Fulvestrant Mylan

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Fulvestrant Mylan
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Fulvestrant Mylan
    Europäische Union
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Endokrine Therapie
  • Therapiebereich:
  • Brustgeschwulste
  • Anwendungsgebiete:
  • Fulvestrant ist für die Behandlung von Östrogen-Rezeptor-positiv angezeigt; lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs bei postmenopausalen Frauen: • nicht zuvor mit endokriner Therapie behandelt, oder; • bei einem Rückfall der Krankheit bei oder nach einer adjuvanten Antiöstrogentherapie oder bei Fortschreiten der Krankheit bei Antiestrogen-Therapie.

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • EMA - European Medicines Agency
  • Berechtigungsstatus:
  • Autorisiert
  • Zulassungsnummer:
  • EMEA/H/C/004649
  • Berechtigungsdatum:
  • 08-01-2018
  • EMEA-Code:
  • EMEA/H/C/004649
  • Letzte Änderung:
  • 28-02-2018

Öffentlichen Beurteilungsberichts

© European Medicines Agency, 2018. Reproduction is authorised provided the source is acknowledged.

EMA/754074/2017

EMEA/H/C/004649

Zusammenfassung des EPAR für die Öffentlichkeit

Fulvestrant Mylan

Fulvestrant

Dies ist eine Zusammenfassung des Europäischen Öffentlichen Beurteilungsberichts (EPAR) für

Fulvestrant Mylan. Hierin wird erläutert, wie die Agentur das Arzneimittel beurteilt hat, um zu ihren

Empfehlungen für die Zulassung des Arzneimittels in der EU und die Anwendungsbedingungen zu

gelangen. Diese Zusammenfassung ist nicht als praktischer Rat zur Anwendung von Fulvestrant Mylan

zu verstehen.

Wenn Sie als Patient praktische Informationen über Fulvestrant Mylan benötigen, lesen Sie bitte die

Packungsbeilage oder wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist Fulvestrant Mylan und wofür wird es angewendet?

Fulvestrant Mylan ist ein Antiöstrogen zur Behandlung von fortgeschrittenem oder metastasiertem

Brustkrebs (Krebs, der sich auf andere Teile des Körpers ausgebreitet hat) bei postmenopausalen

Frauen mit einer Art von Brustkrebs, der als „östrogenrezeptorpositiver Krebs“ bezeichnet wird, und

die zuvor keine Hormonbehandlung erhalten haben oder deren Krebs nach einer Behandlung mit einem

anderen Antiöstrogen erneut aufgetreten ist.

Fulvestrant Mylan enthält den Wirkstoff Fulvestrant.

Fulvestrant Mylan ist ein „Generikum“. Dies bedeutet, dass Fulvestrant Mylan denselben Wirkstoff

enthält und auf dieselbe Weise wirkt wie ein bereits in der Europäischen Union (EU) zugelassenes

„Referenzarzneimittel“, Faslodex. Weitere Informationen über Generika finden Sie in dem Frage- und

Antwort-Dokument hier

Wie wird Fulvestrant Mylan angewendet?

Fulvestrant Mylan ist nur auf ärztliche Verschreibung als Injektionslösung in Fertigspritzen erhältlich

(250 mg). Die empfohlene Dosis beträgt 500 mg einmal pro Monat sowie eine zusätzliche 500-mg-

Fulvestrant Mylan

EMA/754074/2017

Seite 2/2

Dosis zwei Wochen nach der ersten Dosis. Die Dosis wird in zwei Injektionen verabreicht, die jeweils

über eine Dauer von ein bis zwei Minuten in einen Gesäßmuskel injiziert werden.

Wie wirkt Fulvestrant Mylan?

Die meisten Arten von Brustkrebs werden zum Wachstum angeregt, wenn das Hormon Östrogen an die

Ziele (Rezeptoren) auf den Krebszellen bindet. Der Wirkstoff in Fulvestrant Mylan, Fulvestrant, ist ein

Antiöstrogen. Es blockiert die Rezeptoren für Östrogen auf Zellen und führt dazu, dass die Anzahl an

Östrogenrezeptoren sinkt. Infolgedessen werden die Krebszellen nicht vom Östrogen zum Wachstum

angeregt, was das Wachstum des Tumors verlangsamt.

Wie wurde Fulvestrant Mylan untersucht?

Studien zu Nutzen und Risiken des Wirkstoffs im genehmigten Anwendungsbereich wurden bereits für

das Referenzarzneimittel, Faslodex, durchgeführt und müssen daher für Fulvestrant Mylan nicht

wiederholt werden.

Wie bei jedem Arzneimittel legte das Unternehmen Studien zur Qualität von Fulvestrant Mylan vor. Es

waren keine „Bioäquivalenz“-Studien erforderlich, um zu ermitteln, ob Fulvestrant Mylan in ähnlicher

Weise wie das Referenzarzneimittel resorbiert wird, um denselben Spiegel des Wirkstoffs im Blut zu

erzeugen. Das liegt daran, dass Fulvestrant Mylan dieselbe Zusammensetzung wie das

Referenzarzneimittel hat und davon ausgegangen wird, dass der Wirkstoff, wenn er als Injektion in den

Muskel gegeben wird, in beiden Arzneimitteln in derselben Weise resorbiert wird.

Welcher Nutzen und welche Risiken sind mit Fulvestrant Mylan verbunden?

Da Fulvestrant Mylan ein Generikum ist, wird davon ausgegangen, dass es den gleichen Nutzen und

die gleichen Risiken wie das Referenzarzneimittel aufweist.

Warum wurde Fulvestrant Mylan zugelassen?

Die Europäische Arzneimittel-Agentur gelangte zu dem Schluss, dass gemäß den Anforderungen der EU

für Fulvestrant Mylan der Nachweis erbracht wurde, dass es mit Faslodex vergleichbar ist. Die Agentur

war daher der Ansicht, dass wie bei Faslodex der Nutzen gegenüber den festgestellten Risiken

überwiegt, und empfahl, Fulvestrant Mylan zur Anwendung in der EU zuzulassen.

Welche Maßnahmen werden zur Gewährleistung der sicheren und

wirksamen Anwendung von Fulvestrant Mylan ergriffen?

Empfehlungen und Vorsichtsmaßnahmen zur sicheren und wirksamen Anwendung von Fulvestrant

Mylan, die von Angehörigen der Heilberufe und Patienten befolgt werden müssen, wurden in die

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels und die Packungsbeilage aufgenommen.

Weitere Informationen über Fulvestrant Mylan

Den vollständigen Wortlaut des EPAR für Fulvestrant Mylan finden Sie auf der Website der Agentur:

ema.europa.eu/Find medicine/Human medicines/European public assessment reports. Wenn Sie

weitere Informationen zur Behandlung mit Fulvestrant Mylan benötigen, lesen Sie bitte die

Packungsbeilage (ebenfalls Teil des EPAR) oder wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Den vollständigen Wortlaut des EPAR für das Referenzarzneimittel finden Sie ebenfalls auf der Website

der Agentur.

Packungsbeilage

ANHANG I

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Fulvestrant Mylan 250 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Eine Fertigspritze enthält 250 mg Fulvestrant in 5 ml Lösung.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung

Eine Dosis enthält 500 mg Benzylalkohol und bis zu 1000 mg Ethanol.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung in einer Fertigspritze

Klare, farblose bis gelbe, viskose Lösung.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Fulvestrant ist angezeigt zur Behandlung von Östrogenrezeptor-positivem, lokal fortgeschrittenem

oder metastasiertem Mammakarzinom bei postmenopausalen Frauen:

die keine vorhergehende endokrine Therapie erhalten haben, oder

mit Rezidiv während oder nach adjuvanter Antiöstrogen-Therapie oder bei Progression der

Erkrankung unter Antiöstrogen-Therapie.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene Frauen (einschließlich älterer Frauen)

Die empfohlene Dosis beträgt 500 mg in Abständen von einem Monat, wobei zwei Wochen nach der

Anfangsdosis eine zusätzliche 500-mg-Dosis gegeben wird.

Besondere Patientengruppen

Niereninsuffizienz

Bei Patientinnen mit leichter bis mittelschwerer Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-

Clearance ≥30 ml/min) wird keine Dosisanpassung empfohlen. Die Sicherheit und Wirksamkeit bei

Patientinnen mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance <30 ml/min) sind

nicht untersucht worden, daher ist Fulvestrant Mylan bei diesen Patientinnen mit Vorsicht

anzuwenden (siehe Abschnitt 4.4).

Leberinsuffizienz

Eine Dosisanpassung wird bei Patientinnen mit leichter bis mittelschwerer Einschränkung der

Leberfunktion nicht empfohlen.

Trotzdem sollte Fulvestrant bei diesen Patientinnen mit Vorsicht angewendet werden, da die

Exposition von Fulvestrant erhöht sein kann. Es liegen keine Daten von Patientinnen mit schweren

Leberfunktionsstörungen vor (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.2).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Fulvestrant bei Kindern von Geburt bis zum Alter von 18 Jahren

ist nicht erwiesen. Zurzeit vorliegende Daten werden in den Abschnitten 5.1 und 5.2 beschrieben; eine

Dosierungsempfehlung kann jedoch nicht gegeben werden.

Art der Anwendung

Fulvestrant Mylan ist zur intramuskulären Anwendung. Es sollte langsam in Form von zwei

unmittelbar aufeinander folgenden 5-ml-Injektionen intramuskulär ins Gesäß appliziert werden (1-

2 Minuten/Injektion), eine in jede Gesäßhälfte (Glutealbereich).

Wenn Fulvestrant Mylan dorsogluteal injiziert wird, ist aufgrund der Nähe zum tiefer liegenden

Ischiasnerv Vorsicht geboten.

Detaillierte Hinweise zur Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6).

Schwere Einschränkung der Leberfunktion (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Fulvestrant sollte bei Patientinnen mit leichter bis mittelschwerer Einschränkung der Leberfunktion

mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitte 4.2, 4.3 und 5.2).

Fulvestrant sollte bei Patientinnen mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-

Clearance von weniger als 30 ml/min) mit Vorsicht angewendet werden.

Aufgrund der intramuskulären Applikation sollte Fulvestrant bei Patientinnen mit Blutungsneigung,

Thrombozytopenie oder bei Patientinnen, die Antikoagulanzien erhalten, nur mit Vorsicht angewendet

werden.

Thromboembolische Ereignisse werden bei Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs häufig

beobachtet und wurden auch in klinischen Studien mit Fulvestrant beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).

Dies sollte berücksichtigt werden, wenn Fulvestrant für Risikopatientinnen verschrieben wird.

Injektionsstellenbedingte Ereignisse, einschließlich Ischialgie, Neuralgie, neuropathischer Schmerz

und periphere Neuropathie, sind im Zusammenhang mit einer Fulvestrant-Injektion berichtet worden.

Aufgrund der Nähe zum tiefer liegenden Ischiasnerv ist bei dorsoglutealer Injektion von Fulvestrant

Vorsicht geboten (siehe Abschnitte 4.2 und 4.8).

Es liegen keine Daten zur Langzeitwirkung von Fulvestrant auf die Knochen vor. Aufgrund des

Wirkungsmechanismus von Fulvestrant besteht ein potenzielles Osteoporoserisiko.

Beeinträchtigung von Östradiol-Antikörper-Assays

Aufgrund der strukturellen Ähnlichkeit von Fulvestrant und Östradiol kann Fulvestrant Antikörper

basierte Östradiol-Assays stören und zu falsch erhöhten Östradiolwerten führen.

Kinder und Jugendliche

Fulvestrant wird für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen, da Sicherheit und

Wirksamkeit bei dieser Patientengruppe nicht erwiesen sind (siehe Abschnitt 5.1).

Fulvestrant Mylan enthält 10 Vol.-% Ethanol (Alkohol)

Das sind bis zu 1000 mg pro Dosis, entsprechend 20 ml Bier oder 8 ml Wein.

Ein gesundheitliches Risiko besteht u.a. bei Leberkranken, Alkoholkranken, Epileptikern, Patienten

mit organischen Erkrankungen des Gehirns, Schwangeren, Stillenden und Kindern.

Fulvestrant Mylan enthält Benzylalkohol

Dieses Arzneimittel enthält 500 mg Benzylalkohol in 5 ml. Benzylalkohol kann allergische

Reaktionen hervorrufen.

Doping-Hinweis

Die Anwendung von Fulvestrant Mylan kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Eine klinische Studie zur Erfassung von Wechselwirkungen mit Midazolam (Substrat von CYP3A4)

zeigte, dass Fulvestrant CYP3A4 nicht inhibiert. Klinische Interaktionsstudien mit Rifampicin

(Induktor von CYP3A4) und Ketoconazol (Inhibitor von CYP3A4) zeigten keine klinisch relevanten

Veränderungen in der Clearance von Fulvestrant. Daher ist eine Dosierungsanpassung für

Patientinnen, die gleichzeitig Fulvestrant und CYP3A4-Inhibitoren oder -Induktoren erhalten, nicht

erforderlich.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter

Patientinnen im gebärfähigen Alter sollten angewiesen werden, während der Behandlung eine

zuverlässige Verhütungsmethode anzuwenden.

Schwangerschaft

Fulvestrant ist während der Schwangerschaft kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3). Bei Ratten und

Kaninchen wurde gezeigt, dass Fulvestrant nach intramuskulären Einzeldosen die Plazenta passiert.

Tierstudien haben eine Reproduktionstoxizität, einschließlich einer höheren Inzidenz von fetalen

Anomalien und Todesfällen, gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Falls unter der Behandlung mit Fulvestrant

eine Schwangerschaft eintritt, muss die Patientin über die mögliche Gefahr für den Fetus und das

potenzielle Risiko einer Fehlgeburt informiert werden.

Stillzeit

Während der Behandlung mit Fulvestrant muss mit dem Stillen aufgehört werden. Fulvestrant geht bei

laktierenden Ratten in die Muttermilch über. Es ist nicht bekannt, ob Fulvestrant beim Menschen in

die Muttermilch übergeht. Aufgrund möglicher schwerwiegender Nebenwirkungen durch Fulvestrant

bei Säuglingen ist die Anwendung während der Stillzeit kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Fertilität

Beim Menschen wurden die Auswirkungen von Fulvestrant auf die Fertilität nicht untersucht.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Fulvestrant hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Während der Behandlung mit Fulvestrant wurde jedoch sehr

häufig über Asthenie berichtet. Daher ist bei Patientinnen, bei denen diese Nebenwirkung auftritt,

beim Führen von Fahrzeugen und beim Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten.

4.8

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Dieser Abschnitt beinhaltet Informationen, die auf allen Nebenwirkungen aus klinischen Studien,

Studien nach Produkteinführung oder spontanen Fallberichten basieren. Die am häufigsten

angegebenen Nebenwirkungen sind Reaktionen an der Injektionsstelle, Asthenie, Übelkeit und erhöhte

Leberenzymwerte (ALT, AST, ALP).

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Die folgenden Häufigkeitskategorien für Nebenwirkungen (Adverse drug reactions, ADRs) wurden

auf der Basis der Fulvestrant-500-mg-Behandlungsgruppe in studienübergreifenden

Sicherheitsanalysen bestimmt, die Fulvestrant 500 mg mit Fulvestrant 250 mg verglichen [CONFIRM

(Studie D6997C00002), FINDER 1 (Studie D6997C00004), FINDER 2 (Studie D6997C00006) und

NEWEST (Studie D6997C00003)] bzw. allein auf Basis der FALCON-Studie (Studie

D699BC00001), die Fulvestrant 500 mg mit Anastrozol 1 mg verglich. Wenn die Häufigkeiten bei der

studienübergreifenden Sicherheitsanalyse und FALCON unterschiedlich waren, wird jeweils die

höchste Häufigkeit dargestellt. Die Häufigkeitsangaben in der nachfolgenden Tabelle beruhen auf

allen berichteten Ereignissen, unabhängig von der Bewertung des Kausalzusammenhangs durch den

Prüfarzt.

Die unten aufgelisteten Nebenwirkungen sind entsprechend ihrer Häufigkeit und der

Systemorganklasse (SOC) klassifiziert.

Die Häufigkeitsgruppierungen sind gemäß folgender Konvention definiert: sehr häufig (≥1/10), häufig

(≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1.000, <1/100). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppierung sind die

Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad geordnet.

Tabelle 1

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen nach Systemorganklassen und Häufigkeit

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Häufig

Infektionen des Harntrakts

Erkrankungen des Blutes und des

Lymphsystems

Häufig

Thrombozytopenie

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr häufig

Überempfindlichkeitsreaktionen

Gelegentlich

Anaphylaktische Reaktionen

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig

Anorexie

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig

Kopfschmerzen

Gefäßerkrankungen

Sehr häufig

Hitzewallungen

Häufig

Venöse Thromboembolien

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig

Übelkeit

Häufig

Erbrechen, Durchfall

Leber- und Gallenerkrankungen

Sehr häufig

Erhöhte Leberenzymwerte (ALT,

AST, ALP)

Häufig

Erhöhte Bilirubinwerte

Gelegentlich

Leberversagen

, Hepatitis, erhöhte

Gamma-GT-Werte

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Sehr häufig

Hautausschlag

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Sehr häufig

Gelenk- und muskuloskelettale

Schmerzen

Häufig

Rückenschmerzen

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und

der Brustdrüse

Häufig

vaginale Blutungen

Gelegentlich

Vaginale Candidose, Leukorrhö

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig

Asthenie

, Reaktionen an der

Injektionsstelle

Häufig

Periphere Neuropathie

, Ischialgie

Gelegentlich

Blutungen an der Injektionsstelle,

Hämatome an der Injektionsstelle,

Neuralgie

Schließt Nebenwirkungen ein, für die infolge der Grunderkrankung das genaue Ausmaß des Beitrags von

Fulvestrant nicht bewertet werden kann.

Der Begriff Reaktionen an der Injektionsstelle umfasst nicht die Begriffe Blutungen an der

Injektionsstelle und Hämatome an der Injektionsstelle, Ischialgie, Neuralgie und periphere Neuropathie.

Das Ereignis wurde nicht im Rahmen der großen klinischen Studien (CONFIRM, FINDER 1, FINDER 2,

NEWEST) beobachtet.

Die Häufigkeit wurde berechnet, indem der obere Grenzwert des 95% Konfidenzintervalls als

Punktschätzwert herangezogen wurde. Dies wird berechnet mit 3/560 (wobei 560 die Anzahl an

Patientinnen in den großen klinischen Studien darstellt), was der Häufigkeitskategorie „gelegentlich“

entspricht.

Einschließlich: Arthralgie und weniger häufig muskuloskelettale Schmerzen, Myalgie und Schmerzen in

den Extremitäten.

Die Häufigkeitskategorie unterscheidet sich zwischen dem studienübergreifenden Sicherheitsdatensatz

und FALCON.

Die Nebenwirkung wurde in der FALCON-Studie nicht beobachtet.

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Die unten aufgeführten Beschreibungen basieren auf dem Datensatz der Sicherheitsanalyse von

228 Patientinnen, die zumindest eine (1) Fulvestrant-Dosis erhielten, bzw. von 232 Patientinnen, die

zumindest eine (1) Anastrozol-Dosis in der Phase-3-FALCON-Studie erhielten.

Gelenk- und muskuloskelettale Schmerzen

In der FALCON-Studie betrug die Anzahl der Patientinnen, die die Nebenwirkung Gelenk- und

muskuloskelettale Schmerzen meldeten, 65 (31,2 %) bzw. 48 (24,1 %) im Fulvestrant- bzw.

Anastrozol-Arm. Von den 65 Patientinnen im Fulvestrant-Arm meldeten 40 % (26/65) der

Patientinnen Gelenk- und muskuloskelettale Schmerzen innerhalb des ersten Behandlungsmonats und

66,2 % (43/65) der Patientinnen innerhalb der ersten 3 Behandlungsmonate. Bei keiner Patientin

waren diese Nebenwirkungen vom CTCAE-Grad ≥ 3 oder erforderten eine Dosisreduktion, eine

Dosisunterbrechung oder einen Behandlungsabbruch aufgrund dieser Nebenwirkungen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Es gibt einzelne Berichte Überdosierung mit Fulvestrant beim Menschen. Falls eine Überdosierung

eintritt, wird eine unterstützende symptomatische Behandlung empfohlen. Tierstudien weisen darauf

hin, dass sich unter höheren Fulvestrant-Dosen keine anderen Wirkungen zeigen als solche, die direkt

oder indirekt in Zusammenhang mit der antiöstrogenen Wirkung stehen (siehe Abschnitt 5.3).

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Endokrine Therapie, Antiöstrogene, ATC-Code: L02BA03

Wirkmechanismus und pharmakodynamische Wirkungen

Fulvestrant ist ein kompetitiver Östrogenrezeptor (ER)-Antagonist mit einer dem Östradiol

vergleichbaren Affinität. Fulvestrant blockiert die trophischen Wirkungen der Östrogene, ohne partiell

agonistische (östrogenartige) Aktivität. Der Wirkmechanismus ist mit einer Reduktion der

Östrogenrezeptorprotein-Spiegel verknüpft.

Klinische Studien mit postmenopausalen Frauen mit primärem Mammakarzinom haben gezeigt, dass

Fulvestrant das ER-Protein in ER-positiven Tumoren im Vergleich zu Placebo signifikant reduziert. In

Übereinstimmung mit dem Fehlen von intrinsischen Östrogen-agonistischen Wirkungen war die

Expression des Progesteronrezeptors ebenfalls signifikant vermindert. Es wurde auch gezeigt, dass

Fulvestrant 500 mg bei Mammakarzinomen unter postmenopausalen, neoadjuvanten Bedingungen den

Östrogenrezeptor und den Proliferationsmarker Ki67 stärker reduziert als Fulvestrant 250 mg.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit bei fortgeschrittenem Mammakarzinom

Es wurde eine klinische Phase-3-Studie mit 736 postmenopausalen Frauen mit fortgeschrittenem

Mammakarzinom durchgeführt, die ein Wiederauftreten der Erkrankung während oder nach einer

adjuvanten Hormontherapie oder in der Folge der Hormontherapie der fortgeschrittenen Erkrankung

eine Progression zeigten. Die Studie umfasste 423 Patientinnen, deren Erkrankung während einer

Antiöstrogen-Therapie wieder aufgetreten oder fortgeschritten war (AE Untergruppe) und 313

Patientinnen, deren Erkrankung während einer Aromatasehemmer-Therapie wieder aufgetreten oder

fortgeschritten war (AI Untergruppe). In dieser Studie wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von

Fulvestrant 500 mg (n=362) mit Fulvestrant 250 mg (n=374) verglichen. Das progressionsfreie

Überleben (Progression-free survival, PFS) war der primäre Endpunkt; entscheidende sekundäre

Endpunkte zur Wirksamkeit waren objektive Ansprechrate (Objective response rate, ORR), klinische

Nutzenrate (Clinical benefit rate, CBR) und Gesamtüberleben (Overall survival, OS). Ergebnisse zur

Wirksamkeit aus der CONFIRM-Studie sind in Tabelle 2 zusammengefasst.

Tabelle 2

Zusammenfassung der Ergebnisse für den primären Wirksamkeitsendpunkt (PFS) und

entscheidende sekundäre Wirksamkeitsendpunkte aus der CONFIRM-Studie

Variable

Art der

Schätzung;

Vergleich der

Behandlung

Fulvestrant

500 mg

(N=362)

Fulvestrant

250 mg

(N=374)

Vergleich zwischen Gruppen

(Fulvestrant 500 mg/ Fulvestrant 250 mg)

Hazard ratio

95%-CI

p-Wert

PFS

K-M Median

in Monaten;

Hazard ratio

Alle Patientinnen

0,80

0,68; 0,94

0,006

-AE Untergruppe (n=423)

0,76

0,62; 0,94

0,013

-AI Untergruppe (n=313)

a

0,85

0,67; 1,08

0,195

OS

b

K-M Median

in Monaten;

Hazard ratio

Alle Patientinnen

26,4

22,3

0,81

0,69; 0,96

0,016

-AE Subgruppe (n=423)

30,6

23,9

0,79

0,63; 0,99

0,038

-AI Subgruppe (n=313)

a

24,1

20,8

0,86

0,67; 1,11

0,241

Variable

Art der

Schätzung;

Fulvestrant

500 mg

Fulvestrant

250 mg

Vergleich zwischen Gruppen

(Fulvestrant 500 mg/Fulvestrant 250 mg)

Vergleich der

Behandlung

(N=362)

(N=374)

Absoluter

Unterschied

in %

95%-CI

ORR

d

% der

Patientinnen

mit OR;

absoluter

Unterschied

in %

Alle Patientinnen

13,8

14,6

-0,8

-5,8; 6,3

-AE Subgruppe (n=296)

18,1

19,1

-1,0

-8,2; 9,3

-AI Subgruppe (n=205)

a

-1,0

-5,5; 9,8

CBR

e

% der

Patientinnen

mit CB;

absoluter

Unterschied

in %

Alle Patientinnen

45,6

39,6

-1,1; 13,3

-AE Subgruppe (n=423)

52,4

45,1

-2,2; 16,6

-AI Subgruppe (n=313)

a

36,2

32,3

-6,1; 15,2

Fulvestrant ist angezeigt für Patientinnen, deren Erkrankung während einer Antiöstrogen-Therapie wieder

aufgetreten oder fortgeschritten war. Die Ergebnisse in der AI Untergruppe sind nicht beweiskräftig.

Die Darstellung des OS bezieht sich auf die finalen Überlebensanalysen bei einer Datenreife von 75%.

Nominaler p-Wert ohne Multiplizitätsbereinigung zwischen den initialen Gesamtüberlebensanalysen bei einer

Datenreife von 50% und den aktualisierten Überlebensanalysen bei einer Datenreife von 75%.

ORR wurde bei den Patientinnen beurteilt, die bezüglich des Ansprechens bei Studienbeginn auswertbar waren

(d. h. die mit einer messbaren Erkrankung bei Studienbeginn: 240 Patientinnen in der Fulvestrant-500-mg-Gruppe

und 261 Patientinnen in der Fulvestrant-250-mg-Gruppe).

Patientinnen mit bestem objektivem Ansprechen in Form vollständigen Ansprechens, teilweisen Ansprechens oder

stabiler Erkrankung ≥24 Wochen.

PFS: Progression-free survival (progressionsfreies Überleben); ORR: Objective response rate (objektive

Ansprechrate); OR: Objective response (objektives Ansprechen); CBR: Clinical benefit rate (klinische

Nutzenrate); CB: Clinical benefit (klinischer Nutzen); OS: Overall survival (Gesamtüberleben); K-M: Kaplan-

Meier; CI: Confidence intervall (Konfidenzintervall); AI: Aromatase inhibitor (Aromatasehemmer); AE: Anti-

estrogen (Antiöstrogen).

Es wurde eine randomisierte, doppelblinde, multizentrische Phase-3-Studie im

Double-Dummy

-Design

mit Fulvestrant 500 mg versus Anastrozol 1 mg mit postmenopausalen Frauen mit ER-positivem

und/oder PgR-positivem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs durchgeführt, die

vorher keine endokrine Therapie erhalten hatten. Insgesamt wurden 462 Patientinnen 1:1 sequenziell

randomisiert, um entweder Fulvestrant 500 mg oder Anastrozol 1 mg zu erhalten.

Die Randomisierung wurde gemäß Krankheitsstadium (lokal fortgeschritten oder metastasiert),

vorangegangener Chemotherapie aufgrund fortgeschrittener Erkrankung und messbarer Erkrankung

stratifiziert.

Der primäre Wirksamkeitsendpunkt der Studie war das vom Prüfarzt beurteilte progressionsfreie

Überleben (PFS), bewertet anhand von RECIST 1.1 (

Response Evaluation Criteria in Solid Tumours

Zu den entscheidenden sekundären Wirksamkeitsendpunkten gehörten Gesamtüberleben (OS) und

objektive Ansprechrate (ORR).

Das Durchschnittsalter der in diese Studie aufgenommenen Patientinnen betrug 63 Jahre (Bereich 36-

90). Die Mehrzahl der Patientinnen (87,0 %) wies zu Studienbeginn eine Metastasierung auf.

Fünfundfünfzig Prozent (55,0 %) der Patientinnen wiesen zu Studienbeginn eine viszerale

Metastasierung auf. Insgesamt 17,1 % der Patientinnen hatten vorher eine Chemotherapie gegen die

fortgeschrittene Erkrankung erhalten; 84,2 % der Patientinnen hatten eine messbare Erkrankung.

Über die Mehrzahl der präspezifizierten Patientinnen-Subgruppen wurden konsistente Ergebnisse

beobachtet. Für die Subgruppe der Patientinnen mit einer Erkrankung, die sich auf nichtviszerale

Metastasen (n=208) beschränkte, betrug die HR 0,592 (95 %-CI: 0,419; 0,837) für den Fulvestrant -

Arm im Vergleich zum Anastrozol-Arm. Für die Subgruppe der Patientinnen mit viszeralen

Metastasen (n=254) betrug die HR 0,993 (95 %-CI: 0,740; 1,331) für den Fulvestrant -Arm im

Vergleich zum Anastrozol-Arm. Die Wirksamkeitsergebnisse der FALCON-Studie sind in Tabelle 3

und Abbildung 1 dargestellt.

Tabelle 3

Zusammenfassung der Ergebnisse für den primären Wirksamkeitsendpunkt

(PFS) und entscheidende sekundäre Wirksamkeitsendpunkte (Beurteilung durch

den Prüfarzt,

Intent-To-Treat-

Population) – FALCON-Studie

Fulvestrant

500 mg

(N=230)

Anastrozol

1 mg

(N=232)

Progressionsfreies Überleben

Anzahl von PFS-Ereignissen (%)

143 (62,2 %)

166 (71,6 %)

PFS-

Hazard Ratio

(95 %-CI)

und p-Wert

HR 0,797 (0,637

0,999)

p = 0.0486

PFS-Median [Monate (95 %-CI)]

16,6 (13,8; 21,0)

13,8 (12,0; 16,6)

Anzahl von OS-Ereignissen*

67 (29,1 %)

75 (32,3 %)

OS-

Hazard Ratio

(95 %-CI) und

p-Wert

HR 0,875 (0,629

1,217)

p = 0,4277

ORR**

89 (46,1 %)

88 (44,9 %)

ORR-Odds-Ratio (95 %-CI) und

p-Wert

OR 1,074 (0,716 – 1,614)

p = 0,7290

Mediane DoR (Monate)

20,0

13,2

CBR

180 (78,3 %)

172 (74,1 %)

CBR-Odds-Ratio (95 %-CI) und

p-Wert

OR 1,253 (0,815 – 1,932)

p = 0,3045

*(31 % Datenreife) – keine finale OS-Analyse

**für Patientinnen mit messbarer Erkrankung

Abbildung 1

Kaplan-Meier-Kurve zum progressionsfreien Überleben (Beurteilung durch den

Prüfarzt,

Intent-To-Treat-

Population) – FALCON-Studie

Es wurden zwei klinische Phase-3-Studien mit insgesamt 851 postmenopausalen Frauen mit

fortgeschrittenem Mammakarzinom abgeschlossen, die ein Wiederauftreten der Erkrankung während

oder nach einer adjuvanten endokrinen Therapie oder in der Folge einer endokrinen Therapie der

fortgeschrittenen Erkrankung eine Progression zeigten. Im Patientinnenkollektiv der Studien hatten

siebenundsiebzig Prozent (77%) Östrogenrezeptor-positiven Brustkrebs. In diesen Studien wurden die

Sicherheit und Wirksamkeit einer monatlichen Anwendung von Fulvestrant 250 mg mit der täglichen

Einnahme von 1 mg Anastrozol (Aromatasehemmer) verglichen. Insgesamt war Fulvestrant in einer

einmal monatlichen Dosierung von 250 mg im Hinblick auf das progressionsfreie Überleben, das

objektive Ansprechen und Zeit bis zum Tod mindestens ebenso wirksam wie Anastrozol. Für keinen

dieser Endpunkte gab es statistisch signifikante Unterschiede zwischen den beiden

Behandlungsgruppen. Das progressionsfreie Überleben war der primäre Endpunkt. Die gemeinsame

Auswertung beider Studien hat gezeigt, dass es bei 83% der Patientinnen, die Fulvestrant erhielten, zu

einer Progression kam, verglichen mit 85% der Patientinnen, die Anastrozol erhielten. Die

gemeinsame Auswertung beider Studien hat gezeigt, dass die Hazard Ratio von Fulvestrant 250 mg

gegenüber Anastrozol für das progressionsfreie Überleben 0,95 (95%-CI 0,82 bis 1,10) war. Die

objektive Ansprechrate für Fulvestrant 250 mg betrug 19,2% im Vergleich zu 16,5% für Anastrozol.

Die mediane Zeit bis zum Tod betrug 27,4 Monate für die mit Fulvestrant behandelten Patientinnen

und 27,6 Monate für Patientinnen, die mit Anastrozol behandelt wurden. Die Hazard Ratio von

Fulvestrant 250 mg gegenüber Anastrozol für die Zeit bis zum Tod war 1,01 (95%-CI 0,86 bis 1,19).

Wirkungen auf das postmenopausale Endometrium

Präklinische Daten deuten nicht darauf hin, dass Fulvestrant eine stimulierende Wirkung auf das

postmenopausale Endometrium hat (siehe Abschnitt 5.3). Eine Studie über 2 Wochen mit

postmenopausalen gesunden Probandinnen, die mit 20 Mikrogramm Ethinylestradiol pro Tag

behandelt wurden, hat gezeigt, dass eine Vorbehandlung mit Fulvestrant 250 mg im Vergleich zur

Vorbehandlung mit Placebo zu einer signifikant verminderten Stimulierung des postmenopausalen

Endometriums führte. Das wurde durch Ultraschallmessungen der Dicke des Endometriums ermittelt.

Zeit seit Randomisierung (Monate)

PFS-Wahrscheinlichkeit

Anzahl von Patientinnen mit Risiko

FUL500

ANAS1

Behandlung ——— Fulvestrant 500 mg (N=230) - - - - - - Anastrozol 1 mg (N=232)

Eine neoadjuvante Behandlung mit einer Dauer von bis zu 16 Wochen führte bei Patientinnen mit

Mammakarzinom, die entweder mit Fulvestrant 500 mg oder Fulvestrant 250 mg behandelt wurden,

nicht zu klinisch signifikanten Änderungen der Endometriumdicke. Dies weist auf das Fehlen eines

agonistischen Effekts hin. Es liegen keine Anzeichen für Nebenwirkungen auf das Endometrium bei

den untersuchten Patientinnen mit Mammakarzinom vor. Bezüglich der Morphologie des

Endometriums sind keine Daten verfügbar.

In zwei Kurzzeitstudien (1 und 12 Wochen) mit prämenopausalen Patientinnen mit gutartiger

gynäkologischer Erkrankung wurden zwischen den Fulvestrant- und Placebo-Gruppen keine

signifikanten Unterschiede in der Dicke des Endometriums (gemessen mit Ultraschall) beobachtet.

Wirkungen auf die Knochen

Es gibt keine Langzeitdaten zur Wirkung von Fulvestrant auf die Knochen. Eine neoadjuvante

Behandlung mit einer Dauer von bis zu 16 Wochen führte bei Patientinnen mit Mammakarzinom, die

entweder mit Fulvestrant 500 mg oder Fulvestrant 250 mg behandelt wurden, zu keinen klinisch

signifikanten Änderungen von Markern für Knochenabbau im Serum.

Kinder und Jugendliche

Fulvestrant ist für die Anwendung bei Kindern nicht indiziert. Die Europäische Arzneimittel-Agentur

hat für Fulvestrant eine Freistellung von der Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen aus Studien

in allen pädiatrischen Altersklassen im Anwendungsgebiet Mammakarzinom gewährt (siehe

Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

Bei 30 Mädchen im Alter von 1 bis 8 Jahren mit progressiver vorzeitiger Pubertät im Zusammenhang

mit McCune-Albright-Syndrom (MAS) wurden in einer offenen Phase-2-Studie die Sicherheit,

Wirksamkeit und Pharmakokinetik von Fulvestrant untersucht. Die pädiatrischen Patienten erhielten

monatlich eine intramuskuläre Fulvestrant-Dosis von 4 mg/kg. Diese 12-monatige Studie untersuchte

eine Anzahl von MAS-Endpunkten und zeigte eine Reduktion in der Häufigkeit von Vaginalblutungen

und eine Reduktion in der Rate fortschreitender Knochenalterung. Die Steady-state-Konzentrationen

(trough level) von Fulvestrant bei den Kindern in dieser Studie waren konsistent mit denjenigen bei

Erwachsenen (siehe Abschnitt 5.2). Aus dieser kleinen Studie haben sich keine neuen

Sicherheitsbedenken ergeben, 5-Jahres-Daten sind allerdings noch nicht verfügbar.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach Anwendung von Fulvestrant, das nach intramuskulärer Injektion lang wirksam ist, wird

Fulvestrant langsam resorbiert und maximale Plasmakonzentrationen (C

) werden nach ungefähr

5 Tagen erreicht. Bei der Anwendung des Fulvestrant-500-mg-Dosierungsregimes werden innerhalb

des ersten Monats nach der Anwendung Expositionslevel auf, oder annähernd auf, dem Niveau des

Steady state erreicht (mittlerer [CV]: AUC 475 [33,4%] ng.Tage/ml, C

25,1 [35,3%] ng/ml, bzw.

16,3 [25,9%] ng/ml). Im Steady state bleiben die Plasmakonzentrationen von Fulvestrant in

einem relativ engen Bereich mit einer bis zu ungefähr 3-fachen Differenz zwischen maximalen und

minimalen Konzentrationen. Nach intramuskulärer Applikation ist im Dosierungsbereich von 50 bis

500 mg die Exposition annähernd zur Dosis proportional.

Verteilung

Fulvestrant unterliegt einer extensiven und schnellen Verteilung. Das große scheinbare

Verteilungsvolumen im Steady state (Vd

) von ungefähr 3 bis 5 l/kg zeigt, dass überwiegend eine

extravasale Verteilung vorliegt. Fulvestrant wird in hohem Maße an Plasmaproteine gebunden (99%).

Fraktionen von Lipoprotein sehr niedriger Dichte (VLDL), Lipoprotein niedriger Dichte (LDL) und

Lipoprotein hoher Dichte (HDL) sind die hauptsächlichen Bindungspartner. Interaktionsstudien zur

kompetitiven Proteinbindung wurden nicht durchgeführt. Die Rolle des geschlechtshormonbindenden

Globulins (SHBG) wurde nicht untersucht.

Biotransformation

Der Metabolismus von Fulvestrant ist nicht vollständig geklärt, beinhaltet aber Kombinationen einer

Anzahl möglicher Biotransformationswege, die denen endogener Steroide entsprechen. Die

identifizierten Metaboliten (einschließlich 17-Keton-, Sulfon-, 3-Sulfat-, 3- und 17-

Glucuronidmetaboliten) sind in Antiöstrogenmodellen entweder weniger wirksam oder zeigen eine

ähnliche Aktivität wie Fulvestrant. Studien an menschlichen Leberpräparaten und rekombinanten

menschlichen Enzymen zeigen, dass CYP3A4 das einzige P-450-Isoenzym ist, das an der Oxidation

von Fulvestrant beteiligt ist, jedoch scheinen

in vivo

nicht durch P-450 vermittelte

Biotransformationswege zu überwiegen.

In-vitro

-Daten weisen darauf hin, dass Fulvestrant die

CYP450-Isoenzyme nicht inhibiert.

Elimination

Fulvestrant wird hauptsächlich in metabolisierter Form eliminiert. Die Ausscheidung erfolgt

hauptsächlich über die Fäzes mit weniger als 1% Ausscheidung über den Urin. Fulvestrant hat eine

hohe Clearance, 11 ± 1,7 ml/min/kg, die auf ein hohes hepatisches Extraktionsverhältnis hinweist. Die

terminale Halbwertszeit (t

) nach intramuskulärer Applikation wird von der Resorptionsrate

bestimmt und wurde auf 50 Tage berechnet.

Besondere Patientinnengruppen

In einer pharmakokinetischen Patientinnengruppen-Analyse von Daten aus Phase-3-Studien wurde im

Hinblick auf Alter (Bereich von 33 bis 89 Jahre), Gewicht (40-127 kg) oder Rasse kein Unterschied im

pharmakokinetischen Profil von Fulvestrant festgestellt.

Niereninsuffizienz

Eine leichte bis mäßige Nierenfunktionsstörung hat die Pharmakokinetik von Fulvestrant in keinem

klinisch relevanten Ausmaß beeinflusst.

Leberinsuffizienz

Die Pharmakokinetik von Fulvestrant wurde in einer klinischen Einzeldosis-Studie an Frauen mit

leichten bis mittelschweren Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh-Klassen A und B) untersucht. Dabei

wurde eine hohe Dosis einer Formulierung für eine kürzer wirksame intramuskuläre Injektion

angewendet. Bei den Frauen mit Leberfunktionsstörung zeigte sich ein etwa 2,5-facher Anstieg des

AUC-Werts im Vergleich zu den gesunden Studienteilnehmern. Bei Patientinnen, die Fulvestrant

erhalten, wird erwartet, dass eine Erhöhung der Exposition dieser Größenordnung gut vertragen wird.

Frauen mit schweren Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh-Klasse C) wurden nicht ausgewertet.

Kinder und Jugendliche

Die Pharmakokinetik von Fulvestrant wurde in einer klinischen Studie evaluiert, die an 30 Mädchen

mit progressiver vorzeitiger Pubertät im Zusammenhang mit McCune-Albright-Syndrom durchgeführt

wurde (siehe Abschnitt 5.1). Die pädiatrischen Patienten waren im Alter von 1 bis 8 Jahren und

erhielten monatlich eine intramuskuläre Fulvestrant-Dosis von 4 mg/kg. Das geometrische Mittel

(Standardabweichung) der Steady-state-Konzentration (trough level; C

min,ss

) und AUC

war 4,2

(0,9) ng/ml bzw. 3680 (1020) ng*h/ml. Obwohl die erhobenen Daten limitiert waren, scheinen die

Steady-state-Konzentrationen (trough level) von Fulvestrant bei Kindern mit denen bei Erwachsenen

konsistent zu sein.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Die akute Toxizität von Fulvestrant ist gering.

Fulvestrant-Injektionslösung und andere Formulierungen von Fulvestrant wurden in Mehrfachdosis-

Studien von allen Tierspezies gut vertragen. Lokale Reaktionen, darunter Myositis und Granuloma an

der Injektionsstelle, wurden auf die Trägersubstanz zurückgeführt, allerdings war bei Kaninchen der

Schweregrad der Myositis unter Fulvestrant, verglichen mit der salinischen Kontrolle, höher. In

Toxizitätsstudien mit intramuskulärer Mehrfachdosierung von Fulvestrant an Ratten und Hunden war

die antiöstrogene Wirkung von Fulvestrant für die meisten der beobachteten Effekte verantwortlich,

insbesondere beim weiblichen Fortpflanzungssystem, aber auch bei anderen hormonempfindlichen

Organen beider Geschlechter. Eine Arterienentzündung, die verschiedene Gewebebereiche betraf,

wurde bei einigen Hunden nach chronischer Dosierung (12 Monate) beobachtet.

In Studien an Hunden wurden nach oraler und intravenöser Anwendung Auswirkungen auf das Herz-

Kreislauf-System beobachtet (leichte Erhöhung des S-T-Segments im EKG [oral] und Sinusstillstand

bei einem Hund [intravenös]). Diese traten bei Expositionen auf, die höher waren als bei Patientinnen

mehr als das 15-fache) und wahrscheinlich in der klinischen Dosierung für die Sicherheit des

Menschen von begrenzter Bedeutung sind.

Fulvestrant hat kein genschädigendes Potenzial aufgewiesen.

In Dosierungen, die vergleichbar mit der klinischen Dosierung waren, beeinflusste Fulvestrant

entsprechend seiner antiöstrogenen Wirkung die Fortpflanzung und die Embryonal-

/Fetalentwicklung. Bei Ratten wurde eine reversible Verringerung von weiblicher Fertilität und

Überlebensrate der Embryonen, Dystokie und vermehrtes Auftreten fetaler Missbildungen,

einschließlich Tarsalflexuren, beobachtet. Kaninchen, die Fulvestrant erhielten, konnten die

Trächtigkeit nicht aufrechterhalten. Zunahmen des Plazentagewichts und Verluste der Feten nach der

Implantation wurden beobachtet. Bei Kaninchen war die Inzidenz fetaler Variationen erhöht

(rückwärtige Verlagerung des Beckenhüftgürtels und 27 präsakrale Wirbel).

Eine Kanzerogenitätsstudie über 2 Jahre an Ratten (intramuskuläre Anwendung von Fulvestrant)

zeigte unter der hohen Dosierung von 10 mg/Ratte/15 Tage eine erhöhte Inzidenz von gutartigen

Granulosazelltumoren der Ovarien bei weiblichen und eine erhöhte Inzidenz von Leydig-Zell-

Tumoren im Hoden bei männlichen Ratten. Im Rahmen einer zweijährigen Kanzerogenitätsstudie an

Mäusen (tägliche orale Einnahme) kam es bei Dosen von 150 und 500 mg/kg/Tag zu einem erhöhten

Auftreten von Keimstrang-Stroma-Tumoren des Ovars (sowohl gut- als auch bösartig). Auf dem No-

effect-level für diese Befunde betrugen die systemischen Expositionslevel (AUC) bei weiblichen

Ratten ungefähr das 1,5-fache bzw. bei männlichen Ratten das 0,8-fache der erwarteten menschlichen

Expositionslevel und bei männlichen und weiblichen Mäusen ungefähr das 0,8-fache der erwarteten

menschlichen Expositionslevel. Die Induktion solcher Tumoren steht im Einklang mit

pharmakologisch bedingten Veränderungen endokriner Feedbackmechanismen der Gonadotropin-

Spiegel, die bei gebärfähigen Tieren durch Antiöstrogene hervorgerufen werden. Deshalb werden

diese Befunde für die Anwendung von Fulvestrant bei postmenopausalen Frauen mit

fortgeschrittenem Mammakarzinom nicht als relevant angesehen.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Benzylbenzoat

Benzylalkohol

Ethanol

Raffiniertes Rizinusöl

6.2

Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Kühl lagern und transportieren (2°C – 8°C).

Abbildung 1

Temperaturabweichungen, die außerhalb des Bereiches von 2°C – 8°C liegen, sollten begrenzt

werden und einen Zeitraum von 28 Tagen nicht überschreiten, bei dem die durchschnittliche

Lagerungstemperatur des Arzneimittels unter 25°C (aber über 2ºC – 8°C) beträgt. Nach

Temperaturabweichungen sollte das Arzneimittel sofort wieder in die empfohlenen

Lagerungsbedingungen gebracht werden (kühl lagern und transportieren bei 2ºC – 8ºC).

Temperaturabweichungen haben einen kumulativen Effekt auf die Qualität des Arzneimittels, und der

Zeitraum von 28 Tagen darf über die Dauer der Haltbarkeit von Fulvestrant Mylan nicht

überschritten werden (siehe Abschnitt 6.3). Eine Exposition gegenüber Temperaturen unter 2°C

beeinträchtigt das Arzneimittel nicht, vorausgesetzt es wird nicht unter -20°C gelagert.

Fertigspritze in der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Ein Fertigspritzensatz enthält:

Eine Fertigspritze aus klarem Typ-1-Glas mit einem Stempel aus Polypropylen, ausgestattet mit

einem Originalitätsverschluss, die 5 ml Fulvestrant Mylan Injektionslösung enthält.

Außerdem ist eine Injektionsnadel mit Sicherheitssystem (BD SafetyGlide) zur Verbindung mit dem

Zylinder beigefügt.

Oder

Zwei Fertigspritzen aus klarem Typ-1-Glas mit einem Stempel aus Polypropylen, ausgestattet mit

einem Originalitätsverschluss, die jeweils 5 ml Fulvestrant Mylan Injektionslösung enthalten.

Außerdem sind Injektionsnadeln mit Sicherheitssystem (BD SafetyGlide) zur Verbindung mit jedem

Zylinder beigefügt.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Anwendungshinweise

Die Injektion muss gemäß den lokalen Richtlinien für die Durchführung von intramuskulären

Injektionen von großem Volumen angewendet werden.

HINWEIS: Aufgrund der Nähe zum tiefer liegenden Ischiasnerv ist bei dorsoglutealer Injektion von

Fulvestrant Mylan Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4.4).

Warnhinweis – Die Sicherheitsnadel darf vor der Anwendung nicht autoklaviert werden (BD SafetyGlide

Hypodermische Nadel mit Sicherheitsschutzschild). Die Hände müssen während der Anwendung und

Entsorgung immer hinter der Nadel bleiben.

Bei jeder der beiden Spritzen:

Den Glaszylinder der Spritze aus der Verpackung nehmen

und sicherstellen, dass dieser nicht beschädigt ist.

Die äußere Verpackung der Sicherheitsnadel (SafetyGlide)

abziehen.

Parenterale Lösungen müssen vor der Applikation visuell

auf Partikel und Farbveränderungen geprüft werden.

Die Spritze am gerippten Teil (C) aufrecht halten. Mit der

anderen Hand die Kappe (A) festhalten und diese vorsichtig

vor und zurück kippen, bis sich die Kappe löst und

abgezogen werden kann. Die Kappe nicht drehen

(siehe Abbildung 1).

Abbildung 5

Abbildung 2

Abbildung 3

Abbildung 4

Die Kappe (A) in gerader Richtung nach oben entfernen.

Die Spitze der Spritze (B) zum Erhalt der Sterilität nicht

berühren (siehe Abbildung 2).

Die Injektionsnadel mit dem Luer-Anschluss verbinden

und so lange schrauben, bis beide Teile fest miteinander

verbunden sind (siehe Abbildung 3).

Darauf achten, dass die Nadel mit dem Luer-Verbindungsstück

fest verbunden ist, bevor die senkrechte Haltung verlassen

wird.

Die Schutzabdeckung gerade von der Spritze abziehen, um

eine Beschädigung der Nadelspitze zu vermeiden.

Die gefüllte Spritze zur Applikationsstelle bringen.

Die Injektionsnadelhülle entfernen.

Die überschüssige Luft aus der Spritze entfernen.

Die Injektion langsam intramuskulär (1-2 Minuten/Injektion)

in das Gesäß (Glutealbereich) verabreichen. Damit das Produkt

möglichst anwenderfreundlich ist, liegt die Nadelöffnung

oben, wenn der Hebelarm ebenfalls oben ist

(siehe Abbildung 4).

Nach der Injektion dem aktivierungsgesteuerten Hebelarm

sofort mit einem Finger einen Stoß geben, um den

Sicherheitsmechanismus zu aktivieren (siehe Abbildung 5).

HINWEIS: Die Spritze beim Aktivieren von sich selbst und

von anderen weghalten. Auf den Klick achten und sich

visuell davon überzeugen, dass die Nadelspitze vollständig

bedeckt ist.

Entsorgung

Die Fertigspritzen sind

ausschließlich

zur einmaligen Anwendung vorgesehen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

MYLAN S.A.S.

117 Allée des Parcs

69800 Saint-Priest

Frankreich

8.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

EU/1/17/1253/001

EU/1/17/1253/002

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung:

10.

STAND DER INFORMATION

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu

verfügbar.

ANHANG II

A.

HERSTELLER, DER (DIE) FÜR DIE

CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST (SIND)

B.

BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE

ABGABE UND DEN GEBRAUCH

C.

SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER

GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN

D.

BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE

SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES

ARZNEIMITTELS

A.

HERSTELLER, DER (DIE) FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH

IST (SIND)

Name und Anschrift des (der) Hersteller(s), der (die) für die Chargenfreigabe verantwortlich ist (sind)

Mylan Teoranta

Coill Rua

Inverin

Co. Galway

IRELAND

B.

BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN

GEBRAUCH

Arzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.

C.

SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS

INVERKEHRBRINGEN

Regelmäßig aktualisierte Unbedenklichkeitsberichte

Die Anforderungen an die Einreichung von regelmäßig aktualisierten

Unbedenklichkeitsberichten für dieses Arzneimittel sind in der nach Artikel 107 c Absatz 7 der

Richtlinie 2001/83/EG vorgesehenen und im europäischen Internetportal für Arzneimittel

veröffentlichten Liste der in der Union festgelegten Stichtage (EURD-Liste) - und allen

künftigen Aktualisierungen - festgelegt.

D.

BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE SICHERE UND

WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS

Risikomanagement-Plan (RMP)

Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen führt die notwendigen, im vereinbarten

RMP beschriebenen und in Modul 1.8.2 der Zulassung dargelegten Pharmakovigilanzaktivitäten

und Maßnahmen sowie alle künftigen vereinbarten Aktualisierungen des RMP durch.

Ein aktualisierter RMP ist einzureichen:

nach Aufforderung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur;

jedes Mal, wenn das Risikomanagement-System geändert wird, insbesondere infolge neuer

eingegangener Informationen, die zu einer wesentlichen Änderung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses führen können oder infolge des Erreichens eines wichtigen Meilensteins (in

Bezug auf Pharmakovigilanz oder Risikominimierung).

ANHANG III

ETIKETTIERUNG UND PACKUNGSBEILAGE

A. ETIKETTIERUNG

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG UND DEM BEHÄLTNIS

FALTSCHACHTEL

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Fulvestrant Mylan 250 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze

Fulvestrant

2.

WIRKSTOFF(E)

Eine Fertigspritze enthält 250 mg Fulvestrant in 5 ml Lösung.

3.

SONSTIGE BESTANDTEILE

Benzylbenzoat

Benzylalkohol

Ethanol

Raffiniertes Rizinusöl

Siehe Packungsbeilage für weitere Informationen.

4.

DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Injektionslösung in einer Fertigspritze.

1 Fertigspritze (5 ml)

1 Injektionsnadel mit Sicherheitssystem

2 Fertigspritzen (je 5 ml)

2 Injektionsnadeln mit Sicherheitssystem

5.

HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG

Packungsbeilage beachten.

Intramuskuläre Anwendung.

Nur zur einmaligen Anwendung.

Genaue Hinweise zur Anwendung von Fulvestrant Mylan und zur Anwendung der Injektionsnadel

mit Sicherheitssystem entnehmen Sie bitte den beigefügten Anwendungshinweisen.

Für die empfohlene monatliche Dosis von 500 mg müssen zwei Spritzen verabreicht werden.

6.

WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7.

WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH

8.

VERFALLDATUM

verwendbar bis {MM/JJJJ}

9.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Kühl aufbewahren und transportieren.

Die Fertigspritze in der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Für

Informationen zu Temperaturabweichungen Packungsbeilage beachten.

10.

GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON

STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11.

NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

MYLAN S.A.S.

117 Allée des Parcs

69800 Saint-Priest

Frankreich

12.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

EU/1/17/1253/001

EU/1/17/1253/002

13.

Chargenbezeichnung

Ch.-B.

14.

VERKAUFSABGRENZUNG

15.

HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16.

ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

Der Begründung, keine Angaben in Blindenschrift aufzunehmen, wird zugestimmt.

17.

INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.

18.

INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

PC: {Nummer}

SN: {Nummer}

NN: {Nummer

24

MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN

ETIKETT FERTIGSPRITZE

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART DER ANWENDUNG

Fulvestrant Mylan 250 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze

Fulvestrant

i.m. Anwendung

2.

HINWEISE ZUR ANWENDUNG

3.

VERFALLDATUM

Verw. bis

4.

Chargenbezeichnung

Ch.-B.

5.

INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN

5 ml

6.

WEITERE ANGABEN

25

B. PACKUNGSBEILAGE

26

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Fulvestrant Mylan 250 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze

Fulvestrant

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

-

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

-

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal.

-

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

-

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1.

Was ist Fulvestrant Mylan und wofür wird es angewendet?

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Fulvestrant Mylan beachten?

3.

Wie ist Fulvestrant Mylan anzuwenden?

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5.

Wie ist Fulvestrant Mylan aufzubewahren?

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Fulvestrant Mylan und wofür wird es angewendet?

Fulvestrant Mylan enthält den Wirkstoff Fulvestrant, der zu der Gruppe der Östrogen-Blocker gehört.

Östrogene gehören zu den weiblichen Geschlechtshormonen und können in bestimmten Fällen am

Wachstum von Brustkrebs beteiligt sein.

Fulvestrant Mylan wird zur Behandlung von fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs bei

Frauen nach der Menopause angewendet.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Fulvestrant Mylan beachten?

Fulvestrant Mylan darf nicht angewendet werden,

-

wenn Sie allergisch gegen Fulvestrant oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

-

wenn Sie schwanger sind oder stillen.

-

wenn Sie schwerwiegende Leberprobleme haben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie

Fulvestrant Mylan anwenden, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft:

-

Nieren- oder Leberprobleme

-

niedrige Anzahl an Blutplättchen (diese helfen bei der Blutgerinnung) oder Blutungsstörungen

-

frühere Schwierigkeiten mit Blutgerinnseln

-

Osteoporose (Abnahme der Knochendichte)

-

Alkoholismus

Doping-Hinweis

Die Anwendung von Fulvestrant Mylan kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

27

Kinder und Jugendliche

Fulvestrant Mylan ist nicht angezeigt für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter

18 Jahren.

Anwendung von Fulvestrant Mylan

zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.

Teilen Sie Ihrem Arzt vor allem mit, wenn Sie Antikoagulanzien einnehmen (Arzneimittel, die die

Bildung von Blutgerinnseln verhindern).

Schwangerschaft und Stillzeit

Sie dürfen Fulvestrant Mylan nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind. Wenn Sie schwanger

werden könnten, sollten Sie während der Behandlung mit Fulvestrant Mylan eine wirksame

Verhütungsmethode anwenden.

Sie dürfen nicht stillen, während Sie mit Fulvestrant Mylan behandelt werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es ist nicht zu erwarten, dass Fulvestrant Mylan Ihre Verkehrstüchtigkeit oder Ihre Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen beeinträchtigt. Wenn Sie sich nach einer Behandlung mit Fulvestrant Mylan

jedoch müde fühlen, dürfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder eine Maschine

bedienen.

Fulvestrant Mylan enthält 10 Vol.-% Ethanol (Alkohol).

Das sind bis zu 1000 mg pro Dosis, dies

entspricht 20 ml Bier oder 8 ml Wein pro Dosis. Gesundheitliches Risiko für Patienten, die unter

Alkoholismus leiden.

Ist bei Schwangeren bzw. Stillenden sowie bei Kindern und Patienten mit erhöhtem Risiko auf Grund

einer Lebererkrankung oder Epilepsie zu berücksichtigen.

Fulvestrant Mylan enthält Benzylalkohol

Dieses Arzneimittel enthält 500 mg Benzylalkohol in 5 ml. Benzylalkohol kann allergische

Reaktionen hervorrufen.

3.

Wie ist Fulvestrant Mylan anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt 500 mg Fulvestrant (zwei 250-mg/5-ml-Injektionen) einmal monatlich,

wobei 2 Wochen nach der ersten Dosis eine zusätzliche 500-mg-Dosis gegeben wird.

Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal wird Ihnen Fulvestrant Mylan langsam als

intramuskuläre Injektion in Ihr Gesäß verabreichen, eine Injektion in jede Gesäßhälfte.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt,

Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Sollten Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken, kann es sein, dass Sie umgehend eine

medizinische Behandlung benötigen:

28

Allergische (Überempfindlichkeits-) Reaktionen, darunter Schwellungen von Gesicht, Lippen,

Zunge und/oder Rachen, was Zeichen von anaphylaktischen Reaktionen sein können.

Thromboembolien (erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel)*

Entzündung der Leber (Hepatitis)

Leberversagen

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie eine der

folgenden Nebenwirkungen bemerken:

Sehr häufige Nebenwirkungen

(kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Reaktionen an der Injektionsstelle wie z. B. Schmerzen und/oder Entzündung

unnormale Leberenzymwerte (im Bluttest)*

Übelkeit

Schwäche, Müdigkeit*

Gelenk- und Muskelschmerzen (Skelettmuskulatur)

Hitzewallungen

Hautausschlag

allergische Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen), darunter Schwellungen von Gesicht,

Lippen, Zunge und/oder Rachen

Alle weiteren Nebenwirkungen:

Häufige Nebenwirkungen

(kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Kopfschmerzen

Erbrechen, Durchfall oder Appetitlosigkeit*

Infektionen des Harntrakts

Rückenschmerzen*

erhöhtes Bilirubin (Gallenfarbstoff, der von der Leber produziert wird)

Thromboembolien (erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel)*

verminderte Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)

vaginale Blutungen

Schmerzen im unteren Rückenbereich, die einseitig ins Bein ausstrahlen (Ischialgie)

plötzliche Schwäche, Taubheitsgefühl, Kribbeln in Ihrem Bein oder Beweglichkeitsverlust des

Beines, vornehmlich nur an einer Seite Ihres Körpers, plötzliche Probleme beim Gehen oder

Gleichgewichtsprobleme (periphere Neuropathie)

Gelegentliche Nebenwirkungen

(kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Dicker, weißlicher Scheidenausfluss und Candidose (Pilzinfektion)

blaue Flecken und Blutungen an der Injektionsstelle

erhöhtes Gamma-GT, ein in einem Bluttest nachgewiesenes Leberenzym

Entzündung der Leber (Hepatitis)

Leberversagen

Taubheitsgefühl, Kribbeln und Schmerzen

Anaphylaktische Reaktionen.

* Schließt Nebenwirkungen ein, bei denen die genaue Rolle von Fulvestrant Mylan wegen der

Grunderkrankung nicht bewertet werden kann.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn,

29

Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen,

dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Fulvestrant Mylan aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Etikett auf der Spritze nach

verwendbar bis/ Verw. bis angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Kühl aufbewahren und transportieren (2°C – 8°C).

Temperaturabweichungen, die außerhalb des Bereiches von 2°C – 8°C liegen, sollten begrenzt

werden und einen Zeitraum von 28 Tagen nicht überschreiten, bei dem die durchschnittliche

Lagerungstemperatur des Arzneimittels unter 25°C (aber über 2 – 8°C) beträgt. Nach

Temperaturabweichungen sollte das Arzneimittel sofort wieder in die empfohlenen

Lagerungsbedingungen gebracht werden (kühl aufbewahren und transportieren bei 2ºC – 8ºC).

Temperaturabweichungen haben einen kumulativen Effekt auf die Qualität des Arzneimittels, und der

Zeitraum von 28 Tagen darf über die Dauer der Haltbarkeit von Fulvestrant Mylan nicht

überschritten werden. Eine Exposition gegenüber Temperaturen unter 2°C beeinträchtigt das

Arzneimittel nicht, vorausgesetzt es wird nicht unter -20°C gelagert.

Fertigspritze in der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Das medizinische Fachpersonal ist für die korrekte Lagerung, Anwendung und Entsorgung von

Fulvestrant Mylan verantwortlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Fulvestrant Mylan enthält

-

Der Wirkstoff ist: Fulvestrant. Jede Fertigspritze (5 ml) enthält 250 mg Fulvestrant.

-

Die sonstigen Bestandteile sind: Benzylbenzoat, Benzylalkohol, Ethanol, raffiniertes Rizinusöl.

Wie Fulvestrant Mylan aussieht und Inhalt der Packung

Fulvestrant Mylan ist eine klare, farblose bis gelbliche, viskose Lösung in einer Fertigspritze, die mit

einem Originalitätsverschluss versehen ist und 5 ml Injektionslösung enthält. Für die empfohlene

monatliche 500-mg-Dosis müssen zwei Spritzen verabreicht werden.

Von Fulvestrant Mylan gibt es 2 Packungen, entweder eine Packung, die 1 Glas-Fertigspritze enthält

oder eine Packung, die 2 Glas-Fertigspritzen enthält. Außerdem sind Injektionsnadeln mit

Sicherheitssystem (BD SafetyGlide) zur Verbindung mit jedem Zylinder beigefügt.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

MYLAN S.A.S.

117 Allée des Parcs

69800 SAINT-PRIEST

FRANKREICH

30

Hersteller

MYLAN TEORANTA

Inverin

Co. Galway

Irland

Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem

örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

België/Belgique/Belgien

Mylan bvba/sprl

Tél/Tel: + 32 02 658 61 00

Lietuva

BGP Products UAB

Tel: +370 5 205 1288

България

Майлан ЕООД

Тел: +359 2 44 55 400

Luxembourg/Luxemburg

Mylan bvba/sprl

Tel: + 32 02 658 61 00

(Belgique/Belgien)

Česká republika

Mylan Pharmaceuticals.s.r.o.

Tel: +420 222 004 400

Magyarország

Mylan EPD Kft

Tel: + 36 1 465 2100

Danmark

Mylan AB

Tlf: + 46 855 522 750

(Sverige)

Malta

V.J.Salomone Pharma Ltd

Tel: + 356 21 22 01 74

Deutschland

Mylan dura GmbH

Tel: + 49-(0) 6151 9512 0

Nederland

Mylan BV

Tel: + 31 33 299 7080

Eesti

BGP Products Switzerland GmbH Eesti

filiaal

Tel: + 372 6363 052

Norge

Mylan AB

Tel: + 46 855 522 750

(Sverige)

Ελλάδα

Generics Pharma Hellas ΕΠΕ

Τηλ: +30 210 993 6410

Österreich

Arcana Arzneimittel GmbH

Tel: +43 1 416 2418

España

Mylan Pharmaceuticals, S.L

Tel: + 34 900 102 712

Polska

Mylan Sp. z.o.o.

Tel: + 48 22 546 64 00

France

Mylan S.A.S

Tel: +33 4 37 25 75 00

Portugal

Mylan, Lda.

Tel: + 351 21 412 72 56

31

Hrvatska

Mylan EPD d.o.o.

Tel: +385 1 23 50 599

România

A&G Med Trading SRL

Tel: + 4021 332 49 91

Ireland

Generics [UK] Ltd.

Tel: + 44 1707 853000

(United Kingdom)

Slovenija

GSP Proizvodi d.o.o.

Tel: + 386 1 236 31 85

Ísland

Mylan AB

Tel: + 46 855 522 750

(Svíþjóð)

Slovenská republika

Mylan s.r.o.

Tel: +421 2 32 199 100

Italia

Mylan S.p.A

Tel: + 39 02 612 46921

Suomi/Finland

Mylan OY

Puh/Tel: + 358 20 720 9555

Κύπρος

Pharmaceutical Trading Co. Ltd.

Τηλ: + 357 99403969

Sverige

Mylan AB

Tel: + 46 855 522 750

Latvija

BGP Products SIA

Tel: +371 676 055 80

United Kingdom

Generics [UK] Ltd

Tel: +44 1707 853000

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im {MM.JJJJ}.

Weitere Informationsquellen

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Fulvestrant Mylan 500 mg (2 x 250 mg/5 ml Injektionslösung) wird mit Hilfe von zwei Fertigspritzen

angewendet, siehe Abschnitt 3.

Anwendungshinweise

Warnhinweis – Die Sicherheitsnadel darf vor der Anwendung nicht autoklaviert werden (BD SafetyGlide

Hypodermische Nadel mit Sicherheitsschutzschild). Die Hände müssen während der Anwendung und

Entsorgung immer hinter der Nadel bleiben.

Abbildung 4

Abbildung 1

Abbildung 2

Abbildung 3

Abbildung 4

Bei jeder der beiden Spritzen:

Den Glaszylinder der Spritze aus der Verpackung nehmen

und sicherstellen, dass dieser nicht beschädigt ist.

Die äußere Verpackung der Sicherheitsnadel (SafetyGlide) abziehen.

Parenterale Lösungen müssen vor der Applikation visuell

auf Partikel und Farbveränderungen geprüft werden.

Die Spritze am gerippten Teil (C) aufrecht halten. Mit der

anderen Hand die Kappe (A) festhalten und diese vorsichtig

vor und zurück kippen, bis sich die Kappe löst und

abgezogen werden kann. Die Kappe nicht drehen

(siehe Abbildung 1).

Die Kappe (A) in gerader Richtung nach oben entfernen.

Die Spitze der Spritze (B) zum Erhalt der Sterilität nicht

berühren (siehe Abbildung 2)

Die Injektionsnadel mit dem Luer-Anschluss verbinden

und so lange schrauben, bis beide Teile fest miteinander

verbunden sind (siehe Abbildung 3).

Darauf achten, dass die Nadel mit dem Luer-Verbindungsstück

fest verbunden ist, bevor die senkrechte Haltung verlassen

wird.

Die Schutzabdeckung gerade von der Spritze abziehen, um

eine Beschädigung der Nadelspitze zu vermeiden.

Die gefüllte Spritze zur Applikationsstelle bringen.

Die Injektionsnadelhülle entfernen.

Die überschüssige Luft aus der Spritze entfernen.

Die Injektion langsam intramuskulär (1-2 Minuten/Injektion)

in das Gesäß (Glutealbereich) verabreichen. Damit das

Produkt möglichst anwenderfreundlich ist, liegt die

Nadelöffnung oben, wenn der Hebelarm ebenfalls oben ist

(siehe Abbildung 4).

Abbildung 5

Nach der Injektion dem aktivierungsgesteuerten Hebelarm

sofort mit einem Finger einen Stoß geben, um den

Sicherheitsmechanismus zu aktivieren (siehe Abbildung 5).

HINWEIS: Die Spritze beim Aktivieren von sich selbst und

von anderen weghalten. Auf den Klick achten und sich

visuell davon überzeugen, dass die Nadelspitze vollständig

bedeckt ist.

Entsorgung

Die Fertigspritzen sind

ausschließlich

zur einmaligen Anwendung vorgesehen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu beseitigen.

27-7-2018

Pending EC decision:  Gefitinib Mylan, gefitinib, Opinion date: 26-Jul-2018

Pending EC decision: Gefitinib Mylan, gefitinib, Opinion date: 26-Jul-2018

Europe - EMA - European Medicines Agency

7-8-2018

Tadalafil Mylan (Mylan S.A.S.)

Tadalafil Mylan (Mylan S.A.S.)

Tadalafil Mylan (Active substance: tadalafil) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5422 of Tue, 07 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/3787/T/11

Europe -DG Health and Food Safety

7-8-2018

Ribavirin Mylan (Mylan S.A.S.)

Ribavirin Mylan (Mylan S.A.S.)

Ribavirin Mylan (Active substance: Ribavirin ) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5423 of Tue, 07 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/1185/T/29

Europe -DG Health and Food Safety

7-8-2018

Duloxetine Mylan (Generics [UK] Limited)

Duloxetine Mylan (Generics [UK] Limited)

Duloxetine Mylan (Active substance: Duloxetine) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5417 of Tue, 07 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/3981/T/14

Europe -DG Health and Food Safety

23-7-2018

Lopinavir/Ritonavir Mylan (Mylan S.A.S.)

Lopinavir/Ritonavir Mylan (Mylan S.A.S.)

Lopinavir/Ritonavir Mylan (Active substance: lopinavir / ritonavir) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)4888 of Mon, 23 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

11-7-2018

Withdrawn application:  Rotigotine Mylan, rotigotine, Initial authorisation

Withdrawn application: Rotigotine Mylan, rotigotine, Initial authorisation

Europe - EMA - European Medicines Agency

27-6-2018

Efavirenz/Emtricitabine/Tenofovir disoproxil Mylan (Mylan S.A.S.)

Efavirenz/Emtricitabine/Tenofovir disoproxil Mylan (Mylan S.A.S.)

Efavirenz/Emtricitabine/Tenofovir disoproxil Mylan (Active substance: Efavirenz / emtricitabine / tenofovir disoproxil) - Centralised - 2-Monthly update - Commission Decision (2018)4089 of Wed, 27 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4240/IB/1/G

Europe -DG Health and Food Safety

14-6-2018

Emtricitabine/Tenofovir disoproxil Mylan (Mylan S.A.S.)

Emtricitabine/Tenofovir disoproxil Mylan (Mylan S.A.S.)

Emtricitabine/Tenofovir disoproxil Mylan (Active substance: emtricitabine / tenofovir disoproxil) - Centralised - 2-Monthly update - Commission Decision (2018)3854 of Thu, 14 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4050/IB/3/G

Europe -DG Health and Food Safety

12-6-2018

Cholib (Mylan Products Limited)

Cholib (Mylan Products Limited)

Cholib (Active substance: fenofibrate / simvastatin) - Centralised - Renewal - Commission Decision (2018)3153 of Tue, 12 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2559/R/17

Europe -DG Health and Food Safety

28-5-2018

Atazanavir Mylan (Mylan S.A.S.)

Atazanavir Mylan (Mylan S.A.S.)

Atazanavir Mylan (Active substance: atazanavir) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)3342 of Mon, 28 May 2018

Europe -DG Health and Food Safety

28-5-2018

Darunavir Mylan (Mylan S.A.S.)

Darunavir Mylan (Mylan S.A.S.)

Darunavir Mylan (Active substance: darunavir) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)3339 of Mon, 28 May 2018

Europe -DG Health and Food Safety

18-5-2018

Prasugrel Mylan (Mylan S.A.S.)

Prasugrel Mylan (Mylan S.A.S.)

Prasugrel Mylan (Active substance: prasugrel) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)3160 of Fri, 18 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4644

Europe -DG Health and Food Safety

15-5-2018

Faslodex (AstraZeneca AB)

Faslodex (AstraZeneca AB)

Faslodex (Active substance: Fulvestrant) - Corrigendum - Commission Decision (2018)1898 of Tue, 15 May 2018

Europe -DG Health and Food Safety