Immunate S/D 500 I.E.

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Immunate S/D 500 I.E. Injektionspräparat
  • Darreichungsform:
  • Injektionspräparat
  • Zusammensetzung:
  • Vorbereitung cryodesiccata: factor VIII der Koagulation kultivierten 500 U. I., Endwerte. Spezifische Aktivität (albumin-korrigiert) 70 ± 30 U. I. für proteina 1 mg, Endwerte. von-Willebrand-Faktor-Aktivität (VWF:CBA) ca. 75 U./ml. albuminum Menschen, glycinum, lysinum monohydricum, natrii chloridum, natrii citras dihydricus, calcium chloridum dihydricum, für Glas. Loslassen: Wasser iniectabilia, für Glas -, Endwerte., die Lösung von frisch reconstituta.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Immunate S/D 500 I.E. Injektionspräparat
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Blutprodukte
  • Therapiebereich:
  • Hämophilie A (angeborener Faktor VIII-Mangel); Faktor VIII Mangel; Prophylaxe und Therapie von Blutungen bei Hämophilie A und beim von Willebrand Syndrom

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 52715
  • Berechtigungsdatum:
  • 24-08-1995
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Transferiert von Baxalta Schweiz AG

Immunate S/D

Zusammensetzung

Wirkstoff: Blutgerinnungsfaktor VIII vom Menschen

Hilfsstoffe: Albumin vom Menschen, Glycin, Lysin-Hydrochlorid, Natriumchlorid, Natriumcitrat,

Calciumchlorid-Dihydrat

Lösungsmittel: Wasser für Injektionszwecke

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Immunate S/D besteht aus Lyophilisat und Lösungsmittel zur intravenösen Injektion mit nominell

250 I.E., 500 I.E. oder 1000 I.E. Gerinnungsfaktor VIII1 vom Menschen pro Durchstechflasche.

1 Durchstechflasche enthält nach Rekonstitution:

Immunate S/D 250

I.E.

Immunate S/D 500

I.E.

Immunate S/D 1000

I.E.

Blutgerinnungsfaktor VIII vom

Menschen

ca. 50 I.E./ml

ca. 100 I.E./ml

ca. 100 I.E./ml

von Willebrand Faktor2 vom

Menschen

ca. 38 I.E./ml

ca. 75 I.E./ml

ca. 75 I.E./ml

Gesamtproteingehalt

(pro Durchstechflasche)

8.3 - 20 mg

16.7 - 40 mg

33.3 - 80 mg

Lösungsmittel

(sterilisiertes Wasser für

Injektionszwecke)

5 ml

5 ml

10 ml

Die Dosierungsstärke (I.E.) wird mit einer colorimetrischen Methode nach der europäischen

Pharmakopoe bestimmt. Die spezifische Aktivität von Immunate S/D beträgt ungefähr 70±30

I.E./mg Protein3. Die Aktivität (I.E.) des vWF wird durch den Ristocetin Assay (vWF:RCo) nach der

europäischen Pharmakopoe bestimmt.

1 Die Faktor VIII-Aktivität wurde gegen den internationalen Standard der WHO für Faktor VIII-

Konzentrate bestimmt.

2 Die Ristocetin Cofaktor Aktivität von humanem von Willebrand Faktor wurde gegen den

internationalen Standard der WHO für von Willebrand Faktor Konzentrat im Plasma bestimmt.

3 Ohne Stabilisator (Albumin); die maximale spezifische Aktivität bei einem 1:1 Verhältnis von

Faktor VIII zu von Willebrand Faktor-Antigen beträgt 100 I.E. Faktor VIII pro mg Protein.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Therapie und Prophylaxe von Blutungen bei Patienten mit Hämophilie A (angeborener Faktor VIII-

Mangel, Hämophilie A mit Faktor VIII-Inhibitor, erworbener Faktor VIII-Mangel aufgrund einer

spontanen Entwicklung von Faktor VIII-Inhibitoren).

Von Willebrand-Jürgens-Syndrom mit Faktor VIII-Mangel.

Hinweis: Die Wirksamkeit und Sicherheit von Immunate S/D bei von Willebrand-Jürgens Syndrom

ist nur bei einer kleinen Anzahl von Patienten klinisch untersucht worden, dies gilt insbesondere für

Typ 3.

Dosierung/Anwendung

Die Behandlung muss unter Überwachung eines mit der Therapie von Hämophilie A vertrauten

Arztes erfolgen.

Dosierung

Dosierung und Dauer der Substitutionstherapie richten sich nach dem Schweregrad des Faktor VIII-

Mangels, nach dem Ort und dem Ausmass der Blutung und dem klinischen Zustand des Patienten.

Die verabreichten Faktor VIII-Einheiten werden in Internationalen Einheiten (I.E.) angegeben,

entsprechend dem WHO-Standard für Faktor VIII-Produkte. Die Faktor VIII-Aktivität im Plasma

wird entweder als Prozentsatz (relativ zum normalen menschlichen Plasma) oder in I.E. (relativ zum

Internationalen Standard für Faktor VIII im Plasma) angegeben.

Eine I.E. der Faktor VIII-Aktivität entspricht der Menge an Faktor VIII in einem Milliliter normalem

menschlichen Plasma.

Dosierung bei Hämophilie A

Die Berechnung der erforderlichen Dosis von Faktor VIII basiert auf dem empirischen Befund, dass

1 I.E. Faktor VIII pro kg Körpergewicht die Faktor VIII-Aktivität im Plasma um 1.5% bis 2%

erhöht. Die erforderliche Dosis wird mit folgender Formel berechnet:

Erforderliche Einheiten (I.E.) = Körpergewicht (kg) x gewünschter Faktor VIII-Anstieg (%) x 0.5.

Dosis und Häufigkeit der Verabreichung sollen entsprechend der klinischen Wirksamkeit des

Produktes im Einzelfall angepasst werden.

Blutungen und Operationen:

Bei folgenden hämorrhagischen Ereignissen soll die Faktor VIII-Aktivität im entsprechenden

Zeitraum nicht unter die angegebenen Plasmaspiegel (in % der Norm oder in I.E./dl) sinken. Die

folgende Tabelle enthält Richtwerte für die Dosierung bei Blutungen und chirurgischen Eingriffen:

Grad der Blutung / Art des

chirurgischen Eingriffes

Erforderlicher Faktor

VIII Plasmaspiegel

(% oder I.E./dl)

Häufigkeit der Dosierung (Stunden) /

Behandlungsdauer (Tage)

Blutung

Gelenkblutung im

Frühstadium,

Muskelblutungen oder

Blutungen im Mund

Ausgeprägtere

Gelenkblutung,

Muskelblutung oder

Hämatom

Lebensbedrohliche

Blutungen

20 – 40

30 – 60

60 – 100

Injektion alle 12 – 24 Stunden für mind. 1 Tag,

bis die Blutung – angezeigt durch das

Verschwinden der Schmerzen – steht oder

Heilung erreicht ist.

Injektion alle 12 – 24 Stunden für 3 – 4 Tage

oder länger wiederholen, bis die Schmerzen und

die akute Beeinträchtigung beseitigt sind.

Injektion alle 8 – 24 Stunden wiederholen bis

die Gefahr für den Patienten vorüber ist.

Chirurgische Eingriffe

Kleinere Eingriffe

30 – 60

Alle 24 Stunden für mind. 1 Tag bis die

Einschliesslich

Zahnextraktion

Grössere Eingriffe

80 – 100

(prä- und

postoperativ)

Wundheilung erreicht ist.

Injektion alle 8 – 24 Stunden bis zu

angemessener Wundheilung wiederholen, dann

Therapie für noch mind. 7 Tage fortsetzen, um

eine Faktor VIII-Aktivität von 30 – 60% (I.E./dl)

aufrecht zu erhalten.

Dosis und Häufigkeit der Verabreichung sollen entsprechend der klinischen Wirksamkeit des

Produktes im Einzelfall angepasst werden. Unter bestimmten Umständen (z.B. bei Anwesenheit von

niedrigen Titern an Faktor VII Inhibitoren), insbesondere zu Behandlungsbeginn, können höhere

Dosierungen als berechnet notwendig sein.

Falls sich die Blutung mit der verordneten Dosis Faktor VIII nicht kontrollieren lässt, sollte man den

Plasmaspiegel von Faktor VIII bestimmen und eine ausreichende Dosis Immunate S/D verabreichen,

um eine zufriedenstellende klinische Reaktion zu erreichen.

Während des Behandlungsverlaufes wird zur Steuerung der zu verabreichenden Dosis und der

Häufigkeit der Injektionen eine angemessene Bestimmung der Faktor VIII-Plasmaspiegel empfohlen.

Besonders bei grösseren chirurgischen Eingriffen ist eine genaue Überwachung der

Substitutionstherapie durch Bestimmung der Faktor VIII-Aktivität im Plasma unerlässlich. Einzelne

Patienten können sich in ihrer Reaktion auf Faktor VIII unterscheiden, verschiedene in vivo

Recovery erreichen und unterschiedliche Halbwertszeiten aufweisen.

Kinder unter 6 Jahren

Das Produkt sollte mit Vorsicht bei Kindern unter 6 Jahren angewendet werden, die noch wenig mit

Faktor VIII-Produkten in Berührung gekommen sind. Es wurden keine formalen klinischen Studien

in dieser Altersgruppe durchgeführt, jedoch lassen klinische Fallberichte auf Wirksamkeit und

Verträglichkeit bei Kindern schliessen.

Langzeitprophylaxe

Zur Dauersubstitution von Blutungen bei Patienten mit schwerer Hämophilie A sollen Dosen

zwischen 20 – 40 I.E. von Faktor VIII pro kg Körpergewicht im Abstand von 2 – 3 Tagen gegeben

werden. In manchen Fällen, besonders bei jüngeren Patienten, können kürzere Dosierungsabstände

oder höhere Dosen erforderlich sein.

Patienten mit Faktor VIII-Inhibitoren

Patienten sollten regelmässig auf die Bildung von Inhibitoren gegen Faktor VIII überwacht werden.

Falls die erwarteten Faktor VIII-Plasmaaktivitäten nicht erreicht werden oder die Blutung mit einer

angemessenen Dosis nicht beherrscht wird, muss ein Inhibitortest durchgeführt werden. Bei

Patienten mit hohen Inhibitorwerten kann die Faktor VIII-Therapie nicht ansprechen und andere

therapeutische Massnahmen müssen erwogen werden. Diese Therapien sollten nur von Ärzten

durchgeführt werden, die über Erfahrung in der Behandlung von Patienten mit Hämophilie verfügen.

Siehe auch ’’Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen’’.

Von Willebrand-Jürgens-Syndrom mit Faktor VIII-Mangel

Immunate S/D ist zur Therapie und Prophylaxe von Faktor VIII bei Patienten mit von Willebrand-

Jürgens-Syndrom angezeigt, bei denen die Faktor VIII-Aktivität vermindert ist und bei denen eine

Behandlung mit Desmopressin unwirksam oder kontraindiziert ist. Für die Substitutionsbehandlung

mit Immunate S/D zur Kontrolle von Blutungen sowie zur perioperativen Blutungsprophylaxe gelten

dieselben Richtlinien wie für Hämophilie A.

Die Erfahrungen bei Kindern sind limitiert.

Die Patienten müssen auf die Bildung von Inhibitoren gegen den von-Willebrand-Faktor überwacht

werden, falls die erwarteten von-Willebrand-Faktor-Plasmaaktivitäten nicht erreicht werden oder die

Blutung mit einer angemessenen Dosis nicht beherrscht wird.

In Patienten mit hohen von-Willebrand-Inhibitorwerten könnte die Therapie mit Immunate S/D nicht

wirksam sein und andere therapeutische Optionen sollten in Betracht gezogen werden (siehe

„Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“).

Wird ein von-Willebrand-Faktor-Produkt verwendet, das Faktor VIII enthält, so sollte dem

behandelnden Arzt bewusst sein, dass bei einer längerfristigen Behandlung der Faktor-VIII:C-

Spiegel stark ansteigen kann. Um einen zu hohen Faktor-VIII:C-Spiegel zu vermeiden, sollte in

Betracht gezogen werden, nach einer Behandlungsdauer von 24 bis 48 Stunden die Dosis zu

reduzieren und/oder die Dosisintervalle zu verlängern.

Art der Anwendung

Das Auflösen erfolgt wie im Abschnitt „Hinweise für die Handhabung“ beschrieben. Immunate S/D

soll langsam intravenös verabreicht werden. Die Verabreichungsgeschwindigkeit sollte sich nach

dem Wohlbefinden des Patienten richten und nicht mehr als 2 ml/min betragen.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Wie bei allen intravenösen Substanzen können allergische Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.

Die Patienten sollten über die möglichen Frühzeichen von Unverträglichkeitsreaktionen aufgeklärt

werden, wie zum Beispiel Hypotonie, Tachykardie, Brustkorbschmerz, Dyspnoe, Ödeme (inklusive

Gesichts- und Augenlidödeme), Urtikaria, Ausschlag, Hitzegefühl und Pruritus sowie Anaphylaxie

bis hin zum anaphylaktischen Schock.

Die Patienten sollten angewiesen werden, beim Auftreten dieser Symptome die Behandlung

abzubrechen und sofort ihren Arzt zu konsultieren. Die Behandlung des Schocks erfolgt nach den

Regeln der modernen Schocktherapie.

Auch über andere infusionsbedingte Reaktionen wie Schüttelfrost, Fieber und Übelkeit wurde im

Zusammenhang mit Immunate S/D berichtet.

Da bei Verabreichung maximaler Tagesdosen die Natriummenge von 200 mg überschritten werden

kann, können Personen, die unter einer niedrigeren Natriumdiät stehen, ungünstig beeinflusst

werden.

Die Bildung von neutralisierenden Antikörpern (Inhibitoren) gegen Faktor VIII ist eine bekannte

Komplikation bei der Behandlung von Patienten mit Hämophilie A. Diese Inhibitoren sind stets

gegen die prokoagulatorische Aktivität von Faktor VIII gerichtete IgG Immunglobuline, die in

Bethesda Einheiten (B.E.) pro ml Plasma mittels modifiziertem Bethesda Assay quantifiziert werden.

Das Risiko, Inhibitoren zu entwickeln, korreliert mit dem Ausmass der Exposition gegenüber dem

Faktor VIII und anderen genetischen sowie Umweltfaktoren, wobei das Risiko innerhalb der ersten

20 Expositionstage am grössten ist. In seltenen Fällen können sich Inhibitoren nach den ersten 100

Expositionstagen bilden. Patienten, die mit Koagulations-Faktor VIII vom Menschen behandelt

werden, sollten sorgfältig klinisch und mit geeigneten Labortests hinsichtlich der Entwicklung von

Inhibitoren überwacht werden. Siehe auch ’’Unerwünschte Wirkungen’’.

Das Risiko einer Inhibitor-Entwicklung hängt von einer Reihe von Faktoren ab, die mit speziellen

Eigenschaften des jeweiligen Patienten zusammenhängen. Als wichtigste Risikofaktoren gelten unter

anderem Art der Faktor VIII-Genmutation, Familienanamnese und ethnische Zugehörigkeit.

Inhibitoren wurden überwiegend bei nicht vorbehandelten Patienten berichtet.

Immunate S/D wird aus humanem Plasma hergestellt. Standardmassnahmen zur Verhinderung von

Infektionen (z.B durch Viren), die sich durch den Einsatz von Arzneimitteln ergeben, die aus Blut

oder Blutplasma hergestellt werden, schliessen die Auswahl der Spender und das Screening der

einzelnen Spenden und Plasmapools auf spezifische Infektionsmarker sowie den Einsatz effektiver

Schritte zur Inaktivierung/Entfernung von Viren im Herstellungsverfahren ein. Dennoch kann bei der

Verabreichung von Arzneimitteln aus menschlichem Blut oder Blutplasma die Möglichkeit der

Übertragung von Krankheitserregern nicht völlig ausgeschlossen werden. Dies gilt auch für bislang

unbekannte oder neu aufgetretene Viren und andere Pathogene.

Die ergriffenen Sicherheitsmassnahmen werden als wirksam gegen umhüllte Viren wie z.B. HIV,

HBV und HCV sowie gegen das unbehüllte Hepatitis A Virus (HAV) betrachtet. Für Parvovirus B19

können die getroffenen Massnahmen von eingeschränktem Wert sein.

Parvovirus B19-Infektionen können schwerwiegende Folgen für schwangere Frauen (fötale

Infektion) und für Personen mit Immunmangelkrankheiten oder gesteigerter Erythropoese (z.B.

hämolytische Anämie) haben.

Bei einer längerfristigen Behandlung mit einem von-Willebrand-Faktor Produkt, das Faktor VIII

enthält, kann der Faktor-VIII:C-Spiegel stark ansteigen. Bei der Behandlung von Patienten mit von-

Willebrand-Syndrom besteht ein Risiko hinsichtlich des Auftretens thrombotischer Ereignisse,

besonders bei Vorliegen von bekannten klinischen oder labortechnisch belegten Risikofaktoren.

Deshalb müssen Risikopatienten auf frühe Zeichen von Thrombosen hin überwacht werden. Bei

Patienten, bei denen in der Vergangenheit bereits venöse Thromboembolien aufgetreten sind, wurde

ein endogener hoher Faktor-VIII-Spiegel mit einem erhöhten Risiko für spätere thrombotische

Ereignisse in Verbindung gebracht.

Bei Patienten, die mit einem von-Willebrand-Faktor Produkt behandelt werden, das Faktor VIII

enthält, sollte unbedingt der Faktor-VIII:C-Plasmaspiegel überwacht werden, um eine dauerhafte

Erhöhung zu vermeiden, da dies mit einem erhöhten Risiko für thrombotische Ereignisse einhergeht.

Eine Prophylaxe gegenüber Thromboembolien sollte gemäss den aktuellen Empfehlungen

durchgeführt werden.

Patienten mit von-Willebrand-Syndrom, besonders solche mit Typ 3, können neutralisierende

Antikörper (Inhibitoren) gegen den von-Willebrand-Faktor entwickeln.

Solche Antikörper können auch eine Anaphylaxie auslösen. Patienten, bei denen es zu einer

anaphylaktischen Reaktion kommt, sollten daher auf Inhibitoren gegen den von-Willebrand-Faktor

untersucht werden.

Wenn der erwartete Anstieg der von-Willebrand-Restocetin-Cofaktor-Aktivität im Plasma nicht

erreicht wird, oder wenn Blutungen nicht mit einer entsprechenden Dosis beherrscht werden können,

sollen geeignete Tests auf die Anwesenheit von von-Willebrand-Inhibitoren durchgeführt werden. Es

besteht die Möglichkeit, dass bei Patienten mit hohen Inhibitortitern die von-Willebrand-Therapie

nicht effektiv ist und andere therapeutische Massnahmen in Betracht gezogen werden sollten. Die

Behandlung solcher Patienten sollte unter der Leitung von Ärzten durchgeführt werden, die mit der

Behandlung von Patienten mit Gerinnungsstörungen vertraut sind.

Für Patienten, die regelmässig Präparate aus menschlichem Blut oder Plasma erhalten, wird

grundsätzlich eine Impfung gegen Hepatitis A und Hepatitis B empfohlen.

Es wird empfohlen, bei jeder Verabreichung von Immunate S/D an einen Patienten den Namen und

die Chargennummer des Präparates zu dokumentieren, um einen Zusammenhang zwischen Patient

und Produktcharge herzustellen.

Immunate S/D enthält Blutgruppen-Isoagglutinine (anti-A und anti-B). Bei Patienten mit Blutgruppe

A, B oder AB kann es nach wiederholter Anwendung in kurzen Abständen oder nach der

Anwendung sehr hoher Dosen zu einer Hämolyse kommen. Sehr hohe Dosen innerhalb kurzer Zeit

werden möglicherweise im Rahmen einer Immuntoleranztherapie zur Behandlung einer Hämophilie

A mit Faktor-VIII-Inhibitor angewendet.

Vor der Anwendung von Immunate S/D muss unbedingt sichergestellt werden, dass es sich bei der

Gerinnungsstörung tatsächlich um einen Faktor-VIII-Mangel (Hämophilie A) oder einen Mangel an

von-Willebrand-Faktor (von-Willebrand-Syndrom) handelt.

Interaktionen

Es wurden keine Wechselwirkungsstudien durchgeführt.

Schwangerschaft, Stillzeit

Reproduktionsstudien an Tieren wurden mit Faktor VIII nicht durchgeführt. Aufgrund des seltenen

Auftretens der Hämophilie A bei Frauen liegen über die Anwendung von Faktor VIII während der

Schwangerschaft und Stillzeit keine Erfahrungen vor. Faktor VIII sollte daher in der

Schwangerschaft und Stillzeit nur bei eindeutiger Indikationsstellung angewendet werden.

Informationen zu Parvovirus B19-Infektionen siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es ist kein Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen bekannt.

Unerwünschte Wirkungen

Die nachstehend aufgelisteten unerwünschten Wirkungen basieren auf klinischen Studien und

Spontanmeldungen nach der Zulassung von Immunate S/D. Die Häufigkeit wurden ermittelt unter

Verwendung der folgenden Kriterien: sehr häufig (≥ 10%), häufig (≥1% bis <10%), gelegentlich

(≥0.1% bis<1%), selten (≥0.01% bis <0.1%), sehr selten (<0.01%).

Klinische Studien

Die Inzidenz aller nachstehenden aus klinischen Studien gemeldeten unerwünschten Wirkungen war

„gelegentlich“ (≥0.1% bis <1%).

Immunsystem

Gelegentlich: Allergische Reaktionen

Spontanmeldungen nach der Zulassung

Die Inzidenzrate war „sehr selten“ (<0.01%) für alle nachstehend gemeldeten unerwünschten

Wirkungen.

Blut und Lymphsystem

Gerinnungsstörungen, Faktor VIII Inhibition

Psychiatrische Störungen

Unruhe

Herz

Herzklopfen, Tachykardie

Gastrointestinale Störungen

Erbrechen, Übelkeit

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Brustkorbschmerz, Brustkorbbeschwerden, Ödeme (Gesicht und periphere Ödeme), Irritationen an

der Injektionsstelle (inklusiv Brennen), Schüttelfrost, Schmerzen, Fieber

Immunsystem

Überempfindlichkeit

Nervensystem

Kopfschmerzen, Schwindel, Paraesthesie

Atmungsorgane

Husten, Dyspnoe

Gefässe

Hypotonie, Hitzegefühl, Blässe

Augen

Konjunktivitis, Augenlidödem

Haut

Erythem, Exanthem, Neurodermatitis, Pruritus, Ausschlag, erythematöser Ausschlag, papulöser

Ausschlag, Urtikaria, Hyperhidrosis

Muskelskelettsystem

Myalgie

Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden bisher nicht rapportiert, könnten jedoch mit

Immunate S/D auftreten:

Blut und Lymphsystem

Hämolyse in Patienten mit Blutgruppe A, B oder AB

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Vermindertes therapeutisches Ansprechen

In seltenen Fällen sind Überempfindlichkeits- oder allergische Reaktionen aufgetreten

(einschliesslich Angioödem, Brennen und Stechen an der Injektionsstelle, Frösteln, Erythema,

generalisierte Urticaria, Kopfschmerzen, Nesselausschlag, Hypotonie, Lethargie, Übelkeit, Unruhe,

Tachykardie, Engegefühl in der Brust, Kribbeln, Erbrechen, Keuchatmung und Inhibition des von-

Willebrand-Faktors). In einigen Fällen kann dies in eine schwere Anaphylaxie münden (inklusive

Schock). Den Patienten soll angeraten werden bei Auftreten dieser Symptome ihren Arzt zu

kontaktieren

Fieber wurde in seltenen Fällen beobachtet.

Bei Patienten mit Hämophilie A, die neutralisierende Antikörper (Inhibitoren) gegen Faktor VIII

bilden, manifestiert sich dieser Zustand als eine unzureichende klinische Antwort. In diesen Fällen

wird empfohlen, ein Hämophilie-Zentrum zu besuchen.

Nach der Applikation von sehr hohen Dosen (z.B. wenn Faktor VIII Plasma Spiegel über 100%

erreicht werden sollen) kann bei Patienten mit Blutgruppe A, B oder AB aufgrund des Gehaltes an

Isoagglutininen eine Hämolyse auftreten.

Für Informationen zur viralen Sicherheit siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“.

Überdosierung

Es wurden bisher keine Symptome durch Überdosierung mit Koagulations-Faktor VIII vom

Menschen beschrieben.

Grundsätzlich besteht aber ein Risiko für thromboembolische Ereignisse. Bei Patienten mit

Blutgruppe A, B oder AB besteht ein Hämolyse-Risiko.

Siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: B02BD06. Pharmakotherapeutische Gruppe: Anti-Hämorrhagikum: Blut

Gerinnungsfaktor VIII.

Der Faktor VIII / von Willebrand-Faktor-Komplex besteht aus zwei Molekülen (Faktor VIII und von

Willebrand-Faktor) mit unterschiedlichen physiologischen Funktionen.

Der aktivierte Faktor VIII wirkt als Cofaktor für den aktivierten Faktor IX und beschleunigt die

Bildung von aktiviertem Faktor X aus Faktor X. Der aktivierte Faktor X wandelt Prothrombin in

Thrombin um. Dieses setzt dann Fibrin aus Fibrinogen frei und die Gerinnselbildung kann erfolgen.

Hämophilie A ist eine geschlechtsgebundene erbliche Störung der Blutgerinnung aufgrund

erniedrigter Faktor VIII:C Spiegel. Dies führt, entweder spontan oder in Folge unfallbedingter oder

chirurgischer Traumata zu starken Blutungen in Gelenken, Muskeln oder inneren Organen. Durch

die Substitutionstherapie wird der Faktor VIII-Plasmaspiegel erhöht, wodurch eine vorübergehende

Korrektur des Faktor VIII-Mangels und der Blutungsneigung erfolgt.

Der von Willebrand Faktor (vWF) vermittelt, zusätzlich zu seiner Rolle als Faktor VIII

stabilisierendes Protein, die Adhäsion von Thrombozyten an den Orten einer Gefässverletzung, spielt

eine Rolle bei der Thrombozytenaggregation und ist unentbehrlich zur Substitutionstherapie bei von

Willebrand Patienten.

Pharmakokinetik

Eine pharmakokinetische Studie mit 18 Patienten zeigte nach vollständiger Analyse die unten

beschriebenen Ergebnisse.

Folgende Tabelle zeigt die pharmakokinetischen Eigenschaften von Blutgerinnungsfaktor VIII:

Parameter

Anzahl

Mittelwert SD

Median 90% CI

AUC0-48h ([I.E.xh]/ml)

11.4

11.6

10.9 – 12.7

AUC0-∞ ([I.E.xh]/ml)

12.2

12.4

11.1 – 13.2

Cmax (I.E./ml)

0.8 – 1.0

Tmax (h)

0.3 – 0.3

Terminale Halbwertszeit (h)

12.7

12.2

10.8 – 15.3

Clearance (ml/h)

199 – 254

Mittlere Verweilzeit (h)

15.3

15.3

12.1 – 17.2

Vss (ml)

4166

2021

3613

2815 – 4034

Incremental Recovery

([I.E./ml]/

[I.E./kg])

0.020

0.006 0.019

0.016 – 0.020

Folgende Tabelle beschreibt die pharmakokinetischen Eigenschaften des vWF:Ag:

Parameter

Anzahl

Median 90% CI

AUC0-µ ([I.E.xh]/ml)

24.6

12.8 – 48.3

Cmax (I.E./ml)

1.40

1.15 – 1.51

Tmax (h)

0.28

0.25 – 1.00

Terminale Halbwertszeit (h)

13.6

10.5 – 47.2

Clearance (ml/h)

68 – 178

Mittlere Verweilzeit (h)

23.1

12.4 – 57.1

Vss (ml)

3156

2391 – 4672

Incremental Recovery

([I.E./ml]/

[I.E./kg])

0.028

0.024 – 0.030

Präklinische Daten

Der in Immunate S/D enthaltene humane Blutgerinnungsfaktor VIII ist ein physiologischer

Bestandteil des menschlichen Plasmas und verhält sich wie der körpereigene Blutgerinnungsfaktor

VIII.

Präklinische Daten, basierend auf Studien zur akuten Toxizität, lokalen Verträglichkeit und

Immunogenität, weisen auf keine besondere Gefahr für den Menschen hin.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Immunate S/D darf nicht mit anderen Arzneimitteln oder Lösungsmitteln gemischt werden, da

dadurch die Sicherheit oder Wirksamkeit beeinträchtigt werden könnte. Es darf ausschliesslich der

mitgelieferte Gerätesatz benutzt werden, da die Therapie als Folge einer Adsorption des

Koagulations-Faktor VIII an der Innenoberfläche einiger Infusionssets versagen kann.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit „Exp“ bezeichneten Datum verwendet

werden (siehe „Lagerungshinweise“). Nach Auflösen bei Raumtemperatur (15-25 °C) lagern und

innerhalb von 3 Stunden verabreichen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt unmittelbar

nach der Rekonstitution appliziert werden.

Besondere Lagerungshinweise

Zwischen 2° und 8° C lagern. Nicht einfrieren. In der Originalpackung lagern zwecks Lichtschutz.

Innerhalb der Laufzeit kann das Produkt einmalig bei Raumtemperatur (höchstens 25°C) bis zu 6

Monate gelagert werden. Der Beginn der Lagerung bei Raumtemperatur ist unterhalb des

aufgedruckten Verfalldatums einzutragen. Nach der Lagerung bei Raumtemperatur darf das Produkt

nicht wieder gekühlt werden, es ist entweder zu verbrauchen oder zu entsorgen.

Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Hinweise für die Handhabung

Immunate S/D sollte erst unmittelbar vor der Anwendung rekonstituiert werden. Die Lösung sollte

sofort verbraucht werden, da kein Konservierungsmittel enthalten ist. Die Lösung vor der

Anwendung auf sichtbare Partikel und Verfärbung prüfen. Trübe Lösungen oder solche mit

Niederschlag sind zu verwerfen. Es wird empfohlen, einen gemeinsamen venösen Zugang vor und

nach der Verabreichung von Immunate S/D mit einer salinen Lösung zu spülen.

Auflösen der Trockensubstanz: Auf aseptische Arbeitsweise achten wie nachfolgend beschrieben:

1.Lösungsmittel (sterilisiertes Wasser für Injektionszwecke) in der ungeöffneten

Lösungsmittelflasche auf Raumtemperatur (höchstens 37°C) erwärmen.

2.Schutzkappen von Präparat- und Lösungsmittelflasche entfernen (Abb. A) und die Gummistopfen

beider Flaschen desinfizieren.

3.Transferset mit der gewellten Seite auf die Lösungsmittelflasche setzen und eindrücken (Abb. B).

4.Schutzhülle von der anderen Seite des Transfersets abziehen. Freies Kanülenende nicht berühren!

5.Transferset mit aufgesetzter Wasserflasche von oben in die Präparatflasche einstechen (Abb. C).

Durch das in der Präparatflasche bestehende Vakuum wird das Lösungsmittel angesaugt.

6.Nach etwa 1 Minute das Transferset samt Lösungsmittelflasche von der Präparatflasche abziehen

(Abb. D). Da das Präparat sich schnell löst, ist – wenn überhaupt – nur ein leichtes Schwenken der

Präparatflasche erforderlich. DEN INHALT DER PRÄPARATFLASCHE NICHT SCHÜTTELN.

DIE PRÄPARATFLASCHE ERST UNMITTELBAR VOR DER ENTNAHME DES INHALTES

UMDREHEN.

7.Parenterale Produkte wie Immunate S/D sollen nach der Auflösung und vor der Anwendung visuell

auf Partikel und Verfärbungen überprüft werden. Auch wenn die Auflösungsvorschrift strikt befolgt

wird, können fallweise wenige kleine Partikel sichtbar sein. Das beigepackte Filterset entfernt diese

Partikel. Die auf der Packung angegebene Konzentration des arzneilich wirksamen Bestandteils wird

dadurch nicht reduziert.

Auf aseptische Arbeitsweise achten wie nachfolgend beschrieben:

1.Um zu verhindern, dass vom Stopfen ausgestochene Gummipartikel verabreicht werden (Gefahr

von Mikroembolien) ist zur Entnahme des gelösten Präparats das beigepackte Filterset zu benutzen.

Filterset auf die beigepackte Einmalspritze setzen und in den Gummistopfen einstechen (Abb. E).

2.Durch zwischenzeitliches Lockern der Spritze vom Filterset wird die Präparatflasche belüftet,

wodurch eventuell entstandener Schaum zusammenfällt. Daraufhin die Injektionslösung durch das

Filterset in die Spritze aufziehen (Abb. F).

3.Das Filterset von der Spritze abziehen und die Lösung langsam mit dem beigepackten Infusionsset

(bzw. Einmalnadel) intravenös verabreichen (maximale Injektionsrate: 2 ml pro Minute).

Unverbrauchte Lösung, leere Fläschchen, benützte Nadeln und Spritzen sind fachgerecht zu

entsorgen.

Zulassungsnummer

52715 (Swissmedic)

Packungen

Immunate S/D 250 I.E.

Durchstechflasche mit 250 I.E. Faktor VIII lyophilisiert

Durchstechflasche mit 5 ml Wasser für Injektionszwecke

Gerätesatz zur Auflösung und Injektion

Immunate S/D 500 I.E.

Durchstechflasche mit 500 I.E. Faktor VIII lyophilisiert

Durchstechflasche mit 5 ml Wasser für Injektionszwecke

Gerätesatz zur Auflösung und Injektion

Immunate S/D 1000 I.E.

Durchstechflasche mit 1000 I.E. Faktor VIII lyophilisiert

Durchstechflasche mit 10 ml Wasser für Injektionszwecke

Gerätesatz zur Auflösung und Injektion

Abgabekategorie: B

Zulassungsinhaberin

Shire Switzerland GmbH, Zug

Stand der Information

Juli 2011

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30-10-2018

EU/3/18/2079 (Spark Therapeutics Ireland Ltd)

EU/3/18/2079 (Spark Therapeutics Ireland Ltd)

EU/3/18/2079 (Active substance: Recombinant adeno-associated viral vector containing a bioengineered capsid and a codon-optimised expression cassette to drive the expression of the SQ form of a B-domain deleted human coagulation factor VIII) - Orphan designation - Commission Decision (2018)7280 of Tue, 30 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/104/18

Europe -DG Health and Food Safety

27-6-2018

EU/3/17/1874 (Sangamo Therapeutics UK LTD)

EU/3/17/1874 (Sangamo Therapeutics UK LTD)

EU/3/17/1874 (Active substance: Recombinant adeno-associated viral vector serotype 6 encoding the B-domain-deleted human factor VIII) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)4099 of Wed, 27 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/019/17/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

29-5-2018

EU/3/18/2015 (Baxalta Innovations GmbH)

EU/3/18/2015 (Baxalta Innovations GmbH)

EU/3/18/2015 (Active substance: Adeno-associated viral vector serotype 8 containing a functional copy of the codon-optimised F8 cDNA encoding the B-domain deleted human coagulation factor VIII) - Orphan designation - Commission Decision (2018)3382 of Tue, 29 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/010/18

Europe -DG Health and Food Safety

8-3-2018

Human coagulation factor VIII

Human coagulation factor VIII

Human coagulation factor VIII (Active substance: Human coagulation factor VIII) - Corrigendum - Commission Decision (2017)7630 of Thu, 08 Mar 2018

Europe -DG Health and Food Safety