Furo-Spirobene forte - Filmtabletten

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Furo-Spirobene forte - Filmtabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 20 Stück, Laufzeit: 24 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Furo-Spirobene forte - Filmtabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Furosemid und Kalium sp
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-21921
  • Berechtigungsdatum:
  • 07-04-1997
  • Letzte Änderung:
  • 01-12-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Furo-Spirobene forte - Filmtabletten

Wirkstoffe: Furosemid und Spironolacton

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht:

1. Was ist Furo-Spirobene forte und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Furo-Spirobene forte beachten?

3. Wie ist Furo-Spirobene forte einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Furo-Spirobene forte aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Furo-Spirobene forte und wofür wird es angewendet?

Furo-Spirobene forte ist ein Arzneimittel, das die Harnausscheidung steigert. Dadurch vermag Furo-

Spirobene forte eine vermehrte Wasseransammlung aus dem Gewebe auszuschwemmen.

Furo-Spirobene forte dient der Behandlung folgender Erkrankungen:

Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (Ödeme) und/oder Lungenstauung infolge einer

Herzmuskelschwäche,

Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle (Aszites) infolge von Lebererkrankungen,

Flüssigkeitsansammlungen in Geweben infolge einer Nierenfunktionsstörung (sog.

„nephrotisches Syndrom“), wobei die Therapie der Grunderkrankung im Vordergrund steht.

Ihr Arzt wird Ihnen Furo-Spirobene forte verschreiben, wenn bei Ihnen zusätzlich Störungen des

Elektrolythaushaltes durch übermäßige Produktion des Hormons Aldosteron vorliegen und bisher

angewandte Therapiemaßnahmen zur Steigerung der Harnproduktion nicht ausreichen.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Furo-Spirobene forte beachten?

Furo-Spirobene forte darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Furosemid, Spironolacton, Sulfonamide oder einen der in Abschnitt

6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

bei Nierenversagen mit fehlender Harnproduktion, wenn der Patient auf eine Behandlung mit

Furosemid nicht anspricht.

wenn Ihre Nierenfunktion stark eingeschränkt ist (stark verminderte oder fehlende

Harnproduktion)

bei Bewusstseinsstörungen, die mit neurologischen Symptomen aufgrund einer chronischen

Leberschädigung im Zusammenhang stehen.

wenn Ihr Kaliumspiegel im Blut erhöht oder stark erniedrigt ist.

wenn Sie unter schwerem Natriummangel leiden.

bei verminderter Blutmenge oder Mangel an Körperwasser.

wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Furo-Spirobene forte einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Furo-Spirobene forte ist erforderlich

Ihr Arzt wird die Behandlung mit Furo-Spirobene forte streng überwachen:

wenn Sie unter Kaliummangel leiden (einen schweren Kaliumangel wird Ihr Arzt vor Beginn

der Behandlung ausgleichen).

wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist.

wenn Sie große Mengen an Körpersalzen oder -flüssigkeiten verloren haben (durch Erbrechen,

Durchfall, außergewöhnlich starkes Schwitzen, eine salzarme Diät oder die Einnahme von

harntreibenden Arzneimitteln über lange Zeit).

wenn Sie einen sehr niedrigen Blutdruck haben.

wenn Ihr Blut übersäuert ist.

bei Zuckerkrankheit; hier ist eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers erforderlich.

wenn Sie an Gicht leiden; dann ist eine regelmäßige Kontrolle der Harnsäure im Blut

erforderlich.

wenn bei Ihnen eine Harnabflussbehinderung besteht (z.B. bei Prostatavergrößerung,

Harnstauungsniere, Harnleiterverengung). Furo-Spirobene forte darf in diesem Fall nur

angewendet werden, wenn für freien Harnfluss gesorgt ist, da eine vermehrte Harnbildung zu

einer Überdehnung der Blase führen kann.

bei einem verminderten Eiweißgehalt im Blut (z. B. bei Nierenerkrankungen mit

Eiweißverlust, Fettstoffwechselstörung und Wassereinlagerung); eine vorsichtige Dosierung

ist dann erforderlich.

wenn ein starker Blutdruckabfall für Sie schwere Folgen haben könnte (z.B. wenn Sie

Durchblutungsstörungen der Hirngefäße oder der Herzkranzgefäße haben). Ein unerwünscht

starker Blutdruckabfall muss in diesem Fall vermieden werden.

wenn Sie unter Leberzirrhose und gleichzeitiger Nierenfunktionseinschränkung leiden.

Die gleichzeitiqe Verabreichunq von Furo-Spirobene forte und bestimmten Arzneimitteln,

Kaliumergänzungsmitteln und kaliumreichen Lebensmitteln kann zu einer schweren Hyperkaliämie

(erhöhter Kaliumspiegel im Blut) führen. Svmptome einer schweren Hyperkaliämie können

Muskelkrämpfe. Herzrhythmusstörungen, Diarrhö. Übelkeit. Schwindel oder Kopfschmerzen sein.

Während einer Behandlung mit Furo-Spirobene forte wird der Arzt in regelmäßigen Abständen die

Kontrolle bestimmter Blutwerte anordnen einschließlich Kalium, Natrium, Kalzium, Bikarbonat,

Kreatinin, Harnstoff, Harnsäure, sowie Blutzucker. Bitte halten Sie die Kontrollen ein.

Eine enge Überwachung ist besonders wichtig, wenn es bei Ihnen leicht zu Elektrolytstörungen oder

zu stärkeren Flüssigkeitsverlusten kommt (z.B. durch Erbrechen, Durchfall oder intensives

Schwitzen). Unter Umständen muss die Furo-Spirobene forte -Behandlung solange unterbrochen

werden, bis die entsprechenden Elektrolytwerte oder ihr Säure-Basen-Haushalt wieder korrigiert sind.

Der durch verstärkte Urinausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust soll 1 kg/Tag nicht

überschreiten.

Bei zu starker Entwässerung dürfen Sie während der Behandlung mit Furo-Spirobene forte bestimmte

Arzneimittel gegen Schmerzen, Schwellungen oder Entzündungen (sogenannte „nicht-steroidale

Antirheumatika“) nicht anwenden, da sie ein akutes Nierenversagen auslösen können (siehe Abschnitt

„Einnahme von Furo-Spirobene forte zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Wenn Sie Furo-Spirobene forte über längere Zeit anwenden, empfiehlt es sich, zusätzlich Vitamin B1

(Thiamin) einzunehmen, um seinen Verlust auszugleichen. Vitamin B1 unterstützt die Herzleistung.

Wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist, oder wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel anwenden, die

zu einem Anstieg des Kaliumspiegels führen können, ist es wichtig insbesondere eine regelmäßige

Kontrolle des Kaliumspiegels im Blut durchzuführen.

Furo-Spirobene forte kann eine Störung bestimmter Labortests verursachen (z.B. RIA-Bestimmung

der Digoxin-Serumkonzentration).

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Furo-Spirobene forte wird nicht empfohlen bei Kindern und Jugendlichen unter

18 Jahren, da für diese Altersgruppe keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Doping-Hinweis

Die Anwendung des Arzneimittels Furo-Spirobene forte-Filmtabletten kann bei Dopingkontrollen zu

positiven Ergebnissen führen.

Einnahme von Spirobene zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Furo-Spirobene forte und andere Arzneimittel können einander in ihrer Wirkung beeinflussen.

Die Kombinationen mit folgenden Arzneimitteln und/oder Wirkstoffen sollte vermieden werden

Bei der gleichzeitigen Anwendung von Furo-Spirobene forte mit folgenden Arzneimitteln wurden

lebensbedrohliche Erhöhungen des Kaliumgehalts im Blut beobachtet:

kaliumhaltige Präparate,

sog. „ACE-Hemmer“ (Blutdrucksenker mit Wirkstoffen wie z.B. Captopril, Enalapril),

kaliumsparende harntreibende Arzneimittel (Wirkstoffe: Triamteren, Amilorid).

Furosemid

Abgeschwächte Wirkung durch:

nicht-steroidale Antirheumatika (bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen, Schwellungen

und Entzündungen): Sie können die blutdrucksenkende Wirkung von Furo-Spirobene forte

abschwächen. Bei Patienten mit verminderter Wasser- und Blutmenge können sie ein

plötzliches Nierenversagen auslösen. Furosemid kann die schädigende Wirkung von

Salizylaten verstärken.

Phenytoin (Arzneimittel gegen Krampfanfälle).

Sucralfat (Arzneimittel gegen Magengeschwüre): es vermindert die Aufnahme von Furo-

Spirobene forte aus dem Darm. Bei gleichzeitiger Anwendung müssen die beiden Arzneimittel

in einem zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden angewendet werden.

Verstärkte Wirkung von:

anderen blutdrucksenkenden oder harntreibenden Arzneimitteln: Es kann zu einem

stärkeren Blutdruckabfall kommen (unter Umständen bis hin zum Schock, einer

Verschlechterung der Nierenfunktion oder einem akuten Nierenversagen). Wenn möglich

sollte daher die Furo-Spirobene forte-Behandlung vorübergehend eingestellt oder wenigstens

die Dosis für drei Tage reduziert werden, bevor die Behandlung insbesondere mit einem

„ACE-Hemmer“ oder „Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten“ begonnen wird bzw. seine

Dosis erhöht wird.

bestimmten Narkosemitteln (sog. „Anästhetika“) und curareartigen Muskelrelaxanzien

(zur Muskelentspannung während der Narkose). Bitte informieren Sie den Narkosearzt über

die Einnahme von Furo-Spirobene forte.

bestimmten blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln („Blutverdünnungsmittel“, orale

Antikoagulantien): Eine Dosisanpassung dieser Arzneimittel kann erforderlich werden.

Probenecid (Gichtmittel), Methotrexat (Rheumamittel und Mittel zur Unterdrückung der

Immunabwehr) und anderen Arzneimitteln, die wie Furosemid über die Niere ausgeschieden

werden: Deren Wirkungen und Nebenwirkungen können durch Furo-Spirobene forte verstärkt

werden. Zugleich kann die Wirkung von Furosemid durch derartige Arzneimittel verringert

werden.

Theophyllin (Asthmamittel).

Elektrolytstörungen:

Abführmittel, sowie Arzneimittel, die als Wirkstoffe Glukokortikoide („Cortison"),

Carbenoxolon, ACTH, Salizylate, Amphotericin B, oder Penicillin G enthalten: Die

gleichzeitige Anwendung mit Furosemid kann zu verstärkten Kaliumverlusten führen (Risiko

starker Kaliumverluste). In diesem Zusammenhang wirken große Mengen an Lakritze

vergleichbar wie Carbenoxolon.

Wenn sich durch die Behandlung mit Furo-Spirobene forte ein Kalium- oder

Magnesiummangel entwickelt, ist die Empfindlichkeit des Herzmuskels gegenüber

bestimmten Herzmitteln (sog. Herzglykoside) erhöht. Es besteht auch ein erhöhtes Risiko für

Herzrhythmusstörungen (inklusive Torsades de pointes), wenn bei einer Elektrolytstörung

gleichzeitig Arzneimittel angewendet werden, die eine bestimmte EKG-Veränderung

(verlängertes QT-Intervall) verursachen können. Dazu zählt z. B. Terfenadin (gegen

Allergien) und bestimmte Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika der

Klassen I und III).

Nierenschädigung (Nephrotoxizität), Gehörschädigung (Ototoxizität):

Die gehörschädigende Wirkung bestimmter Antibiotika, sog. „Aminoglykosiden“ (z. B.

Kanamycin, Gentamicin, Tobramycin) und anderen möglicherweise gehörschädigenden

Arzneimitteln kann bei gleichzeitiger Gabe von Furosemid verstärkt werden. Auftretende

Hörstörungen können dauerhaft sein. Die gleichzeitige Anwendung von Aminoglykosiden

wird der Arzt nur bei zwingenden Gründen verordnen.

Arzneimittel mit nierenschädigender Nebenwirkung (z. B. Antibiotika wie

Aminoglykoside, Cephalosporine, Polymyxine): Furosemid kann die Nebenwirkungen

verstärken, und zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion führen.

Cisplatin (Mittel gegen Krebserkrankungen): Bei gleichzeitiger Anwendung mit Furosemid

ist mit der Möglichkeit eines Hörschadens zu rechnen. Zudem ist das Risiko eines

Nierenschadens erhöht.

Patienten mit hohem Risiko für eine Nierenschädigung durch Röntgenkontrastmittel: Bei

Behandlung dieser Patienten mit Furosemid trat häufiger eine Verschlechterung der

Nierenfunktion nach einer Röntgenkontrastuntersuchung auf, als bei Patienten, die nur eine

intravenöse Flüssigkeitszufuhr vor der Kontrastuntersuchung erhielten.

Sonstige Wechselwirkungen:

Blutzuckersenkende und blutdrucksteigernde Arzneimittel (z. B. Epinephrin,

Norepinephrin): Ihre Wirkung kann bei gleichzeitiger Anwendung von Furo-Spirobene forte

abgeschwächt werden.

Ciclosporin A: die gleichzeitige Verwendung mit Furo-Spirobene forte ist mit einem erhöhten

Risiko von Gelenkentzündung durch Gicht (Arthritis urica) verbunden.

Lithium (gegen bestimmte Depressionen): Die gleichzeitige Verwendung mit Furo-Spirobene

forte kann zu einer Verstärkung der herz- und nervenschädigenden Nebenwirkungen von

Lithium führen. Der Lithiumspiegel im Blut sollte kontrolliert werden.

Hochdosierte Salizylate (Schmerzmittel): die Nebenwirkungen dieser Arzneimittel am

Zentralnervensystem können durch gleichzeitige Anwendung von Furo-Spirobene forte

verstärkt werden.

Risperidon: Der Arzt wird die Vor- und Nachteile einer gemeinsamen Behandlung mit Furo-

Spirobene forte sorgfältig prüfen.

Spironolacton

Sonstige Wechselwirkungen:

Nicht-steroidale Antirheumatika (bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen, Schwellungen

und Entzündungen): Die Kombination mit Spironolacton kann zu einem Anstieg der

Kaliumkonzentration im Blut und damit zu Muskellähmungen und Herzrhythmusstörungen

führen. Außerdem kann die Wirkung von Furo-Spirobene forte abgeschwächt werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Spironolacton in Kombination mit Kaliumsalzen,

Arzneimitteln, die die Ausscheidung von Kalium reduzieren, nicht-steroidalen

Antirheumatika, ACE-Hemmern (z.B. Captopril, Enalapril), Angiotensin-II-

Antagonisten (z.B. Candesartan, Valsartan), harntreibenden Arzneimitteln, die die

Kaliumausscheidung hemmen (Triamteren, Amilorid) oder Trimethoprim und

Trimethoprim/Sulfamethoxazol (beides Arzneimittel zur Behandlung von bakteriellen

Infektionen) kann zu einem schweren, möglicherweise lebensbedrohlichen Anstieg des

Kaliumgehalts im Blut führen.

Carbenoxolon (Arzneimittel zur Behandlung von Magengeschwüren): Spironolacton und

Carbenoxolon können sich gegenseitig in ihrer Wirkung beeinträchtigen. In diesem

Zusammenhang wirken große Mengen an Lakritze vergleichbar wie Carbenoxolon.

Wenn andere blutdrucksenkende Arzneimittel in Kombination mit Furo-Spirobene forte

verabreicht werden, muss mit einem verstärkten Blutdruckabfall gerechnet werden.

Neomycin (Wirkstoff gegen bakterielle Infektionen): die Aufnahme von Spironolacton im

Darm kann verzögert werden.

Furo-Spirobene forte kann zu einer erhöhten Konzentration des Wirkstoffs Digoxin (zur

Herzstärkung) im Blut führen.

Wechselwirkungen mit Laboruntersuchungen

Furo-Spirobene forte kann die Labor-Bestimmung der Digoxin-Konzentration im Blut beeinflussen.

Spironolacton kann bei der Kortisol-Bestimmung nach Mattingly falsch erhöhte Werte verursachen.

Weitere Hinweise

Wurde Furosemid (als Injektion) und der Wirkstoff Chloralhydrat (in Schlafmitteln) innerhalb von 24

Stunden angewendet, kam es in Einzelfällen zu Hitzegefühl, Schweißausbruch, Unruhe, Übelkeit,

Blutdruckanstieg und erhöhtem Puls. Eine solche Reaktion könnte auch mit Furo-Spirobene forte

auftreten.

Einnahme von Furo-Spirobene forte zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Um einem zu starken Verlust von Kalium vorzubeugen, wird eine kaliumreiche Kost empfohlen, z.B.

mageres Fleisch, Kartoffeln, Bananen, Tomaten, Karfiol, Spinat, getrocknete Früchte.

Große Mengen Lakritze können in Kombination mit Furo-Spirobene forte zu verstärkten

Kaliumverlusten führen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie Furo-Spirobene forte nicht einnehmen. Es gibt Hinweise, dass

Spironolacton, ein Wirkstoff von Furo-Spirobene forte, zu Störungen des Hormonhaushaltes bei

weiblichen und männlichen Nachkommen führen kann.

Sie dürfen Furo-Spirobene forte nicht einnehmen, wenn Sie stillen, da die Wirkstoffe bzw. ein

Abbauprodukt in die Muttermilch übergehen bzw. den Milchfluss hemmen können. Wenn eine

Anwendung von Furo-Spirobene forte dennoch erforderlich ist, müssen Sie abstillen.

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

!

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Furo-Spirobene forte kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit

verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von

Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße

bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit

Alkohol.

Furo-Spirobene forte enthält Lactose (Milchzucker).

Bitte nehmen Sie Furo-Spirobene forte daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen

bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

Wie ist Furo-Spirobene forte einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Erwachsene:

Zu Beginn der Behandlung:

Wenn Ihre Erkrankung auf einer Herzmuskelschwäche beruht:

2 Filmtabletten täglich (40 mg Furosemid und 200 mg Spironolacton*).

Wenn Ihre Erkrankung auf eine Leberschädigung zurückgeht:

bis zu maximal 4 Filmtabletten pro Tag (maximal 80 mg Furosemid und 400 mg Spironolacton*).

Für die Weiterbehandlung:

3-6 Tage nach Behandlungsbeginn:

1–2 Filmtabletten täglich (20-40 mg Furosemid und 100-200 mg Spironolacton*).

Bei Bedarf kann Ihr Arzt die Dosis auf bis zu 3 x 1 Filmtablette pro Tag steigern (60 mg Furosemid

und 300 mg Spironolacton). Diese Dosis wird nach Anordnung des Arztes entweder täglich, jeden 2.

oder jeden 3. Tag eingenommen.

Die Tageshöchstdosis beträgt 4 Filmtabletten.

*) Es stehen auch Furo-Spirobene-Filmtabletten (entsprechend 20 mg Furosemid und 50 mg Spironolacton) zur

Verfügung.

Kinder und Jugendliche

Für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor.

Daher wird die Anwendung bei dieser Patientengruppe nicht empfohlen.

Ältere Patienten

Der Arzt entscheidet über die geeignete Dosierung.

Art der Anwendung

Die Filmtabletten sind unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) am besten zum

Frühstück und/oder Mittagessen einzunehmen. Eine abendliche Gabe ist insbesondere in der

Anfangszeit der Behandlung wegen der zu erwartenden verstärkten nächtlichen Harnausscheidung

nicht zu empfehlen.

Dauer der Anwendung

Über die Dauer der Anwendung entscheidet Ihr Arzt. Sie richtet sich nach Art und Schwere Ihrer

Erkrankung und sollte auf einen möglichst kurzen Zeitraum begrenzt werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Furo-Spirobene forte eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie durch ein Versehen zu viele Filmtabletten eingenommen haben oder ein Kind einige

Filmtabletten geschluckt hat, wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt. Dieser kann entsprechend

der Schwere der Überdosierung über die erforderlichen Maßnahmen entscheiden. Halten Sie eine

Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt über den aufgenommenen Wirkstoff informieren

kann.

Beschwerden bei einer Überdosierung:

Die Beschwerden hängen vom Ausmaß des Wasser- und Elektrolytverlustes ab.

Sie umfassen:

Blutdrucksenkung, Kreislaufstörungen beim Wechsel vom Liegen zum Stehen, Elektrolytstörungen

(z.B. von Kalium, Natrium, Chlorid im Blut) oder Störungen des Säure-Basen-Haushalts.

Bei stärkeren Flüssigkeitsverlusten kann es zu „Entwässerung“ und verringerter Blutmenge kommen.

Diese kann zu Verwirrtheit und Benommenheit, zum Kreislaufkollaps, zur Bluteindickung (Risiko für

Blutgerinnseln) und zu einem akuten Nierenversagen führen.

Bei raschen Wasser- und Elektrolytverlusten können Verwirrtheitszustände auftreten. Selten kommt es

zum anaphylaktischen Schock (Beschwerden: Schweißausbrüche, Übelkeit, blau-rote Färbung von

Haut und Schleimhäuten, starker Blutdruckabfall, Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma).

Ein zu hoher Kaliumgehalt im Blut kann zu Herzrhythmusstörungen, Herzstillstand, EKG-

Veränderungen, Blutdruckabfall und Störungen des Gehirns (schlaffe Lähmungen, Apathie,

Verwirrtheitszustände) führen.

Hinweis für den Arzt:

Maßnahmen bei Überdosierung sind am Ende dieser Packungsbeilage angeführt.

Wenn Sie die Einnahme von Furo-Spirobene forte vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben. Nehmen Sie stattdessen einfach die übliche folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Furo-Spirobene forte abbrechen

Unterbrechen oder beenden Sie die Einnahme von Furo-Spirobene forte nicht ohne vorherige

Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Folgende Nebenwirkungen können unter der Behandlung mit Furo-Spirobene forte auftreten:

Sehr häufig (tritt bei mehr als 1 von 10 Patienten auf):

Störungen im Elektrolythaushalt (einschließlich symptomatisch), verminderte Blutmenge und

Austrocknung (v.a. bei älteren Patienten), Verminderte Konzentration im Blut von Kalzium,

und Magnesium; Anstieg von Kreatinin im Blut, Anstieg von Blutfetten (Triglyzeride). Die

mögliche Entwicklung von Elektrolytstörungen wird durch bereits bestehende Erkrankungen

(z. B. Leberzirrhose, Herzmuskelschwäche), andere Medikamente und die Ernährung

beeinflusst.

Niedriger Gehalt an Natrium (Hyponatriämie, kann zu Müdigkeit, Verwirrung, Muskelzucken,

Krämpfen und Bewusstlosigkeit führen), Chlor, Kalium (Hypokaliämie, kann zu

Muskelschwäche, -zuckungen und veränderter Herztätigkeit führen) im Blut;

Blutdruckabfall und Kreislaufstörungen.

Häufig (tritt bei 1 bis 10 von 100 Patienten auf):

Bluteindickung, kann – insbesondere bei älteren Patienten – eine erhöhte Neigung zu

Thrombosen zur Folge haben.

Anstieg von Cholesterin im Blut; erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut (kann zu

Gichtanfällen führen).

Durch chronische Lebererkrankungen kann es zu neurologischen Beschwerden kommen (z.B.

Unruhe, Vergesslichkeit, Zittern, Lethargie, Desorientiertheit, Schläfrigkeit).

Erhöhtes Harnvolumen. Bei sehr starker Harnausscheidung kann es zur „Entwässerung" und

als Folge zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung kommen.

gesteigerte Berührungsempfindlichkeit der Brustwarzen, Brustspannung. Bei Männern kann

eine meist vorübergehende Brustvergrößerung auftreten.

Gelegentlich (tritt bei 1 bis 10 von 1.000 Patienten auf):

Starke Verminderung der Blutplättchen, wodurch erhöhtes Risiko einer Blutung und Neigung

zu Blutergüssen besteht.

allergische Reaktionen (diese können als Haut- und Schleimhautreaktionen auftreten).

Der Blutzuckerspiegel kann unter Behandlung mit Furosemid ansteigen. Das kann bei

Patienten mit bereits bestehender Zuckerkrankheit zu einer Verschlechterung der

Stoffwechsellage führen. Eine bisher nicht bekannte Zuckerkrankheit kann in Erscheinung

treten.

Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Verwirrtheitszustände, Bewegungsstörungen

Sehstörungen, zum Teil auch Verstärkung einer bestehenden Kurzsichtigkeit.

Plötzlich oder ständig auftretende Hörstörungen (Ohrengeräusche, Ohrensausen). Besonders

empfindlich dafür dürften Patienten mit einer Nierenschädigung sein. Mit dieser Möglichkeit

ist vor allem bei zu schneller Injektion in die Vene - insbesondere bei gleichzeitigem

Vorliegen einer Nierenfunktionsstörung oder einer Vermehrung des Gesamteiweißes (z. B. bei

nephrotischem Syndrom) - zu rechnen.

Magen-Darm-Beschwerden (z.B. Erbrechen, Übelkeit Durchfall,Verstopfung)

Juckreiz, Haut- und Schleimhautreaktionen mit Rötung, Blasen- oder Schuppenbildung

(Dermatitis bullosa, Pemphigoid bzw. Exanthem, Purpura, Erythem multiforme, Dermatitis

exfoliativa); erhöhte Lichtempfindlichkeit.

Schmetterlingsflechten-artige Erscheinungen wurden beschrieben.

Selten (tritt bei 1 bis 10 von 10.000 Patienten auf):

Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie), Verringerung aller weißen

Blutkörperchen.

Blutarmut, durch Zerfall der roten Blutkörperchen, kann zu blasser Gesichtsfarbe, Schwäche

und Kurzatmigkeit führen; starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit

Infektneigung und schweren Allgemeinsymptomen (aplastische Anämie, Agranulozytose).

Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen wie ein Kreislaufkollaps (anaphylaktischer Schock).

Erste Anzeichen für einen Schock sind u. a. Hautreaktionen wie heftige Hautrötung oder

Nesselsucht, Schweißausbruch und bläuliche Verfärbung der Haut, weiters Unruhe, Übelkeit,

Kopfschmerz, Atemnot.

Kribbeln oder taubes Gefühl in den Gliedmaßen. Nach sehr hoher Dosierung wurden

Verwirrtheit und Teilnahmslosigkeit beobachtet.

Entzündung der Blutgefäße, oft in Verbindung mit Hautausschlägen.

bei Frauen Vertiefung der Stimmlage, bei Männern Erhöhung der Stimmlage.

Stimmveränderungen können auch in Form von Heiserkeit auftreten.

Stimmveränderungen können bei manchen Patienten bleibend sein.

Nierenentzündung.

Fieberhafte Zustände.

Bei sehr starker Harnausscheidung kann es zur „Entwässerung" und als Folge zum

Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung kommen. Bluteindickung kann - insbesondere bei

älteren Patienten - eine erhöhte Neigung zu Thrombosen zur Folge haben.

Sehr selten (tritt bei weniger als 1 von 10.000 Patienten auf):

Entzündung der Bauchspeicheldrüse, welche zu starken Schmerzen im Bauch-/

Unterleibsbereich und Rücken führt.

Blutungen der Magenschleimhaut und Magen-/Darmgeschwüre (auch mit Blutungen).

Stau der Gallenflüssigkeit und Erhöhung bestimmter Leberwerte (Transaminasen).

Ansteigen der Leberenzyme, Leberentzündung.

entzündliche Rötungen der Haut (auch als Knötchenflechte), Haarausfall.

Knochenerweichung.

Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit kann mit den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt

werden):

Harnstoffanstieg im Blut; Als Folge der Elektrolyt- und Flüssigkeitsverluste kann sich eine

stoffwechselbedingte Störung im Säure-Basen-Haushalt (metabolische Alkalose) entwickeln,

bzw. eine bereits bestehende Alkalose verschlechtern.

Ein stark erhöhter Kaliumgehalt im Blut kann zu Muskellähmungen und

Herzrhythmusstörungen führen.

Eine Übersäuerung des Blutes kann auftreten oder sich verschlechtern. Ein vorübergehender

Anstieg stickstoffhaltiger Stoffe im Harn ist möglich.

Thrombose (Einengung bzw.Verstopfung von Blutgefäßen infolge Blutgerinnselbildung);

Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerz, Schwindel, Sehstörungen, Mundtrockenheit, Durst.

Magen-Darm-Krämpfe.

Schwere Hauterkrankung mit Störung des Allgemeinbefindens, schmerzhafte Blasenbildung

der Haut besonders im Mund-, Augen- und Genitalbereich; schwere Erkrankung der Haut und

Schleimhaut mit ausgedehnter Blasenbildung und Rötung.

Entzündliche Veränderung der Haut mit Pustelbildung (AGEP).

Arzneimittelausschlag mit Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen im Blut und mit

Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens (DRESS).

Vermehrte Behaarung bei Frauen.

Eine Harnabflussbehinderung (z. B. bei Prostatavergrößerung, Harnstauungsniere,

Harnleiterverengung) kann auftreten bzw. verschlechtert werden. Natrium- und

Chloridkonzentration im Harn erhöht. Es kann zur Harnsperre (Harnverhaltung) mit darauf

folgenden Komplikationen kommen.

Nierenversagen.

Bei Frauen wurde das Auftreten von schmerzhaften Schwellungen der Brust und von

Störungen der Regelblutung beschrieben, bei Männern können Potenzstörungen auftreten.

Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen

Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit kann mit den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt

werden): Bei Frühgeborenen mit Atemnotsyndrom kann eine Behandlung mit Furosemid in

den ersten Lebenswochen das Risiko für einen bestimmten Herzfehler erhöhen (eine offene

Verbindung zwischen der Aorta und der Lungenarterie bleibt länger bestehen als unter

normalen Bedingungen; ein sog. persistierender Ductus arteriosus Botalli).

Knochenschädigungen bei Neugeborenen.

Bei Frühgeborenen kann es zur Verkalkung des Nierengewebes und Nierensteinbildung

kommen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Furo-Spirobene forte aufzubewahren?

Nicht über 25°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach

„Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich

auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Furo-Spirobene forte enthält:

Die Wirkstoffe sind: Furosemid und Spironolacton.

1 Filmtablette enthält 20 mg Furosemid und 100 mg Spironolacton.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Carboxymethylstärke-Natrium, Mikrokristalline

Cellulose, Copovidon, Talkum, Natriumdodecylsulfat, Hochdisperses Siliciumdioxid,

Magnesiumstearat; Filmüberzug: Talkum, Titandioxid E 171, Chinolingelb E 104, Eudragit E 100.

Wie Furo-Spirobene forte aussieht und Inhalt der Packung

Furo-Spirobene forte sind hellgelbe, runde, beidseits gewölbte Filmtabletten mit einseitiger

Kreuzkerbe.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das Schlucken zu erleichtern, und nicht zum

Teilen in gleiche Dosen.

Furo-Spirobene forte ist in Blisterpackungen aus PVC-/Aluminium-Folie mit 20 Filmtabletten

erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

TEVA B.V.

Swensweg 5

2031 GA Haarlem

Niederlande

Tel.-Nr.: +43/1/97007-0

Fax-Nr.:+43/1/97007-66

e-mail: info@ratiopharm.at

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Straße 3

89143 Blaubeuren

Deutschland

Z.Nr.: 1-21921

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2016.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Behandlung einer Überdosierung

Bei Überdosierung oder Anzeichen einer Hypovolämie (Hypotonie, orthostatische

Regulationsstörungen) muss die Behandlung mit Furo-Spirobene forte umgehend abgesetzt werden.

Die Therapie ist symptomatisch und unterstützend.

Bei nur kurz zurückliegender Einnahme kann durch Maßnahmen der primären Giftelimination

(induziertes Erbrechen, Magenspülung) oder resorptionsmindernde Maßnahmen (medizinische Kohle)

versucht werden, die systemische Aufnahme von Furo-Spirobene forte zu vermindern.

In schweren Fällen müssen unter intensivmedizinischen Bedingungen die vitalen Parameter überwacht

sowie wiederholt Kontrollen des Wasser- und Elektrolythaushaltes, des Säure-Basen-Haushaltes, des

Blutzuckers und der harnpflichtigen Substanzen durchgeführt und Abweichungen gegebenenfalls

korrigiert werden.

Bei Patienten mit Miktionsstörungen (z.B. bei Patienten mit Prostatahypertrophie) muss für freien

Harnabfluss gesorgt werden, da eine plötzlich einsetzende Harnflut zu einer Harnsperre mit

Überdehnung der Blase führen kann.

Spezifische Antidots gegen Spironolacton und Furosemid sind nicht bekannt.

Therapeutische Maßnahmen

- bei Hypovolämie und Hyponatriämie: Natrium- und Volumensubstitution

- bei Kreislaufkollaps:

Schocklagerung, falls nötig Schocktherapie

- bei Hypokaliämie:

Kaliumsubstitution

- bei Hyperkaliämie:

Bedrohliche

Hyperkaliämien

müssen

unverzüglich

einer

Intensivbehandlung zugeführt werden.

Normalisierung des Verhältnisses zwischen intra- und extrazellulärer Kaliumkonzentration:

Natriumhydrogencarbonat erhöht über einen direkten Mechanismus die Kaliumaufnahme der Zelle:

Infusion von 50 – 100 ml einer 1molaren (8,4%igen) Natriumhydrogencarbonatlösung i.v.

(Wirkungseintritt: nach wenigen Minuten; Wirkungsdauer: mehrere Stunden).

Der Kaliumeinstrom in die Zelle wird besonders durch Glukose gefördert: z. B. 200 ml einer 25%igen

(1,4 mol/l) Glukoselösung und 25 I.E. Altinsulin (1 I.E. Altinsulin pro 2 g Glukose) i.v. innerhalb von

30 – 60 Minuten infundieren (Wirkungsdauer: mehrere Stunden).

Elimination eines ggf. vorhandenen Kaliumüberschusses:

Nach den oben erwähnten Notfallmaßnahmen sollte überschüssiges Kalium durch längerfristig

wirkende Maßnahmen aus dem Körper eliminiert werden. Lässt sich die renale Ausscheidung nicht

steigern (z.B. durch Injektion von Furosemid), sind extrarenale Eliminationswege zu wählen. Hier ist

die orale Gabe von Kationen-Austauscherharzen (z.B. Resonium A oder Calcium Resonium) zu

empfehlen.

Lässt sich mit diesen Maßnahmen keine Normalisierung der extrazellulären Kaliumkonzentration

erreichen, ist eine Peritoneal- oder Hämodialyse unumgänglich.

7-9-2018

SCA Pharmaceuticals LLC. Issues Voluntary Nationwide Recall of Furosemide 100 mg in 0.9% Sodium Chloride due to Presence of Precipitate

SCA Pharmaceuticals LLC. Issues Voluntary Nationwide Recall of Furosemide 100 mg in 0.9% Sodium Chloride due to Presence of Precipitate

, SCA Pharmaceuticals LLC (“SCA Pharma”) is voluntarily recalling 7 lots of the injectable product Furosemide 100 mg in 0.9% Sodium Chloride 100 mg bag to the consumer level. This product is being recalled for visible particulate matter believed to be furosemide precipitate.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

28-8-2018

Accord Healthcare Inc. Issues Voluntary Nationwide Recall of Hydrochlorothiazide Tablets USP 12.5 Mg Due to Labeling Mix-up

Accord Healthcare Inc. Issues Voluntary Nationwide Recall of Hydrochlorothiazide Tablets USP 12.5 Mg Due to Labeling Mix-up

A 100 count bottle of Hydrochlorothiazide Tablets USP 12.5 mg has been found to contain 100 Spironolactone Tablets USP 25 mg. Since the individual lot, PW05264, of the product is involved in a potential mix-up of labeling, Accord is recalling this individual lot from the market.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

24-7-2018

Furosemid Heumann, Tabletten

Rote - Liste