Estranor Sandoz

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Estranor Sandoz Filmtabletten
  • Darreichungsform:
  • Filmtabletten
  • Zusammensetzung:
  • estradiolum 2 mg zu erhalten estradiolum hemihydricum, norethisteroni acetas 1 mg, excipiens pro compresso Dunst.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Estranor Sandoz Filmtabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Oestrogen-Gestagen-Substitutionstherapie bei klimakterischen Beschwerden

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 57421
  • Berechtigungsdatum:
  • 19-09-2005
  • Letzte Änderung:
  • 16-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Estranor Sandoz®

Sandoz Pharmaceuticals AG

Was ist Estranor Sandoz und wann wird es angewendet?

Durch den Abfall der Geschlechtshormonspiegel treten oft die sogenannten typischen und

unangenehmen Wechseljahrbeschwerden auf: Hitzewallungen, depressive Verstimmungen,

Reizbarkeit, Schlafstörungen, Schwindelgefühl, Blasenbeschwerden und trockene Scheide. Diese

Symptome können durch die Einnahme von Estranor Sandoz gelindert oder behoben werden.

Stimmungsschwankungen oder depressive Zustände werden durch Estranor Sandoz allerdings nur

dann günstig beeinflusst, wenn sie im Zusammenhang mit Hitzewallungen auftreten.

Neben den oben beschriebenen, meistens nur kürzere Zeit, zum Teil aber auch jahrelang anhaltenden

Wechseljahrbeschwerden kann der Mangel an körpereigenen Estrogenen auch zu langfristigen

Störungen führen, z.B. Osteoporose (Entkalkung des Knochens mit erhöhtem Risiko von

Knochenbrüchen). Estranor Sandoz kann als Vorbeugung einer Osteoporose (Knochenschwund) von

Frauen eingenommen werden, bei denen ein hohes Risiko für zukünftige Knochenbrüche besteht und

die andere zu diesem Zweck angewendete Arzneimittel nicht vertragen haben oder nicht anwenden

dürfen.

Estranor Sandoz ist ein Kombinationspräparat, das zur Hormonersatzbehandlung

(Hormonsubstitutionstherapie) verwendet wird. Es enthält zwei weibliche Geschlechtshormone, die

unter der Bezeichnung Estradiol (ein sogenanntes Estrogen) und Norethisteronacetat (ein

sogenanntes Gestagen) bekannt sind. Der Wirkstoff Estradiol ist mit dem natürlichen, von den

Eierstöcken produzierten weiblichen Geschlechtshormon identisch.

Norethisteronacetat hat eine ähnliche Wirkung wie das natürliche Gestagen Progesteron.

Die ersten Anzeichen für die Wirkung von Estranor Sandoz sollten bereits während den ersten

Wochen der Behandlung spürbar sein und eine laufende Besserung der Wechseljahrbeschwerden

wird im weiteren Verlauf eintreten. Sollten nach den ersten drei Behandlungsmonaten weiterhin

unakzeptable Beschwerden vorhanden sein, kann Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin möglicherweise

eine höhere Dosierung zur Behandlung verschreiben.

Estranor Sandoz ist zur Behandlung von Frauen mit einem intakten Uterus bestimmt, welche keine

Menstruationsblutungen mehr haben möchten und deren Menopause (letzte natürliche Menstruation)

1 Jahr oder länger zurückliegt.

Durch die tägliche Zugabe des Gestagenhormons Norethisteronacetat wird die

Gebärmutterschleimhaut vor den Folgen einer Überstimulierung, wie sie die alleinige Verabreichung

eines Estrogens verursachen kann, geschützt. Die Erfahrung bei der Behandlung von Frauen über 65

Jahren ist beschränkt.

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Was sollte dazu beachtet werden?

Eine Hormonersatztherapie (HRT) kann mit erhöhten Risiken wie Brustkrebs, Herz-

Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, venösen Thrombosen und Lungenembolien

(Blutgerinnsel) verbunden werden.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird mit Ihnen diese Risiken besprechen und gegenüber dem erwarteten

Nutzen abwiegen.

Beachten Sie, dass Estranor Sandoz keine empfängnisverhütende Wirkung hat.

Melden Sie sich bei Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin zur jährlichen gynäkologischen

Kontrolluntersuchung.

Wann darf Estranor Sandoz nicht angewendet werden?

Teilen Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin mit, wenn eine der folgenden Situationen auf Sie zutrifft, da

Sie Estranor Sandoz in diesem Fall nicht einnehmen dürfen:

·falls Sie Brustkrebs haben oder hatten oder falls ein solcher Verdacht vorliegt

·falls Sie einen Sexualhormon-abhängigen Tumor (z.B. Krebs der Gebärmutterschleimhaut) haben

oder hatten oder bei Ihnen vermutet wird

·falls Sie ein übermässiges Wachstum der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumshyperplasie)

haben, welche unbehandelt ist

·falls Sie ungewöhnliche, nicht abgeklärte Scheidenblutungen haben

·falls Sie gutartige öder bösartige Lebertumore hatten oder haben

·falls Sie eine Lebererkrankung haben oder hatten und sich die Werte Ihrer Lebertests noch nicht

normalisiert haben

·falls Sie ein Blutgerinnsel in den Blutgefässen der Beine oder Lunge (z.B. tiefe Venenthrombose

oder Lungenembolie) haben oder hatten oder falls bei Ihnen ein erhöhtes Risiko für solche

Erkrankungen bekannt ist (z.B. falls Sie eine Blutgerinnungsstörung haben (Thrombophilie-Störung

wie z.B. Protein C-, Protein S- oder Antithrombin-Mangel))

·falls Sie kürzlich einen Herzinfarkt, Schlaganfall hatten oder Angina pectoris haben oder hatten

·falls Sie an Porphyrie (eine seltene erbliche Stoffwechselerkrankung mit Störung der Bildung des

roten Blutfarbstoffs) leiden

·falls Sie schwanger sind bzw. vermuten, schwanger zu sein, sowie während der Stillzeit

·falls Sie allergisch bzw. überempfindlich auf Estradiol, Norethisteronacetat oder irgendeinen

anderen Inhaltsstoff von Estranor Sandoz reagieren.

Wann ist bei der Einnahme von Estranor Sandoz Vorsicht geboten?

Bevor Sie mit der Einnahme von Estranor Sandoz beginnen, wir Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Sie über

die Risiken und Vorteile der Behandlung informieren (siehe dazu auch «Welche Nebenwirkungen

kann Estranor Sandoz haben?»). Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird sowohl vor Beginn als auch während

der Behandlung regelmässig beurteilen, ob Estranor Sandoz für Ihre Behandlung geeignet ist und mit

Ihnen die niedrigste wirksame Dosierung und die kürzest mögliche Behandlungsdauer ermitteln.

Dazu gehören auch die Erfassung der persönlichen und familiären Krankengeschichte sowie die

Beurteilung des allgemeinen Gesundheitszustandes.

Zusätzlich zu regelmässigen Kontrolluntersuchungen bei Ihrem Arzt bzw. bei Ihrer Ärztin, bei

welchen unter anderem auch Vorsorgeuntersuchungen der Brüste (ggf. einschliesslich

Mammographie) und Gebärmutterhalsabstriche durchgeführt werden, denken Sie bitte daran Ihre

Brüste regelmässig auf jegliche Veränderungen hin zu kontrollieren:

z.B. eine Wölbung oder Vertiefung der Haut, Veränderungen an der Brustwarze oder jegliche Art

von Knoten, die Sie sehen oder fühlen können. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über jede

Veränderung in Ihrer Brust.

Falls eine der folgenden Erkrankungen bei Ihnen vorliegt oder vorlag, dürfen Sie Estranor Sandoz

möglicherweise nur unter bestimmten Voraussetzungen und unter sorgfältiger Überwachung durch

den Arzt bzw. durch die Ärztin einnehmen, da diese Beschwerden während der Behandlung mit

Estranor Sandoz erneut auftreten oder sich verschlechtern könnten, insbesondere:

·Falls bei Ihnen Risikofaktoren für Sexualhormon-abhängige Tumore vorliegen, z.B. Brustkrebs bei

Verwandten 1. Grades

·Gutartige Brustveränderung

·Übermässiges Wachstum der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie)

·Leiomyome (gutartige Gebärmuttertumore) oder Endometriose (eine Erkrankung, bei der

Gebärmutterschleimhautgewebe auch ausserhalb der Gebärmutter vorkommt und dabei Schmerzen

verursacht)

·Vorhandene Risikofaktoren für thromboembolische Erkrankungen (Bildung von Blutgerinnseln in

Blutgefässen)

·Migräne oder (starke) Kopfschmerzen

·Bluthochdruck

·Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) mit oder ohne Gefässbeteiligung

·Lebererkrankungen (z.B. Leberadenom, das ist ein gutartiger Lebertumor)

·Gallensteinleiden

·Asthma

·Epilepsie

·Systemischer Lupus erythematodes (eine Autoimmunerkrankung)

·Gehörverlust (Otosklerose)

·Herz- oder Nierenschwäche

·Schwere chronische Depression

·Fettstoffwechselstörungen

·Gutartige Geschwulst der Hirnanhangsdrüse (Prolaktinom)

·Juckende Schwellung der Haut (Angioödem)

·Dunkle Verfärbung der Haut (Chloasma). Wenn Sie eine Neigung zur Bildung dieser haben, sollten

Sie sich während der Therapie nicht der Sonne oder anderer ultravioletter Strahlung aussetzen.

Wenn bei Ihnen eine Blutuntersuchung durchgeführt werden soll, teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer

Ärztin bitte mit, dass Sie Estranor Sandoz einnehmen. Estrogen kann die Resultate beeinflussen.

Falls Sie sich einer Operation unterziehen werden, besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer

Ärztin. Es kann erforderlich sein, dass Sie die Einnahme dieser Tabletten 4 bis 6 Wochen vor der

Operation einstellen, um das Risiko der Bildung von Blutgerinnseln zu reduzieren. Ihr Arzt bzw. Ihre

Ärztin wird Ihnen sagen, wann Sie die Behandlung fortsetzen können.

Die Behandlung mit Estranor Sandoz sollte sofort abgebrochen werden bei:

·Venösen oder arteriellen thromboembolischen Erkrankungen (Bildung von Blutgerinnseln in

Blutgefässen). Dies kann sich durch Schmerzen in den Beinen, Schmerzen im Brustkorb, Husten,

Atemnot (Lungenembolie), Herzinfarkt, Schlaganfall äussern.

·Erstmaligem Auftreten migräneartiger oder häufigerem Auftreten ungewohnt starker

Kopfschmerzen

·Plötzlichem teilweisen oder totalen Sehverlust oder plötzlich auftretender Verwölbung des

Augapfels (Exophthalmus) oder von Doppelbildern

·Plötzlichen Hörstörungen

·Deutlichem Blutdruckanstieg

·Gelbsucht, Leberentzündung oder einer Verschlechterung der Leberfunktion

·Erkennbarem Wachstum von gutartigen Tumoren der Gebärmutter (Myome)

·Zunahme epileptischer Anfälle

·Schwangerschaft

Suchen Sie in einem solchen Fall sofort einen Arzt bzw. eine Ärztin auf. Setzen Sie die HRT ab, bis

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihnen sagt, dass Sie sie wieder fortsetzen können.

Tumorerkrankungen

Brustkrebs

In verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen wurde berichtet, dass das Risiko für Brustkrebs

bei Frauen, die länger als 5 Jahre eine HRT anwenden, leicht erhöht ist. Dieses erhöhte Risiko nimmt

in den ersten fünf Jahren nach dem Absetzen der Hormonsubstitution langsam ab und ist dann wieder

vergleichbar mit demjenigen von Frauen, die keine HRT angewendet haben.

Vor Beginn einer HRT sowie jährlich sollte deshalb durch den Arzt bzw. Ärztin eine

Brustuntersuchung durchgeführt werden. Sie sollten monatlich eine Selbstuntersuchung der Brust

durchführen.

Übermässiges Wachstum der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) bzw. Krebs der

Gebärmutterschleimhaut (Endometriumkarzinom)

Wenn über längere Zeit Estrogene (wie Estradiol in Estranor Sandoz) eingenommen werden, nimmt

das Risiko für eine Endometriumhyperplasie und für ein Endometriumkarzinoms zu. Wird die

Einnahme von Estrogen zumindest während eines Teils des Monatszyklus mit einem Gestagen

(Gelbkörperhormon) kombiniert, ist die Risikoerhöhung deutlich geringer. Patientinnen, bei welchen

die Gebärmutter nicht entfernt wurde, sollten daher Estrogene nicht alleine anwenden.

In den ersten Monaten einer HRT können Blutungen auftreten. Wenn solche Blutungen auch nach

den ersten Behandlungsmonaten fortbestehen, erst nach längerer Behandlungsdauer einsetzten oder

nach längerer Beendigung der HRT anhalten, sollten Sie so schnell wie möglich Ihren Arzt bzw. Ihre

Ärztin aufsuchen, um die Ursache der Blutungen feststellen zu lassen.

Eierstockkrebs

Es gibt Hinweise, dass Frauen, die während einer Zeitdauer von mindestens 5 bis 10 Jahren

Estrogene alleine eingenommen haben, ein leicht erhöhtes Risiko haben, an Eierstockkrebs zu

erkranken. Andere Untersuchungen deuten auf ein ähnliches oder nur leicht niedrigeres Risiko bei

kombinierten HRT (wie Estranor Sandoz) hin.

Lebertumor

In seltenen Fällen wurden nach Anwendung von Geschlechtshormonen, wie sie in Estranor Sandoz

enthalten sind, Tumore der Leber beobachtet, welche zu lebensgefährlichen Blutungen in die

Bauchhöhle führen können. Treten ungewohnte Oberbauchbeschwerden auf, die nicht rasch von

selbst wieder verschwinden, ist daher der Arzt bzw. die Ärztin zu informieren.

Koronare Herzkrankheit und Schlaganfall

Die Ergebnisse zweier wissenschaftlicher Untersuchungen deuten darauf hin, dass bei Frauen unter

einer kombinierten HRT aus einem Estrogen und einem Gestagen im ersten Anwendungsjahr das

Risiko für Erkrankungen der Herzkranzgefässe (z.B. Herzinfarkt) erhöht sein kann.

In einer wissenschaftlichen Studie mit Estrogenen als Monotherapie war das Risiko für einen

Schlaganfall erhöht.

Blutgerinnsel

Die Einnahme von Präparaten mit Wirkstoffen, wie in Estranor Sandoz enthalten, kann in seltenen

Fällen mit einem erhöhten Auftreten von Erkrankungen durch Bildung von Blutgerinnseln in

Gefässen (wie Thrombose, Embolie) einhergehen, die in gewissen Fällen schwerwiegende Folgen

haben können. Wenn Sie eine Krankengeschichte von wiederkehrenden Blutgerinnselbildungen

haben oder wissen, dass Sie zu Thrombosen (Thrombophilie) neigen, wenn Sie stark übergewichtig

sind, rauchen, Krebs haben, an einem systemischen Lupus erythematodes (eine schwere

Hautkrankheit) leiden, mehrere Fehlgeburten hatten oder zurzeit mit blutverdünnenden Mitteln

behandelt werden, könnte eine HRT dieses bereits bestehende Risiko weiter erhöhen. Zudem steigt

das Risiko für eine Bildung eines Blutgerinnsels mit höherem Alter.

Durch längerfristige Immobilisierung kann das Risiko vorübergehend erhöht sein, deshalb sollte

Estranor Sandoz 4-6 Wochen vor einer geplanten Operation abgesetzt werden.

Falls bei Ihnen eine venöse Thromboembolie nach Beginn der HRT auftritt, sollten Sie die

Behandlung abbrechen. Nehmen Sie sofort mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin Kontakt auf, wenn Sie

ein mögliches Symptom einer Thromboembolie bemerken (z.B. schmerzhafte Schwellung eines

Beines, plötzlich auftretender Schmerz im Brustkorb, Atemnot etc.).

Hirnleistungsstörungen (Demenz)

Aus einer grossen klinischen Studie gibt es Hinweise, dass bei Frauen, welche bei Beginn der HRT

65 Jahre oder älter sind, das Risiko für Gedächtnisstörungen erhöht sein kann. Es ist nicht bekannt,

ob diese Erkenntnisse auch für jüngere Frauen bzw. andere HRT-Präparate gelten.

Andere Vorsichtsmassnahmen

Falls Sie an einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden, sollten Sie Ihren Arzt

bzw. Ihre Ärztin aufsuchen und ihn/sie darüber informieren, bevor Sie Estranor Sandoz einnehmen.

Estranor Sandoz enthält ca. 88 Milligramm Laktose pro Filmtablette. Obwohl die meisten Menschen

mit einer Laktose-Unverträglichkeit bis zu 12 Gramm mit keinen oder nur geringen Symptomen

vertragen, sollten Sie diese Menge beachten, wenn Sie einen schweren Laktase-Mangel haben.

Sollten Sie an einer seltenen erblich bedingten Galaktose-Unverträglichkeit oder einer Glukose-

Galaktose-Malabsorption leiden, sollten Sie dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Wenn Sie unter einer HRT gleichzeitig mit Schilddrüsenhormonen behandelt werden, sollten Sie Ihre

Schilddrüse insbesondere in den ersten Monaten der Einnahme von Estranor Sandoz ärztlich

überwachen lassen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie andere

Arzneimittel nehmen oder kürzlich genommen haben, auch wenn diese nicht rezeptpflichtig sind.

Die gleichzeitige Einnahme von Estranor Sandoz mit den folgenden Medikamenten kann zu einer

Abnahme der Wirkung von Estranor Sandoz führen: gewisse Mittel gegen Epilepsie (z.B.

Phenobarbital, Phenytoin und Carbamazepin) und Arzneimittel gegen Infektionskrankheiten (z.B.

Penicilline, Tetrazykline, Rifampicin, Rifabutin, Nevirapin, Efavirenz, Ritonavir , Amprenavir,

Nelfinavir und Telaprevir). Pflanzliche Arzneimittel, die Johanniskraut (Hypericum perforatum)

enthalten, können die Wirkung von Estranor Sandoz ebenfalls verringern.

Ketoconazol (ein Mittel gegen Pilzerkrankungen) oder gewisse Antibiotika (z.B. Erythromycin,

Clarithromycin) können die Wirkung von Estranor Sandoz verstärken.

Die Wirkung von Blutverdünnungsmedikamenten (Antikoagulantien) kann bei gleichzeitiger

Einnahme von Estranor Sandoz abnehmen.

Die gleichzeitige Einnahme von Estranor Sandoz mit Cyclosporin (ein Immunsuppressivum zur

Unterdrückung der Immunreaktionen) kann zu einer Zunahme der Wirkung dieser Medikamente

führen.

Wenn Sie mit Lamotrigin, ein Antiepileptikum, behandelt werden, teilen Sie dies bitte Ihrem Arzt

oder Ihrer Ärztin mit, da eine Anpassung der verabreichten Lamotrigin-Dosis erforderlich sein kann

und Sie zu Beginn der Therapie mit Estranor Sandoz engmaschig überwacht werden müssen. Wenn

Sie Estranor Sandoz wieder absetzen wollen, muss dies ebenso unter Überwachung Ihres Arztes oder

Ihrer Ärztin erfolgen, da wiederum eine Anpassung der Lamotrigin-Dosis nötig sein könnte.

Bei Diabetikerinnen ist es möglich, dass die Einnahme von Estranor Sandoz eine Anpassung der

Dosis der Medikamente gegen Diabetes notwendig macht.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Sie informieren, ob eine Anpassung der Dosierung der oben

erwähnten Medikamente notwendig ist.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte) einnehmen oder äusserlich anwenden (Externa)!

Darf Estranor Sandoz während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Estranor Sandoz darf während einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Während einer

Estranor Sandoz Behandlung darf es nicht zu einer Schwangerschaft kommen.

Sollten Sie während der Behandlung mit Estranor Sandoz schwanger werden oder dieses Präparat

unbeabsichtigt während der Schwangerschaft eingenommen haben, müssen Sie so rasch wie möglich

den Arzt bzw. Ihre Ärztin benachrichtigen.

Da die Wirksubstanzen von Estranor Sandoz in die Muttermilch übergehen, darf dieses Präparat auch

während der Stillzeit nicht eingenommen werden.

Es gibt auch keine Gründe, Estanor Sandoz während der Schwangerschaft oder der Stillzeit

einzunehmen.

Wie verwenden Sie Estranor Sandoz?

Von Estranor Sandoz nehmen Sie, falls vom Arzt bzw. Ihrer Ärztin nicht anders verordnet, jeden Tag

eine Filmtablette ein, d.h. wenn alle 28 Filmtabletten aufgebraucht sind, beginnen Sie ohne

Unterbruch mit einer neuen Packung. Am besten nehmen Sie Estranor Sandoz immer zur gleichen

Tageszeit mit etwas Flüssigkeit ein.

Wenn Sie keine Menstruation seit mindestens 1 Jahr mehr haben oder bisher ein kontinuierlich

angewendetes kombiniertes Präparat eingenommen haben, kann mit der Einnahme von Estranor

Sandoz zu einem beliebigen Zeitpunkt begonnen werden. Wenn Sie jedoch von einer

Behandlungsmethode, bei der monatlich eine Blutung zu erwarten ist (zyklische oder sequentielle

Methode), zu Estranor Sandoz wechseln, sollte die Behandlung direkt nach dem letzten Tag der

Monatsblutung (Menstruation) beginnen.

Wenn Sie vergessen haben, Ihre Tablette zum üblichen Zeitpunkt zu nehmen, nehmen Sie sie

innerhalb der nächsten 12 Stunden ein. Ist der reguläre Einnahmezeitpunkt um mehr als 12 Stunden

überschritten, verwerfen Sie die nicht eingenommene Dosis und nehmen Sie die nächste Tablette

zum gewohnten Zeitpunkt am nächsten Tag. Die Wahrscheinlichkeit von Durchbruch- oder

Schmierblutungen wird durch das Vergessen einer Filmtablette erhöht.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Medikament

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Nur Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann je nach Ihren Bedürfnissen festlegen, wie lange sie Estranor

Sandoz einnehmen sollen.

Welche Nebenwirkungen kann Estranor Sandoz haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Estranor Sandoz auftreten:

Sehr häufig (≥10%)

Brustschmerzen oder Spannungsgefühl in den Brüsten, Vaginalblutung.

Häufig (≥1% und <10%)

Pilzinfektionen der Scheide, Scheidenentzündung (Vaginitis), Flüssigkeitsansammlung,

Gewichtszunahme, Depression oder Verschlechterung einer vorhandenen Depression,

Kopfschmerzen, Migräne oder Verschlechterung einer vorhandenen Migräne, Übelkeit,

Bauchschmerzen, Blähungen, Krämpfe in den Beinen oder Rückenschmerzen,

Flüssigkeitsansammlung in der Brust (Brustödem) oder Brustvergrösserung, Vergrösserung oder

Wiederauftreten von Fibromen der Gebärmutter (gutartige Gebärmuttertumore), Schwellung der

Arme und Beine (periphere Ödeme).

Gelegentlich (≥0.1% und <1%)

Allergie, Nervosität, oberflächliche Entzündung einer Vene im Zusammenhang mit einer Thrombose

(Blutgerinnsel), Haarausfall, Hirsutismus (vermehrtes Wachstum der Gesichts- und

Körperbehaarung), Akne, Juckreiz, Nesselsucht.

Selten (≥0.01% und <0.1%)

Lungenembolie (Blutgerinnsel in der Lunge), Blutgerinnsel in tiefen Venen (Thrombosen).

Nebenwirkungen unbekannter Häufigkeiten

Krebs der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumkarzinom), Schlafstörungen, Angst,

Libidoveränderungen (Änderungen im Sexualtrieb), Schwindel, Schlaganfall, Myokardinfarkt,

Blutdruckerhöhung, Verdauungsstörung, Erbrechen, Gallenblasenerkrankungen, Gallensteine,

übermässige Produktion von Talg (Seborrhoe), Hautausschlag, angioneurotisches Ödem (schwere

allergische Reaktion mit Schwellungen des Gesichtes), vaginaler und genitaler Juckreiz,

Gewichtsverlust.

Weitere Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit einer HRT berichtet worden sind:

Fibroadenome der Brust, Brustkrebs, Harnweginfekte, Stimmungsschwankungen, Nervosität,

emotionale Labilität, Herzklopfen (Palpitationen), abnorme Leberfunktionswerte, Gelbsucht

(cholestatischer Ikterus), Chloasma (gelbbraune Flecken im Gesicht), Hautausschlag mit

ringförmigen Rötungen oder wunden Stellen (Erythema multiforme), schmerzhafte, rötliche

Hautknötchen (Erythema nodosum), purpurne oder rot-braune Flecken, die durch die Haut sichtbar

sind (vaskuläre Purpura), Scheidenausfluss (Fluor vaginalis), Unterleibsschmerzen.

Viele Nebenwirkungen verschwinden im Lauf der Behandlung von allein, ohne dass Sie die

Behandlung abbrechen müssen. Bei schweren unerwünschten Wirkungen ist der Arzt bzw. die Ärztin

umgehend aufzusuchen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausser Reichweite von Kindern

lagern.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, der/die

über die ausführliche Fachinformation verfügt.

Was ist in Estranor Sandoz enthalten?

Estranor Sandoz enthält pro Filmtablette 2 mg Estradiol (als Hemihydrat) und 1 mg

Norethisteronacetat, Laktose sowie Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

57421 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Estranor Sandoz? Welche Packungen sind erhältlich?

Estranor Sandoz erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Von Estranor Sandoz ist eine Kalenderpackung zu 28 Filmtabletten erhältlich.

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

30-7-2018

Hyrimoz (Sandoz GmbH)

Hyrimoz (Sandoz GmbH)

Hyrimoz (Active substance: adalimumab) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5097 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4320

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Halimatoz (Sandoz GmbH)

Halimatoz (Sandoz GmbH)

Halimatoz (Active substance: adalimumab) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5098 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4866

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Hefiya (Sandoz GmbH)

Hefiya (Sandoz GmbH)

Hefiya (Active substance: adalimumab) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5099 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4865

Europe -DG Health and Food Safety

13-7-2018

Erelzi (Sandoz GmbH)

Erelzi (Sandoz GmbH)

Erelzi (Active substance: etanercept) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)4712 of Fri, 13 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

10-7-2018

Temozolomide Sandoz (Sandoz GmbH)

Temozolomide Sandoz (Sandoz GmbH)

Temozolomide Sandoz (Active substance: temozolomide) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)4480 of Tue, 10 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

10-7-2018

Pemetrexed Sandoz (Sandoz GmbH)

Pemetrexed Sandoz (Sandoz GmbH)

Pemetrexed Sandoz (Active substance: pemetrexed) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)4485 of Tue, 10 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

23-5-2018

Zessly (Sandoz GmbH)

Zessly (Sandoz GmbH)

Zessly (Active substance: infliximab) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)3215 of Wed, 23 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4647

Europe -DG Health and Food Safety