Fosinopril "Interpharm"

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Fosinopril "Interpharm" 20 mg - Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 30 Stück, Laufzeit: 24 Monate,10 Stück, Laufzeit: 24 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Fosinopril "Interpharm" 20 mg - Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Fosinopril
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-25855
  • Berechtigungsdatum:
  • 23-05-2005
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR PATIENTEN

Fosinopril „Interpharm“ 20 mg - Tabletten

Wirkstoff: Fosinopril-Natrium

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist Fosinopril „Interpharm“ und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Fosinopril „Interpharm“ beachten?

Wie ist Fosinopril „Interpharm“ einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Fosinopril „Interpharm“ aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Fosinopril „Interpharm“ und wofür wird es angewendet?

Fosinopril „Interpharm“ enthält den Wirkstoff Fosinopril. Dieser gehört zur Wirkstoffklasse der

sogenannten

ACE-Hemmer

(ACE=Angiotensin-Converting-Enzyme/Angiotensin-Konversions-

Enzym).

Fosinopril „Interpharm“ wirkt, indem es:

die körpereigene Produktion von Substanzen reduziert, die den Blutdruck steigen lassen,

Ihre Blutgefäße entspannt und weiter stellt,

es dem Herzen erleichtert, Blut durch den Körper zu pumpen.

Fosinopril „Interpharm“ wird angewendet bei

Bluthochdruck (Hypertonie)

Herzschwäche (Herzinsuffizienz; wenn das Herz nicht genug Blut durch den Körper pumpt)

Bei Herzschwäche wird Fosinopril „Interpharm“ gemeinsam mit harntreibenden Arzneimitteln

(Diuretika), und eventuell zusätzlich noch mit Medikamenten zur Stärkung des Herzmuskels

(Herzglykoside) eingesetzt.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Fosinopril „Interpharm“ beachten?

Fosinopril „Interpharm“ darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Fosinopril, andere ACE-Hemmer oder einen der in Abschnitt 6.

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn bei Ihnen oder einem Familienmitglied nach Einnahme eines ACE-Hemmers oder aus einem

anderen, unbekannten Grund schon einmal eine allergische Reaktion in Form von Schwellungen

des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Kehlkopfs mit Schluck- oder Atembeschwerden

aufgetreten ist (Angioödem).

wenn Sie länger als 3 Monate schwanger sind. (Es ist auch besser, Fosinopril „Interpharm“ in der

frühen Schwangerschaft zu vermeiden - siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“)

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem

blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte

sprechen

Sie

mit

Ihrem

Arzt

oder

Apotheker,

bevor

Sie

Fosinopril

„Interpharm“

einnehmen, besonders

zu Beginn der Einnahme von Fosinopril „Interpharm“ oder bei Dosisänderung (Einige Menschen

reagieren

erste

Einnahme

oder

einer

Dosissteigerung

Benommenheit,

Schwächegefühl, bis hin zu Ohnmacht),

wenn Sie eine Herz-, Leber-, oder Nierenerkrankung haben,

wenn

große

Mengen

Körpersalzen

und/oder

-flüssigkeiten

verloren

haben

(durch

Erbrechen, Durchfall, eine salzarme Diät oder die Einnahme von Entwässerungstabletten),

wenn Sie unter Durchblutungsstörungen des Gehirns leiden,

wenn Sie eine Hämodialyse (Blutwäsche) benötigen oder vor kurzem eine Nierentransplantation

hatten,

wenn Sie an einer Verengung der Nierenarterien leiden,

wenn Ihre Allergie gegen Bienen- oder Wespenstiche behandelt werden soll (Desensibilisierung),

wenn bei Ihnen eine LDL-Apherese durchgeführt wird (ein Verfahren, durch das das „schlechte“

LDL-Cholesterin aus dem Blut ausgewaschen wird),

wenn ein anhaltender trockener Reizhusten auftritt,

wenn Sie schwarze Hautfarbe haben, da ACE-Hemmer bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe oft

schwächer wirken als bei Patienten mit anderer Hautfarbe,

wenn Sie in Verbindung mit einer Operation ein Betäubungsmittel erhalten sollen, informieren Sie

in diesem Fall bitte Ihren Arzt,

wenn Sie einen hohen Kaliumspiegel im Blut haben (ergibt sich aus den Blutwerten),

wenn Sie an Diabetes leiden (zuckerkrank sind),

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet - z. B.

Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von

Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden. Es erhöht sich das Risiko eines Angioödems

(rasche Schwellung unter der Haut in Bereichen wie dem Rachen):

Sirolimus,

Everolimus

andere

Arzneimittel,

Klasse

mTOR-Inhibitoren

gehören (werden zur Verhinderung einer Abstoßung des Organtransplantats verwendet)

Vildagliptin

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z.B.

Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „Fosinopril „Interpharm“ darf nicht eingenommen werden“.

Geben Sie unbedingt Ihrem Arzt Bescheid, wenn Sie glauben dass Sie schwanger sind (oder wenn Sie

eine Schwangerschaft planen). Fosinopril „Interpharm“ wird in der frühen Schwangerschaft nicht

empfohlen und es darf nicht eingenommen werden, wenn Sie länger als 3 Monate schwanger sind, da

es Ihrem Baby in dieser Phase schweren Schaden zufügen kann (siehe Abschnitt Schwangerschaft und

Stillzeit).

Während der Behandlung mit Fosinopril „Interpharm“ müssen regelmäßige ärztliche Kontrollen

durchgeführt werden. Sie sollten die Termine zu diesen ärztlichen Untersuchungen stets einhalten,

auch wenn Sie keine Beschwerden haben.

Veränderungen

Blutbildes

(Anzahl

roten

weißen

Blutkörperchen

Blutplättchen) sowie anderer Blutwerte (z.B. Kalium, Natrium, Kreatinin, Harnstoff, Bilirubin) und

Harnwerte (z.B. Eiweiß im Harn) kommen kann, wird Ihr Arzt auch regelmäßig Kontrollen der

Laborwerte anordnen, die Sie unbedingt einhalten sollten.

Kinder und Jugendliche

Fosinopril „Interpharm“ wird nicht empfohlen für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter

18 Jahren da die Sicherheit und Wirksamkeit der Anwendung in dieser Altersgruppe nicht ausreichend

belegt ist.

Einnahme von Fosinopril „Interpharm“ zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich

andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.

Fosinopril

„Interpharm“

einige

andere

Arzneimittel

können

einander

ihrer

Wirkung

beeinflussen.

Zu diesen Arzneimitteln zählen:

Diuretika (Entwässerungsmittel),

Blutdrucksenkende oder gefäßerweiternde Arzneimittel (z.B. Betablocker, Calciumkanalblocker,

Methyldopa oder Nitrate),

Kalium-Ergänzungsmittel

oder

kaliumhaltige

Salzersatzstoffe,

Diuretika

(Wassertabletten,

insbesondere

jene,

kaliumsparend

bezeichnet

werden),

andere

Arzneimittel,

Kaliumspiegel in Ihrem Körper erhöhen können (wie Spironolacton, Triamteren, Amilorid und

Heparin),

Lithium

(bei

seelischen

Erkrankungen)

Fosinopril

„Interpharm“

kann

Lithiumspiegel im Blut erhöhen. Die Lithiumspiegel werden daher von Ihrem Arzt sorgfältig

überwacht werden.

Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (sogenannte „nicht-steroidale Antirheumatika“

– NSAR – wie Ibuprofen, Indometacin oder Acetylsalicylsäure),

Arzneimittel

gegen

Depressionen

oder

andere

psychische

Erkrankungen

(sog.

trizyklische

Antidepressiva, Neuroleptika),

Narkosemittel,

Arzneimittel zur Behandlung von niedrigem Blutdruck, Schock, Herzversagen, Asthma oder

Allergien (wie Ephedrin, Noradrenalin oder Adrenalin),

Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes (blutzuckersenkende Arzneimittel zum Einnehmen und

Insulin),

Immunsuppressiva

Cyclosporin

oder

Tacrolimus,

nach

Organtransplantationen

Verhinderung von Abstoßungsreaktionen gegeben werden,

Zytostatika (zur Krebsbehandlung),

Kortikosteroide (steroidhaltige Arzneimittel gegen Entzündungen wie Prednisolon),

Procainamid (gegen Herzrhythmusstörungen),

Allopurinol (zur Behandlung von Gicht),

Antazida (Arzneimittel zur Neutralisierung der Magensäure gegen Sodbrennen und gegen das

Aufsteigen von Magensäure in die Speiseröhre),

Simeticon (gegen Blähungen),

Trimethoprim und Cotrimoxazol (gegen bakterielle Infektionen),

Temsirolismus (gegen Krebs),

Everolimus (als Vorbeugung gegen Organabstoßung),

Sirolimus (als Vorbeugung gegen Organabstoßung),

Vildagliptin (zur Behandlung von Diabetes mellitus)

Wechselwirkungen mit Labortests sind möglich. Vorsicht ist geboten bei:

Digoxin-Test (mit Aktivkohleabsorption, Kit RIA Digi-Tab

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen

treffen:

wenn

einen

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

oder

Aliskiren

einnehmen

(siehe

auch

Abschnitte

„Fosinopril „Interpharm“

darf nicht eingenommen

werden" und „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“).

Einnahme

von

Fosinopril

„Interpharm“

zusammen

mit

Nahrungsmitteln,

Getränken

und

Alkohol

Fosinopril „Interpharm“ kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

sollten

Alkohol

während

Einnahme

Fosinopril

„Interpharm“

vermeiden,

blutdrucksenkende Effekt verstärkt werden könnte.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Schwangerschaft

Geben Sie unbedingt Ihrem Arzt Bescheid, wenn Sie glauben, dass Sie schwanger sind (oder wenn Sie

eine Schwangerschaft planen). Ihr Arzt wird Ihnen normalerweise raten, die Einnahme von Fosinopril

„Interpharm“ zu beenden, wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder sobald Sie wissen, dass Sie

schwanger

sind,

wird

Ihnen

anderes

Medikament

statt

Fosinopril

„Interpharm“

verschreiben.

Fosinopril „Interpharm“ wird in der frühen Schwangerschaft nicht empfohlen, und es darf gar nicht

eingenommen werden, wenn sie länger als 3 Monate schwanger sind, da es Ihrem Baby in dieser

Phase schweren Schaden zufügen kann.

Stillzeit

Geben Sie Ihrem Arzt Bescheid, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen möchten. Fosinopril

„Interpharm“ wird für stillende Mütter nicht empfohlen. Ihr Arzt wird eine andere Behandlung für Sie

auswählen, wenn Sie stillen möchten, ganz besonders dann, wenn es sich um ein neugeborenes oder

frühgeborenes Baby handelt.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung:

dieses

Arzneimittel

kann

Reaktionsfähigkeit

Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Wie bei anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln kann durch Blutdruckabfall, Schwindel und

Benommenheit die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von

Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Änderung

der Dosis sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Ob das der Fall ist, hängt von der individuellen Empfindlichkeit ab. Wenn Sie davon betroffen sind,

dürfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen und keine Maschinen bedienen.

Fosinopril „Interpharm“ enthält Milchzucker (Lactose).

Bitte nehmen Sie Fosinopril „Interpharm“ daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn

Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit (Lactoseintoleranz) leiden.

3.

Wie ist Fosinpril „Interpharm“ einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung:

Bluthochdruck (Hypertonie)

Die übliche Dosis beträgt einmal täglich morgens 1 Tablette.

Die Dosis kann bei Bedarf auf maximal 40 mg (2 Tabletten Fosinopril „Interpharm“ 20 mg) erhöht

werden.

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt einmal täglich 10 mg Fosinopril (eine halbe Tablette Fosinopril

„Interpharm“ 20 mg). Eine Dosiserhöhung auf 20 mg (1 Tablette Fosinopril „Interpharm“ 20 mg)

sollte frühestens nach 3 Wochen erfolgen.

Herzschwäche (Herzinsuffizienz)

Fosinopril „Interpharm“ wird zusammen mit Entwässerungsmitteln (Diuretika) angewendet.

Die übliche Dosis beträgt einmal täglich morgens 1 Tablette.

Die Dosis kann bei Bedarf auf maximal 40 mg (2 Tabletten Fosinopril „Interpharm“ 20 mg) erhöht

werden.

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt einmal täglich 10 mg Fosinopril (eine halbe Tablette Fosinopril

„Interpharm“ 20 mg). Eine Dosiserhöhung auf 20 mg (1 Tablette Fosinopril „Interpharm“ 20 mg)

sollte frühestens nach 3 Wochen erfolgen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Fosinopril

„Interpharm“ zu stark oder zu schwach ist.

Besondere Patientengruppen:

Dosierung bei Nieren- oder Leberfunktionsstörungen oder bei älteren Patienten (über 65 Jahre)

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt einmal täglich 10 mg Fosinopril (eine halbe Tablette Fosinopril

„Interpharm“ 20 mg).

Die Erhaltungsdosis soll so niedrig wie möglich gehalten werden.

Dosierung bei vorbestehender Behandlung mit Entwässerungsmitteln

Wenn

möglich,

wird

Behandlung

Entwässerungsmitteln

Arzt

Tage

Behandlungsbeginn mit Fosinopril „Interpharm“ abgesetzt, da sonst wegen des Flüssigkeits- oder

Salzmangels

sehr

starker

Blutdruckabfall

auftreten

kann.

Absetzen

Entwässerungsmittels nicht möglich, muss der Behandlungsbeginn unter mehrstündiger ärztlicher

Überwachung erfolgen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Fosinopril „Interpharm“ wird nicht empfohlen für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter

Jahren,

Sicherheit

Wirksamkeit

Anwendung

dieser

Altersgruppe

nicht

ausreichend belegt ist.

Art der Anwendung:

Fosinopril „Interpharm“ kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Die Einnahme sollte mit ausreichend Flüssigkeit erfolgen. Nehmen Sie die Tabletten jeden Tag zur

gleichen Tageszeit ein. Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, wenn Sie Schwierigkeiten

haben, diese im Ganzen zu schlucken. Die Tabletten dürfen nicht zerkaut werden.

Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Fosinopril „Interpharm“ eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben oder ein Kind versehentlich einige Tabletten

geschluckt hat, wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt/Notarzt. Dieser kann entsprechend der

Schwere der Überdosierung über die erforderlichen Maßnahmen entscheiden. Halten Sie eine Packung

des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt über den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.

In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosis können folgende Beschwerden auftreten:

niedriger

Blutdruck,

sehr

hoher

Puls,

Herzklopfen,

langsamer

Puls,

Kreislaufschock,

Nierenprobleme, Schwindel, Husten, Hyperventilation (übersteigerte Atmung) und Angstzustände.

Für den Arzt:

Zur Therapie bei Überdosierung finden Sie Hinweise am Ende dieser Gebrauchsinformation!

Wenn Sie die Einnahme von Fosinopril „Interpharm“ vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Nehmen Sie stattdessen einfach die übliche folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Fosinopril „Interpharm“ abbrechen

Setzen Sie das Arzneimittel nicht plötzlich und ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab. Beim Auftreten

von Nebenwirkungen wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, welche Gegenmaßnahmen es hierfür gibt

und ob andere Arzneimittel für die Behandlung in Frage kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Nehmen Sie Fosinopril „Interpharm“ nicht weiter ein und wenden Sie sich umgehend an einen

Arzt, wenn Sie die folgenden Symptome feststellen:

Anschwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Kehlkopf (Angioödem), Ausschlag, Juckreiz,

Atemnot oder Schluckbeschwerden,

Infektion mit Symptomen wie Fieber und eine starke Verschlechterung des Allgemeinzustandes

oder Fieber mit Halsschmerzen oder Problemen beim Wasserlassen,

Gelbfärbung des Augenweißes oder der Haut (Gelbsucht), die Zeichen einer Lebererkrankung sein

können.

Wenden Sie sich baldmöglichst an einen Arzt, wenn Sie

Schwindelgefühl/Ohnmacht,

Müdigkeit

oder

Schwächegefühl

(Anzeichen

eines

niedrigen

Blutdrucks) verspüren.

über eine längere Zeit an trockenem und hartnäckigem Reizhusten leiden.

Andere mögliche Nebenwirkungen

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Virusinfektion, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen, kribbelndes

Gefühl oder Taubheit in Händen und/oder Füßen, Herzrasen (Tachykardie), Herzrhythmusstörungen,

Engegefühl

Schmerzen

Brustraum

(Angina

pectoris),

Herzklopfen,

niedriger

Blutdruck,

Blutdruckabfall beim Aufstehen, der zu Schwindel, Ohrensausen oder Ohnmacht führt, Infektionen

der oberen Atemwege, Halsentzündung (Pharyngitis), rinnende Nase, trockener anhaltender Husten,

Panikattacken,

Übelkeit,

Erbrechen,

Durchfall,

Bauchschmerzen,

Verdauungsstörungen,

Geschmacksstörungen,

Anstieg

gewisser

Leberwerte

Blut

(Bilirubin,

Transaminasen),

Entzündungen der Haut, sexuelle Störungen (z.B. Impotenz), Brustschmerzen (nicht vom Herzen

ausgehend), Müdigkeit, Kraftlosigkeit, übermäßige Wassereinlagerungen im Körper (Ödeme), Anstieg

bestimmter Laborwerte (alkalische Phosphatase und Laktatdehydrogenase)

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Abfall des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) oder des Anteils der Zellbestandteile am Blutvolumen

(Hämatokrit), Appetitlosigkeit, Gicht, hohe Kaliumwerte im Blut, Depression, abnormales Verhalten,

Verwirrtheit, Schläfrigkeit, Ohnmacht, Geschmacksstörungen, Zittern, Augen- und Sehstörungen,

Ohrenschmerzen, Ohrsausen (Tinnitus), Drehschwindel (Vertigo), Herzstillstand, hoher Blutdruck,

Schock

(Blässe,

Ruhelosigkeit,

schwacher,

schneller

Puls,

feuchte

Haut

Ohnmacht),

vorübergehende

Durchblutungsstörung

Gehirn,

Schlaganfall,

Kurzatmigkeit,

Nasennebenhöhlenentzündung,

Schleimhautentzündung

Luftröhre

größeren

Bronchien

(Tracheobronchitis),

Verstopfung,

trockener

Mund,

Blähungen,

vermehrtes

Schwitzen,

Juckreiz,

Nesselausschlag,

Muskelschmerzen,

Nierenprobleme,

erhöhte

Eiweißwerte

Harn,

Anstieg

bestimmter Nierenwerte im Blut (Harnstoff, Kreatinin), Vergrößerung der Brustdrüse beim Mann

(Gynäkomastie), Schwellung der Gliedmaßen

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

vorübergehende Verminderung der roten Blutkörperchen (Anämie), Verminderung bestimmter weißer

Blutkörperchen, die für die Infektabwehr zuständig sind (Leukopenie, Eosinophilie, Neutropenie),

Lymphknotenschwellung, Verminderung der Blutplättchen, was zu Gerinnungsproblemen führen kann

(Thrombozytopenie),

Sprechstörung,

Unfähigkeit

ordentliche

Sätze

bilden,

Gedächtnisstörungen, Desorientierung, Hautrötung mit Hitzegefühl, Blutungen, Blutgefäßprobleme in

Armen

und/oder

Beinen,

krampfartige

Verengung

Bronchien,

Nasenbluten,

Kehlkopfentzündung/Heiserkeit,

Lungenentzündung,

Stauung

Lunge,

Entzündungen

Mundschleimhaut,

Entzündungen

Bauchspeicheldrüse,

geschwollene

Zunge,

Blähbauch,

Schluckbeschwerden,

Leberentzündung

(Hepatitis),

kleinste

Hautblutungen,

Gelenkentzündungen

(Arthritis), Prostataprobleme, Natriummangel im Blut

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

massive Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose), Schwellung im Darm

(intestinales Angioödem), Darmverschluss, Leberversagen, akutes Nierenversagen

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Überempfindlichkeitsreaktionen,

Appetitstörungen,

Gewichtsschwankungen,

Gewichtszunahme,

Gleichgewichtsstörungen,

Herz-

Atemstillstand,

massive

Blutdruckentgleisung

(hypertensive

Krise),

Stimmstörungen,

pleuritischer

Schmerz,

Muskelschwäche,

Schmerzen,

abnormale

Leberfunktionswerte

Bei einer bestimmten Laboruntersuchung auf Digoxin (Medikament gegen Herzrhythmusstörungen)

wird bei gleichzeitiger Einnahme von Fosinopril „Interpharm” der gemessene Blutspiegel von Digoxin

verfälscht.

Es wurde über einen Symptomenkomplex berichtet, der ein oder mehrere der folgenden Symptome

umfassen kann: Fieber, Gefäßentzündungen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen/

Gelenksentzündungen, erhöhter Rheumawert im Blut (antinukleäre Antikörper (ANA)),

Entzündungszeichen im Blut (erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG)), Vermehrung bestimmter

weißer Blutkörperchen (Eosinophilie und Leukozytose), Ausschlag, Lichtempfindlichkeit oder

sonstige Hautveränderungen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Fosinopril „Interpharm“ aufzubewahren?

Lagern Sie dieses Arzneimittel nicht über 25°C.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton („Verw. bis:“) angegebenen Verfalldatum

nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Fosinopril „Interpharm“ enthält

Der Wirkstoff ist: Fosinopril-Natrium (Jede Tablette enthält 20 mg Fosinopril-Natrium.).

sonstigen

Bestandteile

sind:

Lactose-Monohydrat,

Croscarmellose-Natrium,

vorverkleisterte

Stärke, mikrokristalline Cellulose, Glyceroldibehenat, Siliziumdioxid.

Wie Fosinopril „Interpharm“ aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, runde, flache Tablette facettiert mit einer Kerbe auf einer Seite.

Die Tablette kann in gleiche Hälften geteilt werden.

Blisterpackungen zu 10 und 30 Stück.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Interpharm ProduktionsgmbH, 1160 Wien

Z.Nr.: 1-25855

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2017.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Therapie einer Überdosierung

Die Therapiemaßnahmen richten sich nach dem Zeitpunkt der Verabreichung sowie nach Art und

Schwere der Symptome.

Die Behandlung mit Fosinopril-Natrium sollte abgesetzt und der Patient engmaschig überwacht

werden. Zunächst wird der Patient flach gelagert und physiologische Kochsalzlösung als Infusion

verabreicht.

Gegebenenfalls

müssen

neben

allgemeinen

Maßnahmen,

Elimination

Fosinopril-Natrium

dienen

(z.B.

Auslösen

Erbrechen,

Magenspülung,

Verabreichung

Adsorbentien innerhalb von 30 Minuten nach Fosinopril-Natrium-Einnahme) die Vitalparameter unter

intensivmedizinischen Bedingungen überwacht bzw. korrigiert werden.

Bei Bradykardie oder starken vagalen Reaktionen sollte Atropin gegeben werden.

Die Anwendung eines Schrittmachers kann bei therapierefraktärer Bradykardie in Erwägung gezogen

werden.

Fosinoprilat lässt sich kaum durch Hämodialyse oder Peritonealdialyse aus dem Körper entfernen.