Fluimucil 100

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Fluimucil 100 granulato
  • Darreichungsform:
  • granulato
  • Zusammensetzung:
  • acetylcysteinum 100 mg, arom.: aspartamum und andere, excipiens ad granulatum für Papier-1 g.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Fluimucil 100 granulato
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • mucolitico

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 37561
  • Berechtigungsdatum:
  • 22-11-1972
  • Letzte Änderung:
  • 11-09-2017

Packungsbeilage

Patienteninformation

Fluimucil

Was ist Fluimucil und wann wird es angewendet?

Fluimucil enthält den Wirkstoff Acetylcystein. Dieser Wirkstoff verflüssigt und löst den zähen,

festsitzenden Schleim in den Luftwegen und fördert den Auswurf.

Das auf der Schleimhaut der Atemwege vorhandene Sekret spielt eine wichtige Rolle bei der Abwehr

von eingeatmeten Schadstoffen wie Bakterien, Staub und chemische Verunreinigungen. Diese

Reizstoffe werden im Sekret festgehalten, wo sie unschädlich gemacht und mit dem Auswurf

ausgeschieden werden.

Bei durch Bakterien und Viren verursachten Infektionen (Erkältungen, Grippe, Bronchitis) und bei

chronischen, durch Schadstoffe hervorgerufenen Reizungen nimmt die Schleimproduktion zu. Durch

die Verdickung des Schleims können die Atemwege blockiert werden, was Atembeschwerden und

Auswurfschwierigkeiten zur Folge hat.

Durch die schleimlösende Wirkung von Fluimucil verflüssigt sich der zähe Schleim und kann besser

abgehustet werden. Dadurch wird die Gefahr einer Infektion vermindert. Bei freien Atemwegen lässt

der Husten nach, und die Atmung wird erleichtert.

Fluimucil eignet sich zur Behandlung aller Atemwegserkrankungen, die zu übermässiger

Schleimproduktion führen, wie z.B. Erkältungen oder Grippeerkrankungen mit Husten und Katarrh

sowie bei akuter und chronischer Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündungen, Hals- und

Rachenentzündungen, Bronchialasthma und (als Zusatzbehandlung) bei Mukoviszidose (zystische

Fibrose).

Aufgrund des hohen Wirkstoffgehaltes und der Grösse der Packungen von Fluimucil sind diese

Präparate nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin zu verwenden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Die Wirkung von Fluimucil wird durch reichliches Trinken gefördert. Rauchen trägt zur

übermässigen Bildung von Bronchialschleim bei. Durch Verzicht auf das Rauchen können Sie die

Wirkung von Fluimucil unterstützen.

Wann darf Fluimucil nicht eingenommen werden?

Fluimucil darf bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Acetylcystein, bei

Magen- und Darmgeschwüren und bei Vorliegen einer seltenen angeborenen Stoffwechselkrankheit

(sogenannte Phenylketonurie), die eine strikte Diät erfordert, nicht eingenommen werden. Das

Granulat darf des Weiteren bei Vorliegen einer seltenen angeborenen Krankheit des

Zuckerstoffwechsels (sogenannte Fruktose-Unverträglichkeit) nicht eingenommen werden.

Fluimucil sollte auch nicht zusammen mit hustenstillenden Mitteln (Antitussiva) eingenommen

werden, da durch diese Mittel der Husten und die natürliche Selbstreinigung der Atemwege

unterdrückt werden, wodurch das Abhusten des verflüssigten Schleims beeinträchtigt wird und es zu

einem Stau des Bronchialschleims mit Gefahr von Bronchialkrämpfen und Infektionen der

Atemwege kommen kann.

Die Brausetabletten, die Tabletten und die Beutel Granulat zu 600 mg dürfen wegen ihres hohen

Gehaltes an Wirkstoff bei Kindern unter 12 Jahren (bei Kindern mit der Stoffwechselkrankheit

Mukoviszidose (zystische Fibrose) unter 6 Jahren) nicht verwendet werden.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wissen, was in solchen Fällen zu tun ist.

Fluimucil darf nicht bei Kleinkindern unter 2 Jahren angewendet werden.

Wann ist bei der Einnahme von Fluimucil Vorsicht geboten?

Die Anwendung von Fluimucil kann, insbesondere zu Beginn der Behandlung, zu einer

Verflüssigung des Bronchialsekrets führen und den Auswurf fördern. Ist der Patient nicht in der

Lage, dieses ausreichend abzuhusten, kann der Arzt bzw. Ärztin unterstützende Massnahmen

durchführen. Falls Sie bei einer früheren Einnahme eines Arzneimittels mit dem gleichen Wirkstoff,

wie ihn Fluimucil enthält, Ausschläge oder Atembeschwerden beobachtet haben, sollten Sie

unbedingt Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin darüber informieren, bevor

Sie mit der Einnahme des Präparates beginnen.

Leiden Sie an Bluthochdruck, sind für Sie die Brausetabletten Fluimucil nicht geeignet, da diese pro

Brausetablette ungefähr 140 mg Natrium, entsprechend 350 mg Kochsalz enthalten. Das nach der

Einnahme freiwerdende Salz kann Ihren Blutdruck noch weiter erhöhen und die Wirkung von

Mitteln gegen Bluthochdruck herabsetzen.

Die gleichzeitige Verwendung gewisser anderer Arzneimittel kann zu einer gegenseitigen

Beeinflussung der Wirkung führen. So kann die Wirksamkeit gewisser Mittel gegen

Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefässe (z.B. Nitroglycerin bei Angina pectoris) verstärkt

werden.

Eine gleichzeitige Verabreichung von Acetylcystein und Carbamazepin kann zu einer Senkung der

Carbamazepin Konzentration führen.

Die gleichzeitige Verabreichung von hustenstillenden Mitteln (Antitussiva) kann die Wirkung von

Fluimucil beeinträchtigen (siehe oben: «Wann darf Fluimucil nicht eingenommen werden?»). Des

Weiteren sollten Sie Antibiotika nicht gleichzeitig mit Fluimucil einnehmen, sondern in einem

zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre

Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an andern Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere

Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Fluimucil während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Auf Grund der bisherigen Erfahrungen ist bei bestimmungsgemässer Anwendung kein Risiko für das

Kind bekannt. Systematische wissenschaftliche Untersuchungen wurden aber nie durchgeführt.

Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft möglichst auf Arzneimittel verzichten oder

den Arzt oder Apotheker bzw. die Ärztin oder Apothekerin um Rat fragen.

Es liegen keine Informationen zur Ausscheidung von Acetylcystein in die Muttermilch vor. Daher

sollten Sie Fluimucil während der Stillzeit nur anwenden, wenn ihr behandelnder Arzt bzw. Ärztin

dies für notwendig erachtet.

Wie verwenden Sie Fluimucil?

Falls nicht anders verordnet, beträgt die übliche Dosierung:

Jugendliche über 12 Jahre und Erwachsene: 600 mg täglich, verteilt auf eine (1 Brausetablette, 1

Beutel oder 1 Tablette zu 600 mg) oder mehrere Gaben (z.B. 3-mal 200 mg).

Langzeitbehandlung: 400–600 mg täglich, verteilt auf eine oder mehrere Gaben, Behandlungsdauer

auf maximal 3–6 Monate beschränkt.

Mukoviszidose: wie oben, jedoch bereits für Kinder ab 6 Jahren, 3mal täglich 1 Beutel Granulat zu

200 mg oder 1mal täglich 1 Brausetablette, 1 Beutel Granulat oder 1 Tablette zu 600 mg.

Lösen Sie die Brausetablette oder das Granulat in einem Glas kaltem oder heissem Wasser auf und

trinken Sie es sofort. Lösen Sie nicht gleichzeitig andere Arzneimittel mit Fluimucil im Wasser auf,

denn dadurch kann die Wirksamkeit sowohl von Fluimucil als auch der anderen Arzneimittel

beeinträchtigt oder aufgehoben werden.

Beim Aufreissen der Beutel oder Folien ist ein leichter Schwefelgeruch wahrnehmbar. Dieser ist

typisch für den Wirkstoff Acetylcystein und beeinflusst dessen Wirkung nicht.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Fluimucil haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Fluimucil auftreten:

Magen-Darm-Störungen wie Erbrechen, Durchfall, Übelkeit, Bauchschmerzen oder Entzündungen

der Mundschleimhaut, sowie Überempfindlichkeitsreaktionen, Nesselsucht, Kopfschmerzen und

Fieber.

Im Weiteren können beschleunigter Puls, tiefer Blutdruck und Ohrgeräusche, Sodbrennen, sowie

Blutungen und Wasseransammlungen im Gesicht vorkommen.

Es können auch allergische Erscheinungen allgemeiner Art (wie z.B. Hautausschläge oder Juckreiz)

auftreten. Sollten die Überempfindlichkeitsreaktionen auch Atembeschwerden und

Bronchialkrämpfe auslösen, was in seltenen Fällen geschehen kann, so müssen Sie die Behandlung

mit Fluimucil sofort abbrechen und einen Arzt bzw. eine Ärztin aufsuchen.

Der Atem kann vorübergehend einen unangenehmen Geruch bekommen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Bei Raumtemperatur (15–25 °C), vor Licht und Feuchtigkeit geschützt und für Kinder unzugänglich

aufbewahren.

Das Arzneimittel nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwenden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Fluimucil enthalten?

1 Beutel Granulat enthält 200 mg oder 600 mg Acetylcystein; Hilfsstoffe: Aspartam, Sorbitol und

Aromastoffe.

1 Brausetablette enthält 600 mg Acetylcystein; Hilfsstoffe: Aspartam und Aromastoffe.

1 Tablette enthält 600 mg Acetylcystein, Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

37561, 45179, 57279 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Fluimucil? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Folgende Packungen sind erhältlich:

90 Beutel Granulat zu 200 mg.

30 Beutel Granulat zu 600 mg.

30 und 100 Brausetabletten zu 600 mg.

30 und 60 Tabletten zu 600 mg.

Zulassungsinhaberin

Zambon Schweiz AG

6814 Cadempino

Diese Packungsbeilage wurde im September 2016 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

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