Esmeron

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Esmeron Injektionslösung 10 mg-ml
  • Dosierung:
  • 10 mg-ml
  • Darreichungsform:
  • Injektionslösung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Esmeron Injektionslösung 10 mg-ml
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE176522
  • Letzte Änderung:
  • 12-04-2018

Packungsbeilage

Zusammenfassung der Produktkenmerke

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Esmeron

50 mg/5 ml, Injektionslösung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 ml Esmeron enthält 10 mg Rocuroniumbromid als Wirkstoff.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe, Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Esmeron wird als Injektionslösung zur intravenösen Verabreichung geliefert.

pH-Wert: 3,8 - 4,2

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Esmeron ist ein Hilfsmittel für die Allgemeinnarkose und dient zur Erleichterung der trachealen

Intubation während einer Routine- oder Blitzintubation, sowie zur Herbeiführung einer

allgemeinen Muskelerschlaffung bei operativen Eingriffen. Esmeron dient zugleich als Hilfsmittel

auf der Intensivstation zur Erleichterung der trachealen Intubation und der künstlichen Beatmung.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Wie alle anderen Muskelrelaxanzien darf Esmeron nur durch oder unter Aufsicht von erfahrene(n)

Ärzte(n) verabreicht werden, die mit der Wirkung und der Anwendung des Arzneimittels gut

vertraut sind.

Für Esmeron gilt, wie für alle anderen neuromuskulären Blocker auch, dass die Dosis individuell

auf den jeweiligen Patienten abgestimmt werden muss. Bei der Festlegung der Dosis sind

folgende Faktoren zu berücksichtigen: die Narkosemethode und die voraussichtliche

Operationsdauer, die Weise der Sedierung und die voraussichtliche Dauer der künstlichen

Beatmung, mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln, die gleichzeitig verabreicht

werden, sowie der Zustand des Patienten.

diesen

Gründen

wird

Anwendung

einer

geeigneten

neuromuskulären

Überwachungstechnik zur Kontrolle der neuromuskulären Blockade und der Erholungszeit

empfohlen.

Inhalationsanästhetika potenzieren die neuromuskuläre Blockadewirkung von Esmeron. Diese

potenzierende Wirkung wird bei einer Narkose jedoch erst dann klinisch relevant, wenn die

betreffenden Inhalationsanästhetika eine bestimmte Gewebekonzentration erreicht haben. Daher

müssen bei Eingriffen unter Inhalationsnarkose, die länger als 1 Stunde dauern, die

Erhaltungsdosen verringert und in größeren Zeitabständen verabreicht werden, oder muss die

Infusionsgeschwindigkeit verringert werden (siehe Abschnitt 4.5).

Folgende Dosierungsangaben dienen als allgemeine Richtlinie für die tracheale Intubation und die

Muskelrelaxation bei kurzen bis langdauernden operativen Eingriffen sowie bei der Anwendung

auf der Intensivstation bei erwachsenen Patienten.

Operative Eingriffe

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Zusammenfassung der Produktkenmerke

Tracheale Intubation

Die reguläre Intubationsdosis während einer Routineintubation der Narkose beträgt 0,6 mg

Rocuroniumbromid pro kg Körpergewicht. Bei nahezu allen Patienten liegen damit innerhalb von

60 Sekunden geeignete Intubationsbedingungen vor.

Die empfohlene Dosis zur Erleichterung der trachealen Intubation während einer Blitzintubation

der Narkose beträgt 1,0 mg Rocuroniumbromid pro kg Körpergewicht. Hiermit liegen bei nahezu

allen Patienten innerhalb von 60 Sekunden geeignete Intubationsbedingungen vor. Bei

Verabreichung einer Dosis von 0,6 mg Rocuroniumbromid pro kg Körpergewicht während einer

Blitzintubation der Narkose empfiehlt es sich, nach der Verabreichung des Rocuroniumbromids

90 Sekunden zu warten, bevor die Intubation beim Patienten eingeleitet wird. Bei Patientinnen

mit einer Sectio caesarea empfiehlt es sich, eine Dosis von 0,6 mg/kg zu verabreichen, da eine

Dosierung von 1,0 mg/kg bei dieser Patientinnengruppe noch nicht erforscht ist.

Die Verabreichung von Rocuroniumbromid im Laufe einer Blitzintubation der Narkose bei

Patientinnen mit einer Sectio caesarea ist unter Abschnitt 4.6 beschrieben.

Erhaltungsdosis

Die empfohlene Erhaltungsdosis beträgt 0,15 mg Rocuroniumbromid pro kg Körpergewicht. Bei

einer längeren Inhalationsnarkose sollte diese Dosierung auf 0,075-0,1 mg Rocuroniumbromid

pro kg Körpergewicht verringert werden. Der optimale Zeitpunkt zur Verabreichung der

Erhaltungsdosis ist dann gegeben, wenn die Zuckungsspannung sich auf 25 % der

Kontrollzuckungsspannung erholt hat, oder 2 bis 3 Reaktionen der TOF-Stimulation (train of

four) vorhanden sind.

Dauerinfusion:

Bei Dauerinfusionen empfiehlt sich eine Initialdosis von 0,6 mg Rocuroniumbromid pro kg

Körpergewicht; die Dauerinfusion kann dann eingeleitet werden, wenn die neuromuskuläre

Blockade nachzulassen beginnt. Die Infusionsgeschwindigkeit sollte so eingestellt werden, dass

die Zuckungsspannung einen Wert von 10 % der Kontrollzuckungsspannung beibehält, oder 1 bis

2 Reaktionen der TOF-Stimulation weiterhin vorhanden sind. Bei Erwachsenen unter

intravenöser Narkose entspricht dies einer Infusionsgeschwindigkeit von 0,3-0,6 mg.kg

, bei

einer Inhalationsnarkose beträgt die Infusionsgeschwindigkeit 0,3-0,4 mg.kg

. Es empfiehlt

sich, die neuromuskuläre Blockade kontinuierlich zu überwachen, da die benötigte Dosis von

Patient zu Patient variiert und von der jeweiligen Narkosemethode abhängt.

Pädiatrische Patienten

Kinder (1 - 14 Jahre) und Säuglinge (1 - 12 Monate) reagieren unter Halothan-Narkose ähnlich

auf Esmeron wie Erwachsene. Die Zeit bis zum Wirkungseintritt ist bei Kindern und Säuglingen

kürzer als bei Erwachsenen. Die klinische Wirkungsdauer ist bei Kindern kürzer als bei

Erwachsenen. Es liegen keine Daten über die Anwendung von Esmeron bei Neugeborenen (0 - 1

Monat) vor.

Geriatrische Patienten und Patienten mit Leber- und/oder Gallenerkrankungen und/oder

Niereninsuffizienz

Die reguläre Intubationsdosis bei geriatrischen Patienten und Patienten mit Leber- und/oder

Gallenerkrankungen und/oder Niereninsuffizienz während einer Routineintubation der Narkose

beträgt 0,6 mg Rocuroniumbromid pro kg Körpergewicht. Ist die Wirkungsdauer beim Patienten

aller Voraussicht nach länger, sollte bei einer Blitzintubation der Narkose die Dosierung von

0,6 mg/kg erwogen werden. Unabhängig von der angewendeten Narkosetechnik beträgt die

empfohlene Erhaltungsdosis bei diesen Patienten 0,075-0,1 mg Rocuroniumbromid pro kg

Körpergewicht, die empfohlene Infusionsgeschwindigkeit beträgt 0,3-0,4 mg.kg

(siehe

Abschnitt „Dauerinfusion“) (siehe auch Abschnitt 4.4).

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Zusammenfassung der Produktkenmerke

Dosierung bei übergewichtigen und adipösen Patienten

Bei übergewichtigen und adipösen Patienten (definiert als Patienten mit einem Körpergewicht

von 30 % oder mehr über dem Idealgewicht) muss die Dosis auf Basis des fettfreien

Körpergewichts berechnet werden.

Anwendung auf der Intensivstation

Tracheale Intubation

Für die tracheale Intubation werden die gleichen Dosierungen empfohlen wie bei operativen

Eingriffen.

Dosierung zur Erleichterung der künstlichen Beatmung

Empfohlen wird eine Initialdosis von 0,6 mg Rocuroniumbromid pro kg Körpergewicht; die

Dauerinfusion kann dann eingeleitet werden, wenn die Zuckungsspannung einen Wert von 10 %

der Kontrollzuckungsspannung beibehält, oder 1 bis 2 Reaktionen der TOF-Stimulation

vorhanden sind. Die Dosierung sollte in jedem Fall auf die Wirkung abgestimmt werden, die sie

bei den einzelnen Patienten hervorruft. Um während der ersten Stunden der Verabreichung eine

neuromuskuläre Blockade von 80-90 % hervorzurufen (1 bis 2 Reaktionen auf TOF-Stimulation),

empfiehlt sich bei Erwachsenen eine Infusionsgeschwindigkeit von 0,3-0,6 mg.kg

. In den

darauffolgenden 6 bis 12 Stunden sollte die Infusionsgeschwindigkeit verringert werden,

abhängig von der individuellen Reaktion. Danach bleibt die individuelle erforderliche Dosierung

relativ konstant.

In klinischen Studien konnten sehr große Unterschiede bei der Infusionsgeschwindigkeit

beobachtet werden.

Die durchschnittliche Infusionsgeschwindigkeit variierte von 0,2 –

0,5 mg.kg

in Abhängigkeit von der Art und dem Ausmaß des Organversagens, der

zusätzlichen Medikation und des Zustandes eines jeden Patienten.

Es empfiehlt sich, die neuromuskuläre Blockade kontinuierlich zu überwachen, da die benötigte

Dosis von Patient zu Patient variiert. Bislang wurde die Verabreichung für eine Dauer von bis zu

7 Tagen untersucht.

Besondere Patientengruppen

Daten für eine Dosierungsempfehlung zur Erleichterung der künstlichen Beatmung bei

pädiatrischen und geriatrischen Patienten sind nicht vorhanden.

Art der Anwendung

Esmeron wird intravenös verabreicht, und zwar als Bolusinjektion oder als Dauerinfusion (siehe

auch Abschnitt 6.6).

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff (Rocuronium oder das Bromid-Ion) oder einem der in

Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Da Esmeron die Atemmuskulatur lähmt, müssen Patienten nach der Verabreichung bis zum

Wiedereintritt der Spontanatmung künstlich beatmet werden. Wie bei allen anderen Mitteln zur

Muskelerschlaffung muss im Vorfeld beurteilt werden, ob es bei der Intubation zu

Komplikationen kommen kann. Dies gilt insbesondere für die Blitzintubation der Narkose.

Wie bei allen anderen neuromuskulär blockierenden Substanzen wurde auch bei Esmeron über

eine

Restcurarisierung

berichtet.

Komplikationen

aufgrund

dieser

eventuellen

Curarisierung zu vermeiden, wird empfohlen, den Patienten erst zu extubieren, wenn er sich

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Zusammenfassung der Produktkenmerke

ausreichend von der neuromuskulären Blockade erholt hat. Geriatrie-Patienten (65 Jahre und

älter) haben ein erhöhtes Riskio für das Auftreten einer residuellen neuromuskulären

Blockade. Andere Faktoren, die nach der Extubation postoperativ zu einer Restcurarisierung

führen

könnten

(wie

Wechselwirkungen

anderen

Arzneimitteln

oder

Gesundheitszustand des Patienten), müssen ebenfalls berücksichtigt werden. Wenn in der

gängigen Praxis kein Antagonist angewendet wird, kann ein solcher erwogen werden,

insbesondere, wenn eine Restcurarisierung sehr wahrscheinlich ist.

Anaphylaktische Reaktionen können nach Verabreichung von neuromuskulär blockierenden

Substanzen auftreten. Vorsichtsmaßnahmen zur Behandlung von solchen Reaktionen müssen

immer getroffen werden. Insbesondere bei früheren anaphylaktischen Reaktionen auf

neuromuskulär blockierende Substanzen ist äußerste Vorsicht geboten, da eine allergische

Kreuzüberempfindlichkeit zwischen neuromuskulär blockierenden Substanzen beobachtet

wurde.

Dosen von mehr als 0,9 mg Rocuroniumbromid pro kg Körpergewicht können die Herzfrequenz

steigern; dieser Effekt kann die Bradykardie, die durch andere Anästhetika oder durch

Vagusstimulation ausgelöst wird, teilweise oder gänzlich neutralisieren.

längerer

Anwendung

neuromuskulär

blockierender

Stoffe

Rahmen

einer

intensivmedizinischen

Behandlung

kann

bekanntermaßen

verlängerten

Lähmungserscheinungen

und/oder

einer

verlängerten

Muskelschwäche

kommen.

Vorbeugung

gegen

eine

Überdosierung

und/oder

eine

unnötige

Verlängerung

neuromuskulären Blockade wird eine fortwährende Überwachung der neuromuskulären Blockade

während der Anwendung von Mitteln zur Muskelerschlaffung dringend empfohlen. Es ist

weiterhin von großer Wichtigkeit, dem Patienten während der neuromuskulären Blockade

geeignete Analgesie und Sedierung zukommen zu lassen. Außerdem müssen die Dosierungen

von neuromuskulär blockierenden Substanzen je nach der Wirkung beim einzelnen Patienten

durch oder unter Aufsicht eines erfahrenen Arztes angepasst werden, der mit der Wirkung von

Muskelrelaxanzien und mit geeigneten neuromuskulären Monitortechniken vertraut ist.

Über Myopathie wurde nach einer langfristigen Anwendung anderer nicht depolarisierender

Substanzen mit neuromuskulär blockierender Wirkung in der Intensivpflege in Kombination mit

einer Behandlung mit Kortikosteroiden regelmäßig berichtet. Daher muss die Anwendung der

neuromuskulär blockierenden Substanzen bei Patienten, die neuromuskuläre Substanzen mit

Kortikosteroiden erhalten, möglichst kurz gehalten werden.

Wenn Suxamethonium zur Intubation angewendet wird, muss die Verabreichung von Esmeron

verschoben werden, bis sich der Patient klinisch von der durch Suxamethonium induzierten

neuromuskulären Blockade erholt hat.

Da Rocuroniumbromid stets mit anderen Medikamenten zusammen verwendet wird und dem

selbst in Abwesenheit von bekannten auslösenden Faktoren während einer Anästhesie

bestehendem Risiko einer malignen Hyperthermie sollten Ärzte vor der Einleitung einer

Anästhesie mit den frühen Symptomen, der konfirmatorischen Diagnose sowie der Behandlung

einer malignen Hyperthermie vertraut sein. Tierstudien haben gezeigt, dass Rocuroniumbromid

kein auslösender Faktor für eine maligne Hyperthermie ist. Im Rahmen der Überwachung nach

der Markteinführung wurden seltene Fälle einer malignen Hyperthermie unter Esmeron

beobachtet, der kausale Zusammenhang ist jedoch nicht erwiesen.

Folgende Zustände können die Pharmakokinetik und/oder Pharmakodynamik von

Esmeron beeinflussen:

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Zusammenfassung der Produktkenmerke

Erkrankungen der Leber- und/oder Gallenwege und Niereninsuffizienz

Da Rocuronium mit dem Urin und über die Galle ausgeschieden wird, ist bei Patienten mit

klinisch relevanten Leber- und/oder Gallenwegerkrankungen und/oder Niereninsuffizienz bei der

Verabreichung von Esmeron Vorsicht geboten. Bei diesen Patientengruppen wurde bereits bei

Dosen von 0,6 mg Rocuroniumbromid pro kg Körpergewicht eine verlängerte Wirkungsdauer

beobachtet.

Verlängerte Kreislaufzeit

Bestimmte Umstände, die eine Zunahme des Verteilungsvolumens verursachen und dadurch die

Kreislaufzeit verlängern (zum Beispiel kardiovaskuläre Erkrankungen, Greisenalter, ödematöse

Erkrankungen), können den Wirkungseintritt verzögern. Die Wirkungsdauer kann auch aufgrund

einer eingeschränkten Plasmaclearance verlängert sein.

Neuromuskuläre Erkrankungen

Wie bei anderen neuromuskulären Blockern ist auch bei Esmeron äußerste Vorsicht geboten,

wenn es bei Patienten mit einer neuromuskulären Erkrankung oder nach Poliomyelitis verwendet

wird, da die Reaktion dieser Patienten auf neuromuskuläre Blocker stark vom normalen Bild

abweichen kann. Das Ausmaß und die Art der Abweichung können erheblich variieren. Bei

Patienten mit Myasthenia gravis oder myasthenischem Syndrom (Eaton-Lambert) können kleine

Dosen von Esmeron bereits ausgeprägte Effekte haben; die Dosis von Esmeron muss dann nach

der Zuckungsreaktion eingestellt werden.

Hypothermie

Bei Operationen unter kontrollierter Hypothermie ist die neuromuskuläre Blockadewirkung von

Esmeron verstärkt und die Wirkungsdauer verlängert.

Adipositas

Wie andere neuromuskulär blockierende Substanzen kann Esmeron eine verlängerte

Wirkungsdauer zeigen sowie eine verlängerte spontane Herstellzeit bei adipösen Patienten

haben, wenn die verabreichten Dosen auf der Grundlage des tatsächlichen Körpergewichts

berechnet wurden.

Brandwunden

Es ist bekannt, dass Patienten mit Brandwunden gegen nicht depolarisierende Mittel zur

Muskelerschlaffung resistent werden. Es empfiehlt sich, die Höhe der Dosis auf der Grundlage

dieser Wirkung abzustimmen.

Umstände, die die Wirkung von Esmeron steigern können

Hypokaliämie

(z. B.

nach

starkem

Erbrechen,

Diarrhö

Diuretika-Therapie),

Hypermagnesiämie, Hypokalzämie (nach Massentransfusionen), Hypoproteinämie, Exsikkose,

Azidose, Hyperkapnie, Kachexie.

Schwere Störungen des Elektrolythaushalts, veränderter Blut-pH oder Exsikkose sollten daher

möglichst korrigiert werden.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Folgende Arzneimittel beeinflussen nachweislich die Wirkungsintensität und/oder Wirkungsdauer

nicht depolarisierender neuromuskulärer Blocker.

Wirkungen der anderen Arzneimittel auf Esmeron

Wirkungssteigerung

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Zusammenfassung der Produktkenmerke

Halogenierte flüchtige Anästhetika und Äther potenzieren die neuromuskuläre Blockade von

Esmeron. Die Wirkung wird erst mit den Erhaltungsdosen deutlich (siehe Abschnitt 4.2). Die

Inversion der Blockade durch Anticholinergika kann ebenfalls gehemmt sein.

Hohe

Dosen

Thiopental,

Methohexital,

Ketamin,

Fentanyl,

Gamma-

Hydroxybuttersäure, Etomidat und Propofol.

Vorherige Verabreichung von Suxamethonium (siehe Abschnitt 4.4).

Die gleichzeitige langfristige Anwendung von Kortikosteroiden und Esmeron in der

Intensivpflege kann zu einer Verlängerung der Dauer der neuromuskulären Blockade und

zu einer Myopathie führen (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8).

Andere Arzneimittel:

Antibiotika:

Aminoglykoside

Polypeptid-Antibiotika,

Lincosamide,

Acylaminopenicillin, Tetrazykline, hohe Dosen Metronidazol.

Diuretika, Thiamin, MAO-Hemmer, Chinidin und sein Isomer Chinin, Protamin,

Alpharezeptorenblocker, Magnesiumsalze, Kalziumantagonisten und Lithiumsalze,

Lokalanästhetika (Lidocain i.v., Bupivacain epidural), und die Verabreichung von

Phenytoin oder Betablockern.

Über

eine

Recurarisierung

wurde

nach

postoperativen Verabreichung

Aminoglykosid, Lincosamiden und Polypeptid-Antibiotika und Acylaminopenicillinen,

Chinidin, Chinin und Magnesiumsalzen berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

Wirkungsabschwächung

Neostigmin, Edrophonium, Pyridostigmin, Aminopyridin-Derivate

Vorherige

langdauernde

Verabreichung

Kortikosteroiden,

Phenytoin

oder

Carbamazepin

Protease-Hemmer (Gabexat, Ulinastatin)

Noradrenalin, Azathioprin (Effekt zeitlich begrenzt), Theophyllin, Calciumchlorid,

Kaliumchlorid.

Variable Wirkungen

Die Verabreichung

anderer

nicht

depolarisierender

neuromuskulärer

Blocker

Kombination mit Esmeron kann zu einer Abschwächung oder zu einer Verstärkung der

neuromuskulären Blockade führen, das hängt von der Reihenfolge der Verabreichung und

vom verwendeten neuromuskulären Blocker ab.

Suxamethonium, das nach der Verabreichung von Esmeron gegeben wird, kann eine

Verstärkung oder eine Abschwächung der neuromuskulär blockierenden Wirkung von

Esmeron verursachen.

Wirkungen von Esmeron auf andere Arzneimittel

Esmeron in Kombination mit Lidocain kann zu einer schnelleren Induktion der Wirkung von

Lidocain führen.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Zurzeit liegen zur Anwendung von Esmeron bei schwangeren Frauen keine klinischen Angaben

vor. In Tierstudien wurden keine schädlichen Wirkungen auf die Trächtigkeit, die Entwicklung

des Embryos, des Fetus, die Geburt oder die postnatale Entwicklung beobachtet.

Esmeron darf schwangeren Frauen nur dann verabreicht werden, wenn der behandelnde Arzt die

Anwendung trotz möglicher Risiken für angezeigt hält.

Sectio caesarea

Patientinnen, bei denen eine Sectio caesarea durchgeführt wird, darf Esmeron nur dann

verabreicht werden, wenn bei der Intubation keine weiteren Schwierigkeiten zu erwarten sind und

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eine ausreichende Dosis Anästhetikum verabreicht wurde, oder nach der Intubation mithilfe von

Suxamethonium. Es ist erwiesen, dass die Verabreichung einer Dosis von 0,6 mg

Rocuroniumbromid pro kg Körpergewicht keine zusätzlichen Risiken für schwangere

Patientinnen mit einer Sectio caesarea mit sich bringt. Esmeron hat keinen Einfluss auf den

Apgar-Index, die Muskelspannung des Fetus oder auf die kardiorespiratorische Anpassung.

Blutproben aus der Nabelschnur haben erwiesen, dass nur geringe Mengen Rocuroniumbromid

Plazentaschranke

überwinden,

für

Neugeborene

keine

weiteren

klinischen

Nebenwirkungen zur Folge haben.

N.B.: Während der Blitzintubation der Narkose wurden zwar Dosen in Höhe von 1,0 mg.kg

untersucht, jedoch nicht bei Patientinnen mit einer Sectio caesarea. Daher wird in dieser Gruppe

von Patientinnen nur eine Dosis von 0,6 mg pro kg empfohlen.

N.B.: Da Magnesiumsalze die neuromuskuläre Blockade verstärken, kann nach Verabreichung

von neuromuskulär blockierenden Substanzen die Umkehrung der neuromuskulären Blockade

bei Patientinnen, die wegen Schwangerschaftstoxikose mit Magnesiumsalzen behandelt

werden, verzögert oder unzureichend sein. Daher muss die Dosierung von Esmeron bei diesen

Patientinnen gemäß dem Muskelansprechen reduziert und titriert werden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Esmeron in die Muttermilch übergeht. Unbedeutende Mengen

Rocuroniumbromid fanden sich in der Milch laktierender Ratten. In Tierstudien wurden keine

direkten oder indirekten schädlichen Wirkungen auf die Trächtigkeit, die Entwicklung des

Embryos oder des Fetus, die Geburt und die postnatale Entwicklung beobachtet. Es liegen keine

Daten über die Anwendung von Esmeron bei stillenden Frauen vor. Esmeron darf diesen

Patientinnen nur dann verabreicht werden, wenn der behandelnde Arzt die Anwendung trotz

möglicher Risiken für angezeigt hält. Nach der Verabreichung einer Einzeldosis wird empfohlen,

für fünf Eliminationshalbwertszeiten von Rocuronium (d. h. für etwa 6 Stunden) auf das Stillen

eines Kindes zu verzichten.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Da Esmeron als Adjuvans einer Allgemeinnarkose angewendet wird, sind für ambulante Patienten

die üblichen Vorsichtsmaßnahmen nach einer Allgemeinnarkose zu ergreifen.

4.8

Nebenwirkungen

häufigsten

unerwünschten

Wirkungen

Arzneimittel

umfassen

Schmerzen/Reaktionen an der Einstichstelle, Veränderungen der Vitalzeichen und eine

verlängerte

neuromuskuläre

Blockade.

während

Überwachung

nach

Inverkehrbringen am häufigsten gemeldete unerwünschte Wirkung sind eine anaphylaktische

und anaphylaktoide Reaktion und die damit verbundenen Symptome. Siehe auch die

Erläuterungen in der nachstehenden Tabelle.

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Zusammenfassung der Produktkenmerke

Ausgewählte Bezeichnung

Gelegentlich/selten

(<1/100, >1/10.000)

Sehr selten (<1/10.000)

Erkrankungen des

Immunsystems

Überempfindlichkeit

Anaphylaktische Reaktion

Anaphylaktoide Reaktion

Anaphylaktischer Schock

Anaphylaktoider Schock

Erkrankungen des

Nervensystems

Schlaffe Lähmung

Herzerkrankungen

Tachykardie

Gefäßerkrankungen

Hypotonie

Kreislaufkollaps und Schock

Flush

Erkrankungen der Atemwege,

des Brustraums und

Mediastinums

Bronchospasmus

Erkrankungen der Haut und

des Unterhautzellgewebes

Angioneurotisches Ödem

Urtikaria

Ausschlag

Erythematöser Ausschlag

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Muskelschwäche

Steroide Myopathie

Allgemeine Erkrankungen

und Beschwerden am

Verabreichungsort

Wirkungslosigkeit des

Arzneimittels

Gesichtsödem

Verringerte Wirkung des

Arzneimittels/

eingeschränkte

therapeutische Reaktion

Maligne Hyperthermie

Verstärkte Wirkung des

Arzneimittels/verstärkte

therapeutische Reaktion

Schmerzen an der

Einstichstelle

Reaktion an der

Einstichstelle

Verletzung, Vergiftung und

durch Eingriffe bedingte

Komplikationen

Verlängerte

neuromuskuläre Blockade

Komplikationen an den

Atemwegen aufgrund der

Anästhesie

Verzögerung der Erholung

von der Anästhesie

1. Die Häufigkeiten basieren auf Schätzungen aufgrund von Berichten der Überwachung nach dem Inverkehrbringen und Angaben aus der allgemeinen Literatur.

2. Die Angaben aus der Überwachung nach dem Inverkehrbringen liefern keine genauen Zahlen zur Häufigkeit. Daher ist die Häufigkeit in 2 statt 5 Kategorien

eingeteilt.

3. Nach längerer Anwendung auf der Intensivstation.

Anaphylaktische Reaktionen

Obwohl sehr selten, wurden schwere anaphylaktische Reaktionen auf neuromuskulär

blockierende

Stoffe,

einschließlich

Esmeron,

beobachtet.

anaphylaktischen

anaphylaktoiden Reaktionen sind: kardiovaskuläre Veränderungen (z. B. Hypotonie, Tachykardie,

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Kreislaufkollaps-Schock), Veränderungen der Haut (z. B. Angioödem, Urtikaria). Diese

Reaktionen hatten in einigen Fällen einen fatalen Verlauf. Aufgrund der möglichen Schwere

dieser Reaktionen muss immer damit gerechnet werden und müssen die notwendigen

Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.

Da bekannt ist, dass neuromuskulär blockierende Stoffe sowohl die lokale als auch die

systemische Freisetzung von Histamin hervorrufen können, muss man bei der Verabreichung

dieser Arzneimittel immer auf das Auftreten von Juckreiz und Erythem an der Injektionsstelle

und/oder von systemischen histaminoiden (anaphylaktoiden) Reaktionen wie Bronchospasmen

und kardiovaskuläre Veränderungen, zum Beispiel Hypotonie und Tachykardie achten.

klinischen

Studien

wurde

eine

geringe

Zunahme

durchschnittlichen

Histaminplasmaspiegel nach schneller Verabreichung einer Bolusdosis Esmeron von 0,3-0,9 mg

per kg Körpergewicht beobachtet.

Verlängerte neuromuskuläre Blockade

Die häufigste unerwünschte Wirkung der Klasse der nicht depolarisierenden neuromuskulären

Agenzien ist eine Verlängerung der pharmakologischen Wirkung über die notwendige Frist

hinaus. Dies kann von einer Schwäche der Skelettmuskulatur bis zu einer tiefen und anhaltenden

Lähmung der Skelettmuskulatur führen, was zu Ateminsuffizienz oder Apnoe führt.

Myopathie

Nach Anwendung verschiedener neuromuskulärer Blocker auf der Intensivstation in Kombination

mit Kortikoiden wurde über Myopathie berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

Lokale Injektionsreaktionen

Schmerzen bei der Injektion während der Schnelleinleitung von Anästhesie wurden hauptsächlich

beobachtet, wenn der Patient das Bewusstsein noch nicht ganz verloren hat, und insbesondere,

wenn Propofol als Induktionsmittel angewandt wurde. In klinischen Studien wurden Schmerzen

bei 16 % der Patienten beobachtet, die einer Schnellinduktion der Anästhesie mit Propofol, und

bei weniger als 0,5 % der Patienten, die einer Schnellinduktion der Anästhesie mit Fentanyl und

Thiopental unterzogen wurden.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwerkungen nach der Zulassung ist von groβer

Wichtigkeit.

ermöglicht

eine

kontinuierliche

überwachung

Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind afgefordert, jeden

Verdachtsfall einer Nebenwirkung anzuzeigen über:

Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte

Abteilung Vigilanz – Eurostation II – Victor Hortaplein 40/40 – B-1060 Brüssel

Website: www.fagg-afmps.be – E-Mail: adversedrugreactions@fagg-afmps.be

Luxembourg

Direction de la Santé – Division de la Pharmacie et des Médicaments

Villa Louvigny – Allée Marconi - L-2120 Luxembourg

Site internet: http://www.ms.public.lu/fr/activites/pharmacie-medicament/index.html

4.9

Überdosierung

Im Falle einer Überdosierung und verlängerten neuromuskulären Blockade muss der Patient

künstlich weiter beatmet und sediert werden und zu Beginn der Spontanerholung einen

Acetylcholinesterase-Hemmer (z. B. Neostigmin, Edrophonium, Pyridostigmin) in ausreichender

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Zusammenfassung der Produktkenmerke

Dosis erhalten. Falls trotz der Verabreichung eines Acetylcholinesterase-Hemmers die

neuromuskulären Effekte von Esmeron nicht aufgehoben werden, muss die Beatmung fortgesetzt

werden, bis die Spontanatmung wieder einsetzt. Wiederholte Gaben von Acetylcholinesterase-

Hemmern können gefährlich sein.

In Tierstudien trat eine schwere Depression der Herz-Kreislauf-Funktion, die schließlich zum

Herzversagen führte, erst dann ein, wenn kumulative Dosen von 135 mg pro kg Körpergewicht

gegeben wurden.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Nicht depolarisierende Muskelrelaxanzien, ATC-Code:

M03AC09

Esmeron

nicht

depolarisierender

neuromuskulärer

Blocker

raschem

Wirkungseintritt, der alle typischen pharmakologischen Wirkungen dieser Arzneimittelklasse

(curarewirksame Gruppe) besitzt. Esmeron blockiert kompetitiv die Nicotin-Rezeptoren (n-

Cholinozeptoren)

motorischen

Endplatte.

Diese

Wirkung

wird

durch

Acetylcholinesterase-Hemmer

Neostigmin,

Edrophonium

Pyridostigmin

antagonisiert.

(Dosis,

erforderlich

ist,

eine

Unterdrückung

90 %

Muskelansprechens des Daumens bei Reizung des Nervus ulnaris hervorzurufen) beträgt bei

intravenöser Anästhesie ungefähr 0,3 mg Rocuroniumbromid pro kg Körpergewicht.

Innerhalb von 60 Sekunden nach intravenöser Gabe von 0,6 mg Esmeron pro kg

Körpergewicht (2 x ED

bei intravenöser Anästhesie) liegen bei nahezu allen Patienten

geeignete Intubationsbedingungen vor (bei 80 % aller Patienten sind die Bedingungen als

ausgezeichnet anzusehen). Innerhalb von 2 Minuten nach Verabreichung dieser Dosis tritt eine

allgemeine Muskelerschlaffung ein, die für jedes Verfahren ausreicht. Die klinische

Wirkungsdauer (Zeit bis zur 25%igen Spontanerholung der Kontrollzuckungsspannung)

beträgt bei dieser Dosis 30 - 40 Minuten.

Gesamtwirkungsdauer

(Zeit

90%igen

Spontanerholung

Kontrollzuckungsspannung) beläuft

sich auf

Minuten.

mittlere Dauer

Spontanerholung der Zuckungsspannung von 25 % auf 75 % (Erholungsindex) beträgt nach

einer Bolusdosis von 0,6 mg Esmeron pro kg Körpergewicht 14 Minuten.

Bei niedrigeren Dosen von 0,3 - 0,45 mg Esmeron pro kg Körpergewicht (1-1½ ED

) ist die Zeit

bis zum Wirkungseintritt verzögert und die Wirkungsdauer verkürzt. Nach Verabreichung von

0,45 mg

Esmeron

Körpergewicht

liegen

nach

Sekunden

akzeptable

Intubationsbedingungen vor.

Bei einer Blitzintubation der Narkose mit Propofol oder Fentanyl/Thiopental liegen bei 93 %

bzw. 96 % der Patienten innerhalb von 60 Sekunden nach Verabreichung von 1,0 mg

Rocuroniumbromid pro kg Körpergewicht akzeptable Intubationsbedingungen vor. Bei 70 % aller

Patienten dieser Gruppen werden die Intubationsbedingungen als ausgezeichnet beurteilt. Die

klinische Wirkungsdauer dieser Dosis beträgt annähernd 1 Stunde. Danach kann die

neuromuskuläre Blockade problemlos wieder aufgehoben werden. Nach Verabreichung einer

Dosis von 0,6 mg Rocuroniumbromid pro kg Körpergewicht liegen bei 81 % und 75 % aller

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Zusammenfassung der Produktkenmerke

Patienten, bei denen eine Blitzintubation der Narkose mit Propofol bzw. Fentanyl/Thiopental

durchgeführt wurde, innerhalb von 60 Sekunden akzeptable Intubationsbedingungen vor.

Durch Erhöhen der Esmeron-Dosis auf über 1,0 mg pro kg Körpergewicht wird keine wesentliche

Verbesserung

Intubationsbedingungen

erzielt;

dafür

verlängert

sich

jedoch

Wirkungsdauer. Dosen in einer Höhe von über 4x

wurden nicht untersucht. Die

Wirkungsdauer einer Erhaltungsdosis von 0,15 mg Rocuroniumbromid pro kg Körpergewicht

kann bei einer Enfluran- oder Isofluran-Narkose bei geriatrischen Patienten und bei Patienten mit

Leber- und/oder Nierenkrankungen etwas länger sein (Wirkungsdauer ungefähr 20 Minuten) als

bei Patienten, die unter intravenöser Narkose operiert werden und keine Funktionsstörung der

Ausscheidungsorgane aufweisen (Wirkungsdauer ungefähr 13 Minuten) (siehe Abschnitt 4.2). Bei

wiederholter Verabreichung von Erhaltungsdosen entsprechend den Empfehlungen wurde kein

kumulativer Effekt (progressiver Anstieg der Wirkungsdauer) beobachtet.

Nach einer Dauerinfusion auf der Intensivstation ist die Wiederherstellungszeit der TOF-Rate auf

0,7 von der Tiefe der neuromuskulären Blockade gegen Ende der Infusion abhängig. Die mediane

Zeit (Marge) zwischen der Rückkehr von T

auf TOF-Stimulation und einer TOF-Rate von etwa

0,7 bei Patienten ohne multiples Organversagen (multiple organ failure) beträgt nach einer

Dauerinfusion von minimal 20 Stunden annähernd 1,5 (1 – 5) Stunden, bei Patienten mit

multiplem Organversagen (multiple organ failure) 4 (1 – 25) Stunden.

Bei Patienten, die im kardiovaskulären Bereich operiert werden, treten nach Gabe von 0,6 -

0,9 mg Esmeron pro kg Körpergewicht im Zeitraum zwischen dem Eintritt der neuromuskulären

Blockade bis zum Einsatz der maximalen Wirkung vor allem folgende kardiovaskuläre

Erscheinungen auf: eine leichte, klinisch unbedeutende Zunahme der Herzfrequenz um bis zu

9 % und ein Anstieg des mittleren arteriellen Blutdrucks um bis zu 16 % der Kontrollwerte.

Durch Verabreichung von Acetylcholinesterase-Hemmern wie Neostigmin, Pyridostigmin oder

Edrophonium wird die Wirkung von Esmeron antagonisiert.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Nach der intravenösen Verabreichung einer einzelnen Bolusdosis Rocuroniumbromid verläuft

die Plasmakonzentration zeitlich in drei exponentiellen Phasen. Bei Erwachsenen beträgt die

mittlere Eliminationshalbwertzeit (95 % Zuverlässigkeitsintervall) 73 (66 – 80) Minuten, das

(scheinbare) Verteilungsvolumen unter Steady State-Bedingungen 203 (193 – 214) ml.kg

.min

, und die Plasmaclearance 3,7 (3,5 – 3,9) ml.kg

.min

Die Plasmaclearance bei geriatrischen Patienten und bei Patienten mit Nierenversagen erwies

sich in kontrollierten Studien als geringer. Sie erreichte in den meisten Studien jedoch nicht

die Grenze der statistischen Signifikanz. Bei Patienten mit Leberversagen ist die mittlere

Eliminationshalbwertzeit 30 Minuten länger, und die mittlere Plasmaclearance um 1 ml.kg

.min

. verringert. (Siehe Abschnitt 4.2).

Nach einer Dauerinfusion von minimal 20 Stunden zur Erleichterung der künstlichen

Beatmung ist die Eliminationshalbwertzeit länger und das (scheinbare) Verteilungsvolumen

unter Steady State-Bedingungen größer.

In klinischen Studien konnten zwischen den einzelnen Patienten signifikante Unterschiede

festgestellt werden, die von der Art und dem Ausmaß des multiplen Organversagens (multiple

organ failure) sowie dem Zustand des Patienten abhängig sind. Bei Patienten mit multiplem

Organversagen (multiple organ failure) beträgt die mittlere Eliminationshalbwertzeit (±

Standardabweichungen) 21,5 (± 3,3) Stunden, das (scheinbare) Verteilungsvolumen unter

Steady State-Bedingungen 1,5 (± 0,8) ml.kg

.min

, und die Plasmaclearance 2,1 (± 0,8) ml.kg

.min

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Zusammenfassung der Produktkenmerke

Rocuronium wird mit dem Urin und über die Galle ausgeschieden. Die Ausscheidung über den

Urin beträgt innerhalb von 12 – 24 Stunden annähernd 40 %. Neun Tage nach Verabreichung

einer radioaktiv gekennzeichneten Dosis Rocuroniumbromid beträgt die Ausscheidung der

Radiomarkierung mit dem Urin noch durchschnittlich 47 %, und über die Faeces 43 %. Etwa

50 % können in Form unveränderten Rocuroniums wieder aufgefunden werden.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Für die zumeist sehr komplexe klinische Situation von Patienten auf der Intensivstation gibt es

kein gutes Tiermodell. Darum wurde die Sicherheit von Esmeron zur Erleichterung der

künstlichen Beatmung auf der Intensivstation hauptsächlich auf der Grundlage von Ergebnissen

aus klinischen Studien beurteilt.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Esmeron enthält folgende sonstige Bestandteile:

Natriumacetat (zum pH-Ausgleich)

Natriumchlorid

Essigsäure (zum pH-Ausgleich)

Wasser für Injektionszwecke

6.2

Inkompatibilitäten

Wegen Inkompatibilität darf Esmeron nicht in Kombination mit Lösungen folgender Arzneimittel

verwendet

werden:

Amoxicillin,

Amphotericin,

Azathioprin,

Cefazolin,

Cloxacillin,

Dexamethason, Diazepam, Enoximon, Erythromycin, Famotidin, Furosemid, Hydrocortison-

Natriumsuccinat,

Insulin,

Intralipid,

Methohexital,

Methylprednisolon,

Prednisolon-

Natriumsuccinat, Thiopental, Trimethoprim und Vancomycin.

Mit Ausnahme der Lösungen, für die die Kompatibilität mit Esmeron nachgewiesen ist (siehe

Abschnitt 6.6), wird von der Mischung von Esmeron mit Lösungen oder Arzneimitteln in

derselben Spritze oder im selben Beutel abgeraten.

Falls Esmeron durch dieselbe Infusionsleitung verabreicht wird, die auch für andere

Arzneimittel verwendet wird, ist es wichtig, dass diese Infusionsleitung ausreichend gespült

wird (zum Beispiel mit 0, 9 % NaCl) zwischen der Verabreichung von Esmeron und

Arzneimitteln, für die eine Inkompatibilität mit Esmeron nachgewiesen ist, oder für die eine

Kompatibilität mit Esmeron nicht feststeht.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

Esmeron ist 3 Jahre haltbar, sofern es vorschriftsmäßig gelagert wird (siehe Abschnitt „Besondere

Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung“).

Das Datum auf der Verpackung und auf dem Etikett der Stechampulle ist das Verfalldatum, nach

dem Esmeron nicht mehr verwendet werden darf. Da Esmeron kein Konservierungsmittel

enthält, muss die Lösung direkt nach Öffnen des Fläschchens verbraucht werden.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

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Zusammenfassung der Produktkenmerke

Im Kühlschrank lagern (2°C - 8°C). Das Produkt ist außerhalb des Kühlschranks bei einer

Temperatur bis 30 °C maximal 12 Wochen haltbar. Einmal außerhalb des Kühlschranks

aufbewahrt, darf das Produkt nicht wieder in den Kühlschrank zurückgelegt werden. Die

Aufbewahrungsfrist darf das Verfalldatum nicht überschreiten.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Schachtel mit 10 oder 12 Durchstechflaschen à 50 mg Rocuroniumbromid.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Es wurden Kompatibilitätsstudien mit verschiedenen Infusionsflüssigkeiten durchgeführt.

Esmeron ist in nominalen Konzentrationen von 0,5 mg/ml und 2,0 mg/ml kompatibel mit:

0,9%iger NaCl-Lösung, 5%iger Glucose-Lösung, 5%iger Glucose-Lösung in 0,9%iger NaCl-

Lösung, sterilem Aqua ad iniect., Ringer-Laktat-Lösung und Haemaccel. Die Verabreichung

muss unmittelbar nach der Mischung begonnen werden und innerhalb von 24 Stunden erfolgt

sein. Reste nicht aufbewahren.

Esmeron kann zusammen mit Lösungen folgender intravenöser Arzneimittel im Schlauch

einer laufenden Infusion appliziert werden: Adrenalin, Alcuronium, Alfentanil, Aminophyllin,

Atracurium,

Atropin,

Ceftazidim,

Cefuroxim,

Cimetidin,

Clemastin,

Clindamycin,

Clomethiazol,

Clonazepam,

Clonidin,

Danaparoid,

Dobutamin,

Dopamin,

Dehydrobenzperidol,

Ephedrin,

Ergotamin,

Esmolol,

Etomidat,

Fentanyl,

Flucytosin,

Gallamin, Gentamicin, Dextrose 40 %, Glycopyrroniumbromid, Heparin, Isoprenalin,

Ketamin, Labetalol, Lidocain, Mannitol 20 %, Metoclopramid, Metoprolol, Metronidazol,

Midazolam, Milrinon, Morphin, Nifedipin, Nimodipin, Nitroglyzerin, Noradrenalin, Oxytocin,

Pancuronium, Pethidin, Pipecuronium, Kaliumchlorid, Promethazin, Propranolol, Ranitidin,

Salbutamol, Natriumkarbonat, Nitroprussid, Sufentanil, Suxamethonium, Vecuronium, und

Verapamil und auch mit Geloplasma und Thalamonal.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

MSD Belgium BVBA/SPRL

Lynx Binnenhof 5

B-1200 Brüssel

Tel: +32(0)27766211 (BE: 0800 38 693)

dpoc_belux@merck.com

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

BE176522

9.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig.

10.

DATUM

DER

ERTEILUNG

DER

ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG

DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung:

09/07/1996

Datum der Verlängerung der Zulassung:

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Zusammenfassung der Produktkenmerke

16/08/2012

11.

STAND DER INFORMATION

09/2017

Datum der letzten Genehmigung der ZMA: 11/2017

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