Frusamil

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Frusamil Tablette 40 mg;5 mg
  • Dosierung:
  • 40 mg;5 mg
  • Darreichungsform:
  • Tablette
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Frusamil Tablette 40 mg;5 mg
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Diuretika sind assoziiert mit einer kaliumsparend bedeutet.

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE143525
  • Letzte Änderung:
  • 12-04-2018

Packungsbeilage

Frusamil-pil-de-closing-210617

21/06/2017

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR PATIENTEN

Frusamil 40 mg/5 mg Tabletten

Furosemid und Amiloridhydrochlorid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige

Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Frusamil und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Frusamil beachten?

Wie ist Frusamil anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Frusamil aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST FRUSAMIL UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Frusamil gehört zur Gruppe der Diuretika (wassertreibende Arzneimittel) kombiniert mit

einem kaliumsparenden Arzneimittel.

Frusamil ist bei der Behandlung von Flüssigkeitsansammlung (Ödem) oder einem zu

hohen Blutdruck (Hypertonie) angezeigt, wodurch eine Kombination von Furosemid und

Amiloridhydrochlorid erforderlich ist.

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON FRUSAMIL

BEACHTEN?

Frusamil darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Furosemid und/oder Amiloridhydrochlorid oder einen der in

Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie allergisch gegen Sulfonamide (Arzneimittel, die das Wachstum von

Bakterien hemmen) sind.

Gebrauchsinformation

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wenn Sie zu viel oder zu wenig Kalium in Ihrem Blut haben (Hyperkaliämie oder

Hypokaliämie).

wenn Sie an Nebenniereninsuffizienz (unzureichende Nebennierenfunktion) leiden.

wenn Sie an einer schweren Nierenfunktionsstörung leiden.

wenn Sie an Anurie (keine Produktion von Urin) leiden.

wenn Sie an einer Elektrolytstörung (ungewöhnliche Menge an bestimmten Salzen im

Blut) leiden.

wenn Sie an Austrocknung (Dehydratation) leiden oder sich in einem Schockzustand

befinden.

wenn Sie an einer schweren Lebererkrankung (Leberenzephalopathie) leiden, wobei

präkomatöse und komatöse Zustände auftreten.

wenn Sie an Hypovolämie (Verminderung des zirkulierenden Blutvolumens) leiden.

wenn Sie gleichzeitig Kaliumergänzungen oder ein anderes kaliumsparendes

Diuretikum einnehmen.

Bei Kindern unter 14 Jahren.

wenn Sie einen starken Natriummangel in Ihrem Blut (Hyponatriämie) haben.

wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Frusamil Tabletten enthalten Lactose-Monohydrat. Bitte nehmen Sie Frusamil erst

nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer

Zuckerunverträglichkeit leiden.

Warnhinweise und Vorsichtsma

nahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Frusamil anwenden.

Es ist wichtig, dass Sie während der Behandlung ausreichend Wasser lassen können.

Wenn Sie an einer teilweisen Verstopfung der Harnwege (Schwierigkeiten, Wasser zu

lassen, Vergrößerung der Prostata oder Verengung der Harnblase) leiden, kann ein

Anstieg der Urinproduktion die Beschwerden auslösen oder verschlimmern.

Frusamil muss in diesen Fällen mit äußerster Vorsicht verabreicht werden, vor allem zu

Beginn der Behandlung.

Eine regelmäßige medizinische Beobachtung ist erforderlich,

wenn Sie einen niedrigen Blutdruck (Hypotonie) haben.

wenn Sie bei einem zu starken Blutdruckabfall (z. B. wenn Sie eine Verengung der

Blutgefäße haben, die das Herz oder das Hirn durchfluten) ein besonderes Risiko

aufweisen.

wenn Sie an Gicht (eine Entzündung der Gelenke) leiden.

wenn Sie an Zuckerkrankheit (Diabetes) oder zu Zuckerkrankheit neigen auf Grund

des hohen Risikos auf Hyperkaliämie (zu viel Kalium im Blut).

wenn Sie an eingeschränkter Nierenfunktion und gleichzeitig an einer schweren

Leberkrankheit (Hepatorenalsyndrom) leiden.

Besondere Aufmerksamkeit ist auch erforderlich,

wenn Sie an Herzinsuffizienz leiden, insbesondere wenn Sie Arzneimittel

einnehmen, die die Herzfunktion verstärken und/oder den Herzrhythmus

normalisieren (Digitalispräparate).

wenn Sie an einer eingeschränkten Nieren- oder Leberfunktion leiden.

Gebrauchsinformation

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wenn Sie an Hypoproteinämie (zu wenig Eiweiß im Blut) leiden, z. B. verbunden mit

einem nephrotischen Syndrom (Störung, wobei die Nieren das Blut nicht gut

filtrieren, wodurch zu viel Eiweiß in den Harn gelangt). Die Wirkung von Furosemid

kann sich hierdurch vermindern und dessen Toxizität für das Innenohr zunehmen.

wenn Sie älter sind und mit Risperidon (Arzneimittel zur Behandlung von

Schizophrenie, schwerer Aggression bei Demenz und manischen Episoden)

behandelt werden.

wenn Sie schon älter sind, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die zu einem

Abfall des Blutdrucks führen können, und wenn Sie andere Erkrankungen haben,

die mit dem Risiko eines Blutdruckabfalls verbunden sind.

Es ist möglich, dass eine Verschlechterung oder Aktivierung des systemischen Lupus

erythematodes (generalisierte Autoimmunkrankheit) eintritt.

Ihr Arzt wird während Ihrer Behandlung mit Frusamil Ihr Blut regelmäßig kontrollieren und,

falls erforderlich, korrigierende Maßnahmen treffen.

Anwendung von Frusamil zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

anzuwenden.

Frusamil enthält zwei Wirkstoffe: Furosemid und Amilorid. Andere Arzneimittel können die

Wirkung dieser beiden Bestandteile beeinflussen und umgekehrt.

Die spezifischen Wechselwirkungen von Furosemid sind die folgenden:

Aminoglykoside (Antibiotika) und andere Arzneimittel, die für das Ohr schädlich sind:

die schädlichen Wirkungen dieser Arzneimittel können durch Furosemid verstärkt werden.

Da der Gehörschaden bleibend sein kann, dürfen diese Arzneimittel nur aus strikten

medizinischen Gründen in Kombination mit Furosemid verabreicht werden.

Chloralhydrat (ein Beruhigungsmittel): bei intravenöser Verabreichung (in eine Vene) von

Furosemid innerhalb 24 Stunden nach Verabreichung von Chloralhydrat wurden in

Einzelfällen folgende Nebenwirkungen beobachtet: Hitzewallungen, Schweißausbrüche,

Erregung, Übelkeit, ein Anstieg des Blutdruckes und eine Beschleunigung des

Herzschlages. Solche Reaktionen könnten ebenfalls mit Frusamil auftreten. Aus diesem

Grunde wird von der gleichzeitigen Anwendung von Frusamil und Chloralhydrat

abgeraten.

Cisplatin (Arzneimittel gegen Krebs): die gleichzeitige Anwendung mit Furosemid kann zu

Gehörstörungen führen. Die schädliche Wirkung von Cisplatin auf die Nieren kann auch

erhöht sein. Beide Produkte dürfen auch nicht gleichzeitig verabreicht werden.

Sucralfat (Arzneimittel, das bei Magengeschwüren angewendet wird): Furosemid und

Sucralfat dürfen nicht innerhalb 2 Stunden nacheinander eingenommen werden. Sucralfat

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vermindert nämlich die Aufnahme von Furosemid durch den Darm, wodurch die Wirkung

von Furosemid abnimmt.

Risperidon (Arzneimittel gegen Schizophrenie, starke Aggression bei Demenz und

manische Episoden): bei älteren Patienten mit Demenz ist Vorsicht geboten, wenn

Frusamil gleichzeitig mit Risperidon verabreicht wird. Diese Kombination darf nur auf

Anweisung des Arztes verabreicht werden, der die Risiken und Vorteile vorab abwägen

wird.

Levothyroxin (Schilddrüsenhormon): eine hohe Dosis Furosemid kann einen Einfluss

auf den Schilddrüsenhormonspiegel haben.

Entzündungshemmende Arzneimittel, wie Arzneimittel gegen Rheuma, können die

Wirkung von Frusamil vermindern.

Phenytoin (Arzneimittel gegen Epilepsie): die Kombination von Phenytoin und Furosemid

kann die Wirkung von Furosemid vermindern.

Antibiotika (Arzneimittel zur Vorbeugung/Bekämpfung von bestimmten Infektionen):

Frusamil kann die toxische Wirkung von bestimmten Antibiotika (Aminoside, Kanamycin,

Gentamycin, Tobramycin, Cephalosporine) auf die Nieren verstärken, vor allem wenn

diese Produkte in hohen Dosen verabreicht werden. Die durch diese Arzneimittel

hervorgerufenen Gehörstörungen können in diesen Fällen von bleibender Art sein.

Frusamil kann die Wirkung von blutdrucksenkenden Arzneimitteln, von Salicylaten,

von Lithiumpräparaten (Arzneimittel bei Depression), von Theophyllin (Arzneimittel

gegen Asthma) und von Arzneimitteln vom Curare-Typ (um die Muskeln zu entspannen)

verstärken.

Blutdrucksenkende Arzneimittel: wenn Furosemid mit blutdrucksenkenden

Arzneimitteln oder anderen Arzneimitteln, die den arteriellen Blutdruck senken können,

gleichzeitig verabreicht wird, muss mit einem ausgeprägteren Blutdruckabfall gerechnet

werden.

Vor Beginn einer Behandlung mit bestimmten Arzneimitteln gegen Bluthochdruck

(Angiotensin-Converting-Enzyme-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten)

wird, falls möglich, die Einnahme von Frusamil während 3 Tage unterbrochen oder die

Dosierung reduziert. Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes.

Corticosteroide (Nebennierenrindenhormon mit u. a. einer entzündungshemmenden

Wirkung), Carbenoxolon (Arzneimittel, das bei Magengeschwüren angewendet wird),

große Mengen Süßholz und die Langzeitanwendung von Abführmitteln: eine

Kombination mit Frusamil kann zu einem Kaliummangel führen.

Es ist möglich, dass Frusamil die Wirkung von blutdrucksteigernden Arzneimitteln und

von Arzneimitteln gegen Zuckerkrankheit vermindert.

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Probenecid (Arzneimittel gegen Gicht), Methotrexat (Arzneimittel, das bei

Gelenkentzündung angewendet wird) und andere Arzneimittel, die, wie Furosemid,

zum großen Teil durch die Nieren ausgeschieden werden, können die Wirkung von

Furosemid vermindern. Umgekehrt kann Furosemid die Ausscheidung von diesen

Arzneimitteln durch die Nieren vermindern. Bei einer Behandlung mit einer hohen Dosis

(sowohl von Furosemid als auch von dem anderen Arzneimittel) erhöht sich das Risiko auf

Nebenwirkungen von Furosemid oder des gleichzeitig verabreichten Arzneimittels.

Elektrolytstörungen (zum Beispiel ein Mangel an Kalium und Magnesium im Blut)

können die Toxizität (Giftigkeit) von einigen anderen Arzneimitteln (zum Beispiel

bestimmte Herzmittel) erhöhen.

Ciclosporin A (Arzneimittel, das die Abwehrreaktionen vermindert): erhöhtes Risiko auf

Gicht.

Kontrastmittel: erhöhtes Risiko auf eine verminderte Nierenfunktion verursacht durch

Kontrast-Radiographie bei Patienten mit einem erhöhten Risiko auf Nierenerkrankungen.

Warfarin (Arzneimittel, das die Blutgerinnung verzögert): die Wirkung kann durch

Frusamil verstärkt sein.

Die spezifischen Wechselwirkungen von Amilorid sind die folgenden:

Die gleichzeitige Einnahme von Amilorid und Kaliumsalzen, Arzneimitteln, die die

Ausscheidung von Kalium vermindern, entzündungshemmenden Arzneimitteln

oder bestimmten Arzneimitteln gegen Bluthochdruck (Angiotensin-Converting-

Enzyme-Hemmer) kann zu einem Anstieg der Kaliämie führen, und eine

Hyperkaliämie (zu viel Kalium im Blut) kann auftreten.

Amilorid kann einen Anstieg der Digoxinkonzentration (Arzneimittel bei

Herzinsuffizienz) im Blut hervorrufen.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Amilorid und bestimmten blutdrucksenkenden

Arzneimitteln muss mit einem ausgeprägteren Blutdruckabfall gerechnet werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Da unzureichende Informationen vorliegen, dürfen Sie dieses Arzneimittel während der

Schwangerschaft und der Stillzeit nicht einnehmen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Eine Verminderung des Konzentrations- und Reaktionsvermögens ist möglich. Seien Sie

darum beim Führen eines Fahrzeuges oder bei der Bedienung von Maschinen vorsichtig.

Frusamil enthält Orangegelb und Lactose-Monohydrat.

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Frusamil Tabletten enthalten den Farbstoff Orangegelb S (E 110), der allergische

Reaktionen hervorrufen kann.

Frusamil Tabletten enthalten Lactose-Monohydrat (Milchzucker). Bitte nehmen Sie

Frusamil erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie an

einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

WIE IST FRUSAMIL ANZUWENDEN?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder

Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher

sind.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Frusamil darf Kindern unter 14 Jahren nicht verabreicht werden.

Die übliche Dosierung bei Erwachsenen beträgt 1 Tablette pro Tag. Je nach Empfehlung

Ihres Arztes kann es erforderlich sein, 2 Tabletten pro Tag einzunehmen.

Die Tabletten müssen morgens mit Wasser eingenommen werden.

Es ist wichtig, die Empfehlung des behandelnden Arztes genau zu befolgen, vor allem bei

älteren Patienten.

Wenn Sie eine größere Menge von Frusamil eingenommen haben, als Sie

sollten

Wenn Sie eine größere Menge von Frusamil eingenommen haben, kontaktieren Sie sofort

Ihren Arzt, Ihren Apotheker oder das Antigiftzentrum (070 / 245 245).

Wenn Sie zu hohe Dosen von Frusamil eingenommen haben, können folgende

Nebenwirkungen auftreten: schwere Hypotonie (niedriger Blutdruck), eine Verminderung

des zirkulierenden Blutvolumens, Austrocknung (Dehydratation), Herzrhythmusstörungen,

Muskelschwäche, Schwindel, Bewusstseinsverlust und Schock. Man muss den Patienten

erbrechen lassen oder eine Magenspülung durchführen oder absorbierende Substanzen

verabreichen (z. B. Aktivkohle).

Ferner besteht die Behandlung aus einem Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes und einer

Korrektur der Elektrolytstörungen, insbesondere der Hyperkaliämie (zu viel Kalium im

Blut).

Wenn Sie die Einnahme von Frusamil vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese so schnell wie möglich ein.

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben.

Wenn es nahezu der Zeitpunkt der nächsten Einnahme ist, nehmen Sie die vergessene

Dosis nicht mehr ein, sondern nehmen die nächste Dosis zum gewohnten Zeitpunkt ein.

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Wenn Sie die Einnahme von Frusamil abbrechen

Brechen Sie die Behandlung von Frusamil niemals ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem

Arzt ab.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Die Häufigkeit möglicher Nebenwirkungen, die nachstehend aufgeführt werden, ist nach

der folgenden Konvention definiert:

sehr häufig (bei mehr als 1 von 10 Behandelten)

häufig (bei 1 bis 10 von 100 Behandelten)

gelegentlich (bei 1 bis 10 von 1.000 Behandelten)

selten (bei 1 bis 10 von 10.000 Behandelten)

sehr selten (bei weniger als 1 von 10.000 Behandelten)

nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Folgende Nebenwirkungen wurden beschrieben:

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Häufig:

Bluteindickung (Hämokonzentration).

Gelegentlich:

Blutplättchenmangel (Thrombozytopenie).

Selten:

Zunahme von bestimmten Zellen (eosinofile Zellen) im Blut (Eosinofilie).

Mangel an weißen Blutkörperchen (Leukopenie).

Sehr selten:

Blutarmut infolge eines zu großen Blutabbaus (hämolytische Anämie).

Sehr ernsthafte Veränderung des Blutbilds (eine abnormal geringe Anzahl weißer

Blutkörperchen im Blut) (Agranulozytose).

Blutarmut infolge einer zu geringen Bildung von roten Blutkörperchen (aplastische

Anämie).

Der Abbruch der Behandlung ist in diesen Fällen erforderlich. Lassen Sie Ihre

Hämatopoese (die Bildung von Blutzellen) während der Behandlung regelmäßig

kontrollieren.

Frusamil erhöht die Ausscheidung von Wasser und von bestimmten Salzen, was zu

Hypotonie (ein zu niedriger Blutdruck) sowie zu Störungen im Elektrolythaushalt führt.

Prickeln, Abnahme der Muskelkraft, mentale Verwirrtheit und Herzstörungen können

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auf eine zu große Menge Kalium im Blut hindeuten. In diesem Fall konsultieren Sie

sofort Ihren Arzt.

Gefäßerkrankungen

Hypotonie, darunter orthostatische Hypotonie (niedriger Blutdruck beim plötzlichen

Aufrichten aus der liegenden oder sitzenden Position).

Selten:

Vaskulitis (Entzündung der Blutgefäße).

Nicht bekannt:

Neigung zur Entwicklung von Thrombosen (Bildung eines Blutgerinnsels in einer Vene

oder Schlagader).

Erkrankungen des Immunsystems

Selten:

Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen gegen bestimmte Substanzen

(anaphylaktische oder anaphylaktoide Reaktionen). Konsultieren Sie sofort den

behandelnden Arzt.

Nicht bekannt:

Eine Verschlechterung oder Aktivierung des systemischen Lupus erythematodes

(generalisierte Autoimmunkrankheit)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig:

Störungen im Elektrolytausgleich, Austrocknung und vermindertes Blutvolumen,

insbesondere bei älteren Patienten.

Erhöhung des Kreatinins und der Triglyceride im Blut.

Häufig:

Senkung des Natrium-, Chlor- und Kaliumgehalts im Blut.

Erhöhung des Cholesteringehalts im Blut.

Erhöhung des Urinsäuregehalts im Blut, was zu Gichtanfällen führen kann.

Erhöhung des Urinvolumens.

Gelegentlich:

Abnahme der Glukosetoleranz (Verträglichkeit von bestimmten Zuckern).

Zuckerkrankheit (Diabetes) kann sich während einer Behandlung mit diesem

Arzneimittel manifestieren.

Nicht bekannt:

Verringerter Calcium- und Magnesiumgehalt im Blut.

Erhöhter Ureumgehalt im Blut.

Versauerung des Blutes (metabole Acidose) oder Säureverlust des Blutes

(metabole Alkalose).

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Pseudo-Bartter Syndrom (Stoffwechselstörung mit Kaliumverlust der Nieren) bei

Missbrauch und/oder längerem Gebrauch.

Psychiatrische Erkrankungen

Selten:

Fälle von leichten psychischen Störungen.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig:

Hepatische Enzephalopathie (Hirnerkrankung die von einer Lebererkrankung

ausgelöst wird)

Selten:

Parästhesie (Prickeln).

Nicht bekannt:

Schwindel, Ohnmacht und Bewusstlosigkeit (verursacht durch symptomatische

Hypotonie), Kopfschmerz.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich:

Fälle von Gehörstörungen (meistens umkehrbar).

Taubheit (manchmal unumkehrbar)

Sehr selten:

Ohrensausen

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich:

Übelkeit.

Selten:

Erbrechen oder Durchfall.

Sehr selten:

Plötzliche Entzündung der Bauchspeicheldrüse (akute Pankreatitis).

Malaise (allgemeiner Zustand von Unwohlsein, Müdigkeit oder Krankheit),

Mundtrockenheit oder Verstopfung.

Erkrankungen der Nieren und der Harnwege

Häufig:

Eine Zunahme der Urinproduktion kann Beschwerden bei Patienten mit Problemen

beim Urinieren provozieren oder verschlimmern.

Selten:

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Nierenentzündung (tubulointerstitielle Nefritis).

Nicht bekannt:

Erhöhter Natrium- und Chlorgehalt im Urin.

Harnretention (Unvermögen zu urinieren) mit Überdehnung der Blase (bei

Patienten mit Problemen beim Urinieren, Prostatahypertrophie (Vergrößerung der

Prostata) oder eine Verengung der Harnröhre).

Bei frühgeborenen Babys können Calciumablagerungen in den Nieren auftreten

und es kann zur Bildung von Nierensteinen kommen.

Nierenversagen.

Leber- und Gallenerkrankungen

Sehr selten:

Cholestase (Unterbrechung des Gallenausflusses in der Leber)

Störungen bei Leberfunktionstests (Transaminasenanstieg).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich:

Juckreiz, Nesselausschlag, Hautausschlag, , bullöse Dermatitis (Blasenbildung

oder blasenförmige Verletzungen), Hautrötung oder -entzündung mit Abschuppung

oder roten Flecken.

Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut (Fotosensibilität).

Nicht bekannt:

Ernsthafte Überempfindlichkeitsreaktion mit (hohem) Fieber, roten Flecken auf der

Haut, Gelenkschmerzen und/oder Augenentzündung (Stevens-Johnson Syndrom).

Ernsthafte, akute (Überempfindlichkeits-)Reaktion in Kombination mit Fieber und

Blasen auf der Haut/Abschälung der Haut (toxische epidermale Necrolyse).

Akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP) (akutes febriles

Arzneimittelexanthem.

Arzneimittelbedingter Hautausschlag mit Eosinofilie (Zunahme der eosinofilen

Blutzellen) und allgemeine Symptome (DRESS).

Sollte eine dieser Hautreaktionen auftreten, stellen Sie die Einnahme von Frusamil ein

und verständigen Sie unverzüglich Ihren Arzt.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

In Ausnahmefällen: erhöhte Muskelreizbarkeit mit Muskelkrämpfen (Tetanie).

Nicht bekannt:

Fälle von Rhabdomyolyse (Auflösung von Muskelfasern wobei Muskelproteine in

den Kreislauf gelangen) wurden gemeldet, häufig im Rahmen einer

schwerwiegenden Hypokaliämie.

Kongenitale, familiäre und genetische Erkrankungen

Nicht bekannt:

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Erhöhtes Risiko eines offenen Ductus arteriosus (offen bleibende Verbindung

zwischen Aorta und Lungenschlagader) bei frühgeborenen Babys, die in den

ersten Lebenswochen Furosemid erhalten.

Allgemeine Erkrankungen

Selten: Fieber

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über:

Belgien: Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte, Abteilung Vigilanz,

EUROSTATION II, Victor Hortaplein, 40/40, B-1060 BRUSSEL anzeigen.

Website: www.fagg-afmps.be / E-Mail: patientinfo@fagg-afmps.be

Luxemburg: Direction de la Santé – Division de la Pharmacie et des Médicaments

Villa Louvigny – Allée Marconi - L-2120 Luxembourg

http://www.ms.public.lu/fr/activites/pharmacie-medicament/index.html

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST FRUSAMIL AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Bei Raumtemperatur lagern.

Vor Licht und Feuchtigkeit schützen.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach "Exp" angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Frusamil enthält

Die Wirkstoffe sind: Furosemid, 40 mg pro Tablette und Amiloridhydrochlorid, 5 mg pro

Tablette.

Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumcarboxymethylstärke (Typ A), mikrokristalline

Cellulose, Orangegelb S (E 110), Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat, Maisstärke,

hochdisperses Siliciumdioxid, Talk.

Gebrauchsinformation

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Wie Frusamil aussieht und Inhalt der Packung

Die Frusamil Tabletten sind teilbar und in Packungen mit 28, 56 oder 100, 500

(Anstaltspackungen) Tabletten in Alu/PVC Blisterpackung erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Sanofi Belgium

Leonardo Da Vincilaan 19

1831 Diegem

Tel.: 02/710.54.00

E-Mail: info.belgium@sanofi.com

Hersteller:

Sanofi S.p.A.

Strada Statale n°17, km 22

67019 Scoppito (L’Aquila)

Italien

Zulassungsnummer

BE143525

Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig.

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im:

06/2017

.

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