Hydrocortone

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Hydrocortone Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • hydrocortisonum 10 mg, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Hydrocortone Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Glukokortikoid-Therapie

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 18979
  • Berechtigungsdatum:
  • 09-07-1953
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Transferiert von Recordati AG

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Hydrocortone Tabletten

Was ist Hydrocortone und wann wird es angewendet?

Hydrocortone enthält als Wirkstoff Hydrocortison, ein sogenanntes Kortikosteroid. Hydrocortison

wird im Körper von der Nebennierenrinde produziert. Es beeinflusst lebenswichtige Vorgänge im

Körper wie z.B. den Flüssigkeitshaushalt, den Mineralstoffwechsel und die Anpassung des

Organismus an Belastungssituationen. Überdies hemmt es entzündliche und allergische Reaktionen.

Hydrocortone Tabletten werden auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin zur Behandlung

folgender Erkrankungen angewendet:

·schweren Allergien oder allergischen Zuständen, die auf herkömmliche Arzneimittel nicht

ansprechen: z.B. saisonbedingter oder chronischer Heuschnupfen, Bronchialasthma, allergische

Hautkrankheiten, Überempfindlichkeitsreaktionen auf Arzneimittel;

·rheumatischen Erkrankungen, als Kurzzeittherapie während einer akuten Phase oder bei

Verschlimmerung der Krankheit: z.B. chronische Polyarthritis, Arthrosen, Entzündungen der

Schleimbeutel oder Sehnenscheiden, Tennisellbogen;

·Erkrankungen der Haut: z.B. Schuppenflechte, schwere Ausschläge oder Entzündungen;

·schweren Allergien oder Entzündungen der Augen;

·bestimmten angeborenen oder erworbenen Blutkrankheiten: z.B. gewisse Formen von Mangel an

Blutplättchen und roten Blutkörperchen, Leukämie,

·Magendarmkrankheiten: während kritischen Phasen von Colitis ulcerosa oder Enteritis regionalis

(geschwürartige Darmwandzerstörung);

·Erkrankungen der Atemwege;

·Flüssigkeitsansammlungen in den Geweben (Ödeme);

·hormonellen Störungen bei Erkrankung der Nebennierenrinde oder der Schilddrüse;

·Geschwüren der Lymphknoten (Lymphome);

·gewisse Formen von Lungentuberkulose und tuberkulöser Hirnhautentzündung;

·Überempfindlichkeitsreaktionen bei Trichinenbefall (Wurmerkrankung):

·Knochenstörungen mit Erhöhung des Kalziums im Blut als Folge von Tumorerkrankungen.

In der Regel wird Hydrocortone nicht als Ersatz, sondern zusätzlich zur Behandlung der

Grundkrankheit verwendet.

Was sollte dazu beachtet werden?

Die Beachtung der folgenden Empfehlung trägt bei einer Langzeitbehandlung zur Verbesserung der

Verträglichkeit von Hydrocortone bei:

·Limitierung der Kalorienzufuhr, um eine Gewichtszunahme zu vermeiden

·Zurückhaltung mit Salz und Zucker;

·möglichst kaliumreiche Ernährung (Obst und Gemüse, speziell Aprikosen und Bananen,

Orangensaft);

·ausreichend Kalziumzufuhr (Milch, Milchprodukte);

·ausreichend Eiweiss in der Nahrung.

Wann darf Hydrocortone nicht angewendet werden?

Bei Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff Hydrocortison oder einen der Hilfsstoffe.

Eine längerdauernde Behandlung mit Hydrocortone darf nicht erfolgen bei folgenden Krankheiten

bzw. Zuständen: Magen- und Darmgeschwüren, Allgemeininfektion durch Amöben oder Pilze,

Viruserkrankungen (Herpes, Gürtelrose, Windpocken, Kinderlähmung), schwerem Knochenschwund

(Osteoporose), erhöhtem Augeninnendruck (grüner Star, Glaukom), Lymphknotenveränderungen

nach Tuberkulose-Impfung, psychiatrische Erkrankungen.

In Notfällen kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin jedoch entscheiden, Ihnen auch bei diesen Krankheiten

die Tabletten für eine kurzfristige (höchstens einige Tage dauernde) Behandlung zu verschreiben.

Wann ist bei der Anwendung von Hydrocortone Vorsicht geboten?

Bei den folgenden Erkrankungen darf Hydrocortone nur unter spezieller Vorsicht angewendet

werden; informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie an einer dieser Erkrankungen leiden:

Tuberkulose, Viruserkrankungen (Herpes, Gürtelrose und Windpocken; jedoch keine längerdauernde

Behandlung), Infektionen durch Amöben (keine längerdauernde Behandlung), Wurmbefall, Abszesse

oder andere eitrige Entzündungen, hoher Blutdruck, Herzschwäche, Herzinfarkt, geschwürartige

Darmwandzerstörung (Colitis ulcerosa) mit drohendem Durchbruch, Magen- oder Darmgeschwüre,

(keine längerdauernde Behandlung), Entzündungen von Darmausstülpungen (Divertikulitis),

Leberzirrhose (chronische Leberveränderungen), Nierenfunktionsstörungen,

Schilddrüsenunterfunktion, Epilepsie, Migräne, Myasthenia gravis (eine Form von

Muskelschwäche), Neigung zu Blutgerinnseln, psychiatrische Erkrankungen (keine längerdauernde

Behandlung).

Bei Frauen in oder nach den Wechseljahren, aber auch bei betagten männlichen Patienten wird der

Arzt bzw. die Ärztin wegen der erhöhten Neigung zu Knochenschwund die Behandlung mit

Hydrocortone besonders sorgfältig überwachen.

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ärztin unbedingt mit, wenn Sie an Zuckerkrankheit leiden, denn durch

die Behandlung mit Hydrocortone kann sich der Zuckerstoffwechsel verschlechtern. Bei

zuckerkranken Patienten und solchen mit einer entsprechenden familiären Belastung wird der Arzt

bzw. die Ärztin daher häufigere Kontrollen des Blutzuckers machen, und es kann möglich sein, dass

er/sie die Dosierung der Arzneimittel gegen zu hohen Blutzucker neu festlegen muss. Hydrocortone

soll bei Zuckerkranken nicht über längere Zeit angewendet werden.

Da eine längerdauernde Einnahme von Kortikosteroiden zu einer Linsentrübung (grauer Star,

Katarakt) oder erhöhtem Augeninnendruck (grüner Star, Glaukom) führen kann, wird Ihr Arzt bzw.

Ihre Ärztin Sie möglicherweise periodisch vom Augenarzt bzw. von der Augenärztin untersuchen

lassen.

Wenn Sie hohe Dosen von Hydrocortone einnehmen müssen, sollten Sie keine Impfungen mit

Lebendimpfstoffen erhalten; Impfungen mit abgetöteten Viren oder Virusteilen können durchgeführt

werden, der Impfschutz ist aber möglicherweise vermindert. Wenn Sie weniger hohe Dosen von

Hydrocortone einnehmen, können die notwendigen Impfungen durchgeführt werden.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin unverzüglich, wenn im Laufe der Behandlung mit

Hydrocortone eine Infektionskrankheit auftritt. Dies ist besonders wichtig, wenn Kinder an

Windpocken oder Masern erkranken (bei Erwachsenen ist dies selten), da Windpocken oder Masern

unter diesen Umständen eine schwere Verlaufsform annehmen können.

Falls Sie sich einem medizinischen Test unterziehen, ist es wichtig, den betreffenden Arzt bzw. die

betreffende Ärztin vorher darüber zu informieren, dass Sie Hydrocortone einnehmen, denn

Hydrocortone kann die Untersuchungsergebnisse verfälschen.

Da Kortikosteroide bei Kindern das Wachstum und die Entwicklung hemmen, sollte Hydrocortone

nur mit grösster Vorsicht an Kindern verabreicht werden. Die Anweisungen des Arztes bzw. der

Ärztin sind genau zu befolgen.

Viele andere Arzneimittel und Hydrocortone können sich bei gleichzeitiger Verabreichung

gegenseitig in ihrer Wirkung abschwächen oder verstärken. Dazu gehören gewisse Antibiotika

(Erythromycin, Rifampicin), Pilzmittel (Ketokonazol), entzündungshemmende/ schmerzlindernde

Arzneimittel inkl. Acetylsalicylsäure (Aspirin), krampflösende Arzneimittel (Atropin), Arzneimittel

zur Behandlung von Myasthenia gravis (Neostigmin, Pyridostigmin), Antidiabetika und Insulin

(siehe weiter oben), blutdrucksenkende Arzneimittel, Arzneimittel, die die Blutgerinnung hemmen,

Antiepileptika (Phenobarbital, Primidon, Phenytoin, Carbamazepim), harntreibende Arzneimitel

(Furosemid), Arzneimittel bei Herzschwäche (Digoxin), immunsystemhemmende Arzneimittel

(Methotrexat, Cyclosporin), weibliche Geschlechtshormone (Oestrogene), Arzneimittel zur

Behandlung von Angstzuständen und anderen psychischen Erkrankungen, Asthmamittel

(Salbutamol), Arzneimittel zur Tumorbehandlung (Cyclophosphamid). Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin

wird darüber entscheiden, in welcher Form die Behandlung mit Hydrocortone und einem dieser

Arzneimittel angepasst werden muss.

Bei Behandlung mit Hydrocortone können Veränderungen der Stimmungslage, des Antriebs und der

Konzentrationsfähigkeit auftreten, vor allem bei hohen Dosen. Beim Lenken von Fahrzeugen oder

Bedienen von Maschinen ist deshalb Vorsicht geboten.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden.

Darf Hydrocortone während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie Hydrocortone nur auf ausdrückliche ärztliche Verordnung und

nur in Notfällen einnehmen. Bei einer vermuteten oder bestätigten Schwangerschaft sollten Sie

unbedingt Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin verständigen.

Sollte eine Behandlung mit Hydrocortone während der Schwangerschaft zwingend notwendig sein,

wird der Arzt bzw. die Ärztin das Neugeborene nach der Geburt besonders sorgfältig auf Zeichen

untersuchen, die auf Hydrocortone zurückzuführen sein könnten, und er bzw. sie wird gegebenenfalls

eine geeignete Behandlung einleiten.

Hydrocortone tritt in die Muttermilch über und kann so die Entwicklung Ihres Kindes

beeinträchtigen. Während einer Behandlung mit Hydrocortone sollten Sie deshalb Ihr Kind nicht

stillen.

Wie verwenden Sie Hydrocortone?

Die für den einzelnen Patienten bzw. die einzelne Patientin erforderliche Dosis ist von Fall zu Fall

verschieden. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird sie entsprechend der Art und Schwere Ihrer Krankheit

und Ihrem Ansprechen auf die Behandlung festsetzen und je nach Situation schrittweise verringern

oder erhöhen. Er bzw. sie wird auch entscheiden, ob eine Zusatzbehandlung oder eine Umstellung

auf ein anderes Arzneimittel vom gleichen Typ wie Hydrocortone erforderlich ist.

Hydrocortone wird wie vom Arzt bzw. von der Ärztin verschrieben ein- oder mehrmals täglich

eingenommen. Nehmen Sie die Hydrocortone Tabletten unzerkaut während den Mahlzeiten mit

etwas Flüssigkeit ein.

Für die Behandlung von Kindern wird der Arzt bzw. die Ärztin die Dosierung vor allem nach der

Schwere der Krankheit und weniger nach dem Alter oder Körpergewicht festlegen.

Wenn Sie einmal die Einnahme einer Dosis vergessen haben, holen Sie dies nach, sobald Sie sich

daran erinnern. Sollte es jedoch bald Zeit für die nächste Dosis sein, lassen Sie die vergessene Dosis

aus und nehmen Sie die Tabletten einfach weiter zu den gewohnten Zeiten und in der vom Arzt bzw.

von der Ärztin verschriebenen Menge ein. Sie dürfen die Dosis auf keinen Fall verdoppeln. Sollten

Sie einmal wesentlich mehr Tabletten als verschrieben eingenommen haben, müssen Sie

unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin darüber informieren.

Da unter einer Langzeitbehandlung mit Kortikosteroiden die Reaktion des Körpers auf plötzliche

starke Belastungen («Stress», schwere Infektionen, Verletzungen oder operative Eingriffe) gestört

ist, wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin vor, während und nach solchen Situationen die Dosierung von

Hydrocortone möglicherweise vorübergehend erhöhen oder Ihnen zusätzlich ein anderes

Arzneimittel verschreiben. Nach einer Langzeitbehandlung ist die Reaktion auf Belastungen unter

Umständen noch bis zu einem Jahr nach Absetzen der Behandlung gestört und macht in

Stresssituationen eine vorbeugende Kortikosteroideinnahme erforderlich! Das Vorgehen wird von

Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin festgelegt.

Nach abrupter Beendigung einer längerdauernden Behandlung mit Kortikosteroiden kann es zu

Entzugserscheinungen wie Fieber, Unwohlsein, Muskel- oder Gelenkschmerzen, aber auch zu

schweren oder sogar bedrohlichen Störungen kommen, die durch einen Funktionsausfall der

Nebennieren verursacht werden. Deshalb darf eine längerdauernde Behandlung auf keinen Fall

abrupt abgebrochen werden, sondern Hydrocortone muss unter ärztlicher Kontrolle sehr langsam und

schrittweise (über mehrere Wochen bis Monate) abgesetzt werden.

Nach einer Langzeitbehandlung ist es notwendig, dass Sie auch nach Absetzen von Hydrocortone

weiterhin unter ärztlicher Kontrolle sind, damit wiederauftretende Beschwerden frühzeitig erkannt

und behandelt werden können.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Hydrocortone haben?

Die Nebenwirkungen von Hydrocortone sind von Dosis und Behandlungsdauer sowie von Alter,

Geschlecht und Grundkrankheit abhängig. Bei kurzfristiger Anwendung ist Hydrocortone im

Allgemeinen gut verträglich. Bei Verabreichung hoher Dosen oder im Verlauf einer länger

dauernden Behandlung können jedoch folgende, für Kortikosteroide typische Nebenwirkungen

auftreten:

Flüssigkeitsansammlungen in den Geweben (Ödeme, z.B. Anschwellen von Händen und Füssen),

Störungen des Salzhaushaltes (z.B. Verlust von Kalium und Calcium), Appetitzunahme,

Gewichtszunahme, Fettverteilungsstörungen (wie Vollmondgesicht und sogenannte Stammfettsucht),

Blutdruckanstieg, Herzbeschwerden, Muskelschwund, Muskelschmerzen, Muskelschwäche, erhöhte

Knochenbrüchigkeit (Osteoporose), Sehnenriss, Übelkeit, neues Auftreten oder Wiederaufbrechen

von Magen-Darm-Geschwüren, Entzündung der Speiseröhre oder der Bauchspeicheldrüse,

Blähungen, Knochenschmerzen, verzögerte Wundheilung, Hautveränderungen (dünne Haut, Akne,

Hautrötung, Quaddelbildung, vermehrte oder verminderte Pigmentierung, rote Streifen,

punktförmige Hautblutungen, Blutergüsse, übermässiges Schwitzen), Linsentrübung (grauer Star,

Katarakt), erhöhter Augeninnendruck (grüner Star, Glaukom), Erhöhung der Anfälligkeit für

Infektionen, Bildung von Blutgerinnseln in den Blutgefässen (Thrombosen), Veränderungen bei den

Blutzellen, psychische Veränderungen (mit Stimmungs- und Persönlichkeitsveränderungen, die von

Euphorie [gesteigertes Lebensgefühl] zu Depression und psychotischen Zuständen reichen können),

Krämpfe, Schwindel, Kopfschmerzen, Störungen der Freisetzung der Geschlechtshormone (was

beim Mann zu Impotenz und Brustentwicklung und bei der Frau zum Ausbleiben der Regelblutung

und zur Zunahme der Körperbehaarung [Hirsutismus] führen kann),

Überempfindlichkeitsreaktionen, Unwohlsein.

Bei Kindern kann es zu Wachstumsstörungen kommen.

Unter einer Behandlung mit Kortikosteroiden kann eine Verschlechterung des

Kohlenhydratstoffwechsels (Ausbildung einer Zuckerkrankheit) auftreten (sie oben: «Wann ist bei

der Einnahme von Hydrocortone Vorsicht geboten?»).

Die meisten Nebenwirkungen verschwinden nach Absetzen von Hydrocortone nach und nach.

Insbesondere wenn folgende Zeichen der oben genannten Nebenwirkungen auftreten, sollten Sie

Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren: starke Bauchschmerzen,

starke Zunahme des Bauchumfanges oder veränderte Farbe des Stuhls (blutendes Magen-Darm-

Geschwür), starker Durst oder Harndrang (Zuckerkrankheit), schnelle Gewichtszunahme (mehr als

2–3 kg in einer Woche), verstärkte Blutungsneigung, Augenschmerzen (grüner Star),

Atembeschwerden oder Schmerzen in den Beinen (Gerinnselbildung).

Sie sollten Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin auch benachrichtigen, falls

Sie Nebenwirkungen haben, die hier nicht beschrieben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Hydrocortone soll nicht über 25 °C und ausser Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Hydrocortone enthalten?

Hydrocortone Tabletten enthalten als Wirkstoff Hydrocortison sowie Hilfsstoffe. Es gibt weisse

Tabletten zu 10 mg (mit Bezeichnung «HYD10»).

Zulassungsnummer

18979 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Hydrocortone? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 25 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2010 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

Interne Versionsnummer: 1.2