Gadovist 1

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Gadovist 1 0, Injektionslösung
  • Darreichungsform:
  • 0, Injektionslösung
  • Zusammensetzung:
  • gadobutrolum 604.72 mg Endwerte. 1 mmol, calcobutrolum, trometamolum, Wasser ad iniectabilia q.s. zu einer Lösung anstelle von 1 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Gadovist 1 0, Injektionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Nierengängiges paramagnetisches Kontrastmittel für die Resonanztomographie (MRT)

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 54423
  • Berechtigungsdatum:
  • 26-02-1998
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Gadovist® 1,0 Injektionslösung

Bayer (Schweiz) AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Gadobutrolum.

Hilfsstoffe: Calcobutrolum, Trometamolum, Acidum hydrochloricum, aqua ad iniect. q.s. ad

solutionem pro 1 ml.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 ml Injektionslösung enthält:

1,0 mmol Gadobutrolum (corresp. 604,72 mg).

Gadovist 1.0

Kontrastmittelkonzentration

(mg/ml)

604,72

(mmol/ml)

Osmolarität bei 37 °C (mOsmol/l Lsg)

1117

Osmolalität bei 37 °C (mOsmol/kg

H2O)

1603

Dichte (g/ml)

bei 20 °C

1,308

bei 37 °C

1,300

Viskosität (mPa·s)

bei 20 °C

8,86

bei 37 °C

4,96

6.6–8.0

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Nur für diagnostische Zwecke:

·Kontrastverstärkung bei der kranialen und spinalen magnetischen Resonanztomographie (MRT).

·Kontrastverstärkung bei der Magnet-Resonanz-Angiographie (CE-MRA).

·Kontrastverstärkung bei der magnetischen Resonanztomographie (MRT) der Nieren, insbesondere

in Kombination mit dynamischer Bildgebung.

·Perfusionsstudien: bei der Diagnose des Schlaganfalls, dem Nachweis von herdförmigen zerebralen

Ischämien und für Tumor-Perfusionsstudien.

Dosierung/Anwendung

Gadovist 1.0 wird intravenös verabreicht:

Bei der Dosierung von Gadovist 1.0 ist grundsätzlich zu beachten, dass im Vergleich zu anderen

MRT-Kontrastmitteln (0.5 molare MRT-Kontrastmittel) bei Gadovist 1.0 die Wirkstoffkonzentration

doppelt so hoch ist. Dies bedeutet, dass im Vergleich für die gleiche Dosis nur das halbe Volumen

Kontrastmittel injiziert wird.

Bei Gadovist 1.0 gilt: Eine Dosis von 0,1 mmol pro kg Körpergewicht entspricht einem Volumen

von 0,1 ml pro kg Körpergewicht!

Dosierung für Erwachsene:

Die Dosierung richtet sich nach der Indikation. Im Allgemeinen ist eine einzelne intravenöse Gabe

von 0,1 mmol Gadobutrol 1.0 pro kg Körpergewicht (entsprechend 0,1 ml Gadovist 1.0 pro kg

Körpergewicht) ausreichend. Maximal darf innerhalb einer MRT-Sitzung eine Gesamtmenge von 0,3

mmol Gadobutrol 1.0 pro kg Körpergewicht (entsprechend 0,3 ml Gadovist 1.0 pro kg

Körpergewicht) verabreicht werden.

Kraniale und spinale MRT

Im Allgemeinen ist die Gabe von 0,1 ml pro kg Körpergewicht ausreichend zur Beantwortung der

klinischen Fragestellungen.

Nachdosis:

Sollte bei einer Dosierung von 0,1 ml Gadovist 1.0 pro kg Körpergewicht ein starker klinischer

Verdacht auf eine Läsion trotz unauffälligen MRI-Befundes weiterbestehen oder wenn genauere

Informationen (Anzahl, Grösse oder Ausdehnung der Läsion) Einfluss auf die Therapie des Patienten

haben, so kann die nochmalige Gabe von 0,1 ml bis 0,2 ml Gadovist 1.0 pro kg Körpergewicht

innerhalb von 30 Minuten nach der ersten Injektion die Aussagekraft der Untersuchung erhöhen.

Höhere initiale Dosis:

Eine Hochdosis-Indikation ist allgemein in solchen Fällen gegeben, bei denen der Ausschluss bzw.

Nachweis weiterer Herde die Therapie oder Patientenführung beeinflussen könnte. Dies kann bei

sehr kleinen Läsionen sowie zur Darstellung von Tumoren, bei denen nur ein schwacher Kontrast zu

erkennen ist, der Fall sein.

Wenn bei Verdacht auf Hirnmetastasen oder bei anderen Prozessen mit gestörter Blut-Hirnschranke

eine höhere Sensitivität oder bessere Abgrenzbarkeit der Läsionen therapeutische Konsequenzen

haben, kann initial bis zu der maximalen Dosis von 0,3 mmol Gadobutrol 1.0 pro kg

Körpergewicht erhöht werden.

Bei Hirnperfusionsstudien:

Für diese Untersuchungen wird die Verwendung eines Injektomaten empfohlen: 0,1-0,3 ml Gadovist

1.0 pro kg Körpergewicht (Injektionsgeschwindigkeit 3–5 ml/sec.).

MRT der Nieren

Im Allgemeinen ist die Gabe von 0,1 ml Gadovist 1.0 pro kg Körpergewicht ausreichend zur

Beantwortung der klinischen Fragestellung.

Magnetresonanzangiographie (CE-MRA)

Darstellung eines Feldes:

·7,5 ml Gesamtvolumen Gadovist 1.0 bei einem Körpergewicht unter 75 kg

·10 ml Gesamtvolumen Gadovist 1.0 für ein Körpergewicht von oder über 75 kg (entsprechend 0,1–

0,15 mmol pro kg Körpergewicht)

Darstellung von mehr als einem Feld:

·15 ml Gesamtvolumen Gadovist 1.0 bei einem Körpergewicht unter 75 kg

·20 ml Gesamtvolumen Gadovist 1.0 für ein Körpergewicht von oder über 75 kg (entsprechend 0,2–

0,3 mmol pro kg Körpergewicht)

Erfahrungen mit Gadovist 1.0 bei Körpergewicht über 100 kg sind limitiert.

Besondere Populationen:

Pädiatrie:

Bei Kindern, bei denen noch nie eine EKG-Untersuchung durchgeführt wurde, ist ein angeborenes

QT-Syndrom vor der Anwendung von Gadovist 1.0 auszuschliessen.

Bei Kindern jeden Alters (inklusive reifer Neugeborener) beträgt die empfohlene Dosis 0,1 mmol

Gadobutrol pro kg Körpergewicht (entsprechend 0,1 ml Gadovist 1.0 pro kg Körpergewicht) für alle

Indikationen.

Anwendungen, die eine Dosis von >0,1 ml Gadovist 1.0 pro kg Körpergewicht erfordern, sollten bei

Kindern und Jugendlichen nicht erfolgen.

Wegen der unreifen Nierenfunktion bei Neugeborenen bis zu einem Alter von 4 Wochen und bei

Säuglingen bis zum Alter von 1 Jahr sollte Gadovist 1.0 bei diesen Patienten nur nach sorgfältiger

Abwägung in einer Dosis von höchstens 0,1 mmol pro kg Körpergewicht angewendet werden.

Während eines Scans sollte nicht mehr als eine Dosis angewendet werden. Da keine Informationen

zur wiederholten Anwendung vorliegen, sollte die Injektion von Gadovist 1.0 nicht wiederholt

werden, es sei denn, der Abstand zwischen den Injektionen beträgt mindestens 7 Tage (s. auch

Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Nierenfunktionsstörung

Die Ausscheidung von Gadobutrol ist bei Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung verlängert. Um

diagnostisch verwendbare Bilder zu erhalten, wird jedoch keine Dosisanpassung empfohlen (s. auch

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Präklinische Daten»).

Anwendung:

Die für die Magnetresonanztomographie üblichen Sicherheitsregeln sind zu beachten, z.B.

Ausschluss von Herzschrittmachern, ferromagnetischen Implantaten. Zusätzliche Angaben finden

sich in der Rubrik «Sonstige Hinweise/Hinweise für die Handhabung».

Injektion:

Die Qualität der CE-MRA mit einem Kontrastmittel wird im Allgemeinen verbessert durch 1. die

Anwendung eines Injektomaten, 2. exakte Festlegung der Injektionsparameter und 3. eine präzise

zeitliche Koordination der Gadovist 1.0 Injektion mit der Bildakquisition.

Verwendung von Gadovist 1.0 in Verbindung mit einem Injektomaten:

Der Schlauchanteil vom Injektomaten zum Patienten (Patientenschlauch) muss nach jeder

Untersuchung ausgewechselt werden, da er mit Blut verunreinigt ist. Reste der in der Flasche

verbleibenden Kontrastmittellösung sowie Anschlussschläuche und alle Einmalartikel des

Injektorsystems sind am Ende der Untersuchung ebenfalls zu verwerfen. Ergänzende Vorgaben des

jeweiligen Geräteherstellers sind unbedingt zu beachten.

Bildgebung:

Die benötigte Dosis Gadovist 1.0 wird intravenös als Bolusinjektion appliziert. Die

kontrastverstärkte MRT kann nach der Bolusinjektion beginnen. Wann genau die entsprechenden

Pulssequenzen gestartet werden, ist abhängig von der klinischen Fragestellung und dem

Untersuchungsprotokoll. Ein optimaler Kontrast wird bei der Kontrastangiographie während des

arteriellen First Pass erreicht. Für andere Indikationen wird abhängig von der Art der

Läsion/Gewebsart – aber insbesondere bei Untersuchungen des ZNS - der beste Kontrast innerhalb

eines Zeitraums von bis zu 15 Minuten nach Injektion von Gadovist 1.0 beobachtet.

Die Gewebekontrastverstärkung bleibt im Allgemeinen bis zu 45 Minuten nach der Gadovist-

Injektion bestehen.

T1-gewichtete Aufnahmesequenzen sind besonders geeignet für die kontrastverstärkten

Untersuchungen.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss

Zusammensetzung.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Übelkeit und Erbrechen sind bekannte unerwünschte Wirkungen, die mit der Verabreichung von

Kontrastmitteln verbunden sind. Die Patienten sollen deshalb während ca. 2 Stunden vor der

Untersuchung keine feste/schwere Nahrung zu sich nehmen, um das Risiko einer möglichen

Aspiration bei Erbrechen zu vermindern. Das allgemein bekannte Gebot der Nüchternheit für eine

Kontrastmittelgabe darf nicht dazu führen, dass Patienten Stoffwechselentgleisungen erleiden (z.B.

Diabetiker) oder dehydriert sind (insbesondere ältere Menschen).

Ausgeprägte Erregungs-, Angst- und Schmerz-Zustände können das Risiko für unerwünschte

Wirkungen erhöhen oder die mit dem Kontrastmittel vorhandenen Reaktionen verstärken.

Wie auch andere intravenöse Kontrastmittel kann Gadovist 1.0 mit

anaphylaktoiden/Überempfindlichkeits- oder sonstigen idiosynkratischen Reaktionen einhergehen,

die sich als Herz-Kreislauf-, Atemwegs- oder Hautbeschwerden sowie als Schock manifestieren

können.

Über anaphylaktoide Reaktionen mit schwerem Verlauf (von Dyspnoe und anderen Symptomen bis

hin zu Schockzuständen) ist berichtet worden (vgl. «Unerwünschte Wirkungen»). Um im Notfall

unverzüglich reagieren zu können, sollen entsprechende Medikamente (u.a. Adrenalin),

Trachealtubus und Beatmungsgerät griffbereit sein.

Intravasale Kontrastmittelgaben sind möglichst am liegenden Patienten vorzunehmen.

Wie auch bei anderen kontrastmittelverstärkten Diagnoseverfahren wird die anschliessende

Überwachung des Patienten bis noch mindestens ½ Stunde nach Verabreichung empfohlen, weil

erfahrungsgemäss die Mehrzahl aller schweren Zwischenfälle meistens innerhalb dieser Zeit auftritt.

In seltenen Fällen sind allergische Spätreaktionen (Verzögerung von mehreren Stunden bis Tagen)

beobachtet worden (s. «Unerwünschte Wirkungen»).

Bei Patienten mit allergischer Disposition kommt es häufiger als bei anderen zu

Überempfindlichkeitsreaktionen.

In folgenden Fällen ist die Gefahr von Überempfindlichkeitsreaktionen erhöht:

·frühere Reaktionen auf Kontrastmittel

·Bronchialasthma in der Anamnese

·allergische Störungen in der Anamnese

Bei Patienten mit allergischer Veranlagung muss vor einer Entscheidung zur Anwendung von

Gadovist 1.0 eine besonders sorgfältige Abwägung des Nutzen/Risiko-Verhältnisses erfolgen.

Patienten, die Betablocker einnehmen und allergische Reaktionen zeigen, können resistent gegen

Beta-Agonisten sein.

Nierenfunktionsstörungen:

Eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion bei initial normalen Kreatininwerten wurde bisher nicht

beobachtet.

Alle Patienten sollten vor der Verabreichung von Gadovist 1.0 durch Erhebung der Anamnese

und/oder die Durchführung von Labortests auf das Vorliegen einer Nierenfunktionsstörung überprüft

werden.

Bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen ist eine sorgfältige Nutzen/Risiko-Bewertung

durchzuführen, da die Ausscheidung von Kontrastmitteln in diesen Fällen verzögert ist.

Da Gadovist 1.0 über die Nieren ausgeschieden wird, muss bei Patienten mit einer

Nierenfunktionsstörung vor einer erneuten Anwendung von Gadovist 1.0 eine genügend lange

Zeitperiode für die Elimination des Kontrastmittels aus dem Körper eingehalten werden.

Normalerweise konnten bei Patienten mit leichter bis mässiger Nierenfunktionsstörung innerhalb von

72 Stunden 100% der verabreichten Dosis im Urin wieder gefunden werden. Bei Patienten mit

schwerer Nierenfunktionsstörung waren dies nach 5 Tagen mindestens 80% der verabreichten Dosis

(s. auch Rubrik «Pharmakokinetik»).

Im Zusammenhang mit der Anwendung einiger gadoliniumhaltiger Kontrastmittel (zu diesen gehört

auch Gadovist 1.0) sind bei Patienten mit

·akuter oder chronischer schwerer Nierenfunktionsstörung

(GFR <30 ml/min/1,73 m2) oder

·akuter Nierenfunktionsstörung jeglichen Schweregrades ausgelöst durch ein hepatorenales Syndrom

oder in der perioperativen Periode einer Lebertransplantation

Fälle von nephrogener systemischer Fibrose (NSF) beobachtet worden (s. auch Rubrik

«Unerwünschte Wirkungen»).

Deshalb ist Gadovist 1.0 bei diesen Patienten nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung

einzusetzen.

Gadovist 1.0 kann aus dem Köper durch Hämodialyse entfernt werden. Nach 3 Dialysesitzungen sind

ca. 98% der Substanz dem Körper entzogen.

Bei Dialysepatienten sollte die Hämodialyse umgehend nach der Anwendung von Gadovist 1.0

erfolgen.

Neugeborene und Säuglinge:

Wegen der unreifen Nierenfunktion bei Neugeborenen bis zu einem Alter von 4 Wochen und bei

Säuglingen bis zum Alter von 1 Jahr sollte Gadovist 1.0 bei diesen Patienten nur nach sorgfältiger

Abwägung angewendet werden.

Anfallsleiden:

Wie auch bei anderen gadoliniumhaltigen Kontrastmitteln ist bei Patienten mit herabgesetzter

Krampfschwelle bei der Anwendung von Gadovist 1.0 besondere Vorsicht geboten.

Schwere Herzkreislauf-Erkrankungen:

Bei Patienten mit schweren Herzkreislauf-Erkrankungen darf Gadovist 1.0 nur nach sorgfältiger

Nutzen-Risiko-Abwägung verabreicht werden, da bisher nur wenige Daten zur Verfügung stehen.

Interaktionen

Keine bekannt. Es wurden bisher keine Interaktionsstudien durchgeführt.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft:

Experimente an Tieren mit klinisch relevanten Dosen haben nach wiederholter Anwendung keine

Reproduktions- und Entwicklungstoxizität gezeigt (s. auch Rubrik «Präklinische Daten»).

Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.

Es liegen keine Erfahrungen zur Anwendung von Gadovist 1.0 bei schwangeren Frauen vor.

Gadovist 1.0 sollte deshalb in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn eine

Kontrastmittelgabe ist medizinisch klar notwendig.

Stillzeit:

Es ist nicht bekannt, ob Gadobutrol in die Muttermilch übertritt. Für den Menschen liegen bisher

noch keine Untersuchungen hierzu vor.

Präklinische Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass kleinste Mengen Gadobutrol in die

Muttermilch ausgeschieden werden (weniger als 0.1% der intravenös verabreichten Dosis). Die

Absorption von Gadobutrol via Gastrointestinaltrakt ist gering (ca. 5% der oral verabreichten Dosis

werden via Urin ausgeschieden (s. auch Rubrik «Pharmakokinetik»). In klinisch relevanten Dosen

werden keine Effekte auf das gestillte Kind erwartet und Gadovist 1.0 kann während der Stillphase

angewendet werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Keine bekannt. Es wurden keine spezifischen Studien durchgeführt. Die Grundkrankheit und der

Allgemeinzustand des Patienten sind zu beachten.

Unerwünschte Wirkungen

Das Sicherheitsprofil von Gadovist 1.0 basiert auf Daten von über 6'300 Patienten in klinischen

Studien und auf Spontanmeldungen nach Markteinführung.

Die bei Patienten am häufigsten beobachteten unerwünschten Arzneimittelwirkungen (≥0.5%) bei

der Anwendung von Gadovist 1.0 sind Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel/Benommenheit.

Die schwerwiegendsten unerwünschten Arzneimittelwirkungen bei Patienten, die Gadovist 1.0

erhielten, sind Herzstillstand und schwere anaphylaktoide Reaktionen.

In seltenen Fällen sind allergische Spätreaktionen (Verzögerung von mehreren Stunden bis Tagen)

beobachtet worden.

Die meisten unerwünschten Wirkungen waren von schwacher bis mässiger Intensität.

Kinder und Jugendliche

Basierend auf zwei Phase I/III-Einzeldosisstudien mit 138 Patienten im Alter von 2–17 Jahren und

44 Patienten im Alter von 0–2 Jahren stimmen Häufigkeit, Art und Schwere von Nebenwirkungen

bei Kindern jeden Alters (inklusive reifer Neugeborener) mit dem Nebenwirkungsprofil, das für

Erwachsene bekannt ist, überein. Dies wurde in einer Phase IV-Studie mit mehr als 1'100

pädiatrischen Patienten und aus Beobachtungen der Gadovist-Anwendung nach Markteinführung

bestätigt (s. auch Rubrik «Pharmakokinetik»).

Nachstehend sind die unerwünschten Wirkungen, die bei der Anwendung von Gadovist 1.0

beobachtet worden sind, nach Systemorganklassen laut MedDRA aufgeführt. Um eine Reaktion zu

beschreiben, wird jeweils der am besten passende MedDRA-Begriff gewählt, welcher auch die

Synonyme und verwandten Reaktionen beinhaltet.

Meldungen zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen aus klinischen Studien sind bezüglich ihrer

Häufigkeit klassiert.

Die Häufigkeitsangaben sind wie folgt definiert:

sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1'000, <1/100); selten (≥1/10'000,

<1/1'000); sehr selten (<1/10'000).

Unerwünschte Wirkungen, die nach Markteinführung beobachtet wurden und für die keine

Häufigkeitsangaben abgeleitet werden konnten, sind ohne Angaben zur Häufigkeit aufgeführt.

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe sind die unerwünschten Wirkungen nach abnehmendem

Schweregrad aufgeführt.

Immunsystem

Gelegentlich: Überempfindlichkeit/anaphylaktoide Reaktionen*# (z.B. anaphylaktoider Schock§*,

Kreislaufkollaps§*, Atemstillstand§*, Lungenödem§, Bronchospasmus§, Zyanose§, oropharyngeale

Schwellung§*, Kehlkopfödem§, Hypotonie*, erhöhter Blutdruck§, Brustschmerz§, Urtikaria,

Gesichtsödem, Angioödem§, Konjunktivitis§, Augenlidödem, Flushing, Hyperhidrosis§, Husten§,

Niesen§, brennendes Gefühl§, Blässe§).

Nervensystem

Häufig: Kopfschmerzen (1.5%).

Gelegentlich: Schwindel/Benommenheit, Dysgeusie, Parästhesie.

Selten: Bewusstseinverlust*, Konvulsion, Parosmie.

Herz

Selten: Tachykardie, Palpitationen.

Herzstillstand* wurde beobachtet.

Atmungsorgane

Gelegentlich: Dyspnoe*.

Gastrointestinale Störungen

Häufig: Nausea (1.2%).

Gelegentlich: Erbrechen.

Selten: trockener Mund.

Haut

Gelegentlich: Erythem, Pruritus (inkl. generalisierter Pruritus), Rash (inkl. generalisierter, makulärer,

papulöser und juckender Ausschlag).

Einzelfälle von nephrogener systemischer Fibrose wurden mit Gadovist 1.0 beobachtet, die meisten

davon bei Patienten, die gleichzeitig andere Gadolinium-haltige Kontrastmittel erhalten hatten.

Reaktionen an der Applikationsstelle

Gelegentlich: Reaktionen an der Injektionsstelle°, Hitzegefühl.

Selten: Unwohlsein, Kältegefühl.

§ Überempfindlichkeit/anaphylaktoide Reaktionen, die nur nach Markteinführung beobachtet wurden

(Häufigkeit unbekannt).

* lebensbedrohende Zustände und/oder Todesfälle wurden berichtet.

° Reaktionen an der Injektionsstelle umfassen die folgenden Arten von Reaktionen: Extravasation,

Brennen, Kältegefühl, Wärmegefühl, Erythem oder Rash, Schmerzen, Hämatom.

# keine der unter Überempfindlichkeit/anaphylaktoide Reaktionen aufgeführten unerwünschten

Wirkungen, die während klinischen Studien auftraten, erreichten eine Häufigkeit grösser als «selten»

(ausser Urtikaria).

Überdosierung

Einzeldosen von Gadobutrol in der Höhe von 1,5 mmol Gadobutrol pro kg Körpergewicht wurden

gut vertragen.

Während der klinischen Anwendung sind bisher keine Anzeichen einer Vergiftung als Folge einer

Überdosis beobachtet oder berichtet worden.

Als Vorsichtsmassnahmen werden bei versehentlicher Überdosierung von Gadobutrol ein

Monitoring der Herzfunktion (einschliesslich EKG) sowie eine Kontrolle der Nierenfunktion

empfohlen.

Bei versehentlicher Überdosierung bzw. bei stark eingeschränkter Nierenfunktion kann Gadovist 1.0

durch extrakorporale Dialyse dem Körper entzogen werden (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: V08CA09

Gadovist 1.0 ist ein paramagnetisches Kontrastmittel für die Magnetresonanztomographie (MRT).

Die Kontrastmittelwirkung beruht auf Gadobutrol, einem neutralen (nicht ionischen) Komplex aus

Gadolinium (Gd3+) und dem makrozyklischen Liganden Dihydroxy-hydroxymethylpropyl-tetraaza-

cyclododecan-triessigsäure (Butrol).

Nach Injektion von Gadovist 1.0 lassen sich in Arealen mit durchlässiger oder fehlender Blut-Hirn-

Schranke aufgrund einer veränderten Durchblutung bzw. eines vergrösserten Extrazellulärraums,

z.B. bei Primär- und Sekundärtumoren, entzündlichen Erkrankungen, myelinabbauenden

Erkrankungen über den reinen MRT-Nativscan hinausgehende diagnostische Aussagen machen.

Wenn T1-gewichtete Scanningsequenzen in der Protonen-Magnetresonanztomographie verwendet

werden, führt die durch das Gadolinium-Ion verursachte Verkürzung der Spin-Gitter-Relaxationszeit

der angeregten Atomkerne zu einem Anstieg der Signalintensität und damit zu einer Erhöhung des

Bildkontrastes bei bestimmten Geweben. Bei T2*-gewichteten Gradientenechosequenzen führt die

Induktion lokaler Magnetfeldschwankungen durch das hohe magnetische Moment von Gadolinium

ebenso wie das Vorliegen hoher Konzentrationen (bei Bolusinjektion) jedoch zu einer Abnahme der

Signalstärke.

Gadobutrol führt selbst bei niedriger Konzentration zu einer deutlichen Verkürzung der

Relaxationszeiten. Die aus der Beeinflussung der Spin-Gitter-Relaxationszeit (T1) der Protonen in

Plasma ermittelte paramagnetische Wirksamkeit (Relaxivity r1) bei pH 7, einer Magnetfeldstärke

von 0,47 Tesla und 40 °C beträgt etwa 5,6 l/(mmol

·sec), die aus der Beeinflussung der Spin-Spin-

Relaxationszeit (T2) ermittelte Relaxivity (r2) beträgt rund 6,5 l/(mmol·

sec). Die paramagnetische

Wirksamkeit weist nur eine geringe Abhängigkeit von der Stärke des Magnetfeldes auf.

Der makrozyklische Ligand bildet einen Komplex mit dem paramagnetischen Gadoliniumion mit

einer äusserst hohen in-vivo- und in-vitro-Stabilität. Gadobutrol ist eine sehr gut wasserlösliche,

extrem hydrophile Verbindung mit einem Verteilungskoeffizienten zwischen n-Butanol und Puffer

bei pH 7,6 und Raumtemperatur von etwa 0,006. Die Substanz weist keine inhibitorische

Wechselwirkung mit Enzymen auf. Gadovist 1.0 aktiviert das Komplementsystem (in In-vitro-

Versuchen) erst in Konzentrationsbereichen, die deutlich über den mit den diagnostischen

Dosierungen erreichbaren liegen.

Pharmakokinetik

Absorption:

Gadobutrol verhält sich im Organismus wie andere sehr hydrophile, biologisch inerte, über die

Nieren ausgeschiedene Verbindungen (z.B. Mannitol und Inulin).

Die Pharmakokinetik von Gadovist 1.0 verhält sich dosislinear (Cmax, AUC).

Distribution:

Gadobutrol wird rasch im Extrazellulärraum verteilt. Die Substanz weist keine nennenswerte

Proteinbindung auf.

Es wurde nachgewiesen, dass Gadobutrol bei der Ratte die intakte Blut-Hirn-Schranke nicht und

beim Kaninchen die Plazentaschranke nur in unbedeutendem Ausmass passiert; lediglich 0,01% der

verabreichten Dosis wurde in den Feten nachgewiesen. Ein minimaler Übergang der Substanz in die

Muttermilch (weniger als 0,1% der Dosis) wurde bei Ratten nach oraler Verabreichung beobachtet.

Metabolismus:

Gadobutrol wird nicht metabolisiert.

Elimination:

Gadobutrol wird in unveränderter Form über die Nieren durch glomeruläre Filtration ausgeschieden,

die extrarenale Ausscheidung ist vernachlässigbar gering. Nach 12 Stunden ist Gadovist 1.0 bei

nierengesunden Patienten im Plasma nicht mehr nennenswert nachweisbar.

Gadobutrol wird bei nierengesunden Patienten aus dem Plasma mit einer durchschnittlichen

Halbwertszeit von 1.81 Stunden (1.33-2.13 Stunden) eliminiert. Bei einer Dosis von 0,1 mmol

Gadobutrol pro kg Körpergewicht wurden im Plasma 2 Minuten p.i. 0,59 mmol Gadobutrol pro l und

60 Minuten p.i. 0,3 mmol Gadobutrol pro l gemessen. Innerhalb der ersten 2 Stunden wurden mehr

als 50% und innerhalb von 12 Stunden mehr als 90% der verabreichten Dosis über den Urin

ausgeschieden. Gadobutrol wurde innerhalb von 24 Stunden vollständig ausgeschieden. Weniger als

0,1% der Dosis wurde über die Faeces ausgeschieden.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Patienten 65-jährig und älter

Aufgrund physiologischer Änderungen der Nierenfunktion mit zunehmendem Alter, waren bei

älteren gesunden Freiwilligen (65 Jahre und älter) die systemische Exposition um annähernd 33%

(Männer) resp. 54% (Frauen) und die terminale Halbwertszeit um 33% (Männer) res. 58% (Frauen)

erhöht. Die Plasmaclearance war um ca. 25% reduziert bei den Männern resp. 35% bei den Frauen.

Die applizierte Dosis konnte bei allen Freiwilligen nach 24 Stunden vollständig im Urin

wiedergefunden werden. Hierbei gab es keine Unterschiede zwischen älteren und jüngeren gesunden

Freiwilligen.

Pädiatrische Patienten

Die Pharmakokinetik von Gadobutrol bei Kindern und Jugendlichen <18 Jahre ist derjenigen bei

Erwachsenen ähnlich (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Zwei Phase I/III-Einzeldosisstudien wurde an pädiatrischen Patienten <18 Jahren durchgeführt. Die

Pharmakokinetik wurde von 130 pädiatrischen Patienten im Alter von 2–<18 Jahren und von 43

pädiatrischen Patienten <2 Jahren (inklusive reifer Neugeborener) ausgewertet.

Es wurde gezeigt, dass das Pharmakokinetik-Profil von Gadobutrol bei Kindern jeden Alters ähnlich

dem bei Erwachsenen ist. Dies ist ersichtlich durch ähnliche Werte für die Fläche unter der Kurve

(AUC), auf das Körpergewicht normalisierte Plasma-Clearance (CLtot) und Verteilungsvolumen

(Vss), sowie Eliminationshalbwertszeit und Ausscheidungsrate. Ungefähr 99% (Medianwert) der

Dosis wurde innerhalb von 6 Stunden im Urin wiedergefunden (diese Information wurde aus der

Altersgruppe von 2 bis <18 Jahren abgeleitet).

Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen ist die Serum-Halbwertszeit von Gadobutrol

entsprechend der reduzierten glomerulären Filtration verlängert.

Die durchschnittliche terminale Halbwertszeit war bei Patienten mit leichten bis mässigen Störungen

(80>CLCR>30 ml/min) auf 5.8 Stunden verlängert und bei Patienten mit schweren

Nierenfunktionsstörungen (CLCR<30 ml/min), welche sich nicht einer Dialyse unterzogen, auf 17.6

Stunden verlängert.

Die durchschnittliche Serumclearance war bei Patienten mit leichten bis mässigen Störungen

(80>CLCR>30 ml/min) auf 0.49 ml/min/kg und bei Patienten mit schweren

Nierenfunktionsstörungen (CLCR<30 ml/min), welche sich nicht einer Dialyse unterzogen, auf 0.16

ml/min/kg vermindert.

Bei Patienten mit leichten bis mässigen renalen Störungen wurde innerhalb von 72 Stunden eine

komplette Erholung der Harnwerte beobachtet. Bei Patienten mit schweren

Nierenfunktionsstörungen wurden innerhalb von 5 Tagen ungefähr 80% der verabreichten Dosis im

Harn wieder gefunden. Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion empfiehlt es sich,

Gadovist 1.0 durch extrakorporale Dialyse dem Körper zu entziehen. Bei Patienten, die eine Dialyse

benötigten, war Gadobutrol nach der dritten Dialyse fast vollständig aus dem Serum eliminiert.

Präklinische Daten

Präklinische Untersuchungen zur systemischen Toxikologie, zur Genotoxizität und zum

Kontaktsensibilisierungspotential lassen keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

Systemische Toxizität

Experimentelle systemische Toleranzstudien am Tier mit täglich wiederholter intravenöser

Verabreichung ergaben keine Resultate, die einer einmaligen Gabe an Menschen für diagnostische

Zwecke entgegenstehen würden. Aufgrund der Ergebnisse der akuten Toxizitätsstudien ist das Risiko

einer akuten Vergiftung mit Gadovist 1.0 klein.

Reproduktions- und Entwicklungstoxizität

Repetitive intravenöse Dosierung in Studien zur Reproduktionstoxikologie führten zur Verzögerung

in der embryonalen Entwicklung bei der Ratte und beim Kaninchen und zu einer erhöhten Embryo-

Letalität in Ratten, Affen und Kaninchen nur in Dosen, die 8-16 mal höher (basierend auf der

Körperoberfläche) waren, als die diagnostische Dosis. Es ist nicht bekannt, ob diese Effekte auch

durch eine einmalige Dosis ausgelöst werden können.

Toxizitätsstudien mit einmaliger und wiederholter Gabe an neonatalen und juvenilen Ratten ergaben

keine Befunde, die auf ein spezifisches Risiko fur die Anwendung bei Kindern jeden Alters inklusive

reifer Neugeborener und Säuglingen hinweisen.

Genotoxizität und Kanzerogenität

Genotoxozitätsstudien (Gen-, Chromosomen- und Genom-Mutationstests) mit Gadovist 1.0 in vivo

und in vitro gaben keinen Hinweis auf ein mutagenes Potential.

Da Gadovist 1.0 keine genotoxischen Eigenschaften und keinen toxischen Effekt auf rasch

proliferierende Gewebe aufwies, wurde es nicht als nötig betrachtet, eine Studie zur Tumorigenität

durchzuführen.

Lokale Verträglichkeit und kontaktsensibilisierendes Potential

Experimentelle lokale Toleranzstudien mit Gadovist 1.0 bei einmaliger sowie wiederholter

intravenöser und einmaliger intraarterieller Injektion ergaben keine Anzeichen für unerwünschte

lokale Effekte.

Experimentelle lokale Toleranzstudien mit einmaliger paravenöser, subkutaner sowie

intramuskulärer Injektion von Gadovist 1.0 zeigten, dass leichte lokale Unverträglichkeitsreaktionen

nach unabsichtlich paravenöser Verabreichung auftreten können.

Studien in Bezug auf Kontaktsensibilisierung ergaben keinen Hinweis auf ein

Sensibilisierungspotential.

Kardiovaskuläre Effekte

In präklinischen kardiovaskulären pharmakologischen Sicherheitsstudien zeigte sich in Abhängigkeit

von der eingesetzten Dosis, dass Gadovist 1.0 vorübergehend den Blutdruck und die

Kontraktionskraft des Myokards in geringem Mass erhöhen kann. Diese Effekte wurde beim

Menschen nicht beobachtet.

Effekte auf die kardiale Repolarisation sind am Menschen in klinisch relevanten Dosierungen nicht

beobachtet worden.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Keine bekannt.

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Keine bekannt.

Haltbarkeit

Das Medikament darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 30 °C lagern.

Nach Öffnen der Injektionsflasche bzw. Vorbereiten der Fertigspritze, der vorgefüllten Patrone bleibt

Gadovist 1.0 bei 20-25 °C für 24 Stunden stabil. Danach muss die geöffnete Flasche resp. die

vorbereitete Fertigspritze, die vorgefüllte Patrone entsorgt werden.

Hinweise für die Handhabung

Gadovist 1.0 ist eine klare, farblose bis schwach gelbe Lösung. Es sollte vor der Anwendung visuell

überprüft werden.

Bei starker Verfärbung, Vorhandensein von Partikeln oder defektem Behältnis soll Gadovist 1.0

nicht angewendet werden.

Flaschen

Gadovist 1.0 sollte erst unmittelbar vor Gebrauch in die Spritze aufgezogen werden.

Der Gummistopfen darf nicht mehr als einmal durchstochen werden.

Bei einem Untersuchungsgang nicht verbrauchtes Gadovist 1.0 ist zu verwerfen.

Fertigspritzen

Die Fertigspritze darf erst unmittelbar vor der Injektion aus der Verpackung entnommen und

gebrauchsfertig gemacht werden. Die Spitzenabdeckung ist unmittelbar vor Gebrauch abzunehmen.

Bei einem Untersuchungsgang nicht verbrauchtes Gadovist 1.0 ist zu verwerfen.

Grossbehälter

Bei Anwendung der 100 ml Infusionsflasche (enthält 65 ml) gelten zusätzlich folgende Hinweise:

Das Kontrastmittel darf nur in Verbindung mit einem Injektomaten verwendet werden. Die

Anweisungen des jeweiligen Geräteherstellers sind unbedingt zu beachten (siehe «Besondere

Lagerungshinweise»).

Vorgefüllte Patronen

Die Anwendung von Kontrastmitteln darf nur von qualifiziertem Personal mittels geeigneter

Verfahren und Ausrüstung vorgenommen werden. Bei allen Injektionen von Kontrastmitteln muss

Steriltechnik angewendet werden. Die Anleitungen des Geräteherstellers sind zu beachten. Die in

einem Untersuchungsgang nicht verbrauchte Kontrastmittellösung ist zu verwerfen.

Zulassungsnummer

54423 (Swissmedic).

Packungen

Flaschen zu 2 ml: 1 (B)

Flaschen zu 30 ml: 1 (B)

Infusionsflasche zu 65 ml: 1 (B)

Fertigspritzen zu 5 ml: 1 (B)

Fertigspritzen zu 7,5 ml: 1 (B)

Fertigspritzen zu 10 ml: 1 (B)

Fertigspritzen zu 15 ml: 1 (B)

Vorgefüllte Patronen zu 15 ml (in 65 ml): 1 (B)

Vorgefüllte Patronen zu 30 ml (in 65 ml): 1 (B)

Zulassungsinhaberin

Bayer (Schweiz) AG, Zürich.

Stand der Information

Februar 2017.

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