Eusaprim forte - Tabletten

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Eusaprim forte - Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 10 Stück, Laufzeit: 60 Monate,20 Stück, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Eusaprim forte - Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Sulfamethoxazol und Tri
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 16213
  • Berechtigungsdatum:
  • 14-02-1978
  • Letzte Änderung:
  • 13-06-2018

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Eusaprim forte - Tabletten

Trimethoprim/Sulfamethoxazol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Eusaprim und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Eusaprim beachten?

Wie ist Eusaprim einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Eusaprim aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Eusaprim und wofür wird es angewendet?

Bei Eusaprim forte Tabletten (in dieser Packungsbeilage als „Eusaprim“ bezeichnet) handelt es sich

um eine Kombination aus zwei verschiedenen Antibiotika namens Sulfamethoxazol und

Trimethoprim, die zur Behandlung von durch Bakterien verursachten Infektionen angewendet wird.

Diese Arzneimittelkombination wird auch als Cotrimoxazol bezeichnet. Wie alle Antibiotika wirkt

auch Eusaprim nur gegen bestimmte Bakterienarten. Das heißt, dass dieses Arzneimittel nur zur

Behandlung bestimmter Arten von Infektionen geeignet ist.

Eusaprim kann angewendet werden zur Behandlung oder Prophylaxe von:

Infektionen der Lunge (Lungenentzündung [Pneumonie] oder Pneumocystis jirovecii-

Pneumonie), verursacht durch das Bakterium Pneumocystis jirovecii (früher als Pneumocystis

carinii bezeichnet).

Eusaprim kann angewendet werden zur Behandlung von:

Infektionen von Blase oder Harnwegen (Harnwegsinfekte),

Infektionen der Lunge wie Bronchitis,

Infektionen des Ohrs wie Mittelohrentzündung (Otitis media),

Nokardiose (Infektion, die vor allem abwehrgeschwächte Patienten befällt), die Lunge, Haut

und Gehirn beeinträchtigen kann,

Infektionen des Genitaltrakts wie Granuloma venereum (Granuloma inguinale),

Infektionen des Magen-Darm-Trakts, z.B. Typhus, Paratyphus A und B, Bakterienruhr

(Shigellose), Durchfall (nur wenn nachweislich durch bestimmte Keime [enterotoxische

Escherichia coli] verursacht), Salmonelleninfektionen des Darmes mit schwerem

Krankheitsverlauf bei Patienten mit verminderter Abwehrkraft,

Brucellose, wenn andere Therapien nicht gewirkt haben und in Kombination mit Gentamicin

oder Rifampicin,

Melioidose (Pseudorotz), in Kombination mit Doxycyclin und Chloramphenicol,

durch das Bakterien Toxoplasma hervorgerufenen Infektionen (Toxoplasmose),

anderen seltenen Infektionskrankheiten wie z. B. nicht echt mykotisches Myzetom,

südamerikanische Blastomykose.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Eusaprim beachten?

Eusaprim darf nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Sulfamethoxazol, Trimethoprim, Cotrimoxazol, andere ähnliche

Wirkstoffe (z.B. Tetroxoprim) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile

dieses Arzneimittels sind,

wenn Sie allergisch gegen Sulfonamid-haltige Arzneimittel sind. Beispiele sind

Sulfonylharnsäuren (wie Gliclazid und Glibenclamid) oder Thiazid-Diuretika (wie

Bendroflumethiazid – „Wassertabletten“),

wenn Sie schwere Leber- oder schwere Nierenprobleme haben,

bei bestimmten Erkrankungen des Blutes (megaloblastische Anämie, Folsäureanämie,

Hämoglobinanomalien wie Hb-Köln und Hb-Zürich, hämolytische Erkrankungen),

bei bestimmten seltenen Stoffwechselerkrankungen (Porphyrie),

bei einer schweren Hauterkrankung (Erythema exsudativum multiforme),

bei gleichzeitiger Einnahme eines Dofetilid-haltigen Arzneimittels (zur Behandlung von

Herzrhythmusstörungen),

wenn Ihnen gesagt wurde, dass Sie eine seltene Bluterkrankung (Porphyrie) haben, die Haut

oder Nervensystem befallen kann,

wenn Sie eine Erkrankung haben, die als Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel

bezeichnet wird und zu Gelbsucht oder spontaner Zerstörung der roten Blutkörperchen führen

kann,

wenn Sie an früheren (welche möglicherweise unter der Behandlung mit Trimethoprim

und/oder Sulfonamiden aufgetreten sind) oder aktuellen Bluterkrankungen leiden, zum Beispiel

an einer starken Verminderung der roten Blutkörperchen (Anämie), einer starken Verminderung

der weißen Blutkörperchen (Leukopenie) oder einer starken Verminderung der Blutplättchen,

die Blutungen und vermehrtes Auftreten von Blutergüssen verursachen kann

(Thrombozytopenie)

Außerdem darf Eusaprim nicht bei Kindern unter 12 Jahren angewendet werden.

Es kann Fälle geben, in denen Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz mit TMP/SMX behandelt

werden müssen (siehe Abschnitt 3)

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob einer oder mehrere der vorgenannten Punkte auf Sie zutreffen,

sprechen Sie vor der Einnahme von Eusaprim mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Eusaprim einnehmen:

wenn Sie an leichteren Störungen der Leberfunktion oder an Schilddrüsenfunktionsstörungen

leiden,

wenn Sie gegen bestimmte Arzneimittel, die zur Behandlung der Zuckerkrankheit, des hohen

Blutdrucks oder von Herz-Nieren-Erkrankungen eingesetzt werden (Sulfonylharnstoff-

Antidiabetika und Diuretika auf Sulfonamidbasis), überempfindlich reagieren,

wenn Sie älter als 60 Jahre alt sind, vor allem dann, wenn Sie noch andere Arzneimittel

einnehmen,

wenn Sie an einer leichteren Nierenerkrankung leiden,

wenn Sie möglicherweise einen Mangel an Folsäure (einem Vitamin) haben; Sie haben dann

möglicherweise blasse Haut, sind müde, schwach und kurzatmig. Dies wird als Blutarmut

(Anämie) bezeichnet,

wenn Sie eine schwere Allergie oder Bronchialasthma haben,

wenn Sie die Stoffwechselstörung Phenylketonurie haben und zu deren Behandlung keine

bestimmte Diät einhalten,

wenn Ihnen gesagt wurde, dass bei Ihnen das Risiko der seltenen Bluterkrankung Porphyrie

besteht,

wenn Ihnen Ihr Arzt gesagt hat, dass Ihr Kaliumspiegel im Blut besonders hoch ist,

Wenn Sie untergewichtig oder unterernährt sind

Bei einer bestimmten Erbkrankheit (fragilem X-Chromosom in Kombination mit einer mangelnden

geistigen Entwicklung bei Kindern) darf Eusaprim nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden.

Es wurde von potenziell lebensbedrohlichen Hautausschlägen (Stevens-Johnson-Syndrom,

toxisch epidermale Nekrolyse) bei der Verwendung von Eusaprim berichtet, die zunächst als

rötliche Flecken mit dunklerem Zentrum oder als kreisförmige Flecken mit zentraler

Blasenbildung am Rumpf erscheinen.

Zusätzliche Anzeichen, auf die zu achten sind, sind Geschwüre im Bereich von Mund, Rachen

und Nase und im Genitalbereich sowie Konjunktivitis (rote und geschwollene Augen).

Diese potenziell lebensbedrohlichen Hautausschläge werden oft von grippeähnlichen

Symptomen begleitet. Der Ausschlag kann zu einer großflächigen Blasenbildung oder zu einem

Abschälen der Haut führen.

Das höchste Risiko für das Auftreten von schweren Hautreaktionen besteht während der ersten

Wochen der Behandlung.

Wenn sich bei Ihnen das Stevens-Johnson-Syndrom oder eine toxisch epidermale Nekrolyse

während der Einnahme von Eusaprim entwickelt hat, darf die Behandlung mit Eusaprim zu

keinem Zeitpunkt wieder aufgenommen werden.

Wenn Sie einen Ausschlag oder die genannten Hautsymptome entwickeln, setzen Sie Eusaprim

sofort ab, nehmen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch und sagen Sie dem Arzt, dass

Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie an eingeschränkter Nierenfunktion oder Allergien leiden, Sie

schwanger sind oder stillen.

Informieren Sie sofort einen Arzt, wenn schwere, anhaltende Durchfälle während oder nach einer

Behandlung mit Eusaprim auftreten. Diese Erscheinungen können ein Hinweis für eine sehr selten

beobachtete schwere Darmerkrankung sein. Ihr Arzt wird in diesem Fall Eusaprim sofort absetzen und

eine entsprechende Therapie einleiten. Arzneimittel, die die Darmtätigkeit hemmen, dürfen nicht

angewendet werden.

Die Anweisungen Ihres Arztes bezüglich Dosierung, Dauer der Behandlung und eventueller

Laborkontrollen müssen Sie unbedingt einhalten.

Bei einer Anwendung über einen längeren Zeitraum wird Ihr Arzt regelmäßige Blutbildkontrollen

anordnen, vor allem dann, wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist oder Sie unter Folsäuremangel

leiden. Halten Sie diese Kontrolltermine unbedingt ein!

Eventuell wird Ihr Arzt eine gleichzeitige Gabe von Folsäure in Betracht ziehen.

Während der Behandlung mit Eusaprim sollen Sie täglich mindestens 1 1/2 Liter Flüssigkeit (Wasser,

Tee, Fruchtsäfte) trinken, um die Nierenfunktion zu fördern.

Meiden Sie starke Sonnen- bzw. UV-Bestrahlung, da Ihre Haut empfindlicher ist.

Wie bei anderen Antibiotika kann es auch unter Eusaprim zu vermehrtem Wachstum von nicht

empfindlichen Keimen kommen. Sollte während der Behandlung eine Superinfektion auftreten, wird

ihr Arzt geeignete Maßnahmen treffen.

Bei AIDS-Patienten ist die Häufigkeit von Nebenwirkungen (insbesondere allergische Reaktionen der

Haut unterschiedlichen Schweregrades, Fieber) besonders hoch, bedingt durch die hohen

erforderlichen Dosen bei der Therapie der Pneumocystis jirovecii (carinii)-Pneumonie.

Einnahme von Eusaprim zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden. Dies ist wichtig, da Eusaprim die Wirkweise anderer Arzneimittel

beeinflussen kann. Umgekehrt können auch einige andere Arzneimittel die Wirkweise von Eusaprim

beeinflussen.

Dofetilid-haltige Arzneimittel (zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen) dürfen nicht gleichzeitig

mit Eusaprim eingenommen werden, da dies zu einer Erhöhung des Dofetilid-Gehaltes im Blut führen

kann, verbunden mit dem Auftreten von schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker insbesondere, wenn Sie ein oder mehrere der nachfolgend

genannten Arzneimittel einnehmen:

Harntreibende Arzneimittel (Wassertabletten), die die Harnmenge erhöhen

Arzneimittel zur Behandlung einer Infektion durch das HI-Virus (Humanes

Immundefizienzvirus) namens Zidovudin oder Lamivudin

Antimalaria-Mittel (z.B. Chloroguanid)

Pyrimethamin, das zur Behandlung und Prophylaxe von Malaria und zur Behandlung von

Durchfall eingesetzt wird

Krampflösende Arzneimittel (Phenobarbital, Phenytoin und Primidon)

Mittel gegen Magenübersäuerung (Antazida)

Arzneimittel, die den Harn alkalisieren oder ansäuern (z.B. Hexamethylentetramin)

Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit, z.B. Glibenclamid, Glipizid oder Tolbutamid

(Sulfonylharnstoffe) und Repaglinid

Bestimmte Schlafmittel bzw. Antiepileptika (Barbiturate)

Bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (trizyklische Antidepressiva)

Bestimmte Antibiotika (Rifampicin, Isoniazid und Clindamycin)

Bestimmte Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Antikoagulanzien vom Cumarin-

Typ, z. B. Warfarin)

Cyclosporin, das nach Organtransplantationen eingesetzt wird

Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, z.B. Digoxin oder Procainamid

Bestimmte Zytostatika

Methotrexat, ein Arzneimittel, das zur Behandlung bestimmter Krebsarten oder bestimmter

Erkrankungen des Immunsystems eingesetzt wird

Amantadin, das zur Behandlung der Parkinson-Krankheit, multiplen Sklerose, Grippe oder

Gürtelrose eingesetzt wird

Arzneimittel, die den Kaliumgehalt im Blut erhöhen können, wie bestimmte harntreibende

Arzneimittel (Wassertabletten, die die Harnmenge erhöhen) oder ACE-Hemmer (die verwendet

werden, um Bluthochdruck oder einige Herzprobleme zu behandeln) oder

Kaliumergänzungsmittel und kaliumreiche Lebensmittel, können zu schweren Hyperkaliämien

(erhöhter Kaliumspiegel im Blut) führen. Die Anzeichen einer schweren Hyperkaliämie können

Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen, Durchfall, Übelkeit, Schwindel oder Kopfschmerzen

umfassen.

Azathioprin kann bei Patienten nach Organtransplantation oder zur Behandlung von Störungen

des Immunsystems oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen verwendet werden

Folinsäure

die sogenannte „Pille“ zur Verhütung

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, dass Sie Eusaprim einnehmen, wenn bei Ihnen ein kleiner operativer

Eingriff mit lokaler Betäubung oder Laborkontrollen durchgeführt werden.

Einnahme von Eusaprim zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Sie sollten Eusaprim mit etwas Nahrung oder Flüssigkeit einnehmen. Dies verhindert Übelkeit oder

Durchfall. Es ist zwar besser, das Arzneimittel zu einer Mahlzeit einzunehmen, aber es kann auch auf

leeren Magen genommen werden.

Trinken Sie bei der Einnahme von Eusaprim viel Flüssigkeit wie z.B. Wasser.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um

Rat. Über die Anwendung von Eusaprim während der Schwangerschaft und Stillzeit entscheidet der

Arzt.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Nach der Einnahme von Eusaprim können sehr selten Nebenwirkungen wie Schwindel, Störungen von

Bewegungsabläufen oder Halluzinationen auftreten. Es ist daher möglich, dass Eusaprim Ihre

Fahrtüchtigkeit oder Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt.

3.

Wie ist Eusaprim einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Zum Einnehmen.

Die Tabletten sollen im Abstand von jeweils 12 Stunden am besten nach dem Essen mit reichlich

Flüssigkeit unzerkaut geschluckt werden.

Ihr Arzt setzt die für Ihre Erkrankung notwendige Dosierung und die Behandlungsdauer fest. Halten

Sie sich bitte genau an seine Anweisungen. Eine Änderung der Dosis oder gar einen Abbruch der

Behandlung sollen Sie nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt vornehmen. Von dieser

Regel ausgenommen sind schwere Unverträglichkeitserscheinungen (z.B. starke Hautausschläge oder

schwere Durchfälle) - siehe Abschnitt 2 „Was sollten Sie vor der Einnahme von Eusaprim beachten?“.

Im Allgemeinen gelten folgende Dosierungsvorschriften:

Anzahl der Tabletten

morgens

abends

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren

Standarddosierung

Für Minimaldosierungen und Langzeitbehandlungen wird Ihnen Ihr Arzt dieses Arzneimittel in einer

anderen Darreichungsform geben.

Kinder unter 12 Jahren:

Für Kinder unter 12 Jahren stehen niedriger dosierbare und flüssige Darreichungsformen (Suspension)

zur Verfügung.

Da alle Krankheitserreger abgetötet werden müssen, muss Eusaprim nach dem Abklingen der

Beschwerden noch 2 weitere Tage hindurch eingenommen werden, auf alle Fälle jedoch mindestens 5

Tage lang. Wenn am 7. Tag keine Besserung eingetreten ist, sollte noch einmal der Arzt konsultiert

werden.

Spezielle Dosierungsvorschriften

Bei bestimmten Krankheiten oder wenn Sie an eingeschränkter Nierenfunktion leiden, wird Ihnen Ihr

Arzt eine andere als die oben angeführte Dosierung verordnen.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion:

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion stehen niedriger dosierbare Darreichungsformen zur

Verfügung.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion:

Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung darf Eusaprim nicht angewendet werden.

Ältere Patienten:

Ältere Patienten mit normaler Nierenfunktion werden mit normaler Erwachsenendosis behandelt.

Spezielle Dosierungen bei bestimmten Erkrankungen:

Unkomplizierte Harnwegsinfekte der Frau

Einmalige Einnahme von 3 Tabletten, am besten nach einer Mahlzeit abends.

Granuloma venereum

2-mal täglich 1 Tablette in der Regel über einen Zeitraum von 2 Wochen

Nokardiose

4 Tabletten täglich über 3-6 Monate

Pneumocystis jirovecii (carinii)-Pneumonie, Toxoplasmose, Brucellose, Melioidose (Pseudorotz)

Für die Behandlung dieser Infektionen stehen niedriger dosierbare Darreichungsformen zur

Verfügung.

Wenn Sie eine größere Menge von Eusaprim eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben oder ein Kind versehentlich Tabletten geschluckt

hat, wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt/Notarzt. Dieser kann entsprechend der Schwere der

Überdosierung über die erforderlichen Maßnahmen entscheiden. Halten Sie eine Packung des

Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt über den eingenommenen Wirkstoff informieren kann.

Wenn Sie zu viel Eusaprim eingenommen haben, kann es sein, dass

Ihnen übel ist oder Sie erbrechen,

Sie sich schwindelig oder verwirrt fühlen.

Für den Arzt:

Hinweise zur Therapie bei Überdosierung finden Sie am Ende dieser

Gebrauchsinformation!

Wenn Sie die Einnahme von Eusaprim vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben einzunehmen, holen Sie sie nach, sobald Sie dies

bemerken.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Eusaprim abbrechen

Beenden Sie die Einnahme von Eusaprim Tabletten nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie mit der Behandlung vorzeitig aufhören, kann es zu einer Verstärkung der Beschwerden und

zu einer Verschlechterung Ihres Zustandes kommen.

Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Behandlung mit Eusaprim abbrechen oder

beenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Dieses Arzneimittel kann bei Ihnen die nachfolgend aufgeführten Nebenwirkungen hervorrufen.

Nehmen Sie Eusaprim nicht mehr ein und wenden Sie sich sofort an einen Arzt, wenn Sie eine

allergische Reaktion haben. Die Wahrscheinlichkeit einer allergischen Reaktion ist sehr selten

(weniger als 1 von 10.000 Behandelten ist betroffen). Anzeichen einer allergischen Reaktion sind u.

Allergische Reaktionen

Atemnot

Ohnmacht

Schwellung des Gesichts

Schwellung von Mund, Zunge oder Rachen mit Rötung und Schmerzen in der betroffenen

Region und/oder Schluckbeschwerden

Schmerzen in der Brust

Rote Flecken auf der Haut

Bei schweren, anhaltenden blutigen Durchfällen (pseudomembranöse Kolitis) wenden Sie sich bitte

sofort an einen Arzt.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Erhöhter Kaliumgehalt im Blut, was zu Herzklopfen oder Herzstolpern (Palpitationen) führen

kann

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Pilzinfektionen (Soor oder Candidiasis), die Mund oder Scheide betreffen können

Kopfschmerzen

Übelkeit

Durchfall

Hautausschläge

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Erbrechen

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Fieber (erhöhte Temperatur) oder häufige Infektionen

Plötzlich auftretende pfeifende Atemgeräusche oder Atemnot, Husten, Lungeninfiltrat

Schwere Hautausschläge (Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse), die

lebensbedrohlich sein können, wurden berichtet (siehe „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“)

Geschwüre und Fieberbläschen im Mund und Geschwüre oder Wundsein der Zunge

Hautknötchen oder Nesselsucht (erhabene, rötliche oder weiße juckende Flecken auf der Haut)

Blasenbildung auf der Haut oder in Mund, Nase, Scheide oder Gesäß

Entzündung des Auges mit Schmerzen und Rötung

Auftreten von Hautausschlag oder Sonnenbrand nach Aufenthalt im Freien (selbst an bedeckten

Tagen)

Bestimmte Form einer Dickdarmentzündung (pseudomembranöse Kolitis), Entzündung der

Bauchspeicheldrüse

Erniedrigter Natriumgehalt im Blut, erniedrigter Blutzucker, Übersäuerung des Blutes

Blutbildveränderungen: Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie, Neutropenie,

Agranulozytose), verminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie), bestimmte Formen

von Blutarmut (Anämie), Vermehrung einer bestimmten Form des roten Blutfarbstoffes

(Methämoglobinämie), Vermehrung von bestimmten weißen Blutkörperchen (Eosionophilie),

Abbau der roten Blutkörperchen (Hämolyse) bei bestimmten Patienten mit Glucose-6-Phosphat-

Dehydrogenase Mangel)

Haut- und Schleimhautblutungen (Purpura)

Gefühl von Schwäche, Müdigkeit oder Lustlosigkeit, blasse Haut (Anämie)

Herzprobleme (allergische Myokarditis)

Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und des weißen Teils der Augen), Absterben von Leberzellen,

Anstieg der Bilirubinspiegel. Dies kann gleichzeitig mit unerwarteten Blutungen oder

Blutergüssen auftreten

Magenschmerzen, eventuell mit gleichzeitigem Auftreten von Blut im Stuhl

Schmerzen in Brust, Muskeln oder Gelenken und Muskelschwäche

Nierenfunktionsstörungen: Probleme mit dem Urin, Schwierigkeiten beim Wasserlassen,

Veränderung der Urinmenge (mehr oder weniger als gewöhnlich), Blut im Urin, Trübung des

Urins und bestimmte Form der Nierenentzündung

Plötzliche Kopfschmerzen oder Nackensteife, begleitet von Fieber (erhöhter Temperatur)

Störung im geordneten Bewegungsablauf

Anfälle (Schüttelkrämpfe oder Krampfanfälle)

Gefühl von Unsicherheit oder Taumeln, Schwindel

Ohrensausen oder andere ungewöhnliche Ohrgeräusche (Tinnitus)

Benommenheit

Kribbeln oder Taubheit in Händen und Füßen

Sehen von seltsamen oder ungewöhnlichen Erscheinungen (Halluzinationen)

Depression

Muskelschmerzen und/oder Muskelschwäche bei HIV-Patienten (Rhabdomyolyse)

Appetitlosigkeit

Nebenwirkungen in Verbindung mit der Therapie von Pneumocystis jirovecii (carinii)- Pneumonie:

Sehr selten: schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, Hautausschlag, Fieber, Verminderung der

weißen Blutkörperchen (Neutropenie), verminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie),

Erhöhung der Leberenzyme, Rhabdomyolyse, erhöhte Kaliumwerte im Blut, verminderte

Natriumwerte im Blut

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Eusaprim aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Nicht über 25 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Eusaprim enthält

Die Wirkstoffe sind: Trimethoprim und Sulfamethoxazol. Eine Tablette enthält 160 mg

Trimethoprim und 800 mg Sulfamethoxazol.

Die sonstigen Bestandteile sind: Povidon, Natriumstärkeglykolat, Magnesiumstearat,

Natriumdioctylsulfosuccinat

Wie Eusaprim aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, längliche, beidseitig gewölbte Tablette, mit der Prägung „S3“ auf einer Seite und einer

Kerbung entlang der kürzeren Achse auf der anderen Seite, in einer Blisterpackung aus

PVC/Aluminiumfolie.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das Schlucken zu erleichtern, und nicht zum

Teilen in gleiche Dosen.

Packungsgröße: 10 und 20 Stück

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Aspen Pharma Trading Limited

3016 Lake Drive

Citywest Business Campus

Dublin 24

Irland

Hersteller:

Aspen Bad Oldesloe GmbH

Industriestraße 32-36

23843 Bad Oldesloe

Deutschland

Z.Nr.: 16.213

Anfragen über medizinische Informationen:

Wenn Sie medizinische Informationen zu diesem Arzneimittel wünschen, wenden Sie sich bitte an:

Tel: 0043 19284015

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2017.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Hinweise für den Arzt bei Überdosierung:

Je nach Symptom sind folgende Maßnahmen in Betracht zu ziehen:

Magenspülung (die Resorption aus dem Gastrointestinaltrakt erfolgt üblicherweise sehr schnell

und ist nach ca. 2 Stunden abgeschlossen; dies kann bei massiver Überdosierung anders sein),

Emesis,

Beschleunigung der renalen Ausscheidung durch forcierte Diurese (Alkalisierung des Harns

beschleunigt die Ausscheidung von SMZ),

Hämodialyse (Hinweis: Sowohl TMP als auch SMZ sind mittels Hämodialyse dialysierbar.

Peritonealdialyse ist nicht wirksam),

Blutbild- und Elektrolytkontrolle.

Abhängig von der Nierenfunktion wird bei geringer Harnausscheidung die Verabreichung von

Flüssigkeit empfohlen. Bei deutlicher Blutdyskrasie oder Ikterus sollten diese Komplikationen

spezifisch behandelt werden. Ein durch Trimethoprim verursachter Folatmangel mit Auswirkung auf

das Knochenmark kann durch Gabe von Kalziumfolinat (5-10 mg/Tag) behoben werden.