Fasturtec 1.5 mg / 1 ml

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Fasturtec 1.5 mg / 1 ml vorbereitung zur injektion
  • Darreichungsform:
  • vorbereitung zur injektion
  • Zusammensetzung:
  • Vorbereitung trocknen: rasburicasum 1,5 mg, natrii phosphates, oder alaninum, mannitolum, für Glas. Freigabe: poloxamerum 188, Wasser ad iniectabilia q.s. zu einer Lösung anstelle von 1 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.


    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Fasturtec 1.5 mg / 1 ml vorbereitung zur injektion
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Biotechnologika
  • Therapiebereich:
  • Hyperurikämie

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 55789
  • Berechtigungsdatum:
  • 05-04-2002
  • Letzte Änderung:
  • 12-02-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Fasturtec®

Sanofi-Aventis (Suisse) SA

Zusammensetzung

Wirkstoff: Rasburicase (rekombinante Uratoxidase).

Hilfsstoffe:

Lyophilisat: Alanin, Mannitol, Natriumdihydrogenphosphat, Natriummonohydrogenphosphat.

Lösungsmittel: Poloxamer 188, Wasser für Injektionszwecke q.s. 1 ml oder 5 ml.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Lyophilisat und Lösungsmittel für Infusionslösung

Durchstichflasche zu 1.5 mg oder 7.5 mg:

1 mg entspricht mindestens 15 EAU*.

* 1 Enzymaktivitätseinheit (enzyme activity unit: EAU) entspricht der Enzymaktivität, die pro

Minute unter den angegebenen Reaktionsbedingungen (+30 °C ± 1 °C, TEA Puffer pH=8,9) 1 µmol

Harnsäure in Allantoin umwandelt.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Therapie und Prophylaxe von akuter Hyperurikämie zur Vermeidung einer akuten

Niereninsuffizienz, bei Patienten mit akuter Leukämie oder Non-Hodgkin Lymphom mit hoher

Tumorlast und Risiko einer raschen Tumorlyse beim Beginn der Chemotherapie.

Die grösste Erfahrung liegt bei Kindern vor (alle Altersklassen).

Dosierung/Anwendung

Die Verabreichung von Fasturtec sollte unter Aufsicht eines in Chemotherapie von malignen

hämatologischen Erkrankungen erfahrenen Arztes erfolgen.

Die empfohlene Fasturtec-Dosierung beträgt 0,20 mg/kg/Tag. Fasturtec wird einmal täglich als

intravenöse Infusion über 30 Minuten in 50 ml einer 0,9%igen Kochsalzlösung verabreicht (siehe

«Hinweise für die Handhabung»).

Die Behandlungsdauer durch Fasturtec kann bis zu 7 Tagen betragen. Die genaue Dauer muss auf

der Überwachung der Harnsäureplasmaspiegel sowie auf einer klinischen Bewertung basieren.

Die Anwendung von Rasburicase erfordert keine Änderung des Anfangszeitpunkts oder

Behandlungsschemas einer zytoreduktiven Chemotherapie. Fasturtec soll unmittelbar vor Beginn der

Chemotherapie verabreicht werden.

Es liegen bisher nur sehr wenige Daten vor bei Patienten, die mehr als einen Therapiezyklus von

Fasturtec erhielten, z.B. im Rahmen der Behandlung eines Rezidivs der malignen Grundkrankheit

(siehe auch unter «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion ist keine Dosierungsanpassung

erforderlich.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen Uricase oder einen der Hilfsstoffe.

G6PD-Mangel und andere metabolische Störungen im Zellstoffwechsel, von denen bekannt ist, dass

sie eine hämolytische Anämie auslösen können. Wasserstoffperoxid ist ein Nebenprodukt bei der

Umwandlung von Harnsäure in Allantoin. Um einer möglichen durch Wasserstoffperoxid

hervorgerufenen hämolytischen Anämie vorzubeugen, ist Rasburicase daher bei Patienten mit diesen

Störungen kontraindiziert.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Wie andere Proteine kann auch Rasburicase beim Menschen allergische Reaktionen auslösen,

einschliesslich Anaphylaxie und/oder anaphylaktische Schockzustände, die zum Tod führen können.

Die klinische Erfahrung mit Fasturtec hat gezeigt, dass Patienten engmaschig auf das Auftreten

allergischer Nebenwirkungen – vor allem allergische Hautreaktionen oder Bronchospasmus (siehe

«Unerwünschte Wirkungen») – zu überwachen sind. Wenn eine schwere allergische oder

anaphylaktische Reaktion auftritt, ist die Fasturtec-Therapie sofort und ständig abzusetzen und eine

geeignete Behandlung einzuleiten.

Vorsicht ist geboten bei Patienten mit atopischen Allergien in der Anamnese.

Die klinischen Erfahrungen mit einer Wiederaufnahme der Behandlung sind begrenzt. Es wird also

nicht empfohlen, eine neue Anwendung von Rasburicase durchzuführen.

Bei bereits behandelten Patienten und bei gesunden Probanden wurden nach Rasburicase-Gabe Anti-

Rasburicase-Antikörper nachgewiesen.

Es wurde über einen Fall von Methämoglobinämie berichtet bei Patienten, die mit Rasburicase

behandelt wurden. Bislang gibt es keine Daten die ermitteln konnten, ob Patienten mit einem Defizit

an Methämoglobinreduktase oder an anderen oxydierenden Enzymen einem erhöhten

Methämoglobinämierisiko ausgesetzt sind. Die Behandlung mit Rasburicase muss beim Auftreten

einer Methämoglobinämie sofort und definitiv abgesetzt und eine geeignete Behandlung eingeleitet

werden.

Es wurde über eine Hämolyse berichtet bei Patienten, die mit Rasburicase behandelt wurden. In

einem solchen Fall muss die Behandlung mit Rasburicase sofort und definitiv abgesetzt und eine

geeignete Behandlung eingeleitet werden.

Die Anwendung von Fasturtec führt zur Senkung des Harnsäurespiegels auf Werte unterhalb der

Norm. Dadurch vermindert sich das Risiko, dass aufgrund der Hyperurikämie Harnsäurekristalle in

den Nierentubuli ausgefällt werden und sich ein Nierenversagen entwickelt. Eine Tumorlyse kann

ferner zu Hyperphosphatämie, Hyperkaliämie und Hypokalzämie führen. Fasturtec hat keine direkte

Wirkung auf die Behandlung dieser metabolischen Störungen. Die Patienten müssen daher sorgfältig

überwacht werden.

Es liegen keine Studien zur Anwendung von Fasturtec bei Patienten mit Hyperurikämie im

Zusammenhang mit myeloproliferativen Erkrankungen vor.

Derzeit gibt es keine Daten, aufgrund derer der sequenzielle Einsatz von Rasburicase und

Allopurinol empfohlen werden könnte.

Interaktionen

Studien zum Metabolismus wurden bisher nicht durchgeführt.

In-vitro findet durch Rasburicase keine Metabolisierung von 6-Merkaptopurin, Zytarabin oder

Methotrexat statt.

In präklinischen in-vivo-Studien hatte Rasburicase keinen Einfluss auf die Aktivität der folgenden

Isoenzyme: CYP1A, CYP2A, CYP2B, CYP2C, CYP2E und CYP3A, was den Schluss zulässt, dass

die Substanz kein Induktions- oder Hemmpotential besitzt. Es sind daher keine über das P450-

System vermittelten klinisch relevanten Arzneimittelwechselwirkungen bei Patienten zu erwarten,

wenn die empfohlene Dosierung bzw. das Dosierungsregime eingehalten wird.

Es wurden vereinzelte Fälle von Methämoglobinämie beobachtet, was auf eine Wechselwirkung mit

Methämoglobinämie-Induktoren (Präparate auf Nitratderivatbasis, Nitrofurantoin, Sulfonamide,

Lokalanästhetika, Vitamin-K-Analogstoffe) hinweist (siehe unter «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Schwangerschaft/Stillzeit

Es liegen derzeit keine klinischen Daten zur Anwendung von Rasburicase bei schwangeren Frauen

vor. Rasburicase hat bei Kaninchen teratogene Eigenschaften bei einer 10-, 50-, und 100fach höher

als beim Menschen eingesetzten Dosis gezeigt, sowie bei Ratten bei einer 250fach höher

eingesetzten Dosis.

Wegen des Vorhandenseins von endogener Uratoxidase bei den üblichen Versuchstieren besitzt die

Studie am Tiermodell über die Wirkung von Rasburicase auf die Reproduktion und embryofetale

Entwicklung begrenzte Aussagekraft.

Das potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Fasturtec darf daher in der

Schwangerschaft nur bei zwingender Indikation eingesetzt werden.

Es ist nicht bekannt, ob Rasburicase in die Muttermilch übergeht.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.

Unerwünschte Wirkungen

Einige der Nebenwirkungen sind in gewisser Weise eine Folge der Einleitung einer

Induktionsbehandlung bei fortgeschrittenen malignen Erkrankungen. Es ist schwierig abzuschätzen,

in welchem Ausmass diese Ereignisse tatsächlich durch Fasturtec bedingt sind.

Nebenwirkungen – darunter auch solche, die nach dem Inverkehrbringen gemeldet wurden –sind

nachfolgend geordnet nach Organsystemen und Häufigkeiten aufgeführt. Die Häufigkeiten sind wie

folgt definiert: Sehr häufig (>1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1000, <1/100), selten

(<1/1000, ≥1/10'000), sehr selten (<1/10'000), Einzelfälle (Häufigkeit liegt unter der von «sehr

selten»).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:

Gelegentlich: Hämolyse, hämolytische Anämie, Methämoglobinämie. Da beim enzymatischen

Abbau der Harnsäure zu Allantoin Wasserstoffperoxid entsteht, wurde bei bestimmten

Risikogruppen, wie insbesondere Patienten mit G6PD-Mangel, eine hämolytische Anämie oder

Methämoglobinämie beobachtet.

Erkrankungen des Immunsystems:

Symptome, die auf eine Überempfindlichkeit hindeuten und die als möglicherweise mit Fasturtec

zusammenhängend eingestuft wurden, wurden bei 1,8% der behandelten Patienten berichtet. Dabei

wurden alle Schweregrade beobachtet. Die Symptome umfassten:

Häufig: allergische Reaktionen, vor allem Hautrötungen (Rash) und Urtikaria.

Gelegentlich: Hypotonie (<1%), Bronchospasmen (<1%), schwere Überempfindlichkeitsreaktionen

(<1%).

Selten: Rhinitis (<0,1%), Anaphylaxie und/oder anaphylaktische Schockzustände mit Sterberisiko

(<0,1%).

Erkrankungen des Nervensystems:

Sehr häufig: Kopfschmerzen (25,7%; Grad 3/4: selten), Krämpfe.

Einzelfälle: unwillkürliche Muskelkontraktionen.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Sehr häufig: Durchfall (Grad 3/4: selten), Erbrechen (Grad 3-4: häufig), Übelkeit (Grad 3/4: häufig).

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Sehr häufig: Fieber (Grad 3/4: häufig).

Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung mit Fasturtec berichtet. Entsprechend dem

Wirkungsmechanismus von Fasturtec wird eine Überdosierung zu niedrigen oder nicht

nachweisbaren Harnsäurekonzentrationen im Plasma und vermehrter Bildung von

Wasserstoffperoxid führen. Bei Verdacht auf Überdosierung sollten die Patienten hinsichtlich

Hämolyse überwacht und allgemeine unterstützende Massnahmen eingeleitet werden, da kein

spezifisches Antidot für Fasturtec bekannt ist.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: V03AF07

Wirkmechanismus:

Fasturtec ist ein rekombinantes Uratoxidase-Enzym, das von einem genetisch modifizierten

Saccharomyces-cerevisiae-Stamm gebildet wird. Die cDNA, die für die Rasburicase kodiert, wurde

aus einem Aspergillus- flavus-Stamm geklont. Bei Rasburicase handelt es sich um ein tetrameres

Protein mit identischen Untereinheiten mit einer Molekülmasse von etwa 34 kDa.

Beim Menschen stellt die Harnsäure das Endprodukt beim Abbau der Purine dar. Der akute Anstieg

des Harnsäurespiegels im Blut nach der Lyse einer grossen Anzahl maligner Zellen, wie dies bei

bösartigen Erkrankungen und unter zytotoxischer Chemotherapie beobachtet wird, kann aufgrund der

Ausfällung von Harnsäurekristallen in die Nierentubuli zu einer eingeschränkten Nierenfunktion und

zu Nierenversagen führen. Rasburicase ist ein Urikolytikum, das die enzymatische Oxidation von

Harnsäure in Allantoin, eine wasserlösliche Substanz, die leicht über die Nieren ausgeschieden wird,

katalysiert.

Pharmakodynamik:

Die enzymatische Oxidation von Harnsäure führt zu einer stöchiometrischen Bildung von

Wasserstoffperoxid. Der Anstieg des Wasserstoffperoxidspiegels über das normale Mass kann durch

endogene Antioxidanzien normalisiert werden. Ein erhöhtes Hämolyserisiko besteht daher für

Patienten mit G6PD-Mangel oder hereditärer Anämie.

Bei gesunden Probanden wurde im Dosisbereich von 0,05 mg/kg bis 0,20 mg/kg Fasturtec eine

deutliche dosisabhängige Abnahme der Harnsäureplasmaspiegel beobachtet.

In einer randomisierten vergleichenden Phase-III-Studie zeigte Fasturtec im Vergleich zu

Allopurinol bei Verabreichung der empfohlenen Dosierung (0,20 mg/kg) eine signifikant schnellere

Wirkung. Vier Stunden nach Verabreichung der ersten Dosis wurde ein signifikanter Unterschied (p

<0,0001) zwischen der mittleren prozentualen Veränderung der Harnsäurekonzentration im Plasma

gegenüber dem Ausgangswert in der Fasturtec-Gruppe (-86,0%) und der der Allopurinol-Gruppe (-

12,1%) beobachtet.

Die Zeit bis zur Normalisierung des Harnsäurespiegels bei Patienten mit Hyperurikämie beträgt für

Fasturtec vier und für Allopurinol 24 Stunden. Die rasche Normalisierung des Harnsäurespiegels bei

diesen Patienten ist zusätzlich verbunden mit einer Verbesserung der Nierenfunktion. Dies wiederum

führt zu einer effizienten Ausscheidung der überschiessenden Serumphosphatmengen, wodurch eine

erneute Verschlechterung der Nierenfunktion aufgrund einer Ausfällung von

Kalzium-/Phosphorkristallen vermieden wird.

Die Erfahrung ist beschränkt auf Patienten (überwiegend Kinder) mit akuter Leukämie und

Lymphomen (mit hoher Tumorlast), bei denen unter Chemotherapie eine starke Zellyse zu erwarten

ist.

Klinische Erfahrungen bei mit Fasturtec erneut behandelten Patienten liegen derzeit nur in

begrenztem Umfang vor. Bei mit diesem Wirkstoff behandelten Patienten und gesunden Probanden

wurde die Entwicklung von Antikörpern gegen Rasburicase beobachtet.

Pharmakokinetik

Die pharmakokinetischen Studien wurden hauptsächlich bei Kindern und Jugendlichen durchgeführt.

Absorption

Die Exposition von Rasburicase - gemessen durch AUC0-24 und Cmax – zeigte bei Patienten eine

tendenziell lineare Zunahme über einen begrenzten Dosisbereich (0,15 bis 0,20 mg/kg), bei gesunden

Probanden wurde diese Linearität über einen grösseren Dosisbereich von 0,05 bis 0,20 mg/kg

beobachtet.

Distribution

Bei Patienten lag das Verteilungssvolumen im Bereich von 110-127 ml/kg, was dem physiologischen

Gefässvolumen vergleichbar ist. Rasburicase ist ein Protein und daher ist nicht zu erwarten, dass es

an Proteine bindet.

Metabolismus

Der Metabolismus von Rasburicase wurde nicht untersucht. Es ist jedoch zu erwarten, dass die

Verstoffwechslung von Fasturtec dem Abbauweg anderer Proteine entspricht (Peptidhydrolyse).

Elimination

Die Clearance von Rasburicase beträgt 3,5 ml/h/kg und die Eliminationshalbwertszeit ca. 19

Stunden. Die Clearance bei Kindern (um ca. 35%) und Jugendlichen ist im Vergleich zu

Erwachsenen erhöht, was zu einer geringeren systemischen Exposition führt.

Während einer Behandlung über 5 Tage bei 1× täglicher Verabreichung kam es zu einer 1.3-fachen

Akkumulation von Rasburicase.

Präklinische Daten

Basierend auf konventionellen Studien zur pharmakologischen Sicherheit, zur Toxizität bei

wiederholter Gabe und zur Genotoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren

für den Menschen erkennen. Die Interpretation präklinischer Studien ist durch das Vorhandensein

von endogener Uratoxidase bei den üblichen Versuchstieren eingeschränkt.

Rasburicase hat bei Kaninchen teratogene Eigenschaften bei einer 10-, 50-, und 100fach höher als

beim Menschen eingesetzten Dosis gezeigt, sowie bei Ratten bei einer 250fach höher eingesetzten

Dosis.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Das Arzneimittel darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Die Infusion der Rasburicaselösung und die Verabreichung von Chemotherapeutika müssen zur

Vermeidung eventueller Wirkstoffunverträglichkeiten über getrennte Zugänge erfolgen. Ist die

Verwendung eines eigenen Zugangs nicht möglich, muss der Zugang zwischen der Infusion der

Chemotherapeutika und der Rasburicase mit physiologischer Kochsalzlösung gespült werden.

Die Infusion muss ohne Filter erfolgen.

Wegen möglicher Inkompatibilität darf Glukoselösung nicht als Verdünnungsmittel verwendet

werden.

Rasburicase darf nur mit dem mitgelieferten Lösungsmittel rekonstituiert werden.

Stabilität

Hinweise zur Lagerung

Das Medikament darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Im Kühlschrank (+2 °C bis +8 °C) und lichtgeschützt lagern. Nicht einfrieren.

Das Konzentrat ist nach Rekonstitution unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen

24 Std. haltbar, wenn es bei +2 °C bis +8 °C gelagert wird.

Hinweise für die Handhabung

Herstellen der Lösung

Zu einem Durchstichfläschchen mit Rasburicase wird der Inhalt einer Lösungsmittelampulle

gegeben, dann wird durch sehr vorsichtiges Schwenken gemischt. Die Zubereitung hat unter

kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen zu erfolgen.

Nicht schütteln. Vor Anwendung visuell überprüfen. Die Lösung muss klar und frei von

Schwebeteilchen sein. Das Arzneimittel ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt. Nicht

verwendete Lösung ist zu verwerfen.

Aufbewahrung der hergestellten Lösung:

Siehe «Hinweise zur Lagerung».

Verdünnung vor Infusion

Die Verdünnung darf nur mit einer 0,9%-Natriumchlorid-Lösung erfolgen. Die erforderliche

Lösungsmenge (entsprechend dem Körpergewicht des Patienten) ist auf ein Gesamtvolumen von

50 ml zu verdünnen. Die rekonstituierte Lösung enthält keine Konservierungsstoffe. Daher muss die

verdünnte Infusionslösung unmittelbar nach Zubereitung verabreicht werden.

Infusion

Die Infusion der fertiggestellten Lösung sollte über einen Zeitraum von 30 Minuten erfolgen.

Die Infusion der Rasburicaselösung und die Verabreichung von Chemotherapeutika müssen zur

Vermeidung eventueller Wirkstoffunverträglichkeiten über getrennte Zugänge erfolgen. Ist die

Verwendung eines eigenen Zugangs nicht möglich, muss der Zugang zwischen der Infusion der

Chemotherapeutika und der Rasburicase mit physiologischer Kochsalzlösung gespült werden.

Die Verabreichung von Fasturtec muss unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Hinweise zum Umgang mit Blutproben bei einer Harnsäurekontrolle

Wenn der Harnsäurespiegel überwacht werden soll, muss das folgende Verfahren beim Umgang mit

den Proben beachtet werden, um einen Abbau ex vivo zu vermeiden. Das Blut muss in vorgekühlte

heparinbeschichtete Röhrchen abgenommen werden. Die Proben sind in ein Eis-/Wasserbad zu

stellen. Die Plasmaproben sind durch Zentrifugation in einer vorgekühlten Zentrifuge (+4 °C)

herzustellen. Schliesslich muss das Plasma im Eis-/Wasserbad aufbewahrt werden, die

Harnsäurebestimmung muss innerhalb von 4 Stunden erfolgen.

Zulassungsnummer

55789 (Swissmedic).

Packungen

Durchstichfläschchen zu 1.5 mg und Lösungsmittelampullen zu 1 ml: 3 + 3 (A)

Durchstichfläschchen zu 7.5 mg und Lösungsmittelampullen zu 5 ml: 1 + 1 (A)

Zulassungsinhaberin

sanofi-aventis (schweiz) ag, 1214 Vernier/GE.

Stand der Information

September 2016.

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.



  • Dokumente in anderen Sprachen zur Verfügung hier