Euglucon

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Euglucon Tablette 5 mg
  • Dosierung:
  • 5 mg
  • Darreichungsform:
  • Tablette
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.


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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Euglucon Tablette 5 mg
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • blutzuckersenkende sulfa Droge, ATC-code: A10BB01. Glibenclamid ist ein orales antidiabeticum der Gruppe der Antidiabetika sulfo

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE010805
  • Letzte Änderung:
  • 12-04-2018

Packungsbeilage

PACKUNGSBEILAGE : GEBRAUCHSINFORMATION

Euglucon 5 mg Tabletten

Glibenclamid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme

dieses

Arzneimittels

beginnen,

denn

sie

enthält

wichtige

Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später

nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder

Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

Dies

gilt

auch

für

Nebenwirkungen,

nicht

dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Euglucon und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Euglucon beachten?

Wie ist Euglucon einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Euglucon aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Euglucon und wofür wird es angewendet ?

Euglucon enthält den Wirkstoff Glibenclamid. Dieses Arzneimittel gehört zu einer

Gruppe von Arzneimitteln, die als „orale Antidiabetika“ bezeichnet werden. Es senkt

den Blutzuckerspiegel auf normale Werte.

Euglucon ist zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 indiziert, wenn die

verordnete Behandlung (Diät, körperliche Aktivität, Reduzierung des Körpergewichts,

etc.) alleine nicht ausreichend wirksam ist.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Euglucon beachten?

Euglucon darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch (übereimpfindlich) auf Glibenclamid oder auf einen der

sonstigen Bestandteile von Euglucon reagieren (die sonstigen Bestandteile sind

in Abschnitt 6 aufgelistet);

wenn Sie allergisch (übereimpfindlich) auf Sulfonamide reagieren: In diesem Fall

kann es sein, dass Sie auch auf Euglucon ungünstig reagieren;

wenn Sie an einem Diabetes mellitus Typ 1 leiden: Dieser kann nur mit Insulin

behandelt werden;

wenn Ihr Stoffwechsel so stark engleist ist, dass eine Behandlung nur noch mit

Insulin möglich ist,

wenn bei Ihnen eine Funktionsstörung der Leber oder Nieren vorliegt,

wenn Sie schwanger sind oder Ihr Kind stillen (siehe unten: Abschnitt

„Schwangerschaft und Stillzeit“),

wenn

Sie Bosentan

verwenden,

ein Arzneimittel

Behandlung des

Lungenhochdrucks (pulmonale Hypertonie) (siehe unten: Abschnitt „Einnahme

von weiteren Arzneimitteln“),

Sie dürfen auf keinen Fall Euglucon verwenden, wenn eine der oben genannten

Bedingungen auf Sie zutrifft. Falls Sie unsicher sind, müssen Sie unbedingt Ihren

Arzt oder Apotheker um Rat fragen, bevor Sie mit der Einnahme von Euglucon

beginnen .

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Halten Sie sich streng an Ihre Diät. Wenn möglich, treiben Sie regelmäßig Sport,

und versuchen Sie, Ihr Körpergewicht zu verringern, falls erforderlich. Diese

beiden Maßnahmen sind ebenso unentbehrlich wie die regelmäßige Einnahme

von Euglucon.

Wenn Sie sich bei mehreren Ärzten in Behandlung befinden, müssen Sie jeden

dieser Ärzte auf Ihren erhöhten Blutzucker (Diabetes mellitus) hinweisen.

Wenn Sie einen Hautausschlag entwickeln, kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt.

Informieren Sie Ihren Arzt:

wenn Sie sich in einer Stresssituation befinden,

wenn Sie einen Unfall hatten,

wenn Sie an einer schweren fieberhaften Infektion leiden,

wenn bei Ihnen ein operativer Eingriff vorgesehen ist.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn eine dieser Bedingungen auf Sie zutrifft.

Hypoglykämie (zu niedriger Blutzuckerspiegel, „Unterzuckerung“)

Wenn Sie zuviel Euglucon einnehmen oder zu wenig Zucker oder Nahrung zu sich

nehmen, ensteht ein Ungleichgewicht, welches ein zu starkes Absinken Ihres

Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie) zur Folge hat. Folgende Faktoren können das

Auftreten einer Hypoglykämie begünstigen:

wenn Sie die Behandlung nicht korrekt befolgen,

wenn Sie Ihre Mahlzeiten in unregelmäßigen Zeitabständen

einnehmen oder einzelne Mahlzeiten auslassen,

Änderungen der Diät oder ungewöhnliche körperliche Belastungen,

Konsum von Alkohol,

besonders in Kombination mit

einer

Nahrungskarenz (Fasten),

Funktionsstörung der Nieren oder der Leber,

Überdosierung von Euglucon,

Störung der Regulation des Hormonhaushalts, mit Auswirkungen auf

den Kohlenhydratstoffwechsel,

Verwendung von Euglucon zusammen mit anderen Arzneimitteln

(siehe unten: Abschnitt „Einnahme von weiteren Arzneimitteln“)

Einnahme von Euglucon trotz Kontraindikation.

Wenn die Hypoglykämie über einen längeren Zeitraum anhält, kann sie

lebensbedrohlich sein.

Eine Unterzuckerung ist an folgenden Symptomen

erkennbar:

Kopfschmerzen, Unwohlsein, Verwirrtheit,

Übelkeit, Erbrechen, Heißhunger,

große Müdigkeit, Schlafstörungen,

Erregtheit, Aggressivität,

Konzentrationsstörungen, verringerte Reaktionsfähigkeit,

Depression,

Sehstörungen,

Sprachstörungen

vollständigen

Unfähigkeit, zu sprechen,

Zittern, Lähmungserscheinungen,

Sensibilitätsstörungen, Schwindel, Benommenheit,

Wahnvorstellungen, Bewusstlosigkeit,

flache Atmung, langsamer Puls.

Als Folge der Reaktion Ihr Körpers auf die Unterzuckerung können Sie anfangen, zu

schwitzen, Ihre Haut kann feucht werden, Ihr Puls kann beschleunigt oder

unregelmäßig sein, Ihr Blutdruck kann ansteigen, und es kann zu Herzklopfen

kommen. Die Symptome eines starken Blutzuckerabfalls können denjenigen eines

Schlaganfalls ähneln.

Durch die Einnahme von Zucker (z. B. in Form von Traubenzucker,

Würfelzucker, Obstsäften oder zuckerhaltigen Getränken) lässt sich eine

Hypoglykämie

rasch

beherrschen.

Achtung:

Synthetische

Süßstoffe

(Saccharin, Aspartat, Cyclamat) sind zur Korrektur einer Hypoglykämie

ungeeignet!

schleichender

Entwicklung

einer

Hypoglykämie,

neurologischen

Störungen oder bei einer Behandlung mit bestimmten Arzneimitteln, die den

Blutdruck senken (Clonidin, Betablocker, Reserpin, Guanethidin), können die

Symptome einer Unterzuckerung weniger eindeutig sein.

Sorgen Sie dafür, dass jemand aus Ihrem Umfeld weiß, dass Sie Diabetiker(in)

sind; im Notfall kann diese Person Ihnen Hilfe leisten.

Bei jeder blutzuckersenkenden Behandlung müssen Sie stets auf die ersten

Anzeichen einer möglichen Hypoglykämie achten. Im Falle einer Hypoglykämie

müssen Sie Zucker zu sich nehmen. Stellen Sie also sicher, dass Sie immer ein

paar Zuckerstücke bei sich haben.

Hypoglykämien können sich jederzeit wiederholen. Informieren Sie Ihren Arzt

über jede aufgetretene Hypoglykämie sowie über die Begleitumstände, die zu der

Hypoglykämie geführt haben.

Hyperglykämie (zu hoher Blutzuckerspiegel)

Informieren Sie den Arzt, wenn bei Ihnen eine Hyperglykämie auftritt. Die typischen

Zeichen einer Hyperglykämie sind häufiges Wasserlassen, starkes Durstgefühl,

trockener Mund und trockene Haut.

Ärztliche Kontrolluntersuchungen

Gehen Sie regelmäßig zur ärztlichen Kontrolle. Der Arzt wird Ihren Blutzucker und

Zuckergehalt

Urin

bestimmen.

Anhand

Ergebnisse

dieser

Laboruntersuchungen kann der Arzt Ihre Euglucon-Therapie anpassen.

Einnahme von Euglucon zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere

Arzneimittel einzunehmen. Dies ist deshalb wichtig, weil Euglucon die Wirkung

einiger anderer Arzneimittel beeinträchtigen kann. Umgekehrt können auch andere

Arzneimittel die Wirkung von Euglucon beeinträchtigen.

Sie dürfen kein Euglucon einnehmen und müssen Ihren Arzt oder Apotheker

insbesondere dann informieren, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel

verwenden:

Bosentan (ein Arzneimittel, das zur Behandlung des Lungenhochdrucks

(pulmonale Hypertonie) verwendet wird);

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eines oder mehrere der

folgenden Arzneimittel verwenden:

Antikoagulanzien vom Cumarintyp (Arzneimittel, die das Blut „flüssiger“ machen)

Ciclosporin (ein immunsuppressiv wirkendes Arzneimittel)

Nicorandil (ein Arzneimittel, das zur Behandlung der Angina pectoris verwendet

wird)

-Antihistaminika, Clonidin und Reserpin

Betablocker, Clonidin, Guanethidin und Reserpin.

Arzneimittel, die den blutzuckersenkenden Effekt verstärken und damit das

Hypoglykämie-Risiko erhöhen können:

Insulin,

andere orale Antidiabetika

anabole Steroide

männliche Geschlechtshormone

Tetrazykline,

Chloramphenicol,

Chinolone,

Sulfonamide,

Clarithromycin

(Antibiotika)

Sulfinpyrazon, Probenecid (Arzneimittel zur Behandlung der Gicht)

Miconazol, Fluconazol (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen)

Trofosfamid, Cyclophosphamid, Ifosfamid (Arzneimittel zur Behandlung von

Krebserkrankungen)

Fluoxetin, MAO (Monoaminooxidase)-Hemmer (Arzneimittel zur Behandlung von

Depressionen)

ACE (Angiotensin-Converting Enzyme)-Hemmer (Arzneimittel zur Behandlung

des Bluthochdrucks)

Disopyramid (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)

Fibrate (Arzneimittel zur Behandlung eines erhöhten Cholesterolspiegels)

Cumarinderivate

Sympatholytika wie z. B. Betablocker und Guanethidin

Fenfluramin (Appetitzügler zur Verringerung von Übergewicht)

Tritoqualin (Arzneimittel zur Behandlung von Allergien)

Phenyramidol

(Arzneimittel

vorübergehenden

Entspannung

Skelettmuskulatur)

Mesalazin (Arzneimittel zur Behandlung von entzündlichen Darmerkrankungen)

Pentoxifyllin (verabreicht als intravenöse Infusion in hoher Dosierung) zur

Behandlung von Erkrankungen der Blutgefäße

nicht-steroidale

Antirheumatika

Salicylate,

Pyrazol-Derivate,

Phenylbutazon und Abkömmlinge (Derivate).

Manche Arzneimittel können, wenn sie gleichzeitig mit Euglucon eingenommen

werden, den blutzuckersenkenden Effekt von Euglucon abschwächen und auf diese

Weise zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels führen:

harntreibende Mittel (Diuretika) wie beispielsweise Acetazolamid

Diazoxid

Adrenalin und andere Sympathomimetika

Abführmittel (Laxativa – bei Langzeit-Anwendung)

Nikotinsäure (in hoher Dosierung),

Rifampicin (ein Antibiotikum)

Barbiturate

Abkömmlinge (Derivate) von Phenothiazin

Phenytoin (ein Antiepileptikum)

Glucagon

Kortikosteroide

orale Verhütungsmittel (Kontrazeptiva – die „Pille“)

Schilddrüsenhormone

Danazol

Wenn Sie eines oder mehrere der oben genannten Arzneimittel verwenden, oder

wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit der

Einnahme von Euglucon beginnen.

Auch das Absetzen eines anderen Arzneimittels während der Behandlung mit

Euglucon kann einen Einfluss auf die Einstellung Ihres Blutzuckerspiegels haben.

Einnahme von Euglucon zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Trinken Sie keinen Alkohol: Dieser kann die Wirkung von Euglucon sowohl

verstärken als auch abschwächen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Sie dürfen kein Euglucon verwenden, wenn Sie schwanger sind.

Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie feststellen, dass Sie schwanger sind oder

wenn es sich um eine gewollte Schwangerschaft handelt. Der Arzt wird Ihre

Diabetes-Behandlung mit Insulin fortsetzen. Der Wechsel von Euglucon zu

Insulin muss unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Sie dürfen kein Euglucon verwenden, wenn Sie Ihr Kind stillen. Bei Bedarf wird

der Arzt Sie Ihre Diabetes-Behandlung mit Insulin fortsetzen.

Wenn Sie schwanger sind oder Ihr Kind stillen, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder

Apotheker um Rat, bevor Sie Arzneimittel einnehmen.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein

oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses

Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Zu Beginn Ihrer Diabetes-Behandlung, bei Wiederaufnahme der Behandlung oder

bei unregelmäßiger Anwendung des Arzneimittels kann Ihr Reaktionsvermögen

infolge von starken Blutzuckerschwankungen (Hypo- und Hyperglykämien) so stark

vermindert sein, dass Ihre Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder

zum Bedienen von Maschinen stark beeinträchtigt wird. In diesem Falle dürfen Sie

kein Fahrzeug steuern und keine Maschinen bedienen.

Euglucon anthält Laktose

Euglucon enthält Laktose (einen bestimmten Zucker). Falls ein Arzt Sie informiert

hat, dass Sie manche Zucker nicht vertragen oder verdauen können, müssen Sie

unbedingt mit Ihrem Arzt sprechen, bevor Sie dieses Arzneimittel verwenden.

3.

Wie ist Euglucon einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung

Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wann und wie oft am Tag Sie Euglucon einnehmen

müssen (dies hängt von Ihren Lebensgewohnheiten ab).

Die übliche Dosierung beträgt 1 bis 2 Tabletten täglich.

Euglucon wird üblicherweise beim Frühstück eingenommen.

In der Regel beträgt die Dosierung zu Beginn der Behandlung eine halbe

Tablette täglich. Diese Dosis kann in ein- bis zweiwöchigen Zeitabständen erhöht

werden, bis der Blutzucker gut eingestellt ist.

Es ist durchaus möglich, dass der Arzt die Euglucon-Dosierung im Laufe der

Behandlung

reduzieren

muss,

Hypoglykämien

vermeiden.

Eine

Erkrankung,

eine

Änderung

Ihres

Körpergewichts

oder

Ihrer

Lebensgewohnheiten oder andere Faktoren können sich auf die Höhe Ihres

Blutzuckerspiegels auswirken. In diesem Fall kann eine Dosierungsanpassung

durch Ihren Arzt erforderlich werden.

Art der Verabreichung

Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut mit einem halben Glas Wasser ein.

Falls Sie mehr als 2 Tabletten benötigen, dürfen Sie morgens zum Frühstück

maximal 2 Tabletten einnehmen. Die restlichen Tabletten nehmen Sie abends vor

der Abendmahlzeit ein.

Es ist wichtig, nach der Einnahme der Tabletten etwas zu essen.

Sie dürfen keine Mahlzeiten auslassen.

Dauer der Behandlung

Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, wie lange Sie Euglucon einnehmen müssen.

Normalerweise handelt es sich um eine Langzeitbehandlung.

Während der gesamten Behandlungsdauer sind regelmäßige ärztliche Kontrollen

erforderlich.

Wenn Sie eine größere Menge Euglucon eingenommen haben, als Sie sollten:

Wenn Sie eine zu große Menge Euglucon eingenommen haben, müssen Sie

umgehend Ihren Arzt, Ihren Apotheker, den notärztlichen Dienst (Tel. 112) oder die

Giftinformationszentrale (Tel. 070 / 245.245) informieren. Eine Überdosierung kann zu

einem Abfall Ihres Blutzuckerspiegels führen (Hypoglykämie). Bei einer Hypoglykämie

können

folgende

Symptome

auftreten:

Erregtheit,

Zittern,

Sehstörungen,

Koordinationsstörungen, Müdigkeit, Krämpfe und Koma.

Informationen für das medizinische Personal

Eine Überdosierung von Euglucon kann zu einer Hypoglykämie führen. Diese kann

12 bis 72 Stunden andauern und im Anschluss an eine scheinbare Besserung erneut

symptomatisch werden. Da nach der Tabletteneinnahme bis zu 24 Stunden bis zum

Auftreten der Symptome vergehen können, empfiehlt sich die stationäre Einweisung

dieser Patienten. Es kann zu Übelkeit, Erbrechen und Oberbauchschmerzen

kommen. Eine Hypoglykämie geht in der Regel mit neurologischen Symptomen wie

Erregtheit, Zittern, Sehstörungen, Koordinationsstörungen, Müdigkeit, Krämpfe und

Koma einher.

Bei der Behandlung muss vorrangig die weitere intestinale Resorption von Euglucon

verhindert werden. Zunächst sollte bei dem Patienten Erbrechen ausgelöst werden.

Anschließend trinkt der Patient Wasser oder Limonade mit Zusatz von Aktivkohle

(Adsorptionsmittel) und erhält Natriumsulfat (Abführmittel). Eine Hospitalisierung mit

intensivmedizinischer Behandlung ist angezeigt. Es muss so schnell wie möglich

Glucose verabreicht werden: bei Bedarf zunächst als Bolus (intravenöse Gabe von

50 ml einer 50 % Glucoselösung), dann als Infusion (10 % Glucoselösung), mit

engmaschiger

Blutzuckerkontrolle.

Anschließend

erhält

Patient

eine

symptomatische Behandlung.

Wenn Sie die Einnahme von Euglucon vergessen haben,

Nehmen Sie niemals die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme

vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Euglucon abbrechen

Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Behandlung abbrechen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich

an Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann Euglucon zu Nebenwirkungen führen. Diese treten jedoch

nicht bei jedem Anwender auf.

Allergische Reaktionen

Falls bei Ihnen eine allergische Reaktion auftritt, müssen Sie dies sofort Ihrem Arzt

mitteilen. Folgende allergische Zeichen können auftreten:

Juckreiz, Hautausschlag

Entzündung der Blutgefäße; dabei kann es zu Hautrötung, Hauterwärmung und

Schmerzen kommen.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, falls Sie weitere (hier nicht genannte) unerwünschte

Wirkungen feststellen. Diese können sich verschlimmern und sogar lebensbedrohlich

werden, beispielsweise bei Auftreten von Atemnot und eines Blutdruckabfalls mit der

Gefahr eines Schockzustandes.

Weitere unerwünschte Wirkungen:

Stoffwechsel und Ernährung: Absinken des Blutzuckerspiegels infolge eines

Ungleichgewichts zwischen der Euglucon-Dosierung einerseits und der Diät, einer

ungewohnten körperlichen Belastung oder einer anderen Ursache andererseits.

Die Symptome sind im Abschnitt „Besondere Vorsichtsmaßnahmen bei Anwendung

von Euglucon“ aufgeführt.

Augen: vorübergehende Verschlechterung des Sehvermögens, vor allem zu

Beginn der Behandlung; Ursache ist der veränderte (verringerte) Blutzuckerspiegel;

Magen und Darm (sehr selten):

Unwohlsein oder Erbrechen

Völlegefühl

Krämpfe oder Durchfall.

Die Behandlung muss nicht abgebrochen werden, da diese Nebenwirkungen

häufig spontan zurückgehen.

Leber: Leberentzündung (Hepatitis), bei der es zu einer gelblichen

Verfärbung der

Haut oder der „weißen Augenhaut“ (Sklera) kommen kann. In diesem Fall wird der

Arzt möglicherweise die Funktion Ihrer Leber testen.

Blut

Abnahme der Natrium-Konzentration im Blut

Veränderung des Blutbildes: Abnahme der Zahl der weißen Blutzellen

(Leukozyten), der roten Blutzellen (Erythrozyten) oder der Blutplättchen

(Thrombozyten). Der Arzt wird Ihr Blut untersuchen. Störungen des Blutbildes

gehen in der Regel nach Absetzen von Euglucon wieder zurück.

Haut:

sehr

selten

Überempfindlichkeit

gegenüber

Licht,

möglicherweise

lebensbedrohliche

Hautausschläge

(Stevens-Johnson-Syndrom

Lyell-

Syndrom).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale

Meldesystem anzeigen (siehe Details unten). Indem Sie Nebenwirkungen melden,

können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses

Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

für Belgien auch direkt der

Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte

Abteilung Vigilanz

EUROSTATION II

Victor Hortaplein, 40/40

B-1060 BRUSSEL

Website: www.fagg-afmps.be

E-Mail: patientinfo@fagg-afmps.be

für Luxemburg auch direkt der

Direction de la Santé - Division de la Pharmacie

et des Médicaments

Villa Louvigny – Allée Marconi

L-2120 Luxembourg

Site internet: http://www.ms.public.lu/fr/activites/pharmacie-medicament/index.html

5.

Wie ist Euglucon aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf

Nicht über 30°C lagern

Sie dürfen dieses Arzneimittel

nach dem auf der Packung nach EXP

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich

auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie

Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr

verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationene

Was Euglucon enthält

Der arzneilich wirksame Bestandteil ist Glibenclamid. Eine Tablette enthält 5 mg

Glibenclamid.

Die sonstigen Bestandteile sind: Laktosemonohydrat, Maisstärke, prägelatinisierte

Maisstärke, Talkum, kolloidales Siliziumdioxid (wasserfrei), Magnesiumstearat.

Wie Euglucon aussieht und Inhalt der Packung

Die Tabletten sind oblong, weiß und haben eine Bruchrille sowie die Prägung „BM

EU“.

Packung zu 100 Tabletten in Alu/Alu-Blistern.

Inhaber der Marktzulassung

N.V. Roche S.A., Rue Dante 75, B-1070 Bruxelles, Belgique.

Hersteller

Roche Pharma AG, Emil-Barell-Strasse 1, D-79639 Grenzach-Wyhlen, Deutschland

Zulassungsnummer

BE010805

Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt

überarbeitet im Januar 2017.

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im 01/2017.