Fentanyl-Mepha 50

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Fentanyl-Mepha 50 Matrixpflaster
  • Darreichungsform:
  • Matrixpflaster
  • Zusammensetzung:
  • fentanylum 8.25 mg, excipiens der Vorbereitung für die 15 cm2, mit der Befreiung von 50 µg/h.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Fentanyl-Mepha 50 Matrixpflaster
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Analgetikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 57362
  • Berechtigungsdatum:
  • 16-03-2007
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Fentanyl-Mepha Matrixpflaster

Mepha Pharma AG

Was ist Fentanyl-Mepha und wann wird es angewendet?

Fentanyl-Mepha ist ein stark wirksames Schmerzmittel, das zur Gruppe der Opioide (= Morphium-

ähnliche Stoffe) gehört. Es wird zur Langzeit-Behandlung von starken chronischen Schmerzen bei

Patienten ab 2 Jahren eingesetzt. Fentanyl-Mepha darf nur auf Verschreibung und unter

regelmässiger Kontrolle des Arztes resp. der Ärztin verwendet werden.

Wann darf Fentanyl-Mepha nicht angewendet werden?

Fentanyl-Mepha darf bei bekannter Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff oder auf einen

Bestandteil des Matrixpflasters nicht angewendet werden.

Wenden Sie Fentanyl-Mepha nicht an, ausser Ihr Arzt resp. Ihre Ärztin hat es Ihnen für die

Behandlung Ihrer Schmerzen verschrieben.

Fentanyl-Mepha darf nicht bei akuten Schmerzzuständen oder nach Operationen angewendet

werden.

Fentanyl-Mepha darf nicht angewendet werden, falls Sie Atemprobleme mit langsamer und flacher

Atmung haben.

Wann ist bei der Anwendung von Fentanyl-Mepha Vorsicht geboten?

Bewahren Sie die ungebrauchten sowie die gebrauchten Fentanyl-Mepha Matrixpflaster ausserhalb

der Reichweite von Kindern auf.

In sehr seltenen Fällen wurden im Zusammenhang mit Fentanyl-Mepha schwere, lebensbedrohliche

Atemschwierigkeiten (schwache Atmung [Hypoventilation], Koma) gemeldet. Informieren Sie

deshalb Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie an einer Lungenerkrankung oder an Atembeschwerden

leiden.

Des Weiteren sollten Sie unbedingt Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren, falls Sie Arzneimittel

einnehmen, die Ihr zentrales Nervensystem dämpfen; z.B. Arzneimittel, die Sie schläfrig machen, die

Angstzustände verringern oder die das Bewusstsein beeinträchtigen, wie Beruhigungsmittel

(Sedativa, Tranquilizer), Schlafmittel (Hypnotika), Mittel gegen bestimmte psychische Störungen

(Antipsychotika), starke Schmerzmittel (Opioide), Arzneimittel, die bei Operationen angewendet

werden (Narkosemittel), muskelentspannende Arzneimittel (Muskelrelaxantien), bestimmte

Arzneimittel gegen Allergien (sedierende Antihistaminika) oder gewisse Drogen.

Sie sollten solche Arzneimittel nur auf Anweisung Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin einnehmen, da die

Kombination starke Benommenheit, Bewusstseinsbeeinträchtigungen, Atembeschwerden mit

verlangsamter oder flacher Atmung, Koma und Tod hervorrufen kann.

Vermeiden Sie während der Anwendung von Fentanyl-Mepha die Einnahme von Alkohol, da diese

Kombination ebenfalls verstärkte Schläfrigkeit, Atemdämpfung, Koma und Tod verursachen kann.

Informieren Sie ebenfalls Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie an einer Leber-, Nieren-, Herz- oder

Hirnkrankheit oder an chronischer Verstopfung leiden, da Sie eventuell eine strengere ärztliche

Kontrolle benötigen.

Teilen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker resp. Ihrer Ärztin oder Apothekerin immer mit, wenn Sie

andere Arzneimittel einnehmen. Er/Sie wird Ihnen sagen, welche Substanzen Sie nicht einnehmen

dürfen oder welche Massnahmen (z.B. Dosisreduktion) allenfalls notwendig sind. Fentanyl-Mepha

soll nicht gleichzeitig mit Arzneimittel angewendet werden, welche mit dem Abbau der

Wirksubstanz Fentanyl interagieren. Ihr Arzt/Ihre Ärztin muss über den Gebrauch solcher

Arzneimittel informiert sein. Eine Kombination mit Fentanyl-Mepha erfordert eine zusätzliche

Überwachung des Patienten und eventuell eine Anpassung der Dosierung. Beispiele für solche

Arzneimittel sind:

·Gewisse Arzneimittel gegen AIDS wie HIV Protease Hemmer (z.B. Ritonavir und Nelfinavir).

·Gewisse Antibiotika wie Clarithromycin, Troleandomycin und Rifampicin.

·Gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen wie Ketoconazol und Itraconazol.

·Gewisse Arzneimittel, welche eine Wirkung aufs Herz oder die Blutgefässe haben, wie gewisse

Calciumkanal-Blocker z.B. Verapamil und Diltiazem.

·Gewisse Arzneimittel für die Behandlung von Arrhythmien wie Amiodaron.

·Gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Depression wie Nefazodon.

·Gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie wie Carbamazepin, Phenobarbital und

Phenytoin.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie gewisse Arzneimittel zur Behandlung von

Depression, bekannt als Serotonin-Wiederaufnahme- Hemmer (SSRI), Serotonin-Noradrenalin-

Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI) oder Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) einnehmen.

Ihr Arzt/Ihre Ärztin muss über den Gebrauch solcher Arzneimittel informiert sein, weil die

Kombination mit Fentanyl-Mepha das Risiko des Serotonin-Syndroms, eines potenziell

lebensbedrohlichen Zustandes, erhöhen kann.

Fentanyl-Mepha kann die Aufmerksamkeit, die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die

Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen. Sie sollten deshalb auf das

Führen von Fahrzeugen und das Bedienen von Maschinen verzichten, bis Ihr Arzt/Ihre Ärztin Ihnen

andere Anweisungen gibt.

Fentanyl-Mepha kann bei länger dauernder Anwendung zur Gewöhnung führen. Es ist deshalb

möglich, dass Ihr Arzt/Ihre Ärztin Ihnen nach einer gewissen Zeit eine höhere Dosis Fentanyl-Mepha

verschreibt, um Ihnen dieselbe Schmerzlinderung zu verschaffen. Befolgen Sie deshalb genau die

Anwendungsvorschriften Ihres Arztes/Ihrer Ärztin und ändern Sie die Dosierung nicht selbständig.

Teilen Sie Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin mit, wenn Sie (oder ein Familienmitglied) bereits einmal

alkoholabhängig waren oder verschreibungspflichtige Arzneimittel oder illegale Drogen missbraucht

haben.

Bei hohen Temperaturen kann eine vermehrte Abgabe des Wirkstoffes aus dem Pflaster in Ihren

Körper erfolgen. Wenn Sie während der Anwendung von Fentanyl-Mepha Fieber bekommen, sollten

Sie unverzüglich Ihren Arzt/Ihre Ärztin aufsuchen, welcher/welche die Dosis, falls notwendig,

anpassen wird. Eine verstärkte Wirkung von Fentanyl-Mepha kann ebenfalls erfolgen, wenn das

Pflaster direkter Wärmeeinwirkung ausgesetzt wird. Verzichten Sie deshalb während der Behandlung

mit Fentanyl-Mepha auf Wärmewickel, elektrische Heizdecken, heizbare Wasserbetten,

Hitzelampen, Solarien, Wärmeflaschen, ausgedehnte heisse Bäder, Sauna, heisse Whirlpool-Bäder

usw. sowie intensive Sonnenbestrahlung.

Ein allfälliger Wechsel zwischen verschiedenen Fentanyl-haltigen Pflastern sollte zur Sicherstellung

der kontinuierlichen Schmerzstillung und Sicherheit nur unter ärztlicher Überwachung

vorgenommen werden; allenfalls ist eine Dosisanpassung erforderlich.

Fentanyl-Mepha darf ausschliesslich auf der Haut der Person zur Anwendung kommen, für welche

es vom Arzt oder von der Ärztin verschrieben wurde, wenden Sie es auf keinen Fall als

Wundverband an.

In einigen Fällen wurde bekannt, dass das getragene Pflaster bei engem Körperkontakt wie z.B.

Schlafen im gleichen Bett versehentlich auf die Haut einer anderen Person übertragen wurde. Dies

kann insbesondere bei Kindern zu einer Überdosis führen. Sollte versehentlich ein Fentanyl-Mepha

Pflaster am Körper einer anderen Person kleben, muss das Pflaster sofort entfernt und unverzüglich

ein Arzt resp. eine Ärztin informiert werden. Überprüfen Sie das Pflaster vor der Anwendung.

Pflaster, welche zerschnitten, geteilt oder in irgendeiner Weise beschädigt sind, sollen nicht

verwendet werden.

Kinder

Die Anwendung von Fentanyl bei Kindern unter 2 Jahren wurde nicht untersucht. Fentanyl sollte

ausschliesslich bei mit Opioiden vorbehandelten Kindern ab 2 Jahren eingesetzt werden (siehe «Wie

verwenden Sie Fentanyl-Mepha?»). Damit das Pflaster von kleinen Kindern nicht eigenständig

entfernt und verschluckt werden kann, ist bei der Auswahl der Applikationsstelle Vorsicht geboten.

Das Haften des Pflasters sollte daher sorgfältig überprüft werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen oder

äusserlich anwenden!

Darf Fentanyl-Mepha während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten, informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Er/Sie wird über die Anwendung von Fentanyl-Mepha entscheiden.

Stillzeit

Wenn Sie stillen, darf Fentanyl-Mepha nicht angewendet werden, da der Wirkstoff in die

Muttermilch übergeht. Konsultieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Wie verwenden Sie Fentanyl-Mepha?

Fentanyl-Mepha ist ein rechteckiges Matrixpflaster, das auf die Haut geklebt wird. Das transdermale

Pflaster besteht aus zwei funktionalen Schichten: Die Oberseite besteht aus einer

wasserundurchlässigen Trägerfolie. Darunter befindet sich eine Fentanyl-haltige, selbstklebende

Matrixschicht. Diese Matrixschicht ist durch eine Abziehfolie bedeckt, die vor dem Gebrauch

aufgrund der Schlitzung einfach zu entfernen ist.

Durch eine Polymer-Matrixschicht wird der Wirkstoff Fentanyl kontinuierlich freigesetzt. Der

Wirkstoff dringt aus der Matrixschicht durch die Haut und gelangt von dort in die Blutbahn. Solange

es auf der Haut haftet, gibt Fentanyl-Mepha fortwährend geringe Mengen von Fentanyl direkt an das

Blut ab.

Fentanyl-Mepha ist in 5 verschiedenen Dosierungen bzw. Grössen erhältlich, Fentanyl-Mepha

12 μg/h enthält die niedrigste, Fentanyl-Mepha 100 μg/h die höchste Dosis. Die verschiedenen

Dosierungsstärken sind gut ersichtlich auf den Packungen aufgedruckt und unterscheiden sich

ebenfalls durch unterschiedliche Farbgebung.

Fentanyl-Mepha 12 µg/h: orange;

Fentanyl-Mepha 25 µg/h: blau;

Fentanyl-Mepha 50 µg/h: rot;

Fentanyl-Mepha 75 µg/h: hellblau;

Fentanyl-Mepha 100 µg/h: violett.

Die Dauer und Dosierung der Anwendung richtet sich nach der Art der zu behandelnden Schmerzen,

nach dem Allgemeinzustand sowie der bisherigen Schmerzmedikation, und wird in jedem Fall von

Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin bestimmt und überwacht. Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird ein für Sie resp. für Ihr

Kind geeignetes Therapieschema empfehlen. Halten Sie sich an seine/ihre Vorschriften.

Wird nach längerer Anwendung Fentanyl-Mepha nicht mehr benötigt, so wird Ihr Arzt resp. Ihre

Ärztin über die stufenweise Reduktion der Dosis sowie über das Absetzen der Behandlung

entscheiden.

Wie wird mit der Anwendung von Fentanyl-Mepha begonnen?

Suchen Sie eine geeignete flache, gesunde, möglichst faltenfreie Hautstelle im Bereich des

Oberkörpers (Brust, Rücken, Oberarm). Bei kleinen Kindern sollte das Pflaster auf dem Rücken

aufgeklebt werden, damit das Pflaster vom Kind nicht entfernt werden kann. Vor dem Aufkleben

sollte die Haut vorsichtig mit sauberem Wasser (keine Reinigungsmittel verwenden!) gereinigt und

gut abgetrocknet werden. Die Hautstelle soll trocken und nicht mit Cremes, Öl, Lotionen, Puder oder

Fett behandelt sein. Achten Sie darauf, dass Sie das Pflaster auf ein unbehaartes oder von Haaren

befreites (mit Schere, nicht rasieren!), gesundes Hautareal aufkleben, an dem sich die Haut beim

Bewegen des Körpers nicht zu stark faltet und das nicht starken Reibungen mit den Kleidern

ausgesetzt ist. Das Pflaster könnte sich sonst lösen.

1.Entnehmen Sie das Pflaster erst unmittelbar vor dem Aufkleben aus dem Schutzbeutel. Öffnen Sie

den Beutel, indem Sie ihn am Rand aufreissen.

2.Entnehmen Sie das Pflaster. Überprüfen Sie das Pflaster vor der Anwendung. Pflaster, welche

zerschnitten, geteilt oder in irgendeiner Weise beschädigt sind, sollen nicht verwendet werden.

3.Das Pflaster klebt auf einer grösseren Schutzfolie, die zum leichteren Entfernen s-förmig gekerbt

ist. Ziehen Sie die eine Hälfte der Schutzfolie von der Rückseite des Pflasters ab. Der freigelegte Teil

des Pflasters kann nun auf die ausgewählte Hautstelle geklebt werden. Die zweite Hälfte der

Schutzfolie kann entfernt werden. Das Berühren der klebenden Seite des Pflasters ist zu vermeiden.

4.Drücken Sie das Pflaster für mindestens 30 Sekunden mit der flachen Hand fest auf die Haut.

Achten Sie darauf, dass die Ränder des Pflasters gut angedrückt sind. Die Schutzfolie kann mit dem

Hausmüll entsorgt werden.

5.Waschen Sie Ihre Hände mit Wasser (keine Seife).

Das Pflaster kann 3 Tage (72 Stunden) auf der Haut belassen werden. Mit einem richtig aufgeklebten

Pflaster können Sie baden oder duschen. Notieren Sie auf der jeweiligen Packung, wann Sie Ihr

Pflaster aufgeklebt haben. Dies wird Ihnen helfen, Fentanyl-Mepha korrekt anzuwenden und erinnert

Sie daran, wann die 3 Tage vorüber sind.

Wenn das Pflaster direkter Wärmeeinwirkung ausgesetzt wird, kann eine verstärkte Wirkung von

Fentanyl-Mepha erfolgen. Verzichten Sie deshalb während der Behandlung mit Fentanyl-Mepha auf

Wärmewickel, elektrische Heizdecken, heizbare Wasserbetten, Hitzelampen, Solarien,

Wärmeflaschen, ausgedehnte heisse Bäder, Sauna, heisse Whirlpool-Bäder usw. sowie intensive

Sonnenbestrahlung.

Wie geht man vor beim Wechseln des Pflasters und was ist dabei besonders zu berücksichtigen?

Ziehen Sie nach drei Tagen das Pflaster ab, falten es mit der Klebeseite nach innen zusammen. Die

gebrauchten Pflaster können mit dem Hausmüll entsorgt werden. Waschen Sie Ihre Hände nach dem

Entfernen des Pflasters mit Wasser (keine Seife).

Beim Wechseln des Pflasters ist darauf zu achten, dass jedes Mal eine neue Hautstelle zum Bekleben

gewählt wird. Auf eine schon genutzte Hautstelle kann nach Ablauf von 7 Tagen wieder ein Pflaster

angebracht werden.

Wenn sich nach Abnahme des Matrixpflasters eventuell Rückstände auf der Haut befinden, können

diese mit reichlich Wasser entfernt werden. Die Reinigung sollte keinesfalls mit Alkohol oder

anderen Lösungsmitteln durchgeführt werden, da diese – bedingt durch die Wirkung des

transdermalen Pflasters – durch die Haut gelangen könnten.

Bei Ersteinstellung und Umstellung von anderen Schmerzmitteln kann der maximale

schmerzstillende Effekt erst nach ca. 24 Stunden beurteilt werden, da die Fentanyl-Spiegel im Blut

nach der Erstanwendung langsam ansteigen. Demzufolge benötigen Sie eventuell am ersten Tag der

Behandlung ein zusätzliches Schmerzmittel.

Nachdem Fentanyl-Mepha entfernt worden ist, nimmt die Wirkstoffkonzentration im Blut nur

langsam innerhalb 1–2 Tagen ab, da der Wirkstoff noch aus der Haut resorbiert wird.

Informieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn Ihre Schmerzen während der Anwendung von

Fentanyl-Mepha stärker werden. Er/Sie wird die Dosis von Fentanyl-Mepha anpassen. Ihr Arzt/Ihre

Ärztin kann Ihnen auch die gleichzeitige Anwendung von mehreren Fentanyl-Mepha Matrixpflastern

verschreiben.

Ebenfalls kann Ihnen Ihr Arzt/Ihre Ärztin ein zusätzliches Schmerzmittel verschreiben, um

gelegentliche Schmerzschübe zu mildern.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Fentanyl-Mepha haben?

Wie andere ähnliche Schmerzmittel, kann Fentanyl-Mepha die Atemtätigkeit vermindern. Falls die

Person, welche mit Fentanyl-Mepha behandelt wird, langsam oder schwach atmet, sollte

unverzüglich der Arzt oder die Ärztin informiert werden. Halten Sie die Patientin/den Patienten

wach, indem Sie mit ihr/ihm sprechen oder sie/ihn ab und zu schütteln.

Die nachfolgenden Nebenwirkungen basieren auf umfangreichen klinischen Studien bei

Erwachsenen:

Sehr häufig kommen Schläfrigkeit (15%), Kopfschmerzen (12%), Schwindel (13%), Übelkeit (36%),

Erbrechen (23%), Verstopfung (23%) vor.

Häufig sind Überempfindlichkeit, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, Verwirrtheit, Depression,

Angstzustände, Halluzinationen, Zittern, Taubheitsgefühl (Parästhesie), Drehschwindel (Vertigo),

Herzklopfen (Palpitationen), zu schneller Herzschlag, Bluthochdruck, Atemnot (Dyspnoe),

Durchfall, Bauchschmerzen, Mundtrockenheit, Verdauungsstörung (Dyspepsie), übermässiges

Schwitzen, Juckreiz (Pruritus), Hautausschlag, Hautreaktionen (z.B. Hautrötung), unwillkürliche

Muskelkontraktionen, Harnverhalten, Erschöpfung (Fatigue), Wasseransammlung im peripheren

Gewebe, Kraftlosigkeit (Asthenie), Unwohlsein und Kältegefühl beobachtet worden.

Gelegentlich treten Unruhe, Desorientierung, Euphorie, reduzierte Wahrnehmung von Sinnesreizen

(Hypoästhesie), Krampfanfälle, Erinnerungslücken, verringerter Bewusstseinsgrad,

Bewusstlosigkeit, verschwommenes Sehen, verlangsamter Herzschlag, blaurot verfärbte Lippen,

erniedrigter Blutdruck, Atemdepression, Atemnot, Darmverschluss, Ekzem, Dermatitis,

Hautfunktionsstörungen, Muskelzucken, Störungen der Sexualfunktion, Reaktion an der

Applikationsstelle, grippeähnliche Symptome, Gefühl von Körpertemperaturschwankungen,

Überempfindlichkeit an der Applikationsstelle und Entzugssymptome auf.

Selten treten Engstellung der Pupille (Miosis), Atemstillstand, Hypoventilation und Dermatitis oder

Ekzem an der Applikationsstelle auf.

Nach der Markteinführung wurde mit unbekannter Häufigkeit über allergische Reaktionen

(anaphylaktischer Schock, anaphylaktische Reaktionen, anaphylaktoide Reaktion), verlangsamte

Atemfrequenz (Bradypnoe) und Fieber berichtet.

Arzneimittel wie Fentanyl-Mepha können zu Gewöhnung und Abhängigkeit führen. Bei korrekter

Anwendung ist dies aber eher unwahrscheinlich.

Bei Umstellung von anderen stark wirksamen Opioiden auf Fentanyl-Mepha oder bei abruptem

Abbruch der Therapie kann es zu Entzugserscheinungen, wie z.B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall,

Angstzuständen und Kältezittern kommen.

Aus diesem Grund sollten Sie die Behandlung mit Fentanyl-Mepha nie von sich aus abbrechen. Falls

Ihr Arzt/Ihre Ärztin entscheidet, dass die Therapie abgebrochen werden soll, so sollten Sie seine/ihre

Anweisungen genau befolgen. Sollten Sie unter einer der oben aufgeführten unerwünschten

Wirkungen leiden, informieren Sie Ihren Arzt resp. Ihre Ärztin.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern und Jugendlichen entsprach das Nebenwirkungsprofil dem der Erwachsenen. Neben den

bei der Opioidbehandlung von Schmerzen bei schwer kranken Kindern üblicherweise zu erwartenden

Nebenwirkungen wurden keine weiteren Risiken bekannt.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren. Falls irgendein anderes

Krankheitszeichen auftritt, bei dem Sie einen Zusammenhang mit der Anwendung von Fentanyl-

Mepha vermuten, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren.

Überdosierung: Wichtigstes Anzeichen einer Überdosierung ist abgeschwächte Atmung. Wenn die

behandelte Person langsam oder schwach atmet, sollten sofort alle Fentanyl-Mepha Pflaster entfernt

und unverzüglich der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin benachrichtigt werden. In der

Zwischenzeit halten Sie die Patientin/den Patienten wach, indem Sie mit ihr/ihm sprechen oder

sie/ihn ab und zu schütteln.

Was ist ferner zu beachten?

Bringen Sie die ungebrauchten Pflaster (in der Originalpackung) zur fachgerechten Entsorgung an

die Abgabestelle (Arzt oder Apotheker resp. Ärztin oder Apothekerin) zurück. Die gebrauchten

Pflaster können (mit der Klebefläche zusammengeklebt) mit dem Hausmüll entsorgt werden.

Beachten Sie allerdings, dass gebrauchte Pflaster noch Wirkstoff enthalten, welcher für Kinder

gefährlich sein könnte.

Im verschlossenen Beutel, in der Originalverpackung und nicht über 30 °C lagern. Nicht einfrieren

und nicht im Kühlschrank lagern. Pflaster nicht zerschneiden oder teilen.

Fentanyl-Mepha ist an einem sicheren Ort und wie alle Arzneimittel vor Kindern geschützt

aufzubewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Fentanyl-Mepha enthalten?

1 Matrixpflaster Fentanyl-Mepha 12 enthält 2.063 mg Fentanyl als Wirkstoff und Hilfsstoffe;

1 Matrixpflaster Fentanyl-Mepha 25 enthält 4.125 mg Fentanyl als Wirkstoff und Hilfsstoffe;

1 Matrixpflaster Fentanyl-Mepha 50 enthält 8.25 mg Fentanyl als Wirkstoff und Hilfsstoffe;

1 Matrixpflaster Fentanyl-Mepha 75 enthält 12.375 mg Fentanyl als Wirkstoff und Hilfsstoffe;

1 Matrixpflaster Fentanyl-Mepha 100 enthält 16.5 mg Fentanyl als Wirkstoff und Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

57362 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Fentanyl-Mepha? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Fentanyl-Mepha untersteht der Kontrolle gemäss Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die

psychotropen Stoffe vom 3. Oktober 1951, BAG/BM 145.

Fentanyl-Mepha 12 Matrixpflaster: Packungen zu 5 und 10 Pflastern.

Fentanyl-Mepha 25 Matrixpflaster: Packungen zu 5 und 10 Pflastern.

Fentanyl-Mepha 50 Matrixpflaster: Packungen zu 5 und 10 Pflastern.

Fentanyl-Mepha 75 Matrixpflaster: Packungen zu 5 und 10 Pflastern.

Fentanyl-Mepha 100 Matrixpflaster: Packungen zu 5 und 10 Pflastern.

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Interne Versionsnummer: 9.1

9-11-2018

Safety assessment of the substance Ln 1,4‐benzene dicarboxylic acid (with Ln = La, Eu, Gd, Tb) for use in food contact materials

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5-11-2018

November 5, 2018: Nurse Sentenced for Taking Fentanyl for Personal Use

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31-10-2018

Safety and efficacy of a super critical carbon dioxide extract of Humulus lupulus L. flos when used as a feed flavouring for all animal species

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22-10-2018

October 18, 2018: Grand Jury Returns Superseding Indictment In Shamo Case; Adds Distribution Of Fentanyl Count Resulting In Death

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Published on: Tue, 16 Oct 2018 00:00:00 +0200 The duration of the vaccination campaign sufficient to eliminate lumpy skin disease (LSD) mainly depends on the vaccination effectiveness and coverage achieved. By using a spread epidemiological model, assuming a vaccination effectiveness of 65%, with 50% and 90% coverage, 3 and 4 years campaigns, respectively, are needed to eliminate LSD. When vaccination effectiveness is 80% to 95%, 2 years of vaccination at coverage of 90% is sufficient to eliminate LSD vir...

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September 18, 2018: "The Drug Llama" Faces Federal Indictment and Mandatory Minimum Sentence for Distributing Fentanyl on Dark Web

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7-9-2018

Camber Pharmaceuticals, Inc. Issues Voluntary Nationwide Recall of Montelukast Tablets USP, 10mg 30Ct. due to Product/Label Mix-Up

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Camber Pharmaceuticals, Inc. is voluntarily recalling one single lot of Montelukast Sodium Tablets, USP 10mg, to the consumer level. This recall of one batch of Montelukast Sodium Tablets, USP 10mg, lot# MON17384 Exp. 12/31/2019, was prompted because a complaint of a sealed bottle labeled as Montelukast 10mg 30 ct found to contain 90 tablets of Losartan Potassium Tablets, USP 50mg

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Tramundin® 50 mg Filmtabletten

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SUTENT® 12,5/25/37,5/50 mg Hartkapseln

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Jalra® 50 mg Tabletten

Rote - Liste

23-10-2018

Fentanyl Heumann Matrixpflaster

Rote - Liste

16-10-2018

Hygroton® 25 mg/Hygroton® 50 mg

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2-10-2018

Ig Vena 50 g/l Infusionslösung

Rote - Liste

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IONSYS (Incline Therapeutics Europe Ltd)

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IONSYS (Active substance: fentanyl) - Centralised - Withdrawal - Commission Decision (2018)6412 of Mon, 01 Oct 2018

Europe -DG Health and Food Safety

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Fentanyl-CT Matrixpflaster

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27-9-2018

Clarium® 50 mg

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19-9-2018

Targretin (Eisai GmbH)

Targretin (Eisai GmbH)

Targretin (Active substance: bexarotene) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)6098 of Wed, 19 Sep 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/326/T/50

Europe -DG Health and Food Safety

14-9-2018

Fentanyl AWD® Matrix 12 Mikrogramm/h

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28-8-2018

Propycil® 50 mg

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23-8-2018

Intratect® 50 g/l, Infusionslösung

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22-8-2018

Lynparza® 50 mg Hartkapseln

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17-8-2018

Thalidomide Celgene 50 mg Hartkapseln

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