GlucoSaline 4 : 1 B. Braun

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • GlucoSaline 4 : 1 B. Braun Infusionslösung
  • Darreichungsform:
  • Infusionslösung
  • Zusammensetzung:
  • Glukose anhydricum 40 g Glukose monohydricum, natrii chloridum 1,8 g, Wasser ad iniectabilia q.s. die Lösung für 1000 ml. Endwerte. 670 kJ, Endwerte., Natrium 31 mmol, chloridum 31 mmol.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.


    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • GlucoSaline 4 : 1 B. Braun Infusionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Parenterale Wasser, NaCl- und Glukose-Zufuhr

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 29551
  • Berechtigungsdatum:
  • 08-03-1963
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

GlucoSaline 1:1/2:1/4:1 B. Braun

B. Braun Medical AG

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Natriumchlorid, Glucose Monohydrat.

Hilfsstoff: Wasser für Injektionszwecke.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Infusionslösungen zur Kohlenhydrat-, Elektrolyt- und Wasserzufuhr.

1000 ml Lösung enthalten:

GlucoSaline

GlucoSaline

GlucoSaline

Glucose g

(als Glucose Monohydrat) g

(27,5)

(36,7)

(44)

Natriumchlorid g

Elektrolytkonzentrationen

Natrium mmol/l

Chlorid mmol/l

3,5–6,5

3,5–6,5

3,5–6,5

Titrierbare Azidität mmol

NaOH/l

<1

<1

<1

Theor. Osmolarität mOsm/l

Energiegehalt

kJ/l

kcal/l

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Als parenterale Kalorienzufuhr;

zum Ausgleich geringer Natriumchloridverluste;

bei Wasserverlust;

bei Oligurie durch Exsikkose;

bei hypertoner Dehydratation;

als Trägerlösung für kompatible Medikamente.

Die 4:1-Lösung ist für diese Indikationen vor allem für grössere Kinder ab 2 Jahren angezeigt. Sie

wird auch als pädiatrische Grundlösung für Säuglinge und Kleinkinder bis ungefähr zum 2.

Lebensjahr verwendet.

Dosierung/Anwendung

Die Dosierung richtet sich nach dem klinischen Zustand, dem Alter und dem Gewicht des Patienten.

Die Infusionsgeschwindigkeit sollte so gewählt werden, dass eine Dosierung von 0,5 g Glucose/kg

KG/Stunde nicht überschritten wird.

Übliche Dosierung

Erwachsene

500–2500 ml pro Tag bei einer Infusionsgeschwindigkeit von 1,5–3,5 ml/min.

Maximale Infusionsgeschwindigkeit: 250–500 ml/h (ca. 4–8 ml/min).

Kleinkinder

80–100 ml pro kg Körpergewicht/Tag bei einer Infusionsgeschwindigkeit von 0,25–1 ml/min.

Säuglinge

(GlucoSaline 4:1 B. Braun): 180–200 ml pro kg Körpergewicht/Tag bei einer

Infusionsgeschwindigkeit von 0,25–2 ml/min.

Hinweise

Das Infusionsbesteck sollte mindestens alle 24 Stunden gewechselt werden.

Um zusätzliche Arzneimittel während der Infusion beizufügen, muss der Durchfluss-regler

geschlossen sein und auf eine gründliche Durchmischung geachtet werden.

Kontraindikationen

Hyperglykämie, Hyperhydratation, Ödeme, hypotone Dehydratation (GlucoSaline 1:1, 2:1 und 4:1),

dekompensierte Herzinsuffizienz, schwere Niereninsuffizienz, Hypokaliämie.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Vorsicht ist geboten bei der Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus.

Die Flüssigkeits- und Elektrolytbilanz, der Säure/Basen-Haushalt und der Blutzucker sollten genau

überwacht werden.

Natriumchloridhaltige Lösungen sind mit besonderer Vorsicht anzuwenden bei Patienten mit

Herzinsuffizienz, cardiopulmonären Krankheiten, Hypertonie, peripheren Ödemen,

Hypoproteinämie, Niereninsuffizienz, Leberzirrhose bei Patienten, die mit Corticoiden oder mit

ACTH behandelt werden, sowie Acidose.

Interaktionen

Interaktionen mit Kortikosteroiden oder ACTH: erhöhtes Risiko einer Flüssigkeitsretention mit

kardialer Dekompensation, Hypervolämie, Ödemen und/oder Hypernatriämie.

Schleifendiuretika und Thiazide verschlechtern die Glucosetoleranz; dasselbe kann durch hormonale

Kontrazeptiva bedingt sein.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es liegen keine klinischen Daten mit Anwendung bei Schwangeren vor. Es liegen keine

tierexperimentellen Studien vor. Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es liegen keine Daten vor.

Unerwünschte Wirkungen

Bei sachgemässer Anwendung von Glucose/NaCl-Infusionslösungen und bei Beachtung der

Vorsichtsmassnahmen sind keine unerwünschten Wirkungen zu erwarten. (Siehe auch Kapitel

«Überdosierung»).

Wie mit jeder längerfristigen Infusionstherapie kann es zu Venenreizungen und Thrombophlebitis in

der Nähe der Infusionsstelle kommen.

Überdosierung

Symptome

Bei zu hoher Infusionsgeschwindigkeit oder bei einem zu grossen Flüssigkeitsvolumen können

folgende Symptome einer Überdosierung auftreten:

Hyperhydratation;

Hypervolämie;

kardiale Dekompensation;

Ödeme;

Hypokaliämie;

Hyperglykämie;

Azidose.

Eine zu rasche und zu hohe Glucosezufuhr kann zur Hyperglykämie, u.U. zum hyper-osmotischen

Koma führen. Gefährdet sind vor allem Patienten mit einer Glucose-verwertungsstörung z.B.

Patienten mit latentem oder manifestem Diabetes mellitus oder Patienten im Post-

Aggressionsstoffwechsel. Bei hochdosierter Zufuhr ist ausserdem ein Anstieg des Serumlactats

möglich, vor allem wenn die Sauerstoffversorgung ungenügend ist. Bei alleiniger,

energiebedarfsdeckender Glukosezufuhr im Rahmen der parenteralen Ernährung wurden

kohlenhydratinduzierte Hypertriglyceridämien, u. U. hepatische Fettinfiltrationen beobachtet, sowie

die Neigung zur Hyperventilation bzw. eine erschwerte Entwöhnung vom Respirator.

Ebenfalls sind Natriumretention und Ungleichgewichte des Elektrolythaushaltes möglich.

Therapeutische Massnahmen

Bei Auftreten von Symptomen der Überdosierung ist die Infusion sofort zu unterbrechen, die

physiologischen Parameter des Patienten sind zu bestimmen und therapeutische Massnahmen

einzuleiten:

Hypervolämie, kardiale Dekompensation, Hypernatrieämie, Ödeme: Forcierte Diurese mittels eines

passenden Diuretikums (z.B. Furosemid).

Hypokaliämie: einen verdünnten Kaliumersatz durch langsame Infusion verabreichen.

Hyperglykämie: Insulin-Gabe, Es besteht die Möglichkeit einer sekundären Hypoglykämie.

Dosisreduzierung.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: B05BB02, Elektrolyte mit Kohlenhydraten

Glucose/NaCl-Infusionslösungen sind steril und pyrogenfrei und zur intravenösen Anwendung

bestimmt.

Sie dienen der parenteralen Flüssigkeits-, Elektrolyten- und Kohlenhydratzufuhr, sowie der

Hydratation.

GlucoSaline 1:1-, 2:1- und 4:1 B. Braun Infusionslösungen sind isoosmotisch, aber bezüglich

Kochsalz hypoton. Daraus resultiert nach Verbrauch der Glucose osmotisch freies Wasser, weshalb

alle drei Lösungen zur Wasserzufuhr eingesetzt werden können.

Zwischen den Konzentrationen von Natrium und Chlorid besteht kein physiologisches Verhältnis, so

dass die Lösungen leicht ansäuernd wirken.

Pharmakokinetik

Glucose

Absorption, Distribution, Metabolismus, Elimination

Distribution

Intrazellulär und intravasal.

Metabolismus

Intravenös verabreichte Glucose unterliegt entweder dem Aufbau zu Glykogen oder dem

glykolytischen Abbau zu Pyruvat bzw. Lactat. Unter aeroben Bedingungen wird Pyruvat vollständig

zu Kohlendioxyd und Wasser oxidiert. Glucose dient ausserdem zur Aufrechterhaltung des

Blutzucker-spiegels und zur Biosynthese wichtiger Körperbestandteile.

Elimination

Die Endprodukte der vollständigen Oxidation von Glucose werden hauptsächlich über die Lunge

(Kohlendioxid) und die Niere (Wasser) eliminiert. Die renale Elimination von Glucose als solche ist

möglich, ausserhalb pathologischer Stoffwechselsituationen (z.B. Diabetes mellitus, Post-

Aggressionsstoffwechsel) aber ohne quantitative Bedeutung.

Brennwert: 4 kcal/g.

Oxidationswasser: 0,6 ml/g.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Kinetik in besonderen klinischen Situationen

Bei reduzierter Glucosetoleranz können Hyperglykämie und renale Glucoseverluste auftreten. Diese

Erscheinungen lassen sich jedoch in der Regel durch Dosisreduzierung oder Insulingaben vermeiden.

Bei Hämodialysebehandlung ist zu beachten, dass die Glucoseverluste etwa 8 g/h betragen, wenn

eine glucosefreie Dialyseflüssigkeit verwendet wird. Bei der Hämofiltration, sowie der

Peritonealdialyse betragen die Glucoseverluste etwa 1 g/l (bei Verwendung glucosefreier

Spülflüssigkeiten)

Natriumchlorid

Absorption, Distribution, Metabolismus, Elimination

Distribution

Extrazellulär.

Normale Osmolarität der extrazellulären Flüssigkeit: 280–300 mosm/l.

Na+-Tagesumsatz: 100–180 mmol.

Elimination

Die Elimination erfolgt hauptsächlich renal. Nach der glomerulären Filtration wird Natrium unter der

Kontrolle der Mineralokortikoide in den Nierentubuli rückresorbiert oder ausgeschieden.

Präklinische Daten

Es liegen keine Daten vor.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Die Zugabe von Arzneimitteln zu Infusionslösungen kann zu Inkompatibilitätsreaktionen führen.

Während manche Reaktionen sofort auffallen, muss jedoch auch mit subtileren physikalischen,

chemischen oder pharmakologischen Unverträglichkeiten gerechnet werden.

Beim Mischen mit anderen Arzneimitteln ist zu beachten, dass der pH-Wert der Lösungen im sauren

Bereich liegt, was zu Ausfällungen in der Mischung führen kann.

Die Zugabe von medikamentösen Zusätzen muss auf aseptischem Weg erfolgen. In jedem Fall ist

darauf zu achten, dass eine vollständige Mischung des Zusatzes mit der Lösung gewährleistet ist.

Eine Lagerung solcher Lösungen muss vermieden werden. Auf die Kompatibilität muss geachtet

werden, wenn mehrere Infusionen durch das gleiche Infusionsbesteck wie Glucose/NaCl-

Infusionslösung verabreicht werden.

Glucose/NaCl-Infusionslösungen sollen nicht gleichzeitig, vor oder nach Verabreichung von Blut

oder Blutkomponenten durch das gleiche Infusionsbesteck infundiert werden, da die Gefahr einer

Pseudoagglutination besteht.

Haltbarkeit

In der Originalverpackung bis zu dem auf der Etikette aufgedruckten mit «Exp.» bezeichneten

Verfalldatum verwendbar.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufbewahren; nicht einfrieren.

Hinweise für die Handhabung

Nur klare Lösungen und unbeschädigte Behältnisse verwenden.

Zulassungsnummer

29551 (Swissmedic).

Packungen

GlucoSaline 1:1 B. Braun Inf Lös Ecoflac plus 10× 500 ml. (B)

GlucoSaline 1:1 B. Braun Inf Lös Ecoflac plus 10× 1000 ml. (B)

GlucoSaline 1:1 B. Braun Inf Lös Ecobag 20× 250 ml. (B)

GlucoSaline 2:1 B. Braun Inf Lös Ecoflac plus 10× 250 ml. (B)

GlucoSaline 2:1 B. Braun Inf Lös Ecoflac plus 500 ml. (B)

GlucoSaline 2:1 B. Braun Inf Lös Ecoflac plus 10× 500 ml. (B)

GlucoSaline 2:1 B. Braun Inf Lös Ecoflac plus 1000 ml. (B)

GlucoSaline 2:1 B. Braun Inf Lös Ecoflac plus 10× 1000 ml. (B)

GlucoSaline 2:1 B. Braun Inf Lös Ecobag 20× 250 ml. (B)

GlucoSaline 2:1 B. Braun Inf Lös Ecobag 20× 500 ml. (B)

GlucoSaline 2:1 B. Braun Inf Lös Ecobag 10× 1000 ml. (B)

GlucoSaline 4:1 B. Braun Inj Lös Ecoflac plus 10× 500 ml. (B)

Zulassungsinhaberin

B. Braun Medical AG, Sempach.

Stand der Information

Januar 2012.

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.



  • Dokumente in anderen Sprachen zur Verfügung hier