Gliclada

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Gliclada 30 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung
  • Einheiten im Paket:
  • 10 Stück (Blister), Laufzeit: 36 Monate,14 Stück (Blister), Laufzeit: 36 Monate,20 Stück (Blister), Laufzeit: 36 Monate,28 Stück
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Gliclada 30 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Gliclazid
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-27525
  • Berechtigungsdatum:
  • 18-04-2008
  • Letzte Änderung:
  • 07-03-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Gebrauchsinformation: Information für den Patient

Gliclada 30 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung

Wirkstoff: Gliclazid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist Gliclada 30 mg und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Gliclada 30 mg beachten?

Wie ist Gliclada 30 mg einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Gliclada 30 mg aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Gliclada 30 mg und wofür wird es angewendet?

Gliclada 30 mg ist ein Arzneimittel zur Senkung des Blutzuckerspiegels (orales Antidiabetikum aus

der Gruppe der Sulfonylharnstoffe).

Gliclada 30 mg kommt bei bestimmten Formen der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ 2) bei

Erwachsenen zur Anwendung, wenn Diät, regelmäßige körperliche Betätigung und Gewichtsreduktion

nicht ausreichen, um den Blutzuckerspiegel zu normalisieren.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Gliclada 30 mg beachten?

Gliclada 30 mg darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Gliclazid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels oder wenn Sie überempfindlich gegen Medikamente aus

derselben Arzneistoffgruppe (Sulfonylharnstoffe) oder andere gleichartig wirkende Arzneimittel

(blutzuckersenkende Sulfonamide) sind,

wenn Sie unter insulinabhängigem Diabetes leiden (Typ-1),

wenn Sie im Urin Ketonkörper und Zucker ausscheiden (dies kann bedeuten, dass Sie unter

einer diabetischen Ketonazidose leiden), ein diabetisches Präkoma oder Koma vorliegt,

wenn sie unter einer schweren Nieren- oder Lebererkrankung leiden,

wenn Sie Medikamente zur Behandlung von Pilzerkrankungen einnehmen (Miconazol, siehe

Abschnitt „Einnahme von Gliclada 30 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln“)

wenn Sie stillen (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Gliclada 30 mg einnehmen.

Halten Sie sich an den Behandlungsplan Ihres Arztes zur Erreichung eines normalen

Blutzuckerspiegels. Dazu sollen Sie nicht nur Ihre Tabletten regelmäßig einnehmen, sondern auch

Ihren Diätplan einhalten, sich regelmäßig körperlich betätigen und, wenn notwendig Ihr Gewicht

reduzieren.

Während der Behandlung mit Gliclazid sind regelmäßige Kontrollen des Blutzuckerspiegels (wenn

möglich auch die Kontrolle des Auftretens von Zucker im Harn) und des Glykohämoglobins (HbA1c)

notwendig.

In den ersten Wochen der Behandlung besteht ein erhöhtes Risiko eines zu niedrigen

Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie), daher ist eine ärztliche Überwachung der Einnahme in kürzeren

Abständen notwendig.

Eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) kann auftreten:

wenn Sie Ihre Mahlzeiten unregelmäßig einnehmen oder Mahlzeiten komplett auslassen,

wenn Sie fasten,

wenn eine Mangelernährung vorliegt,

wenn Sie Ihren Ernährungsplan ändern,

wenn Sie Ihre körperliche Aktivität erhöhen, ohne die Kohlenhydrataufnahme entsprechend zu

steigern,

wenn sie Alkohol trinken, insbesondere in Verbindung mit dem Weglassen einer Mahlzeit,

wenn Sie andere Medikamente oder natürliche Arzneimittel gleichzeitig einnehmen,

wenn Sie hohe Dosierungen von Gliclazid einnehmen,

wenn Sie unter bestimmten hormonabhängigen Störungen leiden (Funktionsstörungen der

Schilddrüse, der Hypophyse oder der Nebennierenrinde),

wenn Ihre Nieren- oder Leberfunktion schwerwiegend eingeschränkt ist.

Wenn Ihr Blutzuckerspiegle niedrig ist, können folgende Symptome auftreten: Kopfschmerzen,

starker Hunger, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Schlafstörungen, Unruhe,

Aggressivität, Konzentrationsstörungen, verminderte Aufmerksamkeit und Reaktionszeit, Depression,

Verwirrtheit, Sprach- oder Sehstörungen, Zittern, Sinnesstörungen, Schwindel und Hilflosigkeit.

Die folgenden Anzeichen und Symptome können ebenfalls auftreten: Schwitzen, klamme Haut, Angst,

schneller oder unregelmäßiger Herzschlag, hoher Blutdruck, plötzliche starke Schmerzen in der Brust,

die in angrenzende Bereiche ausstrahlen können (Angina pectoris).

Wenn Ihr Blutzuckerspiegel weiter fällt, können Sie unter beträchtlicher Verwirrung (Delirium)

leiden, Hirnkrämpfe entwickeln, die Selbstbeherrschung verlieren, die Atmung kann flach und Ihr

Herzschlag verlangsamt sein, Sie können bewusstlos werden.

In den meisten Fällen verschwinden die Symptome einer Unterzuckerung schnell, wenn Sie Zucker in

jeglicher Form konsumieren, z.B. Tablettenform, Würfelzucker, süßer Saft, gesüßter Tee. Sie sollten

daher stets Zucker in irgendeiner Form bei sich tragen (Tabletten, Würfelzucker). Denken Sie daran,

dass Süßstoffe nicht wirken. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das nächstgelegene

Krankenhaus, wenn die Zuckeraufnahme nicht hilft oder wenn die Symptome wiederkehren.

Die Symptome einer Unterzuckerung können ausbleiben, weniger ausgeprägt sein oder sich nur sehr

langsam einstellen oder so plötzlich auftreten, dass Sie die Unterzuckerung noch nicht wahrgenommen

haben wenn Sie schon älter sind und bestimmte Arzneimittel einnehmen (wie zum Beispiel Mittel mit

Wirkung auf das Zentralnervensystem und Betablocker).

Wenn Sie sich in Stresssituationen befinden (z.B. Unfälle, Operationen, Fieber, etc.) kann Ihr Arzt Sie

eventuell vorübergehend auf eine Insulin-Therapie umstellen.

Symptome einer Überzuckerung (Hyperglykämie) können auftreten, wenn Gliclazid den

Blutzuckerspiegel zu wenig gesenkt hat, wenn Sie Ihr vom Arzt vorgeschriebenes

Behandlungsschema nicht eingehalten haben, wenn Sie Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Präparate einnehmen (siehe Abschnitt „Einnahme von Gliclada 30 mg zusammen mit anderen

Arzneimitteln“), oder in besonderen Stresssituationen. Diese Symptome können Durst, häufiger

Harndrang, trockener Mund, trockene juckende Haut, Hautinfektionen und verminderte

Leistungsfähigkeit sein.

Beim Auftreten solcher Symptome müssen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat fragen.

Störungen im Blutzuckerspiegel (niedriger Blutzucker und hoher Blutzucker) können, besonders bei

älteren Patienten, auftreten, wenn einem Patienten ein Gliclazid zur selben Zeit verschrieben wird, wie

ein Arzneimittel, das zur Klasse der Antibiotika zählt, so genannte Fluorochinolone. In einem solchen

Fall wird Ihr Arzt Sie auf die Wichtigkeit der Blutzuckerspiegelüberwachung hinweisen.

Sollte in der Krankengeschichte Ihrer Familie der erbliche Mangel des Glucose-6-Phosphat

Dehydrogenase (G6PD) Enzyms (Abnormalität roter Blutkörperchen) vorkommen, oder dies bei Ihnen

aufgetreten sein, könnte ein Absinken der Haemoglobin Werte und eine Schädigung der roten

Blutkörperchen (haemolytische Anaemie), auftreten. Kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt bevor Sie mit

der Einnahme von Gliclada 30 mg beginnen.

Kinder und Jugendliche

Gliclada 30 mg darf nicht zur Behandlung bei Kindern eingesetzt werden, da keine Daten vorliegen.

Einnahme von Gliclada 30 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden

bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht rezeptpflichtige

Arzneimittel handelt.

Die blutzuckersenkende Wirkung von Gliclazid kann verstärkt werden und Anzeichen einer

Unterzuckerung können auftreten, wenn eines der folgenden Medikamente eingenommen wird:

andere Medikamente zur Senkung eines hohen Blutzuckerspiegels (orale Antidiabetika, GLP-1

Rezeptoragonisten oder Insulin,

Antibiotika (z.B. Sulfonamide, Clarithromycin),

Medikamente zur Behandlung von hohem Blutdruck oder Herzinsuffizienz (Betablocker, ACE-

Hemmer wie Captopril oder Enalapril),

Medikamente zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Miconazol, Fluconazol),

Medikamente zur Behandlung von Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren (H

-Rezeptoren-

Antagonisten),

Medikamente zur Behandlung von Depression (Monoaminoxidasehemmer),

Schmerzmittel oder Antirheumatika (Ibuprofen, Phenylbutazon),

Medikamente, die Alkohol enthalten.

Die blutzuckersenkende Wirkung von Gliclazid kann abgeschwächt werden und erhöhte

Blutzuckerspiegel können auftreten, wenn eines der folgenden Medikamente eingenommen wird:

Medikamente zur Behandlung von Störungen des zentralen Nervensystems (Chlorpromazin),

entzündungshemmende Medikamente (Korticosteroide),),

Medikamente zur Behandlung von Asthma,

Medikamente, die während der Geburt genommen werden (intravenös verabreichtes Salbutamol,

Ritodrin und Terbutalin)

Medikamente zur Behandlung von Brustbeschwerden, schweren Menstruationsblutungen und

Endometriose (Danazol).

Johanniskraut - Hypericum perforatum – Präparate.

Störungen des Blutzuckerspiegels (niedriger Blutzucker und hoher Blutzucker) können auftreten,

wenn ein Arzneimittel, das zur Klasse der Antibiotika gehört, so genannte Fluoroquinolone, zur selben

Zeit eingenommen wird, wie Gliclada 30 mg – besonders bei älteren Patienten.

Fragen Sie Ihren Arzt, bevor Sie mit der Einnahme eines weiteren Arzneimittels beginnen. Bei einem

Krankenhausaufenthalt informieren Sie das medizinische Personal, dass Sie Gliclada 30 mg

einnehmen.

Einnahme von Gliclada 30 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Gliclada 30 mg kann zusammen mit Nahrungsmitteln und nicht-alkoholischen Getränken

eingenommen werden.

Das Trinken von Alkohol sollte vermieden werden, da es die Kontrolle Ihres Diabetes in

unvorhersehbarer Weise verändern und sogar zum Koma führen kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat, damit er für Sie eine andere, geeignete Behandlungsart wählen kann.

Gliclada 30 mg wird nicht zur Anwendung in der Schwangerschaft empfohlen.

Sie dürfen Gliclada 30 mg nicht einnehmen während Sie stillen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen!

Ihre Konzentrations- bzw. Reaktionsfähigkeit kann beeinträchtigt sein, wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu

niedrig (Hypoglykämie) oder zu hoch (Hyperglykämie) ist, bzw. wenn Sie infolge solcher Zustände

Sehstörungen entwickeln. Denken Sie daran, dass sie sich selbst und andere in Gefahr bringen könnten

(z.B. beim Lenken eines Fahrzeugs oder dem Bedienen von Maschinen). Bitte fragen Sie Ihren Arzt,

ob Sie ein Fahrzeug lenken können, wenn Sie:

häufiges Absinken des Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie) bemerken,

geringe oder keine Warnsignale eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie) bemerken.

Gliclada 30 enthält Lactose.

Bitte nehmen Sie Gliclada 30 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen

bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3.

Wie ist Gliclada 30 mg einzunehmen?

Dosierung

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Anweisung des Arztes oder Apothekers ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die Dosis an Gliclada 30 mg wird von Ihrem Arzt abhängig von Ihrem Blut-, und eventuell auch

Harnzuckerspiegel festgelegt. Änderungen bei externen Faktoren (z.B. Gewichtsreduktion, Änderung

der Lebensweise, Stress) oder eine Besserung der Blutzuckereinstellung können eine Änderung der

Gliclazid-Dosis erforderlich machen. Die empfohlene Anfangsdosis besteht in einer Tablette einmal

täglich. Die normale Dosis kann von einer bis zu maximal vier Tabletten als einmal tägliche Einnahme

zum Frühstück variieren. Dies hängt vom Ansprechen auf die Behandlung ab.

Wenn Ihr Arzt eine Kombinationsbehandlung von Gliclada 30 mg mit Metformin, einem Alpha-

Glucosidase-Hemmer, einem Thiazolidindion, einem Dipeptidyl peptidase-4 Hemmer, einem GLP-1

Rezeptoragonisten oder Insulin vorschreibt, bestimmt er die individuelle Dosis für jedes Medikament

speziell für Sie.

Wenn Sie bemerken, dass obwohl Sie dieses Medikament verschreibungsgemäß einnehmen Ihr

Blutzuckerspiegel erhöht ist, kontaktieren Sie bitte sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

Art der Anwendung

Zur Einnahme.

Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut. Nicht kauen oder zerkleinern. Nehmen Sie die Tabletten mit

einem Glas Wasser während des Frühstücks ein, am besten jeden Tag zur selben Zeit. Nach der

Einnahme der Tabletten müssen Sie unbedingt eine Mahlzeit zu sich nehmen. Es ist wichtig, dass Sie

keine Mahlzeit auslassen, wenn Sie mit Gliclada 30 mg behandelt werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Gliclada 30 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben suchen Sie sofort ärztliche Hilfe bei Ihrem Arzt oder

in der Notaufnahme des nächsten Krankenhauses auf! Die Symptome einer Überdosierung sind die

eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie), wie sie im Abschnitt 2 beschrieben sind.

Diesen Symptomen kann durch eine sofortige Zuckeraufnahme (4 bis 6 Stück Würfelzucker) oder

zuckerhaltige Getränke, gefolgt von einem größeren Imbiss oder einer Mahlzeit entgegen gewirkt

werden. Wenn der Patient bewusstlos werden sollte, ist sofort ein Arzt oder die Rettung zu

verständigen. Auch wenn jemand anderer, vor allem wenn es ein Kind sein sollte, dieses Medikament

unabsichtlich eingenommen haben sollte, ist sofort ein Arzt oder die Rettung zu verständigen.

Bewusstlosen Patienten darf weder Nahrung noch Flüssigkeit verabreicht werden.

Sie sollten sicherstellen, dass es immer eine vorinformierte Person in Ihrem Umfeld gibt, die im

Notfall Hilfe herbeiholen kann.

Wenn Sie die Einnahme von Gliclada 30 mg vergessen haben

Es ist wichtig, dass Sie die Tabletten regelmäßig jeden Tag einnehmen, da eine regelmäßige

Behandlung besser anspricht.

Wenn Sie die Einnahme von Gliclada 30 mg einmal vergessen haben, nehmen Sie die nächste Dosis

zur gewohnten Zeit. Nehmen Sie auf keinen Fall die doppelte Menge ein, um die vergessene

Einzeldosis aufzuholen!

Wenn Sie die Einnahme von Gliclada 30 mg abbrechen

Die Behandlung der Zuckerkrankheit muss lebenslang erfolgen, Sie sollten daher vorher mit Ihrem

Arzt sprechen, wenn Sie die Behandlung abbrechen wollen. Durch den Abbruch der Behandlung kann

Ihr Blutzucker wieder auf zu hohe Werte ansteigen (Hyperglykämie, was das Risiko für die

Entwicklung von Komplikationen der Diabetes erhöht.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Die Beurteilung der Nebenwirkungen basiert auf ihrer Häufigkeit.

Die häufigste Nebenwirkung ist ein zu niedriger Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie).. Bezüglich

Symptome siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“. Wenn diese Symptome nicht

behandelt werden, können sie sich verstärken bis zu Schläfrigkeit, Bewusstlosigkeit oder sogar Koma.

Wenn diese Unterzuckerungsanfälle schwerwiegend sind oder länger anhalten, auch wenn sie

zeitweise durch Zuckeraufnahme unter Kontrolle gebracht werden können, sollten Sie so schnell wie

möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Leibschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Magenverstimmung, Durchfall, und

Verstopfung. Diese Nebenwirkungen werden vermindert, wenn Gliclada 30 mg wie empfohlen

während einer Mahlzeit eingenommen wird.

Erkrankungen des Blutes

Abnahme der Anzahl der Blutkörperchen (z.B. Blutplättchen, rote und weiße Blutkörperchen) kann zu

Blässe, verlängerten Blutungszeiten, Blutergüssen, Halsentzündungen und Fieber führen. Diese

Störungen verschwinden im Allgemeinen wenn die Behandlung abgebrochen wird.

Erkrankungen der Haut

Hautreaktionen, wie Ausschlag, Rötung, Juckreiz, Nesselsucht, Angioödem (plötzliche

Gewebsschwellungen wie z.B.: der Augenlieder, des Gesicht, der Lippen, des Mundes, der Zunge oder

des Halses, was möglicherweise zu Schwierigkeiten bei der Atmung führen kann. Der Ausschlag kann

sich zu ausgedehnter Blasenbildung oder zum Abschälen der Haut ausweiten. In Ausnahmefällen

wurde von Anzeichen einer schweren Überempflindlichkeitsreaktion (DRESS) berichtet: zu Beginn

als grippeähnliche Symptome und Ausschlag im Gesicht, später ein länger andauernder Hautausschlag

mit erhöhter Temperatur.

Lebererkrankungen:

In Einzelfällen kam es zu stark abweichenden Leberfunktionswerten, die zur Gelbfärbung von Haut

und Augen führen können. In solchen Fällen ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Im Allgemeinen

verschwinden diese Symptome bei Abbruch der Behandlung. Ihr Arzt wird darüber entscheiden.

Augenerkrankungen

Ihr Sehvermögen kann kurzzeitig beeinträchtigt sein, insbesondere zu Beginn der Behandlung. Diese

Nebenwirkung ist auf Veränderungen des Blutzuckerspiegels zurückzuführen.

Wie auch bei anderen Sulfonylharnstoffen wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet: Fälle von

starken Änderungen der Blutzellenanzahl und allergischen Entzündungen der Blutgefäße,

Verminderung des Natriumgehalts im Blut (Hyponatriämie), Störungen der Leberfunktion (z.B.

Gelbsucht), die meist nach dem Absetzen des Sulfonylharnstoffes zurückgingen, aber in Einzelfällen

zu lebensbedrohlichem Leberversagen führen können.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie

Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit

dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

5.

Wie ist Gliclada 30 mg aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton, dem Tablettenbehältnis und auf dem

Blisterstreifen nach „verw. bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Gliclada 30 mg enthält

Der Wirkstoff ist Gliclazid.

1 Tablette mit veränderter Wirkstofffreisetzung enthält 30 mg Gliclazid.

Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, Hypromellose, Calciumcarbonat,

Hochdisperses wasserfreies Siliciumdioxid, Magnesiumstearat.

Wie Gliclada 30 mg aussieht und Inhalt der Packung

Die Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung sind weiß, oval und beidseitig nach aussen

gewölbt.

Gliclada 30 mg ist in Blisterstreifen in Packungen zu 10, 14, 20, 28, 30, 56, 60, 84, 90, 100, 120 bzw.

180 Tabletten und in Tablettenbehältern zu 90, 120 und 180 Tabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

KRKA, d.d., Novo mesto

Šmarješka cesta 6

8501 Novo mesto

Slowenien

Z.Nr. 1-27525

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland

Gliclada 30 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung

Großbritannien

Nazdol MR 30 mg modified release tablets

Italien

Gliclazide Eurogenerici 30 mg compresse a rilascio modificato

Slowakei

Gliclada 30 mg

Litauen

Gliclada 30 mg modifikuoto atpalaidavimo tabletes

Lettland

Gliclada 30 mg ilgstošas darbibas tabletes

Österreich

Gliclada 30 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung

Polen

Gliclada

Estland

Gliclada 30 mg

Frankreich

Gliclazide Arrow Lab 30 mg comprimé à libération modifiée

Dänemark

Gliclazide Krka

Irland

Diacronal MR 30 mg modified-release tablets

Portugal

Gliclazida Krka

Tschechische Republik

Glyclada tablety s prodlouženým uvolnováním 30 mg

Spanien

Gliclazida Teva 30 mg prolonged release tablets

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2017.