Fabrazyme

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Fabrazyme pulver für ein konzentrat zur herstellung einer infusionslösung
  • Darreichungsform:
  • pulver für ein konzentrat zur herstellung einer infusionslösung
  • Zusammensetzung:
  • Vorbereitung cryodesiccata: agalsidasum beta 35 mg, mannitolum, für Glas.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.


    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Fabrazyme pulver für ein konzentrat zur herstellung einer infusionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Biotechnologika
  • Therapiebereich:
  • Behandlung mit enzym-ersatz bei patienten mit morbus Fabry

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 56261
  • Berechtigungsdatum:
  • 25-07-2003
  • Letzte Änderung:
  • 13-02-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Fabrazyme®

Sanofi-Aventis (Suisse) SA

Zusammensetzung

Wirkstoff: Agalsidase Beta.

Agalsidase Beta ist eine rekombinante Form der α-Galaktosidase A, die mittels rekombinanter DNA-

Technologie aus Säugetierzellkulturen der Eierstöcke des chinesischen Hamsters (CHO) hergestellt

wird. Die Aminosäuresequenz der rekombinanten Form und die für die Codierung erforderliche

Nukleotidsequenz sind mit der natürlichen Form der α-Galaktosidase identisch.

Hilfsstoffe: Mannitol, Natriumdihydrogenphosphat-Monohydrat, Dinatriumphosphat-Heptahydrat.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Fabrazyme 35 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Enzym-Ersatztherapie bei Patienten mit Morbus Fabry (α-Galaktosidase-A-Mangel). Daten zur

Wirksamkeit und Sicherheit wurden für eine Behandlungsdauer von bis zu 18 Monaten evaluiert.

Dosierung/Anwendung

Die Behandlung mit Fabrazyme muss von einem Arzt überwacht werden, der über Erfahrung mit der

Behandlung von Patienten mit Morbus Fabry oder anderen erblichen Stoffwechselerkrankungen

verfügt.

Die empfohlene Dosis für Fabrazyme liegt bei 1 mg/kg Körpergewicht bei Anwendung einmal alle

zwei Wochen als intravenöse Infusion. Für weitere Dosierungshinweise, siehe unter «Sonstige

Hinweise, Hinweise für die Handhabung».

Nach einer initialen Dosis von 1,0 mg/kg alle 2 Wochen über einen Zeitraum von 6 Monaten könnte

eine Dosis von 0,3 mg/kg alle 2 Wochen für die Erhaltung der GL-3 Clearance ausreichend sein.

Daten hierzu sind begrenzt (21 Patienten, 18 Monate Behandlungsdauer, siehe

«Eigenschaften/Wirkungen»).

Die initiale Infusionsrate sollte nicht mehr als 0,25 mg/min (15 mg/Stunde) betragen, um das

potentielle Auftreten infusionsbedingter Reaktionen zu minimieren. Ist die Verträglichkeit bei einem

Patienten gesichert, kann die Infusionsrate bei den nachfolgenden Infusionen allmählich erhöht

werden.

Für Patienten mit Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich. Studien an Patienten mit

Leberinsuffizienz wurden nicht durchgeführt.

Die Verträglichkeit und Wirksamkeit von Fabrazyme bei Patienten über 65 Jahren ist nicht belegt,

und zurzeit kann für diese Patienten kein Dosisschema empfohlen werden.

Pädiatrische Patienten

Bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 8–18 Jahren ist keine Dosisanpassung erforderlich. Es

wurden keine Studien bei Kindern im Alter von 0 bis 7 Jahren durchgeführt, und in dieser

pädiatrischen Altersgruppe kann daher zurzeit kein Dosisschema empfohlen werden, da

Verträglichkeit und Wirksamkeit nicht belegt sind. Die Behandlung sollte von der Symptomatik

abhängig gemacht werden.

Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird

empfohlen, Handelsname und Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren.

Kontraindikationen

Lebensbedrohliche Überempfindlichkeit (anaphylaktische Reaktion) gegenüber dem arzneilich

wirksamen Bestandteil oder einem der sonstigen Bestandteile.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Es ist zu erwarten, dass fast alle Patienten – meist innerhalb von 3 Monaten nach Behandlungsbeginn

– IgG-Antikörper gegen Agalsidase Beta entwickeln werden, wenn sie mit der genannten

Anfangsdosis behandelt werden.

Nach bis zu zwei Jahren Therapie war bei 63% der antikörperpositiven Patienten eine signifikante

Senkung des Antikörpertiters über diesen Zeitraum zu beobachten.

Bei den übrigen 37% der Patienten blieben die Antikörpertiter auf Plateauniveau.

Bei einer begrenzten Patientenzahl wurden IgE-Antikörper nachgewiesen. Zwei dieser Patienten

wurden anschliessend ohne Zwischenfälle erneut mit Fabrazyme exponiert und werden auch

weiterhin behandelt.

Bei Patienten mit Antikörpern gegen Agalsidase Beta besteht ein erhöhtes Risiko für

infusionsbedingte Reaktionen. Diese sind als jedes, während der Infusion oder bis zum Ende des

Infusionstages aufgetretenes, mit der Infusion verbundenes, unerwünschtes Ereignis definiert (siehe

Abschnitt «Unerwünschte Wirkungen»).

Diese Patienten müssen bei einer erneuten Anwendung von Agalsidase Beta mit besonderer Vorsicht

behandelt werden.

Anfangs traten bei ca. der Hälfte der Patienten Reaktionen im Zusammenhang mit der Infusion auf

(siehe Abschnitt «Unerwünschte Wirkungen»). In der klinischen Phase-3-Studie sowie deren

Verlängerung wurden infusionsbedingte Reaktionen behandelt, indem die Infusionsrate verringert

wurde, und die Patienten zuvor mit Antihistaminika, Paracetamol, Ibuprofen und/oder

Kortikosteroiden behandelt wurden.

Wie bei jedem intravenösen Proteinprodukt sind allergische Überempfindlichkeitsreaktionen

möglich.

Patienten, die während der klinischen Studien bei Behandlung mit Agalsidase Beta leichte oder

mittelschwere, infusionsbedingte Reaktionen gezeigt haben, haben die Behandlung nach einer

Reduzierung der Infusionsrate (~0,15 mg/Min; 10 mg/Std.) und einer Vorbehandlung mit

Antihistaminika, Paracetamol, Ibuprofen und/oder Kortikosteroiden fortgesetzt.

Bei einer kleinen Anzahl Patienten sind Reaktionen aufgetreten, die auf Überempfindlichkeit vom

Soforttyp (Typ I) schliessen lassen. Bei Auftreten schwerer allergischer oder anaphylaktischer

Reaktionen sollte die Verabreichung von Fabrazyme sofort abgesetzt und eine entsprechende

Behandlung eingeleitet werden. Dabei sind die aktuellen medizinischen Standards für

Notfallbehandlung zu beachten.

Die Wirkung der Behandlung mit Fabrazyme auf die Nierenfunktion kann bei Patienten mit

fortgeschrittener Nierenschädigung eingeschränkt sein.

Es wurden keine Studien zur Beurteilung der möglichen Wirkungen von Fabrazyme auf die Fertilität

durchgeführt.

Interaktionen

Es wurden keine Stoffwechselstudien in vitro durchgeführt. Aufgrund seiner Verstoffwechselung

sind für Agalsidase Beta Cytochrom P450 vermittelte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

unwahrscheinlich.

Da theoretisch das Risiko einer Hemmung der intrazellulären α-Galaktosidase-Aktivität besteht,

sollte Fabrazyme nicht zusammen mit Chloroquin, Amiodaron, Benoquin oder Gentamicin

verabreicht werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es gibt keine hinreichenden Daten zur Anwendung von Fabrazyme bei Schwangeren.

Eine tierexperimentelle Studie weist keine direkten oder indirekten schädlichen Auswirkungen auf

die Embryonalentwicklung und Entwicklung des Fötus nach (siehe Abschnitt «Präklinische Daten»).

Während der Schwangerschaft darf das Medikament nicht verabreicht werden, es sei denn dies ist

eindeutig erforderlich.

Agalsidase Beta könnte in die Muttermilch übergehen. Da es keine Daten gibt über die Wirkungen

auf Neugeborene, die über die Muttermilch Agalsidase Beta aufnehmen, wird empfohlen, während

der Anwendung von Fabrazyme, nicht zu stillen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.

Unerwünschte Wirkungen

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW), die im Zusammenhang mit Fabrazyme berichtet

wurden, bei insgesamt 121 Patienten (111 Männer und 10 Frauen), die mit mindestens einer Infusion

bis zu maximal 5 Jahre lang mit Fabrazyme mit einer Dosis von 1 mg/kg behandelt wurden, sind in

der folgenden Tabelle nach Organsystemklasse und Häufigkeit (sehr häufig ≥10%, häufig ≥1–10%

und gelegentlich ≥0,1–1%) aufgeführt. Das Auftreten einer UAW bei einem einzigen Patienten ist

angesichts der relativ kleinen Zahl der behandelten Patienten als gelegentlich definiert. Die UAW

waren in der Regel leicht bis mittelschwer ausgeprägt.

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Häufig: Nasopharyngitis.

Gelegentlich: Rhinitis.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerzen, Parästhesie.

Häufig: Schwindelgefühl, Somnolenz, Lethargie, Hypoästhesie, Synkope, brennendes Gefühl.

Gelegentlich: Hyperästhesie, Tremor.

Augenerkrankungen

Häufig: Verstärkte Tränenbildung, Sehstörungen.

Gelegentlich: Augenpruritus, okulare Hyperämie.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Häufig: Tinnitus, Vertigo.

Gelegentlich: Aurikularschwellung, Ohrenschmerzen.

Herzerkrankungen

Häufig: Tachykardie, Bradykardie, Herzklopfen.

Gelegentlich: Sinus-Bradykardie.

Gefässerkrankungen

Sehr häufig: Rötung des Gesichts.

Häufig: Hypertonie, Blässe, Hypotonie, Hitzewallungen.

Gelegentlich: Peripheres Kältegefühl.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: Dyspnoe, verstopfte Nase, Engegefühl im Hals, pfeifender Husten.

Gelegentlich: Bronchospasmus, verstärkte Dyspnoe, Pharyngolaryngealschmerzen, Rhinorrhoe,

Tachypnoe, Verengung der oberen Atemwege.

Ohne Häufigkeitsangabe: Hypoxie.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Übelkeit, Erbrechen.

Häufig: Bauchschmerzen, Durchfall, Schmerzen im oberen Bauchraum, Bauchbeschwerden.

Gelegentlich: Dyspepsie, Dysphagie, orale Hypoästhesie, Magenbeschwerden.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Pruritus, Urtikaria, Ausschlag, Erythem, generalisierter Pruritus, makulo-papulärer

Ausschlag, Gesichtsschwellung.

Gelegentlich: Angioneurotisches Ödem, Livedo reticularis, erythematöser Ausschlag, pruritischer

Ausschlag, Pigmentierungsstörung der Haut, Hautbeschwerden.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Gliederschmerzen, Myalgie, Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen.

Gelegentlich: Muskelverspannungen.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Schüttelfrost, Fieber, Kältegefühl.

Häufig: Brustbeschwerden, Hitzegefühl, Müdigkeit, Ödem der Gliedmassen, Brustschmerzen,

Asthenie, Schmerzen, Gesichtsödem, Hyperthermie.

Gelegentlich: Abwechselndes Hitze- und Kältegefühl, grippeähnliche Erkrankung, Schmerzen an der

Infusionsstelle, Reaktionen an der Infusionsstelle, Thrombose an der Injektionsstelle, Unwohlsein,

Ödem.

Untersuchungen

Ohne Häufigkeitsangabe: Verminderte Sauerstoffsättigung.

Infusionsbedingte Reaktionen bestanden meist aus Fieber und Schüttelfrost. Weitere Symptome

umfassten leichte oder mittelschwere Dyspnoe, Engegefühl im Hals, Beschwerden in der

Brustgegend, Gesichtsrötung, Juckreiz, Nesselsucht, Gesichtsödem, angioneurotisches Ödem,

Rhinitis, Bronchospasmus, Tachypnoe, pfeifendes Atmen, erhöhter Blutdruck, niedriger Blutdruck,

Tachykardie, Herzklopfen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, infusionsbedingte Schmerzen

einschliesslich Gliederschmerzen, Muskelschmerzen und Kopfschmerzen.

Die infusionsbedingten Reaktionen konnten durch eine Reduktion der Infusionsrate und die

Verabreichung von nicht-steroidalen Antiphlogistika, Antihistaminika und/oder Kortikosteroiden

behandelt werden. Siebenundsechzig Prozent (67%) der Patienten entwickelten mindestens eine

infusionsbedingte Reaktion. Die Häufigkeit dieser Reaktionen war mit der Zeit rückläufig. Die

Mehrheit dieser Reaktionen kann auf die Bildung von IgG-Antikörpern und/oder

Komplementaktivierung zurückgeführt werden. Bei einer begrenzten Patientenzahl wurden IgE-

Antikörper nachgewiesen.

Pädiatrische Patienten

Eingeschränkte Daten lassen den Schluss zu, dass das Verträglichkeitsprofil einer Behandlung mit

Fabrazyme bei pädiatrischen Patienten (im Alter über 7 Jahre) sich nicht von dem bei Erwachsenen

beobachteten unterscheidet.

Postmarketing-Erfahrungen

Es wurde 1 Fall einer membranösen Glomerulonephritis gemeldet.

Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet. In klinischen Studien wurden Dosen von bis zu

3 mg/kg Körpergewicht verabreicht.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: A16AB04

Wirkungsmechanismus

Morbus Fabry ist eine erblich bedingte, heterogene und multisystemische progressive Erkrankung,

die sowohl bei Männern als auch Frauen auftreten kann. Sie ist gekennzeichnet durch ein Defizit an

α-Galaktosidase, einer lysosomalen Hydrolase, welche die Hydrolyse der Glycosphingolipide,

insbesondere des Globotriaosylceramids (GL-3), zu terminaler Galaktose und Dihexosylceramid

katalysiert. Eine reduzierte oder nicht vorhandene α-Galaktosidase-Aktivität führt zu einer

Akkumulation von GL-3 in den Lysosomen vieler Zelltypen, einschliesslich Endothel- und

Parenchymzellen. Letztendlich führt sie zu lebensbedrohlichen klinischen Verschlechterungen durch

renale, kardiale und zerebrovaskuläre Komplikationen. Mit Hilfe der Enzymersatztherapie soll die

enzymatische Aktivität wieder auf ein solches Mass hergestellt werden, dass das akkumulierte

Substrat abgebaut wird; Damit soll die progressive Abnahme der Funktion dieser Organe vor Eintritt

einer irreversiblen Schädigung verhindert, stabilisiert oder umgekehrt werden.

Nach intravenöser Infusion wird Agalsidase Beta schnell aus dem Kreislauf eliminiert und vom

Gefässendothel und den Parenchymzellen in Lysosomen aufgenommen, vermutlich über die

Mannose-6-Phosphat-, Mannose- und Asialoglykoprotein-Rezeptoren.

Pharmakodynamik, klinische Wirksamkeit

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Fabrazyme wurde in einer Studie mit 16 Kindern und

Jugendlichen ab 8 Jahren, in einer Dosisfindungsstudie, in zwei placebokontrollierten

Doppelblindstudien (davon zwei Patientinnen) und in einer offenen Verlängerungsstudie untersucht.

In der Dosisfindungsstudie wurden die Auswirkungen der Gabe von 0,3, 1,0 und 3,0 mg/kg einmal

alle 2 Wochen und von 1,0 und 3,0 mg/kg einmal alle 2 Tage beurteilt. Unter der Therapie mit allen

geprüften Dosen wurde eine signifikante Verringerung von GL-3 in Nieren, Herz, Haut und Plasma

beobachtet. Aus dem Plasma wurde GL-3 in dosisabhängiger Weise entfernt, aber bei einer Dosis

von 0,3 mg/kg war die Clearance weniger konsistent. Darüber hinaus waren auch die

infusionsbedingten Reaktionen dosisabhängig.

In der ersten Placebo-kontrollierten klinischen Studie mit Fabrazyme wurde nach 20

Behandlungswochen GL-3 aus dem vaskulären Endothel der Nieren entfernt. Diese GL-3 Clearance

wurde bei 69% (20/29) der mit Fabrazyme behandelten Patienten erreicht, jedoch bei keinem der

Placebo-Patienten (p <0,001).

Das Resultat wurde weiter gestützt durch eine im Vergleich zu Placebo (p <0,001) statistisch

signifikante Abnahme der GL-3 Einschlüsse sowohl bei kombinierter Auswertung von Nieren, Herz

und Haut, als auch bei Auswertung der einzelnen Organbefunde von Patienten, die mit Agalsidase

Beta behandelt wurden.

In der offenen Verlängerung der Studie, in der alle 49 Patienten mit Fabrazyme behandelt wurden,

fand sich ebenfalls eine konstante Senkung des Plasma GL-3 Wertes, eine Clearance der GL-3

Ablagerungen in den Endothelien der Hautgefässe (86% nach 54 Monaten) und eine Clearance von

80% bzw. 100% in den Herzendothelien oder Nierenendothelien bei je 8 Patienten, die nach 54

Behandlungsmonaten biopsiert wurden.

Die Nierenfunktion, gemessen anhand der glomerulären Filtrationsrate und anhand des

Serumkreatininspiegels sowie Proteinurie, blieb bei der Mehrzahl der Patienten stabil. Die Wirkung

der Behandlung von Fabrazyme auf die Nierenfunktion war bei manchen Patienten mit

fortgeschrittener Nierenerkrankung allerdings begrenzt.

Obgleich keine spezifische Studie zur Untersuchung der Wirkung auf die neurologischen Anzeichen

und Symptome durchgeführt worden ist, weisen die Ergebnisse ausserdem darauf hin, dass sich die

Schmerzbelastung der Patienten bei einer Enzymsubstitutionstherapie verringert und die

Lebensqualität erhöht.

In einer weiteren placebokontrollierten Doppelblindstudie an 82 Patienten sollte festgestellt werden,

ob Fabrazyme die Rate für das Auftreten von renalen, kardialen oder zerebrovaskulären Ereignissen

oder Tod verringern würde. Die Rate für klinische Ereignisse war bei den mit Fabrazyme

behandelten Patienten niedriger als bei den Patienten, die Plazebo erhielten (Risikosenkung = 53%,

Intent-to-Treat-Population [p= 0,0577]; Risikosenkung = 61% Per-Protokoll-Population [p=

0,0341]). Dieser Effekt war bei den renalen, kardialen und zerebrovaskulären Ereignissen

vergleichbar.

Die Ergebnisse dieser Studien weisen darauf hin, dass die Behandlung mit Fabrazyme in einer Dosis

von 1 mg/kg alle zwei Wochen im Hinblick auf die klinischen Resultate von Patienten mit Morbus

Fabry im frühen und fortgeschrittenen Stadium klinische Vorteile bringt. Da diese Erkrankung

langsam fortschreitet, kann die frühzeitige Erkennung und Behandlung von kritischer Bedeutung

sein, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

In der pädiatrischen Studie wurden 16 Patienten im Alter von 8–16 Jahren über 1 Jahr behandelt (14

männlich, 2 weiblich). Die Krankheitssymptomatik war zu Beginn der Studie gering sehr

unterschiedlich, der durchschnittliche Beginn der Symptomatik lag beim Alter von 7,5 Jahren, die

Diagnose wurde im Mittel im Alter von 9 Jahren gestellt. Bei allen männlichen Patienten wurde eine

Clearance von GL-3 im Gefässendothel der Haut festgestellt und eine Reduktion der Plasma GL-3

Werte. Untersuchungen zur Organclearance liegen nicht vor. Bei den beiden weiblichen Patienten

waren die Plasma GL-3 Werte und die GL-3 Werte der Hautbiopsien bei Baseline unauffällig. Der

Nutzen der Behandlung bei weiblichen Kindern oder Jugendlichen kann daher nicht beurteilt werden.

In einer Studie an 21 Männern mit durchschnittlich 34 Jahren wurde nach 6 Monaten Behandlung

mit Agalsidase Beta 1,0 mg/kg alle 2 Wochen über weitere 18 Monate mit einer Dosis von 0,3 mg/kg

alle 2 Wochen behandelt. Die meisten der Patienten hatten Symptome der Fabry Erkrankung wie

Angiokeratom, Akroparästhesie, linksventrikuläre Hypertrophie, Proteinurie und Schmerzen. 9

Patienten hatten eine glomeruläre Filtrationsrate von <90 ml/min und 6 Patienten hatten eine

Protein/Kreatinin Ratio von >1,0. Primärendpunkt war die Bestimmung der Summe der GL-3 Scores

(Nierenbiopsie nach 6 und 24 Monaten) in den verschiedenen Zelltypen der Niere. Dieser nahm von

einem Ausgangswert von 13,7 auf 4,5 nach 6 Monaten und auf 3,4 nach 24 Monaten ab. Bei einem

Patienten wurde wegen progressiver Nierenerkrankung die Dosis wieder auf 1 mg/kg alle 2 Wochen

erhöht. Drei weitere Patienten hatten bei Monat 24 gegenüber Monat 6 leicht erhöhte GL-3 Scores in

der Niere und auch der Haut. Dies schien mit einer hohen Antikörperantwort gegen Agalsidase Beta

zu korrelieren. Keine relevanten Unterschiede fanden sich bei 20 Patienten bei den Parametern der

Nierenfunktion. Die Daten lassen noch keine Rückschlüsse zur Langzeitwirkung zu.

Pharmakokinetik

Nach intravenöser Verabreichung von Agalsidase Beta in Dosierungen von 0,3 mg, 1 mg und 3

mg/kg Körpergewicht an Erwachsene stiegen die AUC-Werte aufgrund abnehmender Clearance

überproportional an, was auf eine gesättigte Clearance hinweist. Die Eliminationshalbwertszeit war

dosisabhängig und lag im Bereich von 45 bis 100 Minuten.

Nach intravenöser Verabreichung von Agalsidase Beta mit einer Infusionsrate von ca. 300 Minuten

in einer Dosis von 1 mg/kg Körpergewicht alle zwei Wochen an Erwachsene lagen die mittleren

Cmax- Plasmawerte zwischen 2000 und 3500 ng/ml, während die AUCinf bei 370–780 µg × min/ml

lag. Vss lag bei 8,3–40,8 l, die Plasmaclearance bei 119–345 ml/min und die mittlere

Eliminationshalbwertszeit bei 80–120 Minuten.

Pädiatrie

Bei 15 pädiatrischen Patienten im Alter von 8,5 bis 16 Jahren und einem Körpergewicht von 27,1 bis

64,9 kg hatte das Körpergewicht keinen Einfluss auf die Agalsidase-Clearance: Die Plasma-

Clearance war 77 ml/min, das Vss 2,6 l; die mittlere Eliminationshalbwertszeit betrug 55 min.

Nach IgG-Serokonversion verringerte sich die Clearance auf 35 ml/min, das Vss erhöhte sich auf 5,4

l und die Halbwertszeit auf 240 min. Basierend auf AUC und Cmax bestand der Nettoeffekt dieser

Veränderungen aus einer zwei- bis dreifachen Verstärkung der Exposition. Bei Patienten, bei denen

sich die Exposition nach Serokonversion erhöhte, ergaben sich keine unerwarteten

Verträglichkeitsprobleme.

Agalsidase Beta ist ein Protein, das vermutlich durch Peptidhydrolyse metabolisiert wird. Daher ist

nicht zu erwarten, dass eine Leberfunktionsstörung die Pharmakokinetik von Agalsidase Beta

klinisch signifikant beeinträchtigt. Die Ausscheidung von Agalsidase Beta über die Nieren wird als

geringfügigerer Ausscheidungsweg angesehen.

Präklinische Daten

Die präklinischen Daten aus Studien zur Sicherheitspharmakologie und Toxizität mit Einzel- und

Mehrfachdosierung bei Ratten und Affen zeigen kein besonderes Risiko für den Menschen.

In einer Reproduktionsstudie mit Ratten wurden keine embryotoxischen Effekte beobachtet. Die

Fertilität von Ratten wurde in einer separaten Studie untersucht; Fabrazyme hatte keinen Einfluss auf

die Fertilität. Studien zur Mutagenität und Karzinogenität wurden nicht durchgeführt.

Sonstige Hinweise

Weisse bis cremefarbene gefriergetrocknete Masse oder Pulver.

Jede Durchstechflasche Fabrazyme enthält einen Sollgehalt von 35 mg Agalsidase Beta. Nach der

Zubereitung mit 7,2 ml Wasser für Injektionszwecke enthält jede Durchstechflasche Fabrazyme 5

mg/ml (35 mg/7 ml) Agalsidase Beta. Die erhaltene Lösung muss weiter verdünnt werden (siehe

Abschnitt «Hinweise für die Handhabung»).

Inkompatibilitäten

Da keine Verträglichkeitsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht in einer

Infusion mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Haltbarkeit rekonstituierter und verdünnter Lösungen

Die rekonstituierte Lösung kann nicht gelagert werden und sollte sofort verdünnt werden. Aus

mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort nach Verdünnung verwendet

werden. Falls dies nicht möglich ist, liegen Aufbrauchfristen und Lagerbedingungen in der

Verantwortung des Anwenders und sollten nicht mehr als 24 Stunden bei 2–8 °C betragen.

Besondere Lagerungshinweise

Bei 2–8 °C im Kühlschrank lagern. Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Hinweise für die Handhabung

Das Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung muss vor der Infusion mit

Wasser für Injektionszwecke zubereitet, mit 0,9% Natriumchlorid Infusionslösung verdünnt und

dann durch intravenöse Infusion verabreicht werden. Aseptische Technik anwenden.

1. Die für die Rekonstitution nötige Anzahl an Durchstechflaschen auf Grundlage des

Körpergewichts des Patienten berechnen und die entsprechende Anzahl Durchstechflaschen aus dem

Kühlschrank nehmen und Raumtemperatur annehmen lassen (ca. 30 Minuten). Jede

Durchstechflasche Fabrazyme ist nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt.

Rekonstitution

2. Den Inhalt jeder Durchstechflasche Fabrazyme 35 mg mit 7,2 ml Wasser für Injektionszwecke

rekonstituieren; ein heftiges Aufprallen des Wassers für Injektionszwecke auf das Pulver und

Schaumbildung vermeiden. Dazu das Wasser für Injektionszwecke tropfenweise an der Innenseite

des Fläschchens herunterlaufen lassen, nicht direkt auf die lyophilisierte Masse geben. Jedes

Fläschchen vorsichtig rollen und neigen. Die Fläschchen nicht auf den Kopf drehen, schwenken oder

schütteln.

3. Die rekonstituierte Lösung enthält 5 mg Agalsidase Beta pro ml und präsentiert sich als klare,

farblose Lösung. Der pH-Wert der rekonstituierten Lösung beträgt ca. 7,0. Bevor die rekonstituierte

Lösung weiter verdünnt wird, muss jede Durchstechflasche visuell auf Teilchen und Verfärbungen

untersucht werden. Die Lösung nicht verwenden, wenn Fremdpartikel sichtbar sind oder die Lösung

verfärbt ist.

4. Es wird empfohlen, den Inhalt der Durchstechflaschen nach der Rekonstitution sofort weiter zu

verdünnen, um die allmähliche Bildung von Proteinpartikeln zu vermeiden.

5. Nicht verbrauchtes Produkt oder Abfallmaterialien müssen gemäss den jeweiligen örtlichen

Vorschriften entsorgt werden.

Verdünnung

6. Das Verwenden von PVC-Infusionsbeuteln ohne PE-Schichtung führt zu nachweislich geringer

Partikelbildung und wird daher empfohlen.

Vor dem Hinzufügen des für die Patientendosis erforderlichen Volumens an rekonstituiertem

Fabrazyme empfiehlt es sich, das gleiche Volumen 0,9%iger Natriumchlorid-Infusionslösung aus

dem Infusionsbeutel zu entnehmen.

7. Zur Minimierung der Kontaktfläche zwischen Luft und Flüssigkeit den Luftraum aus dem

Infusionsbeutel entfernen.

8. Langsam 7,0 ml (entspricht 35 mg) rekonstituierte Lösung aus jedem Fläschchen entnehmen, bis

das für die Patientendosis erforderliche Gesamtvolumen erreicht ist. Keine Filternadeln verwenden

und Schaumbildung vermeiden.

9. Die rekonstituierte Lösung langsam direkt in die 0,9%ige Natriumchlorid-Infusionslösung (nicht

in den verbleibenden Luftraum) injizieren, so dass eine Endkonzentration zwischen 0,05 mg/ml und

0,7 mg/ml entsteht. Je nach individueller Dosis das Gesamtvolumen an 0,9%iger Natriumchlorid-

Infusionslösung (zwischen 50 und 500 ml) bestimmen. Für Dosen unter 35 mg mindestens 50 ml

verwenden, für Dosen von 35 bis 70 mg mindestens 100 ml verwenden, für Dosen von 70 bis 100

mg mindestens 250 ml verwenden und für Dosen über 100 mg nur 500 ml verwenden. Zum

Vermischen der verdünnten Lösung den Infusionsbeutel vorsichtig auf den Kopf drehen oder leicht

massieren. Den Infusionsbeutel nicht schütteln oder übermässig bewegen.

Anwendung

10. Es wird empfohlen, die verdünnte Lösung durch einen gering proteinbindenden Inline-Filter (0,2

µm) zu verabreichen und somit alle Proteinpartikel zu entfernen, was zu keinem Wirkungsverlust

von Agalsidase Beta führt. Die initiale Infusionsrate sollte nicht mehr als 0,25 mg/min

(15 mg/Stunde) betragen, um das potenzielle Auftreten infusionsbedingter Reaktionen zu

minimieren. Ist die Verträglichkeit bei einem Patienten gesichert, kann die Infusionsrate bei den

nachfolgenden Infusionen allmählich erhöht werden.

Zulassungsnummer

56261 Swissmedic.

Packungen

1 Durchstechflasche pro Karton (A)

Zulassungsinhaberin

sanofi-aventis (schweiz) ag, 1214 Vernier.

Stand der Information

November 2017.

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.



  • Dokumente in anderen Sprachen zur Verfügung hier

6-11-2018

FDA Approves Experior for Reduction of Ammonia Gas Released from Beef Cattle Waste

FDA Approves Experior for Reduction of Ammonia Gas Released from Beef Cattle Waste

FDA announced today the approval of Experior (lubabegron Type A medicated article), a beta-adrenergic agonist/antagonist drug that, when fed to beef cattle under specific conditions, results in less ammonia gas released as a by-product of their waste.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

31-10-2018

Safety and efficacy of a super critical carbon dioxide extract of Humulus lupulus L. flos when used as a feed flavouring for all animal species

Safety and efficacy of a super critical carbon dioxide extract of Humulus lupulus L. flos when used as a feed flavouring for all animal species

Published on: Tue, 30 Oct 2018 00:00:00 +0100 Following a request from the European Commission, the EFSA Panel on Additives and Products or Substances used in Animal Feed (FEEDAP) was asked to deliver a scientific opinion on the safety and efficacy of a super critical carbon dioxide extract of Humulus lupulus L. flos (hop strobiles) when used as a sensory feed additive for all animal species. The additive is specified to containing 40% beta acids and less than 0.2% alpha acids. Known substances of conce...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

24-10-2018

Safety and efficacy of Hostazym® X (endo‐1,4‐beta‐xylanase) as a feed additive for sows in order to have benefit in piglets

Safety and efficacy of Hostazym® X (endo‐1,4‐beta‐xylanase) as a feed additive for sows in order to have benefit in piglets

Published on: Tue, 23 Oct 2018 00:00:00 +0200 Following a request from the European Commission, the Panel on Additives and Products or Substances used in Animal Feed (FEEDAP) was asked to deliver a scientific opinion on the safety and efficacy of HOSTAZYM® X as a feed additive for sows in order to have benefit in piglets. The additive HOSTAZYM® X contains endo‐1,4‐beta‐xylanase and is available in liquid and solid formulations. This product is authorised as a feed additive for chickens for fattening, tu...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

18-10-2018

Unauthorized "Surfaz-SN Triple Action Cream" seized from Mississauga store may pose serious health risks

Unauthorized "Surfaz-SN Triple Action Cream" seized from Mississauga store may pose serious health risks

Health Canada seized “Surfaz-SN Triple Action Cream”—an unauthorized skin cream promoted for antifungal, antibacterial and anti-inflammatory use—because it is labelled to contain prescription drugs (betamethasone dipropionate and neomycin sulphate). The product was seized from Kaf African Caribbean Market (2642 Liruma Road, Unit 2A) in Mississauga, Ontario.

Health Canada

18-10-2018

Scientific Opinion on Flavouring Group Evaluation 201 Revision 2 (FGE.201Rev2): 2‐alkylated, aliphatic, acyclic alpha,beta‐unsaturated aldehydes and precursors, with or without additional double‐bonds, from chemical subgroup 1.1.2 of FGE.19

Scientific Opinion on Flavouring Group Evaluation 201 Revision 2 (FGE.201Rev2): 2‐alkylated, aliphatic, acyclic alpha,beta‐unsaturated aldehydes and precursors, with or without additional double‐bonds, from chemical subgroup 1.1.2 of FGE.19

Published on: Wed, 17 Oct 2018 00:00:00 +0200 The Panel on Food Additives and Flavourings of the European Food Safety Authority was requested to consider in this revision 2 of Flavouring Group Evaluation 201, the additional data on genotoxicity submitted by the Industry on two substances, 2‐methylpent‐2‐enal [FL‐no: 05.090] and 2 methylcrotonaldehyde [FL‐no: 05.095], from subgroup 1.1.2 of FGE.19. In FGE.201Rev1, the Panel concluded that further data were required in order to clarify the genotoxic poten...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

18-9-2018

Peer review of the pesticide risk assessment of the active substance beta‐cyfluthrin

Peer review of the pesticide risk assessment of the active substance beta‐cyfluthrin

Published on: Fri, 14 Sep 2018 00:00:00 +0200 The conclusions of EFSA following the peer review of the initial risk assessments carried out by the competent authorities of the rapporteur Member State Germany and co‐rapporteur Member State Hungary for the pesticide active substance beta‐cyfluthrin are reported. The context of the peer review was that required by Commission Implementing Regulation (EU) No 844/2012. The conclusions were reached on the basis of the evaluation of the representative uses of b...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

7-9-2018

Orphan designation:  Recombinant human beta-glucuronidase (vestronidase alfa),  for the: Treatment of mucopolysaccharidosis type VII (Sly syndrome)

Orphan designation: Recombinant human beta-glucuronidase (vestronidase alfa), for the: Treatment of mucopolysaccharidosis type VII (Sly syndrome)

On 21 March 2012, orphan designation (EU/3/12/973) was granted by the European Commission to NDA Regulatory Science Ltd, United Kingdom, for recombinant human beta-glucuronidase for the treatment of mucopolysaccharidosis type VII (Sly syndrome).

Europe - EMA - European Medicines Agency

1-8-2018

Unauthorized skin creams and lotions sold at various retailers in Quebec may pose serious health risks

Unauthorized skin creams and lotions sold at various retailers in Quebec may pose serious health risks

Health Canada seized eight unauthorized skin lotions and creams from Ayotai Canada because they are labelled to contain a prescription drug (clobetasol propionate or betamethasone dipropionate). The unauthorized lotions and creams were distributed by Ayotai and sold by various retailers in Quebec.

Health Canada

18-7-2018

Orphan designation:  Recombinant humanised anti-human interleukin-1 beta monoclonal antibody,  for the: Treatment of Behçet’s disease

Orphan designation: Recombinant humanised anti-human interleukin-1 beta monoclonal antibody, for the: Treatment of Behçet’s disease

On 1 October 2010, orphan designation (EU/3/10/796) was granted by the European Commission to XOMA Ireland Ltd, Ireland, for recombinant humanised anti-human interleukin-1 beta monoclonal antibody for the treatment of Behçet’s disease.

Europe - EMA - European Medicines Agency

11-3-2010

Strengthened warning against Alscreme 'Creme  nr. 2' from www.eminescu.dk

Strengthened warning against Alscreme 'Creme nr. 2' from www.eminescu.dk

On 12 February 2010, the Danish Medicines Agency warned strongly against using the product Alscreme 'Creme nr. 2' sold via www.eminescu.dk, as the product is an unlicensed medicinal product that contains active substance clobetasol.

Danish Medicines Agency

16-2-2010

Warning against ‘Alscreme Creme nr. 2’ from www.eminescu.dk

Warning against ‘Alscreme Creme nr. 2’ from www.eminescu.dk

The Danish Medicines Agency warns strongly against use of the product 'Alscreme Creme nr. 2' sold via www.eminescu.dk, as the product is an unauthorised medicinal product containing the active substance clobetasol.

Danish Medicines Agency

8-9-2008

Reassessment of reimbursement status of medicinal products for cardiovascular diseases – additional recommendation from the Reimbursement Committee

Reassessment of reimbursement status of medicinal products for cardiovascular diseases – additional recommendation from the Reimbursement Committee

The Danish Medicines Agency has asked the Reimbursement Committee to reassess the reimbursement status of medicinal products authorised for marketing in Denmark in the ATC groups C02 (antihypertensives), C03 (diuretics), C07 (beta blocking agents), C08 (calcium channel blockers) and C09 (ACE inhibitors, angiotensin II antagonists and renin inhibitors).

Danish Medicines Agency

14-2-2008

Reassessment of reimbursement status for medicinal products for the treatment of cardiovascular diseases

Reassessment of reimbursement status for medicinal products for the treatment of cardiovascular diseases

Following a request from the Danish Medicines Agency, the Reimbursement Committee has reassessed the reimbursement status for medicinal products authorised for marketing in Denmark in ATC groups C02 (antihypertensives), C03 (diuretics), C07 (beta blocking agents), C08 (calcium channel blockers) and C09 (ACE inhibitors, angiotensin II antagonists and renin inhibitors).

Danish Medicines Agency

5-11-2018

Clobetasol acis® Salbe

Rote - Liste

5-11-2018

Clobetasol acis® Fettsalbe

Rote - Liste

5-11-2018

Clobetasol acis® Creme

Rote - Liste

5-11-2018

Clobetasol acis® Crinale

Rote - Liste

16-10-2018

Betamethason acis® Crinale

Rote - Liste

24-9-2018

EndolucinBeta (ITG Isotope Technologies Garching GmbH)

EndolucinBeta (ITG Isotope Technologies Garching GmbH)

EndolucinBeta (Active substance: Lutetium (177 Lu) chloride) - PSUSA - Modification - Commission Decision (2018)6236 of Mon, 24 Sep 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/3999/PSUSA/10391/201712

Europe -DG Health and Food Safety

21-9-2018

Scientific guideline:  Reflection paper on the use of aminopenicillins and their beta-lactamase inhibitor combinations in animals in the European Union: development of resistance and impact on human and animal health, draft: consultation open

Scientific guideline: Reflection paper on the use of aminopenicillins and their beta-lactamase inhibitor combinations in animals in the European Union: development of resistance and impact on human and animal health, draft: consultation open

The objective of this document is to review available information on the use of aminopenicillins and their beta-lactamase inhibitor combinations in veterinary medicines in the EU, their effect on the emergence of antimicrobial resistance (AMR) and the potential impact of resistance on human and animal health. The document provides information for the risk profiling, as recommended by the Antimicrobial Advice ad hoc Expert Group (AMEG) of the EMA.

Europe - EMA - European Medicines Agency

6-8-2018

Avonex (Biogen Netherlands B.V.)

Avonex (Biogen Netherlands B.V.)

Avonex (Active substance: Interferon Beta - 1a) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5392 of Mon, 06 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/102/T/178

Europe -DG Health and Food Safety

2-8-2018

EU/3/16/1660 (Orchard Therapeutics Ltd)

EU/3/16/1660 (Orchard Therapeutics Ltd)

EU/3/16/1660 (Active substance: Autologous CD34+ cells transduced with lentiviral vector encoding the human beta globin gene) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)5288 of Thu, 02 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/024/16/T/02

Europe -DG Health and Food Safety

27-7-2018

EU/3/14/1263 (bluebird bio (Germany) GmbH)

EU/3/14/1263 (bluebird bio (Germany) GmbH)

EU/3/14/1263 (Active substance: Autologous CD34+ haematopoietic stem cells transduced with lentiviral vector encoding the human beta A-T87Q-globin gene) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)5035 of Fri, 27 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/184/13/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

27-7-2018

EU/3/12/1091 (bluebird bio (Germany) GmbH)

EU/3/12/1091 (bluebird bio (Germany) GmbH)

EU/3/12/1091 (Active substance: Autologous CD34+ haematopoietic stem cells transduced with lentiviral vector encoding the human betaA-T87Q-globin gene) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)5032 of Fri, 27 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/146/12/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

27-7-2018

Betaferon® 250 Mikrogramm/ml

Rote - Liste

23-7-2018

Plegridy (Biogen Netherlands B.V.)

Plegridy (Biogen Netherlands B.V.)

Plegridy (Active substance: peginterferon beta-1a) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)4881 of Mon, 23 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2827/T/49

Europe -DG Health and Food Safety

23-7-2018

Qarziba (EUSA Pharma (UK) Limited)

Qarziba (EUSA Pharma (UK) Limited)

Qarziba (Active substance: dinutuximab beta) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)4886 of Mon, 23 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

17-7-2018

Rebif (Merck Serono Europe Limited)

Rebif (Merck Serono Europe Limited)

Rebif (Active substance: Interferon beta-1a) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)4780 of Tue, 17 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/136/T/135

Europe -DG Health and Food Safety

11-7-2018

Betaferon (Bayer AG)

Betaferon (Bayer AG)

Betaferon (Active substance: Interferon beta-1b) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)4527 of Wed, 11 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

10-7-2018

Fertavid (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Fertavid (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Fertavid (Active substance: follitropin beta) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)4474 of Tue, 10 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/1042/T/39

Europe -DG Health and Food Safety

10-7-2018

Puregon (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Puregon (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Puregon (Active substance: follitropin beta) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)4479 of Tue, 10 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/86/T/97

Europe -DG Health and Food Safety

29-6-2018

EU/3/07/505 (Faron Pharmaceuticals Limited)

EU/3/07/505 (Faron Pharmaceuticals Limited)

EU/3/07/505 (Active substance: Interferon beta) - Amendment of orphan designation - Commission Decision (2018)4186 of Fri, 29 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/080/17

Europe -DG Health and Food Safety

6-6-2018

Zinbryta (Biogen Idec Limited)

Zinbryta (Biogen Idec Limited)

Zinbryta (Active substance: daclizumab beta) - PSUSA - Modification - Commission Decision (2018)3696 of Wed, 06 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/3862/PSUSA/10518/201705

Europe -DG Health and Food Safety

29-5-2018

Osurnia (Elanco Europe Ltd)

Osurnia (Elanco Europe Ltd)

Osurnia (Active substance: terbinafine / florfenicol / betamethasone acetate) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)3406 of Tue, 29 May 2018

Europe -DG Health and Food Safety

28-3-2018

EU/3/17/1876 (FGK Representative Service GmbH)

EU/3/17/1876 (FGK Representative Service GmbH)

EU/3/17/1876 (Active substance: Sodium (1R,3R,4R,5S)-3-({2-N-acetylamino-2-deoxy-3-O-[(1S)-1-carboxylato-2-cyclohexylethyl]-beta-D-galactopyranosyl}oxy)-4-({6-deoxy-alpha-L-galactopyranosyl}oxy)-5-ethyl-cyclohexan-1-yl-(38-oxo-2,5,8,11,14,17,20,23,26,29,32,35-dodecaoxa-39-azahentetracontan-41-yl)carboxamide) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)2011 of Wed, 28 Mar 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/010/17/T/01

Europe -DG Health and Food Safety