Imigran

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Imigran Suppositorien
  • Darreichungsform:
  • Suppositorien
  • Zusammensetzung:
  • sumatriptanum 25 mg, excipiens pro suppositorio.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Imigran Suppositorien
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Akutbehandlung von Migräneanfällen mit oder ohne Aura

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 53881
  • Berechtigungsdatum:
  • 25-02-1997
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Imigran® Suppositorien

GlaxoSmithKline AG

Was ist Imigran Suppositorien und wann wird es angewendet?

Imigran Suppositorien werden angewendet zur akuten Behandlung von Migräneanfällen.

Es wird angenommen, dass Migränekopfschmerzen durch eine schmerzhafte Erweiterung und

Entzündung von Blutgefässen im Kopf verursacht werden. Imigran lindert die

Migränekopfschmerzen, indem es die erweiterten Blutgefässe verengt.

Imigran Suppositorien dürfen nicht zur Vorbeugung (Prophylaxe) gegen Migräne verwendet werden.

Imigran Suppositorien sollen nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden.

Wann darf Imigran Suppositorien nicht angewendet werden?

Imigran Suppositorien dürfen nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegenüber einem

Bestandteil des Präparates, bei unbehandeltem Bluthochdruck, durchgemachtem Herzinfarkt, bei

Beeinträchtigung der Nierenfunktion und schweren Lebererkrankungen oder bekannten

Durchblutungsstörungen des Herzens (Angina pectoris), des Gehirns und der Gliedmassen.

Imigran Suppositorien dürfen nicht zusammen mit folgenden Arzneimitteln angewendet werden:

·MAO-Hemmer (bestimmte Antidepressiva oder Mittel gegen die Parkinson'sche Krankheit). Die

Behandlung mit Imigran darf erst 2 Wochen nach Absetzen des MAO-Hemmers begonnen werden.

·Migränemittel, welche Ergotamin oder Ergotaminderivate (wie z.B. Dihydroergotamin oder

Methysergid) enthalten. Während 24 Stunden vor und bis 6 Stunden nach Anwendung von Imigran

sollten keine ergotaminhaltigen Präparate verwendet/eingenommen werden.

Wann ist bei der Anwendung von Imigran Suppositorien Vorsicht geboten?

In seltenen Fällen kann ein sogenanntes «Serotonin Syndrom» auftreten, wenn Triptane wie z.B.

Imigran zusammen mit anderen Arzneimitteln mit serotonerger Wirkung angewendet werden. Dazu

gehören bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (z.B. sogenannte selektive Serotonin-

Wiederaufnahme-Hemmer oder selektive Serotonin/Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer,

sogenannte MAO-Hemmer, L-Tryptophan, Lithium, trizyklische Antidepressiva u.a.). Informieren

Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie mit diesen Arzneimitteln behandelt werden. Das

«Serotonin-Syndrom» kann folgende Symptome umfassen: Gesteigerte Erregbarkeit der

Muskeleigenreflexe, Muskelzuckungen, Zittern, Unruhe, Angst, Halluzinationen, Reizbarkeit bis

zum Verwirrtheitszustand und zur Bewusstlosigkeit, schneller Herzschlag, Blutdruckschwankungen,

Übelkeit, Erbrechen, Fieber und Durchfall. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn nach

der Einnahme von Imigran eines dieser Symptome auftritt.

Die gleichzeitige Verabreichung von Imigran mit anderen spezifischen Migränemitteln (sogenannten

Triptanen) wird nicht empfohlen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten wie Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Durchblutungsstörungen, Leber- und

Nierenerkrankungen oder Epilepsie leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch

selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Wenn Sie unter Behandlung mit sogenannten Betablockern stehen, die auch zur Vorbeugung gegen

Migräne eingesetzt werden, wird Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Imigran mit besonderer Vorsicht

verordnen.

Die Kopfschmerzen können sich verschlimmern, falls Sie zu häufig Imigran anwenden. Ihr Arzt oder

Ihre Ärztin wird in diesem Fall möglicherweise die Behandlung mit Imigran absetzen.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit, Werkzeuge oder

Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!

Als Folge der Migräne oder der Behandlung mit Imigran kann auch Schläfrigkeit auftreten. Vorsicht

ist deshalb geboten, wenn Sie während der Behandlung ein Fahrzeug lenken oder Maschinen

bedienen.

Darf Imigran Suppositorien während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten, dürfen Sie Imigran nicht anwenden, es sei denn,

dies ist klar notwendig.

Der Wirkstoff von Imigran geht in kleinen Mengen in die Muttermilch über. Säuglinge können vor

einer Einwirkung geschützt werden, indem während 12 Stunden nach Anwendung von Imigran

Suppositorien auf das Stillen verzichtet und die Milch abgepumpt wird.

Wie verwenden Sie Imigran Suppositorien?

Imigran Suppositorien dürfen nicht eingenommen werden.

Falls der Arzt oder die Ärztin nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsrichtlinien:

Erwachsene und Jugendliche ab 18 Jahren:

Bei den ersten Anzeichen von Migränekopfschmerzen oder auch während des Anfalles ist

1 Suppositorium zu 25 mg tief in den Enddarm einzuführen.

Nur wenn die bereits abgeklungenen Migränesymptome wieder auftreten, kann zu einem beliebigen

Zeitpunkt, frühestens jedoch 2 Stunden nach der ersten Anwendung, ein zweites Suppositorium

eingeführt werden. Innerhalb von 24 Stunden dürfen nicht mehr als 2 Suppositorien verabreicht

werden. Innerhalb dieser 24 Stunden dürfen zusätzlich zu den beiden Suppositorien keine Imigran

Filmtabletten resp. Imigran T Filmtabletten eingenommen oder Imigran Nasalspraystösse resp.

Imigran Injektionen angewendet werden.

Hingegen ist es möglich, das zweite Suppositorium einmalig durch eine andere Imigran

Darreichungsform (Filmtabletten, T Filmtabletten, Nasal Spray, Injektionslösung) in der jeweilig

empfohlenen Dosierung zu ersetzen.

Falls das erste Suppositorium keine Wirkung gezeigt hat, sollten Sie für denselben Migräneanfall

keine weiteren Imigran Suppositorien verwenden, sondern den Anfall mit den gewohnten

Schmerzmitteln weiterbehandeln, sofern diese kein Ergotamin oder Dihydroergotamin enthalten.

Imigran Suppositorien können für die folgenden Migräneanfälle wieder verwendet werden.

Sollte das Suppositorium zu weich sein, kann es vor dem Entfernen der Hülle kurz im Kühlschrank

gekühlt werden.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und Erwachsene über 65 Jahre:

Imigran Suppositorien sollen nicht bei Kindern oder Jugendlichen unter 18 Jahren und bei

Erwachsenen über 65 Jahren angewendet werden, da noch zu wenig Erfahrungen vorliegen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin

oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Imigran Suppositorien haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Imigran Suppositorien auftreten:

Häufig (bei weniger als 1 von 10 aber mehr als 1 von 100 Behandelten): Schwindel, Benommenheit,

Kribbeln, vorübergehender Blutdruckanstieg, Gesichtsrötung, Kurzatmigkeit, Übelkeit, Erbrechen,

Schmerzen, Schwäche, Müdigkeit, Hitze-, Kälte-, Druck-, Enge- und Schweregefühl an

verschiedenen Körperteilen (einschliesslich Brust und Hals).

Sehr selten (bei weniger als 1 von 10'000 Behandelten einschliesslich Einzelfälle):

Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade (z.B. Hautausschlag, Luftnot bis zum Schock,

der lebensbedrohlich sein kann), Krampfanfälle, Zittern, Dystonie (langsame, unwillkürliche

Steigerung der Muskelanspannung mit abnormen Bewegungen und Haltungen), Augenzittern

(Nystagmus), Gesichtsfeldausfälle (Skotomen), Sehstörungen wie Flimmern, Doppeltsehen,

vermindertem Sehvermögen oder Sehverlust (unabhängig davon können Sehstörungen aber auch als

Begleiterscheinung der Migräne selbst auftreten), Verlangsamung oder Beschleunigung des

Herzschlages, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Durchblutungsstörungen des Herzens,

Verkrampfungen der Herzkranzgefässe, Herzinfarkt, Blutdruckabfall, mangelnde Durchblutung der

Extremitäten (Raynaud-Syndrom), Entzündung eines Dickdarmabschnittes aufgrund mangelnder

Durchblutung (ischämische Kolitis), geringfügige Veränderungen der Leberwerte.

Sollten Schwierigkeiten mit dem Blutdruck oder Schmerzen in der Brust auftreten, wenden Sie sich

bitte unverzüglich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Imigran Suppositorien sind nicht über 25 °C und ausserhalb der Reichweite von Kindern

aufzubewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Imigran Suppositorien enthalten?

Imigran Suppositorien enthalten als Wirkstoff Sumatriptan.

1 Suppositorium enthält 25 mg Sumatriptan sowie Hartfett (Adeps solidus) als Hilfsstoff zur

Zäpfchenherstellung.

Zulassungsnummer

53881 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Imigran Suppositorien? Welche Packungen sind erhältlich?

Imigran Suppositorien sind in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung erhältlich.

Imigran 25 mg: 2 und 6 Suppositorien.

Zulassungsinhaberin

GlaxoSmithKline AG, 3053 Münchenbuchsee

Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

24-10-2018

Imigran T Filmtabletten

Rote - Liste

24-10-2018

Imigran Filmtabletten

Rote - Liste