Heparin Bichsel 1000 I.E./ml

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Heparin Bichsel 1000 I.E./ml Injektionslösung
  • Darreichungsform:
  • Injektionslösung
  • Zusammensetzung:
  • heparinum natricum 1000 U.I., aqua ad iniectabilia q.s. ad solutionem pro 1 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Heparin Bichsel 1000 I.E./ml Injektionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Biotechnologika
  • Therapiebereich:
  • Antikoagulans

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 46240
  • Berechtigungsdatum:
  • 27-09-1984
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Heparin «Bichsel» 1'000 IE/ml, 5'000 IE/ml, Injektionslösung

Grosse Apotheke Dr. G. Bichsel AG

Was ist Heparin «Bichsel» und wann wird es angewendet?

Heparin, die Wirksubstanz von Heparin «Bichsel», wird aus Darmschleimhaut des Schweines

gewonnen. Sie wird als Lösung unter die Haut gespritzt und hemmt die Blutgerinnung. Der Arzt oder

die Ärztin verschreibt daher Heparin «Bichsel», um die Gerinnungsneigung des Blutes

herabzusetzen. Diese Wirkung ist erwünscht zur Vorbeugung und zur Verhinderung der Bildung von

Blutgerinnseln, aber auch zur Behandlung von Thrombosen (Bildung von Blutgerinnseln), z.B. in

Venen. Solche Thrombosen können auftreten bei Venenentzündung, nach Operationen oder während

der Dialysebehandlung (künstliche Niere).

Wann darf Heparin «Bichsel» nicht angewendet werden?

Heparin «Bichsel» darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit auf Heparin.

Dies gilt insbesondere für eine bestehende oder früher durchgemachte allergische Thrombozytopenie

(Verminderung der Blutplättchenzahl), die durch Heparin hervorgerufen wurde.

Weiter dürfen Sie Heparin «Bichsel» nicht anwenden bei Erkrankungen, die mit einer erhöhten

Blutungsbereitschaft einhergehen (z.B. erhöhte Blutungsneigung, Mangel an Gerinnungsfaktoren,

schwere Leber-, Nieren- oder Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, sehr tiefe Blutplättchenzahl), bei

Erkrankungen, bei denen der Verdacht eines Defekts des Blutgefässsystems besteht (z.B. Geschwüre

im Magen- und/oder Darmtrakt, Bluthochdruck, Hirnblutung, Verletzungen oder chirurgische

Eingriffe am zentralen Nervensystem (Hirn/Rückenmark)) sowie bei Augenoperationen,

nichtentzündlichen Netzhauterkrankungen, Glaskörperblutungen, Hirnarterienmissbildungen,

gewissen entzündlichen Herzkrankheiten, drohender Fehlgeburt, rückenmarksnaher Anästhesie und

Eingriffen im Bereich des Rückenmarks.

Wann ist bei der Anwendung von Heparin «Bichsel» Vorsicht geboten?

Je nach Dosierung von Heparin «Bichsel» kann die Blutgerinnung erheblich vermindert und damit

die Blutstillung erschwert sein (verlängerte Blutungszeit). Sie müssen deshalb bei Verletzungen

wegen Blutungsrisiko sehr vorsichtig sein und sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin aufsuchen, wenn

Sie eine Blutung feststellen. Falls bei Ihnen ärztliche Eingriffe wie Gewebeprobeentnahme,

intramuskuläre Injektionen, Röntgenuntersuchungen geplant sind, informieren Sie den Arzt bzw. die

Ärztin, dass Sie Heparin «Bichsel» anwenden. Auch bei der Anwendung zusätzlicher Medikamente

ist Vorsicht geboten. Gleichzeitig eingenommene Medikamente vom Typ Aspirin oder andere

Entzündungshemmer, die gegen Fieber oder Schmerzen angewendet werden, können die Wirkung

von Heparin «Bichsel» verstärken und zu erhöhter Blutungsbereitschaft führen. Andere

Medikamente können die allergischen Eigenschaften von Heparin «Bichsel» verstärken und zu

allergischen Reaktionen führen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder

Apothekerin, dass Sie unter Heparin-Behandlung stehen und vergewissern Sie sich, dass das

zusätzliche Medikament keine ungünstige Wirkung auf die Heparin-Behandlung hat. Informieren Sie

Ihren Arzt, Apotheker oder Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden,

Allergien haben oder andere Medikamente (auch selbstgekaufte!) einnehmen.

Darf Heparin «Bichsel» während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit sollten Sie eine Behandlung mit Heparin

«Bichsel» nur durchführen, wenn der Arzt oder die Ärztin dies ausdrücklich verordnet.

Wie verwenden Sie Heparin «Bichsel»?

Heparin «Bichsel» wird nur als Injektion angewendet. Abhängig davon warum Ihnen der Arzt oder

die Ärztin Heparin «Bichsel» verschrieben hat, unterscheidet sich die Dosierung je nach Art der

Erkrankung, Körpergewicht und Alter. Bei Selbstinjektion halten Sie sich genau an die verordnete

Dosis und an die nachstehend beschriebene Injektionstechnik. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Sie

bezüglich Vorbereiten der Spritzen und Injektionstechnik genau informieren. Ändern Sie nicht von

sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu

stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Vorbereiten und Durchführung der Injektion

Zur Durchführung der Injektion benötigen Sie eine sterile Spritze (z.B. 1 ml - 2 ml) und eine sterile,

subkutane Nadel (z.B. 25G, Ø 0,5mm, Länge 14-16 mm vom Typ Insulinnadel). Vor der Entnahme

der verordneten Heparin «Bichsel» Dosis sind die Ampulle resp. die Durchstichflasche mit 63%-

igem Alkohol zu desinfizieren.

In die Spritze wird dann die verordnete Dosis, z.B. 1000 Einheiten = 1 ml von Heparin «Bichsel»

1000 IE/ml oder 5000 Einheiten = 1 ml von Heparin «Bichsel» 5000 IE/ml, aufgezogen. Vor der

Injektion ist durch leichtes Andrücken des Spritzenstempels die Spritze luftfrei zu machen

(Zeichnung).

Die subkutane Injektion erfolgt nach Weisung des Arztes bzw. der Ärztin in eine Hautfalte der

Bauchdecke, der Vorderseite des Oberarms oder einer anderen geeigneten Stelle. Desinfizieren Sie

die entsprechende Hautstelle, nehmen Sie eine Hautfalte zwischen Daumen und Zeigefinger und

stechen Sie in einem leicht schrägen Winkel in die Hautfalte (Zeichnung).

Die Spritze darf nur einmal verwendet werden.

Welche Nebenwirkungen kann Heparin «Bichsel» haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Heparin «Bichsel» auftreten:

An der Injektionsstelle kann nach der Injektion ein kleiner, blauer Fleck entstehen (Hämatom). In der

Regel ist dieser unbedeutend und sollte nach kurzer Zeit verschwinden. Wie früher erwähnt, können

wiederholte Anwendungen von Heparin «Bichsel» zu einer erhöhten Blutungsneigung führen. Diese

kann sich äussern z.B. durch Nasenbluten oder Blutungen der Mundschleimhaut. Das Auftreten der

genannten Symptome ist dem Arzt oder der Ärztin unverzüglich zu melden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Medikamente ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren!

Heparin «Bichsel» darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden und ist unter Lichtschutz bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufzubewahren. Das Medikament

ist für einen einmaligen Gebrauch bestimmt und ist unmittelbar nach Anbruch zu verwenden. Im

Behälter verbleibende Restlösungen sind zu verwerfen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Heparin «Bichsel» enthalten?

1 ml Injektionslösung enthält 1000 IE (Internationale Einheiten) bzw. 5000 IE Heparin-Natrium.

Zulassungsnummer

46'240 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Heparin «Bichsel»? Welche Packungen sind erhältlich?

Heparin «Bichsel» ist in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung erhältlich.

Im Handel sind:

Heparin «Bichsel» Ampullen 10× 1 ml und 100× 1 ml à 1000 IE/ml.

Heparin «Bichsel» Durchstechflaschen 1× 20 ml und 10× 20 ml à 1000 IE/ml.

Heparin «Bichsel» Ampullen 10× 1 ml und 100× 1 ml à 5000 IE/ml.

Heparin «Bichsel» Ampullen 10× 5 ml und 100× 5 ml à 5000 IE/ml.

Heparin «Bichsel» Durchstechflaschen 1× 20 ml und 10× 20 ml à 5000 IE/ml.

Zulassungsinhaberin

Grosse Apotheke Dr. G. Bichsel AG, 3800 Interlaken.

Diese Packungsbeilage wurde im März 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.