Furohexal

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Furohexal 40 mg - Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 20 Stück, Laufzeit: 60 Monate,50 Stück, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Furohexal 40 mg - Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Furosemid
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-22066
  • Berechtigungsdatum:
  • 14-08-1997
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR PATIENTEN

Furohexal 40 mg – Tabletten

Wirkstoff: Furosemid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter.

kann

anderen

Menschen

schaden,

auch

wenn

diese

gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Furohexal und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Furohexal beachten?

Wie ist Furohexal einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Furohexal aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST FUROHEXAL UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Der in Furohexal enthaltene Wirkstoff Furosemid wirkt harntreibend. Furosemid fördert daher

die Flüssigkeitsausscheidung aus dem Körper und senkt außerdem den Blutdruck.

Furohexal wird angewendet bei:

Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge von Herz- oder Lebererkrankungen

Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge Erkrankungen oder Funktionsstörungen

der Nieren

Bluthochdruck leichten bis mittleren Schweregrades

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON FUROHEXAL BEACHTEN?

Furohexal darf nicht eingenommen werden

wenn

allergisch

gegen

Furosemid,

andere

Sulfonamid-Präparate

(mögliche

Kreuzallergie

Furosemid)

oder

einen

Abschnitt

genannten

sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind

bei Nierenversagen mit stark eingeschränkter oder fehlender Harnproduktion

Bewusstseinsstörungen,

neurologischen

Symptomen

aufgrund

einer

chronischen Leberschädigung im Zusammenhang stehen

schwerem

Kaliummangel

(siehe

Abschnitt

„Welche

Nebenwirkungen

sind

möglich?“)

bei schwerem Natriummangel

bei verminderter Blutmenge (Hypovolämie) oder Mangel an Körperwasser (Dehydration)

wenn Sie stillen (siehe auch Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“)

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Furohexal einnehmen

wenn Sie einen sehr niedrigen Blutdruck haben

bei bereits bestehender oder bisher nicht in Erscheinung getretener Zuckerkrankheit

(manifester

oder

latenter

Diabetes

mellitus).

Hier

eine

regelmäßige

Blutzuckerkontrolle erforderlich.

wenn

Gicht

leiden;

eine

regelmäßige

Kontrolle

Harnsäure

Blut

erforderlich.

wenn bei Ihnen eine Harnabflussbehinderung besteht (z. B. bei Prostatavergrößerung,

Harnstauungsniere,

Harnleiterverengung).

Furohexal

darf

diesem

Fall

angewendet werden, wenn für freien Harnfluss gesorgt ist, da eine plötzlich einsetzende

Harnflut zu einer Harnsperre (Harnverhaltung) mit Überdehnung der Blase führen kann.

einem

verminderten

Eiweißgehalt

Blut

Nierenerkrankungen

Eiweißverlust,

Fettstoffwechselstörung

Wassereinlagerung

[nephrotisches

Syndrom]); eine vorsichtige Dosierung ist dann erforderlich.

wenn Sie an einer schweren Lebererkrankung wie z. B. Leberzirrhose und gleichzeitiger,

stark fortschreitender Nierenfunktionsstörung leiden

wenn ein starker Blutdruckabfall für Sie schwere Folgen haben könnte (z. B. wenn Sie

Durchblutungsstörungen

Hirngefäße

oder

Herzkranzgefäße

haben).

unerwünscht starker Blutdruckabfall muss in diesem Fall vermieden werden.

wenn Sie schon älter sind, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die zu einem Abfall

des Blutdrucks führen können, und wenn Sie andere Erkrankungen haben, die mit dem

Risiko eines Blutdruckabfalls verbunden sind

Vor allem während einer Langzeitbehandlung mit Furohexal wird der Arzt in regelmäßigen

Abständen Blutkontrollen anordnen (einschließlich Blutbild, Blutzucker, Nierenfunktionswerte

und Plasmaelektrolyte, wie Kalium, Natrium, Kalzium, Bikarbonat). Bitte halten Sie die

Kontrollen ein.

Eine besonders enge Überwachung ist erforderlich, wenn es bei Ihnen bekanntermaßen

leicht zu Elektrolytstörungen kommen kann, oder wenn es zu stärkeren Flüssigkeitsverlusten

kommt (z. B. durch Erbrechen, Durchfall oder intensives Schwitzen). Unter Umständen muss

die Furohexal - Behandlung solange unterbrochen werden, bis die entsprechenden Blut- und

Elektrolytwerte oder Ihr Säure-Basen-Haushalt wieder korrigiert sind.

mögliche

Entwicklung

Elektrolytstörungen

wird

durch

zugrunde

liegende

Erkrankungen (z. B. Leberzirrhose, Herzmuskelschwäche), Begleitmedikation und Ernährung

beeinflusst.

Der durch verstärkte Urinausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust sollte unabhängig

vom Ausmaß der Urinausscheidung 1 kg/Tag nicht überschreiten.

Beim nephrotischen Syndrom (siehe oben) muss wegen der Gefahr vermehrt auftretender

Nebenwirkungen die ärztlich vorgegebene Dosierung besonders genau eingehalten werden.

Bei zu starker Entwässerung dürfen Sie während der Behandlung mit Furohexal bestimmte

Arzneimittel

gegen

Schmerzen,

Schwellungen

oder

Entzündungen

(sogenannte

„nichtsteroidale

Antirheumatika“)

nicht

anwenden,

akutes

Nierenversagen

auslösen können.

Um einem starken Verlust von Kalium vorzubeugen, ist eine kaliumreiche Kost (mageres

Fleisch,

Kartoffeln,

Bananen,

Tomaten,

Karfiol,

Spinat,

getrocknete

Früchte

usw.)

empfehlen. Gelegentlich kann eine medikamentöse Zufuhr von Kalium notwendig sein.

Wenn Sie Furohexal über längere Zeit anwenden, empfiehlt es sich, zusätzlich Vitamin B1

(Thiamin)

einzunehmen,

seinen

Verlust

auszugleichen.

Vitamin

unterstützt

Herzleistung.

Es besteht das Risiko einer Autoimmunerkrankung, die zu entzündlichen Veränderungen in

allen

Organen

führen

kann,

Anzeichen

dafür

sind

häufig

Gelenksschmerzen,

Hautveränderungen und Nierenprobleme (systemischer Lupus erythematodes).

Gleichzeitige Anwendung mit Risperidon

In placebokontrollierten Studien mit Risperidon bei älteren Patienten mit Demenz wurde eine

höhere Sterblichkeit bei Patienten beobachtet, die gleichzeitig mit Furosemid und Risperidon

behandelt wurden, im Vergleich zu Patienten, die Risperidon allein oder Furosemid allein

erhalten hatten. Daher ist Vorsicht angezeigt, und Risiken und Nutzen dieser Kombination

oder der gleichzeitigen Behandlung mit anderen stark harntreibenden Arzneimitteln sind vom

Arzt abzuwägen. Es soll vermieden werden, dass ein Mangel an Körperwasser entsteht.

Kinder

Eine besonders sorgfältige Überwachung ist erforderlich bei Frühgeborenen, da die Gefahr

Entwicklung

Nierenverkalkungen

oder

Nierensteinen

besteht;

Überwachungsmaßnahmen: Nierenfunktionskontrolle, Ultraschalluntersuchung der Nieren.

Bei Frühgeborenen mit Zuständen, die mit Atemnot einhergehen (Atemnotsyndrom), kann

eine harntreibende Behandlung mit Furohexal in den ersten Lebenswochen das Risiko

erhöhen, dass sich eine Gefäßverbindung, die den Lungenkreislauf vor der Geburt umgeht,

nicht schließt (persistierender Ductus arteriosus Botalli).

Dopingkontrollen

Anwendung

Arzneimittels

Furohexal

kann

Dopingkontrollen

positiven

Ergebnissen führen.

Einnahme von Furohexal zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren

Ihren

Arzt

oder

Apotheker,

wenn

andere

Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Furohexal und andere Arzneimittel können einander in ihrer Wirkung beeinflussen.

Die Wirkung von Furohexal wird abgeschwächt durch:

nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAR) (bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen,

Schwellungen und Entzündungen, z. B. Indometacin und Acetylsalicylsäure): Sie können

blutdrucksenkende

Wirkung

Furohexal

abschwächen.

Patienten

verminderter Wasser- und Blutmenge können NSAR ein plötzliches Nierenversagen

auslösen. Furosemid kann die schädigende Wirkung von Salicylaten verstärken.

Phenytoin (Arzneimittel gegen Krampfanfälle)

Sucralfat (Arzneimittel gegen Magengeschwüre): Es vermindert die Aufnahme von

Furohexal aus dem Darm. Bei gleichzeitiger Anwendung müssen die beiden Arzneimittel

in einem zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden angewendet werden.

Aliskiren (Arzneimittel gegen Bluthochdruck)

Furohexal verstärkt die Wirkung von:

anderen blutdrucksenkenden oder harntreibenden Arzneimitteln: Es kann zu einem

stärkeren

Blutdruckabfall

kommen

(unter

Umständen

Schock,

einer

Verschlechterung

Nierenfunktion

oder

einem

akuten

Nierenversagen).

Wenn

möglich sollte daher die Furohexal - Behandlung vorübergehend eingestellt werden oder

wenigstens

Dosis

für

drei

Tage

reduziert

werden,

bevor

Behandlung

insbesondere mit einem „ACE-Hemmer“ oder „Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten“

begonnen wird bzw. seine Dosis erhöht wird.

bestimmten

Narkosemitteln

(sog.

„Anästhetika“)

curareartigen

Muskelrelaxanzien (zur Muskelentspannung während der Narkose). Bitte informieren

Sie den Narkosearzt über die Einnahme von Furohexal.

bestimmten blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln („Blutverdünnungsmittel“, orale

Antikoagulanzien): Eine Dosisanpassung dieser Arzneimittel kann dadurch erforderlich

werden.

Probenecid

(Gichtmittel),

Methotrexat

(Rheumamittel

Arzneimittel

Unterdrückung der Immunabwehr) und anderen Arzneimitteln, die wie Furosemid über

die Niere ausgeschieden werden: Bei hochdosierter Behandlung (sowohl mit Furosemid

als auch einem der anderen Arzneimittel) kann es zu verstärkten Wirkungen und

Nebenwirkungen kommen. Zugleich kann die Wirkung von Furosemid durch derartige

Arzneimittel verringert werden.

Theophyllin (Asthmamittel)

Elektrolytstörungen:

Abführmittel,

sowie

Arzneimittel,

Wirkstoffe

Glukokortikoide

(„Cortison“),

Carbenoxolon, ACTH, Salicylate, Amphotericin B, oder Penicillin G enthalten: Die

gleichzeitige Anwendung mit Furosemid kann zu verstärkten Kaliumverlusten führen

(Risiko starker Kaliumverluste).

Wenn sich durch die Behandlung mit Furohexal ein Kalium- oder Magnesiummangel

entwickelt, ist die Empfindlichkeit des Herzmuskels gegenüber bestimmten Herzmitteln

(Herzglykoside)

erhöht.

besteht

auch

erhöhtes

Risiko

für

Herzrhythmusstörungen

(inklusive

Torsades

pointes),

wenn

einer

Elektrolytstörung gleichzeitig Arzneimittel angewendet werden, die eine bestimmte EKG-

Veränderung

(verlängertes

QT-Intervall)

verursachen

können.

Dazu

zählen

Terfenadin (gegen Allergien) und bestimmte Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen

(Antiarrhythmika der Klassen I und III).

Nierenschädigung (Nephrotoxizität), Gehörschädigung (Ototoxizität):

Die gehörschädigende Wirkung bestimmter Antibiotika, sog. „Aminoglykoside (z. B.

Kanamycin, Gentamicin, Tobramycin) und anderer ototoxischer Arzneimittel kann bei

gleichzeitiger Gabe von Furosemid verstärkt werden. Auftretende Hörstörungen können

dauerhaft sein. Die gleichzeitige Anwendung der vorgenannten Arzneimittel soll daher

vermieden werden.

Arzneimittel

mit

nierenschädigender

Nebenwirkung

Antibiotika

Aminoglykoside, Cephalosporine, Polymyxine): Furosemid kann die schädlichen Effekte

verstärken und zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion führen.

Cisplatin (Arzneimittel gegen bösartige Erkrankungen): Bei gleichzeitiger Anwendung

mit Furosemid ist mit der Möglichkeit eines Hörschadens zu rechnen. Wird bei einer

Cisplatinbehandlung eine forcierte Diurese mit Furosemid angestrebt, so darf Furosemid

nur in niedriger Dosis (z. B. 40 mg bei normaler Nierenfunktion) und bei positiver

Flüssigkeitsbilanz eingesetzt werden. Andernfalls kann es zu einer Verstärkung der

nierenschädigenden Wirkung von Cisplatin kommen.

Röntgenkontrastmittel: Bei Patienten mit hohem Risiko für eine Nierenschädigung

durch Röntgenkontrastmittel trat unter Behandlung mit Furohexal eine Verschlechterung

Nierenfunktion

nach

einer

Röntgenkontrastuntersuchung

häufiger

Risikopatienten,

eine

intravenöse

Flüssigkeitszufuhr

Kontrastuntersuchung erhielten.

Sonstige Wechselwirkungen:

blutzuckersenkende

Arzneimittel

(Antidiabetika)

oder

blutdrucksteigernde

Arzneimittel (pressorische Amine wie z. B. Epinephrin, Norepinephrin): Ihre Wirkung

kann bei gleichzeitiger Anwendung von Furohexal abgeschwächt werden.

Cyclosporin A: Die gleichzeitige Verwendung mit Furohexal ist mit einem erhöhten

Risiko von Gelenksentzündung durch Gicht (Arthritis urica) verbunden.

Lithium (gegen bestimmte Depressionen): Die gleichzeitige Verwendung mit Furohexal

kann zu einer Verstärkung der herz- und nervenschädigenden Nebenwirkungen von

Lithium führen. Der Lithiumspiegel im Blut sollte kontrolliert werden.

hochdosierte Salizylate (Schmerzmittel): Die Nebenwirkungen dieser Arzneimittel am

Zentralnervensystem können durch gleichzeitige Anwendung von Furohexal verstärkt

werden.

Chloralhydrat (Schlafmittel): In einzelnen Fällen kann es nach intravenöser Gabe von

Furosemid innerhalb von 24 Stunden nach Einnahme von Chloralhydrat zu Hitzegefühl,

Schweißausbruch, Unruhe, Übelkeit, Blutdruckanstieg und beschleunigtem Herzschlag

kommen. Die gleichzeitige Anwendung von Furosemid und Chloralhydrat ist daher zu

vermeiden.

Risperidon: Vorsicht ist erforderlich; vor der Behandlung wird der Arzt eine Nutzen-

Risiko-Abwägung für die Kombination mit Furosemid oder die gemeinsame Behandlung

anderen

stark

harntreibenden

Arzneimitteln

durchführen

(siehe

auch

Abschnitt

„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Levothyroxin: Hohe Dosen von Furosemid können den Schilddrüsenhormonspiegel

beeinflussen, daher ist der Schilddrüsenhormonspiegel zu überwachen.

Einnahme von Furohexal zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

einem

starken

Verlust

Kalium

vorzubeugen,

wird

eine

kaliumreiche

Kost

empfohlen,

mageres

Fleisch,

Kartoffeln,

Bananen,

Tomaten,

Karfiol,

Spinat,

getrocknete Früchte.

Große

Mengen

Lakritze

können

Kombination

Furohexal

verstärkten

Kaliumverlusten führen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Da Furosemid über den Mutterkuchen in den Kreislauf des ungeborenen Kindes übergeht,

darf Ihr Arzt Furohexal in der Schwangerschaft nur dann kurzfristig anwenden, wenn es für

Sie zwingend erforderlich ist. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, falls Sie schwanger sind oder eine

Schwangerschaft planen.

Falls

Furosemid

Herz-

oder

Nierenfunktionsstörung

Schwangeren

angewendet

werden muss, wird Ihr Arzt das Blutbild (Elektrolyte und Hämatokrit) sowie das Wachstum

des ungeborenen Kindes genau überwachen.

Furosemid

wird

Muttermilch

ausgeschieden

hemmt

Produktion

Muttermilch.

Furohexal

darf

daher

nicht

angewendet

werden,

wenn

stillen.

Gegebenenfalls müssen Sie abstillen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Dieses

Arzneimittel

kann

auch

bestimmungsgemäßem

Gebrauch

Reaktionsvermögen

weit

verändern,

dass

Fähigkeit

aktiven

Teilnahme

Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt

beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung

und Präparatewechsel sowie in Kombination mit Alkohol.

Furohexal enthält Lactose

Nehmen Sie Furohexal erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist,

dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3.

WIE IST FUROHEXAL EINZUNEHMEN?

Nehmen

dieses

Arzneimittel

immer

genau

nach

Absprache

Ihrem

Arzt

oder

Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher

sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für Erwachsene und ältere

Patienten:

Bei Behandlung von Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge von Herz-, Leber-, oder

Nierenerkrankungen:

1 Furohexal 40 mg - Tablette täglich (morgens).

Falls

erforderlich,

kann

Arzt

diese

Dosis

entsprechend

steigern.

schonenden

Entwässerung können Furohexal 40 mg - Tabletten auch jeden 2. Tag oder jede Woche an 2

– 4 aufeinander folgenden Tagen eingenommen werden. Der Arzt wird die für Sie geeignete

Dosierung festlegen.

Bei Behandlung von Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe nach Verbrennungen:

1 bis 2 ½ Furohexal 40 mg - Tabletten täglich, in Ausnahmefällen bis zu 6 Furohexal 40 mg -

Tabletten täglich. Der Arzt wird die für Sie geeignete Dosierung festlegen.

Bei Behandlung von Bluthochdruck leichten bis mittleren Schweregrades:

1 Furohexal 40 mg - Tablette täglich, allein oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln.

Sollte zusätzlich die Einnahme eines sogenannten „ACE-Hemmers“ erforderlich sein, sollte

Furohexal 2 - 3 Tage vor der Gabe dieses ACE-Hemmers vom Arzt abgesetzt werden. Sollte

dies nicht möglich sein, sollte der Arzt die Dosis von Furohexal zumindest reduzieren.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren:

Kinder und Jugendliche erhalten eine körpergewichtsbezogene Dosierung (1 - 2 mg pro Kilo

Körpergewicht), maximal 1 Furohexal 40 mg - Tablette täglich. Gegebenenfalls muss auf

andere Verabreichungsarten zurückgegriffen werden (über die Vene).

Art der Anwendung:

Zum Einnehmen.

Die Tabletten sind unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) morgens vor

dem Frühstück bzw. vor den Mahlzeiten einzunehmen.

Anwendungshinweis:

Zur Teilung der Tablette legt man diese mit der Bruchkerbe nach oben auf eine feste

Unterlage. Durch Fingerdruck links und rechts der Bruchkerbe teilt man die Tablette.

Wenn Sie eine größere Menge von Furohexal eingenommen haben als Sie sollten

Bei Überdosierung ist sofort ein Arzt zu benachrichtigen. Dieser kann entsprechend der

Schwere

Überdosierung

über

gegebenenfalls

erforderlichen

Maßnahmen

entscheiden.

Die Anzeichen einer akuten oder chronischen Überdosierung sind vom Ausmaß des Salz-

und Flüssigkeitsverlustes abhängig.

Eine Überdosierung kann zu vermindertem Blutdruck, Kreislaufstörungen beim Wechsel vom

Liegen

Stehen,

Elektrolytstörungen

erniedrigte

Kalium-,

Natrium-

Chloridspiegel) oder zum Anstieg des pH-Wertes im Blut führen.

stärkeren

Flüssigkeitsverlusten

kann

„Entwässerung“

Folge

einer

verminderten zirkulierenden Blutmenge zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung mit

Thromboseneigung kommen.

Bei raschen Wasser- und Elektrolytverlusten können Verwirrtheitszustände auftreten.

Selten tritt ein anaphylaktischer Schock (Anzeichen dafür sind Schweißausbruch, Übelkeit,

bläuliche Verfärbung der Haut, starker Blutdruckabfall, Bewusstseinsstörung bis hin zum

Koma) auf.

Hinweis für das medizinische Fachpersonal

Informationen zur Überdosierung finden Sie am Ende der Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Furohexal vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben, sondern setzen Sie die Behandlung mit der üblichen Dosierung fort.

Wenn Sie die Einnahme von Furohexal abbrechen

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der Anweisung des Arztes. Hören Sie auch bei

scheinbarer Besserung Ihres Zustandes nicht vorzeitig mit der Einnahme des Arzneimittels

auf, da es ansonsten wieder zu einer Verschlechterung Ihrer Krankheit kommen kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Störungen im Elektrolythaushalt (einschließlich symptomatisch), verminderte Blutmenge

und Austrocknung (v.a. bei älteren Patienten), Anstieg von Blutfetten (Triglyzeride). Die

mögliche

Entwicklung

Elektrolytstörungen

wird

durch

bereits

bestehende

Erkrankungen (z. B. Leberzirrhose, Herzmuskelschwäche), andere Arzneimittel und die

Ernährung beeinflusst.

Blutdruckabfall und Kreislaufstörungen

Anstieg von Kreatinin im Blut

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Bluteindickung, kann – insbesondere bei älteren Patienten – eine erhöhte Neigung zu

Thrombosen zur Folge haben

niedriger

Gehalt

Natrium

(kann

Teilnahmslosigkeit,

Wadenkrämpfen,

Appetitlosigkeit, Schwächegefühl, Schläfrigkeit, Erbrechen bzw. Verwirrtheitszuständen

führen),

Chlor,

Kalium

(kann

sich

Muskelschwäche,

Ameisenlaufen,

Lähmungserscheinungen,

Erbrechen,

Verstopfung,

Blähungen,

krankhaft

erhöhter

Urinausscheidung,

krankhaft

gesteigertem

Durst

oder

veränderter

Herztätigkeit

Reizbildungs- und Reizleitungsstörungen äußern; schwere Kaliumverluste können zu

einem Darmverschluss [paralytischer Ileus] oder zu Bewusstseinsstörungen bis zum

Koma führen) im Blut; Anstieg von Cholesterol im Blut; erhöhte Harnsäurekonzentration

im Blut (kann zu Gichtanfällen führen)

Durch

chronische

Lebererkrankungen

kann

neurologischen

Beschwerden

kommen

Unruhe,

Vergesslichkeit,

Zittern,

Lethargie,

Desorientiertheit,

Schläfrigkeit).

erhöhtes Harnvolumen. Bei sehr starker Harnausscheidung kann es zur „Entwässerung“

und als Folge zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung kommen.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

starke Verminderung der Blutplättchen, wodurch erhöhtes Risiko einer Blutung und

Neigung zu Blutergüssen besteht

Juckreiz, allergische Haut- und Schleimhautreaktionen

Der Blutzuckerspiegel kann unter Behandlung mit Furosemid ansteigen. Das kann bei

Patienten

bereits

bestehender

Zuckerkrankheit

einer

Verschlechterung

Stoffwechsellage

führen.

Eine

bisher

nicht

bekannte

Zuckerkrankheit

kann

Erscheinung treten.

Sehstörungen, zum Teil auch Verstärkung einer bestehenden Kurzsichtigkeit

meist vorübergehende Hörstörungen. Besonders empfindlich dafür dürften Patienten mit

einer Nierenschädigung sein. Mit dieser Möglichkeit ist vor allem bei zu schneller

Injektion

Vene

insbesondere

gleichzeitigem

Vorliegen

einer

Nierenfunktionsstörung

oder

einer

Verminderung

Gesamteiweißes

nephrotischem Syndrom) - zu rechnen.

Taubheit (manchmal irreversibel)

Übelkeit

Juckreiz,

Nesselsucht,

Haut-

und Schleimhautreaktionen

Rötung, Blasen-

oder

Schuppenbildung

(Dermatitis

bullosa,

Pemphigoid,

Purpura,

Erythema

multiforme,

Dermatitis exfoliativa); erhöhte Lichtempfindlichkeit (Photosensibilität)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Vermehrung

bestimmter

weißer

Blutkörperchen

(Eosinophilie),

Verringerung

aller

weißen Blutkörperchen (Leukopenie)

schwere

Überempfindlichkeitsreaktionen

Kreislaufkollaps

(anaphylaktischer

Schock). Erste Anzeichen für einen Schock sind u. a. Hautreaktionen wie heftige

Hautrötung oder Nesselsucht, Schweißausbruch und bläuliche Verfärbung der Haut,

weiters Unruhe, Übelkeit, Kopfschmerz, Atemnot.

Kribbeln oder taubes Gefühl in den Gliedmaßen. Nach sehr hoher Dosierung wurden

Verwirrtheit und Teilnahmslosigkeit beobachtet.

plötzlich oder ständig auftretende Ohrengeräusche, Ohrensausen (Tinnitus)

Entzündung der Blutgefäße (Vaskulitis), oft in Verbindung mit Hautausschlägen

Magen-/Darm-Beschwerden (z. B. Erbrechen, Durchfall)

Nierenentzündung

fieberhafte Zustände

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Blutarmut, durch Zerfall der roten Blutkörperchen (hämolytische Anämie), kann zu

blasser

Gesichtsfarbe,

Schwäche

Kurzatmigkeit

führen;

starke

Verminderung

bestimmter

weißer

Blutkörperchen

Infektneigung

schweren

Allgemeinsymptomen (aplastische Anämie, Agranulozytose mit Fieber, Schüttelfrost,

Schleimhautveränderungen und Halsschmerzen)

akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse, welche zu starken Schmerzen im Bauch-

bzw. Unterleibsbereich und Rücken führt

Stau

Gallenflüssigkeit

(Cholestase),

Erhöhung

bestimmter

Leberwerte

(Transaminasen)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

verminderte Konzentration im Blut von Kalzium, und Magnesium; Harnstoffanstieg im

Blut;

Folge

Elektrolyt-

Flüssigkeitsverluste

kann

sich

eine

stoffwechselbedingte

Störung

Säure-Basen-Haushalt

(metabolische

Alkalose)

entwickeln, bzw. eine bereits bestehende Alkalose verschlechtern.

Pseudo-Bartter

Syndrom

Zusammenhang

Missbrauch

und/oder

Langzeitanwendung von Furosemid)

Verschluss eines Blutgefäßes durch Blutgerinnsel (Thrombose)

Bei übermäßiger Harnausscheidung können, insbesondere bei älteren Patienten und

Kindern, Kreislaufbeschwerden (bis zum Kreislaufkollaps) auftreten, die sich vor allem

als Kopfschmerz, Schwindel, Sehstörungen, Mundtrockenheit und Durst, vermindertem

Blutdruck und Kreislaufstörungen beim Wechsel vom Liegen zum Stehen äußern.

schwere

Hauterkrankung

Störung

Allgemeinbefindens,

schmerzhafte

Blasenbildung der Haut besonders im Mund-, Augen- und Genitalbereich; schwere

Erkrankung der Haut und Schleimhaut mit ausgedehnter Blasenbildung und Rötung

(Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse)

entzündliche Veränderung der Haut mit Pustelbildung (AGEP – akute generalisierte

exanthematische Pustulose; akutes febriles Arzneimittelexanthem)

Schwindel, Ohnmacht und Bewusstlosigkeit (verursacht durch erniedrigten Blutdruck

[symptomatische Hypotonie]), Kopfschmerzen

Arzneimittelausschlag mit Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen im Blut und

mit Beeinträchtigung des Allgemeinbefinden (DRESS)

Eine

Harnabflussbehinderung

Patienten

Prostatavergrößerung,

Harnstauungsniere, Harnleiterverengung) bis hin zur Harnsperre (Harnverhaltung) mit

darauf folgenden Komplikationen können auftreten bzw. verschlechtert werden.

Natrium- und Chloridkonzentration im Harn erhöht

Bei Frühgeborenen kann es zur Verkalkung des Nierengewebes und Nierensteinbildung

kommen.

Nierenversagen

Bei Frühgeborenen mit Atemnotsyndrom kann eine Behandlung mit Furosemid in den

ersten Lebenswochen das Risiko für einen bestimmten Herzfehler erhöhen (eine offene

Verbindung zwischen der Aorta und der Lungenarterie bleibt länger bestehen als unter

normalen Bedingungen; ein sog. persistierender Ductus arteriosus Botalli).

Knochenschädigungen bei Neugeborenen

Muskelschädigung

(Muskelschwäche,

-spannung

oder

–schmerzen,

genannt

Rhabdomyolyse),

Zusammenhang

stark

verminderter

Konzentration

Kalium im Blut (siehe Abschnitt 2. „Furohexal darf nicht angewendet werden“)

Autoimmunreaktion, die zu entzündlichen Veränderungen in allen Organen führen kann.

Anzeichen

dafür

sind

häufig

Gelenksschmerzen,

Hautveränderungen

Nierenprobleme (sog. systemischer Lupus erythematodes).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST FUROHEXAL AUFZUBEWAHREN?

Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu

schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Außenkarton und der Blisterpackung nach

„Verwendbar bis“ bzw. „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das

Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen

Arzneimittel

nicht

Abwasser

oder

Haushaltsabfall.

Fragen

Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Furohexal enthält

Der Wirkstoff ist Furosemid.

1 Tablette enthält 40 mg Furosemid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

mikrokristalline

Cellulose,

Maisstärke,

Carboxymethylstärke-Natrium,

Lactose-

Monohydrat (Milchzucker) und Magnesiumstearat

Wie Furohexal aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, runde, leicht nach außen gewölbte Tablette mit einseitiger Bruchkerbe.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Packungsgrößen: Blisterpackungen zu 20 und 50 Tabletten

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Hexal Pharma GmbH, 1020 Wien, Österreich

Hersteller:

Salutas Pharma GmbH, 39179 Barleben, Deutschland

Z.Nr.: 1-22066

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2017.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Gegenmaßnahmen bei Überdosierung

Überdosierung

oder

Anzeichen

einer

Hypovolämie

(Hypotonie,

orthostatische

Regulationsstörungen) muss die Behandlung mit Furosemid sofort abgesetzt werden.

kurze

Zeit

zurückliegender

oraler

Aufnahme

empfehlen

sich

Maßnahmen

primären Giftelimination (induziertes Erbrechen, Magenspülung) und resorptionsmindernde

Maßnahmen (medizinische Kohle).

In schwereren Fällen müssen die vitalen Parameter überwacht sowie wiederholt Kontrollen

des Wasser- und Elektrolyt-Haushalts, des Säure-Basen-Haushalts, des Blutzuckers und der

harnpflichtigen

Substanzen

durchgeführt

Abweichungen

gegebenenfalls

korrigiert

werden.

Bei Patienten mit Miktionsstörungen (Prostatiker, Patienten mit Bewusstseinsstörungen u.a.)

ist für Harnabfluss unbedingt Sorge zu tragen, da eine plötzlich einsetzende Harnflut zu einer

Harnsperre mit Überdehnung der Blase führen kann.

Therapie bei Hypovolämie: Volumensubstitution

Therapie bei Hypokaliämie: Kaliumsubstitution

Therapie bei Kreislaufkollaps: Schocklagerung, falls nötig Schocktherapie

Sofortmaßnahmen bei anaphylaktischem Schock:

Bei den ersten Anzeichen (z. B. kutane Reaktionen wie Urtikaria oder Flush, Unruhe,

Kopfschmerz, Schweißausbruch, Übelkeit, Zyanose):

venösen Zugang schaffen

Neben

anderen

gebräuchlichen

Notfallmaßnahmen

Kopf-Oberkörper-Tieflage,

Atemwege freihalten, Applikation von Sauerstoff!

Falls nötig, sind weitere, ggf. auch intensivmedizinische Maßnahmen (u. a. Gabe von

Epinephrin, Volumenersatzmittel, Glukokortikoid) einzuleiten.

7-9-2018

SCA Pharmaceuticals LLC. Issues Voluntary Nationwide Recall of Furosemide 100 mg in 0.9% Sodium Chloride due to Presence of Precipitate

SCA Pharmaceuticals LLC. Issues Voluntary Nationwide Recall of Furosemide 100 mg in 0.9% Sodium Chloride due to Presence of Precipitate

, SCA Pharmaceuticals LLC (“SCA Pharma”) is voluntarily recalling 7 lots of the injectable product Furosemide 100 mg in 0.9% Sodium Chloride 100 mg bag to the consumer level. This product is being recalled for visible particulate matter believed to be furosemide precipitate.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

24-7-2018

Furosemid Heumann, Tabletten

Rote - Liste