Esidrex 25 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Esidrex 25 mg Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • hydrochlorothiazidum 25 mg, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Esidrex 25 mg Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Diureticum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 24958
  • Berechtigungsdatum:
  • 22-12-1958
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Transferiert von Novartis Pharma Schweiz AG

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Esidrex®

Was ist Esidrex und wann wird es angewendet?

Esidrex ist ein Arzneimittel, das Hydrochlorothiazid als Wirksubstanz enthält und den Salz-

(Natriumchlorid-) und Wassergehalt im Körper vermindert, indem es die Urinausscheidung erhöht.

Esidrex wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet zur Behandlung des erhöhten

Blutdrucks sowie auch zur Behandlung anderer Krankheiten wie z.B. chronische

Herzmuskelschwäche, Ausschwemmung von Ödemen, Wasserharnruhr, bei übermässiger

Kalziumausscheidung im Harn und zur vorbeugenden Behandlung gegen die Bildung kalkhaltiger

Harnsteine.

Wann darf Esidrex nicht angewendet werden?

Wenden Sie Esidrex nicht an und informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ärztin, wenn Sie auf die

Wirksubstanz Hydrochlorothiazid überempfindlich reagieren oder Sie an einer schweren

Nierenerkrankung leiden und keinen Urin produzieren können.

Wann ist bei der Einnahme von Esidrex Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu

bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen!

Vor der Anwendung dieses Arzneimittels sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin darüber

informieren, wenn Sie auf Esidrex, einen der Hilfsstoffe oder andere Diuretika (Arzneimittel zur

Erhöhung der Urinausscheidung) allergisch reagieren, wenn Sie Allergien haben oder an Asthma

leiden, wenn Sie an eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion, Gicht, Diabetes (Zuckerkrankheit)

oder einem akuten Hautausschlag (Lupus erythematodes) leiden oder einmal gelitten haben, oder

falls Ihnen gesagt wurde, dass Sie niedrige Kaliumwerte (mit oder ohne Symptomen wie

Muskelschwäche, Muskelkrämpfe und abnormer Herzrhythmus), niedrige Natriumwerte (mit oder

ohne Symptome wie Müdigkeit, Verwirrtheit, Muskelzucken und Krämpfe) oder hohe Kalziumwerte

(mit oder ohne Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Magenschmerzen, häufiges

Wasserlösen, Durst, Muskelschwäche und Zucken) im Blut haben, wenn Ihnen mitgeteilt wurde,

dass Sie hohe Konzentrationen von Harnsäure in Ihrem Blut haben, wenn bei Ihnen eine Abnahme

des Sehvermögens oder Augenschmerzen auftreten. Dies könnten Symptome eines erhöhten Druckes

in Ihren Augen sein, und sie können innerhalb von Stunden bis Wochen nach Einnahme von Esidrex

vorkommen. Dies kann zu einer Sehschwäche führen, falls dies nicht behandelt wird.

Sollten bei Ihnen oben erwähnte Symptome auftreten, sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre

Ärztin kontaktieren.

Vorsicht ist geboten, falls Sie an eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion leiden oder gelitten

haben.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin ebenfalls, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden. Es könnte

notwendig sein, die Dosierung zu ändern oder in einigen Fällen sogar die Einnahme bzw.

Anwendung eines Arzneimittels zu beenden. Dies gilt besonders für:

·Lithium, Antidepressivum, Antipsychotikum (und Arzneimittel zur Behandlung von

psychologischen Leiden),

·Antieptileptikum z.B. Carbamazepine (zur Behandlung von Konvulsionen)

·andere Arzneimittel zur Senkung des Blutdrucks,

·Arzneimittel zur Schmerz- oder Entzündungslinderung, besonders nicht-steroidale

Entzündungshemmer, und Cox-2 selektive Wirkstoffe,

·Kortison-ähnliche Arzneimittel, Steroide und Carbenoxolone (zur Behandlung von

Geschwürbildung und Entzündungen), Antibiotikum wie z:B Penicillin G, Amphotericin B und

Antirheuma-Mittel (zur Behandlung von Herzproblemen),

·Digoxin oder andere Digitalis-Glykoside (zur Behandlung von Herzproblemen),

·Insulin oder über den Mund eingenommene Arzneimittel gegen Diabetes (zur Behandlung eines

hohen Blutzucker-Spiegels),

·Cholestyramin und Colestipol oder andere Harze zur Behandlung eines hohen Blutlipid-Spiegels),

·Muskelentspannende Arzneimittel (zum Einsatz während Operationen),

·Allopurinol (zur Behandlung von Gicht),

·Amantadin (zur Behandlung der Parkinson’schen Krankheit und zur Behandlung oder Vorbeugung

von durch Viren verursachten Krankheiten),

·Zytotoxische Arzneimittel (Krebsbehandlung),

·Anticholinerge Mittel zur Behandlung einer Reihe von Krankheiten wie Magen-Darm-Krämpfen,

Krämpfen der Harnblase und Muskeln, sowie Asthma, Reisekrankheit und Parkinson’sche

Krankheit),

·Cyclosporin (bei Transplantations- und Autoimmunstörungen),

·Vitamin D und Kalziumsalze,

·Diazoxide (zur Behandlung von Bluthochdruck oder Hypoglykämie)

·Barbiturate oder Narkotika (Schlaf- oder Narkosemittel) und Alkohol. Bei gleichzeitiger

Anwendung besteht die Gefahr eines Blutdruckabfalls beim Aufstehen mit Folgen wie Schwindel,

Sturz.

·Blutdrucksteigernde Amine, wie z.B. Noradrenalin (Substanzen zur Erhöhung des Blutdrucks).

Darf Esidrex während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit soll Esidrex nicht eingenommen werden; es sei

denn, der Arzt bzw. die Ärztin empfiehlt Ihnen ausdrücklich, das Arzneimittel einzunehmen.

Esidrex tritt in die Muttermilch über. Wenn Sie Ihr Kind stillen, sollen Sie ohne ärztliche Anweisung

das Arzneimittel nicht einnehmen.

Wie verwenden Sie Esidrex?

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Ihnen eine Dosierung, die Ihren Bedürfnissen angepasst ist,

verschreiben. Befolgen Sie bitte seine/ihre Anweisungen.

Im Allgemeinen wird empfohlen, das Arzneimittel jeden Tag zur gleichen Zeit, am besten morgens

mit dem Frühstück, einzunehmen. Die Tabletten sind mit einer Bruchrille versehen und lassen sich

leicht auseinanderbrechen.

Während der Behandlung mit Esidrex ist eine kaliumreiche Kost (Obst und Gemüse) angebracht, es

ist jedoch nicht ratsam, eine streng kochsalzarme Diät einzuhalten.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Esidrex haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme oder Anwendung von Esidrex auftreten:

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin unverzüglich, wenn eine der folgenden Nebenwirkungen

auftritt:

·Hautausschlag mit oder ohne Atemschwierigkeiten (mögliche Anzeichen einer

Überempfindlichkeitsreaktion)

·Gesichtsausschlag, Gelenkschmerzen, Muskelfunktionsstörungen, Fieber (mögliche Anzeichen für

einen Lupus erythematodes)

·Hautausschlag, Hautrötung, Blasenbildung auf den Lippen, Augen oder dem Mund, sich schälende

Haut, Fieber (mögliche Anzeichen einer toxischen epidermalen Nekrolyse, Erythema multiforme)

·Hautausschlag, purpurrote Flecken, Fieber, Juckreiz (mögliche Anzeichen einer nekrotisierenden

Vaskulitis)

·Ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwächezustände, Muskelkrämpfe, unregelmässiger Herzschlag

(mögliche Anzeichen eines Kaliummangels)

·Ungewöhnliche Müdigkeit, Verwirrtheit, Muskelzucken oder Muskelkrämpfe (mögliche Anzeichen

eines Natriummangels)

·Verwirrtheit, Müdigkeit, Muskelzucken und Muskelkrämpfe, schnelles Atmen (mögliche Anzeichen

eines Chloridmangels)

·Gastrointestinale Störungen, wie Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Bauchschmerzen, häufiges

Wasserlösen, Durst, Muskelschwäche und Muskelzucken (mögliche Anzeichen eines erhöhten

Calcium-Spiegels im Blut)

·Heftige Schmerzen im Oberbauch (mögliches Anzeichen einer Pankreatitis)

·schweres oder anhaltendes Erbrechen bzw. Durchfall

·unregelmässiger Herzschlag (mögliches Anzeichen einer Herzrhythmusstörung)

·Violette Hautflecken (mögliches Anzeichen einer Thrombozytopenie purpura)

·Fieber, Halsweh, häufigere Ansteckung (mögliche Anzeichen einer Agranulozytose)

·Fieber, Halsweh oder Geschwürbildung im Mund auf Grund von Infektionen (mögliche Anzeichen

einer Leukopenie)

·Schwächezustände, Blutergüsse und häufige Infektion (mögliche Anzeichen einer Panzytopenie,

Myelosuppression)

·Blasse Haut, Müdigkeit, Atemnot, dunkler Urin (mögliche Anzeichen einer hämolytischen Anämie)

·Stark verminderte Urinausscheidung (mögliches Anzeichen einer Funktionsstörung der Niere oder

eines Nierenversagens)

·Abnahme des Sehvermögens mit oder ohne Augenschmerzen auf Grund eines erhöhten

Augendrucks (mögliche Anzeichen eines Winkelblockglaukom)

Die folgenden ernsthaften Nebenwirkungen treten bei der Einnahme von Esidrex sehr häufig (bei

mehr als 1 von 10 Patienten) auf:

Bei der Anwendung von Esidrex wurden sehr häufig (bei mehr als 1 von 10 Patienten) Fälle von

Kaliummangel (vor allem bei höherer Dosierung) und einer Erhöhung des Lipidspiegels im Blut

beobachtet.

Häufig (bei mehr als 1 von 100 Patienten) traten Fälle von Natrium- und Magnesiummangel, einer

Erhöhung des Harnsäurespiegels im Blut, verminderter Appetit, Schwindel durch zu schnelles

Aufrichten, leichte Übelkeit, Erbrechen, Nesselsucht und andere Hautausschläge einschliesslich

Hautrötungen (manchmal verbunden mit Juckreiz) sowie Erektionsstörungen auf.

Bei der Anwendung von Esidrex traten selten (bei mehr als 1 von 10‘000 Patienten) auch Fälle eines

Mangels an Blutplättchen im Blut (manchmal mit Kapillarblutungen der Haut), einer Erhöhung des

Calcium-Spiegels im Blut, eines Anstiegs der Blutglukosekonzentration, einer Ausscheidung von

Traubenzucker über den Harn, einer Verschlechterung einer diabetischen Stoffwechsellage,

Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Depressionen, Empfindungsstörungen

der Haut („Ameisenlaufen“), Störungen der Sehschärfe (besonders in den ersten

Behandlungswochen), Herzrhythmusstörungen, Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall,

Gallenstauung oder Gelbsucht, sowie Lichtempfindlichkeit auf.

In sehr seltenen (bei weniger als 1 von 10‘000 Patienten) traten Fälle eines Mangels an weissen

Blutkörperchen, Knochenmarkinsuffizienz und Blutarmut (hämolytische Anämie),

Überempfindlichkeitsreaktionen, Entzündungen der Gefässe mit einer Zerstörung der Gefässwände,

Atmungsbeschwerden (einschliesslich Entzündungen der Lunge und Flüssigkeitsansammlung in der

Lunge), Entzündung der Bauchspeicheldrüse, blasige Ablösungen der Haut oder akuter

Hautausschlag (Lupus erythematodes) auf.

Zudem wurden Fälle mit unbekannter Häufigkeit von akutem Nierenversagen,

Nierenfunktionsstörung, Blutarmut (aplastische Anämie), entzündliche Erkrankung der Haut oder

Schleimhaut, Fieber, Muskelspasmen, Schwächegefühl, akute Kurzsichtigkeit sowie

Winkelblockglaukom beobachtet.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Während der Behandlung mit Esidrex sollten Sie andere Arzneimittel nur dann einnehmen, wenn Ihr

Arzt bzw. Ihre Ärztin damit einverstanden ist.

Was ist ferner zu beachten?

Arzneimittel sollen für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel soll vor Feuchtigkeit und Licht geschützt und bei Raumtemperatur (15-25°C) in der

Originalverpackung aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Esidrex enthalten?

Eine Tablette mit Bruchrille enthält 25 mg Hydrochlorothiazid.

Zulassungsnummer

24958 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Esidrex? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 100 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

Medius AG, 4132 Muttenz

Diese Packungsbeilage wurde im November 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.