Flubenol

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Flubenol 50 mg/g - Pulver zum Eingeben für Tiere
  • Einheiten im Paket:
  • 600 g weiße PP Dose mit einer weißen LDPE Verschlusskappe. 1 Messlöffel zu 20 ml (äquivalent 13 g Flubenol 5%) , Laufzeit: 60 Mo
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Tiere
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Flubenol 50 mg/g - Pulver zum Eingeben für Tiere
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Benzimidazole derivatives
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; NE (Abgabemöglichkeit nicht eingeschränkt)

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 16881
  • Berechtigungsdatum:
  • 05-03-1981
  • Letzte Änderung:
  • 01-12-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Erstellungsdatum: 02.05.2011

Zur Zulassungsverlängerung § 20

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PACKUNGSBESCHRIFTUNGEN FÜR ÖSTERREICH

GEBRAUCHSINFORMATION

Flubenol 50 mg/g - Pulver zum Eingeben für Tiere

1.

NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND, WENN

UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE

VERANTWORTLICH IST

Zulassungsinhaber:

Lilly Deutschland GmbH

Abteilung Elanco Animal Health

Werner Reimers Strasse 2-4

61352 Bad Homburg

Germany

Hersteller:

Janssen Pharmaceutica NV, Turnhoutseweg 30, B-2340 Beerse, Belgien

Weiterer für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller:

Laboratoria Smeets NV, B-2610 Wilrijk, Belgien

2.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

Flubenol 50 mg/g - Pulver zum Eingeben für Tiere

Wirkstoff: Flubendazol

3.

ARZNEILICH WIRKSAME(R) BESTANDTEIL(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE

1 g Pulver enthält:

Wirkstoff(e):

Flubendazol

50 mg

Sonstige Bestandteile:

Titandioxid (E171)

20 mg

4.

ANWENDUNGSGEBIET(E)

Zur Behandlung von Wurmbefall bei Schweinen, Hühnern, Puten und Fasanen mit folgenden

Nematoden:

Schweine:

Ascaris suum (Spulwurm), adulte Stadien und L4 Larvenstadien

Oesophagostomum dentatum (Knötchenwurm), adulte

Hyostrongylus rubidus (Roter Magenwurm), adulte

Trichuris suis (Peitschenwurm), adulte

Metastrongylus apri (Lungenwurm), adulte

Strongyloides ransomi (Zwergfadenwurm), adulte

Gegen Strongyloides ransomi ist nur eine unvollständige Wirkung zu erzielen.

Erstellungsdatum: 02.05.2011

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Hühner, Puten, Fasane:

Syngamus trachea (Roter Luftröhrenwurm), adulte

Capillaria spp. (Haarwurm),adulte

Ascaridia galli (Großer und kleiner Spulwurm), adulte

Heterakis gallinarum (Pfriemenschwanz), adulte

Amidostomum anseris (Magenrundwurm), adulte

Trichostrongylus tenuis (Magenwurm), adulte

5.

GEGENANZEIGEN

Das Tierarzneimittel darf bei Tauben und Papageien nicht angewendet werden.

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der

sonstigen Bestandteile.

6.

NEBENWIRKUNGEN

Beim Geflügel kann vorübergehend leichter Durchfall auftreten.

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei

Ihrem Tier feststellen, , teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

7.

ZIELTIERART(EN)

Schwein, Huhn, Pute, Fasan

8.

DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Zum Eingeben über das Futter.

Schweine:

Sauen:

5 mg Flubendazol/kg Körpergewicht (KGW), entsprechend 1g „Flubenol 50 mg/g Pulver“ pro 10 kg

KGW, einmalig.

1 Messlöffel (= 13g „Flubenol 50 mg/g Pulver“) für 130 kg KGW

Absatzferkel, Läufer, Zucht- und Mastschweine:

1,2 mg Flubendazol/kg KGW pro Tag, entsprechend 1 g „Flubenol 50 mg/g Pulver“ pro 42 kg KGW

pro Tag. Die Behandlungsdauer beträgt 5 – 10 Tage.

Bei starkem Trichuris- oder Strongyloidesbefall sollte eine Behandlung an 10 aufeinander folgenden

Tagen erfolgen.

Hühner:

1,43 mg Flubendazol/kg Körpergewicht pro Tag, entsprechend 28,6 mg „Flubenol 50 mg/g Pulver“

pro kg KGW. Die Behandlungsdauer beträgt 7 Tage.

Puten:

0,95 mg Flubendazol/kg Körpergewicht pro Tag, entsprechend 19,1 mg „Flubenol 50 mg/g Pulver“

pro kg Körpergewicht. Die Behandlungsdauer beträgt 7 Tage.

Fasane:

2,86 mg Flubendazol/kg Körpergewicht pro Tag, entsprechend 57,1 mg „Flubenol 50 mg/g Pulver“

pro kg Körpergewicht. Die Behandlungsdauer beträgt 7 Tage.

Erstellungsdatum: 02.05.2011

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Das Tierarzneimittel ist zur Verwendung bei einzelnen Tieren oder zur Verwendung bei Tiergruppen

innerhalb eines Bestandes bestimmt.

Das Tierarzneimittel ist unmittelbar vor jeder Verabreichung so in das Futter einzumengen, dass eine

vollständige Durchmischung erreicht wird. Es ist darauf zu achten, dass die vorgesehene Dosis jeweils

restlos aufgenommen wird.

Das Körpergewicht der Tiere ist so genau wie möglich zu ermitteln, um eine exakte Dosierung zu

gewährleisten.

9.

HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

Flubenol muss mit dem Futter homogen vermischt werden.

Flubenol darf nicht mit pelletiertem Futter vermischt werden, da keine homogene Mischung

entsteht.

Der optimale Erfolg einer Behandlung mit Flubenol ist nur in Verbindung mit einer

Verbesserung der Stallhygiene gegeben.

10.

WARTEZEIT

Schwein:

Essbare Gewebe: 5 Tage

Huhn:

Essbare Gewebe: 7 Tage

Eier: Null Tage

Pute:

Essbare Gewebe: 1 Tag

Fasan:

Essbare Gewebe: 5 Tage

11.

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Arzneimittel außer Reich- und Sichtweite von Kindern aufbewahren.

Nicht über 30°C lagern. Im Originalbehältnis aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr

anwenden.

12.

BESONDERE WARNHINWEISE

Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart

folgenden

Punkte

sollten

vermieden

werden,

denn

erhöhen

Risiko

einer

Resistenzentwicklung und könnten so den Behandlungserfolg in Frage stellen:

- zu häufige und wiederholte Anwendung von Anthelminthika einer Substanzgruppe über einen

längeren Zeitraum.

- Unterdosierung aufgrund einer Fehleinschätzung des Körpergewichts, falscher Verabreichung des

Produkts oder mangelnder Kalibrierung des Applikators.

Bei Verdachtsfällen einer klinisch relevanten Resistenz gegen Anthelminthika sollten weiterführende

Maßnahmen mit Hilfe geeigneter Tests (z.B. Eizahl-Reduktionstest im Kot) durchgeführt werden.

Falls die Ergebnisse auf eine Resistenz gegen ein bestimmtes Anthelminthikum hindeuten, sollte ein

Vertreter einer anderen Substanzklasse und mit einem anderen Wirkmechanismus verwendet werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren

Nach der Anwendung von Flubendazol kann es bei Hühnern zu einer Störung der Federausbildung

kommen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender

Erstellungsdatum: 02.05.2011

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Den direkten Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden. Nach der Anwendung Hände waschen.

Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Flubendazol sollten den Kontakt mit dem

Tierarzneimittel vermeiden. Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte der Anwender eine

entsprechende Schutzausrüstung (Brille, Mundschutz, Handschuhe, lange Kleidung) tragen. Bei

versehentlichem Kontakt mit den Augen diese sorgfältig mit Wasser spülen. Bei anhaltender Rötung

der Lidbindehaut Arzt aufsuchen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzeigen.

Sonstige besondere Vorsichtsmaßnahmen:

Um Gefahren für die Umwelt zu vermeiden, sind Hühner und Schweine in Freilandhaltung während

der Behandlung und einen Tag nach der letzten Behandlung im Stall zu halten

Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode

Schwein: Das Tierarzneimittel ist in therapeutischen Dosen zur Verabreichung an Schweine während

der Trächtigkeit geeignet. Teratogene Effekte wurden für Flubendazol in therapeutischen Dosen

ausgeschlossen. Kann während der Laktation angewendet werden.

Hühner, Puten und Fasane: Bei der Anwendung von Flubendazol in therapeutischen Dosen über 7

Tage sind weder negative Wirkungen auf die Eiproduktion und -qualität, die Brut und die

Nachkommen, noch andere klinische Symptome festgestellt worden.

Überdosierung

Schwein:Bei einer Überdosierung ab einer Konzentration im Futter von 250 ppm Flubendazol kann

beim Schwein vorübergehend Durchfall ab dem 2. Behandlungstag mit einem Maximum zwischen

dem 7. und 12. Tag beobachtet werden.

Geflügel: Eine 6-fache Überdosierung (180 ppm) beim Geflügel beeinträchtigt die Erythropoese.

Bei Überdosierung ist nur eine symptomatische Therapie möglich. Es gibt kein spezifisches Antidot

gegen Flubendazol.

Inkompatibilitäten

Vermischungen mit anderen Arzneimitteln sind wegen möglicher Inkompatibilitäten zu vermeiden..

13.

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT

VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN

ERFORDERLICH

Abgelaufene oder nicht vollständig entleerte Packungen sind als gefährlicher Abfall zu behandeln und

gemäß den geltenden Vorschriften einer unschädlichen Beseitigung zuzuführen Leere Packungen sind mit

dem Hausmüll zu entsorgen.

14.

GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE

Mai 2011

15.

WEITERE ANGABEN

Z.Nr.: 16.881

Packungsgrößen:

Dose bzw. Beutel mit 600 g bzw. 2 kg Pulver