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Ergomed - Tropfen

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Ergomed - Tropfen
  • Einheiten im Paket:
  • 15 ml, Laufzeit: 36 Monate,50 ml, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge
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Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Ergomed - Tropfen
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Ergoloidmesylat
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 15917
  • Berechtigungsdatum:
  • 24-08-1976
  • Letzte Änderung:
  • 09-08-2017

Packungsbeilage


GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Ergomed - Tropfen

Wirkstoff: Co-Dergocrinmesilat (Dihydroergotoxinmethansulfonat)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme 

dieses Arzneimittels beginnen.

Heben  Sie  die  Packungsbeilage  auf.  Vielleicht  möchten  Sie  diese  später  nochmals 

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte 

weiter.  Es  kann  anderen  Menschen  schaden,  auch  wenn  diese  die  gleichen 

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn  eine  der  aufgeführten  Nebenwirkungen  Sie  erheblich  beeinträchtigt  oder  Sie 

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, 

informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

Was sind Ergomed - Tropfen und wofür werden sie angewendet?

Was müssen Sie vor der Einnahme von Ergomed - Tropfen beachten?

Wie sind Ergomed - Tropfen einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie sind Ergomed - Tropfen aufzubewahren?

Weitere Informationen

1. WAS SIND Ergomed - Tropfen UND WOFÜR WERDEN SIE ANGEWENDET?

Der  in  Ergomed  -  Tropfen  enthaltene  Wirkstoff  Co-Dergocrinmesilat  gehört  zur  Wirkstoff-

gruppe  der  Mutterkornalkaloide  und  wirkt  unterstützend,  um  die  altersbedingte 

Beeinträchtigung der Funktion der Gehirnzellen zu verbessern. 

Der  Wirkstoff  Co-Dergocrinmesilat  besetzt  bestimmte  Bindungsstellen  verschiedener 

körpereigener  Botenstoffe,  die  Impulsübertragungen  zwischen  Nervenzellen  beeinflussen. 

Besteht ein Ungleichgewicht zwischen diesen Botenstoffen, so treten Störungen auf. Durch 

Ergomed - Tropfen werden die Wirkungen an den Nervenzellen teilweise gehemmt und zum 

anderen Teil verstärkt, sodass wieder ein Gleichgewicht hergestellt wird. Dadurch kommt es 

unter anderem zu einer Verbesserung der Stoffwechselleistung der Gehirnzellen. 

Ergomed - Tropfen werden angewendet

als  unterstützende  Maßnahme  bei  Hirnleistungsstörungen  im  Alter,  wenn  andere 

Arzneimittel nicht wirksam sind bzw. nicht vertragen werden. 

Typische Beschwerden, bei denen die Anwendung von Ergomed - Tropfen hilfreich sein 

kann,  sind  Störungen  der  geistigen  Leistungsfähigkeit  (Konzentrationsschwäche), 

Befindlichkeit,  Motivation  (Mangel  an  Eigeninitiative)  und  sozialen  Interaktion 

(Zurückgezogenheit, Isolation).

Die Bedingungen, unter denen günstige Wirkungen erwartet werden können, sind jedoch 

nicht  vorhersehbar;  es  ist  auch  nicht  sicher,  welche  Krankheitserscheinungen  beim 

einzelnen Patienten günstig zu beeinflussen sind.

Hinweis:

Bevor die Behandlung mit Ergomed - Tropfen begonnen wird, wird Ihr Arzt abklären, ob 

die  Krankheitserscheinungen  nicht  auf  einer  spezifisch  zu  behandelnden 

Grunderkrankung (internistischer und psychiatrisch-neurologischer Natur) beruhen.

2. WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON Ergomed - Tropfen BEACHTEN?

Ergomed - Tropfen dürfen nicht eingenommen werden,

wenn  Sie  überempfindlich  (allergisch)  gegen  den  Wirkstoff  Co-Dergocrinmesilat, 

gegenüber  anderen  Mutterkornalkaloiden  oder  einen  der  sonstigen  Bestandteile  von 

Ergomed - Tropfen sind.

wenn Sie schwanger sind oder stillen.

wenn Sie über längere Zeit hinweg mit Ergomed - Tropfen behandelt werden sollen und 

eine Herzklappenerkrankung vorhanden war oder ist

wenn  Sie  an  Gefäßerkrankungen  (Durchblutungsstörungen  im  Gehirn  in  Ihrer 

Krankengeschichte,  ‚Raynaud-Syndrom’  (Durchblutungsstörung  im  Bereich  der  Finger 

und/oder Zehen aufgrund von Gefäßkrämpfen)) leiden.

wenn  Sie  unter  einem  Krankheitsbild  leiden,  welches  durch  das  Auftreten  einer 

Gefäßwandentzündung  speziell  großer  Arterien  im  Kopfbereich  gekennzeichnet  ist 

(„Arteriitis temporalis“).

Wenn Sie an koronaren Herzerkrankungen leiden (Erkrankung der Herzkranzgefäße wie 

‚Angina pectoris’).

wenn Sie eine schwere Leberfunktionsstörung haben.

wenn Sie unter einer Blutvergiftung (Sepsis) leiden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ergomed - Tropfen ist erforderlich,

bei  erniedrigtem  Blutdruck.  Ihr  Arzt  wird  den  Blutdruck  in  den  ersten  Wochen  der 

Behandlung  und  bei  Kombination  mit  anderen  blutdrucksenkenden  Arzneimitteln 

regelmäßig kontrollieren.

bei starker Verlangsamung der Herztätigkeit.

bei nicht körperlich begründbaren seelisch-geistigen Erkrankungen.

bei eingeschränkter Leberfunktion. Ihr Arzt wird unter Umständen eine niedrigere Start- 

und  Erhaltungsdosis  in  Erwägung  ziehen  und  entsprechende  Kontrolluntersuchungen 

durchführen.

bei  schwerer  Nierenfunktionsstörung.  Ihr  Arzt  wird  unter  Umständen  eine  niedrigere 

Start-  und  Erhaltungsdosis  in  Erwägung  ziehen  und  entsprechende 

Kontrolluntersuchungen durchführen.

wenn  bei  Ihnen  Narbengewebe  vorhanden  war  oder  ist,  die  Ihr  Herz,  Ihre  Lunge  oder 

Ihren Bauchraum betrafen bzw. betreffen. Falls Sie Ergomed - Tropfen über längere Zeit 

erhalten,  untersucht  Ihr  Arzt  vor  Beginn  der  Behandlung  Ihr  Herz,  Ihre  Lunge  und  Ihre 

Nieren. Während der Behandlung achtet Ihr Arzt besonders auf alle Anzeichen, die mit 

Bindegewebsreaktionen  in  Verbindung  stehen  könnten  und  erstellt  gegebenenfalls  ein 

EKG.  Sollten  Bindegewebsreaktionen  auftreten,  muss  die  Behandlung  abgebrochen 

werden.

Wenn  Sie  gleichzeitig  Arzneimittel,  welche  die  Verklumpung  der  Blutplättchen 

(Thrombozyten-aggregationshemmer)  oder  Arzneimittel,  die  die  Blutgerinnung 

(Antikoagulantien)  hemmen  einnehmen,  wird  Ihr  Arzt  die  Gerinnungsparameter  häufiger 

überprüfen.

Besondere Vorsicht mit Ergomed - Tropfen ist erforderlich, wenn es Hinweise gibt, dass Sie 

von krankhafter Spielsucht und zwanghaftem Sexualtrieb besessen sind.

Die  zu  häufige  Einnahme  von  Mutterkornalkaloiden  (wie  z.B.  Ergomed  -  Tropfen)  kann  zu 

einem  Kopfschmerz  bei  Arzneimittelübergebrauch  führen  (Arzneimittel-bedingter 

Kopfschmerz).  Sollte  dies  auftreten  ist  zu  überlegen,  die  Häufigkeit  der  Einnahmen  zu 

verringern.  Unter  Umständen  ist  auch  eine  Beendigung  der  Behandlung  in  Betracht  zu 

ziehen. Bei Auftreten von Kopfschmerzen informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Nach  längerer  und/oder  hochdosierter  Einnahme  von  Mutterkornalkaloiden  (wie  z.B. 

Ergomed  -  Tropfen)  kann  es  zu  peripheren  Durchblutungsstörungen  kommen.  Falls  bei 

Ihnen  die  Haut  im  Bereich  der  Finger  und/oder  Zehen  blass  bzw.  blau  verfärbt  und 

berührungsempfindlich  ist,  sich  kühl  anfühlt,  falls  Taubheitsgefühl,  Kribbeln  oder 

Muskelschmerzen/-krämpfe im Bereich der Gliedmaßen auftreten, unterbrechen Sie bitte die 

Einnahme von Ergomed - Tropfen und kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Zu  Wirksamkeit  und  Verträglichkeit  von  Ergomed  -  Tropfen  bei  Kindern  und  Jugendlichen 

unter 18 Jahren liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor. Deshalb wird die Anwendung 

von Ergomed - Tropfen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen.

Bei Einnahme von Ergomed - Tropfen mit anderen Arzneimitteln

Bitte  informieren  Sie  Ihren  Arzt  oder  Apotheker,  wenn  Sie  andere  Arzneimittel 

einnehmen/anwenden  bzw.  vor  kurzem  eingenommen/angewendet  haben,  auch  wenn  es 

sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. 

Sie sollten auch Ihren Arzt informieren, wenn Sie Ergomed - Tropfen zusammen mit anderen 

Arzneimitteln  einnehmen,  die  den  Abbau  des  Wirkstoffs  beeinflussen,  z.B.  bestimmte 

Antibiotika  (z.B.  Troleandomycin,  Erythromycin,  Clarithromycin),  bestimmte  Arzneimittel 

gegen  AIDS  (z.B.  Ritonavir,  Indinavir,  Nelfinavir,  Delavirdin)  oder  bestimmte  Mittel  gegen 

Pilzinfektionen  (z.B.  Ketoconazol,  Itraconazol,  Voriconazol).  Wenn  mehrere  Arzneimittel 

eingenommen werden, kann es zu einer Abschwächung oder Verstärkung der Wirkung (oder 

auch der Nebenwirkungen) kommen.

Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel erhalten, welche die Blutgerinnung hemmen (Arzneimittel 

zur Blutverdünnung), sollen häufigere Kontrollen der Blutgerinnung vorgenommen werden.

Ergomed  -  Tropfen  sollen  nicht  gleichzeitig  mit  anderen  Mutterkornalkaloiden  angewendet 

werden (Gefahr der unkontrollierten Wirkungsverstärkung).

Die  Wirkung  von  Arzneimittel,  die  ihrerseits  den  Blutdruck  senken,  kann  verstärkt,  die  von 

Präparaten,  die  den  Blutdruck  steigern,  kann  abgeschwächt  werden.  Bei  der  gleichzeitigen 

Anwendung  solcher  Arzneimittel  mit  Ergomed  -  Tropfen  soll  regelmäßig  Ihr  Blutdruck 

kontrolliert werden.

Bei Einnahme von Ergomed - Tropfen zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Die  gleichzeitige  Einnahme  von  Alkohol  mit  Ergomed  -  Tropfen  soll  wie  bei  allen 

Arzneimitteln unterlassen werden, da die Wirkung nicht vorhersehbar ist.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Sie  dürfen  Ergomed  -  Tropfen  während  der  Schwangerschaft  nicht  einnehmen,  da  das 

Arzneimittel Gebärmutterkrämpfe bewirken und eine Gefäßverengende Wirkung haben kann 

und  damit  die  Gefahr  einer  verminderten  Plazentadurchblutung  und  der  Auslösung 

vorzeitiger Wehen besteht. 

Es liegen keine ausreichenden Untersuchungen zur Sicherheit in der Schwangerschaft beim 

Menschen vor.

Stillzeit

Mutterkornalkaloide hemmen die Milchproduktion.

Da  Co-Dergocrinmesilat,  der  Wirkstoff  von  Ergomed  -  Tropfen,  mit  der  Muttermilch 

ausgeschieden wird und beim Säugling unerwünschte Wirkungen verursachen kann, dürfen 

Sie Ergomed - Tropfen während der Stillzeit nicht einnehmen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Die Behandlung mit Ergomed - Tropfen erfordert eine regelmäßige ärztliche Kontrolle. Halten 

Sie  sich  daher  bitte  an  die  Anordnungen  Ihres  Arztes.  Durch  individuelle  Reaktionen  kann 

die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder 

zum  Arbeiten  ohne  sicheren  Halt  beeinträchtigt  werden.  Dies  gilt  vor  allem  bei 

Behandlungsbeginn, Präparatewechsel und im Zusammenwirken mit Alkohol.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie oder Ihre Familie / Ihr Betreuer wahrnehmen, dass Sie 

ein  für  Sie  unübliches  drang-  oder  triebhaftes  Verhalten  entwickeln  oder  wenn  Sie  dem 

Impuls,  Trieb  oder  der  Versuchung  nicht  widerstehen  können,  bestimmte  Tätigkeiten 

auszuüben, die Ihnen oder anderen schaden können. Dies wird auch Impulskontrollstörung 

genannt und kann mit Verhalten wie Spielsucht, übermäßigem Essen oder Geld ausgeben, 

anormal  starkem  Sexualtrieb  oder  einer  Zunahme  von  sexuellen  Gedanken  oder  Gefühlen 

einhergehen. Möglicherweise muss Ihr Arzt Ihre Behandlung anpassen und beenden.

3. WIE SIND Ergomed - Tropfen EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie Ergomed - Tropfen immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen 

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. 

Erwachsene

Falls  vom  Arzt  nicht  anders  verordnet,  werden  im  Allgemeinen  dreimal  täglich  25  bis  50 

Tropfen vor oder (bei empfindlichem Magen) zu einer Mahlzeit mit Flüssigkeit eingenommen.

Ältere Patienten

Für  ältere  Patienten  gilt  die  oben  angeführte  Dosierung  von  dreimal  täglich  25  bis  50 

Tropfen.  Unter  Umständen  wird  Ihr  Arzt  eine  niedrigere  Start-  und  Erhaltungsdosis  in 

Erwägung ziehen.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Ihr Arzt wird die für Sie richtige Dosierung verschreiben. Bei Patienten mit eingeschränkter 

Leberfunktion wird unter Umständen eine niedrigere Start- und Erhaltungsdosis in Erwägung 

gezogen werden.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Ihr  Arzt  wird  die  für  Sie  richtige  Dosierung  verschreiben.  Bei  Patienten  mit  schwerer 

Einschränkung  der  Nierenfunktion  wird  unter  Umständen  eine  niedrigere  Start-  und 

Erhaltungsdosis in Erwägung gezogen werden.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Die Anwendung von Ergomed - Tropfen bei diesen Patientengruppen wird nicht empfohlen, 

da keine ausreichenden Studien zu Wirksamkeit und Verträglichkeit vorliegen.

Art und Dauer der Anwendung

Die  Tropfen  werden  mit  Flüssigkeit  vor  oder  (bei  empfindlichem  Magen)  zu  einer  Mahlzeit 

Achtung:  Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und 

Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Die  Anwendungsdauer  von  Ergomed  -  Tropfen  ist  bei  bestimmungsgemäßer  Dosierung 

zeitlich nicht begrenzt. In geeigneten Abständen, mindestens jedoch alle 6 Monate, wird Ihr 

Arzt überprüfen, ob die Behandlung mit Ergomed - Tropfen weiterhin angezeigt ist.

Wenn  Sie  eine  größere  Menge  von  Ergomed  -  Tropfen  eingenommen  haben,  als  Sie 

sollten

Im  Falle  einer  Überdosierung  oder  Vergiftung  mit  Ergomed  -  Tropfen  ist  in  jedem  Fall 

unverzüglich ein Arzt (z.B. Vergiftungsnotruf) um Rat zu fragen. Nehmen Sie die restlichen 

Tropfen  oder  die  Verpackung  mit,  damit  sich  der  Arzt  über  den  aufgenommenen  Wirkstoff 

informieren kann.

Die Anzeichen einer Überdosierung von Ergomed - Tropfen können sehr vielfältig und unter 

Umständen  widersprüchlich  sein.  Von  Patient  zu  Patient  unterschiedlich  können  die  unter 

Punkt  4.  ‚WELCHE  NEBENWIRKUNGEN  SIND  MÖGLICH?’  aufgeführten  Erscheinungen 

verstärkt  auftreten.  Weiters  können  Sehstörungen,  Angst,  Atemstörungen, 

Erregungszustände,  Verwirrtheit,  Krämpfe,  Verlangsamung  oder  Beschleunigung  der 

Herztätigkeit  und  Blutdrucksenkung  bis  hin  zum  Kreislaufkollaps  und  Atemlähmung 

auftreten. 

Auch  ein  Auftreten  von  Gefäßkrämpfen  mit  Blutdrucksteigerung  und  nachfolgendem 

Kältegefühl, Empfindungsstörungen (Kribbelgefühl) sowie Schmerzen in den Gliedmaßen ist 

möglich.

Die  Beurteilung  des  Schweregrades  der  Vergiftung  und  die  Festlegung  der  erforderlichen 

Maßnahmen erfolgt durch den Arzt.

Für den Arzt:

Zu Symptomen und Therapie bei Überdosierung finden Sie Hinweise am Ende dieser 

Gebrauchsinformation!

Wenn Sie die Einnahme von Ergomed - Tropfen vergessen haben

Bitte  holen  Sie  die  versäumte  Dosis  nicht  nach  bzw.  nehmen  Sie  nicht  die  doppelte  Dosis 

ein, sondern setzen Sie die Einnahme von Ergomed - Tropfen, wie von Ihrem Arzt verordnet, 

fort.

Wenn Sie die Einnahme von Ergomed - Tropfen abbrechen

Setzen Sie bitte das Arzneimittel nicht plötzlich und ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.

Bei  Auftreten  von  Nebenwirkungen  wird  Ihr  Arzt  mit  Ihnen  besprechen,  welche 

Gegenmaßnahmen  es  hierfür  gibt  und  ob  andere  Arzneimittel  für  die  Behandlung  in  Frage 

kommen. 

Wenn  Sie  weitere  Fragen  zur  Anwendung  des  Arzneimittels  haben,  fragen  Sie  Ihren  Arzt 

oder Apotheker.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel können Ergomed - Tropfen Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei 

jedem auftreten müssen.

Die  folgende  Einteilung  wurde  für  die  Häufigkeitsbeschreibungen  der  Nebenwirkungen 

verwendet:

Sehr häufig:  betrifft mehr als 1 Behandelten von 10

Häufig:  betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:  betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:  betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:  betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000

Nicht bekannt:  Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar 

Mögliche Nebenwirkungen:

Nasenverstopfung,  Kopfschmerzen,  vorübergehende  Übelkeit  und  Magenverstimmungen 

kommen vor, können aber im Allgemeinen vermieden werden, wenn das Arzneimittel mit den 

Mahlzeiten  eingenommen  wird.  In  den  meisten  Fällen  gehen  diese  unerwünschten 

Wirkungen zurück, ohne dass besondere Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Aufgrund der blutdrucksenkenden Wirkung von Co-Dergocrinmesilat kann es, insbesondere 

bei  Patienten  mit  niedrigem  Blutdruck,  zu  Gangunsicherheit,  Schwindelgefühl, 

Schwarzwerden  vor  den  Augen  beim  Aufstehen  (orthostatischen  Kreislaufstörungen)  und 

leichten  Kopfschmerzen  kommen.  Erforderlichenfalls  wird  Ihr  Arzt  deshalb  regelmäßige 

Kreislaufkontrollen durchführen.

Besonders bei empfindlichen Patienten können folgende Beschwerden auftreten.

Psychiatrische Erkrankungen

Sehr selten:  Schlafstörung, gesteigerter Tätigkeitsdrang

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich:  Empfindungsstörungen (Kribbelgefühl)

Selten:  Schwindel, Kopfschmerzen

Herzerkrankungen

Selten:  verlangsamte  Herztätigkeit,  Herzrhythmusstörungen,  Verstärkung  oder 

Auftreten  von  Beschwerden  einer  ‚Angina  pectoris’  (Enge  in  der  Brust;  nach 

längerer Behandlungsdauer)

Sehr selten: Herzklappenveränderungen  und  andere  Herzerkrankungen,  z.B.  Herzbeutel-

entzündung  (Perikarditis)  oder  Erguss  von  Flüssigkeit  im  Herzbeutel 

(Perikarderguss).

Als  Frühsymptome  können  eines  oder  mehrere  der  folgenden  Symptome 

auftreten:  erschwertes  Atmen,  Kurzatmigkeit,  Brust-  oder  Rückenschmerzen 

und  Beinschwellungen.  Wenn  bei  Ihnen  eines  dieser  Symptome  auftritt, 

müssen Sie sofort Ihren Arzt informieren.

Gefäßerkrankungen

Selten:  niedriger  Blutdruck  (vor  allem  bei  Verabreichung  über  die  Vene),  arterielle 

Durchblutungsstörungen

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und der Brusthöhle

Selten:  Behinderung der Nasenatmung, Nasenverstopfung

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes

Selten:  Appetitlosigkeit, Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Erbrechen, Durchfall

Sehr selten:  Vermehrung  des  Bindegewebes  in  der  hinteren  Bauchhöhle  (Beschwerden: 

Rückenschmerzen,  Schmerzen  im  Unterbauch  oder  Verengung  der 

ableitenden Harnwege bzw. Schmerzen beim Harnlassen)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten:  Hautausschlag, -reaktionen

Bei  Patienten,  die  mit  Co-Dergocrinmesilat  behandelt  wurden,  wurde  insbesondere  bei 

hohen Dosen ein Auftreten von Anzeichen eines ungewöhnlichen Drangs zu Glücksspielen 

(Spielsucht)  oder  ein  gesteigerter  Sexualdrang  und/oder  gesteigertes  Sexualverhalten 

berichtet, die im Allgemeinen bei Verminderung der Dosis oder bei Abbruch der Behandlung 

wieder zurückgehen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies 

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das 

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

AT-1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr 

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Folgende Nebenwirkungen können auftreten:

Unvermögen,  dem  Impuls,  Trieb  oder  der  Versuchung  zu  widerstehen,  bestimmte 

Tätigkeiten auszuüben, die Ihnen oder anderen schaden können. Wie z.B.:

Starker  Drang  zur  Spielsucht  trotz  schwerer  persönlicher  oder  familiärer 

Konsequenzen.

Verändertes oder gesteigertes sexuelles Interesse und Verhalten, das für Sie und 

andere  von  wesentlicher  Bedeutung  ist,  wie  zum  Beispiel  ein  gesteigerter 

Sexualtrieb.

Kaufsucht oder übermäßiges, unkontrollierbares Ausgeben von Geld.

Fressattacken  (Sie  essen  große  Mengen  Nahrung  in  kurzer  Zeit)  oder 

zwanghaftes  Essen  (Sie  essen  mehr  Nahrung  als  normal  und  mehr  als 

notwendig, um Ihren Hunger zu stillen)

Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie eines dieser Anzeichen wahrnehmen; Er wird mit 

Ihnen  Möglichkeiten  zum  Umgang  mit  diesen  Anzeichen  oder  zu  deren  Reduktion 

besprechen.

5. WIE SIND Ergomed - Tropfen AUFZUBEWAHREN?

Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu 

schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie  dürfen  das  Arzneimittel  nach  dem  auf  dem  Umkarton  nach  ‚Verwendbar  bis:’ 

angegebenen  Verfalldatum  nicht  mehr  anwenden.  Das  Verfalldatum  bezieht  sich  auf  den 

letzten Tag des Monats.

Das  Arzneimittel  darf  nicht  im  Abwasser  oder  Haushaltsabfall  entsorgt  werden.  Fragen  Sie 

Ihren  Apotheker  wie  das  Arzneimittel  zu  entsorgen  ist,  wenn  Sie  es  nicht  mehr  benötigen. 

Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

6. WEITERE INFORMATIONEN

Was Ergomed - Tropfen enthalten

Der Wirkstoff ist Co-Dergocrinmesilat (Dihydroergotoxinmethansulfonat)*. 

1 ml Tropflösung (ca. 25 Tropfen) enthält 1 mg Co-Dergocrinmesilat

*  Co-Dergocrin  besteht  aus  den  hydrierten  Mutterkornalkaloiden  Dihydroergocornin,  Dihydroergocristin, 

Dihydroergocryptin  (Dihydro-α-ergocryptin  und  Dihydro-β-ergocryptin  im  Verhältnis  2:1)  in  gleichen 

Mengenanteilen.

Die  sonstigen  Bestandteile  sind:  Glycin,  Thioharnstoff,  Weinsäure,  Glycerin, 

Äthylalkohol, Wasser

Wie Ergomed - Tropfen aussehen und Inhalt der Packung

Tropfen  zum  Einnehmen  in  Glasflaschen  zu  15  ml  und  50  ml  mit  Kunststoffverschraubung 

und Tropfeinsatz

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Zulassungsinhaber

WABOSAN Arzneimittelvertriebs GmbH

Anton Anderer Platz 6/1

A-1210 Wien 

Tel:   01 / 270 03 70

Fax:  01 / 270 03 70 20

E-mail: office@wabosan.at

Hersteller

Montavit, Absam

Z.Nr.: 

15.917

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Juni 2014. 

Die  folgenden  Informationen  sind  nur  für  Ärzte  bzw.  medizinisches  Fachpersonal 

bestimmt:

Überdosierung

Symptome einer Überdosierung

Die Anzeichen einer Überdosierung von Ergomed - Tropfen können sehr vielfältig und unter 

Umständen  widersprüchlich  sein.  Individuell  unterschiedlich  können  die  unter 

Nebenwirkungen  (siehe  Punkt  4.  ‚WELCHE  NEBENWIRKUNGEN  SIND  MÖGLICH?’) 

aufgeführten  Symptome  verstärkt  auftreten,  sowie  Sehstörungen,  Angst,  Dyspnoe, 

Erregungszustände,  Verwirrtheit,  Krämpfe,  Brady-  oder  Tachykardie  und  Blutdrucksenkung 

bis hin zu Koma und Atemlähmung. Je nach Ausgangslage des Gefäßsystems ist auch ein 

Auftreten  von  Gefäßspasmen  mit  Blutdrucksteigerung  und  nachfolgendem  Kältegefühl, 

Parästhesien sowie Schmerzen in den Extremitäten möglich.

Therapie einer Überdosierung

Ein  spezifisches  Antidot  ist  nicht  bekannt.  Bei  erhaltenem  Bewusstsein  sollte  möglichst 

frühzeitig  Erbrechen  ausgelöst  werden.  Weitere  Maßnahmen  zur  Verringerung  der 

Resorption sind Magenspülung, Gabe von Aktivkohle und Beschleunigung der Magen-Darm-

Passage (Natriumsulfat).

Bei  Blutdruckabfall  sind  Volumensubstitution,  indirekte,  ggf.  auch  direkte  α-

Sympathomimetika,  bei  Gefäßspasmen  gefäßerweiternde  Mittel  (je  nach  Situation  und 

Befund  β-Blocker,  Kalzium-Antagonisten,  Theophyllin)  angezeigt.  In  jedem  Falle  sind 

regelmäßige Kreislaufkontrollen erforderlich.

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