GlucoSalin 2:1 Bioren

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • GlucoSalin 2:1 Bioren lösung zur perfusion
  • Darreichungsform:
  • lösung zur perfusion
  • Zusammensetzung:
  • Glukose anhydricum 33.3 g, natrii chloridum 3 g, Wasser iniectabilia q.s. die Lösung für 1000 ml, Endwerte. env. 560 kJ, Natrium 51 mmol, chloridum 51 mmol.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • GlucoSalin 2:1 Bioren lösung zur perfusion
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Hydratation

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 52421
  • Berechtigungsdatum:
  • 10-11-1994
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Transferiert von Sintetica-Bioren SA

GlucoSalin Bioren

Sintetica SA

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Glucose, Natriumchlorid.

Hilfsstoff: Wasser für Injektionszwecke.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Infusionslösungen zur Kohlenhydrat-, Elektrolyt- und Wasserzufuhr.

1000 ml enthalten:

Glucose 5%/NaCl 0,9% 2:1 4:1

Glucose, wasserfrei g 33,3 40

% 3,3 4

Natriumchlorid g 3,0 1,8

% 0,3 0,18

Wasser für Injektionszwecke q.s. ad 1000 ml

Elektrolyte:

Na+ mmol/l 51 31

Cl- mmol/l 51 31

Energiegehalt kJ/l ca. 560 ca. 670

kcal/l ca. 133 ca. 160

Theor. Osmolarität mOsm/l 288 284

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Als parenterale Kalorienzufuhr;

zum Ausgleich geringer Natriumchloridverluste;

bei Wasserverlust;

bei Oligurie durch Exsikkose;

bei hypertoner Dehydratation;

als Trägerlösung für kompatible Medikamente.

Die 4:1-Lösung ist für diese Indikationen vor allem für Kinder ab 2 Jahren angezeigt. Sie wird auch

als pädiatrische Grundlösung für Säuglinge und Kleinkinder bis ungefähr zum 2. Lebensjahr

verwendet.

Dosierung/Anwendung

Die Dosierung richtet sich nach dem klinischen Zustand, dem Alter und dem Gewicht des Patienten.

Die Infusionsgeschwindigkeit sollte so gewählt werden, dass eine Dosierung von 0,5 g Glucose/kg

KG/Stunde nicht überschritten wird.

Übliche Dosierung

Erwachsene: 500–2500 ml pro Tag bei einer Infusionsgeschwindigkeit von 1,5–3,5 ml/min.

Maximale Infusionsgeschwindigkeit: 250–500 ml/h (ca. 4–8 ml/min.).

Kleinkinder: 80–100 ml pro kg Körpergewicht/Tag bei einer Infusionsgeschwindigkeit von 0,25–1

ml/min.

Säuglinge: (Glucose 5%/NaCl 0,9% 4:1) 180–200 ml pro kg Körpergewicht/Tag bei einer

Infusionsgeschwindigkeit von 0,25–2 ml/min.

Hinweise

Das Infusionsbesteck sollte mindestens alle 24 Stunden gewechselt werden.

Um zusätzliche Arzneimittel während der Infusion beizufügen, muss der Durchflussregler

geschlossen sein und auf eine gründliche Durchmischung geachtet werden.

Kontraindikationen

Hyperglykämie, Hyperhydratation, Ödeme, hypotone Dehydratation, dekompensierte

Herzinsuffizienz, schwere Niereninsuffizienz, Hypokaliämie.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Vorsicht ist geboten bei der Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus.

Die Flüssigkeits- und Elektrolytbilanz, der Säuren-/Basen-Haushalt und der Blutzucker sollten genau

überwacht werden.

Natriumchloridhaltige Lösungen sind mit besonderer Vorsicht anzuwenden bei Patienten mit

Herzinsuffizienz, cardiopulmonären Krankheiten, Hypertonie, peripheren Ödemen,

Hypoproteinämie, Niereninsuffizienz, Leberzirrhose bei Patienten, die mit Corticoiden oder mit

ACTH behandelt werden, sowie Acidose.

Interaktionen

Corticosteroide oder ACTH können eine Natriumretention mit kardialer Dekompensation,

Hypervolämie, Ödeme und/oder Hypernatriämie begünstigen.

Gewisse Medikamente (Schleifen-Diuretika, Thiazide) können die Glucosetoleranz vermindern.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es liegen keine klinischen Daten mit Anwendung bei Schwangeren vor. Es liegen keine

tierexperimentellen Studien vor. Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es liegen keine Daten vor.

Unerwünschte Wirkungen

Bei sachgemässer Anwendung von Glucose/NaCl-Infusionslösungen und bei Beachtung der

Vorsichtsmassnahmen sind keine unerwünschten Wirkungen zu erwarten (siehe auch Kapitel

«Überdosierung»).

Wie mit jeder längerfristigen Infusionstherapie, kann es zu Venenreizungen und Thrombophlebitis in

der Nähe der Infusionsstelle kommen.

Überdosierung

Symptome

Bei zu hoher Infusionsgeschwindigkeit oder bei einem zu grossen Flüssigkeitsvolumen können

folgende Symptome einer Überdosierung auftreten:

Hyperhydratation;

Hypervolämie;

kardiale Dekompensation;

Ödeme;

Hypokaliämie;

Hyperglykämie;

Azidose.

Therapeutische Massnahmen

Bei Auftreten von Symptomen der Überdosierung ist die Infusion sofort zu unterbrechen, die

physiologischen Parameter des Patienten sind zu bestimmen und therapeutische Massnahmen

einzuleiten:

Hypervolämie, kardiale Dekompensation, Ödeme: Forcierte Diurese mittels eines passenden

Diuretikums (z.B. Furosemid).

Hypokaliämie: Zufuhr von Kalium.

Hyperglykämie: Insulin-Gabe. Es besteht die Möglichkeit einer sekundären Hypoglykämie.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: B05BB02

Glucose/NaCl-Infusionslösungen sind steril und pyrogenfrei und zur intravenösen Anwendung

bestimmt.

Sie dienen der parenteralen Flüssigkeits- und Kohlenhydratzufuhr, sowie der Hydratation.

Die Lösungen sind bezüglich NaCl hypoton. Daraus resultiert nach Verbrauch der Glucose

osmotisch freies Wasser. Zwischen den Konzentrationen von Na+ und Cl– besteht kein

physiologisches Verhältnis, so dass die Lösungen leicht ansäuernd wirken.

Pharmakokinetik

Glucose

Glucose wird über den Zitronensäurezyklus abgebaut und kann pro Mol Glucose bis zu 48 Mol

Adenosin-Triphosphat ergeben (Brennwert ca. 4 kcal/g, Oxidationswasser: 0,6 ml/g).

NaCl

Natrium und Chlorid werden vorwiegend im Extrazellulärraum gefunden. Der Tagesumsatz beträgt

100–180 mmol. Die Elimination erfolgt über die Nieren. Die Regulation der Natriumausscheidung

und -rückresorption wird durch die Mineralcorticoide gesteuert.

Präklinische Daten

Es liegen keine Daten vor.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Die Zugabe von Arzneimitteln zu Infusionslösungen kann zu Inkompatibilitätsreaktionen führen.

Während manche Reaktionen sofort auffallen, muss jedoch auch mit subtileren physikalischen,

chemischen oder pharmakologischen Unverträglichkeiten gerechnet werden.

Beim Mischen mit anderen Arzneimitteln ist zu beachten, dass der pH-Wert der Lösungen im sauren

Bereich liegt, was zu Ausfällungen in der Mischung führen kann.

Die Zugabe von medikamentösen Zusätzen muss auf aseptischem Weg erfolgen. In jedem Fall ist

darauf zu achten, dass eine vollständige Mischung des Zusatzes mit der Lösung gewährleistet ist.

Eine Lagerung solcher Lösungen muss vermieden werden.

Auf die Kompatibilität muss auch geachtet werden, wenn mehrere Infusionen durch das gleiche

Infusionsbesteck wie Glucose/NaCl-Infusionslösung verabreicht werden.

Glucose/NaCl-Infusionslösungen sollen nicht gleichzeitig, vor oder nach Verabreichung von Blut

oder Blutkomponenten durch das gleiche Infusionsbesteck infundiert werden, da die Gefahr einer

Pseudoagglutination besteht.

Haltbarkeit

Glucose/NaCl-Infusionslösungen dürfen nur bis zu dem auf dem Behältnis aufgedrucktem

Verfalldatum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 25 °C aufbewahren; nicht einfrieren.

Hinweise für die Handhabung

Nur klare Lösungen und unbeschädigte Behältnisse verwenden. Restmengen verwerfen.

Zulassungsnummer

52421 (Swissmedic).

Packungen

GlucoSalin 2:1 Bioren PP-Beutel 250 ml. (B)

GlucoSalin 2:1 Bioren PP-Beutel 20 × 250 ml. (B)

GlucoSalin 2:1 Bioren PP-Beutel 500 ml. (B)

GlucoSalin 2:1 Bioren PP-Beutel 10 × 500 ml. (B)

GlucoSalin 2:1 Bioren PP-Beutel 1000 ml. (B)

GlucoSalin 2:1 Bioren PP-Beutel 10 × 1000 ml. (B)

GlucoSalin 4:1 Bioren PP-Beutel 20 × 250 ml. (B)

GlucoSalin 4:1 Bioren PP-Beutel 10 × 500 ml. (B)

Zulassungsinhaberin

Sintetica SA, Mendrisio.

Stand der Information

November 2008.

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