Furosemid Genericon

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Furosemid Genericon 40 mg Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 20 Stück, Laufzeit: 60 Monate,50 Stück, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Furosemid Genericon 40 mg Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Furosemid
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-18995
  • Berechtigungsdatum:
  • 15-06-1990
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR PATIENTEN

Furosemid Genericon 40 mg Tabletten

Wirkstoff: Furosemid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Furosemid Genericon und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Furosemid Genericon beachten?

Wie ist Furosemid Genericon einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Furosemid Genericon aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST FUROSEMID GENERICON UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Der in Furosemid Genericon enthaltene Wirkstoff Furosemid wirkt harntreibend. Furosemid fördert

daher die Flüssigkeitsausscheidung aus dem Körper und senkt außerdem den Blutdruck.

Furosemid Genericon wird angewendet bei:

Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge von Herz- oder Lebererkrankungen,

Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge Erkrankungen oder Funktionsstörungen der

Nieren,

Bluthochdruck leichten bis mittleren Schweregrades.

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON FUROSEMID GENERICON

BEACHTEN?

Furosemid Genericon darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Furosemid, verwandte Wirkstoffe (Sulfonamide) oder einen der in

Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

bei Nierenversagen mit stark eingeschränkter oder fehlender Harnproduktion.

bei Bewusstseinsstörungen, die mit neurologischen Symptomen aufgrund einer chronischen

Leberschädigung in Zusammenhang stehen.

bei schwerem Kaliummangel.

bei schwerem Natriummangel.

bei verminderter Blutmenge oder Mangel an Körperwasser.

wenn Sie stillen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Furosemid Genericon einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Furosemid Genericon ist erforderlich,

wenn Sie einen sehr niedrigen Blutdruck haben.

wenn Sie schon älter sind, wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die zu einem Abfall des Blutdrucks

führen können, und wenn Sie andere Erkrankungen haben, die mit dem Risiko für einen

Blutdruckabfall verbunden sind.

bei Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus); hier ist eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers

erforderlich.

wenn Sie an Gicht leiden; dann ist eine regelmäßige Kontrolle der Harnsäure im Blut erforderlich.

wenn bei Ihnen eine Behinderung des Harnabflusses besteht (z.B. bei Prostatavergrößerung,

Harnstauungsniere, Harnleiterverengung). Furosemid Genericon darf in diesem Fall nur

eingenommen werden, wenn für freien Harnfluss gesorgt ist, da eine vermehrte Harnbildung zu

einer Überdehnung der Blase führen kann.

bei einem verminderten Eiweißgehalt im Blut (z.B. bei Nierenerkrankungen mit Eiweißverlust,

Fettstoffwechselstörung und Wassereinlagerung); eine vorsichtige Dosierung ist dann erforderlich.

wenn Sie an Leberzirrhose und gleichzeitiger Einschränkung der Nierenfunktion leiden.

wenn ein starker Blutdruckabfall für Sie schwere Folgen haben könnte (z.B. wenn Sie

Durchblutungsstörungen der Hirngefäße oder der Herzkranzgefäße haben). Ein unerwünscht

starker Blutdruckabfall muss in diesem Fall vermieden werden.

bei Frühgeborenen (Gefahr der Verkalkung des Nierengewebes und Nierensteinbildung); eine

Funktionskontrolle der Nieren und eine Nierensonographie ist erforderlich.

bei Frühgeborenen mit Atemnotsyndrom kann eine Behandlung mit Furosemid in den ersten

Lebenswochen das Risiko für einen bestimmten Herzfehler erhöhen (eine offene Verbindung

zwischen der Aorta und der Lungenarterie bleibt länger bestehen als unter normalen Bedingungen;

ein sog. persistierender Ductus arteriosus Botalli).

Elektrolytmangelzustände müssen vor Behandlungsbeginn behoben werden.

Während einer Behandlung mit Furosemid Genericon wird der Arzt in regelmäßigen Abständen die

Kontrolle des Blutbildes anordnen (inkl. Kalium, Natrium, Kalzium, Bikarbonat, Kreatinin, Harnstoff,

Harnsäure sowie Blutzucker). Bitte halten Sie die Kontrollen ein.

Eine enge Überwachung ist besonders wichtig, wenn es bei Ihnen leicht zu Elektrolytstörungen

kommen kann, oder wenn es zu stärkeren Flüssigkeitsverlusten kommt (z.B. durch Erbrechen,

Durchfall oder intensives Schwitzen). Unter Umständen muss die Behandlung mit Furosemid

Genericon solange unterbrochen werden, bis die entsprechenden Blut- und Elektrolytwerte oder Ihr

Säure-Basen-Haushalt wieder korrigiert sind.

Der durch verstärkte Urinausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust soll 1 kg/Tag nicht

überschreiten.

Bei zu starker Entwässerung dürfen Sie während der Behandlung mit Furosemid Genericon bestimmte

Arzneimittel gegen Schmerzen, Schwellungen oder Entzündungen (sogenannte „nicht-steroidale

Antirheumatika“) nicht anwenden, da sie ein akutes Nierenversagen auslösen können.

Wenn Sie Furosemid Genericon über längere Zeit anwenden, empfiehlt es sich, zusätzlich Vitamin B1

(Thiamin) einzunehmen, um seinen Verlust auszugleichen. Vitamin B1 unterstützt die Herzleistung.

Doping-Test:

Die Anwendung des Arzneimittels Furosemid Genericon kann bei Dopingkontrollen zu positiven

Ergebnissen führen.

Einnahme von Furosemid Genericon zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich eingenommen/angewendet haben, oder beabsichtigen, andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Furosemid Genericon und andere Arzneimittel können einander in ihrer Wirkung beeinflussen.

Die Wirkung von Furosemid Genericon wird abgeschwächt durch:

nicht-steroidale Antiphlogistika (NSAR) (bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen,

Schwellungen und Entzündungen): Sie können die blutdrucksenkende Wirkung von Furosemid

Genericon abschwächen. Bei Patienten mit verminderter Wasser- und Blutmenge können NSARs

ein plötzliches Nierenversagen auslösen. Furosemid kann die schädigende Wirkung von

Salizylaten verstärken.

Phenytoin (Arzneimittel gegen Krampfanfälle).

Sucralfat (Arzneimittel gegen Magengeschwüre): Es vermindert die Aufnahme von Furosemid

aus dem Darm. Bei gleichzeitiger Anwendung müssen die beiden Arzneimittel in einem zeitlichen

Abstand von mindestens 2 Stunden angewendet werden.

Aliskiren (Arzneimittel gegen Bluthochdruck).

Furosemid Genericon verstärkt die Wirkung von:

anderen blutdrucksenkenden harntreibenden Arzneimitteln: Es kann zu einem stärkeren

Blutdruckabfall kommen (unter Umständen bis hin zum Schock, einer Verschlechterung der

Nierenfunktion oder einem akuten Nierenversagen). Wenn möglich, sollte daher die Behandlung

mit Furosemid Genericon vorübergehend eingestellt werden oder wenigstens die Dosis für drei

Tage reduziert werden, bevor die Behandlung insbesondere mit einem „ACE-Hemmer“ oder

„Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten“ begonnen wird bzw. seine Dosis erhöht wird.

anderen harntreibenden Arzneimitteln: Bei Patienten, die harntreibende Arzneimittel

einnehmen, kann es zu einem stark erniedrigten Blutdruck und einer Verschlechterung der

Nierenfunktion kommen. Bei einer Kombination mit Furosemid Genericon kann es zu einem

deutlichen Blutdruckabfall kommen.

bestimmten Narkosemitteln (sog. „Anästhetika“) und curareartige Muskelrelaxanzien (zur

Muskelentspannung während der Narkose), deren Wirkung durch Furosemid Genericon verstärkt

wird. Bitte informieren Sie den Narkosearzt über die Einnahme von Furosemid Genericon.

bestimmten blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln („Blutverdünnungsmittel“, orale

Antikoagulantien): Eine Dosisanpassung dieser Arzneimittel kann dadurch erforderlich werden.

Probenecid (Gichtmittel), Methotrexat (Rheumamittel und Mittel zur Unterdrückung der

Immunabwehr) und anderen Arzneimitteln, die wie Furosemid über die Niere ausgeschieden

werden: Deren Wirkungen und Nebenwirkungen können durch Furosemid verstärkt werden.

Zugleich kann die Wirkung von Furosemid durch derartige Arzneimittel verringert werden.

Theophyllin (Asthmamittel).

Elektrolytstörungen:

Abführmittel, sowie Arzneimittel, die als Wirkstoffe Glukokortikoide („Cortison"),

Carbenoxolon, ACTH, Salicylate, Amphotericin B, oder Penicillin G enthalten: Die

gleichzeitige Anwendung mit Furosemid kann zu verstärkten Kaliumverlusten führen (Risiko

starker Kaliumverluste).

Wenn sich durch die Behandlung mit Furosemid Genericon ein Kalium- oder Magnesiummangel

entwickelt, ist die Empfindlichkeit des Herzmuskels gegenüber bestimmten Herzmitteln

(Herzglykoside) erhöht. Es besteht auch ein erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen

(inklusive „Torsades de pointes“), wenn bei einer Elektrolytstörung gleichzeitig Arzneimittel

angewendet werden, die eine bestimmte EKG-Veränderung (verlängertes QT-Intervall)

verursachen können. Dazu zählt z.B. Terfenadin (gegen Allergien) und bestimmte Medikamente

gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika der Klassen I und III).

Nierenschädigung (Nephrotoxozität), Gehörschädigung (Ototoxizität):

Die gehörschädigende Wirkung bestimmter Antibiotika, sog. „Aminoglykoside“ (z.B.

Kanamycin, Gentamicin, Tobramycin) und anderer ototoxischer Arzneimittel kann bei

gleichzeitiger Gabe von Furosemid Genericon verstärkt werden. Auftretende Hörstörungen

können dauerhaft sein. Die gleichzeitige Anwendung von Aminoglykosiden darf nur nach

zwingenden medizinischen Gründen erfolgen.

Arzneimittel mit nierenschädigender Nebenwirkung (z.B. Antibiotika wie Aminoglykoside,

Cephalosporine, Polymyxine): Furosemid kann die schädlichen Effekte verstärken, und zu einer

Verschlechterung der Nierenfunktion führen.

Cisplatin (Mittel gegen bösartige Erkrankungen): Bei gleichzeitiger Anwendung mit Furosemid

ist mit der Möglichkeit eines Hörschadens zu rechnen. Wird bei einer Cisplatinbehandlung eine

forcierte Diurese mit Furosemid angestrebt, so darf Furosemid nur in niedriger Dosis (z.B. 40 mg

bei normaler Nierenfunktion) und bei positiver Flüssigkeitsbilanz eingesetzt werden. Andernfalls

kann es zu einer Verstärkung der nierenschädigenden Wirkung von Cisplatin kommen.

Sonstige Wechselwirkungen:

Blutzuckersenkende und blutdrucksteigernde Arzneimittel (pressorische Amine wie z.B.

Epinephrin, Norepinephrin): Ihre Wirkung kann bei gleichzeitiger Anwendung von Furosemid

Genericon abgeschwächt werden.

Cyclosporin A: Die gleichzeitige Verwendung mit Furosemid Genericon ist mit einem erhöhten

Risiko von Gelenkentzündung durch Gicht (Arthritis urica) verbunden.

Lithium (gegen bestimmte Depressionen): Die gleichzeitige Verwendung mit Furosemid

Genericon kann zu einer Verstärkung der herz- und nervenschädigenden Nebenwirkungen von

Lithium führen. Der Lithiumspiegel im Blut sollte kontrolliert werden.

Hochdosierte Salizylate (Schmerzmittel): Die Nebenwirkungen dieser Arzneimittel am

Zentralnervensystem können durch gleichzeitige Anwendung von Furosemid Genericon verstärkt

werden.

Risperidon: Vorsicht ist erforderlich; vor der Behandlung soll eine Nutzen-Risiko-Abwägung für

die Kombination mit Furosemid oder die gemeinsame Behandlung mit anderen stark

harntreibenden Arzneimitteln erfolgen.

Levothyroxin: Hohe Dosen von Furosemid können zu einer allgemeinen Reaktion des

Schilddrüsenhormonspiegels führen, daher ist der Schilddrüsenhormonspiegel zu überwachen.

Einnahme von Furosemid Genericon zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Um einem starken Verlust von Kalium vorzubeugen, wird eine kaliumreiche Kost empfohlen, z.B.

mageres Fleisch, Kartoffeln, Bananen, Tomaten, Karfiol, Spinat, getrocknete Früchte.

Große Mengen Lakritze können in Kombination mit Furosemid Genericon zu verstärkten

Kaliumverlusten führen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt

oder Apotheker um Rat.

Da Furosemid über den Mutterkuchen in den Kreislauf des ungeborenen Kindes übergeht, dürfen Sie

Furosemid Genericon in der Schwangerschaft nur dann kurzfristig einnehmen, wenn es Ihr Arzt für

zwingend erforderlich hält. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie schwanger sind oder eine

Schwangerschaft planen.

Falls Furosemid bei Herz- oder Nierenfunktionsstörung der Schwangeren eingenommen werden muss,

wird Ihr Arzt das Blutbild (Elektrolyte und Hämatokrit) sowie das Wachstum des ungeborenen Kindes

genau überwachen.

Furosemid wird in die Muttermilch ausgeschieden und hemmt die Produktion der Muttermilch. Sie

dürfen daher Furosemid Genericon nicht einnehmen, wenn Sie stillen. Gegebenenfalls müssen Sie

abstillen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung sowie im Zusammenwirken mit

Alkohol.

!

Furosemid Genericon enthält Lactose.

Bitte nehmen Sie Furosemid Genericon erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen

bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

WIE IST FUROSEMID GENERICON EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ändern Sie auf keinen Fall von sich aus die verschriebene Dosierung.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für Erwachsene und ältere Patienten:

Bei Behandlung von Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge von Herz-, Leber- oder

Nierenerkrankungen:

1 Furosemid Genericon 40 mg Tablette täglich.

Falls erforderlich, kann der Arzt diese Dosis entsprechend steigern. Zur schonenden Entwässerung

kann Furosemid Genericon auch jeden 2. Tag oder jede Woche an 2-4 aufeinander folgenden Tagen

eingenommen werden. Der Arzt wird die für Sie geeignete Dosierung festlegen.

Bei Behandlung von Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe nach Verbrennungen:

1 bis 2 ½ Furosemid Genericon 40 mg Tabletten täglich, in Ausnahmefällen bis zu 6 Furosemid

Genericon 40 mg Tabletten täglich. Der Arzt wird die für Sie geeignete Dosierung festlegen.

Bei Behandlung von Bluthochdruck leichten bis mittleren Schweregrades:

1 Furosemid Genericon 40 mg Tablette täglich, allein oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln.

Sollte zusätzlich die Einnahme eines sogenannten „ACE-Hemmers“ erforderlich sein, sollte

Furosemid Genericon 2-3 Tage vor der Gabe dieses ACE-Hemmers vom Arzt abgesetzt werden. Sollte

dies nicht möglich sein, sollte der Arzt die Dosis von Furosemid Genericon zumindest reduzieren.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren:

Kinder erhalten eine Körpergewichts-bezogene Dosierung (1 - 2 mg pro Kilo Körpergewicht),

maximal 1 Furosemid Genericon 40 mg Tablette täglich. Gegebenenfalls muss auf andere

Verabreichungsarten zurückgegriffen werden (über die Vene).

Art der Anwendung

Die Tabletten werden morgens vor dem Frühstück bzw. vor den Mahlzeiten unzerkaut mit ausreichend

Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) eingenommen.

Wenn Sie eine größere Menge Furosemid Genericon eingenommen haben, als Sie sollten

Bei Überdosierung ist sofort ein Arzt zu benachrichtigen. Dieser kann entsprechend der Schwere der

Überdosierung über die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden.

Anzeichen einer Überdosierung:

Die Anzeichen einer akuten oder chronischen Überdosierung sind vom Ausmaß des Salz- und

Flüssigkeitsverlustes abhängig.

Eine Überdosierung kann zu vermindertem Blutdruck und Kreislaufstörungen, Elektrolytstörungen

(z.B. erniedrigter Kalium-, Natrium- und Chloridspiegel) oder Anstieg des pH-Wertes im Blut führen.

Bei stärkeren Flüssigkeitsverlusten kann es zur „Entwässerung“ und als Folge einer verminderten

zirkulierenden Blutmenge zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung mit Thromboseneigung

kommen.

Bei raschen Wasser- und Elektrolytverlusten können Verwirrtheitszustände auftreten.

Hinweis für den Arzt:

Maßnahmen bei Überdosierung sind am Ende dieser Gebrauchsinformation angeführt.

Wenn Sie die Einnahme von Furosemid Genericon vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen

Sie stattdessen die Behandlung wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Furosemid Genericon abbrechen

Die Dauer der Behandlung wird durch den Arzt festgelegt.

Hören Sie auch bei scheinbarer Besserung Ihres Zustandes nicht vorzeitig mit der Einnahme dieses

Arzneimittels auf, da es ansonsten wieder zu einer Verschlechterung Ihrer Krankheit kommen kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Mögliche Nebenwirkungen sind:

Sehr häufig (tritt bei mehr als 1 von 10 Patienten auf)

Störungen im Elektrolythaushalt (einschließlich symptomatisch), verminderte Blutmenge und

Austrocknung (v.a. bei älteren Patienten), Anstieg von Kreatinin im Blut, Anstieg von Blutfetten

(Triglyzeride). Die mögliche Entwicklung von Elektrolytstörungen wird durch bereits bestehende

Erkrankungen (z.B. Leberzirrhose, Herzmuskelschwäche), andere Medikamente und die

Ernährung beeinflusst.

Blutdruckabfall und Kreislaufstörungen

Häufig (tritt bei 1 bis 10 von 100 Patienten auf)

Bluteindickung, kann – insbesondere bei älteren Patienten – eine erhöhte Neigung zu

Thrombosen zur Folge haben

niedriger Gehalt an Natrium (Hyponatriämie, kann zu Müdigkeit, Verwirrung, Muskelzucken,

Krämpfen und Bewußtlosigkeit führen), Chlor, Kalium (Hypokaliämie, kann zu

Muskelschwäche, -zuckungen und veränderter Herztätigkeit führen) im Blut; Anstieg von

Cholesterol im Blut; erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut (kann zu Gichtanfällen führen)

durch chronische Lebererkrankungen kann es zu neurologischen Beschwerden kommen (z.B.

Unruhe, Vergesslichkeit, Zittern, Lethargie, Desorientiertheit, Schläfrigkeit)

erhöhtes Harnvolumen; bei sehr starker Harnausscheidung kann es zur „Entwässerung“ und als

Folge zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung kommen

Gelegentlich (tritt bei 1 bis 10 von 1.000 Patienten auf)

starke Verminderung der Blutplättchen, wodurch erhöhtes Risiko einer Blutung und Neigung zu

Blutergüssen besteht

Juckreiz, Haut- und Schleimhautreaktionen

der Blutzuckerspiegel kann unter Behandlung mit Furosemid ansteigen; das kann bei Patienten mit

bereits bestehender Zuckerkrankheit zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage führen; eine

bisher nicht bekannte Zuckerkrankheit kann in Erscheinung treten

Sehstörungen, zum Teil auch Verstärkung einer bestehenden Kurzsichtigkeit

Taubheit (manchmal irreversibel)

meist vorübergehende Hörstörungen; besonders empfindlich dafür dürften Patienten mit einer

Nierenschädigung sein

Übelkeit

erhöhte Lichtempfindlichkeit; Juckreiz, Haut- und Schleimhautreaktionen mit Rötung, Blasen-

oder Schuppenbildung (Dermatitis bullosa, Pemphigoid bzw. Exanthem, Purpura, Erythema

multiforme, Dermatitis exfoliativa).

Selten (tritt bei 1 bis 10 von 10.000 Patienten auf)

Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie), Verringerung aller weißen

Blutkörperchen

schwere Überempfindlichkeitsreaktionen wie ein Kreislaufkollaps (anaphylaktischer Schock);

erste Anzeichen für einen Schock sind u.a. Hautreaktionen wie heftige Hautrötung oder

Nesselsucht, Schweißausbruch und bläuliche Verfärbung der Haut, weiters Unruhe, Übelkeit,

Kopfschmerz, Atemnot

Kribbeln oder taubes Gefühl in den Gliedmaßen; nach sehr hoher Dosierung wurden Verwirrtheit

und Teilnahmslosigkeit beobachtet

Plötzlich oder ständig auftretende Ohrengeräusche, Ohrensausen; besonders empfindlich dafür

dürften Patienten mit einer Nierenschädigung sein

Entzündungen der Blutgefäße, oft in Verbindung mit Hautausschlägen

Magen-Darm-Beschwerden (z.B. Erbrechen, Durchfall)

Nierenentzündung

fieberhafte Zustände

bei sehr starker Harnausscheidung kann es zur „Entwässerung“ und als Folge zum

Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung kommen; Bluteindickung kann – insbesondere bei

älteren Patienten – eine erhöhte Neigung zu Thrombosen zur Folge haben.

Sehr selten (tritt bei weniger als 1 von 10.000 Patienten auf)

Blutarmut, durch Zerfall der roten Blutkörperchen, kann zu blasser Gesichtsfarbe, Schwäche und

Kurzatmigkeit führen; starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit Infektneigung

und schweren Allgemeinsymptomen (aplastische Anämie, Agranulozytose)

Entzündung der Bauchspeicheldrüse, welche zu starken Schmerzen im Bauch-/Unterleibsbereich

und Rücken führt

Stau der Gallenflüssigkeit und Erhöhung bestimmter Leberwerte (Transaminasen)

Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

verminderte Konzentration von Kalzium und Magnesium im Blut; Harnstoffanstieg im Blut; als

Folge der Elektrolyt- und Flüssigkeitsverluste kann sich eine stoffwechselbedingte Störung im

Säure-Basen-Haushalt (metabolische Alkalose) entwickeln bzw. eine bereits bestehende Alkalose

verschlechtern

Nierenfunktionsstörung (sog. „Pseudo-Bartter-Syndrom“) im Zusammenhang mit Missbrauch

und/oder Langzeitbehandlung mit Furosemid

Thrombose; Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerz, Schwindel, Sehstörungen, Mundtrockenheit,

Durst

Schwindel, Ohnmacht und Bewusstlosigkeit (verursacht durch symptomatische Hypotonie)

schwere Hauterkrankung mit Störung des Allgemeinbefindens, schmerzhafte Blasenbildung der

Haut besonders im Mund-, Augen- und Genitalbereich; schwere Erkrankung der Haut und

Schleimhaut mit ausgedehnter Blasenbildung und Rötung

entzündliche Veränderung der Haut mit Pustelbildung (AGEP; akutes febriles

Arzneimittelexanthem, akute generalisierte exanthemische Pustulose)

Arzneimittelausschlag mit Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen im Blut und mit

Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens (DRESS)

eine Harnabflussbehinderung (z.B. bei Prostatavergrößerung, Harnstauungsniere,

Harnleiterverengung) kann auftreten bzw. verschlechtert werden; Natrium- und

Chloridkonzentration im Harn erhöht; es kann zur Harnsperre (Harnverhaltung) mit darauf

folgenden Komplikationen kommen

bei Frühgeborenen kann es zu einer Verkalkung des Nierengewebes und Nierensteinbildung

kommen

Nierenversagen

bei Frühgeborenen mit Atemnotsyndrom kann eine Behandlung mit Furosemid in den ersten

Lebenswochen das Risiko für einen bestimmten Herzfehler erhöhen (eine offene Verbindung

zwischen der Aorta und der Lungenarterie bleibt länger bestehen als unter normalen Bedingungen;

ein sog. persistierender Ductus arteriosus Botalli); Knochenschädigungen bei Neugeborenen

Autoimmunreaktion, die zu entzündlichen Veränderungen in allen Organen führen kann, häufig

sind Gelenksschmerzen, Hautveränderungen und Nierenprobleme (sog. systemischer Lupus

erythematodes)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Österreich:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555-36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST FUROSEMID GENERICON AUFZUBEWAHREN?

Nicht über 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blister nach „Verw. bis:“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr einnehmen. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des angegeben Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Furosemid Genericon enthält

Der Wirkstoff ist: Furosemid.

Jede Tablette enthält 40 mg Furosemid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Copovidon, Lactose-Monohydrat, Kartoffelstärke, hochdisperses Siliciumdioxid, mikrokristalline

Cellulose, Magnesiumstearat.

Wie Furosemid Genericon aussieht und Inhalt der Packung

Furosemid Genericon 40 mg Tabletten sind weiße, ovale Tabletten mit beidseitiger Bruchkerbe.

Furosemid Genericon 40 mg Tabletten sind in Blisterpackungen mit 20 und 50 Tabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Genericon Pharma Gesellschaft m.b.H

A-8054 Graz

E-Mail: genericon@genericon.at

Z.Nr.: 1-18995

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2015.

Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Gegenmaßnahmen bei Überdosierung

Bei Überdosierung oder Anzeichen einer Hypovolämie (Hypotonie, orthostatische

Regulationsstörungen) muss die Behandlung mit Furosemid Genericon sofort abgesetzt werden.

Flüssigkeitssubstitution und wiederholte Kontrollen des Wasser- und Elektrolythaushaltes und der

Stoffwechselfunktionen.

Bei nur kurze Zeit zurückliegender oraler Aufnahme empfehlen sich Maßnahmen der primären

Giftelimination (induziertes Erbrechen, Magenspülung) und resorptionsmindernde Maßnahmen

(medizinische Kohle).

In schwereren Fällen müssen die vitalen Parameter überwacht sowie wiederholt Kontrollen des

Wasser- und Elektrolythaushalts, des Säure-Basen-Haushalts, des Blutzuckers und der harnpflichtigen

Substanzen durchgeführt und Abweichungen gegebenenfalls korrigiert werden.

Bei Patienten mit Miktionsstörungen (Prostatiker, Patienten mit Bewusstseinsstörungen u.a.) ist für

Harnabfluss unbedingt Sorge zu tragen.

Besonders zu beachten: Durch plötzlich einsetzende Harnflut kann es z. B. bei Prostatikern zu einer

Harnsperre mit akuter Überdehnung der Blase kommen.

7-9-2018

SCA Pharmaceuticals LLC. Issues Voluntary Nationwide Recall of Furosemide 100 mg in 0.9% Sodium Chloride due to Presence of Precipitate

SCA Pharmaceuticals LLC. Issues Voluntary Nationwide Recall of Furosemide 100 mg in 0.9% Sodium Chloride due to Presence of Precipitate

, SCA Pharmaceuticals LLC (“SCA Pharma”) is voluntarily recalling 7 lots of the injectable product Furosemide 100 mg in 0.9% Sodium Chloride 100 mg bag to the consumer level. This product is being recalled for visible particulate matter believed to be furosemide precipitate.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

24-7-2018

Furosemid Heumann, Tabletten

Rote - Liste