Grazax

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Grazax Lyophilisat zum Einnehmen
  • Darreichungsform:
  • Lyophilisat zum Einnehmen
  • Zusammensetzung:
  • pollinis allergeni extract (phleum pratense) 75000 SQ-T, für dosi.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Grazax Lyophilisat zum Einnehmen
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Allergen: Therapeutikum
  • Therapiebereich:
  • Hyposensibilisierung

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 57850
  • Berechtigungsdatum:
  • 29-06-2007
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

„Wann darf Grazax nicht eingenommen werden?“; „Welche Nebenwirkungen kann Grazax haben?“

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie sollten es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

Ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Grazax®, Lyophilisat zum Einnehmen

Was ist Grazax und wann wird es angewendet?

Grazax wird bei Erwachsenen und bei Kindern (5 Jahre oder älter) zur Behandlung von Schnupfen

und Bindehautentzündung bei Allergien auf Gräserpollen angewendet. Grazax enthält als Wirkstoff

einen Extrakt von Wiesenlieschgras-Pollen (Phleum pratense).

Die Einnahme von Grazax bewirkt eine Erhöhung der immunologischen Toleranz gegen

Gräserpollen. Dadurch werden allergische Symptome verhindert.

Grazax liegt in einer speziellen Darreichungsform vor: Es handelt sich um eine gefriergetrocknete

Tablette, die, einmal unter die Zunge gelegt, sich sehr schnell auflöst.

Grazax ist nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin erhältlich.

Wann darf Grazax nicht eingenommen werden?

Wenn Sie auf einen der Hilfsstoffe allergisch reagieren.

Wenn bei Ihnen eine Erkrankung des Immunsystems vorliegt.

Wenn Sie schweres Asthma haben.

Wenn Sie Krebs haben.

Wann ist bei der Einnahme von Grazax Vorsicht geboten?

Bei der ersten Einnahme können allergische bis hin zu schweren allergischen Reaktionen auftreten.

Schwere allergische Symptome können z.B. Atemschwierigkeiten, Schwellungen im Gesicht,

Schluckschwierigkeiten, Heiserkeit, Kribbeln in der Handfläche sein. Deswegen ist die Ersteinnahme

unter ärztlicher Aufsicht eine wichtige Vorsichtsmassnahme.

Diese allergischen Reaktionen können bei der Ersteinnahme aber auch bei weiteren Einnahmen nach

der ersten Dosis auftreten.

Daher muss Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Sie über Symptome dieser allergischen Reaktionen und deren

Behandlungsmöglichkeiten informieren. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Ihnen, wenn erforderlich, ein

Notfallset inklusive eines Adrenalinautoinjektors verschreiben. Wenn Sie eine schwere allergische

Reaktion bei sich oder bei Ihrem Kind bemerken, konsultieren Sie umgehend Ihren/einen Arzt. Dies

gilt sowohl für den Fall, wenn Sie ein Notfallset besitzen als auch in dem Fall, wenn Sie Ihr

Notfallset angewendet haben.

Kinder unter 12 Jahre müssen nach Anwendung von Grazax mindestens eine halbe Stunde unter

Aufsicht einer erwachsenen Person bleiben.

Vorsicht ist geboten, wenn Ihre Mundschleimhaut schwer entzündet ist.

Nach einer Zahnextraktion (Zahn ziehen), einem anderen operativen Eingriff in der Mundhöhle oder

Ausfall eines Milchzahnes bei Kindern, sollten Sie die Einnahme von Grazax für 7 Tage

unterbrechen, damit die Mundhöhle heilen kann.

Bei Kindern, die gleichzeitig Asthma und eine akute Infektion der oberen Atemwege haben, muss

die Behandlung bis zum Abklingen der Infektion unterbrochen werden.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Sie bereits eine allergische Reaktion im Zusammenhang mit

einer Injektion eines Gräser-Allergenextraktes hatten.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie oder Ihr

Kind

-an anderen Krankheiten leiden

-Allergien haben

-andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen oder äusserlich anwenden

-wenn Sie (oder Ihr Kind) vor kurzem geimpft wurden oder eine Impfung geplant ist

-wenn Sie schon einmal eine eosinophile Oesophagitis (Entzündung der Speiseröhre) hatten

-wenn Sie einen Betablocker einnehmen (d.h. Arzneimittel, die häufig bei Herzerkrankungen und

Bluthochdruck sowie Angststörung verschrieben werden, aber auch in einigen Augentropfen und

-salben (bei erhöhtem Augeninnendruck) enthalten sind)

-wenn Sie mit Arzneimitteln gegen Depressionen (trizyklischen Antidepressiva und

Monoaminooxidase (MAO-)Hemmern) behandelt werden

Darf Grazax während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Während einer Schwangerschaft sollen grundsätzlich keine Arzneimittel eingenommen werden.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden

und Grazax einnehmen oder eine Behandlung mit Grazax ins Auge fassen. Er/sie wird über den

Beginn oder die Weiterführung der Behandlung entscheiden.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, wenn Sie stillen und Grazax einnehmen oder eine

Behandlung mit Grazax ins Auge fassen. Er/sie wird über den Beginn oder die Weiterführung der

Behandlung entscheiden.

Wie verwenden Sie Grazax?

Falls nicht anders verordnet, beträgt die empfohlene Dosierung 1 Dosis (Tablette) Grazax einmal

täglich.

Die erste Tablette sollte unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden, damit mögliche

Nebenwirkungen mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin besprochen werden können. Gelegentlich können

innerhalb 30 Minuten nach Tabletteneinnahme Schwellungen im Mund- und Rachenbereich

auftreten, die selten einmal zu Atembehinderung führen können. Kinder unter 12 Jahren müssen nach

Einnahme der Tabletten noch mindestens eine halbe Stunde unter der Aufsicht einer erwachsenen

Person bleiben.

Die Anwendung und die Sicherheit von Grazax wurden bei Kindern unter 5 Jahren bisher nicht

geprüft. Eine Behandlung mit Grazax wird daher bei Kindern unter 5 Jahren nicht empfohlen.

Ebenfalls liegt keine Erfahrung bei der Behandlung von Erwachsenen über 65 Jahre vor.

Um die beste Wirkung zu erhalten, sollte die Behandlung mindestens 8 Wochen vor der

Gräserpollen-Saison begonnen werden, und die Therapie während der ganzen Gräserpollen-Saison

durchgeführt werden.

Grazax ist eine gefriergetrocknete Tablette. Vergewissern Sie sich daher, dass Ihre Hände trocken

sind, bevor Sie die Tablette handhaben:

Die Tablette vorsichtig aus dem Blister entnehmen. Dabei die Schutzfolie abziehen und die Tablette

nicht durch die Folie drücken, sie könnte sonst brechen. Die Tablette sofort einnehmen, da sie

feuchtigkeitsempfindlich ist. Die Tablette unter die Zunge legen, wo sie sich auflösen wird. Für

ungefähr eine Minute nicht hinunterschlucken. Anschliessend für mindestens 5 Minuten nichts essen

und trinken.

Wenn Sie mehr Grazax eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viele Grazax Tabletten eingenommen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt bzw.

Ihre Ärztin oder an ein Krankenhaus.

Wenn Sie vergessen haben Grazax einzunehmen

Wenn Sie die Einnahme einer Tablette vergessen haben, holen Sie diese nach, sobald Sie sich

erinnern. Nehmen Sie nicht eine doppelte Dosis, um die vergessene nachzuholen, sondern nehmen

Sie anschliessend die tägliche Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Grazax haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Grazax auftreten:

Die Nebenwirkungen können eine allergische Reaktion auf das Allergen sein, das in Grazax

enthalten ist. In den meisten Fällen dauern diese Nebenwirkungen Minuten bis Stunden nach

Einnahme der Tablette und verschwinden innerhalb einer Woche nach Behandlungsbeginn.

Schwerwiegende allergische Reaktionen können auftreten. Setzen Sie Grazax ab und kontaktieren

Sie sofort Ihren Arzt oder Ärztin oder ein Krankenhaus wenn eine der folgenden Nebenwirkungen

auftritt:

·Gesicht-, Mund- oder Halsschwellung,

·Schluckschwierigkeiten,

·Atemschwierigkeiten,

·Stimmveränderungen,

·Verschlimmerung eines bestehenden Asthmas,

·Starkes Unwohlsein.

Die Behandlung muss sofort unterbrochen werden, bis Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin anderweitig

entscheidet.

Bei anhaltendem Sodbrennen sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.

Weitere Nebenwirkungen

Sehr häufig (können bei mehr als 1 von 10 Personen auftreten): Erkältung, Juckreiz im Mund,

Halsreizung.

Häufig (können bei bis zu 1 von 10 Personen auftreten): Kopfschmerzen, Kribbeln auf der Haut,

juckende Augen, Bindehautentzündung, Juckreiz in den Ohren, juckende Nase, Niesen,

Asthmasymptome, Husten, trockener Hals, Rachenentzündung, Engegefühl im Hals, Halsschmerzen,

Atemnot, verstopfte Nase, Schwellung, Bläschenbildung oder andere Beschwerden im Mund, der

Zunge und im Hals, laufende Nase, Entzündung der Nase, Schwellung der Lippen, Kribbeln oder

Taubheit im Mund und der Zunge, Entzündungen im Mund, Rötung im Mund, Schwierigkeiten beim

Schlucken, juckende Zunge, Magenschmerzen oder - beschwerden, Durchfall, Sodbrennen, Übelkeit,

Erbrechen, Juckreiz, Nesselausschlag, Hautausschlag, Müdigkeit, Beschwerden in der Brust, Fieber,

Infektionen der Atemwege, Schwindel.

Gelegentlich (kann bei bis zu 1 von 100 Personen auftreten): Lymphknotenschwellung,

Geschmacksstörung, Rötung der Augen, erhöhter Tränenfluss, Schwellung der Augen,

Ohrbeschwerden, Ohrenschmerzen, Herzklopfen, Heiserkeit, Rötung im Hals, Taubheit des Rachens,

Fremdkörpergefühl im Hals, Vergrösserung der Mandeln, schmerzhaftes Schlucken, allergische

Reaktion, Schwellung des Gaumens, Mundtrockenheit, Schmerzen im Mund, Lippenbläschen,

Entzündung der Lippen, Vergrösserung der Speicheldrüsen oder verstärkte Speichelsekretion,

Zahnfleischschwellung oder -schmerzen, Magenentzündung, Beschwerden im Bauchbereich,

Aufstossen, verminderter Appetit, Gesichtsschwellung, Rötung der Haut, Hitzegefühl,

Brustschmerzen, Unwohlsein, Nasenbeschwerden, Ekzem.

Selten (kann bei bis zu 1 von 1000 Personen auftreten): Verengung der unteren Atemwege,

Schwierigkeiten bei Atmen (Bronchospasmen), Entzündung der Speiseröhre.

Husten, Ohrenschmerzen Entzündung im Mund, Rötung des Rachens und Ekzem wurden bei

Kindern häufiger beobachtet als bei Erwachsenen.

Nach der Markteinführung von Grazax wurden Einzelfälle von schwerwiegenden allergischen

Reaktionen berichtet.

Wenn Sie Nebenwirkungen haben, kann es sein, dass Sie Antiallergika wie Antihistaminika

einnehmen müssen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, wenn eine Nebenwirkung bei Ihnen auftritt.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit „EXP“ bezeichneten Datum verwendet

werden.

Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nicht über 25°C lagern. Den Behälter im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu

schützen.

Nicht verwendete und verfallene Arzneimittel bitte zur Entsorgung in Ihre Apotheke zurückbringen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Grazax enthalten?

1 Dosis (Tablette) Grazax, Lyophilisat zum Einnehmen, enthält als Wirkstoff 75'000 SQ-T

Allergenextrakt vom Wiesenlieschgras (Phleum pratense) sowie die Hilfsstoffe Gelatine und

Mannitol.

Zulassungsnummer

57850 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Grazax? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung, die zum einmaligen Bezug berechtigt.

Grazax, Lyophilisat zum Einnehmen: Packungen zu 30 und 100 Dosen.

Zulassungsinhaberin

ALK-Abelló AG, Volketswil.

Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.