Furostad

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Furostad 40 mg Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 20 Stück, Laufzeit: 60 Monate,50 Stück, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Furostad 40 mg Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Furosemid
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-22731
  • Berechtigungsdatum:
  • 01-10-1998
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Furostad 40 mg Tabletten

Wirkstoff: Furosemid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Furostad 40 mg und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Furostad 40 mg beachten?

3. Wie ist Furostad einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Furostad 40 mg aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Furostad 40 mg und wofür wird es angewendet?

Der in Furostad 40 mg Tabletten enthaltene Wirkstoff Furosemid wirkt harntreibend.

Furosemid fördert daher die Flüssigkeitsausscheidung aus dem Körper und senkt außerdem

den Blutdruck.

Furostad 40 mg Tabletten werden angewendet bei:

Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge von Herz- oder Lebererkrankungen

Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge Erkrankungen oder Funktionsstörungen

der Nieren (z.B. nach Verbrennungen)

Bluthochdruck leichten bis mittleren Schweregrades.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Furostad 40 mg beachten?

Furostad darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Furosemid, verwandte Wirkstoffe (Sulfonamide) oder einen

der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

bei Nierenversagen mit stark eingeschränkter oder fehlender Harnproduktion

bei Bewusstseinsstörungen, die mit neurologischen Symptomen aufgrund einer

chronischen Leberschädigung im Zusammenhang stehen

bei schwerem Kaliummangel

bei schwerem Natriummangel

bei verminderter Blutmenge oder Mangel an Körperwasser

wenn Sie stillen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Furostad einnehmen, wenn

einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft:

Wenn Sie schon älter sind, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die zu einem Abfall

des Blutdrucks führen können, und wenn Sie andere Erkrankungen haben, die mit dem

Risiko eines Blutdruckabfalls verbunden sind.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Furostad ist erforderlich,

wenn Sie einen sehr niedrigen Blutdruck haben,

bei Zuckerkrankheit; hier ist eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers erforderlich,

wenn Sie an Gicht leiden; dann ist eine regelmäßige Kontrolle der Harnsäure im Blut

erforderlich,

wenn bei Ihnen eine Harnabflussbehinderung besteht (z.B. bei Prostatavergrößerung,

Harnstauungsniere, Harnleiterverengung). Furostad darf in diesem Fall nur angewendet

werden, wenn für freien Harnfluss gesorgt ist, da eine vermehrte Harnbildung zu einer

Überdehnung der Blase führen kann,

bei einem verminderten Eiweißgehalt im Blut (z. B. bei bestimmten Nierenerkrankungen

mit Eiweißverlust, Fettstoffwechselstörung und Wassereinlagerung).

Eine vorsichtige Dosierung ist dann erforderlich,

wenn Sie an Leberzirrhose und gleichzeitiger Einschränkung der Nierenfunktion leiden,

wenn ein starker Blutdruckabfall für Sie schwere Folgen haben könnte (z. B. wenn Sie

Durchblutungsstörungen der Hirngefäße oder der Herzkranzgefäße haben). Ein

unerwünscht starker Blutdruckabfall muss in diesem Fall vermieden werden.

Vor allem

während einer Langzeitbehandlung mit Furostad wird Ihr Arzt in regelmäßigen

Abständen die Kontrolle bestimmter Blutwerte anordnen, z.B. Kalium, Natrium, Kalzium,

Bikarbonat, Kreatinin, Harnstoff, Harnsäure, Blutbild sowie den Blutzucker. Bitte halten Sie

die Kontrollen ein.

Eine enge Überwachung ist besonders wichtig, wenn diese Werte bei Ihnen nicht im

Normbereich liegen, oder wenn es zu stärkeren Flüssigkeitsverlusten kommt (z.B. durch

Erbrechen, Durchfall oder intensives Schwitzen).

Eine verminderte zirkulierende

Blutmenge oder ein Mangel an Körperwasser sowie wesentliche Elektrolytstörungen

oder Störungen im Säure-Basen-Haushalt müssen korrigiert werden. Dies kann die

zeitweilige Einstellung der Behandlung mit Furosemid erfordern.

Die mögliche Entwicklung von Elektrolytstörungen wird durch zugrunde liegende

Erkrankungen (z.B. Leberzirrhose, Herzmuskelschwäche), Begleitmedikation und

Ernährung beeinflusst.

Der durch verstärkte Urinausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust sollte 1 kg/Tag nicht

überschreiten.

Beim nephrotischen Syndrom (eine Nierenerkrankung) muss wegen der Gefahr vermehrt

auftretender Nebenwirkungen die ärztlich vorgegebene Dosierung besonders genau

eingehalten werden.

Gleichzeitige Anwendung mit Risperidon:

In placebokontrollierten Studien mit Risperidon bei älteren Patienten mit Demenz wurde

eine höhere Sterblichkeit bei Patienten beobachtet, die gleichzeitig mit Furosemid und

Risperidon behandelt wurden, im Vergleich zu Patienten, die Risperidon allein oder

Furosemid allein erhalten hatten. Daher ist Vorsicht angezeigt, und Risiken und Nutzen

dieser Kombination oder der gleichzeitigen Behandlung mit anderen stark

harntreibenden Arzneimitteln sind vom Arzt abzuwägen. Es soll vermieden werden, dass

ein Mangel an Körperwasser entsteht.

Kinder und Jugendliche

Eine besonders sorgfältige Überwachung ist erforderlich bei Frühgeborenen, da die

Gefahr der Entwicklung von Nierenverkalkungen oder Nierensteinen besteht;

Überwachungsmaßnahmen: Nierenfunktionskontrolle, Ultraschalluntersuchungen der

Nieren.

Bei Frühgeborenen mit Zuständen, die mit Atemnot einhergehen (Atemnotsyndrom),

kann eine harntreibende Behandlung mit Furostad

in den ersten Lebenswochen das

Risiko erhöhen, dass sich eine Gefäßverbindung, die den Lungenkreislauf vor der

Geburt umgeht, nicht schließt (persistierender Ductus arteriosus Botalli).

Bei zu starker Entwässerung dürfen Sie während der Behandlung mit Furostad bestimmte

Arzneimittel gegen Schmerzen, Schwellungen oder Entzündungen (sogenannte

„nichtsteroidale Antirheumatika“) nicht anwenden, da sie ein akutes Nierenversagen

auslösen können.

Um einem zu starken Verlust von Kalium vorzubeugen, wird eine kaliumreiche Kost

empfohlen, z.B. mageres Fleisch, Kartoffeln, Bananen, Tomaten, Karfiol, Spinat, getrocknete

Früchte.

Wenn Sie Furostad über längere Zeit anwenden, empfiehlt es sich, zusätzlich Vitamin B1

(Thiamin) einzunehmen, um seinen Verlust auszugleichen. Vitamin B1 unterstützt die

Herzleistung.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Furostad

kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen

führen. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Furostad

als Dopingmittel

können nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht

auszuschließen.

Einnahme von Furostad zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen /

anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder

beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen / anzuwenden.

Furostad und andere Arzneimittel können einander in ihrer Wirkung beeinflussen.

Die Wirkung von Furostad wird abgeschwächt durch:

Nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAR) (bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen,

Schwellungen und Entzündungen, z. B. Indometacin oder Acetylsalicylsäure): Sie

können die blutdrucksenkende Wirkung abschwächen.

Bei Patienten mit verminderter Wasser- und Blutmenge können NSAR ein plötzliches

Nierenversagen auslösen.

Phenytoin (Arzneimittel gegen Krampfanfälle).

Sucralfat (Magenmittel): es vermindert die Aufnahme von Furostad aus dem Darm. Bei

gleichzeitiger Anwendung sollten die beiden Arzneimittel in einem zeitlichen Abstand

von mindestens 2 Stunden eingenommen werden.

Aliskiren (Arzneimittel gegen Bluthochdruck).

Furostad verstärkt die Wirkung von:

anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln:

Es kann zu einem stärkeren Blutdruckabfall kommen (unter Umständen bis hin zum

Schock oder einem akuten Nierenversagen). Wenn möglich sollte daher die Furostad-

Behandlung vorübergehend eingestellt oder wenigstens die Dosis für drei Tage reduziert

werden, bevor die Behandlung insbesondere mit einem „ACE-Hemmer“ oder

„Angiotensin-II-Rezeptor- Antagonist“ begonnen wird, oder seine Dosis erhöht wird.

anderen harntreibenden Arzneimitteln: Bei Patienten, die harntreibende Arzneimittel

einnehmen, kann es zu einem stark erniedrigten Blutdruck und einer Verschlechterung

der Nierenfunktion kommen. Bei einer Kombination mit Furosemid kann es zu einem

deutlichen Blutdruckabfall kommen.

bestimmten Narkosemitteln (sog. „Anästhetika“) oder curareartigen Arzneimitteln zur

Muskelentspannung (Muskelrelaxanzien):. Bitte informieren Sie den Narkosearzt über

die Einnahme von Furostad.

bestimmten blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (= „Blutverdünnungsmittel“,

orale Antikoagulanzien): Eine Dosisanpassung dieser Arzneimittel kann dadurch

erforderlich werden.

Probenecid (Gichtmittel), Methotrexat (Rheumamittel und Arzneimittel zur

Unterdrückung der Immunabwehr) und anderen Arzneimitteln, die wie Furosemid über

die Niere ausgeschieden werden: Deren Wirkungen und Nebenwirkungen können durch

Furostad verstärkt werden.

Zugleich kann die Wirkung von Furosemid durch derartige Arzneimittel verringert

werden.

Theophyllin (Asthmamittel)

Elektrolytstörungen:

Abführmittel, sowie Arzneimittel, die als Wirkstoffe Glukokortikoide („Cortison"),

Carbenoxolon, ACTH, Salicylate, Amphotericin B, oder Penicillin G enthalten:

Die gleichzeitige Anwendung mit Furosemid kann zu verstärkten Kaliumverlusten führen.

Wenn sich durch die Behandlung mit Furostad ein Kalium- oder

Magnesiummangelzustand entwickelt, ist die Empfindlichkeit des Herzmuskels

gegenüber bestimmten Herzmitteln (Herzglykoside) erhöht. Es besteht auch ein

erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen (inklusive Torsades de pointes) bei

gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die eine bestimmte EKG-Veränderung

(verlängertes QT-Intervall) verursachen können. Dazu zählt z. B. Terfenadin (gegen

Allergien) und bestimmte Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika

der Klassen I und III).

Nierenschädigung (Nephrotoxozität), Gehörschädigung (Ototoxizität):

Die gehörschädigende Wirkung bestimmter Antibiotika, sog. „Aminoglykosiden“ (z. B.

Kanamycin, Gentamicin, Tobramycin) und anderen ototoxischen Arzneimitteln kann bei

gleichzeitiger Gabe von Furosemid verstärkt werden. Auftretende Hörstörungen können

dauerhaft sein. Die gleichzeitige Anwendung von Aminoglykosiden sollte daher

vermieden werden.

Arzneimittel mit nierenschädigender Nebenwirkung (z. B. Antibiotika wie

Aminoglykoside, Cephalosporine, Polymyxine): Furosemid kann die schädlichen Effekte

verstärken, und zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion führen.

Bei Patienten mit hohem Risiko für eine Nierenschädigung durch

Röntgenkontrastmittel trat unter Behandlung mit Furosemid eine Verschlechterung der

Nierenfunktion nach einer Röntgenkontrastuntersuchung häufiger auf als bei

Risikopatienten, die nur eine intravenöse Flüssigkeitszufuhr vor der

Kontrastuntersuchung erhielten.

Cisplatin (Arzneimittel gegen bösartige Erkrankungen): Bei gleichzeitiger Anwendung

mit Furosemid ist mit der Möglichkeit eines Hörschadens zu rechnen. Wird bei einer

Cisplatinbehandlung eine forcierte Diurese mit Furosemid angestrebt, so darf Furosemid

nur in niedriger Dosis (z. B. 40 mg bei normaler Nierenfunktion) und bei positiver

Flüssigkeitsbilanz eingesetzt werden. Andernfalls kann es zu einer Verstärkung der

nierenschädigenden Wirkung von Cisplatin kommen.

Sonstige Wechselwirkungen:

Blutzuckersenkende Arzneimittel (Antidiabetika) oder blutdrucksteigernde

Arzneimittel (pressorische Amine wie z. B. Epinephrin, Norepinephrin): Ihre Wirkung

kann bei gleichzeitiger Anwendung von Furostad abgeschwächt werden.

Cyclosporin A: die gleichzeitige Verwendung mit Furostad ist mit einem erhöhten Risiko

von Gelenkentzündung durch Gicht (Arthritis urica) verbunden.

Lithium (gegen bestimmte Depressionen): Die gleichzeitige Verwendung mit Furostad

kann zu einer Verstärkung der herz- und nervenschädigenden Nebenwirkungen von

Lithium führen. Der Lithiumspiegel im Blut sollte kontrolliert werden.

Hochdosierte Salizylate (Schmerzmittel): die Nebenwirkungen dieser Arzneimittel am

Zentralnervensystem können durch gleichzeitige Anwendung von Furostad verstärkt

werden.

Risperidon (gegen Schizophrenie): Vorsicht ist erforderlich; vor der Behandlung soll

eine Nutzen-Risiko-Abwägung für die Kombination mit Furosemid oder die gemeinsame

Behandlung mit anderen stark harntreibenden Arzneimitteln durchgeführt werden.

In einzelnen Fällen kann es nach intravenöser Gabe von Furosemid innerhalb von 24

Stunden nach Einnahme von Chloralhydrat zu Hitzegefühl, Schweißausbruch, Unruhe,

Übelkeit und einem Anstieg des Blutdrucks und der Herzfrequenz (Tachykardie)

kommen. Die gleichzeitige Anwendung von Furosemid und Chloralhydrat ist daher zu

vermeiden.

Einnahme von Furostad zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Um einem zu starken Verlust von Kalium vorzubeugen, wird eine kaliumreiche Kost

empfohlen, z.B. mageres Fleisch, Kartoffeln, Bananen, Tomaten, Karfiol, Spinat, getrocknete

Früchte.

Große Mengen Lakritze können in Kombination mit Furostad zu verstärkten Kaliumverlusten

führen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses

Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Da Furosemid über den Mutterkuchen in den Kreislauf des ungeborenen Kindes übergeht,

dürfen Sie Furostad in der Schwangerschaft nur dann kurzfristig anwenden, wenn es Ihr Arzt

für zwingend erforderlich hält.

Falls Furosemid bei Herz- oder Nierenfunktionsstörung der Schwangeren angewendet

werden muss, wird ihr Arzt das Blutbild (Elektrolyte und Hämatokrit) sowie das Wachstum

des ungeborenen Kindes genau überwachen.

Furosemid wird in die Muttermilch ausgeschieden und hemmt die Produktion der

Muttermilch. Sie dürfen daher Furostad nicht einnehmen, wenn Sie stillen. Gegebenenfalls

müssen Sie abstillen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

!

Achtung: dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Furostad kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit

verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von

Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem

Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Furostad enthält Lactose

Eine Furostad 40 mg Tablette enthält 63,10 mg Milchzucker (Lactose -Monohydrat). Bitte

nehmen Sie Furostad 40 mg Tabletten erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn

Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3. Wie ist Furostad einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ändern Sie auf keinen Fall von sich aus die verschriebene Dosierung.

Falls von Ihrem Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für Erwachsene und ältere

Patienten:

Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge von Herz-, Leber- oder

Nierenerkrankungen:

1 Tablette Furostad 40 mg täglich.

Falls erforderlich, kann der Arzt diese Dosis entsprechend steigern. Zur schonenden

Entwässerung können Furostad 40 mg Tabletten auch jeden 2. Tag oder jede Woche an

2–4 aufeinander folgenden Tagen eingenommen werden. Der Arzt wird die für Sie

geeignete Dosierung festlegen.

Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme) infolge Verbrennungen

Die Tages- und/oder Einzeldosis kann zwischen 1 und 2½ Tabletten (entsprechend 40-

100 mg Furosemid) liegen, in Ausnahmefällen bei eingeschränkter Nierenfunktion bis zu

6 Tabletten (entsprechend 240 mg Furosemid) betragen. Ein Flüssigkeitsmangel in den

Gefäßen muss vor der Anwendung von Furostad

ausgeglichen werden.

Bluthochdruck (arterielle Hypertonie):

In der Regel 1-mal täglich 1 Tablette Furostad (entsprechend 40 mg Furosemid) allein

oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln (siehe Abschnitt 4.4).

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren:

Kinder erhalten eine Körpergewichts-bezogene Dosierung. (1-2 mg pro Kilo Körpergewicht),

maximal 1 Furostad 40 mg-Tablette täglich. Gegebenenfalls muss auf andere

Verabreichungsarten zurückgegriffen werden (über die Vene).

Art der Anwendung:

Zum Einnehmen.

Die Tabletten werden morgens vor dem Frühstück, bzw. vor den Mahlzeiten unzerkaut mit

ausreichend Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) eingenommen.

Wenn Sie eine größere Menge von Furostad eingenommen haben, als Sie sollten

Bei Überdosierung ist sofort ein Arzt zu benachrichtigen. Dieser kann entsprechend der

Schwere der Überdosierung über die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen

entscheiden.

Die Anzeichen einer akuten oder chronischen Überdosierung sind vom Ausmaß des Salz-

und Flüssigkeitsverlustes abhängig.

Eine Überdosierung kann zu vermindertem Blutdruck und Kreislaufstörungen,

Elektrolytstörungen (erniedrigte Kalium-, Natrium- und Chloridspiegel) oder Anstieg des pH –

Wertes im Blut führen.

Bei stärkeren Flüssigkeitsverlusten kann es zur „Entwässerung" und als Folge einer

verminderten zirkulierenden Blutmenge zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung mit

Thromboseneigung kommen.

Bei raschen Wasser- und Elektrolytverlusten können Verwirrtheitszustände auftreten.

Wenn Sie die Einnahme von Furostad vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben. Setzen Sie stattdessen die Behandlung wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Furostad abbrechen

Hören Sie auch bei scheinbarer Besserung Ihres Zustandes nicht vorzeitig mit der

Anwendung des Arzneimittels auf, da es ansonsten wieder zu einer Verschlechterung Ihrer

Krankheit kommen kann.

Die Dauer der Behandlung wird durch den Arzt festgelegt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Störungen im Elektrolythaushalt (einschließlich symptomatischer), verminderte

Blutmenge und Austrocknung (v. a. bei älteren Patienten), Anstieg von Kreatinin im

Blut, Anstieg von Blutfetten (Triglyzeride). Die mögliche Entwicklung von

Elektrolytstörungen wird durch bereits bestehende Erkrankungen (z. B. Leberzirrhose,

Herzmuskelschwäche), andere Arzneimittel und die Ernährung beeinflusst.

Blutdruckabfall und Kreislaufstörungen.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen :

Bluteindickung, kann – insbesondere bei älteren Patienten – eine erhöhte Neigung zu

Thrombosen zur Folge haben.

Niedriger Gehalt an Natrium (Hyponatriämie, kann zu Teilnahmslosigkeit,

Wadenkrämpfen, Appetitlosigkeit, Schwächegefühl, Schläfrigkeit, Erbrechen und

Verwirrtheitszuständen führen), Chlor, Kalium (Hypokaliämie, kann zu

Muskelschwäche, Lähmungserscheinungen, Missempfindungen (z.B. Kribbeln,

Brennen oder Taubheitsgefühl), Erbrechen, Verstopfung, Blähungen, erhöhter

Urinausscheidung, gesteigerten Durst, Reizbildungs- und Reizleitungsstörungen des

Herzens führen. Schwere Kaliumverluste können zu einem lähmenden

Darmverschluss oder zu Bewusstseinsstörungen bis zum Koma führen) im Blut;

Anstieg von Cholesterol im Blut; erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut (kann zu

Gichtanfällen führen).

Durch chronische Lebererkrankungen kann es zu neurologischen Beschwerden

kommen (z. B. Unruhe, Vergesslichkeit, Zittern, Lethargie, Desorientiertheit,

Schläfrigkeit).

Erhöhtes Harnvolumen. Bei sehr starker Harnausscheidung kann es zur

„Entwässerung“ und als Folge zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung kommen.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Starke Verminderung der Blutplättchen, wodurch erhöhtes Risiko einer Blutung und

Neigung zu Blutergüssen besteht.

Der Blutzuckerspiegel kann unter Behandlung mit Furosemid ansteigen. Das kann bei

Patienten mit bereits bestehender Zuckerkrankheit zu einer Verschlechterung der

Stoffwechsellage führen. Eine bisher nicht bekannte Zuckerkrankheit kann in

Erscheinung treten.

Sehstörungen, zum Teil auch Verstärkung einer bestehenden Kurzsichtigkeit.

Meist vorübergehende Hörstörungen. Besonders empfindlich dafür dürften Patienten

mit einer Nierenschädigung sein.

Taubheit, manchmal irreversibel.

Übelkeit.

Juckreiz, Haut- und Schleimhautreaktionen mit Rötung, Blasen- oder Schuppenbildung

(Dermatitis bullosa, Pemphigoid bzw. Exanthem, Purpura, Erythema multiforme,

Dermatitis exfoliativa); erhöhte Lichtempfindlichkeit.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie), Verringerung aller

weißen Blutkörperchen.

Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen wie ein Kreislaufkollaps (anaphylaktischer

Schock). Erste Anzeichen für einen Schock sind u. a. Hautreaktionen, wie heftige

Hautrötung oder Nesselsucht, Schweißausbruch und bläuliche Verfärbung der Haut,

weiters Unruhe, Übelkeit, Kopfschmerz, Atemnot.

Kribbeln oder taubes Gefühl in den Gliedmaßen. Nach sehr hoher Dosierung wurden

Verwirrtheit und Teilnahmslosigkeit beobachtet.

Plötzlich oder ständig auftretende Ohrengeräusche, Ohrensausen.

Entzündung der Blutgefäße, oft in Verbindung mit Hautausschlägen.

Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Erbrechen, Durchfall).

Nierenentzündung.

Fieberhafte Zustände.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Blutarmut, durch Zerfall der roten Blutkörperchen, kann zu blasser Gesichtsfarbe,

Schwäche und Kurzatmigkeit führen; starke Verminderung bestimmter weißer

Blutkörperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinsymptomen (aplastische

Anämie, Agranulozytose).

Entzündung der Bauchspeicheldrüse, welche zu starken Schmerzen im Bauch-

/Unterleibsbereich und Rücken führt.

Stau der Gallenflüssigkeit und Erhöhung bestimmter Leberwerte (Transaminasen).

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Verminderte Konzentration im Blut von Kalzium und Magnesium; Harnstoffanstieg im

Blut. Als Folge der Elektrolyt- und Flüssigkeitsverluste kann sich eine

stoffwechselbedingte Störung im Säure-Basen-Haushalt (metabolische Alkalose)

entwickeln bzw. eine bereits bestehende Alkalose verschlechtern.

Nierenstörung (sog. Pseudo-Bartter-Syndrom) im Zusammenhang mit Missbrauch

und/oder Langzeitbehandlung mit Furosemid.

Thrombose; Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerz, Schwindel, Sehstörungen,

Mundtrockenheit, Durst.

Schwere Hauterkrankung mit Störung des Allgemeinbefindens, schmerzhafte

Blasenbildung der Haut, besonders im Mund-, Augen- und Genitalbereich; schwere

Erkrankung der Haut und Schleimhaut mit ausgedehnter Blasenbildung und Rötung.

Entzündliche Veränderung der Haut mit Pustelbildung (AGEP).

Arzneimittelausschlag mit Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen im Blut und

mit Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens (DRESS).

akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP) (akutes febriles

Arzneimittelexanthem)Schwindel, Ohnmacht und Bewusstlosigkeit (verursacht durch

symptomatische Hypotonie).

Eine Harnabflussbehinderung (z. B. bei Prostatavergrößerung, Harnstauungsniere,

Harnleiterverengung) kann auftreten bzw. verschlechtert werden. Es kann zur

Harnsperre (Harnverhaltung) mit darauf folgenden Komplikationen kommen. Natrium-

und Chloridkonzentration im Harn erhöht.

Bei Frühgeborenen kann es zur Verkalkung des Nierengewebes und

Nierensteinbildung kommen.

Nierenversagen.

Bei Frühgeborenen mit Atemnotsyndrom kann eine Behandlung mit Furosemid in den

ersten Lebenswochen das Risiko für einen bestimmten Herzfehler erhöhen (eine

offene Verbindung zwischen der Aorta und der Lungenarterie bleibt länger bestehen

als unter normalen Bedingungen; ein sogenannter „persistierender Ductus arteriosus

Botalli“). Knochenschädigungen bei Neugeborenen.

Autoimmunreaktion, die zu entzündlichen Veränderungen in allen Organen führen

kann, häufig sind Gelenksschmerzen, Hautveränderungen und Nierenprobleme (sog.

systemischer Lupus erythematodes)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Furostad aufzubewahren?

Nicht über 25°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den

letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Furostad 40 mg enthält:

Der Wirkstoff ist: Furosemid. Eine Tablette enthält 40 mg Furosemid.

Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, hochdisperses Siliciumdioxid,

Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, Polyvidon, Crospovidon, gefälltes Siliciumdioxid,

Talkum, Glycerol (mono, di, tri) alkanoat (C14 - C18), Maisstärke (prägelatiniert).

Wie Furostad 40 mg aussieht und Inhalt der Packung

Furostad 40 mg Tabletten sind weiß, rund, mit einer Kreuzbruchrille auf einer Seite.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Es sind Packungen zu 20 oder 50 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

STADA Arzneimittel GmbH, 1190 Wien

Z.Nr.: 1-22731

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Februar 2016.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Ein freier Harnfluss muss sichergestellt sein.

Die hochdosierte Anwendung von Furostad bei Nierenschäden, die durch nierenschädigende

bzw. leberschädigende Stoffe verursacht wurden, sowie bei schwerem Leberschaden darf

nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.

Liegt beim Patienten ein ausgeprägter Natriummangel vor, kann die Filtrationsrate der Niere

vermindert und die harntreibende Wirkung bestimmter Arzneimittel (sogenannte „Saluretika“)

beeinträchtigt werden. Durch Ausgleich des Natriummangels kann die Wirkung der Furostad-

Behandlung gefördert werden.

Gemeinsame Anwendung mit Risperidon:

In plazebokontrollierten Studien mit Risperidon an älteren Patienten mit Demenz wurde eine

höhere Mortalitätsinzidenz bei Patienten beobachtet, die mit Furosemid und Risperidon

behandelt wurden (7,3 %: mittleres Alter 89 Jahre; range: 75–97 Jahre), im Vergleich zu

Patienten, die ausschließlich Risperidon (3,1 %: mittleres Alter 84 Jahre; range: 70–96

Jahre) oder Furosemid (4,1 %: mittleres Alter 80 Jahre; range: 67–90 Jahre) erhielten. Eine

Anwendung von Risperidon zusammen mit anderen Diuretika (v. a. Thiaziddiuretika in

niedriger Dosierung) war nicht mit vergleichbaren Ergebnissen assoziiert. Ein

pathophysiologischer Mechanismus zur Erklärung dieser Befunde wurde nicht identifiziert.

Vor der Anwendung soll eine Nutzen-Risiko-Abwägung für diese Kombination oder eine

gemeinsame Behandlung mit anderen stark wirksamen Diuretika erfolgen. Eine erhöhte

Mortalitätsinzidenz bei Patienten, die andere Diuretika in Kombination mit Risperidon

anwendeten, wurde nicht festgestellt. Unabhängig von der Behandlung war Dehydratation

ein allgemeiner Risikofaktor für Mortalität und muss daher bei älteren dementen Patienten

vermieden werden.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Manche Elektrolytstörungen (z. B. Hypokaliämie, Hypomagnesiämie) können die Toxizität

bestimmter Wirkstoffe (z. B. Digitalispräparate und Substanzen, die eine Verlängerung des

QTIntervalls hervorrufen können) verstärken.

Überdosierung

Bei Überdosierung oder Anzeichen einer Hypovolämie (Hypotonie, orthostatische

Regulationsstörungen) muss die Behandlung mit Furosemid sofort abgesetzt werden.

Bei nur kurzer Zeit zurückliegender oraler Aufnahme empfehlen sich Maßnahmen der

primären Giftelimination (induziertes Erbrechen, Magenspülung) und resorptionsmindernde

Maßnahmen (medizinische Kohle).

In schwereren Fällen müssen die vitalen Parameter überwacht sowie wiederholt Kontrollen

des Wasser- und Elektrolyt-Haushalts, des Säure-Basen-Haushalts, des Blutzuckers und der

harnpflichtigen Substanzen durchgeführt und Abweichungen gegebenenfalls korrigiert

werden.

Bei Patienten mit Miktionsstörungen (z.B. bei Patienten mit Prostatahypertrophie) muss für

freien Harnabfluss gesorgt werden, da eine plötzlich einsetzende Harnflut zu einer

Harnsperre mit Überdehnung der Blase führen kann.

Therapie bei Hypovolämie: Volumensubstitution

Therapie bei Hypokaliämie: Kaliumsubstitution

Therapie bei Kreislaufkollaps: Schocklagerung, falls nötig Schocktherapie

Sofortmaßnahmen bei anaphylaktischem Schock:

Bei den ersten Anzeichen (z.B. kutane Reaktionen wie Urtikaria oder Flush, Unruhe,

Kopfschmerz, Schweißausbruch, Übelkeit, Zyanose):

venösen Zugang schaffen

neben anderen gebräuchlichen Notfallmaßnahmen Kopf-Oberkörper-Tieflage, Atemwege

freihalten, Applikation von Sauerstoff!

falls nötig, sind weitere, ggf. auch intensivmedizinische Maßnahmen (u.a. Gabe von

Epinephrin, Volumenersatzmittel, Glukokortikoid) einzuleiten.

7-9-2018

SCA Pharmaceuticals LLC. Issues Voluntary Nationwide Recall of Furosemide 100 mg in 0.9% Sodium Chloride due to Presence of Precipitate

SCA Pharmaceuticals LLC. Issues Voluntary Nationwide Recall of Furosemide 100 mg in 0.9% Sodium Chloride due to Presence of Precipitate

, SCA Pharmaceuticals LLC (“SCA Pharma”) is voluntarily recalling 7 lots of the injectable product Furosemide 100 mg in 0.9% Sodium Chloride 100 mg bag to the consumer level. This product is being recalled for visible particulate matter believed to be furosemide precipitate.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

24-7-2018

Furosemid Heumann, Tabletten

Rote - Liste