Erythrocin

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Erythrocin 500 mg - Filmtabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 12 Stück, Laufzeit: 24 Monate,20 Stück, Laufzeit: 24 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Erythrocin 500 mg - Filmtabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Erythromycin
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-18764
  • Berechtigungsdatum:
  • 26-09-1989
  • Letzte Änderung:
  • 07-03-2018

Packungsbeilage

Seite 1 von 9

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR PATIENTEN

Erythrocin 500 mg - Filmtabletten

Wirkstoff: Erythromycin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

WAS IN DIESER PACKUNGSBEILAGE STEHT

Was ist Erythrocin und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Erythrocin 500 mg – Filmtabletten beachten?

Wie sind Erythrocin 500 mg – Filmtabletten einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie sind Erythrocin 500 mg - Filmtabletten aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST ERYTHROCIN UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Erythrocin ist ein Antibiotikum aus der sogenannten Gruppe der Makrolide. Antibiotika

hemmen das Wachstum von bestimmten Bakterien (Krankheitserreger), die Infektionen

hervorrufen.

Erythrocin wird verwendet, um Infektionen vorzubeugen und zu behandeln, wie

Infektionen der Atemwege, wie z.B. Bronchitis und Pneumonie

Infektionen des Hals-, Nasen- und Ohrenbereichs

Augeninfektionen

Haut- und Gewebeinfektionen, wie z.B. Akne, Wundrose.

Diphtherie

Harntraktinfektionen

Syphilis

Es wird auch verwendet zur Prävention von Keuchhusten (Pertussis).

Sie müssen mit Ihrem Arzt sprechen, wenn Sie sich nicht besser fühlen oder wenn Sie sich

schlechter fühlen.

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON ERYTHROCIN 500 mg -

FILMTABLETTEN BEACHTEN?

Erythrocin 500 mg - Filmtabletten dürfen nicht eingenommen werden,

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wenn Sie allergisch gegen Erythromycin, oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

wenn Sie bereits früher mit anderen Makrolid-Antibiotika wie Clarythromycin oder

Azithromycin behandelt wurden und dabei Überempfindlichkeitsreaktionen auftraten.

wenn Sie unter schweren Leberproblemen leiden (siehe auch „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“)

wenn Sie gleichzeitig Ergotamin oder Dihydroergotamin (Arzneimittel zur Behandlung

von Migräne) einnehmen.

wenn Sie an Herzrhythmusstörungen (QT-Verlängerung) leiden

im Fall, dass Ihre Bluttests ergeben, dass Sie niedrige Kaliumwerte (Hypokaliämie) und

niedrige Magenisumwerte (Hypomagnesämie) haben

im Fall Sie haben Veränderungen des normalen Herzschlages (Herzrhythmusstörungen)

oder Sie an Herzproblemen leiden, die Kurzatmigkeit oder geschwollene Gelenke

verursachen kann (Herzinsuffizienz).

wenn Sie Simvastatin, Lovastatin oder Atorvastatin (Arzneimittel zur Senkung der

Blutfette) einnehmen. Die Behandlung mit diesen Arzneimitteln muss während der

Anwendung von Erythrocin unterbrochen werden.

wenn Sie Terfenadin und Astemizol einnehmen (Arzneimittel zur Behandlung von

Heuschnupfen und Allergien).

Cisaprid (Arzneimittel zur Anregung der Darmbewegung), Pimozid (Arzneimittel zur

Behandlung bestimmter psychiatrischer Erkrankungen), Neuroleptika (Arzneimittel zur

Behandlung zerebraler Krämpfe), Antidepressiva (Arzneimittel gegen

Stimmungsschwankungen), Antibiotika (einige Fluorchinolone, Imidazol-

Antipilzmittel und Antimalariamittel), einige Arzneimittel gegen Krebserkrankungen

(z. B. Arsentrioxid), Methadon (Arzneimittel zur Schmerzbehandlung) und Pentamidin

(Arzneimittel zur Behandlung von Malaria).

wenn Sie Domperidon einnehmen (Arzneimittel, welches zur Behandlung von Übelkeit

(Krankheitsgefühl) und Erbrechen (Kranksein) verwendet wird).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Erythrocin anwenden.

Wenn Sie bestimmte Herzrhythmusstörungen haben (Long-QT-Syndrom oder

erworbene QT-Verlängerung) oder bestimmte Arzneimittel einnehmen, die dazu

führen können wie Quinidin, Procainamid, Amiodaron, Sotalol, Dofetilid (Arzneimittel

zur Behandlung von erhöhter Herzfrequenz)

Wenn Sie unter Leberproblemen leiden oder Ihnen gesagt wurde, dass Arzneimittel, die

Sie einnehmen, Leberprobleme verursachen können oder wenn Sie über 65 Jahre alt sind

Wenn Sie schon einmal nach der Einnahme von Antibiotika Durchfall hatten

Wenn Sie unter Nierenproblemen leiden

Wenn Sie unter bestimmten Atemwegsinfektionen leiden, ist es unter Umständen

notwendig, Erythromycin zusammen mit anderen Antibiotika zu geben

Wenn Sie schwanger sind und Ihnen mitgeteilt wurde, dass sie an einer

Geschlechtskrankheit namens Syphilis leiden. In diesem Fall wirkt Erythromycin

möglicherweise nicht, um die Übertragung dieser Infektion auf Ihr Baby zu verhindern.

Fragen Sie Ihren Arzt, bevor Sie Erythromycin erhalten bzw. wenn Sie während Ihrer

Schwangerschaft im frühen Stadium der Syphilis behandelt wurden und ihr Kind unter

einem Jahr alt ist und ihm Erythromycin verschrieben wird, fragen Sie Ihren Arzt, bevor

Sie Ihrem Kind Erythromycin geben.

Wenn Sie ein Kleinkind mit Antibiotika behandeln und wenn bei dem Kind im

Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme eine Reizbarkeit oder Erbrechen auftreten,

sollten Sie sofort Ihren Arzt aufsuchen.

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Wenn eine Behandlung mit Erythromycin länger als drei Wochen erfolgen muss, sollten

Leber- und Nierenfunktionstests durchgeführt werden

Wenn Sie Arzneimittel zur Senkung der Blutfette nehmen, wie Simvastatin, Lovastatin

und Atorvastatin

Wenn Sie an einer Erkrankung namens Myasthenia gravis leiden, die eine

Muskelschwäche hervorruft, fragen Sie Ihren Arzt, bevor Sie Erythromycin einnehmen

Wenn Sie nach der Einnahme dieses Arzneimittels unter Sehstörungen leiden oder bereits

an Sehstörungen gelitten haben.

Einnahme von Erythrocin zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingeommen/angewendet haben oder

beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Die Wirkungen mancher Arzneimittel können durch die gleichzeitige Anwendung anderer

Arzneimittel beeinflusst werden. Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie regelmäßig andere

Arzneimittel einnehmen oder wenn Sie andere Arzneimittel gleichzeitig mit Erythromycin

einnehmen möchten. Ihr Arzt kann Ihnen sagen, ob unter diesen Umständen mit

Unverträglichkeit zu rechnen ist oder ob besondere Maßnahmen erforderlich sind, wenn Sie

dieses Arzneimittel anwenden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eines der nachfolgenden aufgeführten

Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden oder kürzlich eingenommen bzw. angewendet haben:

Simvastatin, Lovastatin, Atorvastatin (Arzneimittel zur Senkung der Blutfette)

Ergotamin oder Dihydroergotamin (Arzneimittel zur Behandlung von Migräne)

Carbamazepin, Phenytoin und Valproinsäure (Arzneimittel zur Behandlung von

epileptischen Anfällen)

Colchicin (Arzneimittel zur Behandlung von Knochenerkrankungen wie Gicht und

Arthritis)

Cimetidin, Omeprazol (Arzneimittel zur Behandlung von Sodbrennen und damit

verbundenen Erkrankungen)

Clarithromycin (Arzneimittel zur Behandlung von bakteriellen Infektionen)

Digoxin, Quinidin oder Disopyramid (Arzneimittel zur Behandlung von Herzproblemen)

Hexobarbiton, Midazolam (Beruhigungsmittel)

Warfarin, Acenocoumarol (gerinnungshemmende Arzneimittel)

Theophyllin (Arzneimittel zur Behandlung von Asthma)

Ciclosporin oder Tacrolimus (Arzneimittel, die nach einer Organtransplantation gegeben

werden)

Bromocriptin (Arzneimittel zur Behandlung der Parkinsonschen Erkrankung, einer

Erkrankung des Nervensystems, die durch Bewegungs- und Sprechstörungen

gekennzeichnet ist)

Zopiclon, Triazolam, Alprazolam, Midzolam oder Benzodiazepin (Schlaf-

/Beruhigungsmittel)

Alfentanil (Narkosemittel)

Methylprednisolon (Arzneimittel zur Unterdrückung der körpereigenen Immunabwehr)

Cilostazol (Arzneimittel gegen Durchblutungsstörungen in den Beinen)

Verapamil (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck und Schmerzen im

Brustraum)

Vinblastin, Arsentrioxid (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Krebsarten)

Sildenafil (Arzneimittel zur Behandlung von Erektionsstörungen)

Clindamycin, Lincomycin, Chloramphenicol, Streptomycin, Penicillin, Cephalosporine,

Tetracycline und Colistin (Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen)

Saquinavir, Ritonavir, Indinavir, Nelfinavir, Amprenavir (Arzneimittel zur Behandlung

von Virusinfektionen)

Rifabutin und Rifampicin (antibiotischer Wirkstoff zur Behandlung von Tuberkulose)

Echtes Johanniskraut (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen)

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Terfenadin und Astemizol (Arzneimittel zur Behandlung von Allergien)

Fluconazol, Ketoconazol und Itraconazol (Arzneimittel zur Behandlung von

Pilzinfektionen)

Cisaprid (Arzneimittel zur Anregung der Darmbewegung)

Pimozid (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter psychiatrischer Erkrankungen)

Methadon (Arzneimittel zur Schmerzbehandlung)

Pentamidin (Arzneimittel zur Behandlung von Malaria)

Domperidon (Arzneimittel zur Behandlung von Übelkeit (Krankheitsgefühl) und

Erbrechen (Kranksein))

Entzündungen der Lunge (Pneumonie)

Bei einer Entzündung der Lungen und daraus folgender Infektion (z.B. außerhalb des

Krankenhauses erworbene Pneumonie) ist Erythrocin wegen der häufigen Resistenz des

Haupterregers nicht das Mittel der Wahl. Bei solchen Pneumonien sollte Erythrocin nur in

Kombination mit anderen Antibiotika verwendet werden. Fragen Sie hierzu bei Bedarf Ihren

Arzt.

Langzeitanwendung oder Verwendung hoher Dosen:

Bei einer Behandlungsdauer länger als 3 Wochen wird eine regelmäßige Kontrolle des

Blutbildes empfohlen, um die Funktion von Nieren und Leber zu überwachen.

Eine längerfristige und/oder wiederholte Anwendung von Erythrocin kann zu einer Neu- oder

Zweitinfektion mit Erythromycin-unempfindlichen (resistenten) Bakterien oder Sprosspilzen

führen.

Auf Zeichen einer möglichen Folgeinfektion mit solchen Erregern ist zu achten (Pilzbefall der

Schleimhäute mit Rötung und weißlichen Belägen der Schleimhäute). Folgeinfektionen

müssen entsprechend behandelt werden.

Einnahme von Erythrocin zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Erythrocin sollte möglichst vor oder nach (ca. 1 – 2 Stunden) den Mahlzeiten eingenommen

werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Bei Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit müssen Nutzen und Risiko sorgfältig

gegeneinander abgewogen werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Nach den bisherigen Erfahrungen hat Erythromycin vernachlässigbaren Einfluss auf die

Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit. Jedoch kann das Auftreten von Nebenwirkungen die

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen negativ beeinflussen.

3.

WIE SIND ERYTHROCIN 500 mg - FILMTABLETTEN EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie Erythrocin 500 mg - Filmtabletten immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt

ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Erythrocin 500 mg - Filmtabletten nicht

anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Erythrocin 500

mg - Filmtabletten sonst nicht richtig wirken können.

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Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Säuglinge, Kleinkinder und Kinder bis zum 8. Lebensjahr:

Die Tagesdosis beträgt 30 (– 50) mg/kg Körpergewicht), aufgeteilt in 2 - 4 Einzelgaben.

Im Fall von schweren Infektionen kann die Dosis bis zu 50 mg/kg/Tag in aufgeteilten

Dosen erhöht werden.

Für

Säuglinge, Kleinkinder und Kinder bis zum 8. Lebensjahr

steht nur eine intravenöse

(direkt in eine Vene) Darreichungsform zur Verfügung.

Kinder und Jugendliche bis zum 14. Lebensjahr und einem Körpergewicht zwischen 30

und 50 kg

Die Tagesdosis für Kinder und Jugendlichen von 8 - 14 Jahren (von 30 kg bis 50 kg

Körpergewicht) beträgt 1 - 2 g Erythromycin pro Tag, aufgeteilt in 3 oder 4 Einzelgaben.

Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr und Erwachsene mit einem Körpergewicht über 50 kg:

Die Tagesdosis beträgt 30 mg/kg Körpergewicht. Die Tagesdosis beträgt 1,5 - 2 g

Erythromycin pro Tag, aufgeteilt in 3 oder 4 Einzelgaben.

Bei schweren Infektionen oder mäßig empfindlichen Keimen kann die Tagesdosis bis auf

das Doppelte erhöht werden:

Die Tagesdosis beträgt dann maximal 4 g Erythromycin pro Tag, aufgeteilt in 3 oder 4

Einzelgaben, im Fall von schweren Infektionen.

Patienten mit Nieren- oder Leberproblemen

Wenn Sie Nierenprobleme haben, kann die Dosis möglicherweise geändert werden. Eine

andere Stärke oder ein anderes Arzneimittel kann von Ihrem Arzt gewählt werden.

Wenn Sie Leberprobleme haben, kann es sein, dass häufiger Blutuntersuchungen

vorgenommen werden, um die Funktion Ihrer Leber zu überwachen. Bei schweren

Leberproblemen darf Erythrocin nicht angewendet werden.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen. Erythrocin 500 mg - Filmtabletten sollte möglichst 1 bis 2 Stunden vor oder

nach den Mahlzeiten eingenommen werden.

Dauer der Anwendung:

Die Dauer der Behandlung wird von Ihrem Arzt festgelegt.

Bei bakteriellen Infektionskrankheiten richtet sich die Behandlungsdauer nach dem Verlauf

der Erkrankung. Normalerweise ist eine Behandlungsdauer von 7 - 8 Tagen ausreichend. Im

Interesse eines nachhaltigen Behandlungserfolges sollten Erythrocin 500 mg - Filmtabletten

auch nach Abklingen der Krankheitserscheinungen unbedingt noch 2 - 3 Tage länger

eingenommen werden.

Bei der Behandlung von Infektionen mit Streptococcus pyogenes (z. B. Mandel- und

Rachenentzündung, Wundrose, Scharlach) ist vorsorglich eine Mindestbehandlungsdauer von

10 Tagen angezeigt, um Spätkomplikationen

z. B. rheumatisches Fieber, rheumatische

Herzentzündung, Glomerulonephritis (Nierenerkrankung)

vorzubeugen.

Eine länger dauernde Behandlung mit Erythrocin 500 mg - Filmtabletten oder

Wiederholungsbehandlungen (s.a. Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“

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sollten nur nach strenger Indikationsstellung (Grund für die Arzneimittelanwendung) und

unter fortlaufender Überwachung durch Ihren Arzt erfolgen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die

Wirkung von Erythrocin 500 mg - Filmtabletten zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Erythrocin 500 mg - Filmtabletten eingenommen haben

als Sie sollten

Bei einer geringen Überdosierung von Erythrocin 500 mg - Filmtabletten ist kaum mit

Vergiftungserscheinungen zu rechnen (siehe Abschnitt 'Nebenwirkungen'). Es können Magen-

Darm-Störungen in Form von Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Blähungen, weichen

Stühlen oder Durchfall sowie Hörverluste und Tinnitus auftreten.

Berichte über Vergiftungsfälle mit Erythromycin liegen bisher nicht vor.

Verständigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung dennoch einen Arzt, damit dieser über

das weitere Vorgehen, die Behandlung der Überdosierung oder andere Gegenmaßnahmen

entscheiden kann.

Wenn Sie die Einnahme von Erythrocin 500 mg - Filmtabletten vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben.

Wenn Sie Ihr Versehen noch am gleichen Tag bemerken, nehmen Sie die zu wenig

eingenommene Arzneimenge noch am selben Tag nachträglich ein.

Bemerken Sie Ihr Versehen erst am nächsten Tag, so nehmen Sie nicht mehr Erythrocin 500

mg - Filmtabletten ein, sondern setzen die Einnahme der gleichen Menge von Erythrocin 500

mg - Filmtabletten wie verordnet fort. Es kann erforderlich sein, die Behandlung dann um

einen Tag zu verlängern.

Sprechen Sie in solch einem Fall bitte mit Ihrem Arzt. Ein Gespräch mit Ihrem Arzt sollten

Sie auch führen, wenn Sie mehrfach die Einnahme vergessen oder zu wenig eingenommen

haben.

Wenn Sie die Einnahme von Erythrocin 500 mg - Filmtabletten abbrechen

Wenn Sie die Behandlung vorzeitig beenden oder sie zeitweise unterbrechen, gefährden Sie

den Behandlungserfolg.

Selbst bei einer spürbaren Besserung Ihres Befindens ist die Behandlung mit Erythrocin 500

mg - Filmtabletten unbedingt zu Ende zu führen, da nur so eine vollständige Beseitigung der

Krankheitserreger gewährleistet ist. Sprechen Sie daher auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, bevor

Sie eigenmächtig die Behandlung mit Erythrocin 500 mg - Filmtabletten unterbrechen oder

vorzeitig beenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Nebenwirkungen, auf die Sie achten müssen

Allergische Reaktionen:

Hautausschlag, der eine Krankheit oder Fieber begleitet (Exanthem)

Entzündung von Blutgefäßen (Vaskulitis), die sich in roten oder violetten erhabenen

Flecken auf der Haut äußern kann, aber auch andere Körperbereiche betreffen kann

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Fieber, Gelenkschmerzen, vergrößerte Lymphknoten im Bereich von Hals,

Achselhöhle oder Leistengegend

Schwellungen, manchmal im Gesicht oder Mund (Angioödem), die Atemprobleme

verursachen

Kollaps.

Gelbfärbung der Haut (Gelbsucht)

Kontaktieren Sie unverzüglich einen Arzt, wenn eines dieser Anzeichen bei Ihnen auftritt.

Die Anwendung von Erythrocin muss beendet werden.

Entzündung des Dickdarms

Eine Entzündung des Dickdarms, die zu wässrigen Durchfall und in der Regel Blut und

Schleim im Stuhl führt, Magenschmerzen und/oder Fieber.

Muskelschmerzen / -schwäche

unerklärliche Muskelschmerzen oder Schwäche oder dunkel gefärbter Urin wenn Sie

gleichzeitig ein Mittel zur Senkung der Blutfette einnehmen.

Fragen Sie einen Arzt so schnell wie möglich um Rat, wenn diese Nebenwirkungen

auftreten.

Häufig (

kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

)

Appetitlosigkeit (Anorexie)

Übelkeit

Erbrechen

Bauchschmerzen

Flatulenz (Blähungen)

Krämpfe

Weiche Stühle oder Durchfall

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100

Behandelten

betreffen)

Allergische Reaktionen inkl. Hautreaktionen wie Hautrötung, Juckreiz

Soor (Mund und Scheide)

Bluttests mit veränderten Leberfunktionswerten

Selten (

kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

)

Arzneimittelfieber (Fieber bei nicht vorhandener Infektion)

Schwellungen im Gesicht

Schwellungen der Gelenke

Dunkler Harn, gelbliche Verfärbung der Haut und der Augen und faulig riechender

oder fettiger Stuhl (es könnte sich um eine sogenannte cholestatische Gelbsucht

handeln)

Sehr selten (

kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

)

Schwere allergische Reaktionen inkl. anaphylaktischer Schock

Klingeln in den Ohren (Tinnitus) oder Hörverlust

Bei Kindern kann es zu einer Pylorusstenose kommen (Erbrechen, Bauchschmerzen)

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Entzündung der Bauchspeicheldrüse charakterisiert durch Magenschmerzen,

Übelkeit, Erbrechen, Fieber oder Herzklopfen

Schwellung und/oder Entzündung der Leber, Leberversagen

Schwere Hauterkrankungen mit Störung des Allgemeinbefindens, Fieber,

Blasenbildung, Rötung, Ablösung der Haut und der Schleimhaut (Erythema

multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom oder toxisch-epidermale Nekrolyse)

Nierenfunktionsstörung

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar)

Abnormaler Anstieg von bestimmten weißen Blutkörperchen (Eosinophilie)

Niedriger Blutdruck (Hypotonie)

Verschwommenes und/oder Doppeltsehen

Erhöhte Herzfrequenz, Herzklopfen

Atemlosigkeit

Kopfschmerzen

Verwirrung

Schwellung/Empfindlichkeit/Schmerzen der Muskeln

Brustschmerzen, Fieber, Unwohlsein

Anfälle (Krämpfe)

Schläfrigkeit

Schwindelgefühl

Abdominelle Beschwerden

Halluzinationen (Dinge hören, sehen, fühlen, riechen und sogar schmecken, die gar

nicht vorhanden sind)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE SIND ERYTHROCIN 500 mg - FILMTABLETTEN AUFZUBEWAHREN?

Aufbewahrungsbedingungen:

Nicht über 25ºC lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

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Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis nach

„Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Erythrocin 500 mg – Filmtabletten enthalten:

Der Wirkstoff ist Erythromycin:

1 Filmtablette enthält 588 mg Erythromycinethylsuccinat (Ph. Eur.) entsprechend 500 mg

Erythromycin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Calciumhydrogenphosphat, Carboxymethylstärke-Natrium, Maisstärke; Povidon,

Magnesiumstearat, Hypromellose, Macrogol 400, Macrogol 8000, Sorbinsäure; Titandioxid

(E171), Chinolingelb (E104).

Wie Erythrocin 500 mg – Filmtabletten aussehen und Inhalt der Packung:

Erythrocin 500 mg – Filmtabletten sind hellgelbe, ovale Tabletten und in Packungen zu 12

und 20 Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Amdipharm Ltd., Dublin 4, Irland

Hersteller

Aesica Queenborough Ltd.

Queenborough, England

Vertrieb

Pro Farma GmbH

Josef-Jessernigg-Straße 19

A-2000 Stockerau

Z.Nr.: 1-18764

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Jänner 2018.

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