Imigran

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Imigran Injektionslösung
  • Darreichungsform:
  • Injektionslösung
  • Zusammensetzung:
  • sumatriptanum 6 mg ut sumatriptani succinas (1:1), natrii chloridum, aqua ad iniectabilia q.s. ad solutionem pro 0.5 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Imigran Injektionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Akutbehandlung von Migräneanfällen mit oder ohne Aura und Cluster Headache

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 51684
  • Berechtigungsdatum:
  • 25-02-1993
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Imigran® Injektionslösung

GlaxoSmithKline AG

Was ist Imigran Injektionslösung und wann wird es angewendet?

Imigran Injektionslösung wird angewendet in der akuten Behandlung von Migräneanfällen.

Imigran Injektionslösung eignet sich auch zur Behandlung von Cluster Headache (Graupelkopfweh:

starker, kurzer, in Anfällen auftretender, einseitiger Kopfschmerz).

Es wird angenommen, dass Migränekopfschmerzen durch eine schmerzhafte Erweiterung und

Entzündung von Blutgefässen im Kopf verursacht werden. Imigran lindert die

Migränekopfschmerzen, indem es die erweiterten Blutgefässe verengt.

Imigran darf nicht zur Vorbeugung (Prophylaxe) von Migräne oder Cluster Headache verwendet

werden.

Imigran Injektionslösung soll nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin verwendet werden.

Wann darf Imigran Injektionslösung nicht angewendet werden?

Imigran Injektionslösung darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegenüber einem

Bestandteil des Präparates, bei unbehandeltem Bluthochdruck, durchgemachtem Herzinfarkt, bei

Beeinträchtigung der Nierenfunktion und schweren Lebererkrankungen oder bekannten

Durchblutungsstörungen des Herzens (Angina pectoris), des Gehirns und der Gliedmassen.

Imigran Injektionslösung darf nicht zusammen mit folgenden Arzneimitteln angewendet werden:

·MAO-Hemmer (bestimmte Antidepressiva oder Mittel gegen die Parkinson'sche Krankheit). Die

Behandlung mit Imigran darf erst 2 Wochen nach Absetzen des MAO-Hemmers begonnen werden.

·Migränemittel, welche Ergotamin oder Ergotaminderivate (wie z.B. Dihydroergotamin oder

Methysergid) enthalten. Während 24 Stunden vor und bis 6 Stunden nach Anwendung von Imigran

sollten keine ergotaminhaltigen Präparate verwendet/eingenommen werden.

Wann ist bei der Anwendung von Imigran Injektionslösung Vorsicht geboten?

In seltenen Fällen kann ein sogenanntes «Serotonin Syndrom» auftreten, wenn Triptane wie z.B.

Imigran zusammen mit anderen Arzneimitteln mit serotonerger Wirkung angewendet werden. Dazu

gehören bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (z.B. sogenannte selektive Serotonin-

Wiederaufnahme-Hemmer oder selektive Serotonin/Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer,

sogenannte MAO-Hemmer, L-Tryptophan, Lithium, trizyklische Antidepressiva u.a.). Informieren

Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie mit diesen Arzneimitteln behandelt werden. Das

«Serotonin-Syndrom» kann folgende Symptome umfassen: Gesteigerte Erregbarkeit der

Muskeleigenreflexe, Muskelzuckungen, Zittern, Unruhe, Angst, Halluzinationen, Reizbarkeit bis

zum Verwirrtheitszustand und zur Bewusstlosigkeit, schneller Herzschlag, Blutdruckschwankungen,

Übelkeit, Erbrechen, Fieber und Durchfall. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn nach

der Einnahme von Imigran eines dieser Symptome auftritt.

Die gleichzeitige Verabreichung von Imigran mit anderen spezifischen Migränemitteln (sogenannten

Triptanen) wird nicht empfohlen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten wie Bluthochdruck oder Herzkrankheiten, Durchblutungsstörungen, Leber- und

Nierenerkrankungen oder Epilepsie leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch

selbstgekaufte) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Wenn Sie unter Behandlung mit sogenannten Betablockern stehen, die auch zur Vorbeugung gegen

Migräne eingesetzt werden, wird Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Imigran mit besonderer Vorsicht

verordnen.

Die Kopfschmerzen können sich verschlimmern, falls Sie zu häufig Imigran anwenden. Ihr Arzt oder

Ihre Ärztin wird in diesem Fall möglicherweise die Behandlung mit Imigran absetzen.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit, Werkzeuge oder

Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!

Als Folge der Migräne oder der Behandlung mit Imigran kann auch Schläfrigkeit auftreten. Vorsicht

ist deshalb geboten, wenn Sie während der Behandlung ein Fahrzeug lenken oder Maschinen

bedienen.

Darf Imigran Injektionslösung während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet

werden?

Wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten, dürfen Sie Imigran Injektionslösung nicht

anwenden, es sei denn, dies ist klar notwendig.

Der Wirkstoff von Imigran geht in kleinen Mengen in die Muttermilch über. Säuglinge können vor

einer Einwirkung geschützt werden, indem während 12 Stunden nach Anwendung von Imigran

Injektionslösung auf das Stillen verzichtet und die Milch abgepumpt wird.

Wie verwenden Sie Imigran Injektionslösung?

Imigran Injektionslösung kann nur mit Hilfe des Imigran-Pens angewendet werden. Bitte lesen Sie

die Gebrauchsanweisung des Pens, die dessen Packung beiliegt, vor der ersten Anwendung genau

durch.

Falls der Arzt oder die Ärztin nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsrichtlinien:

Erwachsene und Jugendliche ab 18 Jahren:

Migräne: Bei den ersten Anzeichen von Migränekopfschmerzen oder auch während des Anfalles

wird 1 Injektion zu 6 mg verabreicht. Nur wenn die bereits abgeklungenen Migränesymptome wieder

auftreten, kann innerhalb der nächsten 24 Stunden 1 weitere Injektion verabreicht werden,

vorausgesetzt, dass mindestens 1 Stunde seit der 1. Injektion verstrichen ist. Die maximale Dosis

innerhalb von 24 Stunden ist 2 Injektionen (2× 6 mg). Innerhalb dieser 24 Stunden dürfen zusätzlich

zu den beiden Injektionen keine Imigran Filmtabletten oder Imigran T Filmtabletten eingenommen

resp. Imigran Nasalspraystösse oder Imigran Suppositorien angewendet werden.

Hingegen ist es möglich, die zweite Injektion einmalig durch eine andere Imigran Darreichungsform

(Filmtabletten, T Filmtabletten, Suppositorien, Nasal Spray) in der jeweilig empfohlenen Dosierung

zu ersetzen.

Falls die erste Injektion keine Wirkung gezeigt hat, sollten Sie für denselben Migräneanfall keine

weiteren Imigran Injektionen verwenden, sondern den Anfall mit den gewohnten Schmerzmitteln

weiterbehandeln, sofern diese kein Ergotamin oder Dihydroergotamin enthalten. Imigran

Injektionslösung kann für die folgenden Migräneanfälle wieder verwendet werden.

Cluster Headache (Graupelkopfweh): Bei jedem Anfall kann 1 Injektion verabreicht werden. Die

maximale Dosierung innerhalb von 24 Stunden ist 2 Injektionen (2× 6 mg). Vor Verabreichung der

2. Injektion muss mindestens 1 Stunde seit der 1. Injektion verstrichen sein.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und Erwachsene über 65 Jahre:

Imigran Injektionslösung soll nicht bei Kindern oder Jugendlichen unter 18 Jahren und Erwachsenen

über 65 Jahren angewendet werden, da noch zu wenig Erfahrungen vorliegen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Imigran Injektionslösung haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Imigran Injektionslösung auftreten:

Sehr häufig (bei mehr als 1 von 10 Behandelten): vorübergehender Schmerz, Stechen, Brennen,

Schwellung, Rötung, Quetschung oder Bluten an der Injektionsstelle.

Häufig (bei weniger als 1 von 10 aber mehr als 1 von 100 Behandelten): Schwindel, Benommenheit,

Kribbeln, vorübergehender Blutdruckanstieg, Kurzatmigkeit, Gesichtsrötung, Übelkeit, Erbrechen,

Schmerzen, Schwäche, Müdigkeit, Hitze-, Kälte-, Druck-, Enge- und Schweregefühl an

verschiedenen Körperteilen (einschliesslich Brust und Hals).

Sehr selten (bei weniger als 1 von 10'000 Behandelten einschliesslich Einzelfälle):

Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade (z.B. Hautausschlag, Luftnot bis zum Schock,

der lebensbedrohlich sein kann), Krampfanfälle, Zittern, Dystonie (langsame, unwillkürliche

Steigerung der Muskelanspannung mit abnormen Bewegungen und Haltungen), Augenzittern

(Nystagmus), Gesichtsfeldausfälle (Skotomen), Sehstörungen wie Flimmern, Doppeltsehen,

vermindertem Sehvermögen oder Sehverlust (unabhängig davon können Sehstörungen aber auch als

Begleiterscheinung der Migräne selbst auftreten), Verlangsamung oder Beschleunigung des

Herzschlages, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Durchblutungsstörungen des Herzens,

Verkrampfungen der Herzkranzgefässe, Herzinfarkt, Blutdruckabfall, mangelnde Durchblutung der

Extremitäten (Raynaud-Syndrom), Entzündung eines Dickdarmabschnittes aufgrund mangelnder

Durchblutung (ischämische Kolitis), geringfügige Veränderungen der Leberwerte.

Sollten Schwierigkeiten mit dem Blutdruck oder Schmerzen in der Brust auftreten, wenden Sie sich

bitte unverzüglich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Imigran Injektionslösung ist nicht über 30 °C, vor Licht geschützt und ausserhalb der Reichweite von

Kindern aufzubewahren. Nicht einfrieren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Imigran Injektionslösung enthalten?

1 Patrone zu 0,5 ml enthält als Wirkstoff 6 mg Sumatriptan und als Hilfsstoffe Natriumchlorid und

Wasser zu Injektionszwecken.

Zulassungsnummer

51684 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Imigran Injektionslösung? Welche Packungen sind erhältlich?

Imigran Injektionslösung ist in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung erhältlich.

Imigran Injektionslösung zu 6 mg/0,5 ml: 2 Patronen.

Zulassungsinhaberin

GlaxoSmithKline AG, 3053 Münchenbuchsee.

Diese Packungsbeilage wurde im September 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.