Glaupax

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Glaupax Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • acetazolamidum 250 mg, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Glaupax Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Glaukom

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 38412
  • Berechtigungsdatum:
  • 13-01-1975
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie sollten es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden. Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht

später nochmals lesen.

Glaupax®

Was ist Glaupax und wann wird es angewendet?

Glaupax dient zur Behandlung des erhöhten Augeninnendrucks. Glaupax greift in den Stoffwechsel

flüssigkeitsabsondernder Gewebe ein. Es führt zu einer vermehrten Wasserauscheidung (Diurese),

aber auch die Produktion von Kammerwasser wird vermindert, dadurch erniedrigt sich der

Augeninnendruck bei Patienten mit grünem Star (Glaukom).

Glaupax darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden.

Wann darf Glaupax nicht angewendet werden?

Bei bekannter oder vermuteter Überempfindlichkeit (Allergie) auf einen Inhaltsstoff von Glaupax,

sowie auf Sulfonamide.

Bei schweren Leber- oder Nierenschäden oder bei Bluterkrankungen.

Bei Störungen des (Mineral-)Salzhaushaltes des Körpers.

Bei Nebennierenrinden-Insuffizienz.

Wann ist bei der Anwendung von Glaupax Vorsicht geboten?

Wenn Sie Glaupax anwenden, sollte Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin regelmässig Ihr Blut untersuchen

lassen.

Falls während der Behandlung mit Glaupax anhaltende Halsschmerzen, Fieber, Müdigkeit,

Nasenbluten, oft und leicht vorkommende blaue Flecken oder sehr blasse oder gelbe Haut auftreten,

suchen Sie unverzüglich den Arzt bzw. die Ärztin auf.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, insbesondere Lungenerkrankungen mit eingeschränkter Atmung, oder an

Diabetes, wenn bei Ihnen oder in Ihrer Familie bereits Blutbildstörungen im Zusammenhang mit

Arzneimitteln aufgetreten sind, wenn Sie Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch

selbstgekaufte!) einnehmen oder am Auge anwenden!

Darf Glaupax während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Anwendung während Schwangerschaft und Stillzeit nur mit ausdrücklicher Genehmigung Ihres

Arztes bzw. Ihrer Ärztin.

Wie verwenden Sie Glaupax?

Erwachsene: Üblicherweise werden ½ bis 1 Tablette 1 bis 2 mal täglich eingenommen.

Die Tabletten haben eine Kreuzbruchkerbe auf einer Seite. Die Tablette kann in zwei gleiche Teile

geteilt werden.

Bei akutem Glaukom kann Ihnen der Arzt bzw. Ihre Ärztin eine kurzfristig erhöhte Dosierung

vorschreiben. Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das

Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw.

mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Die Anwendung und Sicherheit von Glaupax Tabletten bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht

geprüft worden.

Welche Nebenwirkungen kann Glaupax haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Glaupax auftreten:

In seltenen Fällen Magen-Darm-Störungen (Erbrechen), Schwindel, Juckreiz, aber auch

Blutbildstörungen.

Bei Kurzzeit-Therapien wurde kribbelndes Gefühl in Armen und Beinen, Appetitverlust, vermehrter

Harndrang, sowie vereinzelt Verwirrtheit und Benommenheit beobachtet.

Die meisten Nebenwirkungen verschwinden nach einigen Tagen, ohne dass die Therapie

abgebrochen werden muss. Es wurde über eine vorübergehende Kurzsichtigkeit berichtet. Andere

gelegentlich auftretende Nebenwirkungen sind Nesselsucht, Blut und Zucker im Urin, Blut im Stuhl,

schlaffe Lähmung und Muskelzuckungen. Vor allem bei älteren Patienten bzw. Patientinnen können

trockene Augen auftreten. Kristalle im Urin, Nierensteine und Hautausschläge können auftreten.

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Hautausschläge, anhaltende

Halsschmerzen, Fieber, Müdigkeit, Nasenbluten, oft und leicht vorkommende blaue Flecken oder

sehr blasse oder gelbe Haut auftreten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet

werden.

In der verschlossenen Originalpackung bei Raumtemperatur (15°-25°C) und ausserhalb der

Reichweite von Kindern aufbewahren.

Nach Beendigung der Behandlung evtl. übriggebliebene Tabletten Ihrer Abgabestelle (Arzt oder

Apotheker bzw. Ärztin oder Apothekerin) zum fachgerechten Entsorgen bringen.

Weitere Auskünfte erteilen Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Glaupax enthalten?

1 Tablette enthält 250 mg Acetazolamid und weitere Hilfsstoffe zur Tablettenherstellung.

Zulassungsnummer

38412 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Glaupax? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Durchdrückpackungen zu 40 und 100 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

OmniVision AG, 8212 Neuhausen

Diese Packungsbeilage wurde im November 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.