Glimepirid Genericon

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Glimepirid Genericon 3 mg Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 10 Stück, Laufzeit: 24 Monate,30 Stück, Laufzeit: 24 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Glimepirid Genericon 3 mg Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Glimepirid
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-26782
  • Berechtigungsdatum:
  • 15-12-2006
  • Letzte Änderung:
  • 07-03-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR PATIENTEN

Glimepirid Genericon 3 mg Tabletten

Wirkstoff: Glimepirid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Glimepirid Genericon und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Glimepirid Genericon beachten?

Wie ist Glimepirid Genericon einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Glimepirid Genericon aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Glimepirid Genericon und wofür wird es angewendet?

Der in Glimepirid Genericon enthaltene Wirkstoff Glimepirid wirkt blutzuckersenkend und wird zur

Behandlung des Diabetes mellitus Typ II („Zuckerkrankheit") eingesetzt.

Patienten, die selbst mit der Höchstdosis von Glimepirid Genericon nicht entsprechend eingestellt

werden können, kann gleichzeitig Insulin gegeben werden.

Glimepirid Genericon wird zur Behandlung der Form des Diabetes mellitus, die meistens erst im

fortgeschrittenen Lebensalter auftritt, eingesetzt, wenn durch eine entsprechende Diät, körperliche

Aktivität und Gewichtsabnahme alleine kein ausreichender Behandlungserfolg erzielt werden konnte.

Glimepirid Genericon darf nur auf Verschreibung eines Arztes eingenommen werden.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Glimepirid Genericon beachten?

Glimepirid Genericon darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Glimepirid, andere Sufonylharnstoffe (das sind Arzneimittel zur

Blutzuckersenkung wie z.B. Glibenclamid), Sulfonamide (das sind Arzneimittel gegen

bakterielle Infektionen wie z.B. Sulfamethoxazol) oder einen der in Abschnitt 6 genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie eine Insulin-abhängige Zuckerkrankheit haben (Diabetes mellitus Typ I).

wenn Sie extrem erhöhte Blutzuckerwerte haben (diabetisches Koma).

wenn Sie eine diabetische Ketoazidose haben (eine Komplikation der Zuckerkrankheit, bei der

der Säurespiegel in Ihrem Körper erhöht ist, und Sie folgende Beschwerden haben können:

Erschöpfung, Übelkeit, häufiger Harndrang und Muskelsteifheit).

wenn Sie eine schwere Nierenerkrankung haben.

wenn Sie eine schwere Lebererkrankung haben.

wenn Sie schwanger sind.

wenn Sie stillen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Glimepirid Genericon einnehmen, wenn

Sie sich gerade von einer Verletzung, einer Operation, einer Infektion mit Fieber oder anderen

Belastungen erholen; eine vorübergehende Änderung Ihrer Behandlung könnte notwendig sein.

Sie eine schwere Störung Ihrer Leber- oder Nierenfunktion haben. Bei schweren Nieren- und

Leberfunktionsstörungen ist eine Umstellung auf Insulin erforderlich.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Glimepirid Genericon ist erforderlich, wenn Sie an

Glucose-6-Phosphatdehydrogenase-Mangel (einer seltenen genetischen Erkrankung) leiden. Es kann

zu einem Absinken des Hämoglobinspiegels und einer verminderten Anzahl roter Blutkörperchen

(hämolytische Anämie) kommen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit der Einnahme von

Glimepirid Genericon beginnen.

Glimepirid Genericon ist unmittelbar vor oder während einer Mahlzeit einzunehmen.

Werden während der Behandlung mit Glimepirid Genericon Mahlzeiten in unregelmäßigen Abständen

eingenommen bzw. überhaupt ausgelassen, kann es zu einem plötzlichen übermäßigen

Blutzuckerabfall kommen.

Wichtige Informationen zur sogenannten Hypoglykämie (zu niedriger Blutzuckerspiegel)

Wenn Sie Glimepirid Genericon einnehmen, kann Ihr Blutzuckerspiegel stark absinken

(Hypoglykämie). Beachten Sie deshalb die folgenden Informationen zur Hypoglykämie, ihren

Anzeichen und ihrer Behandlung.

Folgende Faktoren können das Risiko für eine Hypoglykämie erhöhen:

Unterernährung, unregelmäßige Mahlzeiten, ausgelassene bzw. verspätete Mahlzeiten oder

Fastenperioden

Änderungen Ihrer gewohnten Ernährung (Diät)

wenn Sie Ihre körperliche Aktivität steigern, aber nicht ausreichend essen, oder Nahrung zu sich

nehmen, die weniger Kohlehydrate als üblich enthält

Alkoholkonsum (vor allem, wenn Sie eine Mahlzeit auslassen)

die Einnahme von zu viel Glimepirid Genericon

wenn Sie unter bestimmten, durch Hormone verursachten Beschwerden leiden (Störung der

Funktion der Schilddrüse, der Hirnanhangdrüse oder der Nebennierenrinde)

eine verminderte Nierenfunktion

eine schwere Lebererkrankung

die gleichzeitige Einnahme bestimmter anderer Arzneimittel (siehe Abschnitt „Einnahme von

Glimepirid Genericon zusammen mit anderen Arzneimitteln“)

Anzeichen einer Hypoglykämie umfassen:

Kopfschmerzen, quälender Hunger, Übelkeit, Erbrechen, Trägheit, Müdigkeit, Schlafstörungen,

Ruhelosigkeit, Aggression, Konzentrationsstörungen, verminderte Aufmerksamkeit und

Reaktionsfähigkeit, Depression, Verwirrung, Sprech- und Sehstörungen, undeutliches Sprechen,

unsicherer Gang, teilweise Lähmung, gestörte Sinneswahrnehmung, Schwindel, Hilflosigkeit

Zusätzlich können auch folgende Anzeichen auftreten: Schwitzen, feuchte Haut, Angst, beschleunigter

Herzschlag, hoher Blutdruck, Herzklopfen, plötzliche starke Schmerzen in der Brust, die in

benachbarte Körperteile ausstrahlen können (Angina pectoris und Herzrhythmusstörungen).

Wenn der Blutzuckerspiegel weiter abfällt, kann es zu einem Verlust der Selbstkontrolle, starker

Verwirrung (Delirium), Krämpfen, flacher Atmung und verlangsamtem Herzschlag kommen, und Sie

können das Bewusstsein verlieren. Das klinische Bild eines stark reduzierten Blutzuckerspiegels kann

dem eines Schlaganfalls ähnlich sein.

Behandlung einer Hypoglykämie:

In den meisten Fällen verschwinden die Anzeichen eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels sehr rasch,

wenn Sie zuckerhaltige Nahrung zu sich nehmen, z.B. Würfelzucker, einen zuckerhaltigen Saft oder

gezuckerten Tee.

Sie müssen daher stets etwas Zuckerhaltiges bei sich haben (z.B. Würfelzucker).

Bedenken Sie, dass künstlicher Süßstoff wirkungslos ist. Bitte verständigen Sie einen Arzt oder

suchen Sie umgehend ein Krankenhaus auf, wenn die Aufnahme von Zucker nicht hilft, oder die

Beschwerden wiederkehren.

Labortests

Ihr Zuckerspiegel im Blut oder Harn sollte regelmäßig überprüft werden. Ihr Arzt kann auch Bluttests

durchführen, um Ihre Blutzellzahl und die Leberfunktion zu prüfen.

Kinder und Jugendliche

Die verfügbare Information zur Verwendung von Glimepirid Genericon bei Kindern und Jugendlichen

unter 18 Jahren ist begrenzt. Deshalb wird die Anwendung dieses Arzneimittels in dieser

Patientengruppe nicht empfohlen.

Einnahme von Glimepirid Genericon zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arznemittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Ihr Arzt kann die Dosis von Glimepirid Genericon gegebenenfalls ändern, wenn Sie auch Arzneimittel

einnehmen/anwenden, die die Wirkung von Glimepirid Genericon auf Ihren Blutzuckerspiegel

abschwächen oder verstärken.

Die folgenden Arzneimittel können die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid Genericon

verstärken. Das kann zum Risiko einer Hypoglykämie (einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel) führen:

andere Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Insulin oder Metformin)

Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen (Phenylbutazon, Azapropazon

und Oxyphenbutazon, acetylsalicylsäurehaltige Arzneimittel)

Arzneimittel zur Behandlung von Harnwegsinfektionen (langwirksame Sulfonamide)

Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen mit Bakterien oder Pilzen (Tetracycline,

Chloramphenicol, Miconazol, Fluconazol, Chinolone, Clarithromycin)

Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Cumarinderivate wie z.B. Warfarin)

Arzneimittel zum Muskelaufbau (Anabolika)

Arzneimittel zum Ersatz männlicher Sexualhormone

Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (Fluoxetin, MAO-Hemmer)

Arzneimittel zur Senkung des Cholesterinspiegels (Fibrate)

Arzneimittel zur Senkung eines zu hohen Blutdrucks (ACE-Hemmer)

Arzneimittel zur Behandlung der Gicht (Allopurinol, Probenecid, Sulfinpyrazon)

Arzneimittel zur Krebsbehandlung (Cyclophosphamid, Ifosfamid, Trophosfamid)

Arzneimittel zur Behandlung von Übergewicht (Fenfluramin)

Arzneimittel zur Steigerung der Zirkulation, wenn es in hohen Dosen intravenös verabreicht wird

(Pentoxifyllin)

Arzneimittel zur Behandlung von Allergien im Nasenraum wie z.B. Heuschnupfen (Tritoqualin)

Arzneimittel, die Sympatholytika genannt werden und zur Behandlung von hohem Blutdruck,

Herzschwäche oder Prostatabeschwerden dienen

Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (Disopyramid)

Die folgenden Arzneimittel können die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid Genericon

abschwächen. Das kann zum Risiko einer Hyperglykämie (einem zu hohen Blutzuckerspiegel) führen:

Arzneimittel, die weibliche Sexualhormone enthalten (Östrogene, Gestagene/Progestagene)

Arzneimittel, die die Harnbildung unterstützen (Diuretika)

Arzneimittel, die die Schilddrüse anregen (Levothyroxin)

Arzneimittel zur Behandlung von Allergien und Entzündungen (Glukokortikoide)

Arzneimittel zur Behandlung schwerer psychischer Störungen bzw. Erkrankungen des

Nervensystems (Chlorpromazin und andere Phenothiazinderivate)

Arzneimittel, die den Herzschlag verstärken, zur Behandlung von Asthma, einer verstopften Nase

oder von Husten oder Erkältung dienen, zur Gewichtsreduktion oder bei lebensbedrohlichen

Notfällen eingesetzt werden (Adrenalin und sogenannte „Sympathomimetika“)

Arzneimittel zur Behandlung eines hohen Cholesterinspiegels (Nicotinsäure und seine Derivate)

Arzneimittel zur Behandlung einer Verstopfung, wenn sie über lange Zeit angewendet werden

(Laxantien)

Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie (Phenytoin)

Arzneimittel zur Behandlung von Nervosität und Schlafstörungen (Barbiturate)

Arzneimittel zur Behandlung eines hohen Augendrucks (Acetazolamid)

Arzneimittel zur Behandlung eines hohen Blutdrucks oder eines niedrigen Blutzuckerspiegels

(Diazoxid)

Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen, Tuberkulose (Rifampicin)

Arzneimittel zur Behandlung eines sehr niedrigen Blutzuckerspiegels (Glucagon)

Die folgenden Arzneimittel können die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid Genericon

verstärken oder abschwächen:

Arzneimittel zur Behandlung von Magengeschwüren (H

-Antagonisten)

Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck oder einer Herzschwäche, wie z.B. Beta-

Blocker, Clonidin, Guanethidin oder Reserpin. Diese Arzneimittel können die Zeichen eines zu

niedrigen Blutzuckerspiegels verdecken, deshalb ist bei ihrer Anwendung besondere Vorsicht

geboten.

Glimepirid Genericon kann die Wirkung folgender Arzneimittel sowohl verstärken als auch

abschwächen:

Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Cumarinderivate wie z.B. Warfarin)

Einnahme von Glimepirid Genericon zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Alkoholkonsum kann die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid Genericon in unvorhersehbarer

Weise beeinflussen. Daher sollte auf den Genuss von Alkohol während der Behandlung mit

Glimepirid Genericon verzichtet werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Glimepirid Genericon darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden.

Der Wirkstoff Glimepirid kann in die Muttermilch übergehen. Glimepirid Genericon darf daher nicht

während der Stillzeit eingenommen werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

ACHTUNG: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Ihre Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit kann beeinträchtigt sein, wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu

niedrig (Hypoglykämie) oder zu hoch (Hyperglykämie) ist, oder wenn Sie aufgrund dieser Umstände

eine vorübergehende Sehstörung haben. Bedenken Sie, dass Sie sich selbst oder andere Personen in

Gefahr bringen könnten (z.B. beim Autofahren oder beim Bedienen von Maschinen). Sprechen Sie mit

Ihrem Arzt darüber, ob es ratsam ist, ein Auto zu lenken, wenn bei Ihnen:

häufig ein zu niedriger Blutzuckerspiegel auftritt.

!

wenige oder gar keine Warnzeichen einer Unterzuckerung auftreten.

Glimepirid Genericon enthält Lactose

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Glimepirid Genericon erst nach Rücksprache

mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

Wie ist Glimepirid Genericon einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Einnahme dieses Arzneimittels

Nehmen Sie dieses Arzneimittel unmittelbar vor oder während der ersten Mahlzeit des Tages

(üblicherweise zum Frühstück) ein. Wenn Sie kein Frühstück zu sich nehmen, nehmen Sie das

Arzneimittel zu dem Zeitpunkt ein, den Ihnen Ihr Arzt empfohlen hat. Es ist wichtig, während der

Behandlung mit Glimepirid Genericon keine Mahlzeit auszulassen.

Die Tabletten werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Wie viele Tabletten sind einzunehmen

Die Dosis hängt von Ihren Bedürfnissen, den Umständen und den Ergebnissen der Blut- und

Harnzuckertests ab und wird von Ihrem Arzt festgelegt. Nehmen Sie nicht mehr Tabletten, ein als

Ihnen Ihr Arzt verordnet hat.

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 1 mg Glimepirid einmal täglich.

Wenn notwendig, kann Ihr Arzt diese Dosis im Abstand von 1-2 Behandlungswochen erhöhen.

Die empfohlene Maximaldosis ist 6 mg Glimepirid pro Tag.

Eine Kombinationsbehandlung mit den Wirkstoffen Glimepirid und Metformin oder mit Glimepirid

und Insulin kann eingeleitet werden. In diesem Fall wird der Arzt die geeignete Dosis Glimepirid,

Metformin oder Insulin individuell für Sie festlegen.

Wenn sich Ihr Körpergewicht ändert, Sie Ihren Lebensstil umstellen oder wenn Sie sich in einer

Stresssituation befinden, kann das eine Änderung der Dosierung von Glimepirid Genericon erfordern.

Informieren Sie deshalb Ihren Arzt, wenn einer dieser Umstände auf Sie zutrifft.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass dieses Arzneimittel zu stark oder zu schwach wirkt, verändern Sie

bitte nicht von sich aus die Dosis, sondern fragen Sie Ihren Arzt.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die verfügbare Information zur Verwendung von Glimepirid Genericon bei Kindern und Jugendlichen

unter 18 Jahren ist begrenzt. Deshalb wird die Anwendung dieses Arzneimittels in dieser

Patientengruppe nicht empfohlen.

Wenn Sie eine größere Menge Glimepirid Genericon eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viel oder eine zusätzliche Dosis von Glimepirid Genericon eingenommen

haben, besteht die Gefahr eines zu niedrigen Blutzuckersspiegels, wodurch es zu den im Abschnitt 2

„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“ beschriebenen Anzeichen kommen kann. In so einem Fall

müssen Sie unverzüglich ausreichend Zucker zu sich nehmen (z.B. einige Stücke Würfelzucker, einen

süßen Saft oder gesüßten Tee) und sofort einen Arzt verständigen. Wird eine versehentlich

herbeigeführte Hypoglykämie bei Kindern behandelt, muss die verabreichte Menge an Zucker

sorgfältig kontrolliert werden, um die Möglichkeit einer gefährlichen Hyperglykämie (das ist ein zu

hoher Blutzuckerspiegel) zu vermeiden. Bewusstlosen Patienten darf weder Nahrung noch ein Getränk

eingeflößt werden.

Da eine Hypoglykämie längere Zeit andauern kann, ist es sehr wichtig, dass der Patient so lange

sorgfältig überwacht wird, bis keine Gefahr mehr besteht. Die Aufnahme in ein Krankenhaus kann

notwendig sein, auch als Vorsichtsmaßnahme. Zeigen Sie dem Arzt die Packung oder die übrigen

Tabletten, damit er weiß, was eingenommen wurde.

Schwere Fälle einer Hypoglykämie, die von Bewusstlosigkeit und schweren Störungen des

Nervensystems begleitet sind, sind medizinische Notfälle, die eine sofortige Behandlung und

Aufnahme in ein Krankenhaus erfordern. Stellen Sie sicher, dass immer eine vorinformierte Person

verfügbar ist, die im Notfall einen Arzt verständigen kann.

Wenn Sie die Einnahme von Glimepirid Genericon vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen

Sie die folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Glimepirid Genericon abbrechen

Wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder abbrechen, muss Ihnen bewusst sein, dass die

angestrebte blutzuckersenkende Wirkung nicht erreicht wird, oder die Erkrankung sich wieder

verschlechtert. Nehmen Sie Glimepirid Genericon solange ein, bis der Arzt das Ende der Behandlung

vorschreibt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich ?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Verständigen Sie umgehend Ihren Arzt, falls eine der folgenden Beschwerden bei Ihnen auftritt:

allergische Reaktionen (inkl. Entzündungen der Blutgefäße, oft zusammen mit einem

Hautausschlag), die zu schwerwiegenden Reaktionen mit Atmungsschwierigkeiten,

Blutdruckabfall, manchmal bis hin zum Schock führen können.

abnorme Leberfunktion, einschließlich einer Gelbfärbung der Haut und Augen (Gelbsucht),

Schwierigkeiten mit dem Gallenfluss (Gallenstauung), Leberentzündung (Hepatitis) oder

Leberversagen.

allergische Hautreaktionen (Überempfindlichkeit) wie z.B. Jucken, Ausschlag, Nesselsucht und

erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht. Manche zunächst geringfügigen allergischen

Reaktionen können schwerwiegend werden.

schwere Hypoglykämie mit Bewusstlosigkeit, Krämpfen oder Koma.

Andere Nebenwirkungen:

Seltene Nebenwirkungen, die bei 1 bis 10 Behandelten von 10.000 auftreten, sind:

zu niedriger Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie) (siehe Abschnitt 2 „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“)

Abnahme bestimmter Blutzellen

Blutplättchen (erhöhtes Risiko für eine Blutung oder einen Bluterguss)

weiße Blutkörperchen (es kann leichter zu Infektionen kommen)

rote Blutkörperchen (kann zu blasser Haut, Schwäche oder Kurzatmigkeit führen)

Diese Beschwerden bessern sich üblicherweise nach Absetzen der Behandlung.

Sehr seltene Nebenwirkungen, die bei weniger als 1 Behandelten von 10.000 auftreten, sind:

allergische Reaktionen (inkl. Entzündungen der Blutgefäße, oft zusammen mit einem

Hautausschlag), die zu schwerwiegenden Reaktionen mit Atmungsschwierigkeiten,

Blutdruckabfall, manchmal bis hin zum Schock führen können

abnorme Leberfunktion, einschließlich einer Gelbfärbung der Haut und Augen (Gelbsucht),

Schwierigkeiten mit dem Gallenfluss (Gallenstauung), Leberentzündung (Hepatitis) oder

Leberversagen

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Völlegefühl, Gefühl der Aufgeblähtheit und Bauchschmerzen

Abnahme des Natriumspiegels im Blut

Weitere Nebenwirkungen, deren Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht angegeben

werden kann:

Schwere Blutplättchenarmut mit einer Plättchenanzahl von unter 10.000/µl und thrombozytische

Kapillatblutungen

allergische Hautreaktionen (Überempfindlichkeit) wie z.B. Jucken, Ausschlag, Nesselsucht und

erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht. Manche zunächst geringfügigen allergischen

Reaktionen können schwerwiegend werden und zu Beschwerden beim Schlucken oder Atmen, zu

Schwellung der Lippen, im Halsbereich oder der Zunge führen

allergische Reaktionen mit Sulfonylharnstoffen, Sulfonamiden oder verwandten Wirkstoffen

zu Beginn der Behandlung können Sehstörungen auftreten; das hängt mit der Veränderung des

Blutzuckerspiegels zusammen und sollte sich bald bessern

erhöhte Leberenzymwerte

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Österreich

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Glimepirid Genericon aufzubewahren?

Bewahren Sie

dieses

Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blister angegebenen

Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzen Tag des

angegebenen Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Glimepirid Genericon enthält

Der Wirkstoff ist Glimepirid.

Eine Tablette enthält 3 mg Glimepirid.

Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A),

Povidon, Maisstärke, Talkum, Polysorbat 80, Magnesiumstearat, Eisenoxid gelb (E 172).

Wie Glimepirid Genericon aussieht und Inhalt der Packung

Gelbe, längliche Tablette mit einseitiger Bruchkerbe.

Glimepirid Genericon 3 mg Tabletten sind in Blisterpackungen mit 10 und 30 Tabletten abgepackt.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Genericon Pharma Gesellschaft m.b.H.

A-8054 Graz

E-Mail: genericon@genericon.at

Z.Nr.: 1-26782

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Februar 2014.