Fludex SR

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Fludex SR comprimés retard
  • Darreichungsform:
  • comprimés retard
  • Zusammensetzung:
  • indapamidum 1.5 mg, excipiens pro compresso obducto.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Fludex SR comprimés retard
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Antihypertensive

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 53975
  • Berechtigungsdatum:
  • 19-12-1997
  • Letzte Änderung:
  • 08-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Fludex SR

Servier (Suisse) SA

Was ist Fludex SR und wann wird es angewendet?

Fludex SR ist ein Arzneimittel empfohlen zur Reduzierung des arteriellen Bluthochdruck leichten bis

mittelschweren Grades (Hypertonie).

Die Filmtabletten mit verlängerter Freisetzung enthalten den Wirkstoff Indapamid.

Indapamid ist ein Diuretikum. Die meisten Diuretika erhöhen die Urinproduktion der Nieren.

Indapamid ist jedoch anders als andere Diuretika und erhöht die Urinproduktion nur gering.

Fludex SR ist auf Verordnung des Arztes bzw. der Ärztin erhältlich.

Was sollte dazu beachtet werden?

Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin. Weitere Massnahmen sind nicht

erforderlich.

Wann darf Fludex SR nicht angewendet werden?

Fludex SR darf in folgenden Fällen nicht angewendet werden:

·Bekannte Allergien gegen Indapamid, gegen andere Sulfonamide oder gegen einen der Hilfsstoffe

von Fludex SR, die im Abschnitt «Was ist in Fludex SR enthalten?» aufgeführt sind,

·Nierenfunktionsstörungen,

·Leberleiden, schwere Leberfunktionsstörungen oder wenn Sie an hepatischer Enzephalopathie

leiden (degenerative Erkrankung des Gehirns),

·verminderter Kaliumgehalt des Blutes (Hypokaliämie),

·kürzlich erlittener Gehirnschlag,

·Stillen (siehe «Darf Fludex SR während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen

werden?».

Wann ist bei der Einnahme von Fludex SR Vorsicht geboten?

Sie sollten Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mitteilen, falls Sie eine Lebererkrankung haben oder an

Störungen des Elekrolytengleichgewichts, Diabetes (Zuckerkrankheit), Gicht oder

Nierenbeschwerden oder an Störungen des kardialen Gleichgewichts leiden, wenn Sie eine

Untersuchung Ihrer Nebenschilddrüse machen müssen.

Sie sollten Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, wenn Sie in der Vergangenheit eine erhöhte

Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenlicht hatten.

Eventuell wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Laboruntersuchungen veranlassen, für die Überwachung zu

geringer Natrium- oder Kaliumspiegel, oder erhöhter Kalziumwerte im Blut. Wenn Sie denken, dass

einer dieser Fälle auf Sie zutrifft, oder wenn Sie Fragen zur Verwendung dieses Arzneimittels haben,

fragen Sie Ihren Arzt oder Ihren Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Informieren Sie jedoch Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

weitere Krankheiten oder Allergien haben oder gleichzeitig andere Medikamente (auch

selbstgekaufte) im besonderen Lithium oder bestimmte Mittel gegen Herzrhythmusstörungen

einnehmen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln:

Wenn Sie aktuell oder vor kurzer Zeit andere Arzneimittel einnehmen, einschliesslich rezeptfreier

Medikamente, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Vermeiden Sie die Einnahme von Fludex SR in Verbindung mit Lithium (Behandlung von

Depressionen) aufgrund der Gefahr eines erhöhten Lithiumspiegels im Blut.

Wenn Sie eines der folgenden Medikamente einnehmen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer

Ärztin, es könnten einige besondere Vorsichtsmassnahmen erforderlich sein:

·Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen (z.B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid,

Amiodaron, Sotalol, Ibutilid, Dofetilid, Digitalis),

·Medikamente zur Behandlung von psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angst,

Schizophrenie ... (z.B. trizyklische Antidepressiva, Antipsychotika, Neuroleptika),

·Bepridil (zur Behandlung von Angina pectoris, Krankheit welche Schmerzen in der Brust

verursacht),

·Cisaprid, Diphemanil (zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden),

·Sparfloxacin, Moxifloxacin, Erythromycin zur Injektion (Antibiotika zur Behandlung von

Infektionen),

·Vincamin zur Injektion (verwendet zur Behandlung von symptomatischen Hirnleistungsstörungen

bei älteren Personen einschliesslich Gedächtnisverlust),

·Halofantrin (Antiparasitikum zur Behandlung von bestimmten Arten von Malaria),

·Pentamidin (zur Behandlung bestimmter Arten von Lungenentzündung),

·Mizolastine (zur Behandlung von allergischen Reaktionen wie z.B. Heuschnupfen),

·nicht-steroidale entzündungshemmende Medikamente, zur Linderung von Schmerzen (z.B.

Ibuprofen) oder hohe Dosen von Acetylsalicylsäure,

·Hemmstoffe des Angiotensin-Converting-Enzyms (ACE-Hemmer) (zur Behandlung von Hypertonie

und Herzinsuffizienz),

·Amphotericin B zur Injektion (zur Behandlung von durch mikroskopische Pilze verursachten

Erkrankungen),

·oralen Kortikosteroiden, zur Behandlung von verschiedene Erkrankungen, einschliesslich schwerem

Asthma und rheumatischer Arthritis,

·stimulierendes Abführmittel,

·Baclofen (zur Behandlung von Muskelsteifheit bei Erkrankungen wie Multiple Sklerose),

·Digitalis (zur Behandlung von Herzinsuffizienz oder bestimmten Herzrhythmusstörungen),

·Kaliumsparende Diuretika (Amilorid, Spironolacton, Triamteren),

·Metformin (zur Behandlung von Diabetes),

·jodhaltiges Kontrastmittel (verwendet bei Röntgenuntersuchungen),

·Kalziumtabletten oder andere Kalziumpräparate,

·Cyclosporin, Tacrolimus und andere Immunsuppressiva, eingesetzt nach Organtransplantation zur

Behandlung von Autoimmunerkrankungen oder schweren rheumatischen oder dermatologischen

Erkrankungen,

·Tetracosactid (zur Behandlung von Morbus Crohn),

·Allopurinol (zur Behandlung von Gicht).

Darf Fludex SR während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin vor der Einnahme von

Medikamenten.

Die Verwendung dieses Medikaments während der Schwangerschaft ist nicht empfohlen. Wenn eine

Schwangerschaft geplant oder bestätigt ist, sollte so schnell wie möglich eine alternative Therapie

eingeleitet werden.

Sagen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie schwanger werden

wollen.

Der Wirkstoff wird in die Muttermilch übertragen. Sie dürfen dieses Medikament nicht einnehmen,

wenn Sie stillen.

Wie verwenden Sie Fludex SR?

Oral.

Die Dosierung beträgt täglich 1 Filmtablette. Da das Medikament harntreibend wirkt, nehmen Sie

dieses am besten morgens ein, unabhängig von den Mahlzeiten, um unliebsame Unterbrechungen des

Nachtschlafes zu vermeiden. Die Tablette sollte unzerkaut mit einem Glas Wasser geschluckt

werden. Die Tablette darf nicht zerbissen oder zerkaut werden. Die Behandlung von Bluthochdruck

ist in der Regel eine Langzeittherapie.

Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin:

Eine zu hohe Dosiseinnahme von Fludex SR kann Übelkeit, Erbrechen, Blutdruckabfall,

Muskelkrämpfe, Schwindel, Benommenheit, Verwirrung und eine Veränderungen der von den

Nieren produzierten Urinmenge verursachen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung.

Sollten Sie den Eindruck haben, das Medikament wirke zu schwach oder zu stark, so wenden Sie

sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Wenn Sie einmal vergessen haben, die Tablette einzunehmen, nehmen Sie am folgenden Tag nur

Ihre normal verschriebene Behandlungsdosis. Teilen Sie dies Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit und

nehmen Sie nicht die doppelte Dosis am nächsten Morgen.

Die Behandlung von Bluthochdruck ist in der Regel eine langfristige Behandlung, Sie sollten Ihren

Arzt bzw. Ihre Ärztin um Rat fragen, wenn Sie die Behandlung abbrechen wollen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Fludex SR haben?

Die Einnahme von Fludex SR kann unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen, auch wenn nicht

jeder davon betroffen ist.

Wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen feststellen, beenden Sie sofort die Einnahme des

Arzneimittels und kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin:

·Angioödem und/oder Nesselsucht. Ein Angioödem äussert sich durch ein plötzliches Anschwellen

der Extremitäten oder des Gesichts, der Lippen oder Zunge, Anschwellen der Schleimhäute im Hals

oder in den Atemwegen, welche zur Kurzatmigkeit oder Schwierigkeiten beim Schlucken führt.

Wenn dies passiert, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin (sehr selten, kann bis zu

einer Person von 10'000 Personen betreffen),

·schwere Hautreaktionen, insbesondere starker Hautausschlag, Nesselsucht, Hautrötung am ganzen

Körper, starker Juckreiz, Bläschenbildung, Schuppenbildung und Hautschwellung, Entzündung der

Schleimhäute (Stevens-Johnson Syndrom) oder andere allergische Reaktionen (sehr selten, kann bis

zu einer Person von 10'000 Personen betreffen),

·lebensbedrohliche, unregelmässige Herzschläge (Torsades de Pointes) (Häufigkeit nicht bekannt),

·Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die sich in Form von starken Bauch- oder Rückenschmerzen

äussern kann, die von starkem Unwohlsein begleitet sind (sehr selten, kann bis zu einer Person von

10'000 Personen betreffen),

·Hirnerkrankung, die durch eine Lebererkrankung (hepatische Enzephalopathie) hervorgerufen

werden kann (Häufigkeit nicht bekannt),

·Leberentzündung (Hepatitis) (Häufigkeit nicht bekannt).

In absteigender Reihenfolge nach Häufigkeit, können folgende unerwünschten Wirkungen auftreten:

Häufig (kann bis zu einer Person von 10 Personen betreffen): Hautausschlag (Pickel), allergische

Reaktionen, insbesondere der Haut bei Patienten mit einer Veranlagung für Allergien und Asthma,

niedriger Serumkaliumspiegel, der Muskelschwäche verursachen kann, Kopfschmerzen, Schwindel,

Müdigkeit, Ameisenlaufen (Parästhesie).

Gelegentlich (kann bis zu einer Person von 100 Personen betreffen): Erbrechen, Purpura (kleine rote

Flecken auf der Haut).

Selten (kann bis zu einer Person von 1'000 Personen betreffen): Magen-Darm-Störungen (Übelkeit,

Verstopfung), Mundtrockenheit.

Erhöhtes Risiko der Austrocknung bei älteren und an Herzinsuffizienz leidenden Patienten.

Blutbildveränderung wie Thrombozytopenie (Abnahme der Anzahl an Blutplättchen, die die

Entstehung von blauen Flecken und Nasenbluten begünstigen), Leukopenie (eine verringerte Anzahl

weisser Blutkörperchen, die zu unerklärlbarem Fieber, Halsschmerzen oder anderen grippeähnlichen

Symptomen führen kann - wenn dies geschieht, kontaktieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin) und

Anämie (Abnahme der roten Blutkörperchen).

Sehr selten (kann bis zu einer Person von 10'000 Personen betreffen): Herzrhythmusstörungen,

Hypotonie.

Nierenerkrankungen.

Leberfunktionsstörungen.

Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

·Bewusstlosigkeit.

·Mögliche Verschlimmerung eines bereits bestehenden akuten systemischen Lupus erythematodes

(Kollagen-Krankheit), dieser könnte sich verschlimmern.

·Es wurde über Fälle von Lichtempfindlichkeit nach Einwirkung von Sonnenlicht oder künstlichem

UVA-Licht berichtet (Veränderung des Erscheinungsbildes der Haut).

·Kurzsichtigkeit.

·Verschwommenes Sehen.

·Sehstörungen.

Um bestimmte Werte zu kontrollieren, kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Durchführung von

Labortests (Blutuntersuchungen) anordnen. Die folgenden Veränderungen Ihrer biologischen

Parameter könnten auftreten:

·Verminderung der Kaliumkonzentration im Blutplasma,

·Verminderung der Natriumkonzentration im Blutplasma, welche die Ursache für eine Austrocknung

des Organismus oder einer Hypotonie sein könnte,

·gleichzeitigen Verlust von Chlorid-Ionen,

·Erhöhung der Harnsäurekonzentration, die der Grund für eine Verschlimmerung von Gichtanfälle

(Gelenkschmerzen, vor allem in den Füssen) sein könnte,

·Erhöhung der Blutzuckerwerte bei Diabetikern,

·Erhöhung der Kalziumkonzentration im Blutplasma.

·erhöhte Leberenzymwerte,

·abnormale EKG-Spuren.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Dieses Arzneimittel enthält Lactose-Monohydrat. Wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Sie darauf

hingewiesen hat, dass Sie eine Unverträglichkeit gegen bestimmte Zucker haben, kontaktieren Sie

Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin vor der Einnahme.

Bei gewissen Patienten kann es zu individuellen Reaktionen auf die Blutdrucksenkung kommen (wie

Schwindelgefühl oder Müdigkeit). Diese Wirkungen treten häufiger am Anfang der Behandlung oder

nach Dosiserhöhungen auf. Deshalb kann die Fähigkeit, ein Fahrzeug zu lenken oder Maschinen zu

bedienen, beeinträchtigt sein.

Sportler sollten beachten, dass das Medikament einen Wirkstoff enthält, der bei Dopingkontrollen

positiv anzeigen kann.

Medikament für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Tabletten in der Originalpackung vor Feuchtigkeit geschützt und bei Raumtemperatur aufbewahren

(15-25 °C).

Das Medikament darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Arzneimittel dürfen auf keinen Fall mit dem Abwasser oder Hausmüll entsorgt werden. Fragen Sie

Ihren Apotheker bzw. Ihre Apothekerin, was Sie mit ihren nicht benutzten Arzneimitteln machen

sollen. Diese Massnahmen tragen zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, die über

die ausführliche Fachinformation verfügen.

Was ist in Fludex SR enthalten?

Indapamid: 1,5 mg.

Hilfsstoffe: Lactose-Monohydrat, Hypromellose, Povidon, wasserfreies kolloidales Silicium,

Magnesiumstearat, Titandioxid (E 171), Glycerol, Macrogol 6000.

Zulassungsnummer

53975 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Fludex SR? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen mit 30 oder 90 Tabletten.

Verkaufskategorie B.

Zulassungsinhaberin

SERVIER (SUISSE) S.A., 1242 Satigny.

Diese Packungsbeilage wurde im September 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.