Glimepirid ratiopharm

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Glimepirid ratiopharm 4 mg Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 10 Stück (PVC/PVDC/Al- Blister), Laufzeit: 24 Monate,20 Stück (PVC/PVDC/Al- Blister), Laufzeit: 24 Monate,30 Stück (PVC/PVDC/Al-
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Glimepirid ratiopharm 4 mg Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Glimepirid
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-26633
  • Berechtigungsdatum:
  • 17-08-2006
  • Letzte Änderung:
  • 01-12-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Glimepirid ratiopharm 4 mg Tabletten

Wirkstoff: Glimepirid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie

Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Glimepirid ratiopharm und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Glimepirid ratiopharm beachten?

Wie ist Glimepirid ratiopharm einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Glimepirid ratiopharm aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Glimepirid ratiopharm und wofür wird es angewendet?

Glimepirid ratiopharm ist ein blutzuckersenkendes Arzneimittel zum Einnehmen. Dieses Arzneimittel

gehört zu einer Gruppe blutzuckersenkender Mittel, die „Sulfonylharnstoffe“ genannt werden.

Glimepirid ratiopharm führt zu einer verstärkten Freisetzung von Insulin aus Ihrer

Bauchspeicheldrüse. Dieses Insulin senkt dann Ihren Blutzuckerspiegel.

Wofür Glimepirid ratiopharm angewendet wird:

Glimepirid ratiopharm dient zur Behandlung einer bestimmten Form der Zuckerkrankheit

(sogenannter Diabetes mellitus Typ 2), wenn Diät, körperliche Aktivität und Gewichtsabnahme alleine

Ihren Blutzuckerspiegel nicht ausreichend kontrollieren.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Glimepirid ratiopharm beachten?

Nehmen Sie Glimepirid ratiopharm nicht ein und sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn:

Sie allergisch gegen Glimepirid oder andere „Sulfonylharnstoffe“ (das sind Arzneimittel zur

Blutzuckersenkung wie z.B. Glibenclamid) oder „Sulfonamide“ (das sind Arzneimittel gegen

bakterielle Infektionen wie z.B. Sulfamethoxazol) oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind

Sie eine insulinabhängige Zuckerkrankheit haben (Diabetes mellitus Typ 1)

Sie eine diabetische Ketoazidose haben (eine Komplikation der Zuckerkrankheit, bei der der

Säurespiegel in Ihrem Körper erhöht ist und Sie folgende Beschwerden haben können: Erschöpfung,

Übelkeit, häufiger Harndrang und Muskelsteifheit)

Sie extrem erhöhte Blutzuckerwerte haben (diabetisches Koma)

Sie eine schwere Nierenerkrankung haben

Sie eine schwere Lebererkrankung haben.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht ein, wenn einer der beschriebenen Umstände auf Sie zutrifft.

Wenn Sie nicht sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Glimepirid

ratiopharm verwenden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Glimepirid ratiopharm einnehmen,

wenn:

Sie sich gerade von einer Verletzung, einer Operation, einer Infektion mit Fieber oder anderen

Belastungen erholen; eine vorübergehende Änderung Ihrer Behandlung könnte notwendig sein

Sie eine schwere Störung Ihrer Leber- oder Nierenfunktion haben.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob das auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor

Sie Glimepirid ratiopharm einnehmen.

Bei Patienten, denen das Enzym „Glucose-6-Phosphat Dehydrogenase“ fehlt, kann es zu einem

Absinken des Hämoglobinspiegels und einer verminderten Anzahl roter Blutkörperchen (sogenannte

„hämolytische Anämie“) kommen.

Die verfügbare Information zur Verwendung von Glimepirid ratiopharm bei Personen unter 18 Jahren

ist begrenzt. Deshalb wird die Anwendung dieses Arzneimittels bei diesen Patienten nicht

empfohlen.

Wichtige Informationen zur sogenannten „Hypoglykämie“ (zu niedriger Blutzuckerspiegel)

Wenn Sie Glimepirid ratiopharm einnehmen, kann Ihr Blutzuckerspiegel stark absinken (sogenannte

Hypoglykämie). Beachten Sie deshalb die folgenden Informationen zur Hypoglykämie, ihren

Anzeichen und ihrer Behandlung.

Folgende Faktoren können das Risiko für eine Hypoglykämie erhöhen:

Unterernährung, unregelmäßige Mahlzeiten, ausgelassene bzw. verspätete Mahlzeiten oder

Fastenperioden

Änderung Ihrer gewohnten Ernährung (Diät)

die Einnahme von zu viel Glimepirid ratiopharm

eine verringerte Nierenfunktion

eine schwere Lebererkrankung

wenn Sie unter bestimmten, durch Hormone verursachte Beschwerden leiden (Störung der Funktion

der Schilddrüse, der Hirnanhangdrüse oder der Nebennierenrinde)

Alkoholkonsum (vor allem wenn Sie eine Mahlzeit auslassen)

die Einnahme bestimmter anderer Arzneimittel (siehe weiter unten „Einnahme von Glimepirid

ratiopharm zusammen mit anderen Arzneimitteln“)

wenn Sie Ihre körperliche Aktivität steigern aber nicht ausreichend essen, oder Nahrung zu sich

nehmen, die weniger Kohlenhydrate als üblich enthält.

Anzeichen einer Hypoglykämie umfassen:

quälenden Hunger, Kopfschmerz, Übelkeit, Erbrechen, Trägheit, Müdigkeit, Schlafstörungen,

Ruhelosigkeit, Aggression, Konzentrationsstörungen, verminderte Aufmerksamkeit und

Reaktionsfähigkeit, Depression, Verwirrung, Sprech- und Sehstörungen, undeutliches Sprechen,

unsicherer Gang, teilweise Lähmung, gestörte Sinneswahrnehmung, Schwindel, Hilflosigkeit.

Folgende Anzeichen können auch auftreten: Schwitzen, feuchte Haut, Angst, beschleunigter

Herzschlag, hoher Blutdruck, Herzklopfen, plötzliche starke Schmerzen in der Brust, die in

benachbarte Körperteile ausstrahlen können (Angina pectoris und Herzrhythmusstörungen).

Wenn der Blutzuckerspiegel weiter abfällt, kann es zu starker Verwirrung (Delirium), Krämpfen,

einem Verlust der Selbstkontrolle, flacher Atmung und verlangsamtem Herzschlag kommen und Sie

können das Bewusstsein verlieren. Das klinische Bild eines stark reduzierten Blutzuckerspiegels kann

dem eines Schlaganfalls ähnlich sein.

Behandlung einer Hypoglykämie:

In den meisten Fällen verschwinden die Anzeichen eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels sehr rasch,

wenn Sie zuckerhaltige Nahrung zu sich nehmen, z.B. Würfelzucker, eine zuckerhaltigen Saft oder

gezuckerten Tee. Sie müssen daher stets etwas Zuckerhaltiges bei sich haben (z.B. Würfelzucker).

Bedenken Sie, dass künstlicher Süßstoff wirkungslos ist. Bitte verständigen Sie einen Arzt oder

suchen Sie umgehend ein Krankenhaus auf, wenn die Aufnahme von Zucker nicht hilft, oder die

Beschwerden wiederkehren.

Labortests

Ihr Zuckerspiegel im Blut oder Harn sollte regelmäßig überprüft werden. Ihr Arzt kann auch Bluttests

durchführen um Ihre Blutzellzahl und die Leberfunktion zu überprüfen.

Einnahme von Glimepirid ratiopharm zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Ihr Arzt kann die Glimepirid ratiopharm-Dosis gegebenenfalls ändern, wenn Sie auch andere

Arzneimittel einnehmen, die die Wirkung von Glimepirid ratiopharm auf Ihren Blutzuckerspiegel

abschwächen oder verstärken.

Die folgenden Arzneimittel können die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid ratiopharm

verstärken. Das kann zum Risiko einer Hypoglykämie (einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel) führen:

andere Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Wirkstoffe: z.B. Insulin oder Metformin)

Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen (Wirkstoffe: z.B. Phenylbutazon,

Azopropazon, Oxyphenbutazon, Acetylsalicylsäure-haltige Arzneimittel)

Arzneimittel zur Behandlung von Harnwegsinfektionen (wie z.B. langwirksame Sulfonamide)

Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen mit Bakterien oder Pilzen (Wirkstoffe: z.B.

Tetracycline, Chloramphenicol, Fluconazol, Miconazol, Chinolone, Clarithromycin)

Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Wirkstoffe: Cumarinderivate wie z.B. Warfarin)

Arzneimittel zum Muskelaufbau (sogenannte Anabolika)

Arzneimittel zum Ersatz männlicher Sexualhormone

Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (Wirkstoffe: z.B. Fluoxetin, sogenannte „MAO-

Hemmer“)

Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (Disopyramid)

Arzneimittel zur Senkung des Cholesterinspiegels (Fibrate)

Arzneimittel zur Senkung eines zu hohen Blutdrucks (sogenannte „ACE-Hemmer“)

Arzneimittel zur Behandlung der Gicht (Wirkstoffe: Allopurinol, Probenecid, Sulfinpyrazon)

Arzneimittel zur Krebsbehandlung (Wirkstoffe: Cyclophosphamid, Ifosfamid, Trofosfamid)

Arzneimittel zur Behandlung von Übergewicht (Wirkstoff: Fenfluramin)

Arzneimittel zur Steigerung der Zirkulation, wenn es in hohen Dosen intravenös verabreicht wird

(Wirkstoff: Pentoxifyllin)

Arzneimittel zur Behandlung von Allergien im Nasenraum, wie z.B. Heuschnupfen (Wirkstoff:

Tritoqualin)

Arzneimittel, die „Sympatholytika“ genannt werden und zur Behandlung von hohem Blutdruck,

Herzschwäche oder Prostatabeschwerden dienen.

Die folgenden Arzneimittel können die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid ratiopharm

abschwächen. Das kann zum Risiko einer Hyperglykämie (einem zu hohen Blutzuckerspiegel) führen:

Arzneimittel, die weibliche Sexualhormone enthalten (Östrogene, Gestagene)

Arzneimittel, die die Harnbildung unterstützen (sogenannte „Thiazid-Diuretika“)

Arzneimittel, die die Schilddrüse anregen (Wirkstoff: z.B. Levothyroxin)

Arzneimittel zur Behandlung von Allergien und Entzündungen (sogenannte „Glukokortikoide“)

Arzneimittel zur Behandlung schwerer geistiger Störungen (Wirkstoffe: Chlorpromazin und andere

Phenothiazinderivate)

Arzneimittel die den Herzschlag verstärken, zur Behandlung von Asthma, einer verstopften Nase

oder von Husten oder Erkältung dienen, zur Gewichtsreduktion oder bei lebensbedrohlichen Notfällen

eingesetzt werden (Wirkstoffe: Adrenalin und sogenannte „Sympathomimetika“)

Arzneimittel zur Behandlung eines hohen Cholesterinspiegels (Wirkstoff: Nicotinsäure)

Arzneimittel zur Behandlung einer Verstopfung, wenn sie über lange Zeit angewendet werden

(sogenannte „Laxantien“)

Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie (Wirkstoff: Phenytoin)

Arzneimittel zur Behandlung von Nervosität und Schlafstörungen (sogenannte „Barbiturate“)

Arzneimittel zur Behandlung eines zu hohen Augendrucks (Wirkstoff: Acetazolamid)

Arzneimittel zur Behandlung eines hohen Blutdrucks oder eines niedrigen Blutzuckerspiegels

(Wirkstoff: Diazoxid)

Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen, Tuberkulose (Wirkstoff: Rifampicin)

Arzneimittel zur Behandlung eines sehr niedrigen Blutzuckerspiegels (Wirkstoff: Glukagon)

Die folgenden Arzneimittel können die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid ratiopharm

verstärken oder abschwächen:

Arzneimittel zur Behandlung von Magengeschwüren (sogenannte „H

-Antagonisten“)

Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck oder einer Herzschwäche, wie z.B. „Beta-

Blocker“, Clonidin, Guanethidin und Reserpin. Diese Mittel können die Zeichen eines zu niedrigen

Blutzuckerspiegels verdecken, deshalb ist bei ihrer Anwendung besondere Vorsicht geboten.

Glimepirid ratiopharm kann die Wirkung folgender Arzneimittel sowohl verstärken als auch

abschwächen:

Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Cumarinderivate wie z.B. Warfarin).

Einnahme von Glimepirid ratiopharm zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Alkoholkonsum kann die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid ratiopharm in einer nicht

vorhersehbaren Weise verstärken oder abschwächen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Glimepirid ratiopharm darf während der Schwangerschaft nicht verwendet werden. Sprechen Sie mit

Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind, glauben schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft

planen.

Stillzeit

Glimepirid ratiopharm kann in die Muttermilch gelangen. Glimepirid ratiopharm darf während der

Stillzeit nicht verwendet werden.

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

!

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und die Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Ihre Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit kann beeinträchtigt sein, wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu

niedrig (sogenannte „Hypoglykämie“) oder zu hoch ist (sogenannte „Hyperglykämie“), oder wenn Sie

aufgrund dieser Umstände eine vorübergehende Sehstörung haben. Bedenken Sie, dass Sie sich selbst,

oder andere Personen, in Gefahr bringen könnten (z.B. wenn Sie Autofahren oder eine Maschine

bedienen). Fragen Sie bitte Ihren Arzt, ob Sie Autofahren können, wenn Sie:

häufig einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel („Hypoglykämie“) haben

wenige oder keine Warnsignale eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels an sich bemerken.

Glimepirid ratiopharm enthält Lactose.

Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt

ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

Wie ist Glimepirid ratiopharm einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Einnahme dieses Arzneimittels

Nehmen Sie dieses Arzneimittel unmittelbar vor oder während der ersten Mahlzeit des Tages

(üblicherweise das Frühstück) ein. Wenn Sie kein Frühstück zu sich nehmen, wenden Sie das

Arzneimittel zu dem Zeitpunkt an, den Ihnen Ihr Arzt verordnet hat. Es ist wichtig, während der

Behandlung mit Glimepirid ratiopharm keine Mahlzeit auszulassen.

Schlucken Sie die Tabletten zusammen mit zumindest einem halben Glas Wasser. Sie dürfen die

Tabletten weder zerdrücken noch zerkauen.

Wieviele Tabletten sind einzunehmen

Die Glimepirid-Dosis hängt von Ihren Bedürfnissen, den Umständen und den Ergebnissen der Blut-

und Harnzuckertests ab und wird von Ihrem Arzt festgelegt. Nehmen Sie nicht mehr Tabletten ein als

Ihnen Ihr Arzt verordnet hat.

die übliche Anfangsdosis ist 1 mg Glimepirid 1x täglich

nötigenfalls kann Ihr Arzt diese Dosis im Abstand von 1-2 Behandlungswochen erhöhen

die maximale empfohlene Tagesdosis ist 6 mg Glimepirid.

eine Kombinationsbehandlung mit den Wirkstoffen Glimepirid und Metformin oder mit Glimepirid

und Insulin kann eingeleitet werden. In diesem Fall wird Ihr Arzt die geeignete Dosis Glimepirid,

Metformin oder Insulin individuell für Sie festlegen

wenn sich Ihr Körpergewicht ändert, Sie Ihren Lebensstil umstellen oder wenn Sie sich in einer

Stress-Situation befinden, kann das eine geänderte Glimepirid ratiopharm-Dosis erfordern.

Informieren Sie deshalb Ihren Arzt

wenn Sie das Gefühl haben, dass dieses Arzneimittel zu schwach oder zu stark wirkt verändern Sie

nicht von sich aus die Dosis, sondern fragen Sie Ihren Arzt.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Glimepirid ratiopharm eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viel oder eine zusätzliche Dosis Glimepirid ratiopharm eingenommen

haben besteht die Gefahr eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels (Anzeichen dieser sogenannten

Hypoglykämie werden im Abschnitt 2 „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“ beschrieben). In so

einem Fall müssen Sie unverzüglich ausreichend Zucker zu sich nehmen (z.B. einige Stücke

Würfelzucker, einen süßen Saft oder gesüßten Tee) und sofort einen Arzt benachrichtigen. Wird eine

versehentlich herbeigeführte Hypoglykämie bei Kindern behandelt, muss die verabreichte Menge an

Zucker sorgfältig kontrolliert werden um die Möglichkeit einer gefährlichen Hyperglykämie (das ist

ein zu hoher Blutzuckerspiegel) zu vermeiden. Bewusstlosen Personen darf weder Nahrung noch ein

Getränk eingeflößt werden.

Da eine Hypoglykämie längere Zeit andauern kann ist es sehr wichtig, dass der Patient solange

sorgfältig überwacht wird, bis keine Gefahr mehr besteht. Die Aufnahme in ein Krankenhaus kann

notwendig sein, auch als Vorsichtsmaßnahme. Zeigen Sie dem Arzt die Packung oder die übrigen

Tabletten, damit er weiß was eingenommen wurde.

Schwere Fälle einer Hypoglykämie die von Bewusstlosigkeit und schweren Störungen des

Nervensystems begleitet sind, sind medizinische Notfälle, die eine sofortige Behandlung und

Aufnahme in ein Krankenhaus erfordern. Stellen Sie sicher, dass immer eine vorinformierte Person

verfügbar ist, die im Notfall einen Arzt verständigen kann.

Wenn Sie die Einnahme von Glimepirid ratiopharm vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Glimepirid ratiopharm abbrechen

Wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder abbrechen, muss Ihnen bewusst sein, dass die

angestrebte blutzuckersenkende Wirkung nicht erreicht wird, oder die Erkrankung sich wieder

verschlechtert. Nehmen Sie Glimepirid ratiopharm solange ein, bis der Arzt das Ende der Behandlung

vorschreibt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Verständigen Sie umgehend Ihren Arzt falls eine der folgenden Beschwerden bei Ihnen auftritt:

allergische Reaktionen (einschließlich Entzündung der Blutgefäße, oft zusammen mit einem

Hautausschlag), die zu schwerwiegenden Reaktionen mit Atmungsschwierigkeiten, Blutdruckabfall,

manchmal bis hin zum Schock führen können.

abnorme Leberfunktion, einschließlich einer Gelbfärbung der Haut und Augen (Gelbsucht),

Schwierigkeiten mit dem Gallenfluss (Gallestauung), Leberentzündung (Hepatitis) oder

Leberversagen

allergische Hautreaktionen (Überempfindlichkeit) wie z.B. Jucken, Ausschlag, Nesselsucht und

erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht. Manche zunächst geringfügige allergische

Reaktionen können schwerwiegend werden

schwere Hypoglykämie mit Bewusstlosigkeit, Krämpfen oder Koma.

Bei manchen Patienten, die Glimepirid ratiopharm einnahmen, traten folgende Nebenwirkungen auf:

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Personen betreffen)

zu niedriger Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie) (siehe Abschnitt 2 „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“)

Abnahme bestimmter Blutzellen:

Blutplättchen (erhöhtes Risiko einer Blutung oder eines Blutergusses)

weiße Blutkörperchen (es kann leichter zu Infektionen kommen)

rote Blutkörperchen (kann zu blasser Haut, Schwäche oder Kurzatmigkeit führen).

Diese Beschwerden verbessern sich üblicherweise, wenn Sie Glimepirid ratiopharm nicht mehr

einnehmen.

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Personen betreffen)

allergische Reaktionen (einschließlich Entzündung der Blutgefäße, oft zusammen mit einem

Hautausschlag), die zu schwerwiegenden Reaktionen mit Atmungsschwierigkeiten, Blutdruckabfall,

manchmal bis hin zum Schock führen können. Wenn bei Ihnen eine dieser Beschwerden auftritt,

informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt

abnorme Leberfunktion, einschließlich einer Gelbfärbung der Haut und Augen (Gelbsucht),

Schwierigkeiten mit dem Gallenfluss (Gallestauung), Leberentzündung (Hepatitis) oder

Leberversagen. Wenn bei Ihnen eine dieser Beschwerden auftritt, informieren Sie unverzüglich

Ihren Arzt

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Völlegefühl, Gefühl von Aufgeblähtheit und Bauchschmerzen

Abnahme des Natriumspiegels im Blut (durch eine Blutuntersuchung feststellbar).

Andere Nebenwirkungen umfassen:

allergische Hautreaktionen (Überempfindlichkeit) wie z.B. Jucken, Ausschlag, Nesselsucht und

erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht. Manche zunächst geringfügige allergische

Reaktionen können schwerwiegend werden und zu Beschwerden beim Schlucken oder Atmen, zu

Schwellung der Lippen im Halsbereich oder der Zunge führen. Deshalb müssen Sie Ihren Arzt

unverzüglich verständigen, wenn eine dieser Nebenwirkungen auftritt

allergische Reaktionen mit „Sulfonylharnstoffen“, „Sulfonamiden“ oder verwandten Wirkstoffen

können auftreten

zu Beginn der Glimepirid ratiopharm-Behandlung können Sehstörungen auftreten. Das hängt mit der

Veränderung des Blutzuckerspiegels zusammen und sollte sich bald bessern

erhöhte Leberenzymwerte

ausgeprägte Verminderung der Blutplättchenzahl mit Haut- und Schleimhautblutungen

(thrombozytopenische Purpura)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Inst. Pharmakovigilanz

Traisengasse 5

AT-1200 WIEN

Fax: +43 (0) 50 555 36207

Website: http//www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Glimepirid ratiopharm aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Blister und Umkarton nach „Verwendbar bis“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des angegebenen Monats.

Nicht über 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Glimepirid ratiopharm 4 mg enthält

Der Wirkstoff ist Glimepirid. Jede Tablette enthält 4 mg Glimepirid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A), Povidon K30, Polysorbat

80, Talkum, Magnesiumstearat, Indigocarmin Aluminiumlack (E 132).

Wie Glimepirid ratiopharm 4 mg aussieht und Inhalt der Packung

Hellblaue, längliche Tabletten mit abgeschrägter Kante und einseitiger Bruchrille.

PVC/PVDC/Aluminium Blisterpackungen oder HDPE-Flaschen mit PP-Verschluss.

Packungsgrößen:

Blister:

10, 20, 30, 50, 60, 90, 100, 120 und 180 Tabletten

10x1, 20x1, 30x1, 50x1, 60x1, 90x1, 100x1, 120x1 Tabletten

HDPE-Flasche:

100 Tabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

TEVA B.V.

Swensweg 5

2031 GA Haarlem

Niederlande

Tel.-Nr.: +43/1/97007-0

Fax-Nr.: +43/1/97007-66

e-mail: info@ratiopharm.at

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3

89143 Blaubeuren

Deutschland

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland

Glimepirid-ratiopharm 4 mg Tabletten

Ungarn

Glimepirid-ratiopharm 4 mg tabletta

Z.Nr.: 1-26633

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im März 2018.

Verfügbare Packungsgrößen in Österreich

Glimepirid ratiopharm 4 mg ist in Blisterpackungen mit 30 Tabletten erhältlich.

11-9-2018

Broschüre für den Apotheker

Broschüre für den Apotheker

Bortezomib - Bortezomib-ratiopharm® - Information für Ärzte

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

11-9-2018

Poster

Poster

Bortezomib - Bortezomib-ratiopharm® - Information für Ärzte

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

28-11-2018

Leflunomide ratiopharm (ratiopharm GmbH)

Leflunomide ratiopharm (ratiopharm GmbH)

Leflunomide ratiopharm (Active substance: leflunomide) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)8045 of Wed, 28 Nov 2018

Europe -DG Health and Food Safety

27-11-2018

Fentanyl-ratiopharm® Matrixpflaster

Rote - Liste

27-11-2018

Paroxetin-ratiopharm 40 mg Tabletten

Rote - Liste

27-11-2018

Nevirapin-ratiopharm® 200 mg Tabletten

Rote - Liste

14-11-2018

Clopidogrel ratiopharm (Teva B.V.)

Clopidogrel ratiopharm (Teva B.V.)

Clopidogrel ratiopharm (Active substance: clopidogrel) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)7602 of Wed, 14 Nov 2018

Europe -DG Health and Food Safety

14-11-2018

Desloratadine ratiopharm (ratiopharm GmbH)

Desloratadine ratiopharm (ratiopharm GmbH)

Desloratadine ratiopharm (Active substance: desloratadine) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)7603 of Wed, 14 Nov 2018

Europe -DG Health and Food Safety

12-11-2018

Paracetamol-ratiopharm® Zäpfchen

Rote - Liste

31-10-2018

Eporatio (ratiopharm GmbH)

Eporatio (ratiopharm GmbH)

Eporatio (Active substance: epoetin theta) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)7336 of Wed, 31 Oct 2018

Europe -DG Health and Food Safety

24-10-2018

Loratadin-ratiopharm® 10 mg Tabletten

Rote - Liste

15-10-2018

Diazepam-ratiopharm 10 mg Zäpfchen

Rote - Liste

15-10-2018

Glib-ratiopharm S Tabletten

Rote - Liste

1-10-2018

Diclofenac-ratiopharm 30 mg/g Gel

Rote - Liste

28-9-2018

Lormetazepam-ratiopharm®

Rote - Liste

28-9-2018

Colestyramin-ratiopharm

Rote - Liste

28-8-2018

Rasagilin-ratiopharm 1 mg Tabletten

Rote - Liste

30-7-2018

Rasagiline ratiopharm (Teva B.V.)

Rasagiline ratiopharm (Teva B.V.)

Rasagiline ratiopharm (Active substance: rasagiline) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)5108 of Mon, 30 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Tramadol-ratiopharm

Rote - Liste

30-7-2018

Temozolomid-ratiopharm® Hartkapseln

Rote - Liste

30-7-2018

Echinacea-ratiopharm® Liquid

Rote - Liste