Immunoprin

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Immunoprin 50 mg - Filmtabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 50 Stück, Laufzeit: 36 Monate,100 Stück, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Immunoprin 50 mg - Filmtabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Azathioprin
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-26374
  • Berechtigungsdatum:
  • 28-04-2006
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Immunoprin 50 mg – Filmtabletten

Wirkstoff: Azathioprin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter.

kann

anderen

Menschen

schaden,

auch

wenn

diese

gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Immunoprin und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Immunoprin beachten?

3. Wie ist Immunoprin einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Immunoprin aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Immunoprin und wofür wird es angewendet?

Immunoprin gehört zur Arzneimittelgruppe der sogenannten Immunsuppressiva. Das bedeutet,

dass diese die Stärke Ihres Immunsystems verringern.

Immunsuppressive

Arzneimittel

sind

manchmal

nötig,

Ihrem

Körper

helfen,

Organtransplantat zu akzeptieren oder um einige Krankheiten zu behandeln, bei denen Ihr

Immunsystem gegen Ihren eigenen Körper reagiert (Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide

Arthritis).

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Immunoprin beachten?

Immunoprin darf nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Azathioprin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind

wenn Sie stillen

wenn Sie allergisch gegen Mercaptopurin sind

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Immunoprin einnehmen:

wenn Sie an einem Lesch-Nyhan-Syndrom leiden. Dies ist eine seltene erbliche Erkrankung,

durch

einen

Mangel

HPRT

oder

auch

„Hypoxanthin-Guanin-

Phosphoribosyltransferase“ entsteht.

wenn Sie an Leber- oder Nierenproblemen leiden

wenn

oder

Partner

planen

schwanger

werden

(siehe

Abschnitt

„Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit“)

wenn Sie an einer Erkrankung leiden, bei der Ihr Körper zu wenig sogenannte Thiopurin-

Methyl-Transferase (TPMT) produziert

wenn Sie jemals an Windpocken oder Gürtelrose gelitten haben

wenn Sie eine Impfung planen (siehe Abschnitt 2. „Einnahme von Immunoprin zusammen

mit anderen Arzneimitteln“)

Wenn Sie eine Therapie mit Immunsuppressiva erhalten, könnte sich Ihr Risiko für folgende

Erkrankungen durch die Einnahme von Immunoprin erhöhen:

Tumore, einschließlich Hautkrebs. Wenn Sie Immunoprin einnehmen, vermeiden Sie es daher,

sich übermäßigem Sonnenlicht auszusetzen, tragen Sie Schutzkleidung und verwenden Sie

schützende Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor.

Lymphoproliferative Erkrankungen

Die Behandlung mit Immunoprin erhöht Ihr Risiko, an einer bestimmten Art von Krebs zu

erkranken, die „lymphoproliferative Erkrankung“ genannt wird. Bei Behandlungsschemata, die

mehrere Immunsuppressiva (einschließlich Thiopurine) enthalten, kann dies zum Tod führen.

Eine Kombination mehrerer gleichzeitig angewendeter Immunsuppressiva erhöht das Risiko

für durch Virusinfektionen verursachte Erkrankungen des Lymphsystems (durch das Epstein-

Barr- Virus [EBV] bedingte lymphoproliferative Erkrankungen).

Die Einnahme von Immunoprin kann Ihr Risiko für Folgendes erhöhen:

Auftreten einer schweren Erkrankung, die „Makrophagenaktivierungssyndrom“ genannt wird

(exzessive Aktivierung weißer Blutkörperchen, die mit Entzündungen einhergeht) und in der

Regel bei Menschen mit bestimmten Arten von Arthritis auftritt.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob oben Genanntes auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder

Apotheker, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Während der Behandlung mit Immunoprin wird Ihr Arzt regelmäßige Blutuntersuchungen

anordnen, um das Blut auf etwaige Veränderungen zu prüfen (siehe Abschnitt 3. „Wie ist

Immunoprin einzunehmen“).

Wenn Sie eine immunsuppressive Therapie erhalten, könnte die Einnahme von Immunoprin das

Risiko erhöhen:

Tumore,

einschließlich

Hautkrebs,

entwickeln.

Deshalb

sollten

übermäßige

Sonnenbestrahlung vermeiden und schützende Kleidung und schützende Sonnencreme mit

einem hohen Schutzfaktor tragen.

eine schwere Infektion mit Windpocken oder Gürtelrose zu erleiden. Bitte vermeiden Sie

deshalb den Kontakt mit Personen, die Windpocken oder Gürtelrose haben.

andere Infektionen, wie z. B. die opportunistische Infektion PML (Progressive multifokale

Leukoenzephalopathie)

erleiden.

Wenn

irgendwelche

Anzeichen

einer

Infektion

bemerken, kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen

sind möglich“).

Infektionen

Wenn Sie mit Azathioprin behandelt werden, besteht für Sie ein erhöhtes Risiko für Viren-, Pilz-

und bakterielle Infektionen. Die Infektionen können einen schwereren Verlauf nehmen. Siehe

auch Abschnitt 4.

Teilen Sie Ihrem Arzt vor dem Beginn der Behandlung mit, ob Sie Windpocken, Gürtelrose oder

Hepatitis B (eine von einem Virus hervorgerufene Lebererkrankung) hatten oder nicht.

NUDT15-Genmutation

Wenn Sie eine angeborene Mutation des NUDT15-Gens (einem Gen, das am Abbau von

Azathioprin im Körper beteiligt ist) aufweisen, besteht für Sie höheres Risiko für Infektionen und

Haarausfall, und Ihr Arzt kann Ihnen in diesem Fall ggf. eine niedrigere Dosis verschreiben.

Einnahme von Immunoprin zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren

Ihren

Arzt,

wenn

andere

Arzneimittel

einnehmen,

kürzlich

andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen. Dieses

Arzneimittel kann nämlich die Wirkungsweise mancher Arzneimittel beeinflussen. Auch können

andere

Arzneimittel

Wirkungsweise

dieses

Arzneimittels

beeinflussen.

Besonderen

sollten Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen oder planen sie

einzunehmen:

Impfstoffe (eingesetzt zur Vermeidung von Erkrankungen) (siehe Abschnitt 2. „Warnhinweise

und Vorsichtsmaßnahmen“)

Ribavirin ( eingesetzt zur Behandlung viraler Infektionen)

Methotrexat (vor allem eingesetzt zur Krebsbehandlung)

Allopurinol, Oxipurinol oder Thiopurinol (meist eingesetzt zur Behandlung von Gicht)

Penicillamin (vor allem ein Mittel zur Behandlung von rheumatoider Arthritis)

ACE-Hemmer (meist eingesetzt, um hohen Blutdruck zu behandeln – Hypertonie)

Gerinnungshemmer, wie Warfarin oder Acenocoumarol (zur Vermeidung von Blutgerinnseln)

Cimetidin (eingesetzt zur Behandlung von Magengeschwüren und Verdauungsstörungen)

Indometacin (eingesetzt als Schmerzmittel und Entzündungshemmer)

Zytostatische Arzneimittel (einschließlich einiger Antibiotika (z. B. Anthrazykline) und auch

Arzneimittel zur Behandlung verschiedener Krebserkrankungen)

Aminosalicylate wie z. B. Olsalazin, Mesalazin oder Sulfalazin (meist eingesetzt in der

Behandlung von Colitis ulcerosa und Morbus Crohn)

Co-trimoxazol (ein Antibiotikum, das zur Behandlung von bakteriellen Infektionen eingesetzt

wird)

Wenn Sie nicht sicher sind, ob eines der hier genannten Arzneimittel auf Sie zutrifft, sprechen

Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Immunoprin einnehmen.

Einnahme von Immunoprin zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Nehmen Sie Immunoprin mindestens 1 Stunde vor oder 3 Stunden nach der Einnahme einer

Mahlzeit oder von Milch ein. Sie sollten die Tablette mit etwas Wasser einnehmen (siehe

Abschnitt 3. „Wie ist Immunoprin einzunehmen“).

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren

Arzt um Rat (siehe Abschnitt 2. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Wenn Sie schwanger sind oder es wahrscheinlich ist, dass Sie schwanger werden, müssen Sie

sich von Ihrem Arzt beraten lassen, bevor Sie Immunoprin einnehmen. Ihr Arzt wird, basierend

auf den Risiken und Nutzen der Behandlung, sorgfältig abwägen, ob Sie dieses Arzneimittel

einnehmen sollten.

Stillen Sie nicht während der Behandlung mit Immunoprin (siehe Abschnitt 2. „Immunoprin darf

nicht eingenommen werden“), da kleine Mengen in die Muttermilch gelangen könnten.

Immunoprin

kann

Fruchtbarkeit

männlichen

weiblichen

Patienten

erhöhen.

Deswegen sollten Sie während der Behandlung mit Immunoprin besondere Vorsicht walten

lassen, einschließlich der Nutzung einer anderen Empfängnisverhütung als Intrauterinpessare

(z. B. Spirale, Kupfer-T).

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es ist nicht bekannt, dass Immunoprin Ihre Verkehrstüchtigkeit oder Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen beeinflusst. Sollten Sie durch dieses Arzneimittel irgendwelche Nebenwirkungen

verspüren, sind Sie vielleicht nicht in der Lage zu fahren oder Maschinen zu bedienen.

3.

Wie ist Immunoprin einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie

bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ändern Sie nicht die Dosis oder brechen die Behandlung mit Immunoprin ab, ohne vorher mit

Ihrem Arzt gesprochen zu haben.

Die Menge des eingenommenen Immunoprin kann von Patient zu Patient variieren und wird

durch Ihren Arzt verschrieben. Die Dosis ist abhängig von der Erkrankung, gegen die Sie

behandelt werden.

Während der Behandlung mit Immunoprin wird Ihr Arzt regelmäßige Blutuntersuchungen

anordnen, um das Blut auf etwaige Veränderungen zu prüfen (siehe Abschnitt 2. „Warnhinweise

und Vorsichtsmaßnahmen“).

Die empfohlene Dosis beträgt:

Erwachsene mit Organtransplantaten: Am ersten Tag der Behandlung beträgt die übliche

Dosis bis zu 5 mg pro kg Körpergewicht, dann beträgt die übliche tägliche Dosis 1 bis 4 mg pro

kg Körpergewicht. Während der Behandlung wird Ihr Arzt die Dosis abhängig von Ihrer Reaktion

auf das Arzneimittel anpassen.

Erwachsene mit anderen Erkrankungen: Die übliche tägliche Dosis beträgt 1 bis 3 mg pro kg

Körpergewicht. Während der Behandlung wird Ihr Arzt die Dosis abhängig von Ihrer Reaktion

auf das Arzneimittel anpassen.

Ältere Patienten könnten eine reduzierte Dosis benötigen.

Patienten mit Leber- oder Nierenproblemen könnten eine reduzierte Dosis benötigen.

Anwendung bei Kindern

Die Dosis für Kinder, die eine Organtransplantation hatten, ist dieselbe wie für Erwachsene.

Art der Anwendung

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Es ist wichtig,

dass Sie dieses Arzneimittel pünktlich einnehmen. Die Apothekenkennzeichnung zeigt Ihnen,

wie viel und wie oft Sie Ihr Arzneimittel einnehmen sollten.

Schlucken Sie die Tablette im Ganzen mit ein wenig Wasser (200 ml). Die Kerbe dient nicht zum

Teilen der Tablette.

Nehmen Sie Immunoprin mindestens 1 Stunde vor oder 3 Stunden nach der Einnahme einer

Mahlzeit oder von Milch ein (siehe Abschnitt 2. „Einnahme von Immunoprin zusammen mit

Nahrungsmitteln und Getränken“).

Wenn Sie eine größere Menge von Immunoprin eingenommen haben als Sie sollten

Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben, kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt oder

Apotheker.

Wenn Sie die Einnahme von Immunoprin vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie eine Dosis vergessen haben. Informieren

Sie Ihren Arzt, wenn Sie eine Dosis vergessen.

Wenn es schon fast Zeit für die nächste Dosis ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus und

nehmen Sie die nächste Dosis zum dafür vorgesehenen Zeitpunkt. Anderenfalls, nehmen Sie

die vergessene Dosis ein, sobald Sie sich daran erinnern und gehen Sie dann wieder dazu über,

die Dosen zu den normalen Zeitpunkten einzunehmen.

Wenn Sie die Einnahme von Immunoprin abbrechen

Bevor Sie aufhören Immunoprin einzunehmen, halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt oder

Apotheker. Beenden Sie die Einnahme von Immunoprin nicht, bevor Ihr Arzt Ihnen bestätigt,

dass dies ungefährlich ist.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem

auftreten

müssen.

folgenden

Nebenwirkungen

können

diesem

Arzneimittel

auftreten:

Beenden Sie die Einnahme dieses Arzneimittels und suchen Sie sofort einen Arzt auf,

wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken. Sie könnten

schnelle medizinische Hilfe benötigen:

eine allergische Reaktion, mögliche Anzeichen umfassen

allgemeine Müdigkeit, Benommenheit, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall

hohe Temperatur (Fieber), Zittern oder Schüttelfrost

Rötung der Haut oder Hautausschlag

Muskel- oder Gelenksschmerzen

Veränderungen der Menge und Farbe des Urins (Nierenprobleme)

Benommenheit, Verwirrung, Schwindel- oder Schwächegefühle aufgrund eines niedrigen

Blutdrucks

Sie erleiden schneller blaue Flecken oder bemerken ungewöhnliche Blutungen

Sie haben eine hohe Temperatur (Fieber) oder andere Anzeichen einer Infektion

Sie fühlen sich extrem müde

Sie bemerken irgendwo an Ihrem Körper Geschwülste

Sie bemerken irgendwelche Hautveränderungen, z. B. Bläschen oder Schälen der Haut

Ihre Gesundheit verschlechtert sich plötzlich

Sie kommen in Kontakt mit jemandem, der an Windpocken oder Gürtelrose leidet

wenn sie Blut erbrechen oder schwarze oder blutige Stühle auftreten

wenn Sie an starken Schmerzen im Oberbauch, mit Übelkeit (Nausea) und Erbrechen leiden

Wenn Sie einen der oben genannten Punkte bemerken, beenden Sie die Einnahme dieses

Arzneimittels und suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bekommen, informieren Sie sofort Ihren

Facharzt oder suchen Sie sofort ein Krankenhaus auf:

- Jedes Anzeichen von Fieber oder einer Infektion (Halsschmerzen, Mundentzündung oder

Beschwerden beim Wasserlassen)

Weitere Nebenwirkungen beinhalten:

Sehr häufig (kann mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen)

Virus-, Pilz-, oder bakterielle Infektionen bei transplantierten Patienten

Beeinträchtigung der Funktion des Knochenmarks, was dazu führen kann, dass Sie sich

unwohl fühlen oder sich in Ihren Blutuntersuchungen zeigen kann

Übelkeit oder Appetitverlust

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Infektionen, verursacht durch Viren, Pilze oder Bakterien

niedrige Blutplättchenwerte, was verursachen kann, dass Sie schnell Blutergüsse oder

Blutungen erleiden

niedrige Anzahl an roten Blutkörperchen (Anämie)

Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse), mit starken Oberbauchbeschwerden,

Übelkeit und Erbrechen

Leberprobleme, die hellen Stuhl, dunklen Urin, Juckreiz und Gelbfärbung der Haut und

Augen sowie Abweichungen der Leberfunktionstests verursachen können

verschiedene Krebserkrankungen wie Blut-, Lymphknoten- und Hautkrebs (siehe Abschnitt

2. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“) bei transplantierten Patienten

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Durchfall

Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen)

Haarausfall

Fettstühle

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

schwere Leberschäden, die lebensbedrohlich sein können

Probleme mit Ihrem Blut und Knochenmark (Anzeichen beinhalten Schwäche, Müdigkeit,

Blässe, Blutergüsse oder Infektionen)

Lungenentzündung, welche Atemnot, Husten und Fieber auslösen kann

Darmprobleme, die zu Durchfall, Bauchschmerzen, Verstopfung, Übelkeit oder Erbrechen

(Geschwür in Magen oder Darm) führen

unterschiedliche Krebserkrankungen, wie Blut-, Lymphdrüsen- und Hautkrebs

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Hautausschläge oder Rötung, welche sich zu lebensbedrohlichen Hautreaktionen entwickeln

können, einschließlich ausgedehnter Ausschläge mit Bläschenbildung und Hautschälung

verschiedene Blutkrebsarten

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische

Fachpersonal.

Dies

gilt

auch

für

Nebenwirkungen,

nicht

dieser

Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über

die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Immunoprin aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

dürfen

dieses

Arzneimittel

nach

Behältnis

Umkarton

nach

„Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht

sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker,

wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Immunoprin enthält

Der Wirkstoff ist Azathioprin.

Die sonstigen Bestandteile sind mikrokristalline Cellulose, Mannitol, Maisstärke, Povidon

K25, Croscarmellose-Natrium, Natriumstaearylfumarat, Hypromellose, Macrogol 400.

Wie Immunoprin aussieht und Inhalt der Packung

Hellgelbe, runde, bikonvexe Filmtablette mit der Gravierung „AZA“, Kerbe und der Markierung

„50“ auf der einen Seite und glatt auf der anderen Seite.

Immunoprin

erhältlich

PVC/PVDC/Aluminium

Blisterverpackungen

Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

EBEWE Pharma GES.m.b.H. Nfg. KG, 4866 Unterach, Österreich

Hersteller:

EBEWE Pharma GES.m.b.H. Nfg. KG, 4866 Unterach, Österreich

Dieses

Arzneimittel

ist

in

den

Mitgliedstaaten

des

Europäischen

Wirtschaftsraumes

(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Tschechische Republik:

Immunoprin 50 mg

Dänemark:

Azathioprin „Ebewe“ filmovertrukne tabletter

Ungarn:

Azathioprin „Ebewe“ filmtabletta

Italien:

Immunoprin 50 mg compresse rivestite con film

Polen:

Immunoprin, tabletki powlekane 50 mg

Slowakische Republik:

Immunoprin 50 mg

Z.Nr. 1-26374

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2017.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Hinweise zur Verwendung, Handhabung und Beseitigung

Bei unbeschädigtem Filmüberzug ist die Handhabung der Azathioprin Filmtabletten nicht mit

Risiken verbunden. In diesem Fall sind keine besonderen Sicherheitsmaßnahmen erforderlich.

Immunsuppressive Wirkstoffe sollten strikt entsprechend der lokalen Richtlinien gehandhabt

werden. Dementsprechend sollte die Bruchkerbe nicht genutzt werden.

Nicht

verwendete

Arzneimittel

sowie

kontaminierte

Hilfsmittel

sollten

deutlich

gekennzeichneten Behältern zwischengelagert werden. Jegliche nicht verwendete Tabletten

oder Abfallmaterial sind entsprechend der lokalen Bestimmungen zu entsorgen.

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Filmtablette sollte im Ganzen mit mindestens einem Glas Wasser (200 ml) eingenommen

werden.

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Besondere Lagerungshinweise

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.