Fentrinol - Nasentropfen

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Fentrinol - Nasentropfen
  • Einheiten im Paket:
  • 12 ml, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Fentrinol - Nasentropfen
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Sympathomimetika, rein
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 14022
  • Berechtigungsdatum:
  • 06-02-1969
  • Letzte Änderung:
  • 09-08-2017

Packungsbeilage

/Version: 6

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Fentrinol Nasentropfen

Wirkstoff: Amidephrin-Mesylat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der 

Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Dieses Arzneimittel ist ohne Verschreibung erhältlich. Wenden Sie dieses Arzneimittel immer 

genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes 

oder Apothekers an.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder 

das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser 

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Wenn Sie sich nach 7 –10 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie 

sich an Ihren Arzt.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was sind Fentrinol Nasentropfen und wofür werden sie angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Fentrinol Nasentropfen beachten?

3. Wie sind Fentrinol Nasentropfen anzuwenden?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie sind Fentrinol Nasentropfen aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was sind Fentrinol Nasentropfen und wofür werden sie angewendet?

Fentrinol Nasentropfen bewirken eine Abschwellung der Nasenschleimhaut. Dadurch kommt 

es zu einer Verminderung der Sekretion.

Fentrinol Nasentropfen werden bei akutem, chronischem und allergisch bedingtem 

Schnupfen eingesetzt.

Wenn Sie sich nach 7 –10 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich 

an Ihren Arzt.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Fentrinol Nasentropfen beachten?

Fentrinol Nasentropfen dürfen nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Amidephrin-Mesylat oder einen der in Abschnitt 6. Genannten 

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie an einer Rückbildung der Schleimhaut im Bereich der vorderen 

Nasenscheidewand leiden.

bei  Entzündung  und  Schwund  der  Nasenschleimhaut,  die  mit  Trockenheit, 

Krustenbildung und Geschwürbildung einhergehen (Rhinitis sicca).

nach  Operationen  an  der  Hirnanhangsdrüse  oder  nach  chirurgischen  Eingriffen,  die 

durch die Nase oder den Mund vorgenommen werden.

wenn Sie gleichzeitig MAO-Hemmer (Arzneimittel gegen Depressionen) einnehmen oder 

innerhalb der letzten zwei Wochen eingenommen haben.

/Version: 6

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Fentrinol Nasentropfen 

anwenden.

Bei akutem Auftreten von Herzrhythmusstörungen und Schmerzen im Brustraum, die in die 

Umgebung ausstrahlen können, sollten Fentrinol Nasentropfen nicht angewendet werden.

Besondere Vorsicht ist erforderlich,

wenn Sie an Erkrankungen der Herzkranzgefäße leiden (Arterienverkalkung)

bei Bluthochdruck

bei Ausweitung von Gefäßwänden (Aneurysmen)

bei Diabetes mellitus

bei einer Schilddrüsenüberfunktion

wenn Sie an einem Tumor des Nebennierenmarkes (Phäochromozytom) leiden

bei vergrößerter Prostata

Fentrinol Nasentropfen dürfen nicht länger als 7 – 10 Tage ununterbrochen angewendet 

werden, da bei längerem Gebrauch eine Schwellung der Nasenschleimhaut nach Absetzen 

auftreten kann. 

Darüber hinaus kann es bei lang dauerndem Gebrauch zu Verminderung der Wirkung und 

Schädigung der Nasenschleimhaut (Rückbildung der Schleimhaut im Bereich der vorderen 

Nasenscheidewand) kommen.

Kinder

Bei Kindern unter 3 Jahren sollten Fentrinol Nasentropfen nicht verabreicht werden (Gefahr 

einer Wirkung auf den gesamten Organismus).

Die Anwendung des Arzneimittels Fentrinol Nasentropfen kann bei Dopingkontrollen zu 

positiven Ergebnissen führen.

Anwendung von Fentrinol Nasentropfen zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel 

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder 

beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Folgende Kombinationen sollten vermieden werden:

Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (MAO-Hemmer, trizyklische 

Antidepressiva, siehe „Fentrinol Nasentropfen dürfen nicht angewendet werden“)

Lokal angewendete Antibiotika, Medikamente zur Behandlung von Allergien 

(Antihistaminika, cortisonhältige Medikamente)

Insulin (Medikament gegen Zuckerkrankheit)

Guanethidin,  Reserpin,  Propranolol  und  Methyldopa  (Arzneistoffe,  die  in  der 

Blutdrucktherapie eingesetzt werden) 

Betäubungsmittel (Anästhetika)

Die gleichzeitige Anwendung von anderen Medikamenten, die über die Nase verabreicht 

werden, mit Fentrinol Nasentropfen sollte vermieden werden.

Anwendung von Fentrinol Nasentropfen zusammen mit Nahrungsmitteln und 

Getränken

Es sind keine Wechselwirkungen bekannt.

/Version: 6

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder 

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels 

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Über die Anwendung von Fentrinol Nasentropfen während der Schwangerschaft und 

während der Stillzeit wird Ihr Arzt entscheiden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Fentrinol Nasentropfen haben keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss auf die 

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Die möglichen Nebenwirkungen Zittern, Herzrhythmusstörungen, Schmerzen im Brustraum 

und Kreislaufstörungen können zu Beeinträchtigungen führen.

3. Wie sind Fentrinol Nasentropfen anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschreiben 

bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache an. Fragen Sie 

bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. 

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen:

Bei Kindern über 3 Jahre und Jugendlichen bis 18 Jahre: 2 – 6-mal täglich 2 – 3 Tropfen in 

jedes Nasenloch.

Eine Anwendung bei Kindern unter 3 Jahren wird nicht empfohlen.

Bei Erwachsenen: 

4 – 6-mal täglich 3 – 5 Tropfen in jedes Nasenloch.

Fentrinol Nasentropfen sind zur direkten Anwendung auf der Nasenschleimhaut bestimmt.

Bei zurück geneigtem Kopf wird die notwendige Menge in die (durch Schnäuzen) gereinigten 

Nasenöffnungen eingeträufelt.

Aus hygienischen Gründen und zur Vermeidung von Infektionen wird darauf hingewiesen, 

dass jedes Fläschchen immer nur von einem Patienten verwendet werden sollte.

Die Anwendungsdauer ist in Abhängigkeit vom Beschwerdebild möglichst kurz zu halten; sie 

darf bei ununterbrochener Anwendung einen Zeitraum von 7 – 10 Tagen nicht überschreiten.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die 

Wirkung von Fentrinol Nasentropfen zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Fentrinol Nasentropfen angewendet haben, als Sie 

sollten

Bei missbräuchlicher Langzeitanwendung sowie nach Überdosierung kann es zu Trockenheit 

der Schleimhaut, gefolgt von einem erneuten Auftreten einer Schleimhautschwellung nach 

Absetzen sowie ferner zu chronischem Schnupfen und Rückbildung der Schleimhaut 

kommen.

Eine Langzeitanwendung kann ferner zu Verminderung der Wirkung führen.

Bei unbeabsichtigtem Verschlucken der Tropfen, informieren Sie bitte umgehend einen Arzt. 

Es kann zum Auftreten der für den Wirkstoff charakteristischen Nebenwirkungen kommen. 

Vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern können folgende Symptome auftreten: zentrale 

Dämpfung, Müdigkeit, Schwindel, Absinken der Körpertemperatur, Koma, Schwitzen, 

schnelle Herztätigkeit oder verlangsamter Herzschlag. Nach vorübergehender Erhöhung des 

Blutdrucks kann es bei hoher Überdosierung zu Blutdrucksenkung und Schock kommen. 

/Version: 6

Wenn Sie die Anwendung von Fentrinol Nasentropfen vergessen haben

Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen 

haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt 

oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht 

bei jedem auftreten müssen.

Nicht bekannt: Häufigkeiten auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Psychiatrische Erkrankungen:

Nicht bekannt: Angstzustände, Unruhe

Erkrankungen des Nervensystems:

Nicht bekannt: Zittern

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

Nicht bekannt: Schweißausbruch, Blässe, Erhöhung des Blutzuckers, Senkung des 

Blutkaliums

Herzerkrankungen:

Nicht bekannt: Herzrhythmusstörungen bis zum Kammerflimmern, Bluthochdruck, Auslösung 

von Angina  Pectoris (Schmerzen im Brustraum, die in die Umgebung ausstrahlen können), 

Herzklopfen

Säuglinge und Kinder unter 3 Jahren:

Nicht bekannt: Kreislaufstörungen und langsame Atmung

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das 

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser 

Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkung direkt über das nationale Meldesystem (Details siehe unten) 

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr 

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Österreich

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

5. Wie sind Fentrinol Nasentropfen aufzubewahren?

Nicht über 25ºC lagern.

Die Flasche in der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie  dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

/Version: 6

Fentrinol Nasentropfen müssen nach dem ersten Öffnen des Behältnisses innerhalb von 3 

Monaten verwendet werden. Restmengen sind zu verwerfen.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach „Verw. bis“ 

angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den 

letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie das Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall.. Fragen Sie Ihren 

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie 

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei..

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Fentrinol Nasentropfen enthalten:

Der Wirkstoff ist:

Amidephrin-Mesylat.

1 ml (= 25 Tropfen) enthält: 1,0 mg Amidephrin-Mesylat.

Die sonstigen Bestandteile sind:

N-Cetylpyridiniumchlorid (als Konservierungsmittel)

Natriumdihydrogenphosphat (zur pH-Einstellung)

Natriummonohydrogenphosphat (zur pH-Einstellung)

Sorbit

Gereinigtes Wasser

Wie Fentrinol Nasentropfen aussehen und Inhalt der Packung

Fentrinol Nasentropfen sind klar und farblos und sind in Braunglasflaschen zu 12 ml mit 

Pipettengarnitur abgepackt. 

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:

Pharmazeutischer Unternehmer

Fresenius Kabi Austria GmbH

Hafnerstraße 36

A-8055 Graz

Hersteller

Fresenius Kabi Austria GmbH

Estermannstraße 17

A-4020 Linz

Z.Nr.: 14022

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im November 2013.

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