztin um Rat, ob Sie die Behandlung vor einer geplanten Operation oder bei

langandauernder Bettlägerigkeit abbrechen sollen.

Informieren Sie über die Behandlung mit Indivina, wenn Sie einen Arzt bzw. eine Ärztin aufsuchen

oder wenn medizinische Labortests vorgenommen werden.

Hirnleistungsstörungen (Demenz)

Aus einer grossen Studie gibt es Hinweise, dass bei Frauen, welche bei Beginn der

Hormonersatztherapie 65 Jahre oder älter sind, das Risiko für Gedächtnisstörungen erhöht sein kann.

Es ist nicht bekannt, ob diese Erkenntisse auch für jüngere Frauen bzw. andere Arzneimittel gelten.

Andere Vorsichtsmassnahmen

Indivina hat keine kontrazeptive Wirkung.

Indivina Tabletten enthalten Laktose. Patientinnen, welche an einer Unverträglichkeit gegenüber

bestimmten Zuckern leiden (seltene, vererbte Galaktose-Unverträglichkeit, Lactase-Mangel oder

Glucose-Galactose-Malabsorption), sollten Indivina Tabletten nicht einnehmen.

Wechselwirkungen mit anderen MedikamentenInformieren Sie Ihren Arzt / Ihren Apotheker bzw.

Ihre Ärztin / Ihre Apothekerin, wenn Sie

-an anderen Krankheiten leiden,

-Allergien haben oder

-andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Falls Sie andere Medikamente regelmässig einnehmen müssen, ist es wichtig, dass Sie die

Anweisungen des Arztes bzw. der Ärztin genau befolgen. Dies gilt sowohl für rezeptpflichtige als

auch für freiverkäufliche Arzneimittel. Die Wirksamkeit von Indivina kann herabgesetzt sein bei

gleichzeitiger Einnahme bestimmter Medikamente wie z.B. gewisser Arzneimittel gegen

Infektionserkrankungen (z.B. Penicilline, Tetrazykline, Rifampicin, Rifabutin, Nevirapin, Efavirenz

und Nelfinavir), Schlafmittel, Medikamente gegen Epilepsie oder Pflanzenpräparate mit

Johanniskraut (Hypericum). Gewisse Mittel gegen Pilzerkrankungen (z.B. Itraconazol) oder

Antibiotika (z.B. Erythromycin, Clarithromycin) können die Wirkung von Indivina erhöhen.

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, ob Sie mit Arzneimitteln zur Behandlung von Hepatitis

C-Infektionen behandelt sind (Arzneimittel mit Wirksubstanzen wie Ombitsavir, Paritaprevir,

Ritonavir, Dasabuvir). Arzneimittel mit Östrogenen wie Indivina könnten gegebenenfalls die

Wirkung dieser Arzneimittel beeinflussen.

Die Wirkung von Blutverdünnungsmedikamenten (Antikoagulantien) kann bei gleichzeitiger

Einnahme von Indivina abnehmen.

Die gleichzeitige Einnahme von Indivina mit gewissen Medikamenten (z.B. Benzodiazepine

(angstlösende Arzneimittel), Cyclosporin (ein Arzneimittel, das die Immunabwehr unterdrückt),

lmipramin (ein Antidepressivum), Metoprolol (ein Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck,

Herzinsuffizienz sowie zur Migräneprophylaxe)) kann zu einer Zunahme der Wirkung dieser

Medikamente führen.

Wenn Sie mit Lamotrigin, einem Medikament gegen Epilepsie behandelt werden, teilen Sie dies bitte

Ihrem Arzt oder lhrer Ärztin mit, da eine Anpassung der verabreichten Lamotrigin-Dosis erforderlich

sein kann. Wenn Sie lndivina wieder absetzen wollen, muss dies ebenso unter Überwachung Ihres

Arztes oder Ihrer Ärztin erfolgen, da wiederum eine Anpassung der Lamotrigin-Dosis nötig sein

könnte.

Bei Diabetikerinnen ist es möglich, dass die Einnahme von Indivina eine Anpassung der Dosis der

Medikamente gegen Diabetes notwendig macht.

Falls Sie sich bei der Anwendung von anderen Medikamenten und Indivina unsicher fühlen, fragen

Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Darf Indivina während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Indivina darf weder während der Schwangerschaft noch in der Stillzeit eingenommen werden. Es

gibt auch keinen medizinischen Grund, dieses Arzneimittel während der Schwangerschaft oder in der

Stillzeit einzunehmen. Wenn Sie während der Behandlung mit Indivina schwanger werden, brechen

Sie die Therapie mit Indivina ab und suchen Sie so rasch wie möglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin

auf.

Wie verwenden Sie Indivina?

Nehmen Sie täglich eine Tablette mit etwas Wasser, möglichst immer um die gleiche Zeit, z.B.

abends vor dem Schlafengehen. Schlucken Sie die Tablette ganz.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird die Dosierung und Behandlungsdauer an Ihre persönliche Situation

anpassen. Befolgen Sie die Anweisung des Arztes bzw. der Ärztin genau und ändern Sie nicht von

sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu

stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Bei Kindern und Jugendlichen besteht für die Anwendung von lndivina, Tabletten keine Indikation.

Blutungen

Indivina führt nicht zu Abbruchblutungen. Zu Beginn der Behandlung kann es zwar zu Blutungen

oder Schmierblutungen kommen, die jedoch nach wenigen Monaten ganz ausbleiben oder sich auf

gelegentliche leichte Schmierblutungen reduzieren sollten (vgl. auch «Wann ist bei der Einnahme

von Indivina Vorsicht geboten? / Übermässige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut

(Endometriumshyperplasie) und Krebs der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumskarzinom)»).

Wenn verlängerte oder unregelmässige Blutungen auftreten, fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin,

möglicherweise wird er/sie die Gestagen-Dosis Ihres Indivina-Präparates verändern. Der Arzt bzw.

die Ärztin fragt möglicherweise bei den regelmässigen Kontrollbesuchen nach dem Auftreten von

Blutungen. Deshalb wäre es hilfreich, wenn Sie eventuelle Blutungen in Ihre Agenda eintragen

würden.

Vergessene Tabletten

Wenn Sie eine Tablette vergessen haben, holen Sie es möglichst innerhalb von 12 Stunden nach.

Andernfalls lassen Sie die vergessene Tablette im Blister und nehmen die nächste Tablette zur

gewohnten Zeit. Die Wochentage sind hinten auf dem Blister aufgedruckt, um Ihnen die Kontrolle

der täglichen Einnahme zu erleichtern.

Nehmen Sie auch immer die nötige Menge Tabletten mit auf Reisen oder in die Ferien.

Überdosierung

Falls Sie zu viele Tabletten Indivina eingenommen haben, informieren Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Östrogen-Überdosierungen können Übelkeit,

Kopfschmerzen und Vaginalblutungen verursachen.

Welche Nebenwirkungen kann Indivina haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Indivina auftreten:

Neben den bereits weiter oben beschriebenen Nebenwirkungen, bei deren Auftreten Sie die

Einnahme von Indivina sofort abbrechen und Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin aufsuchen müssen, sind die

häufigsten unerwünschten Wirkungen ein Spannungsgefühl in der Brust, sowie unregelmässige

Blutungen, die vor allem während der ersten Behandlungsmonate auftreten. Zu den häufigen

unerwünschten Wirkungen gehören auch Blutungen der Gebärmutter, Druckempfindlichkeit der

Brust, Vergrösserung der Brust, Vergrösserung von Geschwulsten in der Gebärmutter, vaginaler

Ausfluss, Kopfschmerzen, Schwellungen (Flüssigkeitsansammlung im Gewebe), Gewichtszu- und

Gewichtsabnahme, Übelkeit und Bauchschmerzen. Auch Stimmungsänderungen (inkl. Angst oder

depressive Verstimmungen) und Schwankungen des sexuellen Verlangens können auftreten.

Gelegentlich treten Migräne, Schwindel, erhöhter Blutdruck, Völlegefühl, Erbrechen, Blähungen,

Gallenblasenerkrankungen, Gallenstauung, Gallensteine, Scheidenpilz oder Krämpfe in den Beinen

auf. Selten können Überempfindlichkeitsreaktionen, Bildung von Blutgerinnseln (venöse

Thrombosen), Haarverlust oder extremes Haarwachstum auf dem Körper, Ausschlag, Hautrötungen

und Juckreiz auftreten.

Unter Hormonersatztherapie wurden zudem Brustkrebs, Krebserkrankungen der

Gebärmutterschleimhaut, Eierstockkrebs, venöse Thrombosen oder Lungenembolien (Blutgerinnsel),

arterielle thromboembolische Ereignisse (wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Engegefühle in der

Brust), Schlafstörungen, Depressionen, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Fettstoffwechselstörungen,

Gelbsucht, dunkle Hautverfärbungen, insbesondere im Gesicht oder am Hals, schmerzhafte, rötliche

Hautknötchen, Blutungen in der Haut, Akne, Austritt von Muttermilch aus der Brust, Knoten in der

Brust, vaginale Trockenheit sowie Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut beobachtet.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Nicht über 25°C und vor Feuchtigkeit geschützt in der Originalpackung lagern. Ausser Reichweite

von Kindern aufbewahren. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit EXP

bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Indivina enthalten?

Jede Tablette Indivina enthält:

1 mg/2,5 mg: 1 mg Estradiolvalerat und 2,5 mg Medroxyprogesteronacetat.

1 mg/5 mg: 1 mg Estradiolvalerat und 5 mg Medroxyprogesteronacetat.

2 mg/5 mg: 2 mg Estradiolvalerat und 5 mg Medroxyprogesteronacetat.

Sowie Laktose und weitere Hilfsstoffe zur Tablettenherstellung.

Zulassungsnummer

55288 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Indivina? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Es gibt Packungen mit 3× 28 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

Orion Pharma AG, 6300 Zug.

Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2016 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.