Flamon-240

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Flamon-240 Retardtabletten
  • Darreichungsform:
  • Retardtabletten
  • Zusammensetzung:
  • verapamili hydrochloridum 240 mg, excipiens pro compresso Dunst.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Flamon-240 Retardtabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Calciumantagonist

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 50161
  • Berechtigungsdatum:
  • 23-06-1992
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden, und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Flamon-240 retard Retardtabletten

Was ist Flamon und wann wird es angewendet?

Flamon-240 retard Retardtabletten ist ein Arzneimittel, welches in erster Linie zur Behandlung eines

krankhaft erhöhten Blutdrucks eingesetzt wird.

Das Präparat kann gegebenenfalls nach Vorschrift des Arztes oder der Ärztin auch bei Angina

pectoris (Herzschmerzen) und Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden.

Die blutdrucksenkende Wirkung von Flamon-240 retard beruht auf einer Weitstellung der krankhaft

angespannten Blutgefässe (Arterien). Die dadurch bewirkte Erniedrigung des Gefässwiderstandes

erlaubt eine Senkung erhöhter Blutdruckwerte. Je höher der Ausgangsblutdruck ist, umso

ausgeprägter ist die blutdrucksenkende Wirkung.

Der Wirkstoff Verapamil zählt zur Gruppe der sogenannten Calcium-Antagonisten. Das Präparat

wirkt daher auch gegen Herzschmerzen bei Angina pectoris und normalisiert eine zu rasche

Herzfrequenz.

Flamon wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen.

Was sollte dazu beachtet werden?

Die Behandlung von Herzerkrankungen bedarf der regelmässigen ärztlichen Kontrolle.

Wann darf Flamon nicht angewendet werden?

Bei Schockzuständen, bei frischem Herzinfarkt mit Komplikationen sowie bei Patientinnen und

Patienten mit zu niedrigem Blutdruck, bei Herzflimmern/-flattern in Kombination mit

Herzrhythmusstörungen oder bei sehr langsamer Herzfrequenz sowie in Kombination mit Ivabradin

(Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen) darf Flamon nicht bzw. nur im Notfall und mit

Vorsicht angewendet werden. Bei Herzmuskelschwäche muss diese vor der Gabe mit herzstärkenden

Präparaten (Herzglykosiden) behandelt werden. Patientinnen und Patienten mit Lebererkrankungen

sollen Flamon nur in den vom Arzt oder der Ärztin festgesetzten kleineren Dosen einnehmen, da bei

ihnen der Arzneimittelabbau verlangsamt ist und dadurch die Wirkung des Präparates verstärkt und

verlängert wird.

Wann ist bei der Einnahme von Flamon Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge

und Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.

Dies gilt in verstärktem Masse bei Behandlungsbeginn, bei Dosiserhöhungen, bei Präparatwechsel

sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Da Flamon mit anderen Arzneimitteln Wechselwirkungen haben kann, die zu möglichen klinischen

Konsequenzen führen können, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin falls Sie Arzneimittel

folgender Gruppen einnehmen: verschiedene Herzmedikamente (z.B. Betablocker, Antiarrhythmika,

Digoxin, Ivabradin), Antikoagulantien (Dabigatran), Arzneimittel gegen Asthma (z.B. Theophyllin),

gegen Epilepsie (z.B. Carbamazepin, Phenytoin), gegen Depressionen (z.B. Imipramin), gegen Krebs

(z.B. Doxorubicin), Arzneimittel zur Beruhigung und zum Einschlafen (z.B. Barbiturate,

Benzodiazepine), bestimmte Antibiotika (z.B. Clarithromycin, Erythromycin, Rifampicin),

Arzneimittel zur Senkung der Magensäuresekretion (z.B. Cimetidin), Arzneimittel, die das

Immunsystem beeinflussen (z.B. Ciclosporin, Sirolimus, Tacrolimus), Arzneimittel zur Senkung des

Cholesterinspiegels (z.B. Atorvastatin, Simvastatin), zur Behandlung von Migräne (z.B.

Almotriptan), Arzneimittel zur Steigerung der Harnsäureausscheidung (z.B. Sulfinpyrazon), zur

Behandlung von psychischen Erkrankungen (z.B. Lithium), zur Behandlung von Gicht (z.B.

Colchizin), Arzneimittel zur HIV-Behandlung, zur Entwässerung (z.B. Diuretika), andere

blutdrucksenkende und gefässerweiternde Arzneimittel, Alphablocker (z.B. Terazosin),

Antidiabetika (z.B. Glyburid), Muskelrelaxantien, Johanniskraut und Acetylsalicylsäure.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin werden die Dosierung der Arzneimittel überprüfen und gegebenenfalls

anpassen.

Flamon soll nicht zusammen mit Grapefruit eingenommen werden, da dies eine verstärkte Wirkung

zur Folge haben kann.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie einen Herzschrittmacher haben; wenn Sie an Myasthenia

gravis, Lambert-Eaton-Syndrom, fortgeschrittener Duchenne-Muskeldystrophie oder an einer

Nierenerkrankung leiden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden.

Darf Flamon während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Dieses Arzneimittel sollte während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit nicht eingenommen

werden, es sei denn, es ist vom Arzt oder der Ärztin ausdrücklich verordnet.

Wie verwenden Sie die verschiedenen Formen von Flamon?

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin setzt die für Sie geeignete Dosierung fest; die nachfolgenden

Dosierungsangaben sind nur als Hinweis zu betrachten. Eine Dosisänderung oder ein Absetzen der

Behandlung sollte ohne vorherige Rückfrage beim Arzt bzw. bei der Ärztin nicht vorgenommen

werden.

Übliche Dosierung

Morgens 1 Retardtablette Flamon-240 retard einnehmen. Manchmal empfiehlt der Arzt bzw. die

Ärztin auch, mit einer halben Filmtablette zu beginnen. Bei Bedarf und individueller Situation kann

die Dosierung auf 2 Retardtabletten täglich, 1 Retardtablette morgens und 1 Retardtablette abends,

erhöht werden.

Eine Tagesdosis von 2 Retardtabletten (480 mg) sollte als Dauertherapie nicht überschritten werden.

Eine kurzfristige Erhöhung dieser Dosis ist jedoch bei Bedarf zulässig.

Das Präparat wird am besten zum oder kurz nach dem Essen mit etwas Flüssigkeit unzerkaut

eingenommen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Flamon haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Flamon auftreten:

Gelegentlich treten allergische Reaktionen wie Hautrötung, Juckreiz, Nesselfieber, Hautausschlag

und selten Atemnot (Verkrampfung der Bronchialmuskulatur) auf.

Selten kann eine Verminderung der Glukosetoleranz vorkommen.

Gelegentlich können Kopfschmerzen, Nervosität, Schwindel, Benommenheit, Müdigkeit,

Missempfindungen wie Kribbeln, Taubsein und Zittern, Gesichtsrötung, Hautrötung und

Wärmegefühl auftreten.

In Einzelfällen können Muskelzuckungen und abnormale Bewegungen auftreten, die sich nach

bisherigen Erfahrungen nach Absetzen des Arzneimittels zurückbilden.

Selten kann es zu Ohrensausen (Tinnitus) kommen.

Schwindel z.B. nach schnellem Aufstehen kann vorkommen.

Funktionsstörungen des Herz-Kreislaufsystems wurden beschrieben, dazu gehören z.B. Herzklopfen,

verlangsamter oder beschleunigter Puls, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall oder

Herzschwäche. Bei Auftreten solcher Symptome ist der Arzt bzw. die Ärztin aufzusuchen.

Eine Schwellung der Gliedmassen kann auftreten.

Häufig kommen Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl, Verstopfung oder Bauchbeschwerden vor.

Sehr selten treten Fälle von punkt- oder fleckförmigen Haut- bzw. Schleimhautblutungen auf.

Einzelfälle von sonnenbrandähnlichen Hautreaktionen (Lichtempfindlichkeit) wurden berichtet.

Äusserst selten kann es unter längerer Behandlung zu einer Verdickung des Zahnfleisches kommen,

die sich nach Absetzen des Arzneimittels zurückbildet.

Als weitere Nebenwirkungen können Muskelschwäche, Muskel- und Gelenkschmerzen auftreten.

In Einzelfällen kann es zu Nierenversagen kommen.

Selten wurde über Impotenz berichtet.

Bei älteren männlichen Patienten kann in seltenen Fällen unter einer Langzeittherapie eine

Vergrösserung der Brustdrüsen beobachtet werden. Diese Veränderung verschwindet nach Absetzen

des Arzneimittels vollständig. Einzelfälle von Milchfluss wurden beschrieben.

Wenn Nebenwirkungen schweren Grades bei Ihnen auftreten, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin

rasch möglichst aufsuchen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Während der Therapie mit Flamon sollten keine alkoholischen Getränke eingenommen werden, weil

Alkohol die Wirkung des Arzneimittels in unvorhersehbarer Weise beeinflussen kann.

Bei Raumtemperatur (15–25 °C), trocken und in der Originalverpackung aufbewahren. Für Kinder

unerreichbar aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Sollten Sie Packungen besitzen, deren Haltbarkeit abgelaufen ist, so bringen Sie diese bitte in Ihre

Apotheke zur Vernichtung zurück.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Flamon enthalten?

1 Retardtablette enthält:

Wirkstoff: 240 mg Verapamilhydrochlorid, Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

50161 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Flamon? Welche Packungen sind erhältlich?

Flamon240 retard Retardtabletten erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Folgende Packungen sind erhältlich:

Flamon-240 retard: Retardtabletten zu 240 mg in Packungen zu 30 und 100 Stück.

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

Interne Versionsnummer: 3.1

16-10-2018

Binko® 240 mg Filmtabletten

Rote - Liste

24-9-2018

INCRELEX (Ipsen Pharma)

INCRELEX (Ipsen Pharma)

INCRELEX (Active substance: Mecasermin) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)6240 of Mon, 24 Sep 2018

Europe -DG Health and Food Safety

10-8-2018

PREVYMIS 240 mg/-480 mg Filmtabletten

Rote - Liste

7-8-2018

Inlyta (Pfizer Europe MA EEIG)

Inlyta (Pfizer Europe MA EEIG)

Inlyta (Active substance: Axitinib) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5429 of Tue, 07 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2406/T/24

Europe -DG Health and Food Safety

20-7-2018

Isoptin® RR, 240 mg, Retardtabletten

Rote - Liste

17-7-2018

Tarka® 240 mg/2 mg Tabletten

Rote - Liste

3-7-2018

Temozolomide Accord (Accord Healthcare Limited)

Temozolomide Accord (Accord Healthcare Limited)

Temozolomide Accord (Active substance: temozolomide) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018) 4240 of Tue, 03 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

29-6-2018

Tarka® 240 mg/4 mg Tabletten

Rote - Liste

27-6-2018

EU/3/04/240 (Eisai GmbH)

EU/3/04/240 (Eisai GmbH)

EU/3/04/240 (Active substance: Rufinamide) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)4081 of Wed, 27 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/047/04/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

27-6-2018

Efavirenz/Emtricitabine/Tenofovir disoproxil Mylan (Mylan S.A.S.)

Efavirenz/Emtricitabine/Tenofovir disoproxil Mylan (Mylan S.A.S.)

Efavirenz/Emtricitabine/Tenofovir disoproxil Mylan (Active substance: Efavirenz / emtricitabine / tenofovir disoproxil) - Centralised - 2-Monthly update - Commission Decision (2018)4089 of Wed, 27 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4240/IB/1/G

Europe -DG Health and Food Safety

18-4-2018

EU/3/18/2013 (Roche Registration Limited)

EU/3/18/2013 (Roche Registration Limited)

EU/3/18/2013 (Active substance: Polatuzumab vedotin) - Orphan designation - Commission Decision (2018)2409 of Wed, 18 Apr 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/231/17

Europe -DG Health and Food Safety

18-4-2018

EU/3/18/2012 (IDEA Innovative Drug European Associates Limited)

EU/3/18/2012 (IDEA Innovative Drug European Associates Limited)

EU/3/18/2012 (Active substance: Genetically modified replication-incompetent herpes simplex virus-1 expressing collagen VII) - Orphan designation - Commission Decision (2018)2408 of Wed, 18 Apr 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/244/17

Europe -DG Health and Food Safety

18-4-2018

EU/3/18/2011 (Ultragenyx Germany GmbH)

EU/3/18/2011 (Ultragenyx Germany GmbH)

EU/3/18/2011 (Active substance: Burosumab) - Orphan designation - Commission Decision (2018)2407 of Wed, 18 Apr 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/026/17

Europe -DG Health and Food Safety

18-4-2018

EU/3/18/2010 (Novartis Europharm Limited)

EU/3/18/2010 (Novartis Europharm Limited)

EU/3/18/2010 (Active substance: Branaplam) - Orphan designation - Commission Decision (2018)2406 of Wed, 18 Apr 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/249/17

Europe -DG Health and Food Safety

18-4-2018

EU/3/18/2009 (SOTIO a.s)

EU/3/18/2009 (SOTIO a.s)

EU/3/18/2009 (Active substance: Autologous dendritic cells pulsed with killed ovarian cancer cells and matured by TLR3 ligand ex vivo) - Orphan designation - Commission Decision (2018)2405 of Wed, 18 Apr 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/246/17

Europe -DG Health and Food Safety

18-4-2018

EU/3/18/2008 (StolmAr and Partner PatentanwAlte PartG mbB)

EU/3/18/2008 (StolmAr and Partner PatentanwAlte PartG mbB)

EU/3/18/2008 (Active substance: Adeno-associated viral vector serotype 9 encoding miRNA against human superoxide dismutase 1) - Orphan designation - Commission Decision (2018)2404 of Wed, 18 Apr 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/254/17

Europe -DG Health and Food Safety

18-4-2018

EU/3/18/2007 (Dr Philippe Moullier)

EU/3/18/2007 (Dr Philippe Moullier)

EU/3/18/2007 (Active substance: Adeno-associated viral vector serotype 8 containing the human acid alpha-glucosidase gene) - Orphan designation - Commission Decision (2018)2403 of Wed, 18 Apr 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/255/17

Europe -DG Health and Food Safety