Ibufen-L

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Ibufen-L Suppositorien
  • Darreichungsform:
  • Suppositorien
  • Zusammensetzung:
  • ibuprofenum lysinum 500 mg Endwerte. ibuprofenum 292.6 mg, lidocaini hydrochloridum 30 mg, excipiens pro suppositorio.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Ibufen-L Suppositorien
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Antiphlogisticum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 42124
  • Berechtigungsdatum:
  • 29-06-1979
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Ibufen-L®

Amino AG

Was ist Ibufen-L und wann wird es angewendet?

Ibufen-L enthält den Wirkstoff Ibuprofenlysinat. Die Eigenschaften sind schmerzstillend,

entzündungshemmend und fiebersenkend. Ibufen-L wird auf Verschreibung des Arztes bei

rheumatischen Erkrankungen wie Arthrosen, Arthritis, Rückenschmerzen, Entzündungen der

Gelenkkapseln, Muskeln oder Sehnen, Verstauchungen, Zerrungen (Sportverletzungen) verwendet.

Zudem kann Ibufen-L bei Schmerzen nach zahnärztlichen Eingriffen, Zahnschmerzen,

Kopfschmerzen, Migräne und Menstruationsbeschwerden sowie bei grippalen Zuständen verordnet

werden.

Ibufen-L wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet.

Wann darf Ibufen-L nicht angewendet werden?

Ibufen-L darf nicht angewendet werden:

·wenn Sie auf einen der Inhaltsstoffe allergisch reagieren oder bereits früher allergische Reaktionen

(wie Asthma oder Nesselfieber) nach Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen Schmerz- oder

Rheumamitteln, sogenannten nicht-steroidalen entzündungshemmenden Arzneimitteln aufgetreten

sind.

·im letzten Drittel der Schwangerschaft.

·bei aktiven Magen- oder Darm-Geschwüren oder Blutungen.

·bei entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.

·bei schwerer Einschränkung der Herz-, Leber- oder Nierenfunktion.

·zur Behandlung von Schmerzen nach einer koronaren Bypassoperation am Herzen (resp. Einsatz

einer Herz-Lungen-Maschine)

Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Ibufen-L Vorsicht geboten?

Während der Behandlung mit Ibufen-L können im oberen Magen-Darm-Trakt

Schleimhautgeschwüre, selten Blutungen oder in Einzelfällen Perforationen (Magen-,

Darmdurchbrüche) auftreten, nicht nur bei Patienten und Patientinnen mit einer Vorgeschichte mit

einem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür. Diese Komplikationen können während der

Behandlung jederzeit auch ohne Warn-symptome auftreten. Um dieses Risiko zu verringern,

verschreibt Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Ihnen die kleinste wirksame Dosis während der kürzest

möglichen Therapiedauer. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie

Magenschmerzen haben und einen Zusammenhang mit der Einnahme des Arzneimittels vermuten.

Für gewisse Schmerzmittel, die sogenannten COX-2-Hemmer, wurde unter hohen Dosierungen

und/oder Langzeitbehandlung ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall festgestellt. Ob

dieses erhöhte Risiko auch für Ibufen-L zutrifft, ist noch nicht bekannt. Falls Sie bereits einen

Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Venenthrombose hatten, oder falls Sie Risikofaktoren haben (wie

hoher Blutdruck, Diabetes (Zuckerkrankheit), hohe Blutfettwerte, Rauchen), wird Ihr Arzt oder Ihre

Ärztin entscheiden, ob Sie Ibufen-L trotzdem anwenden können. Informieren Sie in jedem Fall Ihren

Arzt oder Ihre Ärztin darüber.

Die Einnahme von Ibufen-L kann die Funktion Ihrer Nieren beeinträchtigen, was zu einer Erhöhung

des Blutdrucks und/oder zu Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen) führen kann. Informieren Sie Ihren

Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie herzkrank oder nierenkrank sind, falls Sie Arzneimittel gegen

Bluthochdruck (z.B. harntreibende Mittel, ACE-Hemmer) einnehmen oder bei einem erhöhten

Flüssigkeitsverlust, z.B. durch starkes Schwitzen.

Vorsicht ist angezeigt bei eingeschränkter Leberfunktion, bei Störungen der Blutgerinnung sowie bei

Patientinnen und Patienten, die an Asthma oder an bestimmten rheumatischen Erkrankungen (Lupus

erythematodes oder Kollagenosen) leiden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, falls Sie mit Arzneimitteln behandelt werden, wie

Blutverdünnungsmitteln, Arzneimittel gegen erhöhten Blutzucker, gegen Epilepsie und

Depressionen. Nichtsteroidale Antirheumatika, wie Ibuprofen, und die oben aufgeführten

Arzneimittel können sich gegenseitig beeinflussen. Acetylsalicylsäure sollte nicht gleichzeitig mit

Ibuprofen eingenommen werden, da das Risiko von Nebenwirkungen erhöht werden kann.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu

bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen!

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Ibufen-L während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet

werden?

Schwangerschaft

Sollten Sie schwanger sein oder eine Schwangerschaft planen, sollten Sie Ibufen-L nur nach

Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin einnehmen. Im letzten Drittel der Schwangerschaft

darf Ibufen-L nicht eingenommen werden.

Stillzeit

Ibufen-L sollte während der Stillzeit nicht eingenommen werden, ausser Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin

hat es Ihnen ausdrücklich erlaubt.

Wie verwenden Sie Ibufen-L?

Die Tabletten sind mit einem Glas Wasser oder einer anderen Flüssigkeit einzunehmen. Die

Zäpfchen sind vom Kunststoff zu trennen und werden in den End-darm eingeführt.

Wenn vom Arzt bzw. der Ärztin nichts anderes verordnet ist, wird die folgende Dosierung

empfohlen:

Erwachsene:

Die Dosierung wird vom Arzt bzw. der Ärztin je nach Schwere der Erkrankung und Alter der

Patientin oder des Patienten individuell festgelegt.

Tabletten: Normalerweise beträgt die Dosis 1 bis 3 Tabletten (500-1.500 mg), höchstens aber 5

Tabletten (2.500 mg) über den Tag verteilt.

Suppositorien: Die durchschnittliche Tagesdosis liegt bei 2 Suppositorien.

Wenn steife Gelenke Sie am morgendlichen Aufstehen behindern, können Sie die erste Dosis

morgens auf nüchternen Magen einnehmen. Schmerz und Steifigkeit verschwinden dann rasch. Die

folgenden Dosen sollten jeweils zu oder nach den Mahlzeiten eingenommen werden.

Morgensteifigkeit kann auch gelindert werden, wenn die letzte Dosis abends kurz vor dem

Schlafengehen genommen wird. Als abendliche Dosis eignet sich auch ein Zäpfchen.

Kinder und Jugendliche:

Die Anwendung und Sicherheit von Ibufen-L, Suppositorien bei Kindern und Jugendlichen ist bisher

nicht geprüft worden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Ibufen-L haben?

Ibufen-L wird in der Regel gut vertragen.

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme oder Anwendung von Ibufen-L auftreten:

Häufig kommt es zu Magen-Darm Beschwerden wie Übelkeit, Sodbrennen, Magenweh oder

Durchfall.

Ibufen-L kann die Magenschleimhaut reizen, was in seltenen Fällen ein Magengeschwür hervorrufen

kann. Als Folge davon kann es selten zu Magenblutungen kommen.

Ibufen-L kann Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut und Atmungsorgane auslösen, insbesondere

bei Patientinnen und Patienten mit Asthma, Nesselfieber (chronischer Urtikaria) oder mit

Überempfindlichkeit auf Acetylsalicylsäure und andere Rheuma- und Schmerzmittel.

Eine bestehende eingeschränkte Nierenfunktion kann sich verschlechtern, insbesondere bei

Patientinnen und Patienten mit verminderter Herzleistung oder Bluthochdruck. Ibufen-L kann eine

vermehrte Ansammlung von Wasser im Gewebe (Ödeme) hervorrufen, was bei Lungenstauung zur

Kurzatmigkeit führen kann.

Sollte während der Behandlung Halsbeschwerden (Angina), hohes Fieber, ein Anschwellen der

Lymphknoten im Halsbereich (ein sehr seltenes Krankheitsbild) auftreten oder Schmerzen im

Oberbauch und/oder eine Schwarzfärbung des Stuhls, muss die Behandlung mit Ibufen-L sofort

abgebrochen und der Arzt aufgesucht werden.

Sehr selten kann es nach Anwendung von Ibufen-L zu starken Kopfschmerzen in Verbindung mit

Übelkeit, Erbrechen und Nackensteifigkeit kommen. Dann sollte die Behandlung gestoppt und der

Arzt aufgesucht werden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Arzneimittel sind vor Kinderhand geschützt aufzubewahren. Das Arzneimittel ist bei

Raumtemperatur (15-25 °C) zu lagern.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Ibufen-L enthalten?

1 Tablette enthält 500 mg Ibuprofenlysinat (entsprechend 292.6 mg Ibuprofen) sowie Hilfsstoffe zur

Herstellung.

1 Zäpfchen enthält 500 mg Ibuprofenlysinat (entsprechend 292.6 mg Ibuprofen), 30 mg

Lidocainhydrochlorid, sowie Hilfsstoffe zur Herstellung.

Zulassungsnummer

39893, 42124 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Ibufen-L? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Tabletten à 500 mg: 20, 50.

Zäpfchen à 500 mg: 10.

Zulassungsinhaberin

Amino AG, Gebenstorf.

Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2013 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.