Fostimon

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Fostimon Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung 150 UI
  • Dosierung:
  • 150 UI
  • Darreichungsform:
  • Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.


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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Fostimon Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung 150 UI
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE302696
  • Letzte Änderung:
  • 12-04-2018

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation – 09/02/2015

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

FOSTIMON 75 IE,

Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

(Urofollitropin)

FOSTIMON 150 IE,

Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

(Urofollitropin)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist FOSTIMON und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von FOSTIMON beachten?

Wie ist FOSTIMON anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist FOSTIMON aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST FOSTIMON UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

FOSTIMON ist angezeigt zur Auslösung des Eisprungs bei Frauen, die keinen Eisprung

haben und auf andere Behandlungen (Clomifencitrat) nicht angesprochen haben.

FOSTIMON ist angezeigt zur Stimulation des Wachstums mehrerer Follikel (und damit

mehrerer Eizellen) bei Frauen, die sich einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterziehen.

Urofollitropin ist ein hoch reines, Follikel-stimulierendes Hormon menschlicher Herkunft, das

zur pharmakotherapeutischen Gruppe der Gonadotropine gehört.

Dieses Arzneimittel muss unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden.

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON FOSTIMON BEACHTEN?

Ihre Fruchtbarkeit und die Ihres Partners müssen vor Beginn der Behandlung untersucht worden

sein.

FOSTIMON darf in den folgenden Fällen nicht angewendet werden:

Ovarialhypertrophie oder Ovarialzysten, die nicht auf eine Hormonstörung zurückzuführen

sind (polyzystisches Ovarialsyndrom).

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Gebrauchsinformation – 09/02/2015

Gynäkologische Blutungen unbekannter Ursache.

Eierstock-, Gebärmutter- oder Brustkrebs.

Abnormales Volumen (Tumor) der Hypophyse oder des Hypothalamus (Hirn).

Wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Urofollitropin oder einen der in Abschnitt 6.

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Dieses Arzneimittel darf in Fällen, in denen eine Schwangerschaft aufgrund von frühzeitiger

Menopause, Missbildungen der Geschlechtsorgane oder spezifischen Gebärmuttertumoren

unmöglich ist, nicht angewendet werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Obwohl bisher keine allergischen Reaktionen auf FOSTIMON berichtet wurden, sollten Sie

Ihren Arzt informieren, wenn Sie auf ähnliche Medikamente allergisch reagieren.

Diese Behandlung erhöht das Risiko auf das sogenannte Syndrom der ovarialen

Hyperstimulation (OHS) (Siehe “Welche Nebenwirkungen sind möglich“). Wenn eine ovarielle

Hyperstimulation auftritt, wird Ihre Behandlung beendet, und eine Schwangerschaft sollte dann

vermieden werden. Die ersten Zeichen einer ovarialen Hyperstimulation sind Schmerzen im

Unterbauch sowie Übelkeit (Unwohlsein), Erbrechen und Gewichtszunahme. Wenn diese

Symptome auftreten, müssen Sie sich so bald wie möglich an Ihren Arzt wenden. In schweren,

aber seltenen Fällen kann es bei dem ovariellen Überstimulationssyndrom zu einer Vergrößerung

der Eierstöcke und zu Flüssigkeitsansammlungen im Bauch- oder im Brustraum kommen.Das

Medikament, das verwendet wird, um den Eisprung der gereiften Eizellen auszulösen (das hCG,

humanes Choriongonadotropin enthält), kann die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer OHS

erhöhen.

Es wird deshalb nicht empfohlen, in den Fällen, in denen sich ein OHS entwickelt, hCG zu

verabreichen. Außerdem sollten Sie, auch bei Verwendung von Barrieremethoden zur

Empfängnisverhütung, mindestens 4 Tage lang auf Geschlechtsverkehr verzichten.

Die Rate der spontanen Fehlgeburten ist bei Frauen mit Fruchtbarkeitsproblemen höher als in der

allgemeinen Bevölkerung.

Bei Patientinnen, die eine Behandlung zur Stimulation der Ovulation erhalten, treten verglichen

mit der natürlichen Empfängnis vermehrt Mehrlingsschwangerschaften und -geburten auf.

Dieses Risiko kann jedoch gesenkt werden, wenn die Dosen und das Verabreichungsschema wie

empfohlen eingehalten werden.

Es können ektope Schwangerschaften (Implantation des Embryos außerhalb des Uterus)

vorkommen, besonders bei Frauen mit Eileitererkrankungen in der Vorgeschichte.

Mehrlingsschwangerschaften und bestimmte Eigenschaften der Eltern, die wegen

Fruchtbarkeitsstörungen behandelt werden (z. B. Alter der Mutter, Spermienqualität), können mit

einem erhöhen Risiko von Missbildungen in Verbindung gebracht werden.

Die Behandlung mit FOSTIMON kann, wie eine Schwangerschaft auch, das Risiko für

Thrombosen erhöhen. Thrombosen sind Blutgerinnsel in Blutgefäßen, die am häufigsten in den

Bein- oder Lungenvenen auftreten.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt vor Beginn der Behandlung:

wenn Ihnen bekannt ist, dass bei Ihnen ein erhöhtes Thromboserisiko besteht

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Gebrauchsinformation – 09/02/2015

wenn Sie oder ein direkter Verwandter schon einmal ein Thrombose hatte

wenn Sie unter erheblichem Übergewicht leiden.

Dieses Arzneimittel wird aus menschlichem Urin hergestellt. Das Risiko auf Übertragung von

Substanzen, die eine Infektion oder Krankheit verursachen könnten, kann nicht definitiv

ausgeschlossen werden. Dieses Risiko ist jedoch durch die verschiedenen Herstellungsschritte

beschränkt, in denen die Viren, insbesondere der HIV,

Herpesviren

und Papillomaviren

eliminiert werden.

Es wurde noch nie ein Fall viraler Kontamination beobachtet.

Anwendung von FOSTIMON zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich

andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Schwangerschaft und Stillzeit

FOSTIMON darf nicht angewendet werden, wenn Sie schwanger sind oder ein Baby stillen.

3. WIE IST FOSTIMON ANZUWENDEN

Dosierung und Dauer der Behandlung

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Patientinnen, die keinen Eisprung haben und die unregelmäßige Monatsblutungen oder keine

Monatsblutung haben

Wenn Sie Monatsblutungen haben, muss die Behandlung innerhalb 7 Tage nach Eintritt der

Monatsblutung (in den ersten 7 Tagen des Menstruationszyklus) beginnen.

Sie erhalten 1 Injektion täglich unter die Haut (subkutane Injektion) oder in den Muskel

(intramuskuläre Injektion).

Die übliche Anfangsdosis beträgt 75 bis 150 IE FSH (Fostimon) täglich. Diese Dosis kann (bei

Bedarf) in einem Abstand von 7 oder besser 14 Tagen um 37,5 bis 75 IE erhöht werden, um eine

adäquate Reaktion zu erhalten.

Die Tageshöchstdosis FSH liegt im Allgemeinen nicht über 225 IE.

Wenn Ihr Arzt nach 4 Wochen keine Reaktion feststellt, muss die Behandlung für diesen Zyklus

abgebrochen werden. Ihr Arzt wird Ihnen für den folgenden Zyklus eine Behandlung mit einer

höheren Anfangsdosis verschreiben.

Wenn eine optimale Reaktion erhalten wird (zufriedenstellendes Follikelwachstum), erhalten Sie

eine Einzeldosis eines anderen Arzneimittels (hCG), um die endgültige Follikelreifung und den

Eisprung auszulösen. Dieses Arzneimittel wird 24 bis 48 Stunden nach der letzten FOSTIMON-

Injektion verabreicht. Sie müssen am Tag der Verabreichung des hCG und am Tag danach

Geschlechtsverkehr haben.

Wenn eine übermäßige Reaktion eintritt, muss die Behandlung abgebrochen werden und darf das

hCG nicht verabreicht werden (Siehe “Welche Nebenwirkungen sind möglich“). Ihr Arzt wird

Ihnen für den folgenden Zyklus eine niedrigere Dosis verschreiben.

Patientinnen, die eine Stimulation der Eierstöcke vornehmen, um vor einer In-vitro-

Fertilisation oder anderen Techniken einer reproduktionsmedizinischen Behandlung mehrere

Follikel reifen zu lassen

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Gebrauchsinformation – 09/02/2015

Situation 1 - Wenn Sie Ihre Monatsblutung haben

Die Behandlung muss innerhalb 2 bis 3 Tage nach Eintritt der Monatsblutung (in den 2 bis 3

ersten Tagen des Menstruationszyklus) beginnen.

Die Behandlung besteht aus einer subkutanen oder intramuskulären Injektion täglich.

Das übliche Dosierungsschema, das eine Superovulation auslöst, umfasst die Verabreichung von

150 bis 225 IE FOSTIMON täglich. Die Behandlung wird unter Anpassung der Dosis an Ihre

Reaktion bis zum Erreichen eines entsprechenden Follikelwachstums fortgesetzt. Ein adäquates

Follikelwachstum wird im Allgemeinen nach durchschnittlich 10 Tagen (zwischen 5 und 20

Tagen)

Behandlung

erreicht,

Follikelwachstum

wird

über

Blutproben

und/oder

Ultraschalluntersuchungen beurteilt.

Die maximale Tagesdosis ist im Allgemeinen von 450 IE/Tag.

Sobald eine ausreichende Follikelentwicklung erzielt wurde, erhalten Sie eine einmalige

Injektion eines Medikamentes, um die endgültige Reifung des Follikels auszulösen. Dieses

Arzneimittel enthält bis zu 10.000 IE humanes Choriongonadotropin (hCG). Es wird Ihnen 24

bis 48 Stunden nach der letzten FOSTIMON-Injektion verabreicht werden.

Die Eizellen werden ca. 35 Stunden später punktiert.

Situation 2 - Wenn ein Gonadotropin-Releasing-Hormon- (GnRH)-Agonist verwendet wird

FOSTIMON wird etwa 2 Wochen nach Beginn der Behandlung mit dem Agonisten verabreicht.

Die beiden Behandlungen werden fortgesetzt, bis ein entsprechendes Follikelwachstum erreicht

ist. Die Behandlung mit FOSTIMON besteht aus einer subkutanen oder intramuskulären

Injektion täglich. Nach 2-wöchiger Behandlung mit dem GnRH-Agonisten werden während der

ersten 7 Tage beispielsweise 150 bis 225 IE FOSTIMON verabreicht. Danach wird die Dosis je

nach der Reaktion der Ovarien angepasst.

Wie ist FOSTIMON zu verabreichen?

FOSTIMON wird langsam in die Haut (subkutan) oder in den Muskel (intramuskulär) injiziert.

Jedes Durchstechflasche enthält eine Einzeldosis und muss sofort nach der Zubereitung

verabreicht werden.

In manchen Fällen kann Ihr Arzt Ihnen nach entsprechender Beratung und Unterweisung

vorschlagen, dass Sie sich FOSTIMON selbst verabreichen.

Zum ersten Mal muss Ihr Arzt:

Sie üben lassen, wie eine subkutane Injektion zu verabreichen ist;

Ihnen die möglichen Injektionszonen gezeigt haben;

Ihnen gezeigt haben, wie die Injektionslösung hergestellt werden muss;

Ihnen genau gezeigt haben, wie die richtige Dosis für die Injektion hergestellt werden muss.

Präsentationen anderen als Ampullen sollten für Selbstverwaltung von Patienten in Betracht

gezogen werden, beispielsweise durch Fostimon in einer vorbefüllten Spritze.

Bevor Sie sich FOSTIMON selbst injizieren, müssen Sie die folgenden Anweisungen

sorgfältig lesen:

So wird eine Ampulle FOSTIMON unter Verwendung einer Durchstechflasche mit Pulver

zubereitet und injiziert

Die Lösung ist kurz vor der Injektion zuzubereiten. Die Flasche ist zur einmaligen Verwendung

bestimmt. Das Arzneimittel muss unter sterilen Bedingungen rekonstituiert werden.

Fostimon darf nur mit dem in der Verpackung mitgelieferten Lösungsmittel rekonstituiert

werden.

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Gebrauchsinformation – 09/02/2015

Bereiten Sie eine saubere Oberfläche vor und waschen Sie Ihre Hände bevor Sie die Lösung

rekonstituieren. Es ist wichtig, dass Ihre Hände und die verwendeten Gegenstände so sauber wie

möglich sind.

Legen Sie alle folgenden Gegenstände auf die saubere Fläche:

zwei Alkoholtupfer (nicht im Etui enthalten),

ein Durchstechflasche mit dem FOSTIMON-Pulver,

eine Ampulle mit Lösungsmittel,

eine Spritze (nicht im Etui enthalten),

eine lange Nadel für die Zubereitung der Injektionslösung (nicht im Etui enthalten),

eine feine Nadel für die subkutane Injektion (nicht im Etui enthalten).

Rekonstitution der Injektionslösung unter Verwendung einer Durchstechflasche mit Pulver

So stellen Sie die Injektionslösung her:

Der Ampullenhals ist so konzipiert, dass er

unter dem farbigen Punkt leichter bricht. Schnippen Sie leicht

gegen das Oberteil der Ampulle, damit eventuelle Flüssigkeit

in der Spitze sich nach unten absetzt. Halten Sie die Ampulle

so, dass der farbige Punkt von Ihnen weg zeigt, und brechen

Sie die Spitze der Ampulle ab (siehe Abbildung). Verwenden

Sie zum Schutz Ihrer Finger ggf. ein Tuch oder einen

Ampullen-Öffner.

Stellen Sie die geöffnete Ampulle vorsichtig

auf die gereinigte Fläche.

Entfernen Sie die Schutzkappe von der Nadel.

Befestigen Sie die Nadel für Rekonstitution (lange Nadel) auf

der Spritze.

Mit der Spritze in einer Hand nehmen Sie die

Lösungsmittelampulle, welche Sie gerade geöffnet haben,

führen die Nadel ein und ziehen das Lösungsmittel auf.

Setzen Sie die Schutzkappe auf die Nadel.

Legen Sie die Spritze vorsichtig auf die Arbeitsfläche.

2.

Entfernen Sie die farbige Kunststoffkappe von

dem Durchstechflasche mit FOSTIMON Pulver durch sachten

Druck nach oben.

Desinfizieren

Oberseite

Gummistopfens, indem Sie mit einem Alkoholtupfer darüber

reiben und lassen Sie sie trocknen.

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Gebrauchsinformation – 09/02/2015

3.

Nehmen Sie Ihre Spritze, entfernen Sie die

Schutzkappe der Nadel und injizieren Sie das Lösungsmittel

langsam

durch

Mitte

Gummistopfens

Durchstechflasche mit Pulver.

Drücken Sie den Kolben fest nach unten, um

das gesamte Lösungsmittel auf das Pulver zu spritzen.

NICHT SCHÜTTELN aber Rollen Sie die Flasche jedoch langsam

zwischen den Händen, bis sich das Pulver vollständig aufgelöst

hat. Achten Sie dabei darauf, dass sich kein Schaum bildet.

4.

Sobald sich das Pulver aufgelöst hat (dies

geschieht in der Regel sofort), ziehen Sie die Lösung langsam

in die Spritze auf:

Drehen

Durchstechflasche

eingeführter Nadel auf den Kopf.

Achten Sie darauf, dass die Spitze der Nadel

nicht aus der Flüssigkeit ragt.

Ziehen Sie den Kolben vorsichtig zurück, um

die komplette FOSTIMON-Lösung in die Spritze aufzuziehen.

Die rekonstituierte Lösung muss klar und

farblos sein.

Zubereitung von höheren Dosierungen unter Verwendung von mehr als einer

Durchstechflasche mit Pulver.

Falls Ihnen Ihr Arzt höhere Dosierungen empfohlen hat, können Sie diese zubereiten,

indem Sie über eine bereits mit Lösungsmittel gefüllte Spritze mehr als eine

Durchstechflasche mit Pulver verwenden.

Bei Rekonstitution von mehr als einer Flasche FOSTIMON, am Ende von Schritt 4 oben,

ziehen Sie die rekonstituierte Lösung der ersten Flasche in die Spritze auf und injizieren

diese Lösung langsam in eine zweite Flasche. Wiederholen Sie die Schritte 2 bis 4 für die

zweite und nachfolgende Flasche, und bis der Inhalt der erforderlichen Anzahl von

Durchstechflaschen, welcher der verschriebenen Dosis entspricht, aufgelöst wurde

(innerhalb der Grenzen der maximalen Gesamtdosis von 450 IE, entsprechend einem

Maximum von 6 Durchstechflaschen von FOSTIMON 75 IE oder 3 Durchstechflaschen

von FOSTIMON 150 IE).

Ihr Arzt kann Ihre Dosis von 37,5 IE erhöhen, die ein halbes Fläschchen von FOSTIMON 75 IE

darstellt. Dafür rekonstituieren Sie den Inhalt des Fläschchen von FOSTIMON 75 IE gemäß den

oben beschrieben Schritten 2 bis 3 und ziehen Sie die Hälfte dieser rekonstituierten Lösung (0,5

ml) in die Spritze gemäß Schritt 4. In dieser Situation haben Sie zwei Präparationen um

injizieren zu werden: die erste Präparation die in 1 ml rekonstituiert ist und die zweite die 37,5

IE in 0,5 ml enthält. Beide Präparationen werden mit ihrer eigenen Spritze gemäß den

folgenden Schritten eingespritzt.

Die Lösung muss klar und farblos sein.

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Gebrauchsinformation – 09/02/2015

Subkutane Injektion des Arzneimittels:

Wenn die Spritze die beschriebene Dosis

enthält, setzen Sie die Schutzkappe auf die Nadel. Nehmen Sie

die Nadel von der Spritze ab und ersetzen Sie sie durch die

dünne Nadel für die subkutane Injektion mit aufgesetzter

Schutzkappe.

Drücken Sie die dünne Nadel fest auf den

Spritzenzylinder,

dann

drehen

Sie

sie

leicht

sicherzustellen es ist voll aufgeschraubt und um eine feste

Dichtung zu schaffen.

Nehmen Sie die Schutzkappe von der Nadel ab.

Die Spritze mit nach oben gerichteter Nadel leicht antippen

(sodass die Luftblasen aufsteigen).

Spritzenkolben

vorsichtig

nach

oben

drücken, bis an der Nadelspitze ein Tropfen austritt.

Nicht verwenden, wenn die Lösung Partikel

enthält oder trüb ist.

Injektionsstelle

Ihr Arzt oder Ihre Pflegekraft werden Ihnen bereits eine Empfehlung gegeben

haben, wo Sie die Injektion vorzunehmen haben. Die üblichen Stellen sind die Oberschenkel

oder der Bauch unterhalb des Nabels.

Reinigen Sie die Injektionsstelle mit einem Alkoholtupfer.

Einführen der Nadel

Drücken Sie die Haut zusammen. Führen Sie

die Nadel mit der anderen Hand in einem 45° oder 90° Winkel

unter die Haut ein.

Injizieren der Lösung

Injizieren Sie die Lösung unter die Haut, wie es Ihnen gezeigt wurde. Nicht

direkt in eine Vene injizieren. Drücken Sie den Kolben langsam und gleichmäßig nach unten,

so dass die Lösung korrekt injiziert wird und das Hautgewebe nicht geschädigt wird.

Nehmen Sie sich so viel Zeit, wie Sie benötigen, um das gesamte verordnete Lösungsvolumen zu

injizieren. Wie beschrieben für der Herstellung der Lösung, je nach Dosierung, die Ihnen Ihr

Arzt verschrieben hat, verwenden Sie möglicherweise nicht die gesamte Menge der Lösung.

Entfernen der Nadel

Ziehen Sie die Spritze mit einem Zug heraus und drücken Sie mit einem

Tupfer mit Desinfektionsmittel auf die Injektionsstelle. Eine leichte Massage der

Injektionsstelle - während weiter Druck ausgeübt wird - kann die Verteilung der

FOSTIMON-Lösung beschleunigen und mögliche Beschwerden lindern.

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Gebrauchsinformation – 09/02/2015

Werfen Sie alle benutzten Gegenstände weg:

Jedes nicht verwendete Produkt und der gesamte Müll müssen gemäß den örtlichen

Bestimmungen entsorgt werden (nach Beendigung der Injektion müssen alle Nadeln und leeren

Spritzen in einem geeigneten Behältnis entsorgt werden).

Wenn Sie eine größere Menge von FOSTIMON angewendet haben, als Sie sollten

Die Wirkungen einer Überdosierung mit FOSTIMON sind nicht bekannt, ein Syndrom der

ovarialen Hyperstimulation bei der Frau ist aber nicht ausgeschlossen (Siehe Welche

Nebenwirkungen sind möglich“). Wenn Sie eine größere Menge von FOSTIMON angewendet

haben, kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt, Ihren Apotheker oder das Antigiftzentrum

(070/245.245).

Wenn Sie die Anwendung von FOSTIMON vergessen haben

Wenden Sie es, wie vorgesehen, bei der folgenden Injektion an. Wenden Sie nicht die doppelte

Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Wenn Sie die Anwendung von FOSTIMON abbrechen

Brechen Sie die Behandlung nicht eigenmächtig ab: besprechen Sie sich immer mit Ihrem Arzt,

wenn Sie in Betracht ziehen, die Behandlung zu beenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Die folgenden Nebenwirkungen kann schwerwiegende Auswirkungen haben, und erfordern

schnelles Eingreifen. Beenden Sie die Anwendung von FOSTIMON und kontaktieren Sie sofort

Ihren Arzt, wenn folgende Nebenwirkungen auftreten:

Häufig, betrifft 1 bis 10 von 100 Fällen:

Syndrom der ovarialen Hyperstimulation (siehe Abschnitt 2 für weitere Informationen).

Die folgenden Nebenwirkungen wurden ebenfalls berichtet:

Häufig, betrifft 1 bis 10 von 100 Fällen:

Kopfschmerzen

Blähbauch

Verstopfung

Schmerzen an der Injektionsstelle

Gelegentlich, betrifft 1 bis 10 von 1000 Fällen:

Überaktive Schilddrüse

Stimmungsschwankungen

Müdigkeit

Schwindelgefühl

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Gebrauchsinformation – 09/02/2015

Atemlosigkeit

Nasenbluten

Übelkeit, Verdauungsstörung, Bauchschmerzen

Hautausschlag, Juckreiz

Hitzewallungen

Blasenentzündung

geschwollene Brüste, schmerzhafte Brüste

Schwierigkeitsgrad Blutstillung

An der Injektionsstelle können lokale Reaktionen (Rötung und Juckreiz) auftreten (nicht

bekannte Häufigkeit).

In Abschnitt 2 finden Sie weitere Informationen zu Thrombosen, ektopen Schwangerschaften,

Mehrlingsschwangerschaft und Fehlgeburt.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen

Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser

Gebrauchsinformation angegeben sind.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über die Föderalagentur für Arzneimittel und

Gesundheitsprodukte Abteilung Vigilanz EUROSTATION II Victor Hortaplein, 40/40 B-1060

BRUSSEL anzeigen.

Website: www.fagg-afmps.be

E-Mail: patientinfo@fagg-afmps.be

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über

die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST FOSTIMON AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Nicht über 25°C lagern.

Bewahren Sie die Durchstechflasche und die Ampulle mit Lösungsmittel in der

Originalverpackung, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton, der Durchstechflasche und der

Ampulle mit Lösungsmittel nach ‘EXP’ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das

Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats

Die Lösung muss sofort nach der Rekonstitution verwendet werden.

Sie dürfen FOSTIMON nicht verwenden wenn Sie bemerken dass die Lösung nicht klar ist.

Nach der Rekonstitution muss die Lösung klar und farblos sein.

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Gebrauchsinformation – 09/02/2015

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel

zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt

bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was FOSTIMON enthält

- Der Wirkstoff ist:

Urofollitropin.

1 ml der rekonstituierten Lösung enthält entsprechend der Verwendung von 1, 2, 3, 4, 5 oder 6

Fläschchen zur Rekonstitution in 1 ml Lösungsmittel entweder 75 IE, 150 IE, 225 IE, 300 IE,

375 IE oder 450 IE Urofollitropin.

1 ml der rekonstituierten Lösung enthält entsprechend der Verwendung von 1, 2 oder 3

Fläschchen zur Rekonstitution in 1 ml Lösungsmittel entweder 150 IE, 300 IE oder 450 IE

Urofollitropin.

Die spezifische In-vivo-Aktivität ist gleich oder höher 5000 IE FSH pro mg Protein.

- Die sonstigen Bestandteile sind:

Für das Pulver: Lactose-Monohydrat.

Für das Lösungsmittel: Natriumchlorid und Wasser für Injektionszwecke

Wie FOSTIMON aussieht und Inhalt der Packung

FOSTIMON ist als ein Pulver und ein Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

vorgestellt. 1 Set enthält: Pulver in einer Durchstechflasche (75 IE oder 150 IE) und

Lösungsmittel in einer Ampulle (1 ml); Schachtel zu 1, 5 oder 10 Sets.

Das Pulver ist weiß bis weißlich und das Lösungsmittel ist klar und farblos.

Pharmazeutischer Unternehmer

IBSA FARMACEUTICI ITALIA S.r.l

Via Martiri di Cefalonia 2, 26900 Lodi

Italien

Hersteller

LABORATOIRES GENEVRIER S.A.

280, rue de Goa

Zone Industrielle les Trois Moulins

Parc de Sophia-Antipolis, 06600 Antibes

Frankreich

PHARMASURE LIMITED

Units 4-6

Colonial Business Park

Colonial Way

Watford WD24 4PR

Vereinigtes Königreich

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Gebrauchsinformation – 09/02/2015

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes

(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen (die Stärke und pharmazeutische

Formulierung sind in allen Ländern identisch, nur die Handelsnamen unterscheiden sich):

Österreich: Fostimon

Belgien: Fostimon

Zypern: Fostimon

Dänemark: Fostimon

Finnland: Fostimon

Frankreich: Fostimon

Luxemburg: Fostimon

Irland: Fostimon

Niederlande: Fostimon

Norwegen: Fostimon

Spanien: Fostipur

Schweden: Fostimon

Vereinigtes Königreich: Fostimon

Abgabe:

Verschreibungspflichtig.

Zulassungsnummern:

FOSTIMON 75 IE: BE302687

FOSTIMON 150 IE: BE302696

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt genehmigt im 01/2016.

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